• #1

Zwei Jahre ohne Sex … aufgeben?

Es mag unglaublich klingen, doch ich bin seit zwei Jahren in einer Beziehung ohne jegliche körperliche Nähe, welche ich sehr vermisse, sodass inzwischen der Gedanke einer Trennung in meinem Kopf herumspukt. Ich, w, 43. Er, m, 50.

Viele werden sicherlich voreilig urteilen, dass diese längst hätte vollzogen sein sollte, nun ist die Situation allerdings vielschichtig.

Kurzum, der Mann in meinem Leben ist - abgesehen von seiner sexuellen Abstinenz - ein wahrlich toller und treuer Mann. Er stand an meiner Seite, als ich eine Krebsdiagnose erhielt, kümmerte sich liebevoll und bedingungslos und begleitete mich durch einen weiteren schweren Schicksalsschlag.

Was auf einer Seite fehlt - körperliche Liebe - macht er durch andere zärtliche Liebe und Aufmerksamkeit wett. Doch inzwischen sind zwei Jahre ins Land gezogen und ich merke zunehmend, wie mir Körperlichkeiten fehlen.

Das Thema wurde in unserer Beziehung oft, regelmäßig und lange durchgekaut und führte zeitweilig gar zu einer Trennung über ein paar Monate. Geändert hat sich letztlich nichts. Körperlich ist er gesund. Seelisch schleppt er einiges an Gepäck mit sich herum und hat eine ausgeprägte Beziehungsangst. Ich bin keine Therapeutin, aber durch unsere Gespräche ließ er durchklingen, dass er aufgrund dieser Beziehungsangst zu viel körperliche Nähe meidet. Nein, er holt sich Sex nicht woanders (100% sicher). Er sagt, er braucht einfach Zeit … aber über zwei Jahre??

Wir sind inzwischen in unsere Familien/Freundeskreise integriert, eigentlich ist alles schön. Bis auf diesen Punkt.

Inzwischen habe ich eigentlich die Hoffnung verloren - was ich ihm auch gesagt habe, was natürlich seine Ängste triggerte. Ich habe schon länger eine Therapie vorgeschlagen (will er nicht) … und bin ansonsten mit meinem Latein am Ende.

Wann ist zu wenig zu wenig? Soll ich warten, ihm eine Chance geben und treu an seiner Seite stehen, so wie er an meiner Seite stand? Hätte ich eine Glaskugel und wüsste, dass er sich irgendwann einlassen kann, würde ich warten … ich will aber auch nicht 50 werden, viele lange Jahre in der Warteschleife verbracht haben und am Ende doch vor den Trümmern stehen.
 
  • #2
Wohnt ihr zusammen? Was heißt „Beziehung”… ist es nicht vielleicht eher eine besonders gute Freundschaft?
Ein paar Monate auf zwei Jahre ist schon viel.
Geändert hat sich letztlich nichts. Körperlich ist er gesund
Das ist recht kryptisch, was heißt „letztlich“?
Habt ihr überhaupt schon mal irgendwelche körperlichen Kontakte gehabt? Küsst ihr euch?
Woher weißt du, dass er körperlich gesund ist? War er zB bei einem Urologen oder nur beim Allgemeinarzt? Hormoncheck?
Macht er zB Selbstbefriedigung?
Ich habe schon länger eine Therapie vorgeschlagen (will er nicht)
„Will ich nicht“ hört sich nicht besonders liebevoll an. Eher ganz schön starrsinnig und borniert.
 
  • #3
Das Gesamtpaket muss beidseitig stimmen, inklusive Liebe, ich habe den Eindruck in wichtigen Bereichen seid ihr nicht kompatibel und lebt das Leben sachlich (reine Vernunft und Zweck!) von Kopf zu Kopf, was dich unzufrieden und unglücklich macht. Eine schöne und gute Beziehung stelle ich mir nicht so vor, er nimmt auf deine Grundbedürfnisse keine Rücksicht! Ich würde mit ihm ein intensives Gespräch führen, was deine Beweggründe sind, für eine eventuelle Trennung!
 

