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  • #1

Würde für Euch eine Partnerin/ einen Partner mit Diabetes Typ 1 in Frage kommen?

 
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  • #2
Wenn mir bei einem ersten (oder zweiten) Date eröffnet wird, der Mann sei krank, wird der Kontakt hiermit höflich, aber sofort beendet. Das klingt hart, aber ich will keine Partnerschaft oder Beziehung mit einem Mann anstreben, der sich schon initial als krank erweist. Krebs, Diabetes, Insuffiziens innerer Organe, Anzeichen von Alkoholismus oder andere Substanzabhängigkeit sowie psychische "Geschichten" wären Ausschlusskriterien. Ist gemein (ich weiß, und jetzt kommen die entsetzten Pfui-Rufe), aber ich will keinen kranken Partner. Völlig anders ist die Situation, wenn der Partner in einer etablierten Partnerschaft kran wird. Dann steht man zu dem Partner, wenn man ihn liebt!
 
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  • #3
<MOD: Antwort nicht hilfreich. Bitte beteiligen Sie sich nur, wenn Sie wirklich helfen können!>
 
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  • #4
Beziehung bis zu einem Jahr? Sofort beenden!
Beziehung bis zu drei Jahren? Nach kuzer Überlegung beenden?
Beziehung bis zu fünf Jahren? Nach längerer Überlegung beenden?

<MOD: Gekürzt. Mäßigen Sie Ihren Tonfall! Bleiben Sie respektvoll!>
 
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  • #5
<MOD: Antwort nicht hilfreich. Bitte beteiligen Sie sich nur, wenn Sie wirklich helfen können!>
 
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  • #6
Mit Diabetes Tpy 1 lebt die betroffenen Person schon ein Leben lang und ist darum auch schon mit der Krankheit vertraut. Somit spielt diese keine grosse Rolle mehr im Leben. Ich hätte überhaupt kein Problem damit...!
 
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  • #7
Diabetis Typ 1 ist die Diabetis, die man schon als Kind oder in jungen Jahren bekommt. Dann soll also so jemand nie einen Partner abbekommen? Diabetis ist eine Krankheit mit der man doch gut leben und auch alt werden kann. Wieso sollte man das als Ausschlusskriterium sehen. Welch arme Welt.
Bei Krankheite, wo man weiß, derjenige wird da voraussichtlich dran sterben, da kann ich die Vorbehalte von 1 nachvollziehen. In einer etablierten Partnerschaft, sollte man dann schon für seinen Partner da sein, ob man in so einer Situation eine Partnerschaft anstrebt kommt sicher auch darauf an, wie man damit umgehen kann. Es gibt Leute, die können die und Leute, die es nicht könnten.
 
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  • #8
Also Diabetes Typ 1 wäre für mich definitiv KEIN Grund für eine Absage. Ich denke, darauf kann man sich als Partner ganz gut einstellen.
 
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  • #9
<MOD: Diffamierungen anderer Beiträge oder Teilnehmer nicht gestattet.>
 
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  • #10
Wenn ich mich in ihn richtig verliebe und er ansonsten ganz toll ist, dann ja.
 
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  • #11
Wo ist das Problem? Ich kann es nicht sehen.
Mit Diabetes 1 kann man prima leben, die Partnerschaft beeinträchtigt es nicht.

Jemand, der keinen "kranken" Partner will, der ist für niemanden ein Gewinn - ob Diabetes 1 oder sonst irgendwas, so jemanden wollte ICH nicht als Partner/Partnerin.
 
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  • #12
Ich finde, das ist kein Grund für eine Absage. Es zeugt vielmehr von Ehrlichkeit, dies zu sagen. Zudem ist es ja auch keine Krankheit, mit der man heutzutage nicht auch ganz gut leben kann. Dann kann sich der Partner nämlich darauf einstellen. Und übrigens: Niemand weiss, ob er selber mal krank wird. Das kann man nicht planen und es ist auch kein Verschulden, wenn es eintrifft. Jeder muss mit dem einen oder anderen leben, auch mit Unerwarteten. Spreche aus Erfahrung und weiss, wie weh es tut, wenn einem der Partner, sobald es mal gesundheitlich nicht so rund läuft, einfach hängen lässt. All diejenigen, die behaupten, nichts könne ihnen was anhaben, sollten mal darüber nachdenken. Sind wir eigentlich Menschen oder bedienen wir uns wie im Supermarkt und suchen und den Besten aus? Manchmal schäme ich mich echt, mich hier angemeldet zu haben.... die Elite eben (rein theoretisch gehörte ich auch dazu, doch auf die Bezeichnung als 'Elite' kann ich in Zukunft ganz gut verzichten)
 
