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  • #1

Zuschauerin beim Leben der Anderen?

Mit Mitte 40 hatte ich 2 Ehen hinter mir, die zweite Scheidung erfolgte gegen meinen Willen und war die Enttaeuschung meines Lebens. Als Alleinerziehende suchte ich dann ueber ein Jahrzehnt ein neues Glueck ueber Partnerboersen, doch immer geriet ich an Maenner mit irgendeinem Problem. Beziehungsgestoert, verheiratet, narzisstisch, finanziell und bildungsmaessig nicht auf Augenhoehe...es war alles dabei. Wie kann ich so noch an das Leben glauben? Ich habe das Gefuehl, allein ohne wirklichen Lebenspartner nur noch Zuschauerin zu sein, wie andere als Paare ihr Leben in Familie und Freundeskreis leben.
 
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  • #2
Liebe FS,
wenn Du mit 40 schon zwei mal geschieden bist, dann hast Du ein Problem, Partnerschaften einzugehen und zu leben. Stell' Dich dauerhaft auf ein Leben als Single ein. Vergiss' Partnerbörsen und vergiss' die Idee, dass Partnerschaft die einzige mögliche Lebensform ist.
Mit 40+ und Kind ist die Partnersuche sehr schwer. Verabschiede Dich davon und such' Dir einen Lebensentwurf ohne Partner. Sei nicht Zuschauer im Leben anderer, sondern lebe Dein Leben.

Es bringt Dich nicht nach vorn, rumzuhadern, warum Du allein bist. Akzeptier' das und nimm es an, mach es zu Deinem Lebensstil - besser allein, als mit einem unerträglichen Partner seine Lebenszeit zu verschwenden.
 
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  • #3
Schau nicht so viel auf die Paare, sondern halte dich an die unzähligen Singles in deiner Umgebung. Viele Dinge kann man auch mit Freunden unternehmen, und es ist oft viel entspannter.
Möglicherweise bist du schon zu sehr auf die Partnersuche fixiert, als dass du jemanden finden kannst. Distanziere dich erst mal davon, danach kannst du eventuell einen neuen Anlauf wagen.
 
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  • #4
Liebe Threadstellerin,

eigentlich sollte ich Dir etwas Aufbauendes schreiben, aber meine Erfahrung deckt sich leider mit dem, was Du erzählst. Zumindest bin auch ich mittlerweile tatsächlich ein ganzes Jahrzehnt erfolglos auf der Suche nach dem Richtigen und es gibt mir jedesmal einen tiefen Stich, dass ich scheinbar am Leben nicht mehr teilnehme. Zumal ich als AE kaum Zeit für mich selbst finde.
Wie kommt man nun aus dieser Misere raus?? Das frage ich mich praktisch jeden Tag, habe kein wirkliches Patentrezept gefunden. Ich versuche aber so oft es geht, den Fokus auf die guten Dinge in meinem Leben zu lenken. Da ist einerseits meine liebe Tochter, die mir wirklich sehr viel Freude macht. Dann versuche ich so oft wie möglich etwas Gutes für mich zu tun, z.B. in ein schönes Wellnesswochende.
Und mir natürlich bewußt zu machen, dass in Ehen und Partnerschaften auch nicht alles Gold ist, was glänzt. Mittlerweile bin ich so weit, dass ich weiß, dass ein Partner mich nicht glücklich machen kann, sondern dass ich selbst dafür verantwortlich bin. Trotzdem merke ich natürlich jeden Tag, dass etwas sehr entscheidendes fehlt. Also werde ich weiter suchen und ich hoffe, dass auch Du nicht aufgibst. Ich kenne zum Glück einige Beispiele in meinem Bekanntenkreis, die tatsächlich sehr viel länger als 10 Jahre gebraucht haben, den Richtigen zu finden. Da man ja keine Affäre sucht, sondern einen Lebenspartner, dauert es eben manchmal sehr viel länger als einem lieb ist.

Jedenfalls wünsche ich Dir von Herzen, dass Du bald fündig wirst. Kopf hoch und nicht aufgeben!!!
 
