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  • #1

Zu welchen Verwandten pflegt ihr regelmäßigen Kontakt?

Bei mir ist es so, dass ich nur noch einmal im Monat mit meiner Mutter telefoniere. Zu den übrigen noch lebenden Verwandten (Geschwister, Cousinen, Cousins, Tanten, Onkel) besteht kein Kontakt mehr. Es ist nie etwas vorgefallen oder so. Der Kontakt hat sich über die Jahre einfach verlaufen, auch weil viele durch ihr Berufsleben mehrfach umgezogen sind und sich die Familie somit über die ganze Welt verstreut hat. Man sieht sich alle paar Jahre mal (meist zu einer Beerdigung) und verspricht sich dann, den Kontakt zu halten, was aber nur so aus Höflichkeit dahergesagt wird. Mittlerweile ist die Entfremdung so vorangeschritten, dass es undenkbar wäre, einfach mal so zum Plaudern anzurufen.

Wie ist das bei euch?

w42
 
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  • #2
Eine sehr gute Frage, würde mich auch interessieren, wie die anderen es so halten! Das Problem ist m.E., wenn man weit auseinander wohnt, da werden regelmäßige Kontakte und Besuche aufwendig und müssen organisiert werden.

Mit meiner Mutter (87) telefoniere ich 1 x die Woche, besuche sie alle 2-3 Monate. Bei 220 km einfacher Entfernung kostet das fast einen ganzen Tag. Telefonate und Besuche geschehen aus Pflichtgefühl, nicht aus meinem eigenen Wunsch. Mein Vater lebt nicht mehr, zu diesem hatte ich einen sehr engen und vertrauten Kontakt.

Mit meinen einzigen Bruder (50) habe ich gezwungenermaßen bei Bedarf wegen der Mutter Kontakt. Auch als Kinder konnten wir wegen absolut verschiedener Persönlichkeiten schon wenig miteinander anfangen.
Er lebt im selben Ort, wie meine Mutter und ich habe ihn früher 1-2 mal im Jahr dort gesehen, seit 2 Jahren nicht mehr. Meine 3 Nichten (15, 12, 11) habe ich insgesamt 5 mal gesehen und habe keinerlei Bezug zu ihnen.
Obwohl mein Bruder mit Familie seit 20 Jahren mindestens 2x im Jahr in meine Stadt kommt (seine Schwiegermutter lebt hier) und ich ihn mehrfach eingeladen habe, hat er mich hier noch nie besucht. Vor 2 Jahren hat er mir erklärt, dass er mich abgrundtief hasst und mir wohl mein ganzes Leben neidet. Der Kontakt wird nach dem Tod meiner Mutter sicher abbrechen.

Guten Kontakt habe ich zu meiner 25 Jahre älteren Cousine, die eine Art Mutterersatz ist. Wir telefonieren alle 1-2 Wochen und sehen uns 1 x im Jahr (wohnt 500 km entfernt). Sonst habe ich zu den Verwandten mütterlicherseits (etwa 10 Cousinen/ Cousins) null Kontakt, zu den etwa 15 Verwandten väterlicherseits ganz sporadisch.

Ja... schade eigentlich!

Ich mache mir -da Single- über die Situation viele Gedanken. Mein Erbe werde ich auf die nahestehende, väterliche Familie verteilen und die Vertrauten (Cousine und zwei ihrer Kinder) als Betreuer in meine Patientenverfügung einsetzen. Meine Planung hat sich vor 2 Jahren, seit mir mein Bruder seinen Hass erklärte (von dem ich vorher absolut nichts ahnte), eben alles ziemlich geändert...

w, 51
 
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  • #3
Ich finde Familie schon wichtig. Gerade Cousins und Cousinen aus meiner Kindheit sehe ich gerne ab und zu mal. Tanten und Onkels eher aus Anstand, da sie meist schon sehr alt sind.
Ich telefoniere mindestens 1 x in der Woche mit meiner Mutter (sie wohnt ca. 300 km entfernt in meinem Heimatort). Ca. 4 -5 x im Jahr besuche ich sie auch und sehe dabei auch meine 2 Geschwister.
Einmal im Jahr organisieren wir ein großes Familientreffen. Dazu kommen die Geschwister meiner Mutter (mein Vater war Einzelkind) und deren Kinder und Enkel. Meist sind wir ca. 20-25 Personen. Wir sind über ganze Detuschland verstreut, aber Einer organisiert dann immer ein Hotel für alle und wir verbringen ein wunderschönes Wochenende zusammen.