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  • #13
Für mich käme das absolut in Frage. Ich mache keinen Unterschied zwischen Diabetiker und Nicht-Diabetiker. Ich kenne recht viele Diabetiker und die leben alle ganz "normal" (der Ausdruck sei mir verziehen) als Ehemänner, Ehefrauen, Partner oder Singles mit und ohne Kinder.
 
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  • #14
<MOD: Beleidigungen entfernt.>
<MOD: Unsachliche Bemerkungen gelöscht.>

Aber vielleicht mal ein paar Infos aus medizinischer Sicht: Diabetes mellitus Typ 1 ist eine Stoffwechselerkrankung deren Genese auf einer Autoimmunreaktion des Körpers beruht. Tritt zumeist bereits im Kindesalter auf und erfordert lebenslang eine künstliche Substitution des Hormons Insulin und eine fortlaufende Selbskontrolle des Blutzuckers. Dank moderner Medikation und Technik ist das bei guter Compliance kein Problem, die alltägliche Lebensführung unterscheidet sich nicht von der der (gesunden?!) Normalbevölkerung.

<MOD: Unsachliche Bemerkungen gelöscht.>
 
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  • #15
Ich meine, schon, die Beweggründe nachvollziehen zu können. Jeder wünscht sich doch einen idealen Partner, dazu gehört Gesundheit (um sich keine Sorgen machen zu müssen) das Richtige Aussehen (man darf sich ja wohl jemand gutaussehenden wünschen) und am Ende auch das Wesen (Charakater muss sein). Wenn man die Wahl hat - und man lernt hier mit ein paar Zeilen ja niemanden näher kennen - wird man sich wohl immer für den gesunden, hübschen, netten entscheiden. Typ 1 Diabetes ist wirklich nicht tragisch, ich hab eine Bekannte, die halt gelegentlich ihren Injektionsstift benutzt, das ist so selbstverständlich für sie, dass es kaum auffällt.

Und wieder haben wir hier das Problem des Kennenlernes auf so einer Plattform - würde man einem nicht sichtbar kranken Menschen auf der Straße begegnen wäre die Krankheit vorerst kein Thema. Man könnte verliebt sein, bevor man die Probleme des Anderen kennt und trifft dann vielleicht ganz andere Entscheidungen. Also: Bei dem hier stattfindenden "Oberflächlichen Kennenlernen" muss es auch gestattet sein nach vermeintlich "oberflächlichen Kriterien" zu entscheiden. Ich wünsch Euch und mir trotzdem viel Glück und hoffe, Ihr findet Euren Hafen im Leben. Schönen Tag!
 
  • #16
Also begeistert wäre ich nicht von einem Partner mit einer folgenreichen Erkrankung, die obendrei vererbbar ist oder zumindest familiär gehäuft auftritt. Diese Krankheit wünscht man niemandem, schon gar nicht den eigenen Kindern.

Wenn man sich nun wirklich wahnsinnig verliebt und in jeder anderen Hinsicht kompatibel wäre, und der Kandidat mit seiner Krankheit auch sehr verantwortungsvoll und überlegt umginge, dann würde ich Diabetes wohl nicht als Ausschlusskriterium nehmen, aber ein paar extra Überlegungen wäre es schon wert.

Seien wir doch ehrlich: Wir alle suchen einen gesunden Partner für eine lange, gemeinsame Zukunft. Das ist biologisch veranlagt, kulturell gestützt und auch absolut natürlich und verständlich. Wenn der geliebte Partner krank wird, ist die Lage völlig anders, als sich gleich auf einen kranken Partner einzulassen. So realistisch muss man einfach sein -- oder so ehrlich.
 
