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Gast

  • #1

Würden Männer nur Affären leben, wenn sie es könnten?

Ist für Männer eine Beziehung zu anstrengend und bringt zu viele Pflichten mit sich? Würde es ihnen reichen, wenn sie mit der Frau, die sie lieben, nur Sex haben und den Rest ausklammern könnten (meinetwegen wäre als Bonus noch die Treue der Frau drin)? Gäbe es in deren Leben genug Möglichkeiten, Sex mit verschiedenen Frauen zu haben, würden sie sich überhaupt noch binden wollen?
 
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Gast

  • #2
Nein, das ist absoluter Quatsch. Ich wollte noch nie in meinem Leben eine Affäre, ich wollte immer eine Beziehung. Affären waren das, was ich von der Frau bekommen habe, wenn sie sich keine Beziehung vorstellen konnte.
Darüberhinaus: Wie kommen nur so viele Frauen darauf, dass Männer in den grundlegenden Dingen wesentlich anders ticken würden als sie? Männer haben die gleichen Bedürfnisse wie Frauen, sie wollen lieben, geliebt werden, Geborgenheit und Sicherheit erfahren, sie wollen eine befriedigende Sexualität und die meisten wollen sich fortpflanzen. Das sind alles Grundbedürfnisse, das Geschlecht spielt dabei keine Rolle.

Wenn du den persönlichen Eindruck hast, dass du nur Männern begegnest, die an Affären interessiert sind, dann gibt es drei Möglichkeiten:
a) Du triffst die falschen Männer.
b) Du hast irgendetwas an dir, das Männer glauben macht, bei dir gäbe es nur eine Affäre.
c) Du hast etwas an dir, das Männer mit ernsthaften Beziehungsabsichten abschreckt.
 
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Gast

  • #3
Eine Bindung aus Liebe und nur aus Liebe und ohne finanzielle Berechnung ist das Schönste, was man haben kann. Die meisten Männer sind in diesem Empfinden nicht anders als Frauen. Schade ist deshalb, dass gerade Frauen in einer Ehe mehr finanziellen Profit suchen als echte Gefühle.
 
  • #4
Monogamie ist eine recht clevere Erfindung um Konkurrenzkämpfe und damit einhergehend, lebensbedrohliche Verletzungen zu vermeiden, sowie um sich bei der Aufzucht der Jungen auch um diese zu kümmern. Nicht desto trotz existiert das Prinzip "higher better stronger" weiter in allen von uns.. d.h. das Prinzip, das der Stärkste sich mit möglichst vielen Weibchen paart ist ebenso existent. Je dach dem wie ausgeprägt diese beiden Strömungen sind würde sich ein Mann entweder für das Eine oder das Andere entscheiden.. die Alphas eher für Sex mit Vielen, die Betas eher für Monogamie mit einer.
 
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  • #5
Ja und nein. Ausklammern der typisch weiblichen Ansprüche (du bist mit mir liiert, also mußt du auf mich Rücksicht nehmen und darfst nicht dieses und nicht jenes) wäre ganz nett, aber wozu diese alberne Beschränkung auf Sex? Mit der Frau, die ich liebe, will ich doch ganz viele Dinge tun?!
 
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  • #6
Gäbe es in deren Leben genug Möglichkeiten, Sex mit verschiedenen Frauen zu haben, würden sie sich überhaupt noch binden wollen?
Ja, die Möglichkeit gäbe es bei mir. Wenn ich unterwegs bin erhalte ich bei Augenkontakt viele eindeutig auffordernde Blicke, und wenn ich es wollte könne ich regelmäßig Sex mit unterschiedlichen Frauen haben. Ich habe aber kein Interesse mehr an Affären, und auch kein Interesse mehr an beliebigem Sex. Ich suche die eine Richtige, ich suche die Mutter meiner Kinder.

m41
 
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  • #7
Ich denke, ab einem bestimmten Alter, ggf. falls ein Mann bereits geschieden ist und schlechte Erfahrungen mit der Beziehung/Ehe gemacht, neigt er eher dazu, Affären zu bevorzugen. Ich kenne aber Männer, die zwar meinen, eine Beziehung haben zu wollen, und damit nicht nur Sex, sondern auch viele Freizeitunternehmungen mit einer Frau erleben, in sie verliebt sind. Aber dennoch unverbindlich-getrennte Wohnungen und Kassen, gemeinsam Sex, Freizeit, gute Gespräche, zusammen Essen etc.-tja, ist das nun eine Affäre oder eine Beziehung oder was denn? Sobald ein Mann nicht mehr eine Frau zwecks Familiengründung sucht, tue ich es mir schwer als Frau zu wissen, ob wir eine Affäre haben oder eine Beziehung. Für manche Männer ist der Kontakt zu einer Frau mehr als nur Affäre, weil mehr als nur Sex gewünscht ist. Und dennoch ist dieser Kontakt weniger als eine Beziehung, weil der Mann sich nicht mit den Problemen des Alltags auseinadersetzten will. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Männer mehr als eine Affäre suchen (also, mehr als nur Sex), aber nicht bereit sind, aufs ganze zu gehen (Beziehung). Als Frau ohne Kinderwunsch ist oft nicht leicht den Durchblick zu bekommen, ob er eine Affäre will oder eine Beziehung. Mehr als nur Sex wollen die Männer schon, aber in schweren Zeiten stellen sie sich taub-schwer dieses Ding zu bennen, was sie sich so wünschen.
 
