• #1

Wollen Männer auch heute noch Beschützer und Bewahrer sein?

Im Gespräch mit weiblichen Bekannten fällt mit immer wieder auf, dass auch heute noch Frauen sehr gut bei Männern im Kurs stehen, wenn sie an deren Beschützerinstinkt "nonverbal" appellieren.
Das hat nichts mit groß- oder kleingewachsen zu tun, sondern mit Signalen der Hilfsbedürftigkeit, die Frauen tun nur so, als ob.

Ich kenne aus dem Umfeld Frauen, die nichts auf die Reihe bekommen, aber einen Partner haben, der alles für diese - ewig hilfesuchend wirkenden Damen - alles tun, wie Wohnung renovieren oder neu suchen, Auto für diese erwerben, Behördengänge erledigen, einkaufen gehen etc. etc., fast wie bei einer älteren pflegebedürftigen Frau, nur das diese Frauen gesund, mittleres Alters und fit sind.

Meine Freundinnen und ich sind immer wieder erstaunt darüber und fragen uns wohl zu recht, ob wir zu selbständig sind und uns besser als "schutz- und hilfsbedürftig" verstellen sollten um unseren Tagesablauf auch mal von einem "Dritten" erledigen lassen - mal ironisch gemeint.

Aber im Ernst, es scheint jede Menge Männer zu geben, welche gerade nicht auf Gleichberechtigung pochen, sondern gerne alles für eine Frau tun, die im Gegenzug nichts für ihn tut.

Bitte Meinungen dazu, danke!
 
  • #2
Nö, darauf habe ich keine Lust. Es ist nicht so, dass ich das nicht könnte denn ich wirke auf viele sehr gut wie ein Beschützer, es ist vielmehr so, dass ich keine Lust darauf habe.
Frauen haben heute alle Rechte die sie benötigen, darum muss ich als Mann nix mehr machen. Ich kann meine Wäsche selber waschen und auch den Abwasch kriege ich problemlos hin, warum soll ich einer Frau etwas ohne Gegenleistung geben? Eine Beziehung wo einer nur nimmt und der andere nur gibt ist zum Scheitern verurteilt.
 
  • #3
Meine Erfahrungen waren bisher, dass meine Ex Partner genau solche Frauen belächelt haben und nie hätten haben wollen. Auch meine "Nachfolgerinnen" sind durchwegs selbstständige Frauen. Sicher mögen deine Beobachtungen auf einige Männer zutreffen aber weit nicht auf alle. Verstellen würde ich mich nicht ansonsten müsste man auch während der gesamten Beziehungsdauer ein Bild wiedergeben das mit der Realität nichts zu tun hat. Das wäre mir zu blöd.
 
  • #4
Ich finde es total attraktiv wenn ein Mann auf irgendeine Weise Stärke beweist. Ich war einmal mit einem Mann verabredet der mir dann doch nicht gefiel, aber als er mich am Ende doch noch ein Stück länger begleiten wollte, weil es schon dunkel war und - wie er meinte - so komische Leute herumliefen, fand ich das sehr beeindruckend und er stieg direkt in meinem Ansehen!

Ich glaube es gibt viele Männer die gerne Dinge für ihre Frau tun, womöglich bekommen sie von ihr dann zuhause Anerkennung, oder etwas schönes gekocht, oder oder...

Deine Frage hört sich für mich etwas negativ an. Warum wundert/stört es dich dass es Männer gibt die anders leben als du? Lass sie doch.

w (28)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #5
Ich kenne diese Art Frauen auch und sie gehen mir schwer auf die Nerven. Vielleicht auch deswegen, weil ich schon desöfteren aushelfen mußte, wo der Mann gerade nicht greifbar war. Da überkommt mich die Lust, diese Weiber mal auf einer einsamen Insel abzusetzen mit nix als nur bissl Werkzeug, aber ohne Nagellack...

Keine Ahnung, warum manche Männer das tun. Bei mir wird schon gestöhnt, wenn man mal einen Zehnerpack Milch die Treppe hochtragen soll...
 
