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  • #1

Woran merkt ihr, dass ihr eine Trennung/einen Korb verarbeitet habt?

Momentan habe ich an einem freundlichen, aber eindeutigen Korb zu knabbern. Ich hatte mich extrem verliebt und will nun nach mehreren Wochen raus aus diesem lähmenden Tief. Meine bisherige Erfahrung ist, dass ich - je nach Schwere des Verliebtseins - ein halbes bis zu einem Jahr brauche, um wieder vollständig offen für neue Beziehungen zu sein. Ich muss aber immer noch an frühere Beziehungen und unerwiderte Liebschaften denken; dann mache ich mir Vorwürfe, etwas nicht bzw. falsch gemacht zu haben oder ich denke wehmütig an die schönen Momente. Bin ich noch nicht darüber hinweg? Vor allem: Woran merke ich, dass ich es verarbeitet habe? m, 28
 
  • #2
TRENNUNG
Man hat seine Altlasten verarbeitet und ist bereit für eine neue Beziehung, wenn man
+ an den Ex denken kann ohne Wut, Sehnsucht, Hass, Ärger, insgesamt ohne dass starke Gefühle hochkommen
+ man über den Ex sprechen oder hören kann, ohne dass es weh tut oder andere starke Gefühle hochkommen
+ man alle juristischen, finanziellen, organisatorischen, formalen und sonstigen Dinge erledigt hat und einen nichts mehr mit dem Ex verbindet

KORB
Also ein normaler Korb sollte einem nocht so weh tun tun, wie Du es beschreibst. Einseitige Verliebtheit kommt vor, aber man sollte als Erwachsener in der Lage sein, zwischen "bin aufgeregt, sie gefällt mir, ich würde gerne" und einem "ich bin richtig verliebt, ich begehre sie, mag sie unendlich gern" zu unterscheiden und sich selbst diesbezüglich zu kontrollieren. Wenn man ersteres merkt ("sie gefällt mir") , sollte man sich nicht gleich reinsteigern und phantasieren, sondern schauen, ob das Gefühl auf Gegenseitigkeit beruht. Wenn nicht, kühöen Kopf bewahren, ablenken und das Leben geht weiter. Gar nicht erst Stufe zwei zulassen. Solange bleiben Körbe dann nämlich auch rational verarbeitbar!

Ansonsten gilt das gleiche: Man ist drüber weg, wenn man an den anderen ohne Sehnsucht, ohne Herzklopfen, ohne Wut und Ärger denken kann. Das sollte bei normalen Körben eigentlich nur einige Tage, bei intensiven Flirtereien vielleicht maximal zwei Wochen dauern. Ein Korb ist keine Trennung! Wo keine Beziehung war, kann auch nichts getrennt worden sein!
 
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  • #3
FS
Hm, dann bin ich wohl in einer extremen Situation - eindeutig Stufe zwei. Habe ihre leichten Zeichen möglicherweise überinterpretiert, obwohl ich auch zwischendrin kleine Anzeichen bemerkte (und die mich hinsichtlich Chancen kurzzeitig zweifeln ließen).
Ich frage mich, ob das "Window of Opportunity" nicht einfach so ideal offen stand, ich mich vielleicht auch verlieben wollte. Es schien im Großen und Ganzen alles zu passen. Tja...
Zwischenzeitlich fühle ich mich besser, aber dann kommt es unvermindert wieder, dass ich mich frage, was das ist, wann es endlich verwunden ist.
 
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  • #4
@2
Tröste dich...
Mir geht's genau so!! Und zwar seit mehreren Wochen.
Die EP-Frau geht mir nicht mehr aus dem Kopf...
Das geht soweit, dass ich absolut keine Lust mehr verspüre, hier weiter zu suchen.
Rational gesehen bringt das mir zwar gar nix, sie wollte eben nicht!
Ich bin einfach nur noch unsicher, weil ich keinerlei Anzeichen bemerkt habe....
Ziemlicher Mist alles! ;-(
35,männlich
 
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  • #5
Liebe FS
ich denke, dass dieses Gefühl alle kennen. Ich bin auch so jemand, der Jahre braucht, um eine Trennung zu verarbeiten.
Rückblickend kann ich nur sagen, dass ich mich besser auf den nächsten eingelassen hätte: dann hätte ich es besser verarbeitet.
dieses lange trauen bringt nichts, also lass dich so schnell wie möglich auf was neues ein; auch wenn es nicht die große Liebe werden sollte
 
