• #1

Zusammenziehen, wie seht ihr die Kostenteilung, wenn ein Part Kinder mitbringt?

Hallo im Titel steht ja schon, worum es geht. Ich stand letztens vor so einer Überlegung und hätte gern auch mal die Meinungen/Lösungen anderer zum Thema gehört. Als Bsp. Mann und Frau haben eine 2J Beziehung, Frau bringt 2 Kinder mit und Mann hat auch 2 Kinder (alle Kinder zwischen 13 und 19J), für die er Unterhalt bezahlt und, die bei ihrer Mutter leben. Mir geht es hier eher ums Prinzip. Würdet ihr dann sagen 50/50 für Miete/Nebenkosten?
 
  • #2
Wenn man sich für ein gemeinsames Leben in einem gemeinsamen Haushalt entscheidet, sollte man auch seinen Lebensunterhalt gemeinsam bestreiten. Das heisst für mich, dass man entweder direkt ein gemeinsames Konto eröffnet, oder eben jeder soviel zum gemeinsamen Lebensunterhalt beiträgt, wie es ihm möglich ist.

Dass ich das Wort "gemeinsam" so häufig genutzt habe ist kein Zufall, sondern spiegelt meine Einstellung zu einer (ernsthaften) Partnerschaft wider. Ich finde nämlich, dass spätestens dann nichts mehr auf- und gegengerechnet werden sollte. Beziehungen, in denen das passiert, gruseln mich ehrlich gesagt! Aber das muss ja jeder so machen wie er / sie denkt und für richtig hält.
 
G

Gast

  • #3
Wenn man zusammenzieht gibt es von der Kostenseite meist für jeden schon Vorteile. Vielleicht hat man vorher ähnlich hohe Kosten gehabt, dann ist oft die anschließende Wohnqualität höher.

Wer dann welche Kosten trägt hängt für mich mit dem Einkommen und der Nutzung zusammen. In deinem Fall bräuchten die Kinder ja auch ihren Raum und du wirst Unterhalt dafür bekommen. Also können die Kinder einen Teil ihrer Kosten durch den Unterhalt selbst begleichen.

Als meine Freundin zu mir und meinem Sohn (damals 9) gezogen ist, habe ich einfach die Miete, Nebenkosten, Auto, Versicherungen, GEZ, Telefone,.... weiter übernommen. Diese Abbuchungen liefen eh schon auf meinen Namen und wurden von meinem Konto abgebucht. Und sie füllt den Kühlschrank und zahlt die Spritrechnungen. Damit sind dann ca. 2/3 bei mir. Unser Einkommen - aber auch unser Lebensstil - ist ähnlich.

Sie wirft jeden Monatsbeginn xxx Euro in die Haushaltskasse und jeder nimmt was er ausgegeben hat. Oft bleibt was übrig; dann gehen wir gut essen :)

Alles andere geht nach Absprache
 
  • #4
Ich sehe das wie Rosalierea.
Spätestens, wenn einer von beiden anfängt über eine gerechte Verteilung sprechen zu wollen, wird jeder sparsam.
Idealerweise sollte immer geschaut werden, was beide gemeinsam in der Kasse haben und was man sich davon leisten kann und will.
 
G

Gast

  • #5
Das kommt doch darauf an, was jeder verdient. Wenn die Frau ein Einkommen von mehreren Tausend Euro hat, weil sie Europaabgeordnete ist, und der Mann ist Facharbeiter und hat die Hälfte, dann sollte sich das anders teilen. Ebenso umgekehrt.

Aber ner Hausfrau, die zwei Kinder in die Beziehung bringt, dann für die Kinder die Lebensmittel aufzurechnen, ist exrem kleinkariert. Dann sollte man nicht zusammenziehen und jeder sorgt für sich und die eventuellen Kinder allein.
Entweder man ist zusammen oder nicht, wie Rosaliera schreibt.

Wo ich mir nicht reinreden lassen würde, sind Ausgaben wie Versicherungen, die ich abschließen will fürs Alter. Das Geld ist dann eben nicht im Alltag zur Verfügung. Aber wenn sich dann einer runterrechnet und nur eine egoistische Schiene fährt, kann man den doch vergessen als Partner.

Wenn man zusammenzieht und eine Beziehung hat, dann fallen Privatwünsche, die nicht nötig sind, manchmal flach.
 
  • #6
Da Frauen auch im Haushalt alles auf- und gegenrechnen, wer dort angeblich zu wenig oder mehr tut, müsste eigentlich im finanziellen Bereich dasselbe gelten. Nur dann kann man einen Zusammenzug eigentlich auch gleich völlig sein lassen.

Natürlich wird die Frau darauf bestehen, dass der besser verdienende Mann sie bzw. ihre Kinder mitfinanziert, während sie umgekehrt einen Mann gewöhnlich aussortieren würde, wenn sie mehr zu seinen Gunsten zahlen müsste.

Wäre der Fall hier daher so dargestellt worden, dass der Mann 2 Kinder mit in den gemeinsamen mitbringt, würde hier vermutlich keine Frau für eine 50:50 Kostenteilung plädieren. Das machen Frauen gewöhnlich nur dann, wenn es für sie günstig ist.

