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  • #1

Wollen Ehefrauen nicht wissen, dass der Mann eine Freundin hat?

Wenn man in Eheratgebern und online liest , erfährt man mehr und mehr , dass angeblich 7 von 10 Ehefrauen gar nicht wissen wollen, dass sie vom Partner langfristig betrogen werden , das lieber stillschweigend hinnehmen und aussitzen . Und wenn die Geschichte dann auffliegt , da unvorsichtig gewesen oder es jemand der Ehefrau gesteckt hat ... dann vergeben die Ehefrauen ihrem holden Gatten jahrelangen Betrug und machen weiter als ob nichts gewesen sei ?

solche Berichte verwundern mich immer wieder !

Sind die Frauen sich selbst so wenig wert ?

Oder lieben diese Frauen ihre Männer nicht mehr im Laufe all der Jahre , und es tut ihnen somit eigentlich gar nicht weh ... nur hergeben und die Gewohnheit und alltägliche Ordnung aufgeben wollen sie dann doch nicht, weil alles so bequem und eingespielt ist ?
Wie seht Ihr das ?
 
  • #2
Naja, das liegt ja in den meisten Fällen nicht daran, dass die Frauen es nicht wissen wollen, oder es gar gemütlich aussitzen!

Die männlichen Fremdgeher sind es doch, die ihren Partnerinnen gekonnt die Affaire verschweigen.



Zunächst sind es ja nur die Affairenfrauen, die sich (meist) so "wenig Wert sind", dass sie sich bewusst auf einen Lügner und Betrüger einlassen
.


Für die Ehefrauen ist diese Situation natürlich sehr demütigend, und fast immer erfahren sie es als letztes, was da hinter ihrem Rücken abläuft. Für sie ist die Frage nach dem eigenen "Wert" schwieriger zu beantworten, vor allem, weil die Liebe zu ihrem nicht einfach abgestellt werden kann.
Schließlich hat sie außerdem auch noch weitere Kriterien, die sie zu bedenken hat, bevor sie gekränkt Konsequenzen zieht.

Für eine Ehe zu kämpfen lohnt sich in jedem Fall!

So viel "Wert" ist den betroffenen Frauen eben der Mann, die Familie und die Liebe.
 
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  • #3
Von der Statistik weiß ich nichts. Ich bin aber auf dem Dorf aufgewachsen und in der nahen Kleinstadt zur Schule gegangen und bekam hier sehr viele Ehen dieser Art mit. Es waren auch durchweg Hausfrauen-Ehen. Zum Teil waren es dann die berühmten "Heile-Welt"-Ehen, wo der Mann dann heimlich neben seiner Freundin noch in den Puff ging und damit prahlte. Seine Frau wusste lange Zeit von nichts (oder wollte nichts davon wissen). Er hat aber seine Strafe bekommen, weil er eines Tages mit Schlaganfall umgekippt ist. Bei anderen Ehen dieser Art wusste die Frau davon und oft auch die Kinder (meine Klassenkameradinnen). Das fand ich damals schon schlimm und konnte nicht verstehen, wie eine Frau sowas mitmachen kann.

Ich denke, dass es wohl Abhänigkeit ist. Finanzielle und emotionale.

w28
 
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  • #4
Also zunächst einmal ist es so, dass etwas mehr Ehefrauen als Ehemänner "fremdgehen". Das ist längst erwiesen. Dass die Frauen es nicht merken, wenn ihr Mann eine andere Frau liebt, glaube ich nicht. Mann verändert sich nämlich, wird unleidlich, denkt nur noch an die andere Frau. Die Ehefrauen wollen aber aus taktischen Gründen nicht eingestehen, dass sie Bescheid wissen. Denn solange die Sache nicht aufliegt, riskieren sie nicht, den Status "wohlversorgte Ehefrau" oder das Gesicht zu verlieren, weil die Männer sich viel zu spät selbst trauen, den unhaltbaren Zustand zu beenden, denn sie sind meistens diejenigen, die jahrelang gearbeitet und ihre Gesundheit für den Wohlstand der Frau und der Kinder ruiniert haben und durch eine Scheidung eben diesen erarbeiteten Wohlstand und - wenn noch klein oder von der Frau manipuliert - den Verlust der Kinder riskieren, während die Frauen meistens zunächst durch eine Scheidung mehr "einfahren" als sie durch eigene Arbeit je hätten erwerben können, wenn auch das Leben danach meistens irgendwann unbequemer wird. Es sind die wenigen tüchtigen Frauen mit Niveau - nämlich die, die selbst immer Leistung gebracht haben -, die dem Mann in so einer Situtation ein Ulitimatum und gegebenenfalls den Stuhl vor die Tür stellen. Die anderen drohen nur und akzepiteren bei Ablauf des Ultimatums, wenn der Mann eine andere Frau hat, manchmal außer Haus schläft und sie nur noch aushält - jahrelang. Obwohl ich etliche Beispiele kenne, kenn ich das gar nicht anders. Natürlich geht es dann auch auf Seiten der Ehefrau nicht um Liebe, sondern um das vermeindliche "Gewinnen" gegen die begehreswertere Frau und um das bequeme Leben.
 