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  • #6
Tiefe Gefühle, vor allem, wenn sie sich auf flüchtige Bekanntschaften beziehen, haben viel mehr mit uns zu tun, als mit der Person, der sie (scheinbar) gelten. Vor allem zu Beginn einer Beziehung prasselt ein Trommelfeuer von Erfahrungen, Hoffnungen, Träumen und Wünschen auf uns ein, die sich alle in dieser einen Person zu kulminieren scheinen. "Blind vor Liebe" eben.
Frage Dich selbst, in Deinen Gedanken, Träumen und Tagträumen, wann diese Gefühle wirklich angefangen haben. Unerfüllte Bedürfnisse vielleicht, denen Deine Mutter nicht gerecht werden konnte, eine besonders zugewandte Lehrerin, die erste uneingestandene Liebe, was auch immer. Es sind Gefühle, die Du noch nicht verarbeitet hast, deren Verarbeitung/Erfüllung Du aber von dieser einen Person erwartet hast, deren Verlust Du jetzt bedauerst. Wobei hätte sie Dir helfen können? Welche Gefühle hättest Du mit ihr haben können? Was hätte sie für Dich tun können/sollen/müssen? Suche die Antwort IN DIR SELBST, denn kein Mensch auf der ganzen Welt wird Dir jemals den Weg ebnen können, der Dich (wieder) beziehungsfähig macht.
Dass Du ein Jahr an der Verarbeitung einer Enttäuschung knapperst, ist nicht ungewöhnlich für einen empfindsamen, lernwilligen Menschen. Veränderung braucht Zeit. Neue Strukturen müssen im Gehirn erst geschaffen werden und das geht nicht von heute auf morgen. Experten sagen, das Gehirn braucht mindestens 21 Tage um alternative Wege überhaupt erst gangbar zu machen und dann braucht es noch viel mehr Zeit, um über die alten eingefahrenen Wege Gras wachsen zu lassen, damit wir nicht mehr in das "alte Leiden" zurückfallen.
Eine (Ent)täuschung hast Du einigermaßen verarbeitet, wenn Du mit einfachen Worten beschreiben kannst, welche Fehler Du in der Vergangenheit gemacht hast und was, in erster Linie, deren Ursache war. Frei für eine neue Beziehung bist Du, wenn Du weißt, dass DU DICH SELBST verändert hast und nicht mehr auf die alten Beziehungsmuster zurückgreifst.
Wenn ein Menschen glaubt, letztlich auf immer den alten Wegen an ein großes Ziel zu kommen, führt das dazu, dass unerfüllte Beziehungen mit immer neuen Partnern auf immer die alte Weise beginnen und enden. Du kannst Dir selbst und Deiner zukünftigen Partnerin diesen Kummer ersparen.
 
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  • #7
Da sage mir noch ein mal Männer wären so lose Vögel, die wie eine Biene von Blume zu Blume hüpfen und sich nichts dabei denken.

#1 Es ist ja schön und gut wenn Du dass so hin bekommst. Es ist auch richtig, dass da wo nichts zusammen war, man sich nicht so reinsteigern sollte. Nur wenn das Gefühl einen einfach an die Hand genommen hat und mit einem selbst auf und davon, dann klappt das mit dem Kategorisieren, "gefällt mir ganz gut", etc. eben nicht mehr.

Um drüberweg zu kommen gibt es viele Strategien. Die eine ist so schlecht oder gut wie die andere. Ist wie ein Mittel gegen Schnupfen, das in 7 Tagen etwas bringt und wenn man nichts einnimmt ist der Schupfen in einer Woche weg.


Sich ablenken, mit Freunden ins Kino gehen, Lesen, Sport, irgendetwas unternehmen, damit man merkt, he...die Welt ist auch ohne diese eine bestimmte Person schön.

Irgendwann wacht man auf und stellt fest, dass man an die Person bereits eine Woche oder mehr überhaupt nicht mehr gedacht hat und wenn man in sich hineinfühlt, dann merkt man, es tut nicht mehr weh. Man lacht, schmeißt die Bettdecke weg und schmeißt sich wieder ins Leben.