Merkwürdigerweise würde aber vermutlich keiner hier, der für 50:50 plädiert, das Gleiche in Bezug auf die Unterhaltszahlungen der beiden auswärtigen Kinder des Mannes vertreten. Wieso sollte im benannten Fall der Mann die Unterhaltszahlungen in Bezug auf die beiden eigenen Kinder alleine tragen müssen, während er sich umgekehrt auch noch an den Kosten der Kinder seiner jetzigen Partnerin beteiligen soll. Eine 50:50 Teilung der Miete und Nebenkosten wäre daher nur dann gerechtfertigt, wenn die jetzige Partnerin sich entsprechend auch an den Unterhaltszahlungen in Bezug auf seine auswärtigen Kinder beteiligen würde. Da sie das aber mit ziemlicher Sicherheit überhaupt nicht einsieht, müsste sie eigentlich auch verstehen, weshalb sie die Kosten der eigenen Kinder auch alleine zu tragen hat.

Aber, da Frauen das gewöhnlich nicht verstehen können und den FS daher als geizig bzw. schlechten Partner sehen, wenn er spießig sich nicht an den Kosten ihrer Kinder beteiligen würde (während sie umgekehrt sich selbstverständlich an seinen Kindern nicht beteiligt), könnte der FS sich viel Leid und Vorwürfe ersparen, wenn er und seine Partnerin in getrennten Wohnungen bleiben.



Macht sie das nicht, muss sie auch die Kosten ihrer eigenen Kinder alleine tragen.
 
  • #7
Das heisst für mich, dass man entweder direkt ein gemeinsames Konto eröffnet, oder eben jeder soviel zum gemeinsamen Lebensunterhalt beiträgt, wie es ihm möglich ist.
Da ist der Punkt, dem ich nicht so richtig zustimmen kann. Also, wenn Zwei zusammenziehen ist das klar aber wenn einer von beiden Kinder mitbringt und die Einkommen etwa gleich sind, kann er doch nicht automatisch davon ausgehen, dass der andere Part den Unterhaltsanteil für seine und für ihre Kinder (was die Wohnsituation betrifft) kpl. übernimmt und vielleicht dadurch noch (die Rechtslage ist mir nicht geläufig) in eine Unterhaltspflicht gerät, da der Ex der Partnerin nur zahlt, wenn ihm der Unterhalt gepfändet wird. Ich wäre in diesem Fall m.E. sehr fair bereit gewesen, die Hälfte, der Miete incl. Telefon zu übernehmen und bei den Nebenkosten 1/3 zu 2/3, hätte also schon einen größeren Teil übernommen. Als ich ihr das sagte, war sie aber sehr gekränkt und wollte davon eher nix wissen und hatte den Standpunkt: du weisst schon, dass ich Kinder habe und hat völlig ignoriert, dass ich durchaus einiges mehr übernehme, als den Anteil einer Einzelperson.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #8
Zusammenziehen bedeutet ja nun wirklich nicht für fremde Kinder aufzukommen. Da ist es doch klar, dass der jenige, der Kinder mit in den Haushalt bringt, sich auch mit einem größeren Anteil an den anfallenden Kosten wie Miete, Nebenkosten und Ernährung und so, beteiligt. Die Verantwortung für Kinder haben die Eltern und nicht die neuen Partner. Die müssen sich eh schon genug einschränken bei vorhandenen Kindern. Neue Partner für die eigenen Kinder zur Kasse bitten zu wollen, finde ich unterirdisch und so jemand kommt in meinen Augen als Partner nicht in Frage.
 
  • #9
Die Kostenteilung hängt von der konkreten Lebenssituation ab.
- Haben Deine Kinder in der Wohnung ein eigenes Zimmer?
- Wie oft sind Deine Kinder zu Besuch und wie lange?
- Wie alt sind die Kinder?

In einer neuen Partnerschaft ist jeder für den Unterhalt seiner Kinder aus der vorherigen Beziehung verantwortlich. Wer mit den Kindern dauerhaft in der gemeinsamen Wohnung lebt, bekommt entsprechende Unterhaltszahlungen für Wohnkosten, für Lebensmittel, Kleidung und Co. Diese Unterhaltszahlungen sind nicht das persönliche Budget (in diesem Fall für die Frau) und sollten m.E. auch in die Kostenaufteilung zwischen den Partnern einfließen. Wenn Deine Kinder dort ein wenig genutztes eigenes Zimmer haben, bist Du für die Kosten am Mietanteil verantwortlich.
Hier wird schnell Geiz gewittert, aber Du wirst ja auch für Deine zwei Kinder Unterhalt zahlen müssen.

Ich habe zwar keine Kinder, aber ich habe die Kostenaufteilung immer folgendermaßen gehandthabt:
- Unterscheidung verheiratet/nicht-verheiratet. Nicht-verheiratet hat für mich einen anderen Wert. Bei unverheiratet achte ich mehr auf meine eigenen Finanzen, bei verheiratet ist man ohnehin eine Wirtschaftsgemeinschaft.

