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  • #1

Wovon hängt es ab, in welche Richtung es sich entwickelt?

Hallo. Mich würde interessieren, was konkret dazu führt, in welche Richtung sich die Dinge beim Kennenlernen entwickeln. Warum es beispielsweise zu Affären, Freundschaften oder Beziehungen kommt. Manche Menschen sind der Auffassung, dass man zum Beispiel mit seinem Verhalten gezielt auf eine feste Beziehung zusteuern oder dafür sorgen kann, dass ein Kontakt nur freundschaftlich bleibt. Von welchen Faktoren hängt es also ab, in welchem Verhältnis Menschen nach einer gewissen Zeit des Kennenlernens zueinander stehen?

Es kommt ja vor, dass man sich mit einem Menschen gut versteht, emotionale Anziehung vorhanden ist und man sich auch attraktiv bzw. sexuell anziehend findet, aber trotzdem nur ein rein freundschaftliches Verhältnis besteht. Ich habe hier oft gelesen, dass so eine Freundschaft zwischen Mann und Frau langfristig nicht möglich ist. Angeblich kann man die Dynamik einer zwischenmenschlichen Beziehung nicht bestimmen, da einem die Triebe einen Strich durch die Rechnung machen. Andere wiederum sind sehr wohl der Meinung, dass man aktiv beeinflussen kann, in welche Richtung sich etwas entwickelt. Häufig wird einem dazu geraten bestimmte Verhaltensweisen zu zeigen, je nachdem was man von einer Person möchte. Zum Beispiel soll man nicht schnell mit einem Mann in die Kiste steigen, wenn man als Frau eine Beziehung mit diesem Mann will. Oder es wird Männern dazu geraten einer Frau nicht zu schnell Liebesbekundungen zu machen, um nicht in der Friendzone. Es gibt unzählige Ratgeber dazu, wie man aus der Friendzone rauskommen oder aus einer Affäre eine Beziehung machen kann. Tatsächlich gibt es Menschen, bei denen sich die Dynamik ihrer Beziehung geändert hat. Aus Freundschaft wurde z.B Liebe oder umgekehrt.
Seid ihr der Meinung, dass man aktiv beeinflussen kann, ob man vom Gegenüber als Kumpel, potentiellen Partner, Sexfreund etc. wahrgenommen wird? In welchen Fällen ist es möglich das Verhältnis zwischen zwei Menschen zu ändern und wann ist eine Änderung nicht zu erwarten?
 
  • #2
Das Wesentliche, das ich für mich erkennen kann, liegt in der Offenheit, in der Direktheit, aufrichtig und authentisch dem Partner gegenüber sein, da sehe ich das Hauptproblem. Es wird viel zu sehr gespielt, und viel zu sehr Strategien angewendet, die innerlich emotional im Unterbewusstsein erkannt und abgelehnt werden und/oder in eine andere Richtung gesteuert werdenl
 
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  • #3
Ich würde sagen, zu allererst hängt es davon ab, was die betreffenden Menschen wollen, UNBEWUSST wollen. Wenn einer eine Phase im Leben hat, wo er sich auf sich konzentriert und ungebunden und ungehemmt weiterentwickeln will, kann er sich ja trotzdem nach Nähe, Sex und Gesellschaft sehnen. Aber er will SEINE Lebenspläne verfolgen und nicht einen "Wir"-Plan mit Kompromissen, wieviel Energie er in sein eigenes Projekt reinstecken "darf", machen. Wenn die Leute jung sind, geht das vielleicht noch einfach, weil er eine feste Partnerin sucht und dabei Verwirklichung im Beruf anstrebt, und sie einen festen Partner sucht und sich denkt, soll er Karriere machen, ich unterstütze ihn, denn so können wir uns was aufbauen. Da haben beide das gleiche Interesse und sie wird nicht gleich jammern, wenn er Überstunden macht, dem Chef stets zu Diensten ist usw., denn es ist ja "für UNS".

Wenn jemand gerade aus einer Beziehung kommt, bei der er meint, zu viele Kompromisse gemacht zu haben, wird er auf Abstand sein und vielleicht zwar schon Sex, Nähe usw. suchen, aber eben auch niemanden, der gleich wieder feste Pläne machen will.

Das Problem, wann es umschlägt und jemand in einer Freundschaftszone landet, ist ein anderes. Da liegt es wirklich daran, dass zwar was anderes gewollt wurde, sich die Person aber nicht so verhalten konnte, dass man beziehungsmäßig und/oder sexuell noch interessiert wäre. Ich würde sagen, wenn das Sexuelle da ist, wird es eine Sexaffäre ohne Beziehung, wenn das Sexuelle nicht da ist, wird es die Freundschaftszone, wenn es interessenmäßig oder gesprächsmäßig gut harmoniert. Das sollten aber immer beide merken, wenn sie mit sich im Reinen sind und sich selbst kennen, weil ich nicht glaube, dass nur einer den anderen kompatibel finden kann und damit richtig liegt.
 
  • #4
Es kommt ja vor, dass man sich mit einem Menschen gut versteht, emotionale Anziehung vorhanden ist und man sich auch attraktiv bzw. sexuell anziehend findet, aber trotzdem nur ein rein freundschaftliches Verhältnis besteht.
Kommt in meiner Welt nicht vor. Das haben ja so in dem Umfang kaum viele Partnerschaften, wenn ich mir mein Umfeld ansehe.
Nur dann, wenn man diese Person kennengelernt hat, nachdem man schon einen Partner hatte und der das alles gut erfüllt, könnte das, was Du beschreibst, passieren. Aber um sich emotional und gesprächsmäßig so super zu verstehen, müsste man viel Zeit in diese Bekanntschaft investieren.
Wer eine gut laufende Beziehung hat, einen Job und vielleicht noch schon vorhandene Freunde und Familie, wird mE nie so viel Energie in eine Bekanntschaft stecken können, dass er das alles wahrnimmt, was Du schreibst. Dann müsste er sich schon nach und nach verlieben, seine Beziehung nicht so super sein, wenn er der neuen Person so viel Energie und Zeit widmet. Also will er doch nicht nur Freundschaft.
Und ein Single, der das alles, was Du im Zitat schreibst, hat, der wird diese Person als Partner/in wollen. Außer - siehe oben - er will keine Beziehung. Hat er dann Zeit für eine Freundschaft? Vielleicht.