Wenn man vorher eine Zeit allein war und nach der unerwiderten Liebe ebenfalls eine Weile, dann besteht die Gefahr, dass man den Gedanken, an diesen Menschen nicht aufgeben will, denn irgendwie ist die Person dann ja doch bei einem und man fühlt sich nicht so einsam. Diese liebevollen Träumereien, die jeder Grundlage entbehren, wärmen einen. Und dieser "erträumte" Partner wird immer perfekter, denn er widerspricht nicht, ist zeitlos schön, hat nie schlechte Laune oder Mundgeruch, usw.

Allein, man hängt einer Illusion nach und verbaut sich die Chance einen Partner aus Fleisch und Blut kennen zu lernen. Und es vergeht viel (Lebens-)Zeit, die man mit einem realen Partner hätte erleben können.

Den Realitäten ins Auge zu blicken ist stets schwer, aber es gibt leider dazu keine Alternative. Sie stand nun mal nicht auf Dich. Nach einer gewissen Trauerzeit muss das Leben weitergehen, dass bist Du Dir selbst gegenüber schuldig.

m / 46

PS: Ich befürchte, Du bist ein "Wiederholungstäter". Erkenne Dein Muster und löse es auf!
 
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  • #8
@2 u. @3gut, wenn frau merkt, dass es den Männern auch so geht und nicht nur wir leiden, Danke dafür....ganz ernst gemeint.

Wenn es eine Beziehung war, es tolle Momente gab und alles zu passen schien und einer dann aussteigt, ohne Zeichengabe, das haut ins Kontor. Meine Erfahrung ist, es dauert 3-6 Monate bei kürzeren Beziehungen und maximal 1.5 Jahre bei längeren,also die akute Verarbeitungsphase, das da immer noch was hochkommt, später ist normal, aber tut nicht mehr weh.

es wird weniger: es gibt zwei Methoden, die helfen, aber das beste ist die Zeit!!!

Frau, 46
 
  • #9
Lieber Fragesteller:
Ich denke, dass man an wenigen Punkten erkennen kann, ob man(n) es verarbeitet hat:
- ich verspüre wieder Lust am Flirten (und am Leben)
- die Erinnerungen werden sehr wenig und im Falle des Darandenkens verfällt man nicht wieder in einem Endlos-Tief

Das man bei einem Korb solange daran zu knabbern hat, verwundert mich ehrlich gesagt...
 
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  • #10
Wenn man nicht mehr darüber nachdenkt; nicht mehr das Bedürfnis hat, irgend etwas aus dieser Zeit ergründen zu müssen, wenn man Plätze aufsuchen kann - Musik hören kann (etc.) die man vorher gemeinsam gehört hat und der Herzschlag sich nicht mehr beschleunigt und ohne Wehmut, dann ist man darüber hinweg.

Liebe Fragestellerin, wenn Du darüber hinweg bist, hast Du nicht mehr das Bedürfnis, diese Frage irgend jemandem zu stellen :)
 
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  • #11
@3
Woher weißt Du das sie nicht wollte? Hat sie es dir direkt gesagt oder ist das eine vermutung von dir?
 
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  • #12
Ja und auch Frauen bekommen von Männern Körbe und die leiden auch wochenlang. Und dann trifft man wieder auf das Profil und der Typ schreibt einem wieder einen Gruß. Alles wird wieder aufgerissen und man hat neue Hoffnung. Vielleicht überlegt er sich es doch noch mal? Aber er hat nur den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen, es dann gemerkt und sich wieder nicht mehr gemeldet. Ist das schrecklich!
 
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  • #13
Hatte letztens eine ähnliche Situation, d.h. rel. einseitig, da sie aber s e h r nett war, hatte ich während unseres Mailkontaktes die Möglichkeit, mich wieder davon zu distanzieren (was mir eben nicht leicht fiel). Danach hatte ich auch eine gewisse Zeit keine Lust mehr zu suchen. Im Nachhinein bleibt mir der Kontakt in guter Erinnerung, weil s i e ihn nicht einfach abgebrochen hat. Anscheinend ein Idealfall eines Korbes!?
M
 
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  • #14
einspruch, #5! das kannst du nicht pauschalisieren - auch hier gilt: individualität.

