• #61
mein Mann und ich haben so ein Penthouse mit Blick auf Bodensee und Seebuehne - ja, es ist unglaublich toll. Sowas bekommt man genau einmal im Leben angeboten, weil sehr selten.
Stimmt - weil sich hier mehrere sehr begehrte Elemente verbinden. So etwas gibt wirklich nur wieder her, wer muss. Und so etwas kann auch nicht beliebig reproduziert werden.
Penthouse als solches gibt es aber immer öfter. Warum ? Weil es - auch ohne solche Aussicht - sehr ertragreich für den Bauträger ist. Und Nachteile hat Penthouse auch - Flachdach ist nicht ganz billig zu reparieren. Und dazu treten im Penthouse evtl. versteckte Baumängel sehr deutlich zu Tage. Wenn die Sommermonate die Sonne einige Wochen am Stück aufs Dach knallt, dann merkst du schnell, ob die Wärmedämmung auch wirklich dem hohen Preis angemessen ist. Nie vergessen - Bauträger bauen um Geld zu verdienen - und sehr oft sind die Firmen nach 5 Jahren vom Markt. Wegen der Haftung. Ein Bauherr, der für sich selbst zum Eigennutz oder auch zum Vermieten baut, denkt wesentlich langfristiger.
 
  • #63
@Stern12345
Das freut mich, dass ihr so harmonisch die Lösung gefunden habt. Und anscheinend fühlt es sich auch richtig an, wenn auch die Kinder es so leicht annehmen können, dass sie aus dem "Elternhaus" ausziehen. Dann muss der Ex wohl jetzt sanieren, wenn er es weiter vermieten will.

Manchmal auch nicht absehbar gleichbleibend in ihren Bedürfnissen, denn anfangs hatte sich meine Große sehr über das Eigene gefreut.
Hätte ich mich auch, aber ich hätte vielleicht auch nicht gedacht, dass es mit einer Regel, wann ich täglich "weg" soll, verbunden ist. Versteh mich nicht falsch, ich kenne eure Situation nicht und euch auch nicht. Ich kann nur so, wie ich es beim Lesen der paar Infos hier empfinde, drauf reagieren, ohne dass es wie eine Be- oder Verurteilung klingen soll.
Es ist doch unzumutbar, seine diesbezüglichen Bedürfnisse anzumelden, oder?
Das war ja auch nicht mein Vorschlag. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Tochter jeden Abend bis Mitternacht bei euch gesessen hätte, und hätte mich danach gerichtet, wie sie sich von sich aus abnabelt, statt eine Regel aufzustellen, dass sie zu einem bestimmten Zeitpunkt garantiert aus der Wohnung zu sein hat. Zumal Du noch ne jüngere Tochter hast, die ja dableiben und vermutlich noch nach 21.30 aus ihrem Zimmer kommen durfte.
Wichtig ist, dass generell die Möglichkeit für Privatsphäre gegeben ist.
Was den Platz angeht, ja. Aber dass jetzt ab einem bestimmten Zeitpunkt am Tag von den Kindern generell nichts mehr merkbar zu sein hat, hätte ich so nicht geregelt.
Wie gesagt, ich stell mir jetzt irgendwas vor aufgrund Deiner drei, vier Infos, vielleicht klingt es für mich insgesamt viel härter, als ihr es gelebt habt.
 
  • #64
Wo Glück ist, ist auch Licht. Und wo ein Sternchen angestrahlt wird, kann es funkeln.
Viele glückliche Jahre im neuen Heim wünscht Tom
 