Freundschaft muss man auch erstmal können. Mir ist begegnet, dass an mir interessierte Männer, die sich sexuell angezogen fühlten, gar keine Freundschaft aufbauen wollten, obwohl wir auch gemeinsame Interessen hatten. Kumpels haben die genug, sie wollen nur EINE Frau in ihrem Leben und sich mit der Energie und Zeit, die sie für sie haben wollen, eben auf DIESE Frau konzentrieren.

Angeblich kann man die Dynamik einer zwischenmenschlichen Beziehung nicht bestimmen, da einem die Triebe einen Strich durch die Rechnung machen.
Sehe ich nicht so. Man kann es bestimmen. Indem man den Kontakt nicht intensiviert, wenn es zu Konflikten kommen könnte.
Zum Beispiel soll man nicht schnell mit einem Mann in die Kiste steigen, wenn man als Frau eine Beziehung mit diesem Mann will
Stimmt so nicht. Wenn er nur Sex will, will er nur Sex. Dann ist der Zeitpunkt egal, WANN der stattfindet. (Außer, der bez-willige Mann hat ein antiquiertes Frauenbild, aber die schließe ich hier mal aus.)
Oder es wird Männern dazu geraten einer Frau nicht zu schnell Liebesbekundungen zu machen, um nicht in der Friendzone.
Nee, das stimmt so auch nicht. Wer aber zu schnell Liebesbekundungen macht, wirkt unglaubwürdig und strohfeuermäßig. Als sei die Frau beliebig.
Seid ihr der Meinung, dass man aktiv beeinflussen kann, ob man vom Gegenüber als Kumpel, potentiellen Partner, Sexfreund etc. wahrgenommen wird?
Man kann es versuchen, ja, und es gibt da auch was, DAS man versuchen kann. Aber ob es klappt, hängt vom anderen ab.
 
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  • #5
Es hängt davon ab, wie sehr beide grundsätzlich Interesse an einer Beziehung haben und wie sehr das erkennbar wird.

Wenn beide eine Beziehung wollen, auch dafür bereit sind (Zeit, abgeschlossene Altbeziehungen, Lebenssituation) und dann das Gegenüber dafür noch passend erscheint ("Formalkriterien", Sympathie, erotische Anziehung), dann geht es in Richtung Beziehung.

Fehlt die erotische Komponente und beide suchen sowieso nicht ernsthaft, kann es noch eine Freundschaft werden, ist nur die erotische Komponente vorhanden, ein ONS oder eine Affäre.
Insgesamt spielen aus meiner Sicht hier mehrere Faktoren zusammen, die eben passen müssen.
 
  • #6
Aber er will SEINE Lebenspläne verfolgen und nicht einen "Wir"-Plan mit Kompromissen, wieviel Energie er in sein eigenes Projekt reinstecken "darf", machen.
Das geht ja auch in einer festen Beziehung, wenn Menschen dieselben bzw ähnliche Lebensziele haben.
Im wesentlichen geht es ja auch darum, jemanden zu finden, der zu einem passt. Dazu müsste man wissen, wie man selbst tickt und was man braucht und entsprechend „auswählen“.

Viele suchen halt die „Schuld“ im Außen, wenn etwas nicht funktioniert: er wollte nur Sex, er ist bindungsunfähig, ein Narzisst usw.

Dabei kann man doch sehr oft einfach nur feststellen, dass es nicht gepasst hat zwischen zwei Menschen. Und dazu ist die Kennenlernphase ja nun einmal da, um das herauszufinden.

Was ich selbst immer wieder beobachtet habe, dass Menschen sich aufgrund irgendwelcher oberflächlichen Kriterien in Menschen verknallen, wie z.B. gemeinsamer Interessen oder sexueller Anziehung.

Natürlich ist sexuelle Anziehung wichtig und ohne würde wohl kaum jemand einen Gedanken an eine Beziehung verschwenden. Aber ob etwas hält, das entscheiden eben Faktoren wie Werte, Charakter und Lebenspläne.

Ich würde daher dazu raten, die Partnersuche rationaler zu gestalten und nicht ausschließlich auf schönen Gefühlen aufzubauen. Also eher beim Beuteschema ansetzen....
 
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  • #7
Es kommt ja vor, dass man sich mit einem Menschen gut versteht, emotionale Anziehung vorhanden ist und man sich auch attraktiv bzw. sexuell anziehend findet, aber trotzdem nur ein rein freundschaftliches Verhältnis besteht.
Kenne ich so nicht.
Jedenfalls nicht von mir. Wenn ich Single war und eine abenfalls verfügbare für mich sehr attraktive Frau mit mir verkehrte, dann wollte ich auch mehr...
Eine reine Freundschaft zu Frauen hatte ich als Single im Grunde nicht
 
  • #8
Was ich selbst immer wieder beobachtet habe, dass Menschen sich aufgrund irgendwelcher oberflächlichen Kriterien in Menschen verknallen, wie z.B. gemeinsamer Interessen oder sexueller Anziehung.
Wenn Du das bei Dir immer wieder beobachtest, dann müsstest Du doch eigentlich längst Folgerungen daraus geschlossen haben, oder? Warum verknallst Du Dich aufgrund von oberflächlichen Kriterien?
Das bei anderen wirklich beurteilen zu können, halte ich für kaum möglich und pure Spekulation.

Aber ob etwas hält, das entscheiden eben Faktoren wie Werte, Charakter und Lebenspläne.
...ist eine Binsenweisheit. Und es geht hier ja nicht darum, ob etwas hält, sondern darum, wie es sich beim Kennenlernen entwickelt. Da sind aber Werte, Charakter, Lebenspläne am Anfang noch ziemlich schlecht beurteilbar...
 