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  • #8
Genau das Gegenteil ist bei mir richtig: Ich will geliebt werden, weil ich das ausser von meinen Eltern leider nie erfahren durfte. Ich habe da auch keine Hoffnung mehr, da ich schon ein Mann von knapp 50 Jahren bin. Das kann durchaus auch an mir liegen, vielleicht bin ich es eben nicht wert, geliebt zu werden? Den Sex könnt ihr Frauen ruhig behalten, er bedeutet doch nur Anstrengung für mich, und meine eigene Befriedigung kann ich in 5 Minuten jederzeit haben. Traurige Wahrheit, aber so ist es. Doch ich kann mein Leben leider nicht neu starten, so wie den Computer hier.
 
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  • #9
Je dach dem wie ausgeprägt diese beiden Strömungen sind würde sich ein Mann entweder für das Eine oder das Andere entscheiden.. die Alphas eher für Sex mit Vielen, die Betas eher für Monogamie mit einer.
So ist es. Aus der Sicht ist Monogamie vor allem für sog. "Betas" von Vorteil. Gar nicht mal für Frauen. Für Frauen wäre es (theoretisch) vorteilhaft, wenn sich viele mit einem "Alpha" paaren können. Und es ist ja auch so, dass es Ehefrauen gibt, die ein Fremdgehen ihres Mannes tolerieren, solange er sie gut versorgt. Oder Frauen in anderen Kulturen, die glücklich in einer polygamen Gemeinschaft leben. Stress bedeutet diese Lebensform vor allem für den Mann, eine Frau würde immer ihren Platz finden. Interessant auch der Vergleich zur Tierwelt, in der Männchen bei vielen Arten das stressigere und wesentlich kürzere Leben haben, da sie auf sich alleine gestellt sind, sobald sie nicht mehr gesund genug sind, ein Rudel anzuführen und zu beschützen. Die Weibchen bleiben dagegen häufig bis ins Alter Teil der Gemeinschaft.

Insofern ist "nur eine Affäre haben können" sehr relativ. Auch Männer sind auf andere angewiesen. Und natürlich hat jeder Mensch seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse, die wenig mit dieser biologischen Seite zu tun haben müssen.
 
  • #10
Ich kann #1 nur zustimmen (M42) und "Männer haben die gleichen Bedürfnisse wie Frauen, sie wollen lieben, geliebt werden, Geborgenheit und Sicherheit erfahren, sie wollen eine befriedigende Sexualität."

Dem ist, was mich betrifft nix hinzuzufügen. Geben und Nehmen, gemeinsame Unternehmungen machen das Gesamtpaket und eine gute Beziehung aus, was durch eine Affaire nicht zu ersetzen ist. Zu a, b, c würde ich noch d) anmerken: Du machst es ev. den falschen Männern zu leicht und erweckst damit den Eindruck so zu ticken.
 
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  • #11
Ich habe da auch keine Hoffnung mehr, da ich schon ein Mann von knapp 50 Jahren bin. Das kann durchaus auch an mir liegen, vielleicht bin ich es eben nicht wert, geliebt zu werden?
Du bist es sicher wert, geliebt zu werden. Warum sollten es andere wert sein, du aber nicht?
Gib nicht auf.
An vielen Tagen bestärkt mich der Gedanke, dass wir meistens von der Vergangeheit auf die Zukunft schließen - aber im Grunde kann in Zukunft auch mal was ganz anderes passieren! Deswegen glaube ich, dass sich - egal wie spät - immer noch etwas ändern kann.
 
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  • #12
Die Frauen wären genauso promisk, hätten sie nicht mehr Angst davor, verlassen oder betrogen zu werden. Und der Grund für diese größere Angst ist auch nicht ihre Liebe, sondern die Befürchtung, als die "Gelackmeierte" dazustehen, also eher Verlust an sozialer Achtung als Liebesdrama.

Frauen ertragen es kaum, wenn ihnen ein Mann, der ihnen gefällt, die kalte Schulter zeigt, eine Situation, die für Männer - umgekehrt - zum Alltag gehört. Leben die Frauen in einer Beziehung, von der Freunde, Bekannte, Kollegen etc. wissen, ist natürlich ihre Angst, als die Verlassene und damit als "Versagerin" dazustehen, gewaltig. Deswegen das scheinbar größere Interesse an fester Beziehung, an Liebe etc. Das ist nur Sicherheitsdenken.

m 50
 
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  • #13
So ist es. Aus der Sicht ist Monogamie vor allem für sog. "Betas" von Vorteil. Gar nicht mal für Frauen. Für Frauen wäre es (theoretisch) vorteilhaft, wenn sich viele mit einem "Alpha" paaren können. Und es ist ja auch so, dass es Ehefrauen gibt, die ein Fremdgehen ihres Mannes tolerieren, solange er sie gut versorgt. Oder Frauen in anderen Kulturen, die glücklich in einer polygamen Gemeinschaft leben. Stress bedeutet diese Lebensform vor allem für den Mann, eine Frau würde immer ihren Platz finden. Interessant auch der Vergleich zur Tierwelt, in der Männchen bei vielen Arten das stressigere und wesentlich kürzere Leben haben, da sie auf sich alleine gestellt sind, sobald sie nicht mehr gesund genug sind, ein Rudel anzuführen und zu beschützen. Die Weibchen bleiben dagegen häufig bis ins Alter Teil der Gemeinschaft.

Insofern ist "nur eine Affäre haben können" sehr relativ. Auch Männer sind auf andere angewiesen. Und natürlich hat jeder Mensch seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse, die wenig mit dieser biologischen Seite zu tun haben müssen.
Interessant, ich bin also, da absolut monogam, ein Beta-Männchen. Bisher dachte ich, entscheidend seien (unter anderem) der berufliche Erfolg und dadurch erlangtes Einkommen und Vermögen und hatte mich glatt zur anderen Gruppe gezählt.