• #31
Es ist nicht unclever, es ist ganz einfach nur feige, es nicht sofort zu tun, um die momentanen Vorteile noch zu benutzen, obwohl man genau weiß, dass es eh zur Trennung kommen wird, eine reine Taktik und Strategie, das finde ich nicht gut!
Naja, Frage ist, wann hat die FS diese Situation satt.
Ich persönlich denke, es ist egal, wer was studiert oder nicht studiert hat, ob jemand große Karriere gemacht hat oder nicht. Es kommt auf die Person an. Also rate ich dir, gehe ein Stück rückwärts und sieh dir diesen Mann an. Liebst du ihn? Möchtest du dein Leben mit ihm teilen? Liebst du ihn auch, wenn er arbeitslos ist oder krank? Kannst du mit seinen schwächen auch klarkommen, und seine Stärken noch stärker machen? Und vice versa?

Ich würde mich mit ihm in Ruhe hinsetzen und liebevoll darüber reden. Wenn du dir sicher bist, daß Du diesen Mann willst.

Ich muss leider sagen, ich las im ersten Beitrag nicht so viel gutes, es könnte so wirken, dass der Respekt fehlt. Sollte dies der Fall sein, ist eine Trennung unumgänglich. Wenn du aber weisst, dass du diesen Mann willst, dann könnt ihr es schaffen, auch wenn es Unterschiede gibt.

Eine gute Freundin gab mir einen sehr schönen Rat vor einigen Jahren: man muss sich für den Partner immer wieder entscheiden. Nicht nur am Anfang der Beziehung und nicht nur bei der Eheschließung. Dies ist immer wieder eine Entscheidung: dass ich diese Beziehung führen möchte, mit hohen und tiefen, mit exakt dieser Person.
 
  • #32
. Ich würde gerne eine Familie gründen, ein Haus bauen etc. Er plant nichts, von ihm kommen keine Pläne
Er hat halt schon ausgeplant. Ein Haus und ein Kind reichen ihm.
Eine Frau, die als Hausfrau lebt und Kinder erzieht, hat andere Werte im Leben. Sie muss nicht allein durchs Leben kommt, sie lebt für die Familie. Es ist nicht Lebensaufgabe, sich alleine durchs Leben zu schlagen
Um als Hausfrau durchs Leben zu kommen, brauche ich aber einen Mann. Ansonsten wird aus der Hausfrau ganz schnell eine Hartz 4 Frau. Vom Leben für die Familie wird man als AE nicht satt.

Ich sehe bei Euch keine oder zumindest zu wenige Gemeinsamkeiten um auf Dauer zusammen zu leben. Das klingt schon langweilig, mit Ausnahme des Fallschirmspringens, was Du wiederum nicht möchtest. Damit meine ich aber nicht, dass Du langweilig bist. Ich würde auch nicht soweit gehen, dass Handwerker und Masterabsolventin grundsätzlich nicht zusammen passen, aber so eine Mindestschnittmenge an Interessen sollte es schon geben. Wenn dann auch noch die Zukunftspläne differieren wirds ganz schwierig.
Au weia. Du bist ganz sicher alles andere als langweilig, aber dafür hat dieser Mann leider keine Antennen, und deshalb werden ausgerechnet die interessantesten Facetten Deiner Persönlichkeit auf Dauer verkümmern und vertrocknen. Bitte laß es nicht dazu kommen: irgendwo da draußen ist ein Mann, der sich genau so eine Frau wünscht und mit Dir glücklich werden könnte. Genau wie Du mit ihm.
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
W,54
 
  • #34
(ja, warum man dann als Mann solch eine Frau aussucht, ist sein Thema!)
Deinen Freund hast Du Dir auch ausgesucht, das ist Dein Thema. Er hat sein Thema nach zwei Jahren geklärt, Du wirst Deins nach zwei Jahren klären.

Er hatte festgestellt, dass Verliebtheit nicht ausreicht um alle Unterschiede zu überwinden. Damit meine ich kein Berufsfeld sondern die unterschiedlichen Wertvorstellungen.

