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Gast

  • #1

Woran macht ihr es fest wenn ihr meint zwei könnten zusammenpassen?

Hier las ich bereits manches mal dass jemand meinte Schreiber x könnte zu Schreiberin y passen. Im wahren Leben höre ich diesen Kommentar des öfteren in Bezug auf andere und auch auf mich. Woran konkret nur machen das Menschen mit dieser Erkenntnis fest? Was sehen Aussenstehende das die Betroffenen nicht zu erkennen scheinen? Oder warum scheint es zwischen den besagten beiden trotz anscheinend offensichtlicher Signale zumindest an Dritte nicht zu funken? Worauf sollte ich als Single achten um den für andere offensichtlich zu mir passenden Mann als solchen zu erkennen und auch zu wollen?
 
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Gast

  • #2
Selbst wennn sehr viele Eigenschaften "passen" und dies von anderen und von einem selbst erkannt wurde wird das kaum zu einer Beziehung führen.
Niemand anders als die beiden die zusammen passen könnten erkennen ob eine erotische Anziehung vorhanden ist. Ohne die geht nichts. Aussenstehende sehen das wenn überhaupt, dann erst wenn die beiden es selber schon gemerkt haben. M 53J
 
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Gast

  • #3
Sehe ich genauso wie #1. Alles steht und fällt mit der Chemie, mit der biologischen Passung = dem Verliebtsein.

Dass man auf der gleichen Wellenlänge ist, gut miteinander quatschen kann, ähnliche Ansichten hat, all das ist schön und gut und ein sehr schönes Extra.

Die conditio sine qua non ist aber, dass zwischen zwei Menschen die Biochemie passt. Es muss funken, es muss ein Feuer zwischen den Beiden aufflammen, sie müssen sich gegenseitig erotisch anziehend finden, aufeinander abfahren = sich ineinander verlieben. Sie müssen sich gut riechen und gut schmecken können. DAS ist die Tür, die offen stehen muss, damit ALLES ANDERE funktionieren kann. Und dazu ist es erst einmal nicht *unbedingt* erforderlich, dass man auch auf anderen Ebenen harmoniert.

Habe es schon einmal versucht, mit einer Frau etwas anzufangen, mit welcher ich mich von Anfang an sehr gut "verstanden" habe. Ich sagte mir - diese Frau ist "gut für dich". Die Gespräche machten riesigen Spaß, sie verliebte sich in mich aber die Optik, die Anziehung stimmte nicht. Somit klappte es im Bett auch nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte. Die Beziehung ging nach 6 Monaten des sich "Bemühens" in die Brüche.

In einem anderen Fall war es umgekehrt - sie war die Liebe meines Lebens, sie aber war mit mir zusammen, weil wir eben zusammen "gepasst" haben, also aus rationalen Gründen. Das ist ebenso in die Brüche gegangen - sie war einfach nicht verliebt!

Die Grundlage, aus welcher alles Andere entsteht, welche alles Andere zusammenhält ist die Biochemie, die Sexualität, die Emotionalität. Der "Fortpflanzungsreflex" muss da sein = der Körper muss Dir sagen - ja, mit diesem Menschen kannst du gerne Kinder haben!

ERST DANACH kommen die anderen "goodies" - intellektuelle Passung, Wertvorstellungen, Moralvorstellungen, Lebenspläne, Nähe-Distanz-Bedürfnis...

Oft fühlt man sich zu den FALSCHEN sexuell hingezogen. Entweder es klappt in der Beziehung nicht, weil die Anderen "goodies" nicht passen oder man kommt gar nicht erst zusammen, weil der Andere gar nicht erst will - weil die Chemie eben nicht passt... Ob das dann passive Beziehungsvermeidung ist oder Zufall, ist noch mal ein anderes Thema...

m38
 
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Gast

  • #4
Umgekehrt ist es wohl so, dass ich m/45 in den ersten 1-3 Minuten schon weiß, ob es passt oder es nicht passt. Das sagt mir sehr schnell mein Bauchgefühl,. Das Bauchgefühl entscheidet darüber jedoch nicht die vielen Eigenschaften und kopfgesteuerte Rhetorik, die hier langatmig diskutiert werden!
 
  • #5
Eine Partnerschaft erfordert natürlich sowohl emotionale Werte wie Sympathie, Harmonie, Zuneigung, passende Chemie und Wellenlänge, empfundene Attrkativität und Begehren als auch rationale Werte wie Kompatibilität in bezug auf Lebensstil, Ansichten und Wertvorstellungen, Interessen und Freizeitverhalten, Gewohnheiten und Vorlieben, Intelligenz, Bildung und Qualifikation, Sexualität, Charakter und Persönlichkeit, Freundeskreis und Familie sowie Lebenszielen wie Kinderwunsch oder Hausbau. Wichtige Facetten der Persönlichkeit sind dabei zum Beispiel die Einstellung zu Distanz vs. Nähe und zu Dominanz vs. Unterordnung.

Was Freunde beurteilen können ist dabei vorallem die für eine erfüllende Partnerschaft wichtige Kompatibilität in bezug auf Ansichten und Freizeitinteressen, aber natürlich auch in bezug auf Intelligenz und Charakter. Enge Freunde kennen außerdem oft auch Lebenziele und können das Bedürfnis nach Distanz und Dominanz einschätzen. Sie kennen idealerweise sogar die optischen Präferenzen bei der Partnerwahl.

Ob bei den beiden Kandidaten nun die gefühlsmmäßigen Komponenten passen, kann man natürlich kaum einschätzen, aber in vielen Aspekten werden ja auch die Gefühle durch die Kompatibilität beeinflusst.
 
  • #6
Ich sehe es wie Frederika.
Allerdings habe schon mitbekommen, daß solche Kommentare zwecks Verkuppeln fielen, um die Konkurrentin von eigenen Objekt der Begierde abzulenken.
Auch habe ich schon erlebt, daß diejenige, der ein Mann nahegelegt wurde, besagten Mann in Bezug auf eine Beziehung überhaupt nicht in die nähere Auswahl ziehen würde und fast beleidigt war, wen man als für sie passend auserkoren hatte - Grund für sie war sein sie absolut nicht ansprechendes Äußere.
So ein Vermittlungsversuch kann Freundschaften zerstören. Besser lassen.
Nachdem aber die Gedanken frei sind, gehe ich schon auch meine Bekannten gedanklich durch und weiß natürlich ganz genau, warum wer nicht zu wem paßt, denn mir gegenüber geben sie sich ehrlicher als wenn sie sich treffen, denn sie kennen sich nicht gut! :) Sagen würde ich das nie! Entweder sie merken es selbst oder es fehlt genau das, was der Unterschied von Beziehungen zu Freundschaften und Bekanntschaften ist.