• #1

Zum Weltfrauentag - Sind Mütter Opfer der Gesellschaft?

Der Weltfrauentag, der sich am 8.März wieder jährt, steht für Gleichberechtigung und Wahlrecht der Frauen. Wie sieht das heute aus? Sind Frauen, besonders Mütter heute noch benachteiligt in Job und Karriere, weil sie sich um die Kinder kümmern müssen und weniger verdienen? Sehen Sie hier Entwicklungen? Welche sind das?
 
M

Mooseba

  • #2
Wenn die berufliche Optimierung und Karriere als der Gipfel der Evolution bzw. Krönung der Schöpfung gelten, dann sind Mütter oftmals benachteiligt. Nur gibt es viele Mütter, die wegen der Kinder zuhause bleiben und höchstens Teilzeit arbeiten, die das nicht so pessimistisch sehen, sondern sich sehr in ihrer Rolle wohlfühlen. Somit kann man das Gottseidank nicht verallgemeinern.

Und zum Thema Wahlrecht eine kleine Info. Sowohl in Spanien (30er Jahre) als auch in Deutschland (1919) haben auf jeden Fall national-konservative Parteien profitiert von der Einführung des Frauenwahlrechts (Quelle: Historiker Ernst Nolte). In anderen Ländern war es sicher ähnlich. Das lag wohl an der sehr tradionellen und eingeschränkten Rolle der Frau damals. Na gut, die stets für ihren demokratischen Fortschritt gelobten Franzosen haben den Frauen erst nach dem Zweiten Weltkrieg das Wahlrecht zuerkannt.
 
G

Gast

  • #3
Im Beruf hat jeder Angestellte seine Aufgaben zu erfüllen, unabhängig davon ob Mann oder Frau. Wenn ein Mann sich in seiner Freizeit übermäßig verausgabt und dadurch im Job nicht leistungsfähig ist, dann wird das nicht unbemerkt bleiben. Bei Frauen gilt das ebenso.

Kindererziehung ist nicht die exklusive Aufgabe der Mutter, sondern eine Verpflichtung für das gesamte soziale Umfeld. Aufgabe der Eltern (auch der Mutter!) ist es, Kindern ein intaktes soziales Umfeld zu bieten.

Deshalb nein, ich sehe keine Nachteile für Frauen im Beruf. Wenn eine Frau Mutter ist, dann ist es von Vorteil wenn sie auch als Mensch zuverlässig und organisiert ist. Wer hingegen sein privates Umfeld in Chaos stürzt, weil in wechselnder Beziehung lebend, weil AE, weil kein stabiles soziales Umfeld, weil mit der Familie zerstritten, weil Helikopter-Mutter, oder was auch immer - der hat tatsächlich ein Problem zuverlässig und leistungsfähig im Beruf zu sein.

Es ist nicht die Aufgabe von Unternehmen unorganisierten oder überforderten Frauen den Job und das Geld nachzutragen, oder die beruflichen Aufgaben hinter das private Chaos zurück zu stellen.

m
 
G

Gast

  • #4
Wer hingegen sein privates Umfeld in Chaos stürzt, weil in wechselnder Beziehung lebend, weil AE, weil kein stabiles soziales Umfeld, ..... der hat tatsächlich ein Problem zuverlässig und leistungsfähig im Beruf zu sein.

Es ist nicht die Aufgabe von Unternehmen unorganisierten oder überforderten Frauen den Job und das Geld nachzutragen, oder die beruflichen Aufgaben hinter das private Chaos zurück zu stellen.

m
Upps, ich als AE-Mutter hatte nie ein Problem einen gut bezahlten Job zu finden, derzeit habe ich sogar 2. Gut, ich bin flott und gut organsiert.

Ich wusste gar nicht, dass AE-Mütter alle chaotisch und organisiert sind und daher auf dem Arbeitsmarkt nichts zu suchen und auch nichts finden werden.

Ich habe inzwischen über 30 Berufsjahre, und hab so manche Chefs und männliche Kollegen erlebt, die wirklich chaotisch und unorganisiert waren und nur Glück hatten, dass sie eine taffe Ehefrau und taffe Mitarbeiterinnen hatten, sonst wären sie längst beruflich wie privat den Bach runter gegangen.

Nein, ich fühle mich weder als Mutter noch als Frau in einer Opferrolle. Ich frage mich eh, was diese Frage soll. Soll hier wieder ein bissel gestänkert werden. Die Art der Fragestellung erinnert mich ein bissel an das BILD-Niveau.

w
 
  • #5
Also "Opfer der Gesellschaft" ??? Geht es noch ein bisschen pathetischer?