Ich habe bereits beim Kennenlernen gesagt, dass ich eine Familie will und auch ein Haus bauen möchte und dem hat er zugestimmt. Er hat zu mir gesagt, er würde sein Haus sogar verkaufen, seiner Familie sagt er aber etwas anders. Da ich sehr guten Kontakt zu seiner Familie habe und das Gespräch aufkam, habe ich dies dann erfahren.
Sieh das mal so, auch damals bei seiner Frau und dem Kind hat er dem Familienleben zugestimmt ohne dahinter zu stehen. Dasselbe hat er bei Dir vor zwei Jahren gemacht. Jetzt fällt ihm nach dem Ende der Rosaroten Brille auf, das will er gar nicht mehr. Das ist kein kleines Problem, dass man mit Kompromissen lösen kann, einer von Euch bliebe dabei auf der Strecke. Und wahrscheinlich wärst Du es, denn mit Sicherheit bliebe ein Kind, das Du Dir wünscht an Deiner Backe kleben und eine Familie(Vater, Mutter, Kinderchen) wirst Du mit ihm nicht haben.
 
  • #35
Es kann sein, dass es finanziell bei ihm nicht geht, durch bereits vorhandenes Haus und Unterhalt, kann sein, dass er denkt, erst mit einem Kind, muss er verbindlich sein, kann sein, er fühlt sich Dir intellektuell und finanziell unterlegen, dass er mit einem weiteren Haus, er sich genauso viel einbringen muss bzw. Du weit mehr, und es im Falle einer Trennung, es schwierig wird, dass wieder auseinander zu dividieren. Vielleicht will er auch erstmal seine Träume umsetzen, bevor er mit Haus und weiteren Kindern, dazu nicht mehr in der Lage sein wird und seine Träume wieder zurück stecken oder aufgeben muss.
Ja das kann alles gut sein.
Aber er darf sich auch nicht zu klar posistionieren, sonst ist er die FS gleich los. Das ist wahrscheinlich auch nicht gerade das Ziel. Er wird irendwann vorsichtig mit der FS verhandeln müssen, das wird allerdings schwer....
 
  • #37
Au weia. Du bist ganz sicher alles andere als langweilig, aber dafür hat dieser Mann leider keine Antennen, und deshalb werden ausgerechnet die interessantesten Facetten Deiner Persönlichkeit auf Dauer verkümmern und vertrocknen. Bitte laß es nicht dazu kommen: irgendwo da draußen ist ein Mann, der sich genau so eine Frau wünscht und mit Dir glücklich werden könnte. Genau wie Du mit ihm.
Diese Worte haben mich richtig berührt, super gut geschrieben. Danke dafür!

Ich habe die Tage mit ihm geredet und er meinte, dass er meine Begeisterung für das Reisen oder Unternehmungen eben nur bedingt teilen kann. Ich will einfach noch so viel von der Welt sehen, nach Neuseeland, Indien, Südamerika, weil ich einfach super weltoffen bin und mich total wohl damit fühle. Er hingegen würde zwar mitkommen, kann aber diesen Enthusiasmus nicht teilen. Die Frage ist, reicht das? Jemanden zu haben, der zwar mitkommt, aber den man eigentlich hinter sich herziehen muss, weil er es nur für mich macht. Da bin ich nicht so egoistisch, dass dann meine Bedürfnisse erfüllt wären aber er sich damit gar nicht wohlfühlt. Vielleicht bin ich da auch nur super verwöhnt von meiner vorherigen Beziehung, in der ich in der Hinsicht wirklich jeden Moment mit diesem Menschen genossen und geteilt habe. Dort gab es dann eben andere Macken...
 