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  • #5
Mitte 40... immer geriet ich an Maenner mit irgendeinem Problem. Beziehungsgestoert, verheiratet, narzisstisch, finanziell und bildungsmaessig nicht auf Augenhoehe...es war alles dabei. Wie kann ich so noch an das Leben glauben? ...

Antwort: mit der Realität anfreunden.

Sie haben gleich zwei gescheiterte Ehen und offensichtlich einige fehlgeschlagene Beziehungsversuche hinter sich.

Sie haben den Zenit Ihrer Attraktivität als Frau überschritten, die erste Hälfte Ihres Lebens beziehungstechnisch vermasselt.

Und Sie haben gewaltige Ansprüche (finanziell und bildungsmäßig [mindestens, verstehe ich] auf "Augenhöhe"...) - da warten die Katzen als FreundInnen auf Sie. Irgendetwas bei Ihnen selbst wird sich wohl ändern müssen...
 
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  • #6
Liebe FS

ich war auch schon ganz deprimiert. In meiner Kleinstadt gehört es sich so dass du als Frau mit spätestens 35 verheiratet bist und auch bleibst - egal was kommt.
Ich bin einfach von da weggezogen, in eine Stadt mit mehr als einer halben Million EW
und entsprechend vielen Singles. Mir geht es jetzt deutlich besser und ich rede mir mein Leben auch nicht mehr unschön und unvollkommen.
 
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  • #7
Die FS ist AE, das bedeuted Fleissarbeit und Kompromisse
bei der Partnersuche.
Also , Kopf hoch, weitersuchen und positiv denken.
Auch als AE hast du noch Chancen, nutze Sie...
 
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  • #8
Liebe findet man nicht, wenn man sie sucht!!!
 
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  • #9
Ich wurde mit 25 Jahren und einem 9 monaten alten Baby allein erziehend.

Der Kindsvater hat sich nicht gekümmert und keinen Kindesunterhalt bezahlt. Ich lebte in einer Großstadt 600 km weit von meiner Familie entfernt.

Die meisten allein erziehenden Frauen, die ich in all den Jahren kennen gelernt und beobachtet habe, hatten es viel leichter als ich es damals hatte. In aller Regel erhielten sie Kindesunterhalt, hatten freie WE durch den Vater, hatten mehr Geld als ich zur Verfügung, weil sie erst nach dem 30. Lebensjahr Kind (er) bekommen hatten und schon vorher beruflich gesattelt waren....Ich habe mich so oft gefragt....was gibt es bei denen eigentlich zu jammen?

Mein Pluspunkt ist jetzt vielleicht der, dass ich mit anfang 40 ein erwachsenes Kind habe und das Gefühl, reichlich Auswahl an Männern zu haben. (Mehr als noch vor 10 Jahren). Aber das Leid von damals, die besten Jahre damit zugebracht, für unser Überleben zu kämpfen, ständig von Existenzängsten geplagt, lässt sich damit auch nicht aufwiegen.
 
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  • #10
Liebe FS,
wenn ich das richtig interpretiere, such Du seit über 10 Jahren in Singlebörsen. Warum nicht auch im richtigen Leben?
Ich habe hier von einiger Zeit mal gefragt, wo man außerhalb von SB Leute kennenlernen kann.
Der Tenor war fast einstimmig. Geh raus, sein aktiv, mach etwas was dir Spaß macht.
Das größte Problem ist wohl, wenn man ständig im Hinterkopf hat, jemanden kennenlernen zu müssen. Leider muß ich gestehen, dass mir das auch noch manchmal passiert.
Aber gerade das macht unattraktiv. Wenn Du dir dein Leben so gestaltest, dass Du zufrieden bist, wirst Du diese Zufriedenheit auch nach außen ausstrahlen.
Dann hilft es nur, sich abzulenken. Ich bin dann immer sehr viel sportlich unterwegs.
Viele Frauen sind heute nach wie vor der Meinung, dass immer der Mann den ersten Schritt machen muss. Das halte ich gerade in SB für völligen Quatsch.
Sei aktiv, schreib selber mal Profile, die dir gefallen, an.
Vielleicht hilft es aber auch, wenn man bereits so lange erfolglos sucht, die eigenen Ansprüche zu überdenken. Sind diese realistisch?
Ich werde jetzt mehr für mich tun, nebenbei weitersuchen, aber nicht auf Teufel komm raus.
Wenn ich in 10 Jahren zurückschaue, möchte ich nicht sagen müssen, dass ich die ganze Zeit erfolglos einen Partner gesucht habe und sonst nichts.
M46
 