Fakt ist, dass viele, viele Jahre lang die (west)deutsche Gesellschaft es Frauen extrem schwer gemacht hat, Mutterschaft und Berufstätigkeit zu vereinbaren.

Vor zwanzig Jahren wurde ich noch angeschaut wie eine Verbrecherin, weil ich es gewagt habe meine Kinder mit 1 1/2 Jahren in die Kita zu bringen. Ich war froh und dankbar, dass ich das konnte - mindestens 80% der westdeutschen Frauen hätten diese Chance nie gehabt. Es war mit einer 100 % Zuständigkeit für Krankheiten etc dennoch eine Höllenbelastung - der Vater ist einfach verschwunden und hat Karriere gemacht.

Lieber Gast #2, der Himmel erhalte Dir Deinen Kinderglauben. Wenn zwei erwachsene Menschen sich für ein Kind entscheiden und der männliche von ihnen fühlt sich schlagartig überfordert und taucht einfach ab - was dann? Aber selbstverständlich ist es die Aufgabe der Frau so etwas zu verhindern, vielleicht via hellseherischer Fähigkeiten? Und dann zaubert sie ein intaktes soziales Umfeld, das gefälligst perfekt funktioniert? Mit Großeltern, die 650 und 3000 km weit weg leben?

Du schreibst selbst, dass ein Kind eine Verpflichtung für das gesamte soziale Umfeld sei. Aber wenn es nicht funktioniert, ist es die Schuld der unorganisierten und überforderten Frau.

Aha.
 
G

Gast

  • #6
Kind und Beruf sehe ich als eine extreme Doppelbelastung an. Beruflich kürzertreten heißt: Später weniger Rente.
Wir haben das Jahr 2013 und noch immer sieht man keine Väter, die ihre Kinder vom Kindergarten abholen ...
Solange es normal ist, dass die ganze Arbeit hauptsächlich von Frauen gestemmt wird, würden vernünftige Frauen die Produktion einfach verweigern. Wenn nicht: irgendwo selbst schuld, oder?
 
  • #7
Die Fragestellung ist mir (auch danke, saepe!) deutlich zu pathetisch. Was ich hier jedoch immer wieder zwischen den Zeilen rauslese, ist, daß Mütter Opfer ihrer eigenen Blauäugigkeit und des Herdentriebes werden.

Da behauptet irgendjemand, eine "gute Mutter" habe dieses oder jenes zu tun und prompt tun viele genau das. Ohne zu hinterfragen ob es sinnvoll und nützlich ist. Bleiben mit akademischem Hintergrund 10 Jahre zuhause und wundern sich dann, daß es danach keine 20-Stunden-pro-Woche-Stelle im Management gibt. Da greife ich mir schon an die Birne. Und wundern sich dann, daß sie frustriert sind. Binden den Mann nicht von Anfang an in den Haushalt mit ein und wundern sich dann, daß er nicht freiwillig das Klo putzt. to be continued...
 
G

Gast

  • #8
Bleiben mit akademischem Hintergrund 10 Jahre zuhause und wundern sich dann, daß es danach keine 20-Stunden-pro-Woche-Stelle im Management gibt. Da greife ich mir schon an die Birne. Und wundern sich dann, daß sie frustriert sind. Binden den Mann nicht von Anfang an in den Haushalt mit ein und wundern sich dann, daß er nicht freiwillig das Klo putzt. to be continued...
Liebe Constanze, wahrscheinlich hast du keine Kinder!? Hört sich zumindest sehr theoretisch an, was du hier so an To-Do-Tipps gibst!
Ich halte Menschen für schlichtweg dumm, die anderen Ratschläge geben und sie unterschätzen, sich über andere stellen nach dem Motto: "ICH würde es besser machen!"