  • #38
Naja, Frage ist, wann hat die FS diese Situation satt.
Nach ihrer Beschreibung jetzt schon, jedoch mehr fremd gesteuert!
Ich persönlich denke, es ist egal, wer was studiert oder nicht studiert hat, ob jemand große Karriere gemacht hat oder nicht. Es kommt auf die Person an.
Das ist absolut auch meine Meinung, jedoch werden bei der Partnersuche bei den meisten Leute die äußeren Dinge als wichtiger gesehen, das ist gesellschaftlich so konditioniert! Jedoch die Inneren Dinge trennen dann später die Beziehung, weil es eben von innen nicht stimmig war und ist! Dieses Problem sehe ich allgemein bei den allermeusten Beziehungen.
Also rate ich dir, gehe ein Stück rückwärts und sieh dir diesen Mann an. Liebst du ihn? Möchtest du dein Leben mit ihm teilen? Liebst du ihn auch, wenn er arbeitslos ist oder krank? Kannst du mit seinen schwächen auch klarkommen, und seine Stärken noch stärker machen? Und vice versa?
Ich glaube nicht, dass das bei FS so zutrifft, sonst hätte sie ihr Problem hier nicht beschrieben!
Ich muss leider sagen, ich las im ersten Beitrag nicht so viel gutes, es könnte so wirken, dass der Respekt fehlt. Sollte dies der Fall sein, ist eine Trennung unumgänglich. Wenn du aber weisst, dass du diesen Mann willst, dann könnt ihr es schaffen, auch wenn es Unterschiede gibt.
Ich sehe die Fremdkonditionierung als den größten Störfaktor!
Eine gute Freundin gab mir einen sehr schönen Rat vor einigen Jahren: man muss sich für den Partner immer wieder entscheiden. Nicht nur am Anfang der Beziehung und nicht nur bei der Eheschließung. Dies ist immer wieder eine Entscheidung: dass ich diese Beziehung führen möchte, mit hohen und tiefen, mit exakt dieser Person.
Für mich ist dies keine Option, das ist reiner Verstand, und wenn ich meinen Verstand immer wieder abfragen muss und er sagt bleibe noch, heißt das, ich bewege mich in der reinen bevorzugten und bevorteilten Zweckbeziehung, für mich ist es ausschließlich die Liebe, die mich hält, ein Gefühl, da brauch ich mich nicht fragen!☺
 
  • #39
Jemanden zu haben, der zwar mitkommt, aber den man eigentlich hinter sich herziehen muss, weil er es nur für mich macht. Da bin ich nicht so egoistisch, dass dann meine Bedürfnisse erfüllt wären aber er sich damit gar nicht wohlfühlt.
Weltoffenheit fragt eigentlich nicht nach konkreten Interessensgebieten, entscheidend ist, daß man seinen eigenen Tellerrand hinausschiebt, so lange, bis man glaubt, genug erfahren und erlebt zu haben. Bei manchen tritt dieser Zustand früher ein, bei anderen später und im Idealfall nie. Wer sich nicht für den Amazonas interessiert, wird auch nichts mit der Natur des Regenbogens anzufangen wissen oder mit der Tabula Peutingeriana, um nur drei Beispiele zu nennen – manchen fehlt einfach das persönliche Interesse für die Erweiterung des eigenen Horizonts. Rücksichtnahme auf jemanden mit begrenzter Neugier wäre hier definitiv fehl am Platz, im Gegenteil, wer nicht verkümmern will, muß sich von solchen Fesseln lösen, auch wenn es einen Verlust an Nähe bedeutet. Oder, um es in die Worte eines bekannten Politikers zu kleiden: lieber nicht verpartnert als falsch verpartnert. Denn nur das erste öffnet den Weg in eine glücklichere Beziehung – Weltoffenheit ist ja nicht nur von Frauen gepachtet (auch wenn man auf manchen Fernreisen das Gefühl hat, es sei so).
 
  • #40
Liebe TE,

du hast leider vorab eine schlechte Wahl mit diesem Mann getroffen. Er scheint für mich nach allem was ich so lese, wenig offen für neue Erfahrungen zu sein. Das sind laut Studien viele Handwerker, was nicht gleich heißt, es wäre schlecht oder so. Es passt eben nur nicht zusammen mit dir. Du bist wie ich lese sehr weltoffen, magst reisen, neues entdecken und bist auch wissgebierig. Schau einfach nach den BigFive zum Thema Offenheit und dann steht da, dass zwei ungleiche Charaktere nicht zusammen passen. Thema Kinder usw. lasse ich außen vor. Das hatte er mit der Exfrau inklusiver Hausbau und das wird mit dir nichts mehr. Ich glaube insgeheim, dass du ihm zu anstregend bist und er eine andere Frau braucht als dich. Gehe in Ruhe in dich und überlege dir was du mit ihm alles an Schnittmenge hast und ob es dir ausreicht.