N

nachdenkliche

  • #6
Aber im Ernst, es scheint jede Menge Männer zu geben, welche gerade nicht auf Gleichberechtigung pochen, sondern gerne alles für eine Frau tun, die im Gegenzug nichts für ihn tut.
Oh ja, diese Männer gibt es. Schw...gesteuert , bedürftig oder so nennt man sie, keine Ahnung. Es gibt eben auch diese Frauen, die das können, ausstrahlen...diese "niedlich, mädchenhafte" Ausstrahlung haben und das imaginäre Schild vor sich her tragen, auf dem steht:" Hilf mir, du bist der Größte! Ohne dich kann ich nicht leben."
Eine zeitlang dachte ich, irgendwas machst du falsch (war aber nicht ernst gemeint), aber ich denke, ich mache nichts falsch.
Das Problem aus Sicht eines solchen armen ( Achtung Ironie) Mannes kann man im Nachbarthread " Geld an ein Bekannte verschenken " nachlesen...vielen Dank, kein Bedarf.
 
A

Ares

  • #7
Aber im Ernst, es scheint jede Menge Männer zu geben, welche gerade nicht auf Gleichberechtigung pochen, sondern gerne alles für eine Frau tun, die im Gegenzug nichts für ihn tut.
Das gibt es in beiden Richtungen, auch manche Frauen suchen sich ja immer wieder mal Männer, die nichts auf die Reihe bekommen. Hilfebedürftige Menschen werden dann gerne unterstützt.

Im Gegenzug gibt es das, was es sonst nicht gibt: Anerkennung und Dank. Frauen, die alles selbst können, weil sie meinen, das sei "gleichberechtigt", brauchen natürlich keinen Mann für alle möglichen Verrichtungen. Als Mann komme ich mir da so sinnlos vor wie die Frauen, die ich nicht kochen lasse.
Ich finde auch nicht, dass das viel mit Gleichberechtigung zu tun hat. In einer Beziehung freuen sich viele Menschen, wenn sie gebraucht werden. Natürlich wird das in manchen Fällen übertrieben und dann wirkt es "bedürftig".
 
  • #8
Es gibt doch da diesen Spruch: Frauen sind perfekt und deswegen müssen wir Männer sie beschützen. :) Oder so ähnlich war der, weiss nicht, komme aus der Filmära.
Ich glaube, dass der Beschützerinstinkt besonders eine sexuelle, romantische Komponente für Männer hat. Ich glaube nicht, dass es dabei darum geht das Weibchen durch den Alltag zu hofieren. Ich habe schon starke Partnerinnen gehabt, die in ihrem Job das Sagen hatten aber es im Privatleben oder im Bett auch mal abgeben konnten. Ohne dass sich jemand in seiner Ehre gekränkt fühlen müsste. Des Weiteren sehe ich Frauen, die von sich sagen, sie seien zu stark und kriegen keinen Mann, eher als Menschen mit mangelhafter Sozialkompetenz. So hat es mir die Erfahrung gezeigt. Die abwehrende Haltung, die sie nach Außen leben, wird dann so eine Art Selbstschutz. Und wenn man seine ganzen Schwächen vor der Welt verbirgt, braucht man auch keinen Beschützer.
Als letztes meine ich noch erkannt zu haben, dass die Menschen, die die größten Probleme haben mit der Emanzipation auch am meisten drüber reden. Und das Emanzipation häufig mit Stärke verwechselt wird, auch um so vll. Männer zu testen. Frei nach dem Motto: ist ihm genug an mir gelegen, dass er sogar alle meine Provokationen wegsteckt, was dann auch die eigene soziale Verschrobenheit perfekt tarnt.

Gruß m32
 
  • #9
Attraktiv finde ich solche Frauen mitnichten. Ich tue alles was ich kann für meine Frau, sie aber auch für mich. Frauen, die auf hilflos machen, finde ich alles andere als anziehend. Ich brauche so eine künstliche Aufwertung meiner Fähigkeiten auch nicht. Es gibt aber (leider) Frauen, die wirklich blöd sind und die man deshalb in jedem Lebensbereich unterstützen muss - bei denen ist man dann froh, wenn sie einen Nachfolger gefunden haben, der einem die Last abnimmt.
 