Was, wenn der Mann einen 12-14 Stunden-Tag hat und selbstständig ist?
Was, wenn er sich eben partout nicht mit einbringt in den Haushalt und ihr als Double-Income-NO-Kids-Paar noch locker mit Essen gehen und Putzfrau zurecht kamt!?
Was, wenn die akademischen Frauen gar nich 10 oder auch nur 5 Jahre zuhause bleiben wollen, aber es keine berufskompatible Betreuung gibt?
Was, wenn das Geld nicht reicht für ein Kindermädchen neben der Kita?
Was, wenn die Frau eben meint, dass sie dann eben mal in 3-5 Jahren 2 Kinder bekommt und eben später Karriere macht, sich der Beziehung und der Familie zuliebe zurücknimmt, weil der Mann gerade bei seinem Karriereaufstreben Unterstützung braucht? Und die Wickelkinder ja auch wirklich noch nicht 8-10 h pro Tag wegorganisiert werden wollen und man das selber so auch nicht will?
Ich dachte ohne Kinder immer, dass ich allerspätestens nach 1 Jahr wieder anfange zu arbeiten.
Nach dem 1. Kind klappte es leidlich und mit Beinausreißen sogar in Vollzeit.
Ab dem 2. Kind brach alles zusammen - inkl. unserer Ehe.
Meine Rentenprognose ist durch Teilzeit und meine 3jährige Pause auf ein Minimum geschrumpft, mein Exmann verdient sich dumm und dusselig.
Ich wollte immer mehr arbeiten, aber auf ihn war kein Verlass und ein Kindermädchen war ihm zu teuer. Ich konnte mir keines leisten.

w,40 - Akademikerin, die sich auch an die Birne greift, wenn sie sowas liest!
 
G

Gast

  • #9
'...weil sie sich um die Kinder kümmern müssen und weniger verdienen .....'

Falsch!
Ich habe mich für Kinder entschieden, weil ich mich um sie kümmern wollte!

Vor dieser Entscheidung stand dieser Wunsch und das Wissen, dass ein Tag nur 24 Stunden hat, meine Energien nicht endlos sind und ich sie gut einteilen muss.
Mir war klar, dass wenn ich Karriere machen will, ich an der Entwicklung meiner Kinder nur sehr bedingt teilhaben kann. Das war für mich nicht akzeptabel.
(Zumal ich es von meiner Mutter kannte, die immer gearbeitet hat, ich kannte sie praktisch kaum, sie war Gast zu Haus, wenn es nichts an der Karriere zu basteln gab, dauernd irgendwo 'verwahrt' zu werden bzw. fremde Menschen um mich zu haben, war mir schon früh ein Graus)

Natürlich bekomme ich trotz guter Ausbildung weniger Lohn, wenn ich weniger arbeite und später weniger Rente. Das ist mir von vorn herein klar gewesen, genauso wie die Tatsache, dass eine Beziehung u.U. nicht ein Leben lang hält, aus welchem Grund auch immer - mein Mann ist gestorben.
An meiner Prioritätensetzung hat das nichts geändert, ich nehme diese Einschränkungen in Kauf, weil meine Kinder eine höhere Priorität haben, als Karriere.
 
G

Gast

  • #10
Natürlich bekomme ich trotz guter Ausbildung weniger Lohn, wenn ich weniger arbeite und später weniger Rente.
Wieso ist es natürlich, dass Kindererziehung durch weniger Rente bestraft wird?

Das ist mir von vorn herein klar gewesen, genauso wie die Tatsache, dass eine Beziehung u.U. nicht ein Leben lang hält, aus welchem Grund auch immer - mein Mann ist gestorben.
An meiner Prioritätensetzung hat das nichts geändert, ich nehme diese Einschränkungen in Kauf, weil meine Kinder eine höhere Priorität haben, als Karriere.
Ja und weil Politik/Gesellschaft auf diese selbstlose Einstellung der Frauen setzen, ist es ja auch möglich, die ganze Last auf sie abzuwälzen und sie dadurch zu benachteiligen.

Liebe als Unterdrückungsinstrument.
 
  • #11
@Gast 7:

Doch, ich habe ein Kind (8 Jahre alt), bin alleinerziehend und selbständig. Ich habe früher selbst 12 Stunden täglich gearbeitet und habe das mit Kind auf ungefähr 7-7 1/2 runtergeschraubt.

Wozu braucht man ein Kindermädchen? Bei mit hatte der Kindergarten von früh um 6.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Okay, meine Mutter greift mir tüchtig organisatorisch unter die Arme.
Ich würde mir schlicht und einfach keinen Mann ans Bein binden, der nicht den Willen hat, seinen Anteil an der Hausarbeit zu übernehmen. Das Gegenbeispiel konnte ich bei meinem Vater sehen, welcher nach getaner Arbeit auf dem Sofa lag und im Bad lagen die Socken verstreut. Der weiß bis heute nicht wie Putzen geht. So entstand schon früh bei mir der Wille, einen solchen "Partner" nicht zu wollen. Ich finde Putzen an sich nicht so toll, daß ich auch noch für jemanden anderen mitputzen möchte.