Was bringt es dir, wenn er deine Offenheit nicht teilt? es ist überall ein Thema und das fängt an bei Reisen an und hört auf bei Essen auf...was man eben so ausprobiert. Ich habe gemerkt, dass mich wenig offene Menschen ausbremsen und mich langweilen.
 
  • #41
Vielleicht bin ich da auch nur super verwöhnt von meiner vorherigen Beziehung, in der ich in der Hinsicht wirklich jeden Moment mit diesem Menschen genossen und geteilt habe. Dort gab es dann eben andere Macken...
Eben! Magst Du uns erzählen, was Dir bei den anderen Männern gestört hat?

In Zeiten von Klimawandel & Co. kann ich das auch nicht nachvollziehen. Mich würde interessieren, ob Du auch eine kreative Ader hast. Oder konsumierst Du nur? So wie er - Fallschirmspringen ist auch Konsum.
ErwinM, 50
 
  • #42
Eben! Magst Du uns erzählen, was Dir bei den anderen Männern gestört hat?


In Zeiten von Klimawandel & Co. kann ich das auch nicht nachvollziehen. Mich würde interessieren, ob Du auch eine kreative Ader hast. Oder konsumierst Du nur? So wie er - Fallschirmspringen ist auch Konsum.
ErwinM, 50
Bei meinem Ex-Freund war das Problem, dass er nicht so akzeptieren konnte, dass wir finanziell und beruflich auf einer Ebene waren und ich langfristig mehr Geld verdient hätte. Er hat versucht mir viele Sachen auszureden und war einfach nicht stolz auf mich und hat mich da langfristig nicht unterstützt. Er war ein krasser Fußballfan - ich bin zwar auch ein Fan - aber er musste jedes Wochenende zu etlichen Spielen hinfahren und war auch sehr alkoholisiert. Das führte immer wieder zum Streit und er hat sich dann auch einfach asozial mir gegenüber verhalten, hat meine Freunde und Familie schlecht geredet. Er hat jedoch die Urlaube mit Begeisterung mitgeplant und auch wenn er oft ziemlich mies mir gegenüber war, so hatten wir tiefgründige Gespräche und er war auch mehr interessiert am Reisen. Dennoch, langfristig hab ich das nicht ausgehalten und habe mich dann nach 5 Jahren getrennt.

Mein jetziger Freund hat einfach keine Ideen, außer es geht um seinen Adrenalinkick, den er sich nun neuerdings beim Fallschirmspringen sucht oder bei seiner Band, in der er sehr aktiv ist. Auch das mit seiner Tochter stört mich immens, da er einfach keine richtige Verantwortung übernimmt. Die Kleine wächst bei ihrer Oma auf weil ihre Mutter Tattoo-Termine oder große Feiern am Wochenende vorzieht und nun die 2. Scheidung vollzogen wird. Ich kann mich mit so einer Art Leben einfach nicht identifizieren und weiß da einfach nicht mehr weiter.

Ob ich eine kreative Ader habe? Ich fotografiere leidenschaftlich gerne und bin sportlich aktiv. Ich begeistere mich einfach schnell für die kleinen und einfachen Dinge und liebe es, Neues auszuprobieren. Mir reicht es auch völlig mal mit meinem Hund in unserer Umgebung spazieren zu gehen und die Stille zu genießen.
 
  • #43
Ich fotografiere leidenschaftlich gerne und bin sportlich aktiv. Ich begeistere mich einfach schnell für die kleinen und einfachen Dinge … in unserer Umgebung spazieren zu gehen und die Stille zu genießen.
Das alles liest sich für mich nach Traumfrau, als ich Dich suchte, warst Du aber noch gar nicht geboren. Dein Problem ist natürlich, daß sich das Genießen der Stille und das Kennenlernen eines ähnlich gestrickten Partners gegenseitig nahezu ausschließen. Und auch Fotografieren ist ja ein Hobby, bei dem ein Partner, der ungeduldig von einem Fuß auf den anderen tritt (oder gar weitergeht, so daß man ihn hernach suchen muß), die kreative Motivsuche stark beeinträchtigt.