P

Provence

  • #10
Das scheint mir mal wieder eine typische @Herakles-Frage zu sein, die dazu genutzt wird, auf die eigene ach-so-große-Selbständigkeit hinzuweisen:
… und fragen uns wohl zu recht, ob wir zu selbständig sind und uns besser als "schutz- und hilfsbedürftig" verstellen sollten ...
Eine wirklich selbständige Frau regt sich weder über scheinbar hilfloses Verhalten anderer Frauen auf, noch muss sie sich selbst hier im Forum spiegeln.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es ganz schön sein kann, wenn mir der Partner in den Mantel hilft (habe ich in meiner »Emanzipationsphase« grundsätzlich abgelehnt) oder wenn er mir den Stuhl am Tisch zurecht rückt, sobald ich mich setzen möchte. Ich genieße es, einen zu haben, der mir defekte Stromanschlüsse repariert (obwohl ich einmal stolz darauf war, das auch ohne männlichen Partner hinzubekommen) oder der sich unter der Motorhaube meines Autos auskennt.
Ich muss »ihm« nicht ständig beweisen, dass ich auch ohne seine Hilfe klar komme, ich fühle mich gut, wenn ich sie annehme - und es ist selbstverständlich, dass er auch von mir jede nötige Hilfestellung bekommt. Ich rege mich nicht darüber auf, wenn ich sehe, dass sich andere Frauen von ihren Partnern »bedienen« lassen, denn ich vermute, dass das ebenfalls auf Gegenseitigkeit (oder irgendeinem Einvernehmen) beruht.

Warum fragt sich @Herakles, ob sie »… zu selbständig ist und sich besser als schutz- und hilfsbedürftig verstellen sollte«? Weil sie am Ende doch gerne in der Rolle der »verwöhnten Frau« stecken würde?
 
  • #11
aber als er mich am Ende doch noch ein Stück länger begleiten wollte, weil es schon dunkel war und - wie er meinte - so komische Leute herumliefen, fand ich das sehr beeindruckend und er stieg direkt in meinem Ansehen!
Da hat er aber Glück gehabt. Ich kenne Frauen, denen ein begleitungswilliger Date-Partner erheblich suspekter wäre als die „komischen Leute” in nächtlichen Straßen und Gassen.

Man muß unterscheiden zwischen wertschätzender Hilfsbereitschaft (sprich: der Frau etwas abnehmen, was sie auch alleine könnte), Ausgleichen fehlender Körperkraft (schweren Koffer heben), sowie dem Auffangen von echten oder unterstellten Hilflosigkeiten.

Von den beiden letzteren nervt eines den (normalen) Mann, das andere die (normale) Frau. Mich zum Beispiel bringt es regelmäßig auf die Palme, wenn ich immer und immer wieder erklären muß, was in dieses oder jenes Formularfeld geschrieben werden muß. Mich würde es aber ebenso aufbringen, wenn mir ständig jemand ungefragt erklärte, wie ich das Feld ausfüllen müsse.

Wenn aber der Mann gerne erklärt und die Frau sich nicht daran stört, das Dummchen zu sein, warum nicht? Hauptsache, es sind beide glücklich damit.
 
  • #12
Da kann auch schlicht und einfach Erpressung hinterstecken. Wenn man nicht alles mögliche für sie erledigt, dann ist Madame einfach schlecht gelaunt und es läuft dann auch nichts mehr im Bett.
"Wie du willst mit mir schlafen und hast noch nicht einmal das Regal aufgebaut heute . vergiss es."
m53, der sich schon lange nicht erpressen lässt
 
  • #13
Doch, schon. Sie lobt, wenn er es gut gemacht hat. Der Mann sieht die Frau wie früher seine Mutter, also es fehlt das differenzierte Frauenbild und das emotionale Erwachsenwerden. Er tut das alles auch nicht ohne unbewussten Hintergedanken - die Frau sollte in der Partnerschaft dann auch sein emotionales Leben komplett umsorgen. Der Haken an der Sache ist: Wenn sie das nicht macht, steigt der Mann nicht aus, sondern strengt sich noch mehr an und ist am Ende frustriert. Aber er trennt sich nicht, von seiner Mutter konnte er das ja früher auch nicht.