  • #11
wenn Du mit 40 schon zwei mal geschieden bist, dann hast Du ein Problem, Partnerschaften einzugehen und zu leben.
Nein - das kann auch ganz andere Ursachen haben. z.B. wenn man zweimal an falsche Männer gerät. Und diese Männer Probleme haben, eine Ehe richtig zu führen, und eine Frau richtig zu behandeln.

Es gibt Männer, die mit 50+ bereits zum vierten Mal verheiratet sind. Aber Denen wirft Keiner Probleme vor.

Zur FS: Freundes- und Bekanntenkreis erweitern. Viel unter Leute gehen, neue Leute kennenlernen.

Beispiel: Ich (m,52) lernte einen Mann (ca. 60) kennen, der auch Single ist.
Der kennt aber viele Leute, schon privat als Sänger einer Gesangsgruppe (mit Auftritten)
Über ihn treffe ich neue Leute. z.B. letzten Freitag bei deren Auftritt.
Oder nächsten Samstag zu seiner Hausparty eingeladen.

Mit 40+ oder 50+ ist es schwieriger, weil die Meisten in festen Beziehungen sind.
In meinem Umfeld bin ich meistens der einzige Single.
Aber ich suche ja nicht xx-Singles, sondern nur eine Single-Frau.
Also Geduld haben, und weiter suchen.

Mein o.g. Mann ist auch Single. Das nannte er mir - sonst könnte ich es nicht glauben.
Sehr humorvoll und gesellig. Ein "very british" Gentleman. Ca. 1.80 m. groß. Sänger (solo und in der Gruppe) außerdem beruflich Sprachlehrer. Persönlich absolut und schnell sympathisch.
Aber weißhaarig, Halbglatze und nicht schlank, sondern vollschlank.

Wäre ich eine Frau, würde ich den sofort nehmen ! Wegen seiner sprühenden Persönlichkeit.

Also ran an die Leute. Ganz direkt "in der freien Wildbahn" Auch wenn sie nicht wie Singles erscheinen.
 
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  • #12
Und Sie haben gewaltige Ansprüche (finanziell und bildungsmäßig [mindestens, verstehe ich] auf "Augenhöhe"...) - da warten die Katzen als FreundInnen auf Sie. Irgendetwas bei Ihnen selbst wird sich wohl ändern müssen...

Hier FS: gerade deshalb sind ja meine Beziehungsversuche gescheitert, weil ich mich mit Männern eingelassen habe, die nicht passten, die ein Problem hatten. Und dies mangels Alternativen. Die Männer, in die ich mich als Studentin hätte verlieben können, leben heute in einem anderen Umfeld, die begegnen mir garnicht mehr. Ich gehe sehr viel aus, treibe Sport, gehe in Ausstellungen, belege Kurse an der VHS, verreise, mache Städte-Trips, bin Chormitglied, doch überall treffe ich auf brave Ehemänner und Familienväter oder eben Typen, die keine Frau will. Und die sind dann auch in Partnerbörsen unterwegs.
 
  • #13
Wie kann ich so noch an das Leben glauben? Ich habe das Gefuehl, allein ohne wirklichen Lebenspartner nur noch Zuschauerin zu sein, wie andere als Paare ihr Leben in Familie und Freundeskreis leben.

Ich frage mich immer wieder, weshalb Frauen kein eigenes Leben haben.

Männer sind nicht die Offenbarung und es ist nicht verboten, ein eigenes Leben mit eigenen Interessen und eigenen Freunden zu führen. Kaum taucht ein Mann auf, ist er der Messias und es dauert Monate und Monate, bis der Dame klar wird, dass sie so dringend auf der Suche war, dass sie sich den nächsten Vollpf... wieder schön geträumt hat.

