• #1

Woran merkt ihr, dass ihr DEN PARTNER liebt?

Auf den ersten Blick erscheint die Frage vielleicht unsinnig.
Aber in einem Nachbarthread schrieb jemand: Manchmal liebt man nur die Beziehung oder das, was der Partner tut. Aber nicht den Partner.
Ist das immer so leicht auseinanderzuhalten? Woran merkt ihr, dass ihr DEN PARTNER liebt?
 
  • #2
Manchmal liebt man nur die Beziehung oder das, was der Partner tut. Aber nicht den Partner.
Ist das immer so leicht auseinanderzuhalten

Sollte es sein.

Obiges ist der reine Nutzen - man mag den Status verpartnert, evtl. gibt es soziale Benefits, Benefits im Lebensstandard
Oder ganz einfach, klingt zumindest nicht ganz so berechnend, ist es aber im Kern
man genießt es, dass da jemand ist, mit dem man lacht, etwas unternimmt.
Genau so freut man sich über Dinge, die einem ein*e Partner*in macht.
Oder man ist stolz auf die/den Partner*in, weil sie /er irgendwo "wichtig" ist, dass auf einem abfärbt.

Das ist eher berechnend, abwägend, da ist keine Liebe, sondern eben Nutzen in vielerlei Hinsicht.

Liebe zur/zum Partner*in ist etwas ganz anderes, da geht es um diesen Menschen mit allen Facetten. Das ist Gefühl.

Für mich das PLUS zu Zuneigung, Anziehung, Wertschätzung, Respekt - mein Herzensmensch, wo ich mich freue, dass es ihn gibt. Dass er ist, wie er ist.

Ob es DER PARTNER ist, war Deine dnächste Frage.
Kann man das je sagen - die EINE Liebe, DER /DIE PARTNER*IN?
Mir zu große Worte.
Ich hoffe es, aber was die Zeit bringt?
Er ist es jetzt, mit Sicherheit.

W, 51
 
  • #3
Hallo Genuss!
LIEBE definiert doch jeder Mensch anders.
Die LIEBE die ich für meinen Partner empfinde zeigt sich in vielen kleinen Dingen
z.B.
- ich sehe ihn an und fühle "Wow ER ist toll" und mein HERZ fühlt sich warm an
- er zieht mich sexuell an
- er nervt mich nicht ;-)
- wenn wir zusammen einen Lach-Flash haben können
- ER respektiert mich, so wie ich bin
- ich liebe seine Nähe
- ich verhalte mich exklusiv
- ich möchte nichts an IHM ändern... ER muss unbedingt so bleiben wie er ist
so könnte ich die Liste noch weiterführen.

Jedoch bin ich auch in einem Lebensabschnitt mit Ü50 angekommen, wo ich vieles gelassener sehe und meinen Partner auf eine andere Weise liebe, wie vielleicht frühere Partner. Da waren andere Parameter wichtig für mich, die ich heute nicht mehr zur authentischen "LIEBE" zähle.

w/53
 
  • #4
Ganz grob würde ich sagen: wenn er (und seine Bedürfnisse) mir wichtig sind und wenn ich gerne Zeit mit ihm verbringe, dann liebe ich ihn.

Ich finde die Frage übrigens sehr gut. Meist ist es ja anders herum: man möchte etwas vom anderen und fragt sich beispielsweise „Liebt er mich?“. Immer wenn so ein Gedanke auftaucht ist es gut, den Spieß umzudrehen und sich zu fragen, wie das bei einem selbst ist.

Viele Grüße
Trixie (w, 45)
 
  • #5
Manchmal liebt man nur die Beziehung oder das, was der Partner tut.
Das war ich. Und Lionne hat es schon in #1 beschrieben.
Ich kann vielleicht ein Beispiel erfinden: Wenn ein Mensch verlassen wird von seinem Partner, mit dem er gern noch zusammengeblieben wäre, dann muss er durch eine Trauerphase (es sei denn, der andere bedeutete ihm nichts bzw. der Verlassene selbst hatte schon lange kein Interesse mehr an der Beziehung). Manchmal versucht derjenige die Trauerphase aber zu umgehen. Dann muss schnell ein Partner her, der aber vom Gefühl her gar nicht gesehen wird, weil das Gefühl ja noch mit dem/der Ex beschäftigt ist. Es wird vielleicht sogar verglichen, aber es wird sich nicht richtig eingelassen auf den anderen. Dessen emotionale Bedürfnisse zählen gar nicht, können gar nicht zählen, weil für die keine Energie frei ist. Und statt dass dieser neue Partner einfach wieder geht, weil er merkt, hier kommt nicht viel bis nichts, bleibt er und fängt an, sich zu bemühen. Alles dreht sich quasi nur noch um den Verlassenen und wie man von ihm Liebe bekommen kann.