ich kann zwar beim ersten treffen schon für mich sagen, ob derjenige für mich interessant sein könnte, verliebe mich aber nicht schnell (das kann wochen dauern). ich bin ein kopfmensch (wachstumserwartung absolut), habe erstmal gar keine "erwartungen" an eine beziehung (die muss sich doch entwickeln können).
erst dann kommt langsam das immer tiefere gefühl.

trotzdem habe ich bei der letzten "beziehung/affaire" extrem gelitten, obwohl die nur 2 monate dauerte (er hatte ohne kommunikation mit mir hier hinter meinem rücken weitergesucht, obwohl unser status klar war - die kommunikation mit anschließender trennung habe ich herbeigeführt!). nachdem ich doch schon einige mehrfach-dates hatte, habe ich mich erstaunlicherweise in diesen typ für meine verhältnisse recht schnell verliebt.

eine langjährige freundin (geschieden und mit viel männer-erfahrung und sehr gutem instinkt) habe ich seine sms an mich lesen lassen.
ihr kommentar: "mensch, der hat dich ja echt in sicherheit gewiegt". (u. a. ein zitat: "you're the one and only..." - rückblickend betrachtet fühle ich mich bei dem gedanken an alleine diese sms noch verarscht!)

wegen der selbstreflektion und der weiterentwicklung meines inneren fragte ich bei der freundin nach, ob ich das vielleicht nur so hätte sehen wollen...?
"nein", kam als antwort von der freundin, "er hat ja hier geschrieben, dass er es ernst mit dir meint und das vertrauen und ehrlichkeit das wichtigste für ihn sind. und auch die anderen sms, der hat dir ja echt honig ums maul geschmiert... du bist einfach nur zu anständig und vertrittst noch werte, die andere nicht vertreten. was du sagst, meinst du so - andere meinen es halt nicht so."

fazit: ich bin nicht mehr "anständig", bin zur zicke mutiert, mache mein eigenes ding (egal, was mein neuer partner dazu sagt), gehe (kaum noch) kompromisse ein, komme dem anderen erst dann entgegen, wenn er in vorleistung gegangen ist...
trotzdem erwarte ich immer noch nichts von einer beziehung - ausser, dass sie sich entwickelt.

meinen jetzigen partner kenne ich von früher aus dem bekanntenkreis (das ist unser zweiter anlauf...) und der frisst mir, der zicke, plötzlich aus der hand, tut alles für mich, obwohl er "eigenlich nicht mehr lieben kann" (seine eigene aussage).
für mich schon wieder eine situation, in der ein ungleichgewicht herrscht, nicht auf "augenhöhe"... das ist doch auch alles mist!

so, und wie krieg ich das jetzt wieder weg? mit nem töpferkurs...?
so kommt mir nämlich die aussage von #5 vor: psychiologie vom küchentisch, sorry. in jedem zweiten thread im forum werden solche aussagen fast sektenmässig runtergebetet.

man kann nicht pauschal raten, wann und wie eine trennung zu verarbeiten ist. man kann nur seine eigene, individuelle sichtweise weitergeben, die ich hiermit abgebe:

korb: ist mir egal.
trennung: hängt von vielen faktoren ab, nicht nur von der dauer.

w, 42
 
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  • #15
@10
Nein, direkt gesagt nicht!
Aber direkt geschrieben, einen einzigen Satz!!
Da dachte ich, mir zieht's den Boden unter den Füßen weg...
Ich war bzw. bin wirklich sehr stark verliebt in sie, wir hatten uns einige Male gesehen.
Und das Schlimme ist, man sieht sich ja leider niemals mehr wieder.
Wie gesagt, rational kann ich mir meine momentanen Gefühle nicht erklären.
Ja,ja....auch Männer können durchaus sensibel sein!
35,männlich
 
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  • #16
zu #13

Wunderbare Zeilen von dir, danke!

Erschreckend, dass es immer wieder solche Menschen gibt, egal ob Mann oder Frau, die keine Werte mehr haben, bzw. sie vielleicht noch nie hatten und emotional unreif sind und mit nicht ehrlich gemeinten Vetrauensbekundungen andere Leute "verars.....".