Als ich unverheiratet mit meinem späteren Ehemann zusammenlebte, hatte er in der Wohnung ein sehr großes eigenes Zimmer für sich. Demzufolge zählte er 2/3 der Wohnkosten. Bei den Kosten für den Lebensmitteln machten wir keine Unterschiede - jeder zählte die Hälfte in die Haushaltskasse. Wer was besonderes wollte, kaufte das aus dem eigenen Budget für beide. Da gab es kein Abrechnen oder knausern.
Dann haben wir geheiratet und großzügig gebaut, jeder hatte sein eigenes Arbeitszimmer. Ich verdiente deutlich mehr, also zahlte jetzt ich jetzt virtuell 2/3 für Immobilie, Hauswirtschaft, Urlaub, Anschaffungen, persönlicher Bedarf, weil Wirtschaftsgemeinschaft.
Es wurde garnichts abgerechnet, sondern beide Gehälter gingen auf ein Konto - jeder nahm sich, was er brauchte, ich viel weniger, weil er ein sehr kostspieliges Hobby hatte. Das war zwischen und kein Thema.
Dann leistete er sich eine Affäre, die er ebenfalls über das gemeinsame Konto finanzierte. Als ich das entdeckte, würde ich konsequent, ließ ich mein Gehalt auf ein eigenes Konto überweisen, empfahl ihm das Gleiche und es ging wie als unverheiratetes Paar: ich zahlte wegen höheren Einkommens 2/3 von Haus und Versicherungen, 50% der Lebenshaltung.
 
G

Gast

  • #10
Wäre der Fall hier daher so dargestellt worden, dass der Mann 2 Kinder mit in den gemeinsamen mitbringt, würde hier vermutlich keine Frau für eine 50:50 Kostenteilung plädieren.
Doch, würden sie. Es gibt nicht DIE Frauen. Manche würden so rechnen, und die bekämen von den anderen Frauen im Forum genau das gleiche gesagt wie dem Mann.
Wieso wird eigentlich Frauen immer die Sachlichkeit abgesprochen? Ich kenne auch viele Männer, die unsachlich sind und automatisch mit zweierlei Maß messen. Da muss man ihnen nur mal in einer Diskussion begegnen, wenn eine Frau ein Argument bringt und wenn ein Mann das gleiche sagt.
 
G

Gast

  • #11
Ich sehe das so, dass jeder gibt, was er kann. Oder willst Du nebenbei noch ein Guthaben ansparen, falls es mit der Beziehung nicht klappt? Das ist jetzt kein Vorwurf, ich habe manchmal den Eindruck, dass sich Leute gar nicht mehr einlassen auf eine Beziehung und dann unter diesem Vorbehalt noch Maßnahmen treffen, wenn es mit der Beziehung wieder auseinandergehen sollte und man sich dann nicht fragen will, ob man draufgezahlt hat.

Du ziehst eine Trennwand in Deiner Beziehung, wenn Du sagts: Das sind aber deine Kinder und haben mit mir nichts zu tun. Bei Geld hört die Freundschaft auf.
Eure Situation klingt sehr kompliziert, weil Du anscheinend auch noch für zwei Kinder zahlst.

Ich würde gar nicht zusammenziehen, ehrlich gesagt. Du fühlst Dich verständlicherweise (?) nicht als Vaterfigur für die Kinder der Frau, also ist es doch schöner, wenn Du, sobald Du einen Rückzugsort brauchst, den auch hast. Getrennte Haushalte sind doch viel entspannter in so einem Fall, wenn man denkt, man zahlt zu viel und der andere meint, man zahle zu wenig.

Je mehr ich drüber nachdenke, in meinem Alter (45) auch mal einen Partner vermutlich mit Kindern zu haben, umso differenzierter wird meine Meinung dazu. Was will man wirklich? Plötzlich wieder eine Familie, statt mal eine spannende Liebesbeziehung? Oder wie in Deinem Fall, sein Geld ausgeben und dann denken "für ein fremdes Kind"?
Ich glaube, das ist das, was mich bei Deinem Gedanken so stört. Wenn ich mich drauf einlasse, mit einem Menschen, der Kinder hat, zusammenzukommen, dann ohne Vorbehalte und "ich leiste mir was, das ihr nicht könnt". Dann werden es auch "meine" Kinder und dann wird so gerechnet, dass jeder das gleiche übrig hat und nicht einer gar nichts und der andere ist dann mal großzügig, wenn er Laune hat, und ansonsten spart er das Geld für sein Privatvergnügen.

Was Du machst, ist in meinen Augen "unter Vorbehalt" zusammenkommen und noch seinen Privathaushalt zu führen nebenbei.
Ist keine Kritik, aber mich stört sowas in einer Beziehung, und ich habe nie was aufgerechnet, obwohl ich mehr Geld hatte als mein Ex.
 
  • #12
@yxz74
Hier geht es nun mal um ihre Kinder. Deshalb fallen auch die Antworten entsprechend aus. Außerdem sollte dir auffallen, dass die Frauen, die hier antworten, eben NICHT auf das Geld des Mannes angewiesen sind. Da steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Antworten bei vertauschten Geschlechtern gleich ausfallen würde.
Weißt du, ich fühle mich fast persönlich angegriffen, weil ich angeblich als Frau per se dem Mann auf der Tasche liege. Dabei war auch ich die Mehrverdienerin in der Familie. Und da wurde nicht thematisiert, wer wovon wie viel zahlt. Ein Problem war das für mich nicht. Ich hatte mehr Geld, also zahlte ich mehr. Und ich habe mich auf den Mann eingelassen. Also auch auf die Beziehung. Fertig.

Ich verstehe, dass die Freundin des Fragestellers gekränkt ist. Wenn einer beginnt, etwas sparen zu wollen, riecht das doch nach einer Beziehung auf Zeit. Ansonsten wäre es doch völlig schnuppe, wer wie viel wofür zahlt. Schließlich kann man nichts mit ins Grab nehmen.
 