In so einer Konstellation liebt der Verlassene seinen neuen Partner nicht, aber kann trotzdem toll finden, was der Neue alles macht und tut für die Beziehung. Insbesondere, wenn der Ex des Verlassenen gar nichts mehr getan hat, ist der Verlassene ja ziemlich ausgehungert nach Zuwendung und dass mal wichtig ist, dass es IHM gut geht.
Der Neue ist total verliebt, der Verlassene nicht und mit dem Ex befasst, die Beziehung beruht nicht auf Liebe.

Ob sich die noch einstellen kann, sei mal dahingestellt. Ich denke aber, dass leider viele "Neue" mit so einem Partner, der mit der Exbeziehung emotional noch nicht abgeschlossen hat, baden gehen.

Ein anderes Beispiel ist ein Paar, A und B die Partner, und B sehnt sich nach irgendwas, das A nicht gibt. Dann kommt der Dritte C, der das Ersehnte im Überfluss gibt, aber eben nur deswegen interessant ist. Beispiel: Verheirateter Mann mit Affärenfrau. Die macht natürlich alles mögliche für ihn, damit er sich trennt und sie natürlich besser findet als die Ehefrau. Endlich geht eine Frau auf ihn ein, aber eigentlich wünscht er sich das aber von SEINER Frau. Also wird die "Geliebte", die vielmehr nicht geliebt wird, sondern eben die Ehefrau, auch nicht "gefühlsmäßig gesehen".
Ist nun keine PARTNERschaft, aber auch hier wird ja von Liebe geredet und es ist keine da.

Auf Dein Thema bezogen: Schwer zu beschreiben. Ich persönlich merke es daran, dass ich innerlich ganz ... weich und warm werde und lächeln muss, wenn ich an ihn denke. Das passiert mir aber bei jedem Menschen, den ich liebe, nicht nur beim Partner. Es geht einem das Herz auf, trifft es wohl ganz gut.
 
  • #6
Manchmal liebt man nur die Beziehung oder das, was der Partner tut. Aber nicht den Partner.
Ist das immer so leicht auseinanderzuhalten? Woran merkt ihr, dass ihr DEN PARTNER liebt?
Diese Frage muss auch umgekehrt gestellt werden, woran merke ich, dass mein Partner mich liebt?
Auf deine Frage jedoch jetzt einzugehen, gibt es ein wir bei dir, fühlst du im tiefen Herzen, dass dir dein Partner als Mensch ganz wichtig ist, gibt es eine Herz - Verbundenheit, eine Seelenverbundenheit, glaubst du fest und echt, ohne Einschränkung, dass du eine sehr gute und vertrauensvolle Beziehung lebst?
Willst du wirklich diese Beziehung, redet ihr in der Beziehung über alle Themen, über alle Probleme, die es geben könnte, oder die es gibt, oder besprichst du Probleme etwa mit Drittpersonen? Willst du mit dem Partner alt werden, gibst du der Liebe die nötige Zeit, entscheidest du dich jeden Tag von Neuem für diese Liebe, oder schwankst du manchmal und bist dir unsicher dabei? Nur wenn du echte, wahre Liebe in deinem tiefen innern fühlst, ist sie somit da und auch in diesem Sinne für dich wahr. Spüre und fühle in deinen Körper hinein und fühle ob du Liebe findest, wenn du an deinen Partner denkst!!
 
  • #7
Interessante Fragestellung.

Für mich das PLUS zu Zuneigung, Anziehung, Wertschätzung, Respekt - mein Herzensmensch, wo ich mich freue, dass es ihn gibt. Dass er ist, wie er ist.

Aber ist das nicht letztlich auch nur die Erfüllung der eigenen Wünsche und Bedürfnisse?

Würde man den Partner auch lieben, wenn er absolut nichts für einen tut, woraus man einen Nutzen zieht?

Sei es nur zu inspirieren, zum Lachen bringen, etc?

Ich meine Nein.
 
