• #1

Wollen Männer angehimmelt werden?

Will Mann, dass Frau zeigt, dass sie ihn toll findet oder soll es für eine funktionierende Beziehung eher umgekehrt sein?
Was meint ihr?
 
  • #2
Wer findet das denn nicht toll wenn es echt ist? Egal ob Mann oder Frau.
M45
 
  • #3
Was für eine Frage?
Klar, es ist doch für jeden toll, angehimmelt zu werden. Vielleicht mögen Männer es ein bisschen mehr. Aber ich als Frau lass mir das auch gern gefallen.
Für die Entwicklung einer Beziehung ist Anhimmeln sicher nicht ausschlaggebend. Wichtiger sind doch wohl Respekt, Achtung und Vertrauen.
 
  • #4
Natürlich wollen Männer angehimmelt werden. Es ist nicht anders als bei Frauen. Man sollte immer loben, wenn ein Mann etwas schönes für einen tut und ihm oft sagen, was man an ihm mag. Wohlgemerkt, das ist keine Einbahnstraße. Aber im Prinzip hört das jeder Mensch gern. Halte das für absolut positiv fürs Beziehungskonto. Übertreiben würde ich es natürlich nicht. Und ihm nicht das Gefühl geben, man sei ihm hörig. ;-)
 
  • #5
Ideal: Gegenseitig anhimmeln, für unterschiedliche Fähigkeiten.
 
  • #6
Anhimmeln = auf ein Podest stellen.
Nein.
Weder in die eine Richtung noch in die andere Richtung, wir sind erwachsene Menschen, die miteinander gleichwertig und gleichberechtigt umgehen sollten, gerade in einer PARTNERschaft.

Wertschätzung, Anerkennung, Komplimente, mal eine Aufmerksamkeit - das alles immer gerne, in beide Richtungen.

Ich mag es als Frau gerne hören und spüren, wenn es ehrlich gemeint ist - und gerne sagen und zeigen. Geben und Nehmen.
Immer unter Wahrung der inflationär zitierten Augenhöhe.
 
  • #7
Wahrscheinlich kommen jetzt eine Menge Beiträge á la Gleichberechtigung und Augenhöhe... Ich glaube aus Erfahrung zu wissen, dass ein Mann es durchaus gut findet, wenn frau ihn toll findet und das zeigt. Wenn er sich hin und wieder männlich, überlegen, als der Beschützer, Macher oder wasauchimmer fühlen kann. Bei mir darf mein Mann das gerne wohldosiert bekommen, dafür trägt er mich im Gegenzug auf Händen und findet mich auch toll, schützenswert und für ihn einzigartig. Ich mag diese typischen Männchen-Weibchen-Spielchen, wenn beide Partner das einordnen können.
 
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  • #8
Wenn gegenseitige Bewunderung fehlt, dann brauch ich doch keine Beziehung.
 
  • #9
Beide sollten sich anhimmeln.
Ich finde es gut so, wenn man dem anderen das Gefühl gibt, dass er genauso besonders und toll ist, wie man ihn auch findet. Das wird nur dann schlecht, wenn die Männer die Frau nicht auch anhimmeln in irgendeiner Weise.

Bei verheirateten Männern habe ich gemerkt, dass sie sehr gern angehimmelt werden wollen, aber sie benutzen das nur und wollen selber nicht fasziniert werden von einer Frau. Im Gegenteil, da wird gern geringschätzig behandelt. Wer's braucht ...
 
  • #10
Mag ich überhaupt nicht. Meine Ex hat mich angehimmelt. Ich musste ihr gefühlt 1000 mal sagen, dass sie es wenigstens nicht so offensichtlich machen soll. Ich mag so was nicht. Ich himmle niemals jemanden an und ich will auch gar nicht angehimmelt werden.
 
  • #11
Liebe FS,

die Frage, was du willst, solltest du für dich zuerst klären. Möchtest du einen Mann, dem du die Peitsche geben musst? Möchtest du eine Beziehung, oder ein inzeniertes Theaterstück?
Eine Beziehung besteht aus Geben und Nehmen, wer sich aber über Dosierungen den Kopf zerbrechen muss, der darf sich nicht wundern, wenn er Kandidaten in sein Leben zieht, die genau das brauchen......
 
  • #12
Mann und Frau sollen sich gegenseitig "anhimmeln" (bewundern). Hat mit Respekt und Vertrautheit zu tun. Aber lieber nicht in der Öffentlichkeit, dort wirkt es oft lächerlich.
 