  • #13
Ich wäre in diesem Fall m.E. sehr fair bereit gewesen, die Hälfte, der Miete incl. Telefon zu übernehmen und bei den Nebenkosten 1/3 zu 2/3, hätte also schon einen größeren Teil übernommen. Als ich ihr das sagte, war sie aber sehr gekränkt und wollte davon eher nix wissen und hatte den Standpunkt: du weisst schon, dass ich Kinder habe und hat völlig ignoriert, dass ich durchaus einiges mehr übernehme, als den Anteil einer Einzelperson.
Sie macht aus einem sachlichen Thema ein emotionales.

Ganz ehrlich, ich bin mir mittlerweile nicht mehr sicher, ob diese Verhaltensweise einfach in der Natur der Frau liegt, oder ob hier nicht gezielt manipuliert werden soll. Sobald etwas nicht nach der Nase mancher Damen läuft - und das fällt gehäuft bei Fragen des Geldes und der Kosten auf - wird umgehend an der Liebe gezweifelt oder zumindest eine schwere Kränkung zur Schau gestellt. Vorzugsweise solange, bis der Mann nachgibt ... dann besteht an der Liebe kein Zweifel mehr. :)

Was soll der Unsinn? Handelt sie so auch im Geschäftsleben? Sachliches wird sachlich besprochen, Emotionales auf der emotionalen Schiene.

Dein Vorschlag ist mehr als fair. Im Grunde sehe ich es sogar eher so wie xyz74. Allerdings sind die Einwände von Vikky auch nicht von der Hand zu weisen. Interessant wäre tatsächlich, wie häufig Deine Kinder zu Besuch sein werden und ob sie eigene Zimmer in der gemeinsamen Wohnung haben werden.
 
G

Gast

  • #14
Mir wird sich so eine Frage nie stellen, da ich ein Eigentumshaus habe und mein Partner da gerne kostenlos drin wohnen darf. Für seine Kinder hätte ich aber kein Geld, weil ich schlichtweg nicht viel habe. Mein ehemaliger Partner hatte schon ein Kind im Teenyalter, das er selbst finanziert hat. Die Sache war erbärmlich, denn es gab demzufolge nie was für uns. Kein Ausgehen, kein Kino, keine Geburtstagsfeier, schlichtweg gar nichts. Nichtmal am Wochenende eine Tafel Schokolade oder mal ein paar Blumen alle paar Jahre. Nach 10 Jahren trennte ich mich. Der Zustand war erbärmlich und der Kopf und die Interessen von uns beiden immer irgendwo getrennt voneinander - er beim Kind, ich bei meinen Hobbys.

Mann mit Baby käme für mich nicht in Frage, weil da einfach allerlei Versorgungstendenzen fehlen und ich auch nicht nochmal bei Null anfangen will. Aus dem Alter mit Kinder groß ziehen bin ich einfach raus. Mir fehlt da die Lust, Zeit, Nerven und Energie mit Mitte 30.
 
A

Ars_Vivendi

  • #15
Ich stand letztens vor so einer Überlegung und hätte gern auch mal die Meinungen/Lösungen anderer zum Thema gehört. Als Bsp. Mann und Frau haben eine 2J Beziehung, Frau bringt 2 Kinder mit und Mann hat auch 2 Kinder (alle Kinder zwischen 13 und 19J), für die er Unterhalt bezahlt und, die bei ihrer Mutter leben. Mir geht es hier eher ums Prinzip.
Ich denke, das kann man pauschal schlecht sagen, da es auch in eine Zweierbeziehung einkommensabhängig ist.
Es ist davon auszugehen, dass AE für ihre Kinder Unterhalt beziehen (und eigentlich auch von ihrem Einkommen einen Anteil dafür leisten müssten).
Man könnte also z. B. von beiden Einkommen die rechnerischen Unterhaltszahlungen für Kinder (egal, ob sie an die Frau des Mannes gehen oder die Partnerin sie nach Düsseldorfer Tabelle leisten müsste oder von ihrem Ex-Partner bezieht) abziehen bzw. den Kindern im Haushalt fiktiv zurechnen und dann zahlt jede Person im Haushalt z. B. entsprechend ihrem Einkommen, vielleicht auch gedeckelt, in eine gemeinsame Haushaltskasse ein, aus der Miete, Nebenkosten und Lebensmittel bestritten werden. Der Rest des Geldes steht jedem zur freien Verfügung (bzw. bei Kindern dem AE-Elternteil, der davon die notwendigen Ausgaben bestreitet).
 
  • #16
Ich sehe das so, dass jeder gibt, was er kann. Oder willst Du nebenbei noch ein Guthaben ansparen, falls es mit der Beziehung nicht klappt?
Selbstverständlich - Singles brauchen eine gute Altersversorgung für sich selbst - nicht jahrelang die Versorgung einer Fremdfamilie.
Wie naiv bist Du?

ich habe manchmal den Eindruck, dass sich Leute gar nicht mehr einlassen auf eine Beziehung und dann unter diesem Vorbehalt noch Maßnahmen treffen, wenn es mit der Beziehung wieder auseinandergehen sollte und man sich dann nicht fragen will, ob man draufgezahlt hat.
Man kann sich sehr wohl auf eine Beziehung einlassen, ohne für die Altlasten vorheriger Beziehungen einzutreten. Die Kinder haben bereits einen Vater, der für sie eintreten soll - das ist normal.