  • #8
Ich bin ja leider nicht in einer Langzeitbeziehung. Daher bin ich wie meine Freundinnen sagen wohl sehr utopisch und realitätsfern. Ich denke, ich habe einen Mann geliebt . Innerhalb von Sekunden habe ich mich in ihn verliebt und fühlt mich irgendwie angekommen . Als wir das erste mal zusammen übernachteten hatte ich am nächsten Morgen das Gefühl , neben diesem Mann möchte ich mein ganzes Leben lang aufwachen. Ich fand ihn super sexy und habe ihn sehr begehrt obwohl ich eigentlich eher verklemmt war . Es gab keine Scham . Wenn ich traurig und am Boden zerstört war hat er mich in deiner ruhigen und humorvollen Art aufgerichtet . Ich fühlte mich ihm zeitweise so nah , wie es nur selten vorkommt im Leben . Kein Papier passte zwischen uns . Oft war ich anfangs gekränkt und emotional, aber mit den Jahren verstand ich ihn immer besser und wurde immer großzügiger. Er hatte auch viel Nachsicht mit meinen Schwächen und wir konnten darüber lachen . Er war ein Antiheld , er machte nie Karriere , weil er seine Ellenbogen nicht einsetzen wollte . Er riskierte seinen Job weil er keine Statistiken fälschen wollte . Er war integer und loyal . Er war mein Held . Er sprach ganz wenig, dafür ich um so mehr aber war auf deine stille Art so lustig und klug. Er hat eine andere Frau geheiratet aber ein Teil von ihm wird immer in meinem Herzen bleiben . Wir haben keinen Kontakt mehr aber ich weiß, dass er sehr traurig darüber wäre , wie viel Leid mir seitdem widerfahren ist .
 
  • #9
Ob es DER PARTNER ist, war Deine nächste Frage.
Kann man das je sagen - die EINE Liebe, DER /DIE PARTNER*IN?
Mir zu große Worte.

Nein, so war es nicht gemeint, also nicht DER Partner (die einzige große Liebe), sondern DER PARTNER, und eben nicht die Beziehung oder was er tut.

Da waren andere Parameter wichtig für mich, die ich heute nicht mehr zur authentischen "LIEBE" zähle.

So geht es doch sicher vielen. Mit über 50 werden wir vielleicht "weise", aber alle Jüngeren sind doch nicht einfach nur berechnend, sondern müssen erstmal ihre Erfahrungen machen, auch mit sich selbst. Da klingt mir Lionne etwas zu streng, als ob das alles für jeden glasklar sein könnte.

Ich halt noch ein bisschen dagegen: zu lieben, was der Partner tut (und damit meine ich jetzt nicht etwas, wovon ich einen konkreten Nutzen habe) und den Partner zu lieben muss sich ja nicht gegenseitig ausschließen. Und die Beziehung lieben, warum nicht? Wir Menschen SIND doch nur in Beziehungen.

Klar, es kommt ein PLUS hinzu. Aber ich finde es nicht leicht, das zu fassen. Daher die Frage
 
  • #10
Es ist eine Freude, wenn ich den Menschen vor mir stehen habe den ich liebe. Jemand der mein Leben positiv ergänzt. Einer der tief in mir drinnen ein Gefühl von – zu Hause sein - auslöst. Vertrauen und das Gefühl verstanden zu werden, auch in schwierigen Zeiten ein blindes Vertrauen schenken zu können. Wenn ich diese Punkte zu der vorhandenen Verliebtheit zählen kann, dann wären das für mich schon Anhaltspunkte für Liebe. Auch wenn ich es ok finde das diese Person Tag und Nacht in meiner Nähe wäre, sind das auch Zeichen für Liebe meinerseits.
 
  • #11
Ich halt noch ein bisschen dagegen: zu lieben, was der Partner tut (und damit meine ich jetzt nicht etwas, wovon ich einen konkreten Nutzen habe) und den Partner zu lieben muss sich ja nicht gegenseitig ausschließen.
Das sagt ja keiner, dass sich das ausschließen muss.
Dann ist der andere doch aber nur Statist für meine Beziehung, wenn es nur um die Beziehung geht.

Jemanden, den Du liebst, wirst Du z.B. - behaupte ich einfach mal, weil es bei mir so ist - nicht belügen aus Gründen wie Fremdgehen, also Privatvergnügen, wo der Partner hintergangen wird. Es wird ja mitunter schöngeredet mit "ich verschone ihn aus Liebe vor der Wahrheit, weil es ihm wehtäte", aber eigentlich verschont der Lügner sich vor Diskussionen, Stress, Ende der Beziehung. Weil ihm die Beziehung durchaus was bedeutet, angenehmes Leben, nicht Singleseinmüssen, Familie, ...
 
  • #12
Auf den ersten Blick erscheint die Frage vielleicht unsinnig.