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  • #17
das ist natürlich eine sehr sensible und kritsche frage, mit der man als frager und antworter sehr anecken kann.

ich würde so eine diskussion aber auch nicht alleine auf Diabetes beschränken. die anzahl an medizinisch gut steuerbaren stoffwechselerkankungen oder anderer chronischen autoimmunerkrankungen mit recht guter lebenserwartung oder vereinbarkeit mit hoher lebensqualität, manchmal aber auch nur solange die erforderlichen medikamente jederzeit täglich zur verfügung stehen, ist sehr hoch.
Diabetes ist aufgrund seiner Häufigkeit eine DER Volkserkrankungen, die jedoch aufgrund der medizinischen Versorgungsqualität mittlerweile ihren Schrecken verloren hat. In Wirklichkeit führt aber gerade bei Diabetes eine plötzlicher und anhaltender Insulinmangel ggfs. zum schnellen Tod. Also so harmlos wie sie scheint, ist die Erkrankung eigentlich nicht.

Ich als Frau habe mich insbesondere in Verbindung mit der Partnerwahl und Familienplanung im Bekanntenkreis schon oft gefragt, warum Partner dennoch gemeinsam Kinder planen trotz bereits bekannter Stoffwechseldefekte oder anderer schwerer Erkrankungen in den Familien oder bereits aufgetretener und vererbarer Genaberationen? Ich komme nicht dahinter. Am Ende ist es Liebe.
Ich selber habe keinen Kinderwunsch. Wenn ich aber einen hätte, würde ich dafür am liebsten einen voll gesunden Partner auswählen, natürlich im Interesse meines Kindes. Vielleicht kann man auch nur so denken, wenn man eben ohne den Druck der biologischen Uhr darüber sehr sachlich nachdenkt.

Nun ist es allerdings aufgrund unserer sehr langen Lebensdauer auch so, dass viele vererbbare Erkrankungen sich auch erst im fortgeschrittenen Alter beim Partner oder uns selber , auch unerwartet, zeigen. Dann ist es meist zu spät, denn die Kinder sind schon lange geboren mit den entsprechenden Genen und Glück oder Pech.

Die Möglichkeit einer Genanalyse vor Partnerwahl wäre mir irgendwie zu surreal ;)
Wer so sicher sein will, nichtden Falschen zu auszuwählen, sollte vielleicht dann doch einfach alleine bleiben.
Und wie geht man damit um, wenn der Partner TOP-Gene hat und man plötzlich als Gen- Schwachstelle identifiziert wird. Das ist für jeden ein Risiko.

Und ohne Idee der Familienplanung würde ich mir über viele Erkrankungen gar keine Gedanken machen. Ausnahmen sind allerdings psychiatrische Erkrankungen und Alkoholismus etc. Die Rolle als CO-Patient bei solchen Erkrankungen ist mit definitiv zu anstrengend.
 
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  • #18
@16: Mit deinen Überlegungen zum Thema Kinderwunsch hast du sicher recht. Ich habe selbst MS und überlege mir oft, ob ich überhaupt Kinder bekommen sollte (im Moment fehlt der Partner und die biolobische Uhr tickt ohnehin), aber: Die Mutter einer meiner besten und liebsten Freundinnen hat auch MS. Hätte die Mutter vor der Zeugung meiner Freundin schon gewusst, dass sie krank ist, wäre dieser tolle Mensch vielleicht nie geboren worden...
Bitte bedenkt auch das! (Ich hab aber trotzdem keine Ahnung, welche Entscheidung ich mal treffen würde..)
 
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  • #19
Entscheidend für mich wäre, ob der betreffende Partner seine Blutzuckerdurchschnittswerte, also das Hba1c im Griff hat.
An Diabetes selber stirbt man nämlich nicht, sondern an den Folgen einer dauernden Ueberzuckerung des Blutes (Hyperglykämie).
Wenn der Partner gut eingestellt ist und sich entsprechend den Insulindosen richtig erhährt, und mit den Symptomen einer Üeber- oder Unterzuckerung umzugehend weiss, kann man gut mit Diabetes leben, ohne dass es die Partnerschaft negativ beeinflusst.

Mühe hätte ich hingegen, wenn jemand Diabetes hat, und sich nicht Sorge trägt. Ein schlecht eingestellter Diabetes kann bis zu Impotenz, Arteriosklerose, Neuropathie, Blindheit und Nierenversagen führen.
In diesem Falle wäre das für mich ein klares NoGo.
Ich könnte nicht mitansehen, wie der Körper meines Partners allmählich zu Grunde geht.
 