  • #13
Öffentlichkeit, dort wirkt es oft lächerlich.
....es wirkt lächerlich, weil wir es nicht mehr gewohnt sind und es als Schwäche auslegen. Man gibt sich cool und weist lieber auf die negativen Dinge hin, das vermittelt pseudo dann schon mal, dass man über den Dingen steht und auf dem Treppchen Nr. 1 steht. Dass man sich darüber überhaupt Gedanken macht, ist schon ein ziemliches Armutszeugnis....
 
  • #14
Meine Erfahrung ist eine andere. Die Männer, mit denen ich Beziehungen hatte, erfreuten sich in erster Linie daran, mich zu verehren. Sie selber waren eher bescheiden und brauchten das umgekehrt nicht unbedingt. Bekamen das aber trotzdem von mir, was sie natürlich genossen. Aber auf deine Frage muss ich mit NEIN antworten.
 
  • #15
Nein, das kann man so nicht verallgemeinern. Ich persönlich zum Beispiel empfinde Lob und überhaupt positives Reden über mich als ausgesprochen unangenehm.
 
  • #16
Anhimmeln mag ich nicht. weder passiv noch aktiv. Ehrliche Komplimente, auch mal hin und wieder (nicht ständig!) verbal ausgesprochene Wertschätzung nehme und gebe ich gern und sind mir wichtig. m/44
 
  • #17
Will Mann, dass Frau zeigt, dass sie ihn toll findet oder soll es für eine funktionierende Beziehung eher umgekehrt sein?
Was meint ihr?
Was meinst du mit "umgekehrt"? Glaubst du, Männer finden es toll, wenn an ihnen herumgemäkelt wird? Das sind sie gewohnt, damit wirst du ihm keine Freude machen.

Anhimmeln ist vielleicht auch zu übertrieben. Aber am längsten wirst du Freude an deinem Liebsten haben, wenn du ihm zeigst, dass du ihn schätzt. Die Betonung liegt auf "zeigst". Schätzen allein reicht nicht.
 
  • #18
Warum nur so einseitig gedacht? Will nicht jeder irgendwie angehimmelt werden vom Partner?
 
  • #19
Viele Menschen - beiderlei Geschlechts - verlieren das Interesse, wenn man seine Zuneigung zu deutlich zeigt. Stichwort Jagdinstinkt.

Dann scheint es auch Menschen zu geben, denen es wichtiger ist, angehimmelt zu werden, als selbst zu lieben. Ob das jetzt aber männertyisch ist? Ich persönlich habe eher den Eindruck, dass man das bei Frauen häufiger antrifft. z.B. habe ich hier im Forum schon Aussagen gelesen wie: "In einer Beziehung sollte der Mann immer etwas mehr lieben." (womit ich persönlich allerdings überhaupt nicht konform gehe).

In jedem Fall scheinen Frauen ein großes Bedürfnis nach Bewunderung, Aufmerksamkeit und Bestätigung zu haben, was Männer aber häufig ziemlich nervt. Ich denke da an Fragen wie "Liebst du mich?", "Was denkst du gerade?" oder "Bin ich zu dick?" oder den Heiratswahn mancher Frauen.

Vielleicht ist es männertypisch, das Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Bewunderung, obwohl durchaus vorhanden, nicht so deutlich zu zeigen?

Meiner persönlichen Ansicht nach sollte eine Beziehung gefühlsmäßig ausbalanciert sein. Beide sollten einen realistischen Blick auf den jeweils Anderen haben; also nicht ein Idealbild/eine Projektion anschwärmen, sondern den "echten Menschen" sehen. Und das, was sie sehen, lieben. Alles andere ist ungesund.
 
  • #20
Also ich verbrachte gerade einen wunderbaren Abend mit einem, für mich, tollen Mann. 190 cm groß, attraktiv, männlich markant, gut sechstelliges Jahreseinkommen, interessant, kreativ, eloquent, charmant.
Es macht Spass ihn ein wenig anzuhimmeln, er genießt es und himmelt im Gegenzug mich an. Mit Blicken, Worten, Gesten, leider fliegt er morgen zurück nach Weitweitweg und wir werden uns bis Anfang Januar nicht mehr sehen. Wie immer wird uns dieses gegenseitige "Anhimmeln" die guten Gefühle und die zärtliche Wärme, welche wir uns heute im Überfluss schenkten, beschwingt über diese lange Zeit tragen.
Solang man sich auf Augenhöhe befindet, kann man(n) es auch sichtbar geniessen angehimmelt zu werden.
 