Aus umgekehrter Sicht ist man natürlich eine Person, die immerzu eigene Wege gehen und den Partner nicht dabei haben will, sich also auf deutsch gesagt unpartnerschaftlich verhält. Diesem inneren Konflikt würde ich mich nicht auf Dauer aussetzen wollen.
 
  • #44
Hm ... merkst Du hier was:
Ich will einfach noch so viel von der Welt sehen, nach Neuseeland, Indien, Südamerika, weil ich einfach super weltoffen bin und mich total wohl damit fühle. Er hingegen ...
... hat einfach keine Ideen, außer es geht um seinen Adrenalinkick, den er sich nun neuerdings beim Fallschirmspringen sucht oder bei seiner Band, in der er sehr aktiv ist.
Ich finde schon, dass er durchaus interessante Hobbys hat. Er spielt entweder ein Instrument, kann gut singen oder ist technisch versiert. Vielleicht schreibt er Texte. Immerhin sagt er, er könne Deine Interesse nur bedingt teilen. Du findest seine ja gar nicht für Dich reizvoll.
Also eine Haltung von einer "oberen Position" heraus, weil er kein Akademiker ist und nur öde Interessen hat, würde ich nur wegen der unterschiedlichen Interessen unpassend finden.
Was die Verantwortung für sein Kind angeht, hast Du allerdings recht, obwohl ich auch hier anmerken will: Es hat nichts damit zu tun, dass er kein Akademiker ist. Viele von denen, die ich kannte und kenne, kümmern sich überhaupt nicht um ihre Kinder, außer ein paar Spielstunden. Die haben eine Hausfrau zu Hause oder eine Halbtagsarbeiterin, die das macht. Und jede Wette - tiefgründige Gespräche führen die lieber über ihr Fach mit ihren Kollegen. Die Frau hat ganz andere Sorgen, weil die Männer sich kaum einbringen in die Familie und es ihnen wenig ausmacht, wenn es kaum Paarzeit gibt.

Ich stimme Dir zu: Auch einfach durch die Gegend reisen, eröffnet Horizonte, da muss man nicht mal tief ins Land gucken und bei den Einheimischen leben. Ein Mensch, der viel rumkommt, sieht die Welt definitiv anders. Aber ein Mensch, der Musik macht, eben auch. Das bleibt Dir ja komplett verborgen, wenn Du ihn nicht verstehst.

Ich will damit nicht sagen, dass ihr zusammen passt. Seh ich immer noch nicht. Aber ich denke, Du kannst auch überhaupt nicht schätzen, was er tut, und das ist nicht so dödelig, wie ich meine, dass Du glaubst. Er will ja auch nicht nur mal Fallschirmspringen konsumieren, sondern eine Lizenz machen.

Den nächsten reisefreudigen Akademiker, den Du als Partner haben könntest, würde ich mir ganz genau ansehen. Auch da gibt es Männer, die sich überhaupt nicht darum kümmern wollen, was Kindbetreuung angeht, weil sie so wichtiges zu tun haben auf Arbeit und es für Kinder ja Frauen gibt. Am Ende bist Du zu Hause, hältst so einem den Rücken frei, während er dauernd beruflich auf Reisen ist und irgendwann vermittelt: Meine Frau hat überhaupt keinen weiten Horizont, sie sitzt immer nur zu Hause. Ich kann mich mit ihr über nichts unterhalten, außer, dass auch ich mal den Müll rausbringen soll und sie drei Monate nicht zum Friseur konnte, weil ich nunmal keine Zeit habe fürs Kinderbetuddeln, ich muss ja arbeiten und Geld verdienen.
 
  • #45
Hm ... merkst Du hier was:
Ich will damit nicht sagen, dass ihr zusammen passt. Seh ich immer noch nicht. Aber ich denke, Du kannst auch überhaupt nicht schätzen, was er tut, und das ist nicht so dödelig, wie ich meine, dass Du glaubst. Er will ja auch nicht nur mal Fallschirmspringen konsumieren, sondern eine Lizenz machen.