Die Frage ist in der Tat unsinnig. Denn das Gefühl von Liebe ist doch ein unmittelbares. Fast könnte man meinen, Du hast noch nie geliebt, um so eine Frage überhaupt stellen zu können.

Manchmal liebt man nur die Beziehung oder das, was der Partner tut. Aber nicht den Partner.
Ist das immer so leicht auseinanderzuhalten? Woran merkt ihr, dass ihr DEN PARTNER liebt?

Man liebt nur Personen, keine Verrichtungen, die die betreffende Person ausführt.

Oder ist das ein Frauending und sie können deshalb so häufig für äußerlich nicht besonders attraktive Männer schwärmen, die allerdings etwas Interessantes tun? Beispiel Serge Gainsbourg.

Männer lieben jedenfalls die konkrete Person Frau, oder gar nicht.
 
  • #13
Würde man den Partner auch lieben, wenn er absolut nichts für einen tut, woraus man einen Nutzen zieht?
Definiere Nutzen :D

Ist es ein Nutzen für mich, wenn ich mich mit meinem Partner einfach wundervoll fühle (um es jetzt mal so zusammenzufassen)? OHNE dass damit gemeint ist, dass man sich wundervoll fühlt, weil man Diamanten geschenkt bekam oder der Partner einem irgendeinen anderen Privatwunsch erfüllt. Er ist einfach da und das reicht fürs Wundervolle.

Ein anderer Mensch, den man nicht liebt und der Diamanten usw. anreicht, verhält sich auch wundervoll, aber da gibt es keine Reaktion zwischen den Menschen. Das ist der Unterschied.

Also ich würde mal einfach so sagen, diese wundervolle Reaktion zwischen den Menschen ist ein Geschenk, für das der Partner nichts tun muss, und das ist Liebe.
Alles andere wie Diamantengaben usw. ist Geben und Nehmen, wobei der Geber und der Nehmer die Reaktion vielleicht hervorrufen wollen. Geliebt werden. Funktioniert aber nicht, wenn es mit Dingen zu tun hat, die auch andere geben könnten. Und natürlich nicht als Kaufgeschäft.
 
  • #14
Und die Beziehung lieben, warum nicht? Wir Menschen SIND doch nur in Beziehungen.
Klar, es kommt ein PLUS hinzu. Aber ich finde es nicht leicht, das zu fassen. Daher die Frage
Mit der passenden Einstellung ist es leicht, das zu fassen. Es geht um den Menschen, wenn ich eine Beziehung haben möchte, geht es ausschließlich um den Menschen, darum ist mir der Mensch das Wichtigste für eine Beziehung, aber nicht die Beziehung als solche!
 
  • #15
Hm.. ich finde sowas nicht so leicht in Worte zu fassen.
Ich bin gerne mit ihm zusammen am liebsten immer, fühle mich wohl in seiner Nähe, freue mich auf ihn ungefähr so wie sich ein kleines Kind aufs Christkind freut, bin glücklich wenn ich ihn sehe oder an ihn denke (zumindest wenn es keinen Streit gibt) und es ihm gut geht, die Nähe - sich irgendwie auf einer emotionalen Ebene nah zu sein - kann es schlecht beschreiben, zB. wenn man sich anguckt und einfach ein ganz tolles Gefühl da ist, so wie das Kribbeln am Anfang aber anders, so eine Art Verbundenheit, Vertrautheit und so etwas wie ein Gefühl von Unbeschwertheit, Zufriedenheit und Glück, so ein Grinse-Wohlfühl-Gefühl eben.
Wenn man nur diesen einen Menschen möchte und einen alle anderen völlig egal sind (vllt ist das bei anderen anders) vielleicht definiert jeder Liebe für sich auch anders oder fühlt anders? 🤷‍♀️

Man liebt doch den Menschen an sich, spürt diese intensive Verbindung zueinander und Sachen die die Person macht um dem anderen etwas gutes zu tun sind für mich nur ein Bonus, würde man diesen Menschen nicht sonst verlassen wenn er damit aufhören würde? (zb. morgens keinen Kaffee mehr ans Bett bringen - na, das wär mal ein Service, Kaffee ans Bett 😻)

W 26
 
  • #16
Fast könnte man meinen, Du hast noch nie geliebt, um so eine Frage überhaupt stellen zu können.

