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Gast

  • #1

Zusammenziehen in ihr Haus???

Wir haben seit einem Jahr eine Fernbeziehung, beide 53 J alt. Beruflich kann ich mich versetzen lassen und würde gern zu meiner Partnerin ziehen. Sie hat ein großes Haus, wobei der Vater und die die erwachsene Tochter auch dort ihre eigene Wohnung haben.Wir sind jetzt knapp ein Jahr zusammen.Ich ziehe jetzt in Erwägung mein Haus zu verkaufen, ich bin kinderlos,also kann ich es auch nicht vererben. Es ist allerdings mein Elternhaus.Vermieten möchte ich es nicht. Aber so ganz sicher bin ich mir nicht. Welche Erfahrung habt ihr gemacht? Geht es gut wenn man zu seiner Partnerin ins Haus zieht? Bin ich dann nur ein Gast? Es ist ja ihr Haus!
 
  • #2
Wovor hast Du Angst? Wieso magst DU Deine Hütte nicht vermieten?

Pragmatismus ist hier angesagt. Zur Partnerin ziehen, Hütte vermieten und Ihr Haus auch zu dem Deinen machen. Mit Möbeln etc. Sollte nicht der Eindruck sein dort nur Gast oder geduldet zu sein. Da muss es Deine Partnerin Dir auch möglich machen Deine eigene Note einzubringen.Wenns nach ein paar Jahren immer noch super läuft kannste das Haus immer noch verkaufen und dann zusammen mit Ihr eine gemeinsame Bleibe kaufen.

Mann, Hütten sind Steine. Nicht mehr. Liebst Du die Frau? Dann mach!
 
  • #3
In meinem Bekanntenkreis gibt es alle Varianten: Er zu ihr, sie zu ihm, beide etwas gemeinsames Neues. Ob es klappt oder nicht, hängt von vielen Faktoren ab: Sind Vater und Tochter regelmäßig Gast in der Wohnung deiner Freundin? Wie verstehen sich alle miteinander? Wie wirst du dich mit ihnen verstehen? Bringst du eigene Möbel mit? Magst du ihren Wohnstil? Bist du jemand, der sich gern sein eigenes Umfeld kreiert? Würde deine Freundin es nicht nur akzeptieren, sondern auch fördern, wenn aus ihrer Wohnung eure Wohnung wird (Möbel, Farben, Böden, Wände, ...)? Wäre dir das wichtig?

Ich persönlich würde nicht in das Haus eines Partners ziehen, in dem dieser viele Jahre mit seiner früheren Partnerin gelebt hat. Dann lieber gemeinsam etwas Neues aufbauen. Macht viel Spaß, wenn man eine Wellenlänge hat.
 
  • #4
Ja, das Einziehen in ein fremdes Haus birgt oft die Gefahr, dass das andere Haus stets "ihr Haus" bleibt, insbesondere wenn es um größere Veränderungen, Umbauten und Entscheidungen geht. Ob Du Dich gerade als Mann in dem haus der Frau wirklich zuhause und "Mann im Haus" fühlen wirst, ist mehr als fraglich.

Am allerwichtigsten halte ich, dass Du Dir den Weg zurück nicht gleich verbaust. Ihr könnt doch auch jetzt beide Häuser finanzieren. Behalte doch Dein Haus und ziehe erst einmal einfach so zu ihr und probiert beide aus, ob Ihr ein oder zwei Jahre zusammen aushaltet und sich das alles so anfühlt, wie erhofft.

Fernbeziehungen sind einfach keine vollwertigen Beziehungen. Die wirklichen Herausforderungen kommen erst im Alltag, in der Haushaltsführung, beim Zusammenleben. Das kann man einfach nur ausprobieren und vorher nicht abschätzen. Da die Gefahr des Scheiterns von Beziehungen nach dem Zusammenziehen besonders groß ist (!), würde ich auf jeden Fall empfehlen, erst einmal auf ein oder zwei Jahre zu planen und Dein Haus zu behalten. Dann hast Du alle Optionen, falls es scheitert und musst nicht bereuen, Dein Elternhaus aufgegeben zu haben.
 
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Gast

  • #5
Für mich gibt es eine eiserne Regel! Sein Elternhaus verkauft man nicht! Und schon gleich gar nicht, weil man zu einer Frau in ihr Haus ziehen möchte!
 
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  • #6
FS:,es lebt der Vater von meiner Partnerin noch im Haus, nicht der EX.
 
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Gast

  • #7
Zieh zu ihr, gebt euch eine Art "Probezeit" von ein bis zwei Jahren, um zu sehen, ob du unter den gegebenen Umständen bei ihr leben willst oder kannst.

Behalte währenddessen dein Haus, lass es leer stehen, wenn du nicht vermieten willst, und betrachtet dein Haus als euer "Ferienhaus". Verbringt ein- bis zweimal pro Monat ein verlängertes Wochenende und einen Teil eueres Urlaubs "bei dir", damit das Haus nicht zu lang unbewohnt ist, und lass zwischendurch Freunde oder eine Hilfskraft nach dem Rechten sehen und durchlüften.

Ich führe seit einem Jahr eine Fernbeziehung Grünwald-Lübeck, dazu hat mein Freund noch ein Haus in Italien, wir haben also drei Wohnsitze, und es war bisher nie ein Problem, das Haus, in dem wir gerade nicht sind, leerstehen zu lassen. Allerdings sind bei uns die Bedingungen insofern einfacher, als wir beide nicht mehr an eine feste Berufstätigkeit gebunden sind.

w54
 
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Gast

  • #8
ACHTUNG verkaufe auf keinen Fall Dein Elternhaus. Mach es wirklich so wie manche Vorredner es auch raten: Zieh zu der Frau Deines Herzens, schau wie es mit Euch funktioniert, ein oder zwei Jahre lang, dann werdet Ihr sowieso GEMEINSAM überlegen wie es räumlich/häuslich weitergeht und dann ist der richtige Zeitpunkt gekommen für einen eventuellen Hausverkauf. Du solltest aber wirklich den Hausverkauf nicht von einer Partnerin abhängig machen. Was steht denn gegen eine Vermietung Deines Elternhauses? Ich würde es wirklich auf keinen Fall verkaufen und wenn, dann würd ich mir sofort was anderes kaufen und ich würde mein Geld auf keinen Fall in IHR Haus stecken, es sei denn ich bin Miteigentümer notariell beurkundet! Viel Glück w/45