  • #21
Viele Menschen - beiderlei Geschlechts - verlieren das Interesse, wenn man seine Zuneigung zu deutlich zeigt. Stichwort Jagdinstinkt.
Ich würde das vielleicht auf die Kennenlernphase beziehen, also das "bedürftige Hinterherrennen", aber in einer Beziehung möcht ich mich nicht bremsen müssen, wenn ich den Mann, mit dem ich zusammen bin, sagen will, wie umwerfend ich ihn finde.
Das war bis zur Schlussphase in meiner Beziehung so, dass wir uns gesagt hatten, wie besonders wir uns finden und wie schön es ist, uns zu haben, und das war auch nicht gelogen. Die Punkte, die das ganze zum Bruch brachten, waren auch genügend besprochen, aber wir trennten uns nicht, weil das, was wir aneinander gut fanden, schlecht oder alltäglich geworden war, sondern weil die Unterschiedlichkeit der Lebensrichtung so deutlich wurde.
Vielleicht muss man auch erstmal definieren, was mit "anhimmeln" gemeint ist. Jemanden auf ein Podest stellen, meine ich damit nicht, sondern die schönen Besonderheiten öfter sagen. Schließlich lässt man diesen Menschen ja in einer richtigen Beziehung emotional sehr nah ran. Also ist das schon sehr besonders, zumindest für mich.
Ich weiß nicht, wie das bei anderen Paaren ist. Ich kann mir nicht vorstellen, in einer Beziehung zu sein, in der ich den anderen als alltäglichen Mitbewohner wahrnehme und schon lange nicht mehr das Bedürfnis hätte, ihm zu sagen, wie wunderbar er ist. Im Gegenzug würde ich das auch vermissen, wenn da ewig nicht mehr das Gefühl vom anderen kommt, dass er mich noch als besonderen Menschen wahrnimmt.

leider fliegt er morgen zurück nach Weitweitweg und wir werden uns bis Anfang Januar nicht mehr sehen. Wie immer wird uns dieses gegenseitige "Anhimmeln" die guten Gefühle und die zärtliche Wärme, welche wir uns heute im Überfluss schenkten, beschwingt über diese lange Zeit tragen.
Ist das Dein Mann, von dem wir im anderen Thread sprachen (der Dich mehr liebt als Du ihn)?
 
  • #22
Will Mann, dass Frau zeigt, dass sie ihn toll findet oder soll es für eine funktionierende Beziehung eher umgekehrt sein?
Anhimmeln finde ich den falschen Ausdruck, weil das (bei mir) den Eindruck erwecken würde: ‚Der andere ist so toll, da kann ich nicht mithalten‘. Wer anhimmelt macht sich klein (um besser anzukommen?). Für mich würde ich befürchten, damit Menschen mit kleinem Selbstbewusstsein anzuziehen, die diese Form der Zuwendung für ihr Ego brauchen und meist nicht bereit sind, sich über diese (ich nenne es) Schmarotzerei hinaus einzulassen.

Etwas anderes ist der Ausdruck von Interesse, Neugierde und Sympathie. Dann bleibt abzuwarten, ob das Gesamtpaket nach besserem Kennenlernen hält, was es verspricht. Wer jemandem näher kommen will, muss natürlich etwas dafür tun. Egal wer den ersten Schritt macht, er kann in der Einbahnstraße landen, wenn keine Resonanz kommt. Ansonsten wird ein glückliches Paar später kaum danach fragen, wer damals der Schnellere / Mutigere war. Dann macht sich keiner klein, wenn er immer wieder mal dran denkt, „schön, dass es dich gibt“ zu sagen. Dann kennt man sich ja und weiß, warum der Andere ein Kompliment verdient hat.
 
  • #23
Ich finde die Frage interessant. Ich himmele nämlich gerne an und stehe auf Männer, die gerne etwas angehimmelt werden (aber souverän und mit Understatement damit umgehen) und so toll sind, dass man sie überhaupt anhimmeln kann.