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  • #20
Wenn man die Wahl hat, möchte sicherlich jeder eher einen gesunden Partner bzw. eine gesunde Partnerin an der Seite haben. Aber kann man das wirklich so handhaben? Wenn ich nun auf einen Menschen treffe, wo die Chemie, die Wellenlänge stimmt, die Schmetterlinge im Bauch da sind und und und, sollte das dann wirklich ein Kriterium sein? Was ist so anders daran, außer der gegenseitigen Vertrautheit, wenn man jemanden kennenlernt, der eine Krankheit in seinem Leben tagtäglich bewältigen muss? Ist er dadurch 'schlechter'? Nein, nur ungünstiger dran. Ich muss mich seit ca. 6 Wochen mit dieser Problematik herumschlagen. Ich habe hier in EP jemanden kennengelernt, wo es gegenseitig sehr schön war/ist und sich gut und richtig anfühlt/e. Von einem Tag auf den anderen sollte ich meinen Kontakt zu ihm einstellen, da er einen Glaukomanfall hatte und sich einer Augenoperation unterziehen musste. Der Heilungsprozess nach dieser OP kann sich sehr hinziehen. Unter günstigen Umständen 5 bis 6 Wochen. Unter ungünstigen Umständen entsprechend länger. Seine Argumentation war, dass wir ja noch nicht so lange zusammen wären. Und er würde auf mich zukommen. Das ist auch nicht mein wirkliches Problem. Ohne die Gründe jetzt hier alle anführen zu wollen, kann ich diese von ihm getroffene Entscheidung verstehen. Es ist eher, dass (s)eine Krankheitssituation eventuell die Chance auf eine gemeinsame Zukunft nehmen könnte. Meine Haltung ist, dass man in guten und schlechten Zeiten zusammenhält. Wann die guten und die schlechten Zeiten stattfinden, hat man, was die Gesundheit anbetrifft, leider nicht immer in der Hand. Hätte beispieslweise auch ein Unfall sein können. Somit ist für mich der angeschlagene Gesundheitszustand eines potenziellen Anwärters auf eine Partnerschaft kein Hinderungsgrund. Soviel anders wäre es auch nicht, wenn man sich lange/länger kennt. Wenn man dem Menschen begegnet ist, der das Herz berührt und wo es auch sonst harmoniert und passt, warum sich gegen diesen entscheiden, weil er eine Krankheit mit sich herumträgt oder man selbst eventuell krank ist?
 
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  • #21
WARUM NICHT!?!?!
Dürfen es nur 'Gesunde' sein?
Oder nur Kandidaten/-innen mit ... ja, welche, wenn denn dann, 'Krankheitsbilder' würden gnädig abgenickt?
Und was, wenn 'gesund' kennengelernt und DANN/DANACH erkrankt? - Wird dann 'entsorgt'???
Es gibt so viele wertvolle Menschen, die jedoch (leider) ein gesundheitliches Manko aufzuweisen haben.
Sollen/Müssen diese dann allein bleiben?
Oder dürfen diese sich wiederum 'nur in eine/n Kranke/n' verlieben?
Was ist das nur für eine Denkungsweise ...
Schließe mich #19 im Denken und Betrachten an.
 
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  • #22
Na klar. Mit Diabetes Typ 1 kann man ganz gut umgehen. Kinder bekommen wird allerdigs schwierig. Aber am Ende kommt es doch darauf an, ob man zueinander passen könnte oder nicht. Ich habe eine Freundin, die Diabetes Typ 1 hat und ich wusste das vorher. Ich würde sie niemals wieder her geben.
 
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  • #23
Man soll Diabetes Typ 1 nicht Diabetes Typ 2 verwechseln. Wie bereits jemand schrieb: Neuropathie, Impotenz, usw. sind schwerwiegende Folgen.
Schwierig ist auch, dass es auch Patienten gibt, die eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) nicht spüren und die dann zusammen brechen. (Während der Autofahrt ist das ganz schön gefährlich...)
Meine Erfahrung: mein Ex, mit dem ich vor 27 Jahren zusammen war (er war auch schon damals krank), meldete sich wieder und wir trafen uns... Ich weiss nicht, ob was wieder entstehen könnte. Symphatisch war er mir schon noch. Geflirtet haben beide nicht. Dennoch: ich kann mich deutlich erinnern an die Sorgen, und auch an die Tatsache, dass er die Verantwortung für Hypoglykämien einfach an mich delegierte... (Auf Nachfrage erzählte er, dass es auch meinen Nachfolgerinnen so erging...) Damals - vor 27 Jahren: war ich verliebt und die Krankheit war zwar präsent, aber spielte nicht so eine grosse Rolle. Heute: würde ich die Sorgen und die Verantwortung nicht mehr wollen. Jedoch: wenn der Mensch Gefühle weckt und auch sonst passt - warum nich!. Wichtig wäre, ganz wesentliche Fragen offen zu klären: Kinder? Oder aber wenn man schon etwas älter ist: die Frage der späteren Pflege...
 