Ich sehe auch ständig Väter, die entweder ihre Kinder früh bringen oder nachmittags abholen. Mit versetzten Arbeitszeiten von Mutter und Vater schafft man Freiräume. Einer holt, einer bringt.
Ich gebe allerdings auch zu, daß es in Westdeutschland teilweise eine katastrophale Kinderbetreuungsquote gibt. Ich hätte als Frau einfach keine Lust, nach einem gemeinsamen Kinderwunsch die Verantwortung alleine zu tragen. Dabei trage ich die finanzielle Verantwortung sowieso alleine, da der Vater meines Kindes sich zu schade zum arbeiten ist.
 
G

Gast

  • #12
Kind und Beruf sehe ich als eine extreme Doppelbelastung an. Beruflich kürzertreten heißt: Später weniger Rente.
Wir haben das Jahr 2013 und noch immer sieht man keine Väter, die ihre Kinder vom Kindergarten abholen ...
Stimmt nicht. Ich arbeite in Berlin ganz dicht an einer Kita mit Krippe und sehe jeden Morgen aus meinem Bürofenster viele junge Väter ihre Süssen bringen/abholen und gestern hat mich ein BMW-Fahrer sehr überrascht, als er seinen kleinen Jungen abholte und sehr sehr liebevoll mit ihm umging. Das sah so lieb und süss aus.

w 49
 
G

Gast

  • #13
Wieso ist es natürlich, dass Kindererziehung durch weniger Rente bestraft wird?
Die Rente errechnet sich nunmal aus den Beitragsjahren, der Einzahlung in die Rentenkasse. Zahlt man weniger ein, bekommt man weniger.
Kinder hingegen werden "abgegolten" über die Familienförderung, Kindergeld etc. Das ist etwas völlig anderes, sogar ein ganz anderes Ministerium. Sollte offensichtlich sein, dass wer weniger arbeitet, weniger rauskriegt - unabhängig von Kindern.

Wenn Mütter sich darüber aufregen, sollten sie bei Frau Schröder anklopfen bzw. ein Ende dieses unsinnigen Bund-Länder Kleinkriegs zur Familienförderung einfordern.
 
G

Gast

  • #14
Stimmt nicht. Ich arbeite in Berlin ganz dicht an einer Kita mit Krippe und sehe jeden Morgen aus meinem Bürofenster viele junge Väter ihre Süssen bringen/abholen und gestern hat mich ein BMW-Fahrer sehr überrascht, als er seinen kleinen Jungen abholte und sehr sehr liebevoll mit ihm umging. Das sah so lieb und süss aus.

w 49
Kann mich anschließen. Ich wohne neben dem Kindergarten der Uni und sehe sogar eher mehr Väter als Mütter die Kinder abholen. Viele laufen hier auch mir dem Kinderwagen oder sonstwie mit dem Kind durch die Gegend. Ich mag das auch immer sehr. Gerade weil sich mein eigener Vater eher nicht so um mich gekümmert hat. Irgendwie geben diese Anblicke doch die Hoffnung, das zumindest die jüngeren Männer etwas anders sind.

w25
 
G

Gast

  • #15
Und was bringt den Frauen dieser Tag reell?
Unterm Strich genauso viel wie alle anderen pseudo Tage für Kinder, Integration, Menschlichkeit usw. Des Weiteren gibt es dann noch so wichtige Tage wie der Tag des Wassers.:)

Die Frauen, die unterdrückt wurden und noch immer werden, können sich ja was davon kaufen und alle anderen sind dann so Stolz darauf auf das was sie erreicht haben.
Nur was haben Sie erreicht?
Von Gender wird niemand satt.
Außer die Frauen, die bei diesen Projekten Vorträge halten!
 
G

Gast

  • #16
Niemand zwingt Frauen, Mütter zu werden. Heute weniger denn je. Ich würde ja als Frau gar keine Kinder mehr in die Welt setzen, bis die Politik etwas bemerkt, dass ja gar keine Sprösslinge mehr nachkommen. Erst dann wird sich was ändern! Aber wir sind noch lange nicht unten am Boden angekommen. Solange es immer noch Mütter gibt, die es noch mit biegen und brechen versuchen, hinzubekommen und sich irgendwie über Wasser zu halten, am letzten Grashalm festhalten, um ihre Ehe zu retten und einen auf heile Familie spielen, solange wird sich nichts ändern, weil es läuft doch "ganz gut" irgendwie, noch, oder? Ihr Mütter habt alle ein bißchen zu Essen, ein bißchen Geld, ein bißchen Zeit, um eure Kinder zu betreuen. Wer am Existenzminium lebt, den steht immer irgendwie auf. Es geht euch doch also blendend! Sonst würdet ihr gar nicht alles schönreden!