  • #65
vielleicht klingt es für mich insgesamt viel härter, als ihr es gelebt habt.
Leider nicht, ich empfand es auch als zu hart, sie ohnehin.
Mein Kompromissvorschlag, um es beiden recht zu machen, war, dass sie in den Räumen, die nicht an das Schlafzimmer grenzten (die Wohnküche oder mein winziges Büro), unbegrenzt bleiben konnte, aber das akzeptierte mein Lebensgefährte auch nicht. Andererseits waren von ihr zuvor mehrere wütende Bemerkungen gekommen, er und ich wären nachts "zu laut"- danach verstand ich, warum er auf das Türenschließen bei den schlafenden Jüngeren bestand (was diesen auch schwerfiel, wir waren stets offene Türen gewohnt), und es nicht mehr mochte, wenn sie spätabends in der Wohnung war. Ich brauche leider mehr Schlaf als meine Teenies- insofern war das Zeitfenster für Zweisamkeit nicht so groß.
Außerdem machte ich den Fehler (?), darum zu bitten, dass sein ungefähr gleichaltriger großer Sohn klingelte, bevor er unsere Wohnung, in der er nicht lebte (wohl aber mit seiner Mutter in der gleichen Straße), aufsperrte, nachdem er mich zweimal beim Ankleiden in Unterhose vor meinem Schrank stehend überrascht hatte.
Insofern war es dann für meinen Mann die Frage nach der Gleichberechtigung unter unseren Kindern, also letztlich ein übertragener Konflikt- wer und wessen Kinder sind hier voll berechtigt zuhause, wessen Zuhause ist die Wohnung also tatsächlich?

Das war damals ein Baustein, der zu unserer temporären Trennung führte. Patchwork ist nicht einfach.

Umso mehr freue ich mich für die FS, dass sie mit dieser für die Jungs guten Lösung glücklich sein können, "dass ihr Glück nicht an der Wohnung hängt"- das sagt viel aus, was könnte mehr wert sein?
 
  • #66
edenfalls haben wir beschlossen heute nochmal in die EG Wohnung zu fahren und die Sonne hat uns begleitet. Was soll ich sagen: es hat sich gut angefühlt und die Jungs haben gleich beschlossen, wer welches Zimmer nimmt. Mein Mann hat mich in den Arm genommen und laut gefragt " wollen wir?" Aus Zimmer 1. kam ein jaa, aus Zimmer 2. kam ein Jaaaa, er selbst nickte mit einem Lächeln und ich habe dem Architekten gesagt "gekauft!"
Liebe Stern,

Toll.
Da hat bei 4Personen der Bauch Jaaaa! gesagt.
Das ist wichtig .
Es zählt jetzt, und dass Ihr jetzt gut leben könnt.
Es fügt sich immer.

Und wer weiß, vielleicht in 10 Jahren, wem der Kredit kostenfrei kündbar ist, die Kinder aus dem Haus, dann verkauft Ihr mit Gewinn diese Wohnung, und findet Euer Penthouse, oder etwas ganz anderes.

Ihr seid eine tolle Familie - Euch alles Gute.

W,49

Ergänzend.
Tom hat mit seinem Hinweis leider recht, wenn ich sehe, wie hier momentan gebaut wird, wäre ich gerade bei der Penthouse Wohnung sehr misstrauisch.
Vom Flachdach bis zur Terrassenabdichtung, der Dach- und Terrassenentwässerung...
Es wird bei der Erstellung gespart wo geht, und darüber hinaus, schicke Farbe darüber, und das Erwachen folgt in ein paar Jahren. Nur die Gewährleistung ist dann leider vorbei.
Preis und Qualität entwickeln sich auf jeden Fall hier schon seit Jahren im Münchner Bereich zunehmend diametral, und ist inzwischen kritisch.
 
  • #67
Außerdem machte ich den Fehler (?), darum zu bitten, dass sein ungefähr gleichaltriger großer Sohn klingelte, bevor er unsere Wohnung, in der er nicht lebte (wohl aber mit seiner Mutter in der gleichen Straße), aufsperrte, nachdem er mich zweimal beim Ankleiden in Unterhose vor meinem Schrank stehend überrascht hatte.
Das ist für mich eigentlich selbstverständlich, dass jemand, der nicht dort wohnt, erstmal klingelt. Nicht vergleichbar mit den Kindern, die in der Wohnung leben, aber ich seh schon den Konkurrenzgedanken, den der Mann gehabt haben wird. Er konnte sein Kind nicht mitnehmen und zusammenwohnen mit ihm, also sollte das Dir auch nicht so einfach gegönnt sein.