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  • #24
Wenn der potentielle Partner gewissenhaft mit seiner Krankheit umgeht und sich gesund ernährt, sehe ich überhaupt kein Problem mit Diabetes Typ 1, auch nicht mit Zöliakie oder sonstigen folgenschweren Unverträglichkeiten. Mit jemandem, der vermeintlich gesund ist, aber nur "Dreck" in sich hineinstopft, dagegen sehr.
 
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  • #25
Zum Thema Diabetes mellitus Typ I und Kinder bzw. Vererbung möchte ich hier etwas zitieren, dass ich unter www.diabetes-journal.de gefunden habe:

"Der Typ-1-Diabetes wird vererbt. Auch wenn beide Eltern keinen Typ-1-Diabetes haben und auch in der übrigen Verwandtschaft diese Form der Zuckerkrankheit bisher nicht aufgetreten ist, kann die Erbanlage dennoch bei den Eltern vorhanden sein. So kann sie unerkannt an Sie weitergegeben worden sein.

Trägt der Vater die Erbanlage, gibt er sie mit einer höheren Wahrscheinlichkeit an seine Kinder weiter, als wenn die Mutter Trägerin ist. Die Wahrscheinlichkeit, einen Typ-1-Diabetes zu vererben, liegt bei 3 bis 5 Prozent und ist deutlich niedriger als die, die Erbanlage für einen Diabetes mellitus Typ 2 an seine Kinder weiterzugeben.

Die Erbanlage ist aber nur ein Baustein, wenn es um das Auftreten eines Typ-1-Diabetes geht. Weitere Faktoren müssen dazukommen, damit er tatsächlich entsteht."

Da die Vererbungswahrscheinlichkeit nicht sonderlich hoch ist, wie man sieht, da man mit Diabetes Typ I sehr gut leben kann und jeder von Ihnen (ich nicht, weil ich schon Diabetes Typ I habe) bei stetig steigender Zahl der Erkrankungen froh sein kann, wenn er nicht erkrankt, möchte ich anmerken, dass kein Mensch hundertprozentig gesund ist. Diejenigen, die das glauben, wurden nur noch nicht gründlich genug untersucht. Deswegen sollte man bei Diabetes die Kirche im Dorf lassen und die Menschen nicht zu Aussätzigen machen, mit denen man keine Beziehung haben sollte!
 
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  • #26
1. Ich bin Arzt.
2. Ich kenne / habe eine Reihe durchaus ttraktiver Patientinnen, die seit Jahrzehnten im Großen und Ganzen gut mit Diabetes Typ 1 leben.
3. Ich kenne Menschen, die scheinbar "kerngesund" waren und aus heiterem Himmel an Krebs, Herzinfarkt oder noch Schlimmerem erkrankten.
4. Wie würdet Ihr Euch fühlen: Szenario, ich habt einen Partner seit 2 1/2 Jahren, Ihr bekommt plötzlich eine "schlimme" Diagnose - und der Partner denkt nach, besinnt sich auf seine eigenen Interessen, sucht sich eine neue Frau (am liebsten auch noch heimlich, hinter Eurem Rücken)?

Offen gestanden:ich bin entsetzt von einigen Kommentaren hier.
Das stimmt sehr, sehr nachdenklich.
Man(n) könnte zum Kulturpessimisten werden...