Abgesehen davon, dass ich auch gern was für die Menschen tue, die ich liebe und mit denen ich gern zusammensein will. Aber nicht blind und nicht, um gemocht zu werden. Vielleicht ist es bei manchen Männern in Deinem Bekanntenkreis auch so und es ist von außen nur nicht zu sehen. Vielleicht tun die Frauen auch irgendwas und es ist nicht zu sehen, lesen ihm abends Geschichten vor oder überraschen mit Lieblingskuchen selbstgebacken.
 
  • #14
Ich habe mehrere Männer an immer denselben Typ Frau "verloren" - große Bambiaugen, sagen nichts, hören nur zu und himmeln ihn an. Sobald ich als Konkurrenz weg war, interessierten sich diese Frauen aber seltsamerweise auch nicht mehr für den Mann.

Ich wirke nicht schutzbedürftig, weil ich dafür schlicht keine Zeit habe und zu viel zu tun. Aber ja, meiner Erfahrung nach stehen Männer sehr darauf angehimmelt zu werden und Bestätigung zu bekommen - am Anfang. Irgendwann nervt sie aber die Pflegerrolle und sie fragen sich zurecht, ob das Bambi ihnen gegenüber zu blöd ist, sich selbst die Schuhe zuzubinden.
 
  • #15
Mein Partner macht bei uns alles von sich aus, was in seinen Augen hält typisch was für Männer ist. Er renoviert unser Haus, trägt schwere Tüten und Wasserkästen ect. In der Richtung musste ich noch nie etwas machen, bzw sollte ich auch nicht. Da läuft er lieber zwei mal. Mich stört das nicht, warum sollte es auch. Allerdings musste ich auch nichts Vorspielen, das gehört sich so für ihn und er macht das gerne. Vielleicht reicht ja auch die Tatsache das ich keine 1,60 groß bin, um etwas hilflos zu wirken bei schweren Dingen. Es ist aber mitnichten so das er nichts dafür bekommt. Es sind halt andere Sachen wie ein schönes Essen oder ein heißes Bad.
Also er gehört definitiv zu der Sorte die gerne vieles übernehmen und wahrscheinlich kommt das nicht bei allen gut an.
 
  • #16
Ich kenne auch einige Männer, die sich in dieser Rolle gern sehen. Einfach weil sie sich selbst dabei wohlfühlen und ihren Wert daraus ziehen.

Und wenn eine Frau dies dann noch entsprechend befeuert, geben Sie halt noch mehr Gas.

Da kann die Sucht nach dem Egostreicheln auch die Grenzen des eigenen Portemonnaies sprengen.
(Siehe Nachbarthread).

Grundsätzlich schätze ich es aber auch sehr, wenn ein Mann ein Beschützer ist und nicht die Frau vorschickt, wenn der Einbrecher kommt.
 
  • #17
Ich bin eine Frau, die über Jahre hinweg für drei Menschen Alles - wirklich Alles - alleine geregelt hat und einen Job mit ziemlich umfassenden Anforderungen ausübt. Ich "brauche" defintiv keinen Mann, das ist einfach so.

Dennoch ist mein Mann sehr gerne Beschützer, Verwöhner und Organisator - und es tut mir nach all den Jahren der Alleinzuständigkeit immer wieder sehr, sehr gut, mal ein bisschen los lassen zu können. Im Gegenzug genießt er es, wenn ich gewisse Bereiche, in denen ich sehr viel mehr Erfahrung habe, regle - wir ergänzen uns ausgezeichnet und profitieren beide sehr von der Beziehung.

Wo sollte da nun bitte ein Problem sein?
 
  • #18
"...Wollen Männer auch heute noch Beschützer & Bewahrer sein?..."

Ja und Nein!
Es kommt wohl auf den Mann an^^

Um Deine Frage(n) zu beantworten, muss ich etwas trennen und Antworten differenzieren. Zum einen sind Menschen unterschiedlich und zum anderen hat die "Gleichberechtigung" nichts mit der Ablehnung von "Hilfe" zu tun.

Ist eine Frau, die Hilfe benötigt, nicht gleichberechtigt/emanzipiert?
Ist eine Frau, die sich unter Qualen streckt, etwas Schweres hebt oder Reifen stöhnend wechselt gleich eine Kampflesbe und Männerhasserin?