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  • #5
Angst vor Verlust des gewohnten Lebensstandards ist stärker, der emotionale Schlußstrich wurde wahrscheinlich ohnehin vor Jahren gezogen
 
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  • #6
Irgendwann habe ich genau das mal zu meinem Mann gesagt ... wenn, dann will ich es nicht wissen. Warum ich das damals gesagt habe, ist mir erst heute klar. Nachdem die ein oder andere Affäre aufgeflogen ist, habe ich zwei Jahre lang die Hölle auf Erden erlebt. Das wünsche ich meinem ärgsten Feind nicht - und JA, ich hätte es lieber niemals mitbekommen ... und NEIN, ich habe meinem holden Gatten nicht vergeben. Dazu ist in dieser Zeit zu viel geschehen. Wir sind beide andere Menschen geworden.

w/44
 
  • #7
Für manche Frauen, je nach Erwerbsbiografie, würde eine Welt in vielerlei Hinsicht zusammenbrechen, wenn sie aus dem Ehebruch die Konsequenzen ziehen müssten. Ich kenne da einiges vom Hörensagen.

Beispiel: Frau hat Kinder bekommen und nur Halbtags gearbeitet, das Paar bewohnt ein Einfamilienhaus. Weder der Mann noch die Frau können das Haus alleine halten, bei einer Trennung müßte es verkauft werden. Die Frau würde danach in einer kleinen Zweizimmerwohnung landen und zusehen, daß sie auf dem Arbeitsmarkt da anknüpft, wo sie vor 10 oder 15 Jahren aufgehört hat. Ersteres findet sie ungerecht (weil sie die Situation nicht verschuldet hat), letzteres ist oft unmöglich.
Ich höre von solchen Frauen oft unheimlichen Frust und große Wut - am liebsten würden sie ihren Göttergatten vor die Tür setzen, es ist aber finanziell nicht machbar. In solchen Momentan muß man dann überlegen, was einem mehr wert ist.
Ich habe auch schon von Fällen gehört, wo weit und breit jeder wußte, daß Mann X fremdgeht, nur nicht die Ehefrau. Oft ist die Frau dann schon älter und ob sie je wieder einen Partner finden würde steht in den Sternen.
Meine Zeilen sollen nicht bedeuten, daß ich diese Handlungsweise billige - ich versuche nur, sie zu erklären.
 
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  • #8
Ich (w) kann das auch nicht nachvollziehen, habe aber so was in der Richtung bei einer Kollegin mitbekommen.

Sie hat ihren Freund nach zehn Jahren Beziehung geheiratet, obwohl die Partnerschaft ziemlich eingeschlafen war und er sich auch schon vor der Hochzeit mit anderen Frauen getroffen hat. Sie kam dahinter und meinte dann zu mir, sie wolle ihn trotzdem heiraten, er wäre schließlich eine gute Partie, verdient viel Geld und ihr ginge es letztendlich darum, dass sie mit ihm eine Familie gründet, nicht mehr arbeiten muss und dass er ihr finanziell ein gutes Leben ermöglicht. Die große Liebe wäre es bei ihnen beiden nicht, aber da sich in zehn Jahren nichts anderweitig ergeben habe, was "besser" wäre, nimmt sie ihn halt, sie wäre ja blöd, wenn sie sich einen Mann, der so viel Geld verdient, entgehen lassen würde.