Laleila

Cilia
  • #4
Es mag unglaublich klingen, doch ich bin seit zwei Jahren in einer Beziehung ohne jegliche körperliche Nähe, welche ich sehr vermisse, sodass inzwischen der Gedanke einer Trennung in meinem Kopf herumspukt. Ich, w, 43. Er, m, 50.
Meine Freundin lebte so eine Beziehung unglaubliche 25 Jahre. Sie liebt ihren Mann sehr und hat nun seit etwa 3 Jahren Romanzen. Von ihm trennen wird sie sich nicht, sie liebt ihn sehr und ist seit den Liebschaften wieder glücklich. Ja, auch in ihrer Ehe. Jetzt sind 20 Jahre natürlich auch eine andere Basis als Zwei, auch wenn ihr da sicherlich sehr zusammen wuchset, weil er auch in schweren Zeiten für Dich da war.
Inzwischen habe ich eigentlich die Hoffnung verloren - was ich ihm auch gesagt habe, was natürlich seine Ängste triggerte. Ich habe schon länger eine Therapie vorgeschlagen (will er nicht) …
Seine Ängste muss er in den Griff bekommen, Du kannst das nicht leisten, es geht auch gar nicht.
Wenn Du so darunter leidest, dass Du darüber nachdenkst die Beziehung zu beenden. Also jetzt.
Soll ich warten, ihm eine Chance geben und treu an seiner Seite stehen, so wie er an meiner Seite stand?
Tja, Glaskugeln bringen leider nicht viel. Könntest Du Dir vorstellen Dir die körperliche Liebe auserhausig zu holen?
Eine Romanze oder eine Affäre einzugehen.
Käme Dein Partner damit klar?
Wenn nicht, wäre es eine Alternative solch eine Zweitbeziehung diskret einzugehen?
… ich will aber auch nicht 50 werden, viele lange Jahre in der Warteschleife verbracht haben und am Ende doch vor den Trümmern stehen.
Vor den Trümmern steht ihr jetzt schon, Ihr schaut nur noch nicht so genau hin.
Was heißt „Beziehung”… ist es nicht vielleicht eher eine besonders gute Freundschaft?
Auch wenn Du es in Dein testosteronvernebeltes Hirn gar nicht reinbekommen willst.
Eine Beziehung wird nicht über die Sexualität definiert sondern über die Gefühle füreinander und die unterscheiden sich, auch ohne gelebte Sexualität, grundsätzlich von freundschaftlichen Gefühlen.
 
  • #5
Ich habe schon länger eine Therapie vorgeschlagen (will er nicht) … und bin ansonsten mit meinem Latein am Ende.
Tja und das ist der Moment wo du nicht viel mehr machen kannst, als es zu erdulden oder zu gehen. Wenn sich der Partner der Beziehungsarbeit verweigert ist da nicht mehr viel zu wollen.
Mir käme nur in den Sinn, die Beziehung dann zu öffnen.
Wenn du unter der Situation zu leiden beginnst und es keine Chance auf einen gemeinsamen Konsens gibt. Also, jetzt.
Das kannst nur du entscheiden. Aber worauf nach 2 Jahren? Ich meine, die sexuelle Spannung ist doch gerade am Anfang am intensivsten. Außerdem tut er nichts um dran zu arbeiten. Er verweigert sich eher.
ihm eine Chance geben und treu an seiner Seite stehen, so wie er an meiner Seite stand?
Kannst du machen, oder aber auch nicht. Du hast genau dieses eine Leben. Du solltest sehr gut gucken, wieviel unglücklich sein du aushalten möchtest.
Hätte ich eine Glaskugel und wüsste, dass er sich irgendwann einlassen kann, würde ich warten … ich will aber auch nicht 50 werden, viele lange Jahre in der Warteschleife verbracht haben und am Ende doch vor den Trümmern stehen.
So wird es kommen. Denn wie Einstein bereits wusste: "Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim alten zu lassen und gleichzeitig zu Hoffen, das sich etwas ändert".
 
  • #6
Auch wenn Du es in Dein testosteronvernebeltes Hirn gar nicht reinbekommen willst.
Eine Beziehung wird nicht über die Sexualität definiert sondern über die Gefühle füreinander und die unterscheiden sich, auch ohne gelebte Sexualität, grundsätzlich von freundschaftlichen Gefühlen.
Da dürfte die Mehrheit der Menschheit insofern an Testosteronverneblung leiden, als sie sich ihre (geschwollen ausgedrückt) „körperliche Liebe“ lieber nicht bei einer (euphemistisch ausgedrückt) „Romanze“ holen wollen.
 