M49
 
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  • #27
anfang 2011 habe ich hier einen tollen kerl kennengelernt. wir haben uns mehrfach getroffen und ich merkte dass er sich so richtig verliebt hatte. ich habe mich dann hingesetzt und ihm eine lange mail geschrieben, wo ich ihm praktisch alle meine negativen (wie ich dachte aus seiner sicht negativen) dinge in meinem leben aufgedröselt habe: 3 kinder, noch nicht ganz geschieden, einen erschaftsstreit am hals, mit dem arbeitgeber vorm gericht und gerade die diagnose einer crohnischen krankheit bekommen. er single, keine kinder, manager. ich wollte ihm einfach zeit geben seine gefühle zu überdenken. nie im leben hätte ich gedacht, daß die krankheit sein grund war, von unserer gerade beginnenden beziehung zurückzutreten.

einige monate später wurde ich im RL in einem cafe von einem mann angesprochen. er ist nun mein lebensgefährte. ich habe ihm von anfang an gesagt, was mit mir los ist (siehe oben). er sagte nur: ich liebe dich. ich wurde nach wenigen wochen beziehung sehr schwer krank. er war jeden tag mehrere stunden bei mir im krankhaus. über wochen. er hat nicht 1 minuten überlegt, will ich die frau. wir sind nun seit 14 monaten ein paar. dieser 54 jährige mann sagt: er war noch nie in seinem leben so glücklich. und das mit einer kranken frau (ich werde nie wieder gesund, aber so wie es jetzt ist kann ich gut mit der krankheit umgehen) und nein: er hat kein helfersyndron.
 
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  • #28
Um Himmels willen, bei manchen Kommentaren fürhlt man sich ja in die Zeit der Rassenhygiene zurückgesetzt. Wer weiß schon wie lange man lebt, ob man nicht morgen an einer schlimmen Krankheit erkrankt oder diese weitervererbt. Wollt ihr zum Date Gesundheitszeugnisse vorlegen lassen? Es geht doch auch um Menschen und Liebe zu Menschen und nicht um die Auswahl eines Zuchtbullen oder einer Zuchtstute, die nach makellosen Genen ausgewählt wird.

Diabetes mellitus ist doch schon eine Volkskrankheit, wieviele pot. Partner schließt ihr damit aus? Sprue oder Zöliakie, die hier angeführt wurde, eine Unverträglichkeit gegenüber einem Nachrungsbestandteil. Was ist an diesen Menschen falsch? Fragt ijhr dann auch nach Milchzuckerunverträglichkeit oder die Wespenstichallergie? Ich kann nur den Kopf schütteln, zu welcher eiskalten Strategie manche verleitet werden angesichts des angeblichen Überflusses an pot. Partnern im Internet.

Lernt den Menschen kennen und lieben auch mit Makeln, denn wer ist selber makellos?
 
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  • #29
Für mich (Internistin) käme ein Partner mit Diabetes (egal ob Typ 1 oder 2) nicht in Frage.

Man muß es nicht schönreden, die Lebenserwartung der Typ1-Diabetiker ist in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen, liegt aber mit knapp 69 Jahren immer noch deutlich unter der Allgemeinbevölkerung.
Diabetes ist die häufigste Ursache für Erblindung bei unter 70-Jährigen. 80-95% der Typ1-Diabetiker haben nach 20 Jahren Erkrankungsdauer bereits irreversible Netzhautschäden.

Nierenschäden (bis hin zur Dialyssepflicht) bekommen 30-40% der Diabetiker, dazu sehr häufig Amputationen im Beinbereich, Herzinfarkte, Arteriosklerose ect.

Es ist bei den meisten Begleit- und Folgeerkrankungen nur eine Zeitfrage, wann sie auftreten .Ein junger Typ1-DM hat da sicher noch nicht so damit zu kämpfen. Aber In meinem Alter hat ein Partner mit Typ1-Diabetes die Erkrankung (die meist vor dem 30.Lebensjahr beginnt) bereits 20 oder mehr Jahre. Und ich möchte eben keinen Partner, der in wenigen Jahren stark sehbehindert oder fast blind und beinamputiert ist und den ich 3 mal die Woche zur Dialyse fahren muss. Ist hart, aber meine ehrliche Meinung.

w, 51
 
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  • #30
Ein Freund von mir ist vor Jahrzehnten an Diabetes erkrankt und ist bis heute weder erblindet, noch fehlt ihm bisher ein Bein. Er kommt im Gegenteil mit seinem Leben sehr gut zurecht. Soll er da etwa auf eine Partnerin verzichten?

[MOD Chat gelöscht]
 
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