Meines Erachtens ist alleine schon die Frage merkwürdig.

Das EINE schließt doch das ANDERE nicht aus.
Zudem finde ich, dass die falsche Sichtweise der Emanzipation
vielmehr zum Problem wird. Gleichberechtigung hat nichts mit der falschen Emanzipation zu tun. FRAU = FRAU. MANN = MANN.

Ich für meinen Teil kann schreiben, dass ich es liebe, wenn meine Partnerin (derzeit bin ich ja leider Solo/Single) schon etwas im Kopf hat, selbstständig agiert, aber ich trotzdem der Steinzeit-Mann sein darf. Soll heißen: Ich schlüpfe nicht bewusst in die Geschlechterrolle, aber tue dies, da es die Logik nur zulässt.

Warum soll eine zarte, liebevolle Frau, die mit einer sanften weiblichen Art agiert, die Geschlechterrolle verlassen? Nur, um der derzeitigen Norm zu entsprechen? Warum müssen immer Frauen "männlicher" und Männer "weiblicher" werden?

Frauen können z.B. von den Genen/von der Art her viel besser mit Nachwuchs umgehen. Auch durch die Schwangerschaft/Geburt haben Frauen eine ganz andere Symbiose. Muss ich mich jetzt als gegen die Natur stellen, um es der Gesellschaft rechtzumachen?

Ja, ich beschütze mein Weibchen, da ich auf die Signale anspringe und Weibchen nunmal "schwächer" sind. Frauen zeigen Emotionen, sind gefühlvolle Wese, hier und da zerbrechlich und haben auch faktisch weniger Muskelmasse.

Meine Meinung:
Ja, ich bringe den Müll raus in einer Beziehung.
Es ist doch egal, wer das macht. Da es "schwer" ist, erledige ich das. Meine fiktive Partnerin würde dann eher "leichte" Sachen machen. Ich zerlege das Auto, repariere das BAD, baue die Dusche ein, verlege Laminat, wechsle Reifen oder lange einmal in den Küchenhochschrank, da meine fiktive Partnerin mit 155cm zu klein ist und ich (1,90m) kein Problem damit habe.

Und, was hat dies mit Gleichberechtigung zu tun?
FRAU = FRAU. MANN = MANN. So einfach ist es!
Und ja, in meiner ehemaligen Beziehung hat mein Weibchen das genossen.
 
  • #19
Ich persönlich kenne kein Paar, bei dem dies so ist. Ich kenne viele Männer, die sehr gut zu ihrer Partnerin sind, zu ihr stehen, sie unterstützen, auch mal die starke Schulter zum Anlehnen bieten. Die Frauen nehmen das auch gern an. Im Gegenzug unterstützen sie ihre Männer in anderen Dingen und sind für sie da.
Anders kenne ich das in meinem Umfeld (Paare zwischen 20 und 85) nicht.
 
  • #20
Ich bin alleine auch durchaus (über-) lebensfähig, habe aber auch kein Problem damit, manche Handgriffe an meinen Freund zu "delegieren". Zum Beispiel brauche ich gar nicht erst anfangen, mit ihm über das Einkaufstütentragen zu streiten, das macht er sowieso (einmal hatte ich es versucht, aber er wollte nicht), genauso wenig wie Koffer ins Abteil heben, Mantel anziehen oder Türe öffnen.
Bei essentiellen Sachen wie meiner Steuererklärung muss er mir nicht helfen, dafür hat man ja einen Steuerberater.
Er persönlich meint auch öfter, dass er gerne das Gefühl hat, Beschützer sein zu dürfen.
Ich revanchiere mich wie @Lessia dann eben anders. Es gäbe bei Ausbleiben aber keinen Sexentzug, wie oben von @godot in manchen Konstellationen beschrieben.
Auch wenn ich das alles auch selber könnte, ist es insgeheim schön, dass mein Freund auf solche Gesten der Wertschätzung besteht; in Frankreich o.Ä. wäre das absolut selbstverständlich, auch gegenüber der 80-jährigen Oma. Mein Vater trägt mir noch heute den Koffer, wenn ich zuhause bin, ich kenne es nicht anders.
 