Zu dem Thema Zicke, fällt mir nur das Buch ein: Brave Mädels kommen in den Himmel, böse Mädel überall hin. Da wird dieses "Zicken" Verhalten beschrieben und empfohlen. Inzwischen bin ich davon überzeugt, dass es kein Zickenverhalten ist, sondern wir es nur so empfinden, weil wir vielleicht früher viel zu brav waren und nicht das richtige Mass am Verhalten Männern gegenüber hatten.

Meine Erfahrungen sind nämlich auch so, dass je uninteressierter ich war und mein eignes Ding gemacht habe, desto mehr "lief" der Mann hinter mir her und zeigte Interesse an mir. Lief es anders rum, zeigte ich Interesse etc. dann haben die Männer teilweise ein Verhalten an den Tag gelegt, was absolut unreif und unmöglich war.

Mir scheint, dass in Beziehungen sich immer bzw. meistens die falschen Pole aus irgendeiner Gesetzmäßigkeit anziehen und deswegen auch so viele Beziehungen/Ehen dann letztendlich scheitern.

w (46)
 
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  • #17
@14 von @10
Weiss sie das du in sie verliebt bist ? Vielleicht sollte es einfach nicht sein,weil die Situation sehr unpassend war oder du nicht ihr Typ bist.Du hast wohl ziemlich viele" Schmetterlinge im Bauch". Gefühle kann man nicht erklären nur empfindet es jeder anders, kann manchmal sehr weh tun!
 
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  • #18
@ #13:Deine Erfahrung bewirkt natürlich wg. Selbstschutz, daß Du eine Barriere aufbaust. "so, und wie krieg ich das jetzt wieder weg? mit nem töpferkurs...?": ich weiß nicht, ob ich Deine Frage jetzt sinngemäß richtig interpretiere, will es mal vielleicht so ausdrücken: ist es möglich, trotz dieser Barriere einen Vertrauensvorschuß zu "investieren", ohne sich dabei emotional auf Glatteis zu begeben? Oder nochmal anders ausgedrückt: muß ich dabei mehr oder weniger zwingend die Fähigkeit zu lieben/mich zu verlieben verlieren. Irgendwie erscheint mir das wie ein innerlicher Riesen-Spagat.
Auch mein Schwerpunkt liegt auf Wachstumserwartung, aber wie erkenne ich jemanden, der dies auch wirklich so meint und wieviel Vertrauensvorschuß muß ich dabei leisten (ganz ohne wird es wohl nicht gehen?
m/44
 
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  • #19
#13 @ #17:
>>Oder nochmal anders ausgedrückt: muß ich dabei mehr oder weniger zwingend die Fähigkeit zu lieben/mich zu verlieben verlieren. Irgendwie erscheint mir das wie ein innerlicher Riesen-Spagat.<<

ja, das ist ein riesen-spagat - und der ist nicht hinzukriegen.
kann nur für mich sprechen:
in meiner jetzigen partnerschaft merke ich meine zurückhaltung, mein "emotional nicht öffnen" selber und "leide" darunter, weil ich eigentlich viel mehr geben will, mich aber aufgrund der erlebnisse (begangener vertrauensmissbrauch an mir, die ich vertrauensvorschuss gewährt hatte!!!) nicht traue.

dadurch ist der jetzige partner, der sein eigenes päckchen mit sich herumzutragen hat, ebenfalls der leidtragende. beide können wir nicht aus unserer haut, wir hoffen jedoch, durch "miteinander sprechen" uns gegenseitig zu helfen, die alten knoten "durchzuschlagen".

nur: dadurch dass ich jetzt so ein super-überflüssiges päckchen mit mir rumschleppen muss (hätte ich mir gern gespart), habe ich nicht mehr soviel kraft, meinen partner phasenweise mit seinen päckchen so zu unterstützen, wie ich das unter normalen umständen gekonnt hätte.

fazit: das kommt davon, wenn man jedem dahergelaufenen sch... verkäufer jeden mist glaubt ;-)
es geht auch nicht mehr um diesen sch...verkäufer - der kann sich nur selber ändern, der wird wahrscheinlich nie begreifen, wie sehr man einen anderen menschen durch unehrlichkeit verletzen kann, ist mir aber wurscht. hauptsache, ich erwische nie wieder so einen kerl.