w 59
 
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  • #4
Mit meinen Eltern 400km Entfernung, telefoniere ich täglich 5. min bis 1 Stunde.
Meiner Schwester 4x die Woche mindestens, 250km Entfernung.
Großmutter 1x im Monat.
Andere Verw. wie Onkel, Tante und Cous. Geburtstagen und Feiertagen.
Für mich ist Familie sehr wichtig, egal was ich oder die Anderen tun es gibt kein Kontaktbruch.
Ich bin Südländerin, bei uns ist es so, einer für alle, alle für einen.
Wir halten uns gegenseitig den Rücken frei, wenn einer in Not ist, auch Finanziel, legen alle zusammen.
Alle wissen er/ sie könnte die/der Nähste sein.
Wenn einer den anderen besucht, muß man sich nicht anmelden, es heißt mein Haus ist dein Haus.
Ich weiss das es in deutschland anders ist, leider kämpft jeder für sich.

w40
 
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Mooseba

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  • #5
Maximal einmal im Monat telefoniere ich mit meiner Mutter und meiner Oma väterlicherseits, weil die mich anrufen. Die Telefonate sind i.d.R. kurz. Mit meinem Vater telefoniere ich fast überhaupt nicht, das will ich auch nicht. Ich nehme mir stets vor, ihm endlich mal die Leviten zu lesen, aber dann knicke ich doch nur wieder ein. Auch zu meiner Schwester habe ich kaum Kontakt, irgendwie habe ich keinen Zugang zu ihr. Außerdem geht sie zu sehr nach meinem Vater, verwendet sogar seine typischen Sprüche und Vokablen. Das ist für mich immer eine echte Wutprobe.

(m,30)
 
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  • #6
etwa alle 2 monate ein besuch bei den eltern zum kaffee, oder ausflug.
ein telefonat bei den in 500km entfernt lebenden geschwister, bzw. sms.

zu den übrigen (noch lebenden verwandten) besteht der obligatorische kartengruß zum weihnachtsfest. oder gar kein kontakt.
geschenke zu geburtstag + weihnachten an den pubertären neffen, von dem jedoch selbst nie etwas selbst zurück kommt.

schon traurig irgendwie.
w48
 
  • #7
Meinen Bruder und seine Familie besuche ich ein- bis zweimal im Monat, sie leben in meiner Nähe, ca. 45 min entfernt. Das Verhältnis ist wirklich gut, wenn auch derzeit kaum tiefergehende Gespräche möglich sind. Die kleinen Kinder bestimmen doch sehr stark die Treffen und fressen einfach die Zeit.

Meine Eltern sehe ich seltener, dort bin ich drei- bis sechsmal im Jahr. Dann sehe ich sie noch ein- oder zweimal jährlich, wenn sie meinen Bruder (und vor allem die Enkel) besuchen und ich auch einfach vorbeikomme. Mit meiner Mutter telefoniere ich ein- bis zweimal monatlich, dann aber auch länger.

Zur restlichen Verwandschaft habe ich sehr sporadischen Kontakt, das beschränkt sich auf größere Familienfeierlichkeiten. Mit abnehmender Zahl der Großeltern wird das immer seltener.
 
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  • #8
Mit meiner Mama telefoniere ich ca. alle 2 Tage, genauso mit meiner Oma (mütterlicherseits). Die Mutter treffe ich (Entfernung ca. 160km) etwa alle zwei Monate, alle zwei Jahre fahren wir ein paar Tage in den Urlaub. Meine Oma besuche ich 1 - 2 mal pro Monat Mit meinem Vater (Eltern geschieden) besteht sehr seltener/ unregelmäßiger Kontakt.
Familie von meinem Vater interessiert mich nicht und ich habe sie auch nicht interessiert.
Mit meinen Tanten und Cousins/Cousine mütterlicherseits habe ich regelmäßig Kontakt, etwa ein - zweimal pro Monat.

w, 28
 
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  • #9
Nun obwohl die gesamte Familie (Eltern,Brüder) in einer Stadt wohnt habe
ich so gut wie gar keinen Kontakt.
Man sieht sich,grüßt sich und gut is.
(M46)
 
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  • #10
Ich finde es ehrlich gesagt erschreckend zu lesen, wie wenig Kontakt die Menschen hier mit ihren Familien haben.