  • #7
Wie ich gelesen habe, daß du erst 43 bist und schon auf Sex verzichten mußt, bin ich erschrocken. In diesem Alter ist eine Frau doch im Vollbesitz ihrer erotischen Aktivität. Nein, das würde ich nicht akzeptieren, zumal der Mann keinerlei Anstalten macht, diesen Zustand zu ändern, um deine Wunsche zu befriedigen. Er ist wahrscheinlich von Natur aus asexuell oder zumindest mit wenig "sexuellem Begehren" ausgestattet. Du aber hast in deinem Alter ein Recht auch auf körperliche Liebe, das ist menschlich und legitim. Und vergiß nicht, du hast noch 40 Lebensjahre vor dir!!

Sich einen Liebhaber zu nehmen oder ons sind nicht jedermanns Sache. Das wurde bedeuten, aus dem warmen Bett nach Hause zu kommen und "hallo, was kochen wir heute Abend" zu sagen. Ich glaube auch nicht, daß dein Partner das mitmachen würde. Ihm gefällt es ja, so wie es jetzt ist.

Ich würde, so schwer das angesichts seines Engagements in schwierigen Zeiten für dich ist, eine Trennung herbeiführen, denn ich könnte mit der Aussicht auf ein klösterliches Leben in den nächsten Jahrzehnten nicht leben.
 
  • #8
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #9
Er sagt, er braucht einfach Zeit … aber über zwei Jahre??... Soll ich warten, ihm eine Chance geben.... Hätte ich eine Glaskugel und wüsste, dass er sich irgendwann einlassen kann, würde ich warten …
Du brauchst keine Glaskugel sondern Lebenserfahrungen.
Ich glaube nicht, dass nach 2 Jahren weiter warten noch etwas bei ihm ändert. Er lebt gut damit, dass Du Dich damit abgefunden hast.

Ich denke er ist impotent aus psychischen Gründen und das bleibt so, wenn er das Thema nicht angeht.

Statt weiter zu warten auf etwas was nicht mehr passiert, ist es an der Zeit an andere Lösungen zu denken, z.B. den Sex outzusourcen.
Das beinhaltet immer das Risiko, dass aus der angedachten Affäre dann doch eine Beziehung wird. Aber auch das ist seine Entscheidung, weil er nichts gegen das Problem tut, bzw. es als allein Deins sieht.

ich will aber auch nicht 50 werden, viele lange Jahre in der Warteschleife verbracht haben und am Ende doch vor den Trümmern stehen.
Welche Trümmer? Ich denke nicht, dass sich an eeuerer beziehung in 7 Jahren was ändert - außer Du zertrümmerst sie wegen fehlendem Sex.

Das würde ich aber nicht erst mit 50 tun, wenn Dir das wichtig ist sondern zeitnah. Wozu 7 Jahre hungern, wenn die Sache so klar ist?
 
  • #10
Was auf einer Seite fehlt - körperliche Liebe - macht er durch andere zärtliche Liebe und Aufmerksamkeit wett. Doch inzwischen sind zwei Jahre ins Land gezogen und ich merke zunehmend, wie mir Körperlichkeiten fehlen.
Ganz ehrlich? Warum musst du das dann zu einer Beziehung upgraden, wenn ihr lediglich sehr gute Freunde zu sein scheint?

Platonische Liebe ist eine sehr schöne Sache - ohne Frage - nur gehört für mich leidenschaftliche Liebe zu
einer romantischen Verbindung dazu.

Sonst könnte ich auch mit meinem Bruder zusammenleben. Den liebe ich auch sehr und halte ihn für einen unheimlich tollen Mann.


Ich habe schon länger eine Therapie vorgeschlagen (will er nicht) … und bin ansonsten mit meinem Latein am Ende.
Ich will nicht zu pessimistisch klingen, aber das wird schon seine Gründe haben, warum er sich dahingehend verweigert und die liegen wahrscheinlich eben nicht in einer Bindungsangst begründet. Er hat Angst vor der Wahrheit - wie auch immer die aussehen mag. Homosexuell? Sexuelle Perversionen, die er selbst ablehnt und damit in einen inneren Konflikt gerät?