  • #21
es scheint jede Menge Männer zu geben, ....sondern gerne alles für eine Frau tun, die im Gegenzug nichts für ihn tut.
Als sexuelles Rollenspiel wäre es ehrlicher. Aber so wird das in den Alltag eingebaut. Frau mimt die Hilflose, und es erregt sie, wenn der "starke Mann" ihr hilft ?

Aber es gibt auch die ganz andere Sorte von Frauen, die selber zu faul und zu egoistisch ist. Und immer Andere suchen, die es für sie machen.

Oder der Mittelweg: Sie brauchen Hilfe, aber wollen es kostenlos haben = spart den Handwerker. (Mit oder ohne Beziehung/Ehe)

Besonders bei Frauen mit eigenem Haus, bin ich sehr kritisch.
Eine Frau mit Haus angelte + heiratete sogar ihren "Handwerker."
Als sie dann Witwe wurde, angelte sie sich ihr nächstes Opfer.
Sie köderte die Männer stets mit gutem Essen (selber gekocht).

Ich habe manche solcher Frauen kennengelernt, auch im Bekanntenkreis, und mich von ihnen distanziert. Da müssen sie halt einen anderen Volldepp dafür suchen. Aber bei Männern habe ich sowas noch nie erlebt.

Nee, ich brauche das nicht. Ich stehe auf selbstbewusste Frauen, die ihren Kram selber erledigen. Oder es zuerst selber versuchen, bevor sie um Hilfe bitten.

Ganz anders: Eine Arbeitskollegin bat mich darum, sie abends vom Theater abzuholen und nach Hause zu begleiten. Weil sie als Frau Angst hat, alleine nachts in der Stadt. Das ist normal und selbstverständlich. (Nein, sie hat keine Hintergedanken dabei)
 
  • #22
Sie köderte die Männer stets mit gutem Essen (selber gekocht)
Es wird dich wundern, aber für erstaunlich viele Männer ist gutes, selbstgekochtes Essen und Sex ganz bestimmt nicht "nichts". Es ist auch kein "Ködern", sondern für die Männer anscheinend eine adäquate Gegenleistung bzw. Motivation, ihr zur Hand zu gehen und dabei gleichzeitig die Gesellschaft einer womöglich tollen Frau zu genießen. Warum das so verpönt ist, müsste mir bitte jemand erklären.
 
  • #23
Geben tut es diese Männer auf jeden Fall!
Als 160cm Naturblondine ziehe ich diese im RL an um sie schnell wieder abziehen zu sehen!
Um ihre Aufmerksamkeit zu erregen brauche ich eindeutig kein extrem weibliches Outfit oder betonten Augenaufschlag!
Und um sie loszuwerden keine Zurschaustellung besonderer Fähigkeiten!
Wenn ich auch eine langjährige Partnerschaft hatte, so lebe ich mit meinen Zwillingen seit 12 Jahren alleine.
Die Tatsache, dass ich das über Job bis hin zu kleinen Reparaturen schaffe. ..reicht völlig aus; -)))))
Ich möchte so jemanden auch nicht, bin lieber Teamer als Anbeter....
 
  • #24
Hm, ich hatte bei manchen Männern das Gefühl, als zart und schutzbedürftig wahrgenommen zu werden (ohne, dass ich das bewusst forciert hätte) - sie spielten liebevoll auf meinen zerbrechlichen Körperbau an, nahmen mir schwere Arbeiten ab, bezeichneten mich als süß, bestanden darauf, mich zur Haltestelle zu begleiten, erkundigten sich immer, ob ich gut zu Hause angekommen war ... was mich natürlich hoffen ließ, dass sie sich verliebt hätten. Pustekuchen! Verliebt haben sie sich in andere Frauen, bei mir reichte es nur für Freundschaft. Das kann natürlich viele Gründe haben ... aber ich hatte oft das Gefühl, dass ich gerade durch meine zerbrechliche Ausstrahlung nicht als "richtige Frau", sondern mehr als kleine Schwester wahrgenommen wurde.