  • #9
Wenn Du das bei Dir immer wieder beobachtest, dann müsstest Du doch eigentlich längst Folgerungen daraus geschlossen haben, oder? Warum verknallst Du Dich aufgrund von oberflächlichen Kriterien?
Das bei anderen wirklich beurteilen zu können, halte ich für kaum möglich und pure Spekulation.
Also ich verknalle mich nicht in Männer, die ich lediglich sexuell anziehend finde. Das weiß ich zu trennen ;)
ist eine Binsenweisheit. Und es geht hier ja nicht darum, ob etwas hält, sondern darum, wie es sich beim Kennenlernen entwickelt. Da sind aber Werte, Charakter, Lebenspläne am Anfang noch ziemlich schlecht beurteilbar...
nein, das ist die Aussage eines Paartherapeut mit über 20 Jahre Berufserfahrung. Glaube, der weiß schon , wovon er spricht :)

Wenn es einem beim Kennenlernen nicht darum geht, dass man etwas gemeinsames aufbauen kann, dann ist das ja auch ok, aber dann muss man sich halt nicht wundern, dass es nicht klappt.
 
  • #10
Ich denke die größte Faktoren sind Zeitraum und Zufall. Wenn die Zeit reif ist und jemand an dir vorbei radelt, der dich gut findet, entwickelt sich etwas Ernstes. Eine wahre Geschichte aus meinem eigenen Leben: Es war Frühling, ich habe mir auf dem Markt 1 Pfund Kirsche gekauft und wollte in die Bibliothek gehen. An mir ist ein Kommilitone vorbei geradelt und hat mich kurz angesehen, hat dann gebremst und ist ausgestiegen und wir sind zusammen ein Stück gelaufen, ich habe ihm von meinem gekauften Kirschen angeboten, was er auch gerne angenommen hat und seit dem kenne ich diesen Mann, der erst mein Freund und dann mein Mann und mittlerweile mein Ex-Mann ist. Manchmal frage ich mich, was aus meinem Leben geworden wäre, wenn ich nicht auf dem Markt diese Tüte Kirsche gekauft hätte. Ich denke mein komplettes Leben der letzten 25 Jahren, wäre anderes gelaufen.
 
  • #11
Das geht ja auch in einer festen Beziehung, wenn Menschen dieselben bzw ähnliche Lebensziele haben.
Naja, das ist ja gerade der Punkt. Wenn er Karriere machen will und eine Familie, sie eine Familie will und ihren Mann unterstützen, indem sie z.B. mit ihm dahin zieht, wo er arbeitsmäßig sein will, dann ja. Wenn sie selbst irgendwo Karriere machen will, wird das schwieriger.
Wenn einer vielleicht noch studiert und ein Auslandsjahr machen könnte, wie wird er sich entscheiden, wenn er eine Beziehung hat?

Im wesentlichen geht es ja auch darum, jemanden zu finden, der zu einem passt. Dazu müsste man wissen, wie man selbst tickt und was man braucht und entsprechend „auswählen“.
Das ist eine weitere Schwierigkeit, weil ja viele IN ihrer Beziehung wachsen und reifen. Sie entdecken erst da, was sie wollen und was nicht von einem Partner. Und manche entdecken auch da erst, dass sie vorher projiziert haben, z.B. den Partner vorschieben, berufliche Verantwortung zu übernehmen, um dann festzustellen, dass er es schlechter macht, als die Frau selbst es getan hätte. Aber wenn sie dann sagt "ich machs allein", gibt es nicht nur Zeitprobleme.
Viele lassen sich ja auch lange runtermachen, bevor sie Grenzsetzung lernen usw..

Man geht ein Stück des Lebensweges mit dem Partner, und dann passt es nicht mehr. Der Mensch ist ja nicht fertig, wenn er in eine Beziehung geht. Und selbst wenn man charakterlich schon recht weit ist, ändert sich das manchmal noch, was man von einer Beziehung will, wo man Kompromisse machen kann oder nicht, ...

Was ich selbst immer wieder beobachtet habe, dass Menschen sich aufgrund irgendwelcher oberflächlichen Kriterien in Menschen verknallen, wie z.B. gemeinsamer Interessen oder sexueller Anziehung
Klar, finde ich auch normal. Man bekommt ja keine Garantie mitgeliefert, dass das ganze eine Beziehung werden muss oder halten muss. Blöd wird es nur, wenn man bleibt, obwohl sich mehr und mehr Unpassung rausstellt.

Ich würde daher dazu raten, die Partnersuche rationaler zu gestalten und nicht ausschließlich auf schönen Gefühlen aufzubauen
Finde ich an sich nicht verkehrt. Aber es nutzt der passendste Mensch nichts, wenn das im vorletzten Zitat nicht da ist. Und ich glaube, wenn das da ist, hoffen doch auch viele, dass sich der andere noch ändert und versteht, wo "sein Problem" liegt. Dann beginnt das Ringen um die Werte und Ziele, und eben das Lernen, dass man andere Menschen nicht verbiegen kann. Aber ich glaube, das muss man selbst erleben, sonst denkt man, man hätte eine Chance mit dem Menschen gehabt und ihn aber zu früh aussortiert, ohne zu versuchen, ob er sich nicht doch ändern kann oder man eben doch "eine Lösung findet".
 