Den nächsten reisefreudigen Akademiker, den Du als Partner haben könntest, würde ich mir ganz genau ansehen. Auch da gibt es Männer, die sich überhaupt nicht darum kümmern wollen, was Kindbetreuung angeht, weil sie so wichtiges zu tun haben auf Arbeit und es für Kinder ja Frauen gibt. .
Ja, damit könntest du Recht haben. Dass ich vielleicht einfach nicht so sehe, wie außergewöhnlich und hart er für die Band arbeitet, sich da einbringt und eben auch nicht langweilige Hobbys hat. Vielleicht ist es auch einfach so, dass ich zu hohe Ansprüche an eine Beziehung habe und auch eben noch nur zu 100% angekommen bin. Damit meine ich, dass ich auch Momente habe, in denen ich mit mir selbst einfach nicht zufrieden bin.

Und genau der Punkt mit einem Akademiker als Partner. Dann habe ich eventuell jemanden an meiner Seite, der viel reist und auch beruflich mit eigenen Beinen im Leben steht aber dann eventuell keine Verantwortung für das Kind/die Kinder übernehmen möchte. Jemand, der dann vielleicht keinen Nagel in die Wand hauen kann oder ein Instrument spielt und da sehr talentiert ist..

Das sind alles so Faktoren, bei denen ich immer wieder an dem Punkt bin: was will ich für einen Partner und welche Erwartungen kann und darf man haben.
 
  • #46
Danke, FS, für Deine ausführlichen Antworten!

Das wäre Trennungsgrund genug!

Ist kreativ und es zählt auch die Leidenschaft.

In Deinen Texten kommst Du nett, umgänglich und offen rüber, andere Foristen haben aber schon festgestellt, dass es nicht ganz so wirklich der Fall ist. Dass Du das Anders-sein nicht so richtig akzeptieren kannst, nicht auf andere Menschen eingehen kannst, sie und ihr tun nicht wertschätzen kannst (ich übertreibe hier vermutlich).

Wie auch immer, wenn Du ihn Dir backen könntest, immerhin ist ja bald Weihnachten, wie sollte denn Dein Mann sein?
Übrigens: Der jetzige ist es definitiv nicht!
ErwinM, 50
 
  • #47
Das sind alles so Faktoren, bei denen ich immer wieder an dem Punkt bin: was will ich für einen Partner und welche Erwartungen kann und darf man haben.
Die Frauen, die ich kenne und denen ich unterstellen wollen würde, dass sie mit ihren Männern ganz glücklich sind oder zufrieden, die wussten von vornherein, was ihre Ziele waren bzgl. Partnerschaft, denke ich. Sie wollten heiraten und Familie aus ganz natürlichem Bedürfnis, und dessen waren sie sich sicher. Deswegen haben sie auch keine Männer in ihr Leben gezogen, die das nicht wollten. Soll heißen, sich ewig abgemüht um einen Mann, der das gar nicht wollte und sie hinhielt.

Ich will damit sagen: Der Schlüssel liegt mE erstmal in Dir: Was willst Du für eine Beziehung, willst Du heiraten, willst Du Familie. DANACH musst Du den Mann wählen, dh. nicht versuchen, einen, der gar nicht so ist, umzumodeln.
Das ist nun leichter gesagt als getan - wie erkennt man diese Männer. Und wieviel Energie sollte eine Frau dann investieren, um den Mann zu mehr Verbindlichkeit zu bringen, wenn er selbst gar nicht das Bedürfnis danach hat. Das klingt auch schon wieder so, als sollte frau einen Mann überreden. Das meine ich gar nicht. Aber ich glaube, dass die Paare meiner Umgebung, die ich als Beziehung mit viel Bindung bezeichnen würde, alle so gestrickt sind, dass die Frau das Sagen hat, was Familien- und Beziehungsführung angeht. Die Männer sind diesbzgl. einfach unter dem Pantoffel. Aber das sind eben diese Akademiker, die viel arbeiten, und eben dort Verantwortung übernehmen, also beim Geldverdienen, und sich ansonsten raushalten und unterordnen. Aber das sind nun Leute um die 50. Vielleicht ist die jüngere Generation schon weiter.