Das ist kene Trennwand in einer Beziehung, nur in den Finanzen für die fremden Kinder. Der Mann bekommt in der Regel zu hören "Du bist nicht mein/sein Vater" - warum soll er dann der Zahlvater sein?

dann ohne Vorbehalte und "ich leiste mir was, das ihr nicht könnt". Dann werden es auch "meine" Kinder und dann wird so gerechnet, dass jeder das gleiche übrig hat und nicht einer gar nichts und der andere ist dann mal großzügig, wenn er Laune hat, und ansonsten spart er das Geld für sein Privatvergnügen.
Das finde ich ziemlich naiv und würde das nicht tun. Beziehungen, gerade wenn sie im fortgeschrittenen Lebensalter geschlossen werden haben nunmal eine kurze Lebensfrist (Lebensabschnittpartner).
"Meine" Kinder werden es nur per Adoption - dann habe ich Rechte und Pflichten. Dazu kommt es fast nie. Daher sind es nicht "meine" Kinder...

Selbstevrständlich habe ich mein Einkommen für mich und spare für mich, solange ich keine neue Ehe eingehe. Ich habe ja auch keinen längerfristigen Nutzen aus der Beziehung über ihre Laufzeit hinaus.

Wenn ich großzügig bin, dann weil das Miteinander stimmig ist, nicht um mir Liebe zu erkaufen oder fehlende Zuneigung abzustrafen. Ich hatte Kontakte zu AE-Männern mit Kindern. Wenn sie mir vermittelten, dass ich für die Kinder nicht zuständig bin (Mutterrolle), dann fühlte ich mich finanziell nicht zuständig - ganz einfach und sehr konsequent.
 
  • #17
Was soll der Unsinn? Handelt sie so auch im Geschäftsleben?
Man sollte schon Geschäftsleben und Privates trennen.Bei wem bei Geld die Freundschaft oder Liebe aufhört und wer im Vorfeld am Liebsten einen Vertrag über die Übernahme der genauen Kosten aufstellen möchte, der sollte die Finger vom Zusammenziehen und Beziehungen lassen. So funktionieren Beziehungen nicht.
 
  • #18
Ich bin eine Frau ohne Altlasten (Kinder) und persönlich hätte ich keine Lust für fremde Kinder aufzukommen. Daher käme ein Zusammenziehen erst dann in Frage wenn die Kinder aus dem Haus sind. Da ich mir jedoch im Leben keinen Mann mehr mit Kindern suchen würde steht das nicht zur Debatte.
 
  • #19
Wenn Männer keine Frauen mehr als Beziehungspartnerinnen annehmen würden, die bezüglich Bildung, Berufszweig und/oder Einkommen zu mehr als 20% "unter" ihnen stehen, oder welche, die erwarten vom Mann querfinanziert zu werden; dann wird sich auch die Einstellung von Frauen bezügl. des angestrebten Bildungsgrades und des zu sichernden Einkommens, sowie des Statusunterschiedes zum Mann mangels der Verfügbarkeit interessierter Männer in absehbarer Zeit ändern. Dazu gehört eben nur der Mumm, auch ohne verhütungslosen Sex (seitens des Mannes) und Beziehung leben zu können, solange nicht die Richtige aufgetaucht ist.
Und wenn ich nicht mit der Art der gemeinschaftlichen Finanzierung einverstanden bin, die eine Frau von mir erwartet und Diskussionen darüber nichts ändern können, dann trenne ich mich eben, da unser beider Vorstellungen zu weit auseinander liegen.
Ich lasse mich doch nicht angreifen, weil ich nicht so springe, wie es jemand (in dem Fall die Frau) von mir aus seiner Sicht für selbstverstänndlich hält. Wenn ich als Mann in einem bestimmten Alter nicht einen gewissen materiellen Stand erreicht habe, interessiert sich kaum eine Frau für mich. Warum sollten Männer dann Frauen als Partnerin in Betracht ziehen, die so wenig aus ihrem Berufsleben gemacht haben, dass sie samt Unterhalt nicht mal ihre Kinder finanzieren können?

m/36
 
  • #20
Danke erstmal für eure Meinungen
@Vikky besonders für die objektive Frauenmeinung
Richtig und sehr schade, wenn Frau es so sieht und nicht die Augen öffnet.
@Ars_Vivendi
Eine knallharte Rechnung würde ich da nicht aufmachen, da manchmal eins und eins nicht glatt zwei ergibt und Emotionen mitschwingen.
@xyz74
Den Eindruck hatte ich auch aber in meinem Fall und umgekehrter Konstellation hätte sie es gemacht, "weil sie mich liebt"
@Kaktus
Das hat natürlich nichts mit Geschäftsleben zu tun aber Mann und im besten Fall auch Frau sollten auch in emotionalen Situationen nie das Hirn ausschalten und ein wenig weiterdenken (würde viel Leid ersparen).
 