Meine Mutter ruft mich fast täglich an. Mir würde zwar 1-2 x in der Woche reichen, aber sie macht es glücklich und mich kostet es max. 5 Minuten! Diese Freude will ich ihr nicht nehmen.

Mit meinem Bruder telefoniere ich 1-2x in der Woche.

Beide leben in meinem Heimatort, knapp 600 km entfernt. Ich fahre ca. alle 3 Monate für ein Wochenende nach Hause. Sie besuchen mich zusammen oder einzeln mindestens einmal im Jahr für ein Wochenende.

Als mein Vater und meine Großaltern noch lebten haben wir ebenfalls mindestens 1-2 mal in der Woche telefoniert!

Meine Cousins/Cousinen und Onkel/Tanten sehe ich leider meist nur Weihnachten oder an runden Geburtstagen, an "normalen" Geburtstagen telefonieren wir immerhin kurz
Aber über meine Mutter weiß ich zumindest immer Bescheid, wie es Ihnen geht.
 
  • #11
Na ja, der Unterschied zwischen Verwandten und Freunden ist nunmal dass man sich letztere raussuchen kann.

Eine "Verpflichtung" sehe ich nur bei den Eltern bzw. Kindern. der Rest hat sehr viel damit zu tun ob man über das Verwandschaftliche Verhältnis hinaus gemeinsamkeiten oder Freundschaften hat. So hab ich mit meiner Schwester ca.2x/Monat Kontakt, zu den anderen Geschwistern alle Vierteljahr mal. zu Cousinen und Cousins dagegen parktisch gar keinen. Zum einen sind das ziemlich viele, wir sind über ganz Europa und darüber hinaus verstreut und haben praktisch keine Gemeinsamkeiten.
 
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  • #12
Man da bin ich im Vergleich zu meinen Vorpostern ja ein richtiger Familiemensch.
Ich bin ca. zweimal im Monat bei meiner Mutter (Entfernung ca. 100 km - ich habe kein Auto) im Garten und im Haus ist immer was zu tuen.
Meine Schwägerin und ihre Kinder, also mein Neffe und meine Nichte wohnen gleich um die Ecke. Mein Bruder ist leider schon mit 38 J. mit dem Motorrad verunglückt und die Kinder (10 und 13) hängen an mir. Wenn ich bei meiner Mutter bin unternehme ich immer was mit den Kinder.
Wenn ich da bin, essen die Kinder, meine Schwägerin und ich regelmäßig zusammen zu Abend, auch wenn der neue Freund meiner Schwägerin da ist.
Mein meiner Mutter läuft regelmäßig Verwandtschaft auf. Sie hat halt ein großes Haus und wohnt zudem noch in einer Urlaubsgegend (Nordsee).
So sehe ich Onkel / Tante und Cousinnen und Cousin immer mal wieder. Ich kenne daher auch alle Nachkommen meiner Cousin / Cousinnen.
Mit dem Einem unternehme ich gerne was und mit anderen nicht so gerne.
Große Familienfeste gibt es auch immer mal wieder und das macht meist Spass (Im Juni hatte mein Cousin Silberhochzeit) da die Familie recht locker ist.
Zu mir in meiner Wohnung in der Großstadt kommt die Verwandschaft recht selten. Es wäre auch recht eng in meiner Wohnung.
Nun suche ich eine Frau, die mit meinem Verhältnis zu meiner Familie klar kommt. Vielen Frauen sind meine Familienverhältnisse sicher schon zu eng.
m - werde dieses Jahr noch 50
 