  • #12
Es kommt ja vor, dass man sich mit einem Menschen gut versteht, emotionale Anziehung vorhanden ist und man sich auch attraktiv bzw. sexuell anziehend findet, aber trotzdem nur ein rein freundschaftliches Verhältnis besteht
Also, wenn das vorkommt, dann doch meist, weil einer von beiden vergeben ist, oder beide. Wie man hier liest. Bei mir haben alle Sachen nur ganz selten gepasst, und wenn, dann habe ich mich meist verliebt und der andere auch. Oder für mich haben die drei Sachen gepasst, aber für den anderen eins davon halt nicht. Dann hab ich aber auch den Kontakt gelassen. Es mag ab und zu vorkommen, dass alles passt, aber man sich nicht in den anderen verliebt, aber wenn das bei dir sehr häufig ist, würd ich mal genau hinschauen warum.
Ansonsten glaube ich nicht daran, dass man mit Tricks langfristig Erfolg hat. Jemand, der irgendwas an sich hat, was viele abschreckt, wird das mit Tricks nicht ewig maskieren können, vor allem, wenn er selbst nicht mal weiß, was es ist. Und es ist erwiesen, dass man in den ersten Sekunden jedenfalls schon unterbewusst merkt, ob man den anderen sexuell anziehend findet oder nicht. Und wenn das nicht der Fall ist, dann kann der andere sich abstrampeln wie er will, er kommt aus der Freundschaftskategorie niemals raus. Denke ich. Es gibt sicher ungückliche Umstände (einer zieht gerade weg; einer ist in einer Beziehung, einer hat grad beim Tag des Kennenlernens total miese Laune und vergrault den anderen für immer, einer weiß einfach nicht, wie man flirtet), die dazu beitragen, aber irgendwelche Taktiken, die über mehr als die ersten Stunden hinweghelfen, daran glaube ich nicht. Damit verdienen nur jede Menge Coaches ihr Geld.
w, 37
 
  • #13
Es kommt ja vor, dass man sich mit einem Menschen gut versteht, emotionale Anziehung vorhanden ist und man sich auch attraktiv bzw. sexuell anziehend findet, aber trotzdem nur ein rein freundschaftliches Verhältnis besteht.
Kommt bei mir nicht vor. Ich habe und hatte auch noch nie Sex ohne Liebe. Man kann natürlich befreundet sein. Da möchte ich allerdings dann auch keinen Sex.
 
  • #14
Oh ja, solche Dinge lassen sich per Körpersignale, Kleidung, Gesten und Worte auch gezielt manipulieren. Videos mit Anleitungen gibt es im öffentlichen Netz genug.

Fragen tue ich mich, warum das gefragt wird?
 
  • #15
Ich habe hier oft gelesen, dass so eine Freundschaft zwischen Mann und Frau langfristig nicht möglich ist. Angeblich kann man die Dynamik einer zwischenmenschlichen Beziehung nicht bestimmen, da einem die Triebe einen Strich durch die Rechnung machen.
Es wird, wie bei vielem, individuell sein.
Ich kann von meiner Seite aus durchaus beeinflussen, welche Art von Beziehung ich möchte.
Sexuelle Anziehung tritt in den Hintergrund, und verschwindet, wenn
- der Mann verpartnert ist
- oder ich kein Interesse an einer Partnerschaft mit ihm habe.
Notfalls muss ich mich zumindest bis ich es überwunden habe, distanzieren - ich habe da andere Wege, es klappte zumindest bei mir immer auch so, wie mit einem inneren Schalter.
Ich nehme dann nur noch wahr, dass es ein attraktiver Mann ist, aber auf einer sachlichen und nicht emotionalen Ebene.
Und dann geht bei entsprechender Sympathie eine platonische Freundschaft.

Grundsätzlich denke ich, steuert man, bewusst, unbewusst, für welche Art Beziehung man offen ist - ob Partnerschaft, Freundschaft (echte), Affäre, ONs.
Bewusst, weil man zu manchem auch Nein sagen kann - auch gegen spontane Gefühle wie sexuelle Anziehung, Verliebtheit. (die dann versiegen)
Unbewusst, weil das meine Ausstrahlung mit beeinflusst, und entsprechend Menschen anzieht.

Man kommt nicht in die Friendzone ohne Grund - da kommt man nur hin, wenn beim Anderen der Wunsch nach mehr, nicht ausreichend vorhanden ist, oder zuviele Zweifel. Da ist nur Sympathie, aber keine Verliebtheit, keine sexuelle Anziehung.

Ich glaube nicht daran, dass sich Beziehungen positiv in eine andere Ebene steigern können. Ausnahmen gibt es - aber aus einer Freundschaft oder aus einer Affäre wird sehr selten eine Partnerschaft. Ein ONs mag der Anfang einer Partnerschaft werden - dann war aber mehr an Anziehung da, als nur die sexuelle, man realisierte es nur nicht.
In die andere Richtung geht es - dass aus einer Liebe Freundschaft wird, habe ich erlebt.

Dass ich mich mit einem Mann gut verstehe emotionale und sexuelle Anziehung vorhanden ist und ich mit diesem Mann nur eine Freundschaft habe, kenne ich nicht.
Wenn Freundschaft, dann gab es diese Anziehungen nicht, oder ich hatte eine Partnerschaft...

Ich denke die größte Faktoren sind Zeitraum und Zufall. Wenn die Zeit reif ist und jemand an dir vorbei radelt, der dich gut findet, entwickelt sich etwas Ernstes.
Da bin ich dabei. Man ist offen für Partnerschaft, der andere auch,und dann findet es sich...
 
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  • #16
Warum es beispielsweise zu Affären, Freundschaften oder Beziehungen kommt.
Es hängt in erster Linie davon ab, ob man sich selbst treu ist und seiner Linie folgt sowie die Wünsche des Gegenübers erkennt und ernst nimmt. Wenn Du eine Beziehung suchst und Affärengänger ausschließt, dann landest Du in keiner Affäre. Setzt Menschenkenntnis voraus.

Wenn Du mit einem Affärengänger anbandelst unnd hoffst, dass eine Beziehung draus wird, dann wirst Du mit großer Wahrscheinlichkeit scheitern.

Zu Freundschaft kommt es bei Gegenseitigem sich mögen, aber wenn mindestens auf einer Seite die sexuelle Anziehungskraft fehlt und derjenige, bei dem sie fehlt, sich auch nicht mangels Alternativen auf eine Beziehung einlässt.
 
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  • #17
Liebe Fs,
nach meiner Erfahrung hängt es an 2 Faktoren.

Dein Gegenüber muss erstmal offen sein, für die von Dir gewollte Art von Beziehung plus die von Dir gewünschte Art von Beziehung muss bei den bestehenden äußeren Umständen auch möglich sein.