  • #21
Wenn einer beginnt, etwas sparen zu wollen, riecht das doch nach einer Beziehung auf Zeit. Ansonsten wäre es doch völlig schnuppe, wer wie viel wofür zahlt. Schließlich kann man nichts mit ins Grab nehmen.
Für eine Beziehung auf Zeit denke ich nicht über eine gemeinsame Wohnung nach, sondern behalte die schöne Wohnung, die ich habe. Natürlich kann man nichts mitnehmen aber bis es so weit ist, darüber nachzudenken habe ich hoffentlich noch ein bissel Zeit ;)
also wenn das so interpretiert wird, dann kann ich daran nichts ändern. Für mich sieht es so aus und ich gebe wirklich gern, dass ich durch eine Finanzierung des Unterhalts für ihre Kinder (mit denen ich übrigens gut zurechtkomme) meinen Kindern (mit denen ich etwas unternehme, wenn sie Zeit und Lust dazu haben - eine 2 Wo. - Regelung fand ich bei Teenager und Studierendem zu albern und fremd bestimmt ... "ihr müsst dieses WE zu eurem Vater" erschließt sich mir nicht) eigentlich etwas wegnehmen würde und gehe bis zum Punkt X mit aber irgendwo ist auch Ende. Meine Kinder, mit denen ich 2-3x im Monat Zeit verbringe hätten in der Wohnung keine Zimmer. Es hat sich aber über die Jahre gezeigt, dass ich in der Richtung nicht planen muss und eine Notlösung findet sich schnell mal.
Das ist jetzt kein Vorwurf, ich habe manchmal den Eindruck, dass sich Leute gar nicht mehr einlassen
Einlassen ja, sonst gebe es dieses Thema nicht aber um jeden Preis?
M45
 
A

Ars_Vivendi

  • #22
@Ars_Vivendi
Eine knallharte Rechnung würde ich da nicht aufmachen, da manchmal eins und eins nicht glatt zwei ergibt und Emotionen mitschwingen.
Völlig richtig - es war auch nur ein Versuch, ein Grundlage zu finden. Irgendwie wird ein Kompromiss zwischen "alles in einen Topf" und "völlig getrennte Kassen" liegen. Auf der einen Seite lebt man gemeinsam, auf der anderen Seite sind ihre Kinder an dem gemeinsamen Leben auch beteiligt.
Bei Zweierbeziehungen finde ich eine Aufteilung von Lebenshaltungskosten grob nach Einkommen grundsätzlich gut, hier eben auch grob nach "Einkommen" der 4 Personen.
 
A

Ars_Vivendi

  • #23
Weißt du, ich fühle mich fast persönlich angegriffen, weil ich angeblich als Frau per se dem Mann auf der Tasche liege. Dabei war auch ich die Mehrverdienerin in der Familie.
Kann ich gut nachvollziehen.
Das ist die gleiche Art Vorurteil und die gleiche Art von "persönlichem Angriff" wie die Unterstellung, dass Du als Mann nur Sex willst. Die kommt hier regelmäßig von Frauen, die entsprechende Erfahrungen gemacht haben, andererseits merkst Du als Mann auch relativ oft, dass Frauen erwarten, dass Du sie sponsorst. Lebenserfahrung prägt und manchmal bricht das eben durch, auch wenn man grundsätzlich weiß, dass jede Frau anders ist.

Wenn einer beginnt, etwas sparen zu wollen, riecht das doch nach einer Beziehung auf Zeit. Ansonsten wäre es doch völlig schnuppe, wer wie viel wofür zahlt. Schließlich kann man nichts mit ins Grab nehmen.
Bei den aktuellen Scheidungsraten nicht weiter verwunderlich.Über Trennungen von Beziehungen ohne Trauring gibt es keine Statistiken, ich würde aber vermuten, dass da Trennungen noch häufiger sind. Da finde ich es fast naiv, davon auszugehen, dass eine Beziehung, die in der "Nachfamilienphase" beginnt, sicher lebenslang dauert.
Egal, ob Du Dir bei größerem Einkommen von Deinem "Ersparten" ohne schlechtes Gewissen Kosmetik oder Kledung leistest oder er sich sein Motorrad finanziert, ich finde eher, dass "eigenes Geld" ein Vorteil ist, weil keiner das Gefühl hat, übervorteilt zu werden. In normalen Beziehungen wird meist sowieso auch niemand so geizig sein, dass man über das "gemeinsame Geld" hinaus jeden Cent verrechnet.
 
G

Gast

  • #24
Zitat von Vikky:
Selbstverständlich - Singles brauchen eine gute Altersversorgung für sich selbst - nicht jahrelang die Versorgung einer Fremdfamilie.
Wie naiv bist Du?
Ich bin nicht naiv, ich bin davon ausgegangen, dass der FS für sein Alter, seine Kinder und eventuelle Dinge vorgesorgt hat und es um den Rest des Geldes geht, den er in die Beziehung einbringt.
Man kann sich sehr wohl auf eine Beziehung einlassen, ohne für die Altlasten vorheriger Beziehungen einzutreten.
Dann ziehe ich aber nicht zusammen und beginne aufzurechnen. Ich bleibe bei mir und der Mann darf in seiner Wohnung bleiben mit den Kindern. Dann ist alles schön getrennt und ich habe mein Geld unter Kontrolle und keine Angst, dass ich was zu viel bezahle. Ich gehe davon aus, dass es nicht nur bei den Kosten für Wohnung und Nebenkosten bleibt mit dem Bezahlstress, sondern es irgendwann auch darum geht, wer mehr fürs Essen auszugeben hat, denn drei Leute essen normalerweise mehr als eine Person. Und wenn die Freundin des FS dann noch Musikunterricht, Reiten oder sonstwas bezahlt, passiert automatisch, dass sie "durchgefüttert" werden muss, was dann zu dem nächsten Gedanken führt, dass eigentlich der FS Musikunterricht und Reiten für Fremdkinder bezahlt.