Ich bin über so was auch entsetzt, aber solche Frauen gibt es. Da geht es nicht um Liebe, da geht es in erster Linie um Geld und Berechnung. Er schien ähnlich gestrickt zu sein, er wollte wohl in erster Linie in seinen Unternehmehnsberaterkreisen eine Ehefrau vorweisen können zum Präsentieren, die große Liebe war es bei ihm wohl auch nicht. Beide haben also aus Berechnung geheiratet.
 
  • #9
Ich habe so eine Freundin, 15 Jahre verheiratet, 14 Jahre davon wird sie von ihrem Mann betrogen. Zwie langjährige Geliebte und viele ONS. Sie weiß davon und zieht nicht die Konsequenzen, dann müßte sie für sich selber sorgen und hätte es nicht mehr so bequem. Ich will ihr Gejammer nicht mehr hören, selber Schuld wenn sie keinen Schlußstrich zieht. w51
 
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  • #10
Über EINE sexuelle Untreue könnte ich vielleicht !! nach jahrelanger Ehe hinwegkommen. Aber Untreue über Jahre würde ich niemals durchstehen. Wer will schon die Hölle auf Erden?
 
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  • #11
Ich war als betrogene Ehefrau die letzte, die davon erfahren hat. Ich war vollblind, obwohl er Wiederholungstäter war. Wenn mir das jemand erzählen würde, ich würde es nicht mehr glauben. Von Anfang an gab es wiederholt kurze Affären, die er aber allesamt schnell beendet hat, wenn die Frauen anfingen mehr zu wollen. Ich stand dem ganzen etwas ratlos gegenüber und habe es mit meinem üblichen Erfolgsmodell gegen Selbstzweifel versucht: ich muss mehr tun, muss eine bessere Frau werden... Mir ist nicht ansatzweise der Gedanke gekommen, dass der Mann einen schlechten Charakter hat - dabei bin ich eigentlich nicht blöd.

Irgendwann hate er dann eine sehr schäbige Langzeitaffäre, bei der ich dann angefangen habe, mein Selbstoptimierungsprogramm aufzugeben und wie eine echte Hexe zu handeln: mein Gehalt ging nicht mehr auf das gemeinsame Konto, sondern auf ein eigenes. Ich habe ihm geraten das genauso zu machen und das gemeinsame Konto wurde zum Haushaltskonto, jeder zahlte 50:50. Er musste ja auch erwachsen werden und lernen, mit seinem Gehalt auszukommen. Im eigenen Haus gab es getrennte Schlafzimmer. Komisch, als ich so klar war, fand er mich wieder attraktiv - ich ihn aber nicht mehr.

Ich habe versucht, mich ihm innerlich wieder anzunähern, wollte doch die perfekte Ehefrau sein und mir aber gleichzeitig ein eigenes Leben aufzubauen. Nach 2 Jahren habe ich ihm meine Haushälfte überlassen (hatte eh 70 % bezahlt), dafür musste er auf den Versorgungsausgleich verzichten und bin weggegangen.
Das ist kein Problem, wenn Frau klug genug ist, sich wirtschaftlich nicht an einen Mann zu binden, sondern besser auf eigenen Füßen steht. Das geht auch mit Kindern - ist zwar unbequem, aber es geht, vor allen Dingen, wenn man ihm die Kinder 50:50 auf's Auge drückt, um selber Zeit zum leben zu haben. Eine Frau, die keinen Bock auf eine eigene Berufstätigkeit hat und sich hinter den Kindern versteckt, muss dann eben einen Sch...ehe aushalten oder ein Leben mit knappem Geld.

Ich verstehe immer noch nicht, warum ich das nicht sehen konte als es passierte, dass ich trotz Wiederholung kein Frühwarnsystem hatte. Manchmal ruft er noch an - ich gehe garnicht ans Telefon. Er interessierte mich schon nicht mehr am Tag meines Auszugs. So ist das, wenn es mir reicht.
 
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  • #12
Ich würde es auch nicht wissen wollen, außer wenn ich frage.
Wenn er fremdgehen will, soll er es tun, aber so diskret wie möglich. Warum soll man sich auch trennen, wenn man sich mal anderweitig verguckt. Ich würde mir diese Freiheit auch herausnehmen.

w 45
 
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