Paradebeispiel: verheirateter Mann, der 800 km entfernt wohnt, ortsgebunden, aber man trifft sich seit 2 Jahren alle 12 Wochen im Hotel. Die Frau will, dass er sich scheiden lässt und zu ihr zieht.

Manche Menschen wollen keine verbindliche Liebes-Beziehung, oder sie wollen keine lose Affäre, oder besten Freund des anderen Geschlechts.
Du musst die Fähigkeit haben zu erkennen. für welche Art von Beziehung der Mann bereit ist. Du musst die Fähigkeit haben, das auch zu akzeptieren, auch wenn er dann den Kontakt zu Dir ablehnt.
Hier haben wir oft Frauen, die den Mann umerziehen wollen. Die denken sich, "das wird schon noch, wenn erst... ". Sie leiden dann wegen seiner Unverbindlichkeit oder sind verletzt durch seine Untreue, obwohl er von Anfang an klar macht, dass er die Beziehung so will.

Von Spielchen halte ich persönlich nichts. Diese "Regeln" sehe ich lediglich als Hilfsmittel, wenn man selbst unsicher ist.

Verhalte Dich einfach so, wie Du die Beziehung haben willst.
Willst du nur Freundschaft, verhältst Du Dich wie ein Freund. Kein Knutschen, keine romantische Stimmung, und Du akzeptierst es auch nicht von ihm.
Willst Du etwas Verbindliches und Monogames, verhältst Du Dich selbst verbindlich und monogam, Du hältst Verabredung und Absprachen ein, kein Rumgefummel mit anderen Männern, und Du akzeptierst das auch nicht auf seiner Seite.

Damit kannst Du das bestehende Verhältnis zu jeder Zeit verändern.
Es kann Dir jedoch passieren, dass der Mann für die von Dir gewünschte Art von Beziehung ablehnt und auf der Ebene keinen Kontakt haben will.
 
  • #18
Sind die Ziele ziemlich deckungsgleich, kommt die erotische Komponente dazu und Sympathie ist auch vorhanden ....... dann ist die Chance gut, darauf aufzubauen.
Natürlich beeinflusst man selbst mit . Nicht im Sinne von Tricks, die haben bei langfristigem Zusammensein und langen Freundschaften nur sehr wenig Einfluss. Bei ONS oder Affaire dagegen einen sehr hohen.
Ganz einfach - ein Vertrag sind 2 übereinstimmende Willenserklärungen. Aber jeder Vertrag muss auch mit Leben gefüllt werden - sprich: Beide müssen ihre Aufgaben erfüllen. Und an diesem 2. Punkt ist meist festzumachen, dass mal wieder ein Scherbenhaufen produziert wurde.
 
  • #19
Es kommt ja vor, dass man sich mit einem Menschen gut versteht, emotionale Anziehung vorhanden ist und man sich auch attraktiv bzw. sexuell anziehend findet, aber trotzdem
Ja das kann vorkommen. Man kann einen Menschen attraktiv und sexuell anziehend finden, man kann ihn gerne haben, oder sogar Gefühle entwickeln, aber irgendwas passt nicht, so dass man weiß, eine Beziehung wäre nicht zukunftsfähig. Man lässt es besser gleich.

Zum Beispiel wegen äußeren Umständen, wie großer Entfernung, oder eine Charaktereigenschaft, die mit den eigenen Vorstellungen nicht vereinbar ist.
Oder man versteht sich zwar wunderbar, ist aber im Grunde zu unterschiedlich. Man würde nicht in die Lebensrealität des Anderen hineinpassen.
Dann trifft man die Entscheidung, dass keine Beziehung daraus wird.

In diesem Fall wird man, wenn man so will "gefriendzoned". Wobei der Begriff negativ konnotiert ist. Bzw. man beschließt zusammen, dass eine richtige Partnerschaft nicht drin ist, sich aber dennoch gerne mag.
Man akzeptiert das und hält weiter sporadischen Kontakt, so wie Freunde das eben machen. Man ist so offen zueinander, dass man auch über die neueste "Eroberung" redet usw.
Sowas ist äußerst selten.

Meist gehen diese Art Freundschaften kaputt. Weil sich evtl. irgendwann doch einer der beiden verliebt.

Zum Beispiel soll man nicht schnell mit einem Mann in die Kiste steigen, wenn man als Frau eine Beziehung mit diesem Mann will. Oder es wird Männern dazu geraten einer Frau nicht zu schnell Liebesbekundungen zu machen
Diese Ratgeber sind nutzlos. Authentisch muss man sein. Ehrlich muss man sein. Zu dem stehen, was man macht. Man sollte die Dinge auf sich zukommen lassen, nach Gefühl handeln. Es geht dann entweder gut, oder eben nicht. Denn das ist äußerst individuell, wie Menschen aufeinander reagieren.
Aus diesen Ratgeber-Tipps können dann auch wieder Missverständnisse entstehen.
Der eine denkt der/die will gar nichts von mir, wenn es nicht zum GV kommt, der andere denkt, er/sie will "nur Sex"....usw.

Die Weisheit, die hier schon oft geschrieben wurde:
Wenn es passt, dann passt es einfach. Dann kann man nichts falsch machen. Wenn es nicht passt, dann kann man sich geben wie man will, es wird nicht funktionieren.

Wenn die Frau also Lust hat auf Sex, sich gut fühlt dabei, dann darf sie das auch ruhigen Gewissens machen. Es ist doch Unsinnig, dass sich ein Mann verlieben würde, wenn man ihn auf Abstand hielte, oder er sich nicht verliebt, wenn man GV hätte.
Wenn der Mann seine Liebe gesteht, dann ist der Zeitpunkt einfach für ihn da. Es kann sein, dass das dann auf Gegenseitig beruht, weil es von Anfang an passt. Genauso kann es sein, dass er in der Friendzone landet, ganz egal wie lang er wartet, bis er Gefühle zeigt. Er wäre immer in der Friendzone gelandet.
 
  • #20
Manche Fragesteller im Forum tun sich schwer, die Situation realistisch einzuschätzen... warum auch immer...