Möglich ist alles. Die menschliche Psyche ist da mitunter sehr raffiniert.
Habt ihr mal über sexuelle Fantasien gesprochen? Oder klammert er das Thema völlig aus ?

Was Zeit da bewirken soll, erschließt sich mir nicht.
 
  • #12
Liebe MsMe, es ist sehr schwierig dazu einen Rat zu geben. Ich will dir meine Geschichte erzählen, die ähnlich ist. Mein mittlerweile geschiedenen war zwanzig, ich vierundzwanzig, als wir zusammenkamen. Vor ihm hatte ich drei feste Beziehungen, in denen es sexuell keine Probleme gab. Mit meinem späteren Ehemann war es leider von Anfang an schwierig, aber wir konnten uns super unterhalten und waren viele, viele Jahre schwer verliebt. Wir haben uns wirklich total gefreut, auch nach zwanzig Jahren, wenn wir uns wiedersahen. Sex funktionierte in jüngeren Jahren wenigstens noch etwas, endete aber oft in Tränen. Ich habe wirklich alles versucht: auf die liebevolle Art, auf erotische Art etc.. es half nichts. Dann fing er mehr und mehr an alleine Dinge zu unternehmen: wochenlange Wanderungen, Holz machen mit einem Kumpel im Wald, getrennt fern sehen. Irgendwann habe ich es nicht mehr ausgehalten und eine Affaire mit einem jüngeren, sehr potenten Mann begonnen, in den ich mich dann verliebt habe und er in mich. Auf Rat eines Supervisors habe ich es Irgendwann meinem Mann gestanden und das brachte den Stein ins Rollen. Zunächst wollte er wissen, was ich noch für ihn empfinde. Nach jahrzehntelange sexuellen Verzicht war ich so ausgehandelt, dass ich darauf nicht verzichten konnte. Mein Mann bot mir eine offene Beziehung an, was ich mir nicht vorstellen kann. Kurze Zeit darauf sagte er mir, das er auch aus Liebe verzichtet habe. Ich fiel aus allen Wolken, da ich immer dachte, er sei impotent. Auf den Tisch kam dann, dass er auf BDSM steht, mir das aber nicht sagen konnte, weil mein erster Freund gewalttätig war. Nun sind wir geschieden, er hat im darknet eine Grau gefunden, ich bin immer noch mit dem jüngeren durchaus attraktive Mann zusammen, dieser ist aber, wie ich Irgendwann rausfand, Autist. Nun habe ich die Hölle auf Erden. Er spricht fast nicht und ist sehr aggressiv. Der oft 4 x am Tag und in der Nacht stattfindende Sex ist auch stark zurückgegangen. Ich bin dabei mich von ihm zu trennen.
Schon oft habe ich die Trennungvon meinem Mann bereut, der immer für mich dagewesen ist. Er war meine große Liebe.
 
  • #13
Körperlich ist er gesund. Seelisch schleppt er einiges an Gepäck mit sich herum und hat eine ausgeprägte Beziehungsangst.
Wenn er eine Therapie ablehnt wird sich an seiner Angst nichts tun, das wird so bleiben.
Hatte er vorher denn auch psychische Schwierigkeiten als sexuell noch etwas bei euch lief?

Er sagt, er braucht einfach Zeit … aber über zwei Jahre??
Er schiebt das Problem von sich weg, es auf.

Ich sehe es so wie @Dingens
Tja und das ist der Moment wo du nicht viel mehr machen kannst, als es zu erdulden oder zu gehen. Wenn sich der Partner der Beziehungsarbeit verweigert ist da nicht mehr viel zu wollen.
Mir käme nur in den Sinn, die Beziehung dann zu öffnen.

Wenn das für dich auch möglich wäre, würde ich mit ihm nochmal reden und eine einseitig offene Beziehung vorschlagen.
Ggf. fällt ihm dann ein sich seinen Problemen doch stellen zu müssen (muss nicht, könnte).