Dein Partner sieht nicht so aus, als könnte er Verantwortung für ein Kind übernehmen. Will er gar nicht. Wenn also das Dein vorrangiges Ziel ist, wartest Du womöglich auf den Sanktnimmerleinstag. Also ein Mann, der Kinder will, wäre ein Fortschritt. Und dann musst Du drum kämpfen, wenn es nicht von allein kommt, dass er sich einbringt in die Kindbetreuung und in das Paarleben. Das sind die Männer, die sich untereinander erzählten, dass sie keine Minute für sich allein zu Hause haben, weil immer die Kinder oder die Frau was will, und die Witze drüber machten, wenn ein Mann nicht mit zum lockeren Bier nach Feierabend kam, weil er von der Frau keinen "Ausgang" bekommen hatte. Nur denke ich, dass diese Männer noch am ehesten Potenzial haben, dass ihnen was an Frau und Kindern liegt. Sie müssen nur erstmal verstehen, dass Beziehung was Gemeinsames ist und nicht nur irgendwas in der Peripherie ihres Lebens.

Wichtig war, dass die Ziele von Mann und Frau gleich waren: Heiraten und Kinder. Wenn der Kampf hier schon losgeht, so ist meine Erfahrung, dass das zu nichts führt, weil die Lebensrichtungen, die Lebenswünsche so auseinandergehen.
 
  • #48
Das sind alles so Faktoren, bei denen ich immer wieder an dem Punkt bin: was will ich für einen Partner und welche Erwartungen kann und darf man haben.
Wenn Du soviel darüber nachdenkst und Zweifel an allem möglichen hast, was Deinen Partner betrifft, würde ich mal behaupten, er ist es nicht für Dich. Wenn ich jemanden liebe, dahinterstehe und mich mit ihm wohl fühle, komme ich doch gar nicht auf solche Gedanken.

Erwartungen darfst Du haben, soviel Du willst. Die Frage ist nur, ob Du jemanden findest, der all Deine Erwartungen erfüllt. Allerdings solltest Du nicht so viel auf Äußerlichkeiten geben, wie einen Akademikertitel, denn das ist nun definitiv nicht tiefgründig.

Aber nicht geteilter Familienwunsch ist ganz klar ein K.O.-Punkt für die Beziehung, ganz unabhängig von allen anderen Bedenken.

w49
 
  • #49
Je mehr du schreibst erweckt es bei mir den Eindruck, dass du alles super toll findest, was du willst und deine Hobbies betrifft und seine abwertest, weil sie deinen Interessen nicht entsprechen.

Ich finde deinen Freund nicht langweilig. Ich bewundere den Mut zum Fallschirmspringen und das Talent, in einer Band zu spielen. Dazu noch handwerklich begabt? Klingt doch erstmal gut und ich finde das auch nicht eindimensional.

Ich denke, ihr passt einfach nicht zusammen. Weder hinsichtlich der langfristigen Ziele, noch der gemeinsamen Schnittmenge an Interessen.

Du bringst nichtmal Toleranz ihm gegenüber auf und wertest seine Hobbies ab, erwartest jedoch, dass er deine Interessen nicht nur toleriert und dich begleitet, sondern sich selbst dafür begeistern soll, sonst ist er wiederum nichts wert.

Selbst den Umgang der Ex mit dem Kind glaubst du beurteilen zu können, obwohl du selbst nichtmal Kinder hast.

Was ist dagegen einzuwenden, wenn das Kind mal bei den Großeltern ist? Was spricht dagegen, dass die Mutter auch mal was für sich tut ohne Kind? Ohne schon wieder zu bewerten, was sie tut - ich bin auch kein Fan von Tattoos.

Würdest du - wo du doch so vielseitig interessiert bist - mit Kind nur noch zu Hause sitzen wollen oder das Kind überall hin mitschleifen ?

Du erhebst dich über alle und glaubst alles besser zu wissen.

Was tust du für ihn aus Liebe, wozu du vielleicht keine Lust hast?

Klingt für mich danach, dass du die eierlegende Wollmilchsau suchst, die gerade gut genug für dich ist.

Die Frage ist nur: Bist du selbst eine, wenn du solche Ansprüche hast?
 