Die können selbst nicht einschätzen, ob das Verhältnis genug Substanz für eine Beziehung, Affäre, Freundschaft etc hat. Manche zögern auch, das mit dem jeweiligen Partner abzuklären.
Persönlich verdrehe ich dabei die Augen, wenn ein Paar zwar die Genitalien aneinander reiben kann, die Frage nach dem Status aber zu intim ist.

Oft helfen Erfahrungssätze... z.B. bei Fernbeziehungen, bei denen beide ortsgebundenen sind, ziehen beide nicht um. Der fremdgehende Ehemann, der seit Jahren seiner Geliebten die Scheidung verspricht, wird sich nach Jahren nicht plötzlich von der Ehefrau für die Geliebte trennen. Wer sich einen Player aussucht, bekommt einen Player (außer er ist schwer krank oder alt geworden) usw.
Es gibt dann irgendwo die eine Ausnahme, an diese Ausnahme wird dann alle Hoffnung geklammert.

Nach meinem Eindruck hat das oft mit unsicherem Bindungsstil, Ängsten, von Hormonen vernebelten Gehirnen zu tun

Ja das kann vorkommen. Man kann einen Menschen attraktiv und sexuell anziehend finden, man kann ihn gerne haben, oder sogar Gefühle entwickeln, aber irgendwas passt nicht, so dass man weiß, eine Beziehung wäre nicht zukunftsfähig. Man lässt es besser gleich.
Bei der Sache mit dem Sex gibt es den Erfahrungssatz, dass sich Frauen durch den Sex verlieben und Männer durch das Warten auf den Sex.

Das erklärt die Wissenschaft mit Hormonen, die beim Sex vom Körper der Frau produziert werden bzw. beim Mann weniger produziert werden....
Klar, hier im Forum schreiben jetzt wieder Frauen, dass Sex keine Auswirkung auf ihr Gefühlsleben hätte. Das mag sein. Nach den Erfahrungssätzen sind sie die großen Ausnahmen und vor 50 Jahren fanden das die 68er erstrebenswert.

Für die Frau ist schon sinnvoll, mit klarem Kopf abzuschätzen, ob der Mann zu ihr passt und sich bei dieser Entscheidung den Kopf nicht durch den Gefühlscocktail wegen Sexhormonen vernebeln zu lassen.
 
  • #21
Für die Frau ist schon sinnvoll, mit klarem Kopf abzuschätzen, ob der Mann zu ihr passt und sich bei dieser Entscheidung den Kopf nicht durch den Gefühlscocktail wegen Sexhormonen vernebeln zu lassen.
Da bin ich ganz bei Dir.
Oft liest man dann, man kann ja nichts gegen seine Gefühle machen...
Nur machen meine Gefühle den Mann nicht passend.
Wenn ich mich in einem verpartnerten Mann verliebe, habe ich Pech gehabt.
Realitätscheck, kalt duschen, Stopp. Das geht vorbei.

Es gehört beides dazu - es muss passen, rein sachlich UND die Gefühle müssen stimmen, beidseitig. Das gilt für alle Arten der Beziehungen.

Allerdings
Wenn ich den Status nicht weiß, zweifle, dann ist da nicht der gewünschte Beziehungsstatus.
Ich habe noch nie gefragt, es entwickelte sich und war immer klar.

Ich glaube, wenn diese Frage auftaucht, meist, wenn Partnerschaft gewünscht ist, traut Frau sich nicht zu fragen, weil sie eigentlich genau weiß, dass es keine Partnerschaft ist.

W, 51
 
  • #22
Oft liest man dann, man kann ja nichts gegen seine Gefühle machen...
Für mich ist das eine faule Ausrede. Verliebte Frauen, die meinen, mit Sex den Mann ebenfalls verliebt machen zu können, liegen in der Realität ziemlich daneben. Weder Männer noch Frauen können sich damit rausreden, dass sie hormonvernebelt nicht nachdenken können. Und wenn nicht, dann kann man eben die "Schuld" nicht dem anderen in die schuhe schieben, sondern muss eben selbst das Hirn einschalten.

Realitätscheck, kalt duschen, Stopp. Das geht vorbei.
Eben.

Für die Frau ist schon sinnvoll, mit klarem Kopf abzuschätzen, ob der Mann zu ihr passt und sich bei dieser Entscheidung den Kopf nicht durch den Gefühlscocktail wegen Sexhormonen vernebeln zu lassen.
Für den Mann genauso. Wenn ich eine Fernbeziehung eingehe, liegen die Fakten auf dem Tisch. Bei einer Affäre ebenso. Kann man machen, aber es ist doch im Grunde von vorneherein klar, dass man sich dann nicht später über diese Rahmenbedingungen beklagen sollte.
 