W 28
 
  • #14
Es ist definitiv zu viel. Er braucht Zeit (ernsthaft? Wie viel denn noch) und möchte keine Therapie. Das verstehe ich als = ich bin nicht bereit irgendwas zu ändern.

Wie war denn am Anfang eurer Beziehung? Und wie lange seid ihr zusammen?

Und alle Dankbarkeit die du für seine Unterstützung empfinden magst in Ehren - das ist noch lange kein Grund sexuell zu verhungern und diese Seite von dir nun im Gegenzug für immer und ewig zu opfern.
 
  • #15
Ich würde hier auch in den Bereich des Asexuellen gehen .....

Es ist kein Widerspruch, dennoch ein gutes, partnerschaftliches verhalten pflegen zu wollen, auch Gefühle zu haben ....
Es gibt ja hier den Foristen Duckula - vielleicht fällt ihm etwas dazu ein.

Ich verstehe - von einem Mann, der immer da war, nie geklagt hat, der Frau unterstützt hat, als ein Medikamentencocktail gewütet hat ....... von dem Mann willst du dich nicht trennen.

Was bleibt ?
Verzicht - macht unglücklich
Callboy
offizielle oder inoffizielle Öffnung
Trennung - aber ob dann alles besser wird ?
 
  • #16
Es gibt auch Menschen die einfach asexuell sind. Könnte das auf deinen Freund zutreffen?
 
  • #17
Ach herrje.....da lese ich hier zum Zeitvertreib und finde genau MEIN Problem: Bin seit 2,5 Jahren mit einem Mann zusammen, er ist Anfang 60, nimmt wegen 2 Herzinfarkten und Diabetes eine Menge Tabletten. Hat mir versichert, dass er mit seiner letzten Lebensgefährtin bis zum letzten Tag der Beziehung geilen Sex hatte. 2 Monate nach Ende dieser Beziehung lernten wir uns kennen. Und da geht nix. Garnix....."er" bleibt nett in seinem Nestchen liegen, ohne eine Regung. Ich bin nun wirklich kein Kind von Traurigkeit und denke, mit Mitte 50 auch so manche Praktiken zu kennen, aber - sorry, mit so einem Labberteil, welches sich so überhaupt nicht zu einer Regung überzeugen läßt, kann ich dann auch nix anfangen.
Da wir eine Fernbeziehung führen und uns nur am Wochenende sehen, dauerte auch die normale Annäherung länger, es fiel mir anfangs nicht auf....
Er ist ein ganz netter Mann, erfüllt mir jeden Wunsch, ist immer für mich da, aber zum Thema Sex verschließt er sich. Wann auch immer ich das Thema anspreche und um eine Lösung bitte, sagt er immer nur: mach dir keine Sorgen, es liegt nicht an dir. Aber das bringt mich nicht ans Ziel. Seit über 1 Jahr bettle ich, er möge einen Urologen aufsuchen, aber er verschiebt schon die Terminsuche mit der Ausrede, er bekommt dort eh erst in 8 Monaten einen Termin.....
Einen Lover gesteht er mir natürlich nicht zu, aber er ändert auch nichts, faßt mich nicht mal an. Bisschen küssen, kuscheln, umdrehen, schlafen.
Warum ich es nicht beende? Angst vorm Alleinsein? Müde, wieder und wieder auf neue Partnersuche zu gehen?
Ich treffe mich seit 4 Monaten 1x die Woche heimlich mit meinem Ex, der hat gerade keine Frau und wir hatten immer den besten Sex, bis heute. Aber ich fühle mich nicht wohl, es ist eindeutig fremdgehen.....oder doch nicht? denn was ist das, was ich da mit der Fernbeziehung habe? Freundschaft? Partnerschaft? Liebt er mich? Er tut viel für mich, aber er bringt es nicht über die Lippen, mir zu sagen, was er empfindet.
 
  • #18
Hat mir versichert, dass er mit seiner letzten Lebensgefährtin bis zum letzten Tag der Beziehung geilen Sex hatte.
Da würde mich ihre Perspektive interessieren.

Angst vorm Alleinsein? Müde, wieder und wieder auf neue Partnersuche zu gehen?
Beides?

es ist eindeutig fremdgehen.....oder doch nicht?
Doch.