Meine Frage schließt an eine relevante Beobachtung einer anderen Forumistin an. Wäre alles so klar, wie du meinst, müsste es dieses Forum gar nicht geben. Wir alle wachsen mit einer bestimmten Vorstellung von Liebe auf, dann kommt das Leben. Manche haben Glück, andere müssen lange kämpfen, womit auch immer, und sich im Leben und in Beziehungen zurechtfinden. Wir sollten nicht so tun, als sei Liebe heutzutage das, was es schon immer war und jeder könne sie sofort "erkennen". Es gibt so Vieles. Leute, die keine Fragen haben, denken nicht viel nach.
 
  • #17
Da kann ich ja nur von mir ausgehen.
In meiner Beziehung jetzt ist es so, dass ich einfach alles an meinem Partner toll finde. Ich bin heute so durch den Wald gejoggt und dann denke ich an ihn und was für ein Glück ich habe, dass er mein Freund ist - da springt mir richtig das Herz. Und das ist jetzt über fünf Jahre so. Und ich denke manchmal: Wenn da jemals Schluss sein sollte, dann würde ich ihm trotzdem alles Gute wünschen und dass er glücklich wird, weil er einfach so ein toller Mensch ist und so wahnsinnig beziehungsfähig, kann ich gar nicht beschreiben.
In meiner letzten Beziehung war ich eher, weil ich gern eine Beziehung wollte. Das hat sich ganz anders angefühlt. Ich war nicht der Meinung, ich hab den tollsten Partner der Welt.
In der ersten habe ich auch ihn sehr geliebt, aber es war eben ein ständiger Kampf und schmerzhaft.
Wenn ich die drei Beziehungen so miteinander vergleiche, dann kann ich das auch ganz deutlich sehen, dass ich A und C sehr geliebt habe/liebe, B nicht. B ist mir ziemlich schnell nach der Trennung wirklich schnurz geworden, A wird immer irgendwie in meinem Herz ein Stück besetzt halten, obwohl ich weder mit ihm befreundet sein noch jemals wieder zusammen sein will. Klingt sicher kitschig, aber sowohl A als auch C sehe ich so, als würden sie aus sich heraus strahlen.
w, 37
 
  • #18
Denke ich an V - verspüre ich immer Freude.
Wirklich immer - und wenn mir nur einfällt, dass ich mal wieder ihr Auto tanken muss.
Klingt nach wenig. Für mich ist das viel.
 
  • #19
Ich merke es daran, wie gut es mir geht (innere Wärme, gefühltes Lächeln), wenn ich an ihn denke oder wenn ich ihn sehe, wie er sich immer wieder in meine Gegenwart und Gedanken schleicht, obwohl ich eigentlich mit was anderem und sehr Interessantem beschäftigt bin.

Er muss nichts für mich tun, was mir gefällt, sondern das Gefühl ist in mir.
 
  • #20

Finde ich jetzt eine schwierige Aussage.

Wir leben alle als Menschen in sozialen Gefüge, als Teil eines Systems. Tatsächlich autark und alleine kann fast niemand leben.

Trotzdem BIN ich nicht nur in Beziehung.
Ich bin vor allem erst mal ICH, ich mit mir.
Da würde mich, @Genuss, Dein Gedankengang interessieren.

Joggerin hat durchaus einen richtigen Aspekt mit hinzugebracht, und damit relativiert sich "Nutzen"
Wenn ich Nutzen im Sinne von Bereicherung meines Lebens sehe, dann liebe ich nicht den Nutzen, aber meinen Partner auch deswegen, weil er mein Leben bereichert.
Wäre es gegenteilig, und er würde es belasten, dann würde meine Liebe zu ihm sicher vergehen.

Jetzt könnte man philosophieren, wie Verlieben und Liebe entsteht?
Verliebt man sich in die Ausstrahlung? Also im Endeffekt in die Persönlichkeit?
Verliebt man sich, weil es einen gut mit dem anderen geht, man sich wohl fühlt, vertraut, angenommen fühlt?
Sicherlich auch - und damit im Fazit liebt man wohl seine*n Partner*in, als den Menschen, der sie /er ist UND aufgrund des "Nutzens".
Man liebt nicht den Nutzen.

Ergänzend - man liebt auf Dauer auch keinen Menschen, der einen in welcher Art auch immer verletzt, missachtet, schlecht behandelt.

Liebe entsteht wohl aus vielerlei Gründen, und kann aus vielen Gründen ebenso vergehen.
Und zum Erhalt braucht es Pflege und Achtsamkeit.

Aber Liebe sehe ich als Gefühl und bezogen auf einen Menschen.

@Tom26, was für eine schöne Liebeserklärung.