  • #23
Also übergeordnet kann man erstmal, weder einen Kontakt steuern oder beeinflussen, denn jedwede Form davon beruht auf Beidseitiges und normalerweise kann man selbst, jemanden anderen den eigenen Kontaktwunsch oder Liebesgefühle nicht injizieren. Erst wenn beide Interesse an Kontakt haben, weil sie sich sympathisch finden, beginnt das Aushandeln, und hier kann man selbst nur für sich entscheiden, was man haben will, aber kann keinesfalls eine Vorhersage treffen, wie sich ein Kontakt weiterentwickeln wird. Hat man eine Beziehungsanbahnung und die klappt nicht, z.B. wegen fehlender Gefühle, kann man dann zwar noch eine Freundschaft vorschlagen, aber dieses Angebot kann auch vom Gegenüber ausgeschlagen werden, oder zwar angenommen, aber nicht gepflegt. Wer eine Beziehung will versucht es. Wer eine Affäre, F+, offene Beziehung, ONS sucht und eingeht, bekommt erstmal nur genau das, es kann zwar in anderer Form weitergehen, aber dafür bedarf es, dass jemand dafür erneut das geänderte Angebot dem anderen unterbreitet und dieser es dann annehmen oder ablehnen kann. Es sind unterschiedliche Schuhe aufgrund unterschiedlicher Gründe, warum einer jemanden genau dieses Angebot für Freundschaft, Beziehung, F+, etc. vorschlägt. Über Freundschaft, Affäre, F+, ONS in eine feste Beziehung zu kommen, klappt selten (hier müsste man die Gründe sich genau anschauen, warum und ob diese nicht doch variabel sind), ich meine, bspw. jemand ist gerade schlecht aufgestellt und sieht sich selbst als schlechter Beziehungskandidat und schlägt deshalb F+ vor; dann kann es aber doch durchaus passieren, dass er sich entgegen seiner Absicht verliebt, doch es ist dann wieder fraglich und völlig offen, ob diejenige, die mit ihm eine F+ eingegangen ist, es dann genauso empfindet und will. Und im weiteren, tieferen Sinn, gibt es dann noch, bei bereits bestehenden Kontakt zueinander, die eigene Dynamik innerhalb der Beziehung bzw. Kontaktes genau zwischen diesen Personen und hier kann man doch einiges beeinflussen und steuern. Dafür muss man aber die andere Person gut kennen, deren Wünsche & Grenzen. Nur um eine Person dermaßen gut zu kennen, dauert es länger bis man mit deren Denkweise vertraut ist, trifft man meist in Familienverbund, engen Freundschaften und intimen Beziehungen an. Aber es gibt auch Menschen, die verfügen über eine fast übernatürliche Menschenkenntnis, und zugleich über starkes Charisma, und können dann andere schnell in ihrem Sinne manipulieren, indem sie genau die Dinge versprechen, wovon der andere insgeheim träumt.
 
  • #24
Also bitte, das wahrhaftig nicht (entspricht auch nicht auch nicht meiner Erfahrung).
Im meinem Falle kam die Verliebtheit stets über Gefühl, eine tolle und attraktive Frau an Land gezogen zu haben. Das "Warten auf den Sex" gab es in diesem Sinne bei den späteren entscheidenden Beziehungen gar nicht erst.

Bei den ersten Beziehungen habe ich (weiß nicht mehr genau) evtl. länger "gewartet". Aber da war es auf lange Sicht auch enttäuschend (siehe Nachbarthread) und für die Beziehung tödlich.

Jeder halbwegs erfahrene (oder vernünftig beratene) Mann wird sich da auf nicht mehr als 4-6 Dates(oder so, ist einfach auch eine Zeitfrage) vertrösten lassen, und sich entweder veräppelt vorkommen oder den Verdacht haben, dass die Gegenseite Sex eher mehr hinnimmt, denn schätzt oder braucht.

Wir hatte hierzu schon einige Fragen von Männern dazu und fast immer endet das mit Friendzone ! Im umgekehrten Falle übrigens ganz genauso (auch dazu hatten wir schon etliche Fragen)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #25
Bei der Sache mit dem Sex gibt es den Erfahrungssatz, dass sich Frauen durch den Sex verlieben und Männer durch das Warten auf den Sex.
Also beim ersten Teil geh ich noch mit, dazu gibt es wirklich Studien, auch wenn es da genug Ausnahmen gibt Ich hab mich mitnichten in jeden Mann verliebt, mit dem ich Sex hatte. Aber dass Männer sich durchs Warten auf Sex verlieben habe ich noch NIE gehört. Und auch noch nie erlebt. Ich hatte immer recht schnell Sex; die Männer haben sich trotzdem verliebt in mich, auch im Freundeskreis hat das keinen Unterschied gemacht. Es gibt sicher (vor allem in der älteren Generation) noch Männer, die meinen, wenn eine Frau sofort Sex hat, kommt sie nicht als Freundin in Betracht, aber das ist ja nichts hormonmäßiges. Auch da denke ich, wenn sie sich verlieben, ist es ihnen dann auch egal, ob sie früh oder spät mit der Frau Sex hatten. Wenn es so wäre wie du sagst, müssten ja nur alle Frauen den Mann ewig warten lassen, dann verliebt er sich ja automatisch. Äh? Ich würde eher denken, der Mann verliebt sich unabhängig vom Sex, weil das bei ihm eben keine Bindungshormone auslöst. Aber nicht durch KEINEN Sex.
w, 37
 
  • #26
Bei der Sache mit dem Sex gibt es den Erfahrungssatz, dass sich Frauen durch den Sex verlieben und Männer durch das Warten auf den Sex.
Finde ich für Männer eine absurde Darstellung. Bei mir lässt das Interesse an einer Frau nach einer Weile klar nach, wenn sich das Kennenlernen nicht auch auf einer sexuelle Ebene entwickelt. Dann ist aus meiner Sicht in der Regel davon auszugehen, dass ich als Mann in die "Friendzone" abgeschoben bin.
Bei Frauen halte ich das in der Darstellung auch für verkürzt. Dann wäre ja für eine Frau Sex das Hauptkriterium für eine Beziehung.
 
  • #27
Aber dass Männer sich durchs Warten auf Sex verlieben habe ich noch NIE gehört.
Grins - das ist auch Blödsinn. Reines Wunschdenken so einiger Frauen. Aber das wäre, als wenn Mann versuchen wollte, durch Warten auf ein Bier seinen Durst zu stillen ..... auch das funktioniert nicht. Kannst du in jedem Biergarten mit lahmer Bedienung erfragen .....
Eigentlich ist es ganz einfach - wenn wir Männer uns wohl fühlen bleiben wir.
Ob das über "Verlieben " geht - ich weiss es nicht. Wahrscheinlich individuell unterschiedlich.
Wahrscheinlich hilft es allgemein, nachzufragen anstatt zu interpretieren.
 
  • #28
Grins - das ist auch Blödsinn. Reines Wunschdenken so einiger Frauen. Aber das wäre, als wenn Mann versuchen wollte, durch Warten auf ein Bier seinen Durst zu stillen ..... auch das funktioniert nicht. Kannst du in jedem Biergarten mit lahmer Bedienung erfragen .....
Den Bier-Vergleich finde ich gut, weil er klar macht, wie wichtig die innere Einstellung und das Konsumverhalten dazu sind. Da ist Bier und Sex sehr gut zu vergleichen.