  • #50
Ich habe mir jetzt das Wochenende viele Gedanken gemacht. Zum einen ist es auch wohl so wie du @Joggerin geschrieben hast, dass ich seine Hobbies einfach null toleriere. Ich muss sagen, dass ich mich da selbst in meinen Prinzipien verloren habe. Ich habe immer gesagt, dass ich meinem Partner den nötigen Freiraum gebe und er auch wissen soll, dass ich an seiner Seite bin, ob mir das nun gefällt, was er da macht oder eben nicht. Fakt ist ja nun mal, dass jeder sein Leben trotzdem führt und ich halte nichts von diesen Beziehungen, die darauf aufbauen, dass man nur zu Hause sitzt oder alles teilen muss und wenn ich ganz ehrlich bin, ich habe mich ja in diesen Mann verliebt, der viel Neues ausprobiert und mir auch zeigt, dass das Leben eben nicht nur vernünftig sein muss.

Das habe ich wirklich von ihm gelernt, die Gelassenheit im Leben und dass ich mich fallen lassen muss. Das gelingt mir momentan nicht so wirklich und das projiziere ich auf die Beziehung. Ich werde nun erstmal versuchen, wieder mehr Selbstbewusstsein zu bekommen, mich einfach wieder zu mögen, denn dafür ist kein Mann verantwortlich, sondern nur ich selber.

Zu @samtini, wir wohnen schon seit 1 1/2 Jahren zusammen, von daher weiß ich nun nicht, woher du gelassen hast, dass wir nicht zusammen leben.
 
  • #51
Noch dazu möchte ich sagen, dass ich mich nicht sofort trennen will, so wie es in der heutigen Zeit üblich ist, sondern bereit bin, an Problemen zu arbeiten. Das hat dann nichts damit zutun, dass ich unclever sei!
Grundsätzlich unterschiedliche Lebensanschauungen und Lebensziele sind in einer Beziehung ein Problem. Da hilft auch die "heutige Zeit" nicht. An der heutigen Zeit finde ich gut, dass man sich trennen kann, wenn man das für notwendig hält. An einer Beziehung festzuhalten, die wenig Kompatibilität beider aufweist, ist kein Wert an sich.
Toleranz ist ja ganz nett, aber das bezieht sich doch nicht darauf, sich maximal zu verbiegen, um dann irgendeine scheinbare Passung hinzubekommen.

Und genau der Punkt mit einem Akademiker als Partner. ...
Das sind alles so Faktoren, bei denen ich immer wieder an dem Punkt bin: was will ich für einen Partner und welche Erwartungen kann und darf man haben.

Die Frage kannst Du nur für Dich klären und ob der Akademiker prinzipiell passender ist, kann auch niemand sagen. Nach Deiner Beschreibung weichen eure Lebensvorstellungen und -ziele eher voneinander ab oder er hat sie nicht so recht. Dann anzunehmen, dass er Deine nicht nur hinnimmt, sondern auch noch unterstützt, finde ich fahrlässig. Du kannst mit seinen Hobbies wenig anfangen, er mit Deinen Interessen auch nicht. Für mich gehen da alle Warnlampen an. Wie so oft, spielt die Zeit gegen Dich. Wenn Du Familie willst, musst Du das eher zügig angehen. Und damit meine ich nicht, möglichst schnell schwanger zu werden, sondern einen geeigneten Partner zu suchen, der das mit Dir gemeinsam angeht.
 
  • #52
Ein kleines Update von mir: es hat sich eigentlich kaum etwas verändert, er ist jetzt ziemlich abweisend mir gegenüber weil ich die Gespräche suche und er sich nun nicht mehr sicher und eher genervt ist. Er macht gerade viel mit den Jungs aus der Band, will sich nicht mit den Problemen zu Hause beschäftigen und ich nutze diese Zeit, um mich zu lösen, wieder das zu machen, was ich mag, was mich ausmacht. Auch weil ich mich generell nicht mehr in einer Beziehung abhängig machen möchte und es nervlich auch nicht kann! Wo der Weg nun hinführt, ich weiß es nicht. Eher habe ich die Vermutung, dass er gerade dabei ist, eine andere Frau kennenzulernen und dann warm zu wechseln. Aber das sind eben Vermutungen und auch spielt meine Angst rein, wieder enttäuscht zu werden. Momentan kann ich es noch nicht aufgeben, ich kann ihn nur loslassen und eine gewisse Zeit schauen, wie es sich entwickelt. Danke für euren ganzen Antworten!