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  • #13
Finde es traurig , dass so viele hier mit ihrer Familie so wenig Kontakt haben- mich würde das belasten. Ich arbeite in einem Familienunternehmen, schon allein dadurch sehe ich einen Teil meiner Geschwister und meinen Vater fast jeden Tag, Mutter durchschnittlich 1-2 mal die Woche, in letzter Zeit weniger weil ich geraqde recht beschäftigt bin. Zu den Feiertagen und Geburtstagen sieht sich die ganze Familie (Eltern, Geschwister plus Partner und Enkel (19 Personen), zwischendurch mit nem Teil zum Grillen, Feiern oder Wandern. Da sich meine Eltern mit ihren Geschwistern gar nicht bis begrenzt verstehen, habe ich zu diesem Teil der Familie noch nie einen starken Kontakt gehabt, gesehen hat man sich nur damals bei den Großeltern, als die alle gestorben waren sank der Kontakt auf mehr oder minder 0, daher vermisse ich da auch nichts, Streit gibts keinen. Unserer Mutter ist Familie sehr wichtig und auch das Unternehmen sorgt für einen verstärkten Zusammenhalt. Es kracht zwar zwischendurch schon mal ordentlich(!), aber wir reden sehr viel miteinander und irgendwie funktionierts sehr gut. Wenn mir die Familie zu viel wird (was zwischen durch schon mal vorkommt) kann ich mich ohne Drama zurückziehen (obwohl bis auf eine Schwester alles im Umkreis von 2 km wohnen), nach 2-3 Wochen ruft meine Mutter dann mal an und erkundigt sich ob ich noch lebe.
Ich kann sagen, dass ich mich mit meiner Familie sehr gut verstehe, wir haben uns gern und zeigen uns das auch und stehen uns Gegenseitig mit Rat und Tat zur Seite.
Ich finde es gut so wie es ist, denn obwohl wir sehr eng sind, kann ich mein eigenes Leben leben ohne, dass sich wer unnötig einmischt (mein Vater hat uns immer aufgefordert in die Welt zu gehen, wir sind gerne zurückgekommen) . Dennoch weiß ich, dass es abschreckend für einen möglichen Partner sein kann, das muss man schon mögen.
 
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  • #14
Ich mache keine aufgezwungene Dinge, habe keinen Kontakt zur Familie, was mir nichts ausmacht, bin lieber mit Menschen freiwillig und selbst ausgesucht zusammen! Anstandsbesuche und Anstandsaktivitäten aller Art gibt es bei mir nicht!
 
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  • #15
Erschreckend! Mit seinen Eltern und seinen Kindern Kontakt zu haben sollte eigentlich keine Verpflichtung sein! Sehr traurig, wer das so sieht! Ich weiß nicht, woran es genau liegt aber ich glaube schon, dass es typisch deutsch ist, dass man keine großen familiären Kontakte pflegt.
Ich komme aus einer ausländischen Familie und die ist riesig. Jeder kennt jeden, wir alle hocken zusammen, haben Kontakt und keiner sieht das als lästige Verpflichtung an, die abgearbeitet und abgehakt werden muss!

In unserer Familie ist es so wie in dem Film: My big greek Wedding, wer den Film kennt, weiß genau was ich damit meine! :)
 
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  • #16
Keinen Kontakt zum Vater und Bruder . Alle zwei Wochen bei meiner Mum zu Besuch.
m45
 
  • #17
Mit seinen Eltern und seinen Kindern Kontakt zu haben sollte eigentlich keine Verpflichtung sein!
Deshalb ja die Anführungszeichen!

Und Nein- es nicht nicht typisch Deutsch keinen Kontakt zur Familie zu haben. Geh mal aufs Dorf wo alle in einem Umkreis von maximal 10km wohnen- da hat man natürlicherweise diese Kontakte. Da hast Du auf jedem zweiten Klingelschild denselben Nachnamen.
Lebst Du aber hunderte von Kilomatern auseinander und hast auch noch völlig andere Lebensentwürfe find ichs nur noch zwanghaft. Wieso sollte ich mit jemanden ständigen Kontakt pflegen mit dem ich nichts anfangen kann nur weils der Sohn meines Onkels ist?
 
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  • #18
@16: Naja gut, mit den etwas weiteren Familienangehörigen ist das ja nicht so intensiv wie mit den Eltern und den Geschwistern. Was ich am schlimmsten finde ist, wenn man es einem ansieht, dass es für ihn oder sie nur noch eine lästige Verpflichtung ist die vollbracht werden muss, aus reiner Höflichkeit sozusagen. Entweder man hat von Herzen gerne Kontakt zu seiner Familie aber nicht so tun als ob, das finde ich ganz schlimm!
 