Das System muss erst komplett zusammenbrechen, bis sich was tut beim oberen politischen Altherrentreffen, wo die sowieso keine Ahnung von der heutigen Generation haben. Und ich bin heilfroh, dass meine Generation schon gar keine Kinder mehr in diese komische Welt setzt.
Mein Essen und mein Geld und meine Zeit reicht gerade für mich allein, nichtmal für einen möglichen Partner mehr - das bestätigen Hunderttausende deutsche Dauersingles. Keine Lust, das Bißchen was man noch hat mit meinen potentiellen Kindern zu teilen. Also kommen bei mir auch keine Kinder ins Haus. Sowas verkrafte ich gerade noch.
 
G

Gast

  • #17
Mein Essen und mein Geld und meine Zeit reicht gerade für mich allein, nichtmal für einen möglichen Partner mehr - das bestätigen Hunderttausende deutsche Dauersingles. Keine Lust, das Bißchen was man noch hat mit meinen potentiellen Kindern zu teilen.
Dann bist du mit dem Überfluss und deinem eigenen Leben überfordert, das ist nur Jammern auf hohem Niveau.

Zeit - Erziehungszeit - bekommt jede Mutter geschenkt. Hungern und frieren muss in Deutschland niemand. Wer mit einem satten Bauch, warmer Kleidung, einem Dach über dem Kopf, und einer faulen Haut mit sich selbst zufrieden ist, der kann es sich in Deutschland sehr bequem und völlig stressfrei einrichten. Es ist nur der Wunsch nach Luxus, der ohne Geld im Überfluss nicht erfüllt werden kann.

Wer in Deutschland mit dem Leben überfordert ist, der bekommt irgendwann H4 und kann so seine Ruhe und sein Glück finden. Das Niveau von H4 in Deuschland ist vergleichbar mit Mittelstand in vielen anderen Ländern dieser Welt.

Fakt ist: In Deutschland gibt es keine (finanziellen) Opfer der Gesellschaft. Zum Opfer machen sich die Menschen selbst, wenn ihr Verlangen nach Konsum größer ist als ihr verfügbares Einkommen. Um die Erfüllung von Grundbedürfnissen geht es schon lange nicht mehr.

m
 
  • #18
[mod]
Zuallererst mal: Opfer sind Mütter nie! Oder Eltern. Ein Kind ist ein Geschenk das das Leben (bei allen Einschränkungen) ungemein bereichert. Ich finde eine solche Formulierung sehr daneben.

Im übrigen wirds langsam Zeit entweder diesen Tag in der westlichen Welt aufzuheben oder einen WeltMännertag einzuführen. Mittlerweile gibts da nämlich massive benachteiligungen, beim Sorgerecht zum Beispiel.

Beruflich? Ok, dann mal hier ein Beispiel: Bei Mercedes gibt es im Moment etwa 15% Frauen. Was ziemlich logisch ist weil das gros der Mitarbeiter technisch ausgerichtet ist was kaum eine Frau in der Ausbildung interessiert. Ziel ist es 20% der Führungspositionen mit Frauen zu besetzten. Was meint Ihr welche Chance ein männlicher Kaufmann oder Jurist in dieser Firma hat irgendeine Karriere zu machen? KEINE, egal wie gut er ist. Man muss ja die quote erfüllen.

Wir haben das Jahr 2013 und noch immer sieht man keine Väter, die ihre Kinder vom Kindergarten abholen ...
Doch, und ich hab solche auch schon 1996 gesehen als ich meine Kinder abgeholt hab. Kampfbegriffe bringen hier keinen weiter.

@7
Was, wenn er sich eben partout nicht mit einbringt in den Haushalt und ihr als Double-Income-NO-Kids-Paar noch locker mit Essen gehen und Putzfrau zurecht kamt!?
Was, wenn die akademischen Frauen gar nich 10 oder auch nur 5 Jahre zuhause bleiben wollen, aber es keine berufskompatible Betreuung gibt
Was wenn? Augen auf bei der Partnerwahl, ganz einfach. Und klären welche Prios man selbst setzt. Kinder sind immer mit materiellen Einschränkungen verbunden, das weiss man vorher. Übrigens auch für die Männer. Wenn sich eine Frau einen Macho anlacht- nun dann hat Sie Ihn eben auch.
 