aber auch ich kann nur mich selber ändern. das habe ich durch diesen vertrauensmissbrauch leider nun zum negativen unabsichtlich getan.
vorher war ich anders: habe vertrauensvorschuss gegeben und war uneingeschränkt beziehungsfähig und -willig... jetzt bin ich eben ungewollt "zicke" (dem sch...verkäufer hätte die "zicke" wahrscheinlich besser gefallen, als einfach nur eine ehrliche, liebe, anständige, zuverlässige...)

ist das fair?

w, 42
 
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  • #20
#17 @ #18: Fair oder nicht, kann man, glaube ich, so nicht sagen:

1. Für Dich selbst ist die Vorsicht notwendig, auch wenn Du darunter leidest (solange bist Du ja zum Glück nicht innerlich komplett "zu"),

2. "dem sch...verkäufer" war es egal, er hat es ja miteinkalkuliert, die Fair-Frage stellt sich da nicht

3. vielleicht gibt es noch eine 3. Perspektive:
"(dem sch...verkäufer hätte die "zicke" wahrscheinlich besser gefallen, als einfach nur eine ehrliche, liebe, anständige, zuverlässige...)": mag sein.

Ich versuche mal, "herumzicken" ins Positive zu drehen:
"herumzicken" heißt doch auf irgendeine Art auch, Spannung zu erzeugen. Spannung durch wechselnde Distanzierung und Annäherung. Dabei werden Grenzen erkennbar, für sich selbst und dem anderen gegenüber. Dadurch ergibt sich im Laufe der Zeit ein Gesamtbild a) von Dir selbst, b) vom (möglichen) Partner und c) von der "Beziehung". Von da könnte man sich doch wieder bei der Wachstumserwartung angelangt sehen?
m/44
 
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  • #21
Der FS

Ein Gedanke, der mich (zumindest gestern Abend) etwas ruhiger werden ließ, war der, dass sie bestimmt nicht die einzige "Idealbesetzung" für mich sein kann, dass es doch noch mehr geben muss!!! Soweit die Überlegungen, die zwischenzeitlich helfen.
Doch dann erhebt die Erfahrung ihren Einspruch gegen die Theorie: bis ich wieder eine Frau treffe, die mich derart begeistert, kann es Jahre dauern und dann bin ich zu aufgeregt, als dass es wirklich gelingt.
Wenn ich jetzt resümiere, bin ich bei einer Trennung nach zweijähriger Beziehung v.a. deshalb ganz gut hinweg, weil wir es wochenlang diskutiert haben und einander verziehen haben; nun sind auch Begegnungen nicht mehr schmerzhaft. (Ab und zu nur noch Erinnerungen an die schönen Momente, aber das ist wohl unbedenklich.) Dann noch ein Korb vor Jahren, wo ich auch viel gelitten habe, aber eine Freundschaft draus wurde.
Bei den anderen Körben und Trennungen blieb jedesmal ein schaler Beigeschmack dominierend.

Geht es euch allen so, dass eine Trennung/Korb doch im Innersten einen kleinen Stachel hinterlässt, der nicht geht?
Ist es überhäupt realistisch, dass man es jemals wirklich vollständig verkraften kann? Kann man wieder so unbefangen wie vorher sein?
 
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  • #22
@16 von #14
Ja, ich hab's ihr relativ klar kommuniziert, dass ich mir (nach dem dritten Date) durchaus ''Mehr'' vorstellen könnte!!
Und ja, ich habe momentan wirklich ziemlich viele Schmetterlinge im Bauch! ;-(
Sowas kommt nun auch nicht unbedingt alle Tage vor, zumindest bei mir nicht!
Tja, ich war eben leider nicht ihr Typ, bzw. sie hat andere Vorstellungen...
Das akzeptiere ich natürlich, aber Mist es trotzdem...
35, männlich
 
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  • #23
@#21
Ich glaube nicht, dass die Zicke ihm besser gefallen hätte.
#13 u. 18 hat gut in sein Beuteschema gepasst, was ihn aber nicht daran hinderte, mehrere Baustellen offen zu haben.
Er wäre immer mehrgleisig gefahren.
Liebe #13, lies mal "Heirate niemals einen Udo", da wirst Du unter dem Vornamen R. wunderbar aufgeklärt, an wen Du da leider geraten bist.
E45
 
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  • #24
# 18 @ #21:
pkt. 1: falsch.
pkt. 2: wohl wahr.
pkt. 3: vielleicht. anfangs war mir sein ständiges gesimse zuviel. dauernd musste ich antworten. auch das "jeden-tag-sehen-wollen/müssen" war arg gewöhnungsbedürftig für mich (seine freiheit ist meine freiheit - meine freiheit ist seine freiheit...) aber: man gewöhnt sich ja so verdammt schnell...
und: man will dem ganzen ja eine chance geben und den anderen nicht gleich mit "gezicke" vergrellen... und man fühlt sich ja auch geschmeichelt, wenn der andere einen jeden tag sehen will...