W, 51
 
  • #21
Trotzdem BIN ich nicht nur in Beziehung.
Ich bin vor allem erst mal ICH, ich mit mir.
Da würde mich, @Genuss, Dein Gedankengang

Vieles, vielleicht das meiste, was wir sind, sind wir durch Beziehungen geworden. Im Positiven und in Negativen, unbewusst und bewusst. Konkret in Liebesbeziehungen ist für mich immer die Anregung durch den anderen wichtig gewesen. Genauer gesagt: wenn es eine solche Inspiration gab, habe ich mich verliebt. Intellektuell, künstlerisch, eine bestimmte Sicht auf die Dinge. Somit ist Verliebt-Sein und Liebe für mich immer etwa Produktives gewesen. Aber nicht in dem Sinne, dass ich nur aufnehme, was der andere sagt oder tut. Die Anregung entsteht eher in der Auseinandersetzung. Also, ich tu meines dazu, und dann wird es produktiv. Klar, damit es in der Beziehung klappt, dafür gehören noch andere Dinge dazu. Aber fehlt die Anregung, dann fehlt der Funke. Ist das jetzt nutzenorientiert? Keine „echte Liebe“?
 
  • #22
Ist das jetzt nutzenorientiert? Keine „echte Liebe“?

Bitte nicht "echte" Liebe, das Wort wird hier gerade zu Tode gequält. 😉.

Ich würde es als Liebe bezeichnen - Liebe, die durch die Bereicherung entstand, durch die Inspirationen.
Liebe zu einem Mann, der solche Eigenschaften hat, dessen Persönlichkeit so ist, dass er auf Dich anregend, und anziehend wirkt.

Nutzen in dem Sinn, den ich in ersten Beitrag meinte, ist - er bietet einen Lebensstandard, und man liebt diesen Standard.
Das ist für mich dann auch keine Liebe, da geht es nicht um den Menschen.

W, 51
 
  • #23
Ist das immer so leicht auseinanderzuhalten? Woran merkt ihr, dass ihr DEN PARTNER liebt?
Eigentlich gar nicht so schwer zu differenzieren
- allerdings eher auf einer intuitiven Ebene.

Liebe ist bedingungslos, Beziehungen sind es allerdings nicht.

Wenn jemand deinen Erwartungen entspricht und deine Bedürfnisse in einer Beziehung stillt, dann magst du die Gefühle, die dadurch entstehen: Geborgenheit, Sicherheit,
sexuelle Stimulation, Selbstwerterhöhung usw.

Hier geht es also eher um Lust <-> Unlust.
hier liebst du die Beziehung ....

Bei der Liebe zu dem Menschen selbst, spielen diese Dinge keine Rolle. Du hörst nicht auf zu lieben, nur weil er z.B. deine Erwartungen nicht erfüllt, ihr euch streitet, oder vielleicht sogar auseinandergeht. Bedingungslos eben ....es geht also gar nicht so sehr um das „geliebt werden“, sondern mehr um „das lieben„.

Laut Paartherapeuten besteht die Liebe aus 3 Komponenten:

1. Leidenschaft
2. Freundschaft
3. Partnerschaft

Partnerschaft kann auch völlig ohne Liebe auskommen und kommt auch in anderen Lebensbereichen vor - zum Beispiel spricht man auch vom Geschäftspartner. Hier geht es um eine Kosten-Nutzen-Beziehung. Du gibst mir etwas und ich gebe dir etwas und jeder sollte auf „seine Kosten“ kommen.

Bei Leidenschaft ist mir aufgefallen, dass es hierbei primär um Unterschiedlichkeiten geht. Die Männer zu denen ich mich sexuell am stärksten hingezogen fühlte, waren in mancher Hinsicht so vollkommen anders gestrickt als ich. Das hat halt viel mit Polarität zu tun.

Freundschaft hingegen hat viel damit zu tun, das man die Welt „durch die gleichen Augen sieht“. Entweder teilt man viel an Werten und Weltanschauung, oder empfindet diese als so sehr bereichernd, dass man daran wachsen möchte.
Dadurch entsteht ein starkes Gefühl der Verbundenheit.