G

Gast

  • #19
Heute weniger denn je. Ich würde ja als Frau gar keine Kinder mehr in die Welt setzen, bis die Politik etwas bemerkt, dass ja gar keine Sprösslinge mehr nachkommen.
Ah ja, mit anderen Worten du bestrafst die "bösen" Politiker und die "böse" Gesellschaft damit das du keine Kinder bekommst. Selten so gelacht! Das sind doch alles nur Vorwände um sich nicht mit den tatsächlichen Gründen auseinanderzusetzen. Und die liegen bei dir ganz woanders.

Menschen bekommen keine Kinder der Gesellschaft zuliebe, sondern schlicht und ergreifend weil sie sich als Paar bewusst dafür entscheiden und welche haben möchten. Kinder zu haben ist nicht immer einfach, aber eben auch etwas Schönes.
 
G

Gast

  • #20
was ist das denn für eine These?
Mütter sind keine Opfer, sondern Frauen, die entschieden haben, Kinder zu bekommen. Frauen haben heutzutage Zugang zu Verhütungsmitteln, Abtreibungen sind bei unerwünschter Schwangerschaft möglich. Wer keine Kinder will, muss keine bekommen.

Frauen haben die gleichen Möglichkeiten in der schulischen und beruflichen Ausbildung wie Männer und damit die gleichen Startchancen. Dass sie sich trotz besserer Schulerfolge für Berufe entscheiden, die ihnen schlechtere beruflichen Entwicklungschancen und geringeres Einkommen ermöglichen und sie aus diesen Gründen nach der Geburt beruflich zurückstecken, ist ebenfalls ihre Wahl und mir ein absolutes Rätsel.

Es gibt Kinderbetreuungen, welche Berufstätigkeit ermöglichen. Wer wieweit beruflich zurücksteckt, ob man sich das partnerschaftlich teilt, entscheiden die Partner gemeinsam.
Wenn frau eine schlechte Partnerwahl trifft, die dazu führt, dass sie bei Trennung ohne Unterstützung dasteht, ist das auch ihre eigene Verantwortung.
Eine grundsätzliche Benachteiligung von Frauen kann ich nicht erkennen, wohl aber, dass Frauen sich unreflektiert selber in ungünstige Situationen hineinmanövrieren.

Ich habe Ingenieurwissenschaften studiert (wir waren nur 3 Frauen unter 150 Studenten) , hatte immer das gleiche Gehalt wie meine männlichen Kollegen bei gleicher Tätigkeit. Ich verdiene mehr als die meisten Männer mit vergleichbarer Ausbildung, weil ich in meinem Job so gut bin, dass ich mich über eine Fachkarriere hochgearbeitet habe. Auf Führungskarriere unter den adrenalingesteuerten Männen habe ich gern verzichtet - zu wenig Lebensqualität. Keiner hat mich dazu gezwungen, ich habe als Frau andere Werte, die ich gelebt habe.

w, 55
 
G

Gast

  • #21
Ich habe als Studentin mal in einem Sportstudio gearbeitet und die Besitzerin hatte ein Kind im Grundschulalter. Deshalb war sie meistens nur halbtags anwesend, nachmittags und vor allem abends wollte sie eben Zeit mit ihrem Kind verbringen. Das war eigentlich auch kein Problem, da genügend anderes Personal da war.
Aber viele Mitarbeiter und auch Kunden haben deshalb ständig über sie hergezogen ("Die ist ja fast nie da, sie ist doch die Chefin hier, das hätte sie sich eben früher überlegen sollen, bevor sie sich das Kind angeschafft hat, hätte es ja auch abtreiben können", usw.) So wurde dann geredet.
Es wird ja immer diskutiert, ob eine Frau auch in Teilzeit eine Führungsposition ausüben kann, ich glaube eher nicht, da von Führungskräften einfach eine Dauerpräsenz erwartet wird, wie mein Beispiel zeigt.
Und gerade bei Müttern kommt dann oft das Argument "Dann hätte sie sich halt kein Kind anschaffen sollen".
 
G

Gast

  • #22
Ich war mit 25 Jahren AE und von Beruf Krankenschwester mit wenig Berufserfahrung. Aber eine abschlossene Ausbildung. Eltern 1000 km entfernt. Der Vater plötzlich abgetaucht. Damals fühlte ich mich definitiv als Opfer.