Ich bin da gar nicht so sicher, weil manche Männer damit auch nicht umgehen können und die Frau abwerten, die es ja dann quasi nötig hätte. Als ob einer Frau, die ihn anhimmelt, kein Respekt entgegen gebracht werden müsste. Das ist nicht nur meine eigene Erfahrung, sondern ich kann es auch bei anderen beobachten. Kumpels, die der Freundin hinterherrennen, die sie nicht will und die Frau verachten, die sie anhimmelt... Bei so etwas finde ich den Mann total abstoßend. Ich empfinde es als sehr unmännlich, wenn ein Mann nicht damit klarkommt als der tolle Mann gesehen zu werden und den Frauen hinterherschleimt, die ihn nicht wollen. Da kann ich nur wegrennen, so nerven solche Männer!

Ich himmel auch nur sehr wenige, ausgewählte Männer an. Da gehört schon einiges dazu. Aber in einer Traumbeziehung finde ich, sollte sie tendenziell etwas mehr anhimmeln und er mehr beschützen, sich kümmern. Das löst die schönsten Gefühle aus. Auch wenn es, wenn ich mir das so durchlese, etwas kitschig ist. Aber ein bisschen kitschig ist wohl jeder, außerdem kann man das besser leben und nicht darüber schreiben.
 
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  • #24
Immer unter Wahrung der inflationär zitierten Augenhöhe.
Die zitierte Augenhöhe tötet, sobald sie wörtlich ausgesprochen und propagiert wird, bei mir jedes Gefühl ab. Das klingt so leidenschaftslos, am besten noch im Bett "Augenhöhe". Und ich bin alles andere als unterordnend im Alltag. Aber doch, ich will anhimmeln und auf ein Podest stellen und dass er damit respektvoll umgeht und es zu schätzen weiß. Ich habe sonst das Gefühl, man muss sich ständig beweisen, dass man auf Augenhöhe ist, muss sich ständig den Respekt erkämpfen und aufpassen, nicht zu sehr zu lieben. Das macht mir keinen Spaß. Aber da wird jeder anders sein, auch Männer sind da nicht alle gleich.
 
  • #25
Ich habe sonst das Gefühl, man muss sich ständig beweisen, dass man auf Augenhöhe ist, muss sich ständig den Respekt erkämpfen und aufpassen, nicht zu sehr zu lieben.
Nee, was Du beschreibst, ist gerade KEINE Augenhöhe, dieses Kämpfen um Respekt und bloß nicht zu viel nachgeben. Bei einem Partner auf Augenhöhe musst Du nicht kämpfen, dass er Dich als gleichwertige Person anerkennt, denn er tut es, weil er Dich gleichwertig sieht. Dazu muss man seinen Selbstwert über sich selbst und nicht irgendwelche anderen Attribute wie Geld, Kleidung, Akademische Titel, nur Schönheit usw. definieren, also durch seine inneren Werte, durch das, was einen wirklich im Kern ausmacht. Wer Menschen auf diese Weise sehen kann und sich selbst auch, der muss sie nicht abwerten, nur, weil sie weniger verdienen z.B., sondern kann mit ihnen ohne der aus einem Minderwertigkeitsgefühl entspringenden Angst, nicht mehr die Kontrolle zu haben, umgehen.
 
  • #26
Bei einem Partner auf Augenhöhe musst Du nicht kämpfen, dass er Dich als gleichwertige Person anerkennt, denn er tut es, weil er Dich gleichwertig sieht.
Okay, diese Art von Gleichwertigkeit ist für mich aber allgemeiner Standard für eine gute Beziehung und schließt aus meiner Sicht Anhimmeln nicht aus. Auch nicht, dass die Frau etwas mehr anhimmelt und er mehr eine Art Beschützerrolle hat (sehr platt umschrieben). Denn gleichwertig bedeutet ja nicht, dass man alles gleich macht und nicht mal einer den Ton angeben kann - damit meine ich nicht nur den Mann, ich will umgekehrt ja auch kein Gejammer, wenn ich mal den Ton angebe.

Wenn man sich als gleichwertig sieht und selbstbewusst ist, muss man sich das nicht immer beweisen, sondern kann auch locker mit den Rollen umgehen. Augenhöhe als Begriff klingt für mich nicht schön, weil das Wort manchmal benutzt wird, wenn es dann doch etwas verkrampft gesehen wird. Z. B. auch von Männern, die sich weigern, mal die Starken zu sein oder ähnliches. Die reden viel von Augenhöhe, Augenhöhe, Männer und Frauen müssten alles gleich machen usw.