  • #19
Ich liebe meine Verwandten. Ich pflege zu gut 20 meiner Verwandten regelmäßig Kontakt, diese fangen dich immer auf, egal was passiert
 
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  • #20
Liebe FS,

ich habe über die Jahre den Kontakt zu meinem Bruder gänzlich verloren. Wir sind von Grund auf unterschiedliche Menschen, mit komplett unterschiedlichen Freundeskreisen und Interessen. Dann bin ich auch noch in ein anderes Land gezogen.

Lange habe ich das beobachtet, habe mir Gedanken darüber gemacht dass ich das eigentlich nicht will. Will ich wirklich, dass ich ihn das nächste Mal bei der Beerdigung unserer Mutter sehe? Will ich wirklich überhaupt nicht mehr wissen wie es ihm geht, ob er z.B. Vater wird oder ob er eine Beförderung im Job bekommt?

Die Lösung war einfach: Ich habe ein Mail geschrieben, in dem ich ihm gesagt habe dass wir uns eigentlich überhaupt nicht kennen und das ich das ändern möchte. Ob er das auch will? Und dann haben wir uns mit unseren jeweiligen Partnern verabredet, ein Wochenende gemeinsam in einer uns allen unbekannten Stadt zu verbringen. So einfach war das!!
Er hat auf die Mail durchwegs positiv reagiert und wir hatten ein schönes Wochenende. Wir haben auch verabredet, das jetzt jedes Jahr zu machen, jeweils in einer anderen Stadt.

Überleg Dir ob Du auch sagst "Nein, das will ich nicht mehr." Und dann sprich tacheles mit den Deiner Verwandten, die Du besser kennenlernen willst. Ich bin sicher, sie sind nicht abgeneigt wenn Du klarmachst, dass Dir dieser Ignorieren-Zustand unangenehm ist und sie fragst, ob sie auch mehr Kontakt haben möchten. Und dann macht Euch was aus!

Alles Gute!
w/36
 
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  • #21
Meine Eltern besuche ich einmal die Woche (10 km entfernt)
Meine Oma 2 mal die Woche (8km entfernt)
Meinen Bruder sehe ich 2 mal im Monat (100km entfernt)

Ich denke, wäre ich nicht Single, wäre der Kontakt zu meinen Eltern auf jeden Fall seltener. Ich merke oft, dass ich gerne eine eigene Familie hätte und mich aus Einsamkeit an meine ursprungsfamilie gebunden fühle, aber wir gar nicht unbedingt so harmonisch miteinander sind.

Tanten, Onkel und Cousinen zu Familienfeiern.

W31
 
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  • #22
zu onkel und tante habe ich selten kontakt. meine mutter habe ich 1 x die woche besucht und ca. 2 - 3 x die woche telefoniert.

zu meiner tochter (22) habe ich 4 - 5 mal die woche kontakt. wenn wir beide arbeiten treffen wir uns 1 x die woche. wenn wir beide frei haben, sehen wir uns auch öfter die woche .

meine söhne leben noch bei mir.

ich würde mir schon wünschen auch von den beiden mindestens 1 x die woche zu hören, wenn ich sie denn mal aus dem haus geekelt habe.
 
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  • #23
Zu meinem Vater habe ich, seitdem meine Mama nicht mehr lebt, sehr selten Kontakt, wir telefonieren kurz so alle zwei Wochen mal. Mit der Mutter habe ich alle zwei Tage für eine Stunde telefoniert bzw. sie besucht.

Mit meiner Schwester (36) habe ich beinahe täglich Kontakt, wenn auch nur per SMS oder über Facebook, ein Treffen gibt es jede Woche, weil wir uns gut verstehen. Mit ihrem 16jährigen Sohn (mein Neffe) gibt es auch regelmässig Kontakt und er ruft seine Tante sogar an und will sich mit mir Treffen.

Zur übrigen Verwandtschaft, die sehr groß ist, also Tante, Onke usw. Gibt es überhaupt keinen Kontakt, es ist zwar nie etwas vorgefallen, es ergab sich irgendwie, dass der Kontakt im Laufe der Zeit im Sande verlief, belastet mich aber überhaupt nicht.

w
 
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  • #24
Ist bei mir ähnlich wie bei den anderen Männer (bin m32).