Die Männer, von denen ich rückblickend behaupten würde, dass ich SIE geliebt habe, waren gleichauf immer meine besten Freunde. Ich hatte das Gefühl, dass zwischen uns „kein Blatt Papier“ passen würde - so nah standen wir uns. Begleitet von dem Gefühl zusammen unschlagbar zu sein. Partner in crime eben ;)
 
  • #24
Bei der Liebe zu dem Menschen selbst, spielen diese Dinge keine Rolle. Du hörst nicht auf zu lieben, nur weil er z.B. deine Erwartungen nicht erfüllt, ihr euch streitet, oder vielleicht sogar auseinandergeht. Bedingungslos eben ....es geht also gar nicht so sehr um das „geliebt werden“, sondern mehr um „das lieben"

Aber bleibt dann auf Dauer diese Liebe? Das würde implizierten, dass man dann auch auch nie mehr neu verlieben kann, lieben?

Bedingungslos ist ein Ideal, aber kann ich jemanden lieben, der mir nicht gut tut? Jemand, zu dem ich keine Bindung mehr habe, der mich eben nicht zum Lächeln bringt, sondern mir beim Gedanken an ihn evtl. das Messer in der Hose aufgeht...

Ich glaube nicht, dass wir in diesem Sinn tatsächlich bedingungslos lieben können - besser auch in Sinne der Selbstliebe.

W, 51
 
  • #25
Ist es ein Nutzen für mich, wenn ich mich mit meinem Partner einfach wundervoll fühle (um es jetzt mal so zusammenzufassen)? OHNE dass damit gemeint ist, dass man sich wundervoll fühlt, weil man Diamanten geschenkt bekam oder der Partner einem irgendeinen anderen Privatwunsch erfüllt. Er ist einfach da und das reicht fürs Wundervolle

Ja genau sowas meinte ich ja auch das Erfüllen z.b. emotionaler und immaterieller Bedürfnisse, zB. nach Geborgenheit, Gemeinschaft.

Denn bleibt dieser Nutzen aus, fühlen sich die meisten schnell unglücklich und ungeliebt.
 
  • #26
Bedingungslos ist ein Ideal, aber kann ich jemanden lieben, der mir nicht gut tut?
Klar, weil es ja nicht bedeutet, dass ich meine Selbstliebe aufgebe.

Wenn mich jemand nicht wertschätzt, dann wird meine Selbstachtung dazu führen, dass ich z.B. die Partnerschaft verlasse. Aus Liebe zu mir selbst. Aber das ändert ja nichts daran, dass ich mit diesem Menschen Dinge geteilt habe, die ich sehr an ihm liebe und wertschätze.

Paradoxerweise führt eine Trennung in Liebe sogar eher dazu, dass man über diese hinwegkommt. Weil man keine Emotionen wie Wut, Hass oder Groll empfindet, die einen auf eine sehr unschöne Art und Weise an diesen Menschen bindet. Das macht es einfacher loszulassen...

Gerade wenn man sich ungesunde Beziehungen anschaut, dann wird dort zwar viel von „ich liebe ihn doch so“ geredet. Aber genau genommen ist es das Fehlen von Liebe, dass einen an diesen Menschen bindet. Im Fachjargon auch als „der gespiegelte Selbstwert“ bezeichnet.
Dort wird in erster Linie geliebt, um geliebt zu werden. Oder: ich gebe dir einen Wert, damit du mir meinen geben kannst.

Verlässt uns dann jemand, betrügt uns oder Ähnliches, dann sehen wir uns in unserem Wert gemindert und gekränkt und möchten eigentlich nur, dass dieser durch den anderen wiederhergestellt wird.

Aber klar, das ist ein Ideal und daher ist es völlig menschlich, dass es einem in der Realität nicht immer gelingt. Jeder hat halt seine Bedürfnisse, die er gestillt haben will.
 