Jede und jeder weiss, dass es ein Unterschied ist, ob man sich jeden Abend 3 Bier in den Kopf haut, oder ob man sich auf einer langen Radtour auf das Getränk am Ziel im Biergarten freut.

Konsumiert wird vielleicht die gleiche Flasche Bier. Welche Flasche bringt mehr Freude? Welche Flasche wird mehr geschätzt? Will man selbst lieber Radler oder Kneipenbesucher sein. ist man selbst lieber die Bierflasche des Alkoholikers oder des Radlers usw.

Das Prinzip, dass das Warten auf etwas Schönes dessen Wertschätzung erhöht, wird in so vielen Bereichen genutzt (Vorband-Hauptakt bei Konzert, Adventskalender, Telefonvermittlung im Büro). Das funktioniert und wissen erfahrene Menschen auch. Sicher gibt es wieder Ausnahme wie ADHSler etc.

Spannend finde ich bei Toms Beispiel, dass Sex mit einer neuen Frau mit der Bedürfnisbefriedigung bei Durst verglichen wird.
Ein echter Bierliebhaber (m/w/d) verliebt sich in die schöne Flaschenform, wertschätzt den prickelnden Geschmack auf der Zunge und fährt extra eine Stunde länger für das neue Jubiläums-Bier einer Brauerei. Die Durstbefriedigung ist eher nicht das vorrangige Ziel.

Deshalb stimmt es auch, wenn es nicht um Verlieben, Bindung, Wertschätzung etc geht, sind der Aufwand und Warten vollkommen unnötig.
 
  • #29
verliebt sich in die schöne Flaschenform, wertschätzt den prickelnden Geschmack auf der Zunge und fährt extra eine Stunde länger für das neue Jubiläums-Bier einer Brauerei. Die Durstbefriedigung ist eher nicht das vorrangige Ziel.
Habe ich Durst will ich diesen stillen. Die Befriedigung meines Bedürfnisses ist also mein Ziel. Und nein, ich habe mich noch nie in eine schöne Flaschenform verliebt. Ganz sicher. Der Geschmack ist ein wichtiger Punkt. Der sich mir allerdings erst beim Verkosten erschliesst.
Auch die diversen Warteschleifen am Telefon habe ich noch nie genossen, egal ob mit oder ohne elektronischer Dudelmusik. Eine Frau, die ich damit vergleichen müsste wäre ganz schlicht und einfach durchgefallen.

Ja, die weibliche Entschuldigung für die Warteschleife lautet Vorfreude. Egal, ob sie mal wieder nicht pünktlich ausgehfertig ist oder die Handtasche in letzter Minute noch getauscht werden muss. Oder der Mann auf den Sex warten soll. Die Wahrheit allerdings ist: Mann wartet gerne auf die Frau, die es wert ist. Aber eben nur auf sie. Alle anderen stehen alleine da und wissen dann : der röhrende Motor, den sie während ihrer Steigerung seiner Vorfreude gehört haben war der seines Autos.
 
  • #30
Ja, die weibliche Entschuldigung für die Warteschleife lautet Vorfreude. Egal, ob sie mal wieder nicht pünktlich ausgehfertig ist oder die Handtasche in letzter Minute noch getauscht werden muss. Oder der Mann auf den Sex warten soll. Die Wahrheit allerdings ist: Mann wartet gerne auf die Frau, die es wert ist. Aber eben nur auf sie. Alle anderen stehen alleine da und wissen dann : der röhrende Motor, den sie während ihrer Steigerung seiner Vorfreude gehört haben war der seines Autos.
Hahahhahaha :D Das war gut ausgedrückt.

@Tomyi Es ging doch um die Frage, ob sich ein Mann beim Warten auf Sex verliebt. Das ist einfach nicht so. Vielleicht könnte man sagen, wenn der Mann verliebt ist, dann wartet er länger, sonst geht er eben. Also, vielleicht taugt es dann für manche Frauen als Auswahlkriterium, wenn sie nicht gern Sex haben oder nur, wenn sie in einer Beziehung sind, was ja auch okay ist. Aber nur, weil man das rauszögert, verliebt sich der Mann doch nicht? Oder ist der Sex doch nicht besser? Ich verstehe den Vergleich mit dem Bier bei einer Radtour nicht, jedenfalls kann ich ihn nicht auf Sex übertragen. Oder jedenfalls, ich warte ja dann als Frau auch auf das Bier, ich BIN nicht das Bier, sondern der Sex ist das Bier, und ich muss mich dann genauso gedulden, und wenn das Bier nicht schmeckt, hab ich mich umsonst den ganzen Tag darauf gefreut. Ob es sexuell passt, liegt ja nun ganz sicher NICHT daran, wie lange man darauf wartet. Und war auch nicht deine anfängliche Aussage.
Ich selbst möchte gern recht schnell wissen, ob das Bier mir schmeckt oder nicht bzw. hab einfach Lust auf Bier :) Und bisher ist mir noch nie ein Mann deshalb abgesprungen. Und wenn, dann hätte ich nicht gedacht, hätte ich mit dem Trinken mal gewartet, sondern, schade, aber dann fand er mich eben nicht als potentielle Partnerin toll. Der Sex, äh, das Bier hat also nichts daran ändern können, egal ob früher oder später.
Ich hab eher das Gefühl, Frauen, die so denken, haben selbst nicht so viel Spaß am Sex und sehen ihn eher als Währung, Sex gegen Liebe, die sie dem Mann eben dann geben, wenn er dafür Sicherheit verspricht. Ich meine damit NICHT alle Frauen, die mit dem Sex warten wollen, weil sie sich einfach noch nicht danach fühlen, sondern Frauen, die strategisch denken, ich warte, um zu sehen, ob er auch wartet und damit er sich in mich verliebt (was ich wie gesagt nicht glaube). Diese Frauen denken ja scheinbar, sie selbst sind das Bier, der Preis, den der Mann erringt, der aushält. Klingt nicht nach Lust an der Lust, sondern nach Taktik.
 
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