Mit meiner Mutter habe ich telefonisch öfter Kontakt, weil sie nachfragt.
Ist aber ok, da quatschen wir ganz gemütlich. Vielleicht im Schnitt alle 10Tage.
Mit dem Vater rede ich nur das nötigste, somit sehr selten. Gibt seit Jahren
so richtig den "Vater -Sohn" bzw. "Generationenkonflikt". Er sieht nur seine Welt
und ich gehe eben mit offenen Augen und Ohren durch die Welt! Mit meinem elteren Bruder
habe ich guten Kontakt. Zu Verwandten kaum, nur mit einigen so max. 2x im Jahr.
Für mich ist das aber ok so!

Männer sind eben da eher Einzelgänger! Zumindest ich muss um mich herum nicht immer
die "Familie" haben! Man hat Freunde, Kollegen... und am angenehmsten, ja wichtigsten ist
mir eine Partnerin!

Frauen sind großteils, was man auch herausliest, Familienmenschen!
Ist ok, liegt doch sicherlich in unseren Urinstinken...

Was mich jedoch sehr stört, wenn eine erwachsene Frau ständig alles mit der Familie, vor allem Mutter ("Schwiegermonster") bespricht! Noch dazu jeden oder jeden zweiten Tag!
Da frage ich mich dann schon über die "unabhängige" Frau, was denn da abgeht!?

Schönen Tag
 
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  • #25
Tja, deutsche Familien pflegen nunmal nicht so einen Zusammenhalt mit der Familie.
Ich bin Ausländerin (Südländerin) und da ist es Gang und Gebe, dass die Familie sehr sehr oft zusammen ist, das ist eben keine lästige Verpflichtung, die abgearbeitet werden muss weil es sich eben so gehört!
 
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  • #26
Tja, meine Tochter ist 23, wir haben Sporatisch alle 4-8 Wochen mal 1 Telefonat, meistens wenn sie wiedermal Geld braucht.Und dann auch sehr kurz.
Da wir ca.200 km von einander Weg wohnen, sehen wir uns 1-2 mal im Jahr.

Ich hab versucht unser Verhältnis wieder etwas mehr zu vertiefen, aber ich laufe da immer gegen eine Wand.
Ihre Antworten bestehen lediglich aus Ja/Nein, fragen wie es uns geht usw.... gibt es nicht.

Wir entfernen uns immer mehr voneinander, und es scheint ihr ziemlich gleichgültig zu sein, wie gesagt ausser wenn sie mal wieder Geld braucht.
Die Geburtagstage von uns (Ihren Eltern) werden "Vergessen".

Wir waren keine schelchten Eltern, Kaum Streiterein, keinen Alkohol, nie das kind geschlagen... .
1x gabs Hausarest.
Aber wir wissen nichtmehr was wir machen sollten, wir wissen nicht was wir falsch gemacht haben.

Und wir wissen auch nichtmehr wozu wir uns damals ein Kind wünschten.
 