  • #27
Ich unterscheide und differenziere in drei Bereiche, wenn es um den "Begriff Liebe" geht, es gibt für mich enorme große Unterschiede, die ich hier erwähne, auf die es letztendlich bei mir ankommt:
Ich möchte hier bewusst und deutlich machen, dass alles was ich hier mitteile, meine überzeugte Meinung ist, die ich mit meinen erlebten Erfahrungen und reflektierten Erkenntnissen in meinem realen Leben gemacht habe! Es ist also nicht meine Absicht, hier irgend jemand als Missionar zu belehren oder ihm zu nahe treten, wem meine Meinung nicht gefällt, der kann ja gerne weiter blättern!
1. Verliebt sein:
Verliebt zu sein bedeutet für mich, jemanden zu brauchen, zu gebrauen, der meine Bedürfnisse erfüllt. Es bedeutet da zu sein, wenn und weil es einfach nur schön und bequem ist. Verliebtheit kann auch voller Ungewissheiten sein. Wir müssen uns nicht sicher fühlen, oder dem anderen völlig vertrauen, das ist alles nicht notwendig, um sich zu verlieben. Wir tun es einfach emtional spontan, blind, meist naiv und blauäugig und hoffen, dass es erwidert wird. Verliebtheit muss auch nicht lange dauern, meist ist die Dauer nur kurz. Verliebtheit vermittelt uns oft die falsche Vorstellung, dass wir eine andere Person besitzen. Dass sie uns gehört. Wir halten sie zu fest, weil es für uns Glück bedeutet, wir setzen uns dabei die rosarote Brille auf die blind macht und uns den Sachverstand raubt. Bei Verliebtheit geht es meistens und immer um Besitz, was negativ ist
2. Liebe, die allgemein gefühlt und allgemein fremd konditioniert gelebt wird:
meist sind solche Beziehungen zweckorientiert, verkopft und/oder weil man nicht alleine leben kann, sich selber nicht aushält!
3. Echte, wahre Liebe:
Erst als ich meine große, echte und wahre Liebe kennengelernt habe, habe ich den Unterschied zwischen Verliebtheit und Liebe begriffen. Nichts, was ich jemals zuvor gefühlt habe, kann auch nur annähernd an das heranreichen, was ich seit dann fühle. Bei der echten und wahren Liebe dreht sich alles und wirklich und ausschließlich in erster Linie um Vertrauen, während das bei der Verliebtheit und bei der normal verstandenen Liebe nicht so sein muss.
Echte und wahre Liebe baut jedoch nur auf Vertrauen.
Es gibt keinen Platz für Unsicherheit oder Eifersucht. Wir fühlen uns sicher und wohl in den Armen des Anderen, und wir möchten, setzen alles daran, dass es dem Partner genauso geht.
Echte und wahre Liebe fließt, und benötigt kein betteln um Aufmerksamkeit, Zuneigung oder Anwesenheit zu bekommen. Es geht darum, sich in der wunderbaren Liebe. in der Fülle und im Glück zu ergänzen, dem andern Gutes tun, zu Zweit füreinander im "Wir" zu leben und zusammen in und an der Persönlichkeit gemeinsam zu wachsen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #28
Alle Probleme immer zeitgerecht in Liebe, im Respekt, im Vertrauen, unter vier Augen zu besprechen und sich niemals an dritte Personen oder an Institutionen, zu wenden, um fremden Rat sich zu holen. Wer diese Liebe lebt, hält keine Kontakte zur Exen, und wird niemals fremd gehen, davon bin ich 100% überzeugt, wer es tut, lebt eben nicht in dieser Liebe, Punkt!
Echte und wahre Liebe lässt nicht nach. Sie nimmt nicht ab. Sie schwindet nicht. Diese Liebe bleibt, egal was passiert.
Jeder der glaubt, dass er liebt, jedoch sich in diesem Bereich der echten und wahren Liebe nicht findet, der befindet sich gewiss unter Punkt 2.: Liebe, die allgemein gefühlt und allgemein fremd konditioniert und zweckorientiert gelebt wird, wie es bei den meisten der Fall ist!
 
  • #29
Ich habe sehr lange darüber nachgedacht, wie ich antworten würde. Ich würde sagen, wenn man jemanden liebt, dann sagt man es, einfach so, oder man zeigt es non verbal. Man kann nicht anders. Die Liebenden haben auch eine vertraute Körperhaltung zueinander, können sich gegenseitig berühren oder anschauen, verstehen sich ohne Worte und haben Vertrauen zueinander, haben ein gemeinsamen Song😊, können sich gegenseitig unterstützen und sind füreinander da. Sie würden sich nie anlügen, nie im Stich lassen, nie ausnutzen. Gemeinsam durch dick und dünn gehen. Das wäre meine Vorstellung von Liebe.
 
  • #30
Ein "warmes Gefühl" ist für mich Liebe auch, aber das empfinde ich zu vielen Menschen.
Sehr wichtig finde ich die Differenzierung zwischen "dem bestimmten Partner als Person" lieben vs. "eine Person, die jetzt die Rolle Partner einnimmt", was hier auch als Statist bezeichnet wurde.
Ich denke, den Unterschied merkt man z.B. wenn es schwierig wird bei Schicksalsschlägen.
Wenn ich jemanden wirklich liebe, habe ich ein one-in-a-million Gefühl, der andere ist also für mich etwas sehr besonderes und ich würde z.B. 3 Jahre warten, wenn man ohne irgendwelchen Kontakt in verschiedenen Ländern verbringen müsste.
Wenn er nur die Rolle Partner einnimmt, würde ich das nicht tun.
 
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