Du machst es dir leicht und belügst dich selbst und ihn. Kann man machen, muss man dann aber auch mit den Konsequenzen leben.
Zb das man nicht frei ist für was Richtiges.
Das klingt ja alles nicht sehr erstrebenswert. Impotenter Mann, rumtändeln mit dem Ex…

Finde deinen Selbstwert.
 
  • #20
Ach herrje.....da lese ich hier zum Zeitvertreib und finde genau MEIN Problem: Bin seit 2,5 Jahren mit einem Mann zusammen, er ist Anfang 60, nimmt wegen 2 Herzinfarkten und Diabetes eine Menge Tabletten. Hat mir versichert, dass er mit seiner letzten Lebensgefährtin bis zum letzten Tag der Beziehung geilen Sex hatte. 2 Monate nach Ende dieser Beziehung lernten wir uns kennen. Und da geht nix. Garnix....."er" bleibt nett in seinem Nestchen liegen, ohne eine Regung. Ich bin nun wirklich kein Kind von Traurigkeit und denke, mit Mitte 50 auch so manche Praktiken zu kennen, aber - sorry, mit so einem Labberteil, welches sich so überhaupt nicht zu einer Regung überzeugen läßt, kann ich dann auch nix anfangen.
Da wir eine Fernbeziehung führen und uns nur am Wochenende sehen, dauerte auch die normale Annäherung länger, es fiel mir anfangs nicht auf....
Er ist ein ganz netter Mann, erfüllt mir jeden Wunsch, ist immer für mich da, aber zum Thema Sex verschließt er sich. Wann auch immer ich das Thema anspreche und um eine Lösung bitte, sagt er immer nur: mach dir keine Sorgen, es liegt nicht an dir. Aber das bringt mich nicht ans Ziel. Seit über 1 Jahr bettle ich, er möge einen Urologen aufsuchen, aber er verschiebt schon die Terminsuche mit der Ausrede, er bekommt dort eh erst in 8 Monaten einen Termin.....
Einen Lover gesteht er mir natürlich nicht zu, aber er ändert auch nichts, faßt mich nicht mal an. Bisschen küssen, kuscheln, umdrehen, schlafen.
Warum ich es nicht beende? Angst vorm Alleinsein? Müde, wieder und wieder auf neue Partnersuche zu gehen?
Liebe @Zuckerschnecke, ist das der Mann Anfang 60 von 2020, mit dem du eine Fernbeziehung hattest, der Lymphdrüsenkrebs hatte und in einem alten desolaten Bauernhaus lebt?

Wolltest du den Anfang 2020 nicht verlassen?
Oder ist das wieder ein anderer?
Und der Mann davor war 65 und impotent?

Du hast scheinbar echt Pech und kommst nur an Problemmänner…..das würde mich ebenfalls sehr frustrieren.

Sage ihm dringend, dass du noch irgendeine Form der Sexualität mit ihm erleben möchtest. Ansonsten wirst du ihn verlassen müssen.
Wenn er selber nicht mehr kann, so gibt es Mittel und Wege, dass er zumindest dich befriedigt. Er hat noch gesunde Hände und einen Mund.
Geh zusammen mit ihm zu einem Urologen, telefoniere rum wegen einem Termin.

Will er all das nicht, würde ich wirklich erwägen ihn zu verlassen.

Schau liebe @Zuckerschnecke, ich bin 57 und mein Freund ist 69.
Wir haben eine sehr schöne befriedigende Sexualität. Oft mehrmals die Woche.
Es gibt noch Männer in dem Alter, die fit und potent und liebevoll sind.
Wenn auch nicht sehr viele.

Du verdienst es geliebt zu werden - auch körperlich.
Für Enthaltsamkeit bist du noch zu jung.

Ich hoffe du wirst glücklich, und ihr findet eine Lösung….
 
  • #22
Wäschst Du dem die Wäsche, bekochst ihn und machst alles wie eine Mutti für ihn?
 

Laleila

Cilia
  • #24
Das ist eine sehr euphemistische Bezeichnung für Fremdgehen und Betrug, wie bei @Zuckerschnecke auch, denn weder sie noch die FS haben eine platonische Freundschaft, sondern eine sexlose Beziehung.
Ja, haben sie. Im Gegensatz zu dem Verwirrten, wo es nur eine Beziehung ist, wenn regelmäßig gevögelt wird, sehe ich das genauso.