Die Männer, die mit mir eine Beziehung wollten, habe ich als weniger beschützend wahrgenommen! Allerdings hatten die meist auch keine echten Gefühle, sondern suchten nur einen pflegeleichten Notnagel.

Ich kann aus eigener Erfahrung über den Beschützerinstinkt also nur sagen, dass er kein todsicheres Mittel ist, um einen Mann verliebt zu machen. Vielleicht ist der Anschein von Schutzbedürftigkeit in meinem Fall auch einfach "too much". Aber wie gesagt, ich spiele keine Rolle. Für meinen Körperbau kann ich nichts. Gegen meine scheue Art komme ich auch nur bedingt an. Und wenn ich dann noch verknallt bin, verhalte ich mich total verpeilt in Gegenwart des betreffenden Mannes: stelle blöde Fragen, kriege aus Nervosität die einfachsten Sachen nicht hin..... Ich arbeite dran, souveräner zu werden, aber das braucht alles seine Zeit. Und ich will auch gar nicht so "perfekt" rüberkommen wie manch andere Frau.

Letztlich ist es wohl Typsache. Ich hatte es meist mit eher "weichen" Männern zu tun - die stehen ihrerseits vielleicht mehr auf toughe Frauen.

Ich finde es gut, wenn ein Mann mich nachts nach Hause begleitet oder mir Tätigkeiten abnimmt, die ich aufgrund meines Körperbaus schlecht selbst erledigen kann - aber bitte auch wirklich nur die. Auf antiquitiertes, rein symbolisches Ritterlichkeitsgetue wie Stuhl zurechtrücken oder in den Mantel helfen stehe ich gar nicht. Da fühle ich mich wie im goldenen Käfig.
 
  • #25
Auf antiquitiertes, rein symbolisches Ritterlichkeitsgetue wie Stuhl zurechtrücken oder in den Mantel helfen stehe ich gar nicht. Da fühle ich mich wie im goldenen Käfig.
Nun, man(n) will ja behilflich sein. Aber soviel Hilfe wollen die meisten Frauen heutzutage gar nicht mehr. Das Einzige ist noch, der Frau die Türe aufhalten, oder an der Kasse vor lassen. Alles Andere scheint bereits zuviel zu sein, und habe ich mir abgewöhnt.

Eigene Erfahrungen bei Alltagsbegegnungen mit Frauen:
Im Supermarkt. Frau hat keinen Einkaufswagen, aber beide Hände voll mit Ware. Es droht, dass was davon herunter fällt. Man will ihr einen Korb, Karton etc. reichen - abgelehnt. (Immer so erlebt)

Frau parkt verkehrt = Strafzettel möglich. Ich weise sie höflich darauf hin, aber sie lehnt ab und lässt weiter ihr Auto verkehrt stehen. (mehrmals erlebt)

Vielleicht würden sie eher Hilfe annehmen, wenn es eine Frau anbietet ? Aber wenn von einem Mann, dann fühlen sie sich bevormundet ?
 
  • #26
Diese Frage ist unklar formuliert. Es hätte besser zur Interpretation eines beschützenden Mannes durch die FS gepasst wenn sie gefragt hätte: " Sind Männer gerne Dienstleister und lassen sie sich gerne ausnützen?"

Mein Verständnis vom beschützenden Mann bezieht sich vor Allem auf Dinge die meine körperliche Unversehrtheit in potentiell bedrohlichen Situationen betreffen. Nächtlicher Heimweg, Arm-um-die-Schulter-legen wenn einem drei Besoffene begegnen usw…….
Liebe Männer, das fühlt sich für eine Frau sehr, sehr gut an, bitte nicht sein lassen!
Das hier bemängelte Tür-aufhalten, in-den-mantel-helfen sind Symbole für genau diese Beschützerrolle und werden von mir auch deswegen geschätzt.

Das hat nichts mit Gleichberechtigung, Dienstleistung oder mit schräg gehaltenem Kopf um das Einschlagen eines Nagels in die Wand zu bitten zu tun.