Der Mann bekommt in der Regel zu hören "Du bist nicht mein/sein Vater" - warum soll er dann der Zahlvater sein?
SOLL er ja nicht. Die Erziehungsprobleme muss die Mutter lösen. Und nur weil man was bezahlt, ist man noch lange nicht der Chef. (siehe viele Ehen)

Beziehungen, gerade wenn sie im fortgeschrittenen Lebensalter geschlossen werden haben nunmal eine kurze Lebensfrist (Lebensabschnittpartner).
Das ist eine Sichtweise, die ich nicht teile, obwohl mir das Problem bewusst ist und ich auch schneller als früher bereit bin, mich wieder zu trennen, weil man mit fortgeschrittenem Lebensalter eben schneller merkt, dass was nicht passt. Aber wenn ich mich drauf einlasse, lasse ich auch die Rechnerei los, ob ich irgendwas zu viel bezahle. Das heißt, dass ich auf keinen Fall schnell zusammenziehen würde und jeden Schritt sehr durchdenke.

Ich sehe das so, dass man sich natürlich persönlich absichert, und das, was übrig bleibt kommt in den "gemeinsamen Topf", wenn man zusammenzieht.
Ansonsten geht der Stress beim Urlaub wieder los. Dann könnte ich auch allein verreisen, weil mein Partner mit Kindern sich zB. Hawaii nicht leisten kann.
 
G

Gast

  • #25
Wenn Männer keine Frauen mehr als Beziehungspartnerinnen annehmen würden, die bezüglich Bildung, Berufszweig und/oder Einkommen zu mehr als 20% "unter" ihnen stehen, oder welche, die erwarten vom Mann querfinanziert zu werden; dann wird sich auch die Einstellung von Frauen bezügl. des angestrebten Bildungsgrades und des zu sichernden Einkommens, sowie des Statusunterschiedes zum Mann mangels der Verfügbarkeit interessierter Männer in absehbarer Zeit ändern.
Du lässt völlig außen vor, dass Frauen schlechter bezahlt werden als Männer, auch in gleichen Jobs. Du vernachlässigst die ganze gesellschaftliche Situation und tust so, als sei es Schuld der Frauen, dass sie angeblich keine Bildungsgrade anstreben würden.
Weiterhin vernachlässigst Du, dass eine Frau nach einer Babypause in manchen gutbezahlten Berufen nunmal keinen Anschluss mehr findet. Abgesehen davon, dass ein Mann sich eben keine Frau mit Kinder suchen sollte, wenn er so denkt und er auch nichts dafür kann, dass sie, statt sich eine Karriere in Einsamkeit aufzubauen, eine Ehe geführt hat, in der sie dem Mann den Rücken freigehalten hat, mitgezogen ist, wenn er berufsmäßig umziehen musste und ein bequemes Leben hatte, weil er sich nur an den sauberen, gedeckten Tisch setzen musste.

Klar ist es irgendwann bequem, einen Mann zu haben, der für allen zahlt. Und es ist ein Drama, wenn die sich scheiden lassen und die Frau irgendwelche Minijobs machen muss.
Das ganze funktioniert aber nur so, weil alles nunmal am Geld hängt. Und wenn man das zu seinem Lebensmittelpunkt macht/machen muss, dann wird das schwierig mit einer Beziehung oder aber mit einem Leben außerhalb einer schlechten Beziehung.
Zitat von gast_xy:
Wenn ich als Mann in einem bestimmten Alter nicht einen gewissen materiellen Stand erreicht habe, interessiert sich kaum eine Frau für mich.
Dann datest Du die Frauen, die sich nicht für Dich, sondern nur für Deinen Geldbeutel interessieren. Und damit schließt sich der Kreis, dass Du genauso eine auch bekommst und denkst, alle Frauen wären so.
 
G

Gast

  • #27
Für mich sieht es so aus und ich gebe wirklich gern, dass ich durch eine Finanzierung des Unterhalts für ihre Kinder ... eigentlich etwas wegnehmen würde und gehe bis zum Punkt X mit aber irgendwo ist auch Ende.
Ja, daran habe ich auch gedacht. Allerdings würde ich dann Sparbücher anlegen, also dass das Geld gar nicht mehr in den gemeinsamen Topf kommt. Und ich würde nicht anfangen, die Nebenkosten aufzuteilen mit dem vage wirkenden Argument, selber irgendwann irgendwas den eigenen Kindern geben zu wollen.

Da finde ich es fast naiv, davon auszugehen, dass eine Beziehung, die in der "Nachfamilienphase" beginnt, sicher lebenslang dauert.
Aber genau mit dem Denken legt man schon den Grundstein, dass man drauf wartet, ob irgendwas kommt, dass einem zum Auseinanderrennen bringt.
Ich bin nicht der Meinung, dass man sein Hirn ausschalten sollte, wenn man sich zusammenfindet. Ich bin auch nicht der Meinung, dass man blind alles Geld abgeben soll ohne Verantwortung für seine Vorsorge und die eigenen Kinder. (das ist noch mal ein ganz heikler Punkt, weil die ja auch eifersüchtig werden könnten, wenn der Vater den "neuen" Kindern Gefühle und Geld entgegenbringt)
Aber ich bin der Ansicht, dass man nicht im Kopf haben sollte, dass das nicht für ewig sein könnte, was man als Liebe gerade hat. Dann ist meines Erachtens entweder der Partner falsch oder man versemmelt sich viel selber durch sein Misstrauen.
 