Liebe FS, werde wach und führ Dein eigenes Leben, leb nicht mehr nur indirekt. Vielleicht findest Du dann auch wirklich irgendwann einen Mann, der Dich als Person zu schätzen weiß.
 
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  • #14
Wie schade, daß die Männer nicht scharenweise anstehen, um mit einer Alleinerziehenden, die auf zwei gescheiterte Ehen zurückblickt (und danach wohl nicht zölibatär lebte), die große Liebe zu leben.

Hohe Ansprüche an Äußerlichkeiten und Einkommen dürfen Sie haben, liebe FSin. Sie dürfen auch vom Märchenprinzen träumen. Sie dürfen aber auch in der Realität ankommen. Das mag nach Jahren des Selbstbetruges schmerzen, hilft jedoch letztendlich weiter. Vielleicht werden Sie sich ihrer Stärken bewußt, dessen, was Sie sich erarbeiten können.

Aber ehe eine deutsche Frau von ihren absurden Ansprüchen abgeht, muß erst die Welt untergehen...

M
 
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  • #15
Es scheint, das sich die rosaroten Wolken so langsam verziehen.

Was ist schlimm daran, wenn jemand finanziell oder von seiner Bildung her nicht zu ihnen passt?

Solange der Mann auf eigenen Beinen steht und sich nicht von ihnen aushalten lässt, sollte dieser Aspekt doch untergeordnet sein. (Eheverträge mit Gütertrennung etc. existieren auch nicht erst seit gestern).
Bildung- nur, weil jemand vielleicht kein Abitur hat, heißt das ja noch lange nicht, das der Mann interlektuell nichts vorzuweisen hat und sich übertrieben ausgedrückt nur für Fußball und Kneipe interessiert.

Ein Mensch hat soviele Facetten und ich persönlich finde es schade, das sie grade hier eine Linie ziehen. Möglicherweise haben sie ihr persönliches Glück so schon das ein oder andere mal verpasst.

Ich habe selber nicht studiert (was ja auch nicht heißt, das man um Kulturstädten einen Bogen macht) ,hatte aber in anderen Foren außerhalb von Partnerbörsen desöfteren Kontakte zu studierten Frauen. Einige der Damen glaubten, sie müßten mich in jeder dritten Mail mehr oder weniger direkt daran erinnern, das sie studiert haben.
Das war zumindest in meinen Augen doch recht armseelig, wenn man den Gesprächsfaden so "dezent" lenkt, das man immer wieder auf das Studium zu sprechen kommt.


Im Gegenzug: was haben sie denn einem Mann zu bieten?

Gute Bildung ist ja nicht verkehrt- aber im Beziehungsalltag werden Themen, wie deutsche Lyrik in der Spätromantik oder etruskische Kunst im Louvre nicht der primäre Gesprächsstoff sein.

Geld: sie stehen auf eigenen Beinen.
Das heißt, ein zukünftiger Partner muß sie und ihren Nachwuchs nicht mitfinanzieren.

Und wo liegt jetzt ihr Vorteil gegenüber einer anderen Frau?
Das Problem wird sein, das Männer in ihrer "Liga" deutlich weniger ein Problem haben, nach "unten" zu daten.
Diese Kandidaten sind dann weg vom Markt.
Sie treffen in ihrer Liga dann im Großen und Ganzen auf das, was übrig ist, eine Affäre sucht oder unterhalb ihrer Altersklasse sucht.

Je höher die Liga, desto kleiner ist die Pyramide.
Je älter die Pyramide wird, desto mehr nimmt die Fläche einer jeden Stufe ab.

Es bleibt ihnen unbenommen, sich weiterhin nur auf ihrer Stufe mit ihrem Suchraster umzusehen.
Aber wundern sie sich dann auch nicht, wenn der nächste Mann, der ihnen Aufmerksamkeit schenkt, der Pfleger im Seniorenheim sein wird.
 
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