Männer und Frauen sind Gott sei Dank verschieden und meiner Erfahrung nach gibt es für Männer kaum etwas Schöneres als wenn Frau aus tiefem Herzen (!!!) "du bist mein Held" sagen kann……nicht, weil es kalkuliert ist, nicht weil es aufgesetzt ist, nein, weil er etwas für mich gemacht hat, was ich alleine nicht geschafft hätte……..

und dazu gehört weder die Steuererklärung , noch den Müll rauszutragen, das kann 1. mein Steuerberater sehr gut und 2. schaff ich das auch…….es geht um meine Unversehrtheit.

Fazit: Ich hoffe, es gibt noch viele Männer, die Beschützer sein wollen……das mit dem Bewahren hab ich nicht verstanden und ist wohl ein anderes Diskussionsfeld

w
 
  • #27
Hallo,
das Thema finde ich interessant, weil es in viele Bereiche hineinragt.
In meiner eigenen, langjährigen Beziehung hatte es mich zuletzt sehr "gewurmt", dass meine Ex meine "typisch männlichen" Leistungen (z.B. eine weite Strecke nachts mit dem Auto, Heimwerkern, was Reparieren, berufliche Erfolge...) offenbar nicht mehr zur Kenntnis nehmen wollte. Das trifft im Mann offenbar einen speziellen Nerv, der dann "liebt mich nicht mehr" signalisiert. Wenn dann sowieso schon ein Problem in der Beziehung besteht, wird es sehr schnell sehr gefährlich.
Vielleicht gehört dieses Verhalten zum typischen weiblichen "Kampfverhalten"... es wird offenbar recht automatisch, konsequent (aber vielleicht doch auch unbewusst???) eingesetzt. Ich selbst bin da (vielleicht auch typisch für Männer) eher normal/konventionell/ehrlich mit meinem Lob geblieben - ein tolles Essen wird weiter gelobt, egal wie die Beziehung gerade steht...
 
G

Ga_ui

  • #28
Ja, Männer helfen gerne, wenn jemand Hilfe braucht, und zwar ungefragt! Warum ist für dich jeder Mann gleich ein Arsch?

Du kennst das nicht, weil du als Frau, die alles alleine machen will, gar nicht mit solchen Männern konfrontiert wirst. Deine Art strahlt raumübergreifend aus, dass sich jeder fern halten muss.

Du hast hier so oft erwähnt, wie menschenfeindlich du eingstellt bist. Du magst Frauen nicht, die nicht deinem spießigen Top-Model-Standard entsprechend, du magst Männer nicht, die keinen Neuzeit-Adonis raushängen lassen. Ehrlich, ich bin froh, nichts mit dir zu tun zu haben.
Warum sollte ein Mann oder eine Frau dir helfen wollen?

Bei dir muss man ständig auf sich gucken, seine eigene Haut retten und schauen, dass man deinen engstirnigen Ansprüchen gerecht wird, um dich nicht zu beleidigen oder arrogante Seitenbemerkungen einzuheimsen, weil man zu ungepflegt, als Mann zu klein oder als Frau zu dick ist.
Ich denke, die Leute sind einfach froh, Ruhe vor dir zu haben. Aus deiner Not hast du eben die Selbstständigkeit gemacht. So lebt eben jeder in seiner Traumwelt.
 
  • #29
@Marcelll54

Wenn ein Mann sich gentlemenlike verhält, das schätze ich sehr. Auch in den Mantel helfen, Tür aufhalten, einfach hilfsbereit sein.

Wenn ich aber im Parkverbot parken WILL, dann hält mich auch ein freundlich gemeinter Hinweis nicht davon ab, denn dann habe ich meine Gründe dafür.

Das hat dann auch nichts damit zu tun, dass ich seinen Hinweis/Rat nicht schätzen würde, sondern schlichtweg damit, dass ich einen eigenen Kopf und einen eigenen Willen habe, den man mir bitte auch zugestehen möge.
 
  • #30
FS

Danke für alle Antworten.

Es soll auch Männer geben, welche die Worte: Ich liebe Dich, nicht sagen können, aber dafür aktiv für eine Frau sorgen um damit ihre Liebe "zu zeigen".

Eine verheiratete Freundin sagte mir das auch mal, ihr Mann wäre kein Freund großer Worte, aber Taten und sie weiß dadurch, dass er sie liebt.