Es war auch nur die dritte Alternative, wenn sie sich nicht trennen will und er, auf ihre Anfrage hin, nicht bereit ist, die Beziehung zu öffnen.

Es bringt doch nichts, wenn sie ihn nicht verlassen will und er weder bereit ist, sein Problem in den Griff zu bekommen, noch ihr die Möglichkeit schenkt, eine sexuelle Affäre einzugehen, totzuschweigen.

Für mich ist fremdgehen Betrug. Sie muss entscheiden ob sie den Schritt gehen will, einer der anderen Alternative wählt oder ihn verlässt. Bei meiner Freundin funktioniert es. Die Ehe war Jahrzehntelang nicht mehr so gut, und das meine ich wörtlich, denn seit Beginn der Schwangerschaft schlief er nicht mehr mit ihr, was bei ihr zu einem unterschwellige Dauerfrist und latenter Aggressivität führte. Jetzt strahlen die Zwei wieder, wenn man sie zusammen beobachtet. Die Liebe wird wieder sicht- und lebbar.

Das funktioniert sicher nur selten und birgt mehr Risiken als begründete Hoffnung.
 
  • #28
Das ist gelinde gesagt Quatsch. Demnach würdest du sämtlichen "älteren" Pärchen, bei denen naturgemäß nichts mehr läuft, eine Liebesbeziehung absprechen.
Liebe ist ein Gefühl. Sollte man nicht mit Sex verwechseln.
Lassen wir Fälle, in denen es nicht mehr „geht“, vielleicht beiseite und reden von solchen, in denen Sex nicht gewünscht ist.
Und natürlich kann das auch ohne Sex Liebe sein! Viele Männer lieben ihre Mütter. Aber das ist dann eben keine Mann-Frau-Beziehung und insofern auch nicht den Definitionen von „Fremdgehen“ etc. unterworfen.

(Bei Leila und zB Duckula ist es ja ein Spezialfall: da bedeutet Sex generell nichts, also auch nicht für ihre Vorstellung einer Beziehung).
 
  • #29
Das ist eben so ein typisch selbstgefällig-geschwollenes Gewäsch.
Da mag schon irgendeine verquere, verkümmerte Form von Liebe sein - ich liebe meinen Kaktus auch. Aber eine Liebesbeziehung ist es nicht.
Selbstgefällig empfinde ich deine Antwort hier. Du setzt Liebe mit sexueller Lust gleich oder nimmst den Sex als Indikator für Liebe? Oder wie soll ich deine Kausalität verstehen? Aus dieser Perspektive heraus unterstellst du all den Menschen, die auf Grund diverser Themen impotent oder asexuell sind ihre Partner nicht zu lieben?!
Ist dann auch der Umkehrschluss richtig? Alle Paare die regelmäßig Sex haben, lieben sich?!
Sex geht ohne Liebe aber Liebe nicht ohne Sex?
 
  • #30
Selbstgefällig empfinde ich deine Antwort hier. Du setzt Liebe mit sexueller Lust gleich oder nimmst den Sex als Indikator für Liebe?
Vor allem die Allgemeingültigkeit, mit der das postuliert wird bei jeder Gelegenheit, da frage ich mich, , warum die derartige Betonung.
Verwirrt, lass andere Vorstellungen einfach mal stehen, es gibt viele Paare, in denen Sex ein Faktor in der Beziehung ist, einer unter vielen, wichtig genug, dass wenn beide nicht ähnlich denken, es schief geht, aber es gibt vieles andere auch, das passen muss, wenn eine Partnerschaft längerfristig tragen soll, es ist ja das Hauptelement. Sexlose Zeiten, oder Zeiten mit reduzierter Aktivität kennen genug, Schwangerschaften, stressige Zeiten, Krankheiten, Männer und Frauen, kritisch wird es nur, wenn eine Seite einen Mangel empfindet, und das Bild des Mannes, der heiß nach Hause kommt im Parallelthread ist einer Fantasie entsprungen, zumindest kaum der Regelfall.
 
Top