übrigens: spannung wird m. e. nicht durch das "nähe-distanz-spiel" erzielt, sondern durch das "sich-so-gut-kennenlernen-dass-man-die-einzelnen-facetten-des-gegenübers-erkennt-und-schätzt-spiel".

wer meine grenzen ausloten will, sie von selbst nicht erkennen kann oder will und sie dadurch ausreizt, der ist von der persönlichkeit her sowieso als partner in frage zu stellen.
denn das läuft m. e. auf manipulationsversuche hinaus - also unehrlichkeit und keine sensibilität den gefühlen des anderen gegenüber (s. a. #25 in http://www.elitepartner.de/forum/was-bedeutet-die-frage-bist-du-spontan.html - aber den kennst du ja.)

für "wachstum" braucht es m. e. länger als 8 wochen.
von einem mittvierziger mit beziehungs-/eheerfahrung, der immer noch "schicksalserwartung" in der analyse stehen hat, würde ich jeder frau mit wunsch nach einer ernsthaften partnerschaft abraten.
denn: nach meiner erfahrung ist das ein zeichen für flatterhaftigkeit und unstetigkeit weil man(n) darauf warten, dass man(n) von einer frau "umgehauen" wird ohne selbst was dazuzutun.

in einem gewissen alter mit einer gewissen wie auch immer gearteten erfahrung sollte einem klar sein, dass es die wundersamen schmetterlinge auch mal starthilfe benötigen - und die kann nicht immer nur von einer seite kommen.

w, 42 - saturday night fever!
 
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  • #25
#18 @ #21: mist, jetzt muss ich nochmal texten, weil ich die vorversion verbaselt habe...

ad 1: falsch.
ad 2: wohl wahr.
ad 3: umgekehrt wird ein schuh draus: wenn der eine zicke haben will, muss ich seine persönliche reife ziemlich in frage stellen...;-)

spannung wird m. e. nicht durch das "nähe-distanz-spiel" erzielt.
spannung wird durch das "ich-lerne-den-partner-im-laufe-der-zeit-in-allen-seinen-facetten-kennen-spiel" erzielt.
grenzen: wer nicht sensitiv genug ist und meine grenzen nicht selber sehen kann oder will, sondern sie statt dessen sogar noch ausreizt, der ist m. e. manipulativ egoistisch und kommt für mich nicht in frage. (s. auch #25 in http://www.elitepartner.de/forum/was-bedeutet-die-frage-bist-du-spontan.html - den thread kennst du ja) - alles so erlebt, und doof genug gewesen, das alles mitzumachen. würd mir jetzt nicht mehr passieren, weil: jetzt bin ich nicht mehr "anständig" - jetzt bin ich zicke ;-)
diese menschen sind nach meiner erfahrung weder empathisch noch zur eigenen fehlereinsicht und entschuldigung fähig. so etwas brauche ich nicht.

wachstumserwartung setzt zeit voraus - in 8 wochen kann keiner den anderen in allen seinen facetten kennenlernen und beurteilen.

nach meiner erfahrung würde ich jeder frau, die eine ernsthaft glaubwürdige, aufrichtige beziehung anstrebt (achtung, damit ist n i c h t gemeint: 24h-händchen-halten und nur noch im doppelpack auftreten!) von einem mann, dessen analyse "schicksalserwartung" ergeben hat, abraten.

ein "schicksalserwartender" mittvierziger mit beziehungs-/eheerfahrung, der immer noch glaubt dass die wundersamen schmetterlinge ohne starthilfe flattern, hat m. e. nicht viel aus seinen vorigen beziehungen gelernt.

w, 42 - saturday night fever! - und der süsse bleibt zuhause ;-)
 
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