  • #28
Hallo New-Future,

hier konkret, wie wir das damals gelöst hatten:
ich bin kinderlos. Mein Freund ist mit seinem damals 6-jährigen Sohn in meine schuldenfreie Eigentumswohnung gezogen. Die hat 120-qm plus 50 qm Dachterrasse + Stellpatz (für sein Auto) +Garage + 30 qm Kellerrräume. Sein Kind hatte 17 qm Kinderzimmer.

Mein Freund hat eine Miete ca. 30% unter den orstüblichen Preisen bezahlt. Für die gemeinsam von beiden bzw, allen Dreien benutzten Räume zahlte er 50%, das Kinderzimmer zu 100 %. Er kam auf 425 € kalt bei 5.000 € Nettoeinkommen (mein Netto lag bei 3.500 € wegen Teilzeitarbeit). Er zahlte keinen Unterhalt an seine Ex, bekam aber auch keinen Kindesunterhalt von ihr.
Die Wohnungs-Nebenkosten sowie die Haushaltskosten (Essen ect.) haben wir 60:40 geteilt. Sein Kind zahlte also quasi die Hälfte von dem, was wir beiden Erwachsenen jeweils zahlten, allerdings "verbraucht" ein Kind diesen Alters ja auch nicht so viel.

Ich kann bei nicht verheirateten Paaren, die erst kurz zusammen sind nicht nachvollziehen, warum die "sozialistische Lösung", d.h. jeder zahlt anteilig nach Einkommen, so propagiert wird. Was ist daran gerecht? Das fordern immer nur diejenigen Frauen, die deutlich weniger Geld als der Mann zur Verfügung haben. Weil sie eine schlechtere und kürzere Ausbildung gemacht haben oder Teilzeit arbeiten und entsprechend wenig verdienen.
Auch die Forderung "wir sind ein Paar, da ist doch egal, wer wieviel bezahlt und wenn einer das nicht will, liebt er den anderen nicht!" kommt interessanterweise fast immer von den finanziell schlechter gestellten Frauen -ein Schelm, wer Böses dabei denkt!

Lieber FS, ich würde mich keinesfalls auf eine 50:50-Lösung einlassen, egal ob die Mutter der beiden Kinder nun Unterhalt für diese bekommt, oder nicht. Wenn sie sich von Dir ungeliebt fühlt, weil sie für 3 Personen mehr bezahlen soll, dann zieh nicht mit ihr zusammen! Und überleg Dir gut, ob sie eher ihren finanziellen Vorteil an eurer Beziehung liebt, oder Dich...

w 53
 
  • #29
Ganz ehrlich, ich bin mir mittlerweile nicht mehr sicher, ob diese Verhaltensweise einfach in der Natur der Frau liegt,
Nein, es liegt nicht in der Natur der Frau, einen Mann auszunehmen. Es liegt in der Natur des Mannes, die Frau schwanzgesteuert auszuwählen und dabei immer wieder reinzufallen, sodass es erscheint, als wären alle Frauen so, siehe:

Wenn Männer keine Frauen mehr als Beziehungspartnerinnen annehmen würden, die bezüglich Bildung, Berufszweig und/oder Einkommen zu mehr als 20% "unter" ihnen stehen, oder welche, die erwarten vom Mann querfinanziert zu werden; dann wird sich auch die Einstellung von Frauen bezügl. des angestrebten Bildungsgrades und des zu sichernden Einkommens, sowie des Statusunterschiedes zum Mann mangels der Verfügbarkeit interessierter Männer in absehbarer Zeit ändern.
So sieht es aus. Die kluge, strebsame Frau, die ihre eigenen Mittel erwirtschaftet will kaum ein Mann - die ist zu anstrengend, zu egoistisch, nicht häuslich genug, zu ehrgeizig ....
Dann ist der Preis eben eine Frau, die auf Kosten des Mannes leben muss, weil sie selber ihren Bedarf nicht erwirtschaften kann oder will.
Dann darf Mann darüber nicht jammern und sich auch nicht wundern, wenn er meint im fortgeschrittenen Lebensalter endlich klug geworden zu sein, dass er keine Frau mehr findet, die den "nun klugen Mann" noch will.

andererseits merkst Du als Mann auch relativ oft, dass Frauen erwarten, dass Du sie sponsorst. Lebenserfahrung prägt und manchmal bricht das eben durch, auch wenn man grundsätzlich weiß, dass jede Frau anders ist.
Die Frage ist, was tust Du, wenn sich die Lebenserfahrung ständig wiederholt. Da hast Du wohl immer die falschen Frauen im Fokus. Und natürlich stellt sich die Frage, ob der Mann mit dieser Lebenserfahrung fähig ist, diese zu adaptieren und sich überhaupt noch situationsgerecht zu verhalten oder ob er sich in einen ängstlichen und chronischen Geizhals verwandelt - ist meistesn so, dass die Faru, die das garnicht verdient hat, nun unter seinen Fehlern leiden soll. Was sie ja auch nicht macht, nach dem Motto: besser keiner, als so einer.
 
  • #30
Ich würde erwarten, dass die Partnerin von selbst eine faire Lösung anbietet. Und 50/50 ist - wenn einer 3 Personen mitbringt und der andere nur 1 Person ist - definitiv nicht fair.
Es ist für mich auch eine Form von Liebe, dass man nicht einseitig über den Partner profitieren will.
Zumal man außerhalb der Ehe selbstverständlich getrennt wirtschaftet, wie auch sonst.

w