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Mooseba

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  • #27
[...] Es kracht zwar zwischendurch schon mal ordentlich(!), aber wir reden sehr viel miteinander und irgendwie funktionierts sehr gut. Wenn mir die Familie zu viel wird [...]
Da sehe ich bereits einen wichtigen Punkt, warum es bei mir z.B. nicht so gut mit dem Kontakt funzen will. Dieses Es-kracht-auch-mal muss dann auch wirklich erlaubt sein. Bei uns hatten Gefühle und Leidenschaften eher den Sinn, sie im Zaum zu halten, v.a. negative Gefühle wie Wut oder schlechte Laune.Bei letzterem wurde gar nicht erst versucht aufzumuntern, es wurde gemissbilligt und oft auch Rechtfertigung gefordert. Gut-drauf-sein war eine Pflicht, denn man hatte ja alles. Bei Wut wurde man gezielt ignoriert oder bestraft. Fühlte meine Vater sich angegriffen oder enttäuscht, konnte er tagelang schweigen mir gegenüber - und das war schnell erreicht, egal wie vernünft man seine Kritik rüberbrachte. Ich habe nicht gewagt, ihn in dieser Schweigezeit anzusprechen. Ich hatte Angst wegen seines ersten Blicks und war verletzt zugleich.
Noch ganz jung im Kindergartenalter bekam ich eine geknallt, weil ich etwas gewagt hatte, dass mir dann wehtat. Etwas zu wagen, war nie wirklich toleriert. Stattdessen sollte stets der gutbürgerliche, protestantische, familientreue und vor allem gefühlskalte Weg der Sicherheit eingeschlagen werden. Wir wurden nie aufgefordert, in die Welt zu gehen, aber sollten stets fleißig und vernünftig sein. Sprach mein Vater mal doch von Möglichkeit, meinte er stets eine Notwendigkeit. Belehren und Moralisieren war seine Stärke, Diskussionen konnte er stets für sich entscheiden, aber wirklich helfen konnte er nie. Wenn er es versuchte, war er sofort wieder im Predigtmodus.
Meine Selbstwertprobleme sind gerade wieder so massiv, dass ich erst recht keinen Bock auf Kontakt habe. Natürlich bringt es nichts, ihn weiterhin dafür verantwortlich zu machen - dass es mir immer noch so geht, ist sicher nicht seine Verantwortung - denn meine Probleme muss ich selbst lösen. Dennoch kann er nicht einfach glauben, dass es mit dem Kontakt so gehen kann, als wäre nichts gewesen. Gegenüber ihm hole ich meine Pubertät jetzt erst so richtig nach. Und da meine Mutter stets sehr passiv und kein notwendiges Gegenstück war, ist der Kontakt da auch nicht berauschend. Gottseidank wohne ich 600 km entfernt und Besuchswünsche ihrerseits bügle ich ab.

(m,30)
 
  • #28
Bei mir wurde, nachdem meine Eltern gestorben waren, der Kontakt zur Familie recht wenig. Regelmäßig telefonieren tu ich nur mit meinem Bruder. Mit meinen Schwestern eher selten. Durch meinen neuen Partner habe ich aber wieder eine große Familie dazu bekommen. w51
 
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  • #29
Ich finde es traurig, dass kaum Kontakt zur Familie besteht. Der engste Familienkreis sind zuerst die Eltern und die Kinder, danach Tanten, Onkel, Cousinen.
Wenn man aus einer schlimmen Kindheit kommt, wo die Eltern nicht gerade Bilderbucheltern waren, nunja, mit denen will man logischerweise auch nichts später zu tun haben, schließlich waren sie ja auch nicht für einen selbst da, verständlich.
Ich habe gottseidank wunderbare Eltern, von kleinauf bis heute, sehr sehr sehr fürsorglich, immer für mich da, immer ein offenes Ohr. Es gibt keine besseren Eltern als meine, extremst zu gut zu mir. Ich bin sehr dankbar, dass sie meine Eltern sind.

w, 34
 
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  • #30
Ich (w24) habe sehr guten Kontakt zu meinen Eltern, sie informieren sich ständig, wie es mir geht und jetzt vor allem, wo ich vor einem Monat meinen kleinen Sohn zur Welt gebracht habe, ist der Kontakt (telefonisch aber nur - ich bin nach Kanada ausgewandert) sehr oft und eng. Mit meinem Vater rede ich nur ein Paar Worte, da ist es schon die Mutter, mit der ich oft am Quatschen bin.
Mit meinen Großeltern habe ich auch ein inniges Verhältnis, aber nur zu den Großmüttern.
Sehr guten Kontakt pflege ich zu meiner Tante (wir nennen uns immer Cousinen, da sie 2 Jahre jünger ist als ich) und ihren beiden Brüdern (beide älter als wir). Wir telefonieren regelmäßig und wenn ich nach Deutschland zu Besuch komme gehe ich zuerst zu meinen Eltern und Großeltern, dann zu ihr. Meine Schwester ist 10 und in diesem Alter telefoniert sie sehr gerne, am liebsten mit ihrer einzigen Schwester mir :) sie wohnt bei meinen Eltern. Wenn ich nach Deutschland komme besuche ich auch gerne noch die Schwester meinen Opas, bzw. ihre Kinder und Enkel (meine Tanten und Cousinen...) Da meine Eltern beide Einzelkinder waren ist der Familienkreis etwas klein, aber da kommt ja noch die Familie meines Mannes hinzu, mit der wir auch regelmäßigen Kontakt pflegen...
 
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