Andererseits waren von ihr zuvor mehrere wütende Bemerkungen gekommen, er und ich wären nachts "zu laut"
Okay, das geht ja dann auch nicht, dass sie euch was vorschreiben will, wo auch sie sich zurückziehen könnte in eine eigene Wohnung, da alt genug und die Wohnung vielleicht sogar schon vorhanden.

Schwierige Konstellationen sind das, wenn man nicht so viel Geld hat, dass jeder einen eigenen Gebäudeflügel bekommen kann.
Ich freu mich auch für @Stern12345 , dass das so harmonisch abging.
 
  • #68
Schwierige Konstellationen sind das, wenn man nicht so viel Geld hat, dass jeder einen eigenen Gebäudeflügel bekommen kann.
Dein Fazit verstehe ich nicht, denn es war ja einmal eine ganze Hausetage im 2. OG, einmal mehr als eine halbe im 1. Stock und eine knappe halbe im EG- also zusammen 320 qm für sechs Personen. Unsere vorherige Wohnung, aus der wir ausgezogen waren, hatte 220 qm auf einem Stockwerk, das war großfamilienfreundlicher. Im Prinzip hatte sowohl meine Tochter in ihrer Wohnung schon zwei Zimmer zu viel, ihre Wohnung war ihr abends eben etwas einsam.
Was für uns ungünstig war, waren die unterschiedlichen Bedürfnisse der Bewohner und die Überlagerung der Wohnungsangelegenheiten mit, ja, letztlich wohl Machtfragen.

Aber ich finde es ausgesprochen nobel vom Mann der FS, letztendlich nur auf das Jetzt zu schauen, die Bedürfnisse der nicht-eigenen Kinder mit seinen eigenen Wünschen gleichwertig einzustufen.
 
  • #69
Dein Fazit verstehe ich nicht, denn es war ja einmal eine ganze Hausetage im 2. OG, einmal mehr als eine halbe im 1. Stock und eine knappe halbe im EG- also zusammen 320 qm für sechs Personen. Unsere vorherige Wohnung, aus der wir ausgezogen waren, hatte 220 qm auf einem Stockwerk, das war großfamilienfreundlicher.
Ich dachte, dass es winzig war. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass bei so viel Platz solche Probleme da sind, also das Schlafzimmer so ungünstig liegt, dass Laute aus- und eindringen können und die Tochter sich dadurch gestört fühlt bzw. dann ausziehen muss. Irgendwie hatte ich gedacht, das sei alles viel enger geschnitten gewesen.
Im Prinzip hatte sowohl meine Tochter in ihrer Wohnung schon zwei Zimmer zu viel, ihre Wohnung war ihr abends eben etwas einsam.
Du wirst wissen, was es genau war. Ich hatte vermutet, dass sie sich "ausgestoßen" fühlte, weil Dein anderes Kind ja dableiben konnte und noch "Familiengefühl" hatte. Klar, es war noch jünger, aber dass ab einem bestimmten Alter ein "Fallbeil" kommt, denkt ja kein Kind und Du hast geschrieben, dass Du zwischen den Stühlen gesessen hast und Dich für den Mann und gegen die Tochter entschieden hast. Ob nun die neue Wohnung zwei oder drei Zimmer zu viel hat oder eine Einraumwohnung ist, ist ja egal, FALLS es dieses Gefühl war, dass er Dir wichtiger war als sie.

Aber ich finde es ausgesprochen nobel vom Mann der FS, letztendlich nur auf das Jetzt zu schauen, die Bedürfnisse der nicht-eigenen Kinder mit seinen eigenen Wünschen gleichwertig einzustufen.
Ich finde es gut und normal, dass er das macht. Sie sind eine Familie, nicht ein Paar ohne Kinder. Er kann doch die Mutter nicht abspalten von den Kindern und mit ihr dann Pläne machen wollen, als gäbe es die Kinder mit ihren Bedürfnissen nicht.
Dass ein Mensch seinen Partner mit Kindern zwingen will, sich für Kind oder ihn selbst als Partner zu entscheiden, finde ich daneben. Die Elternteil-Kind-Beziehung besteht ja ein Leben lang, die Beziehung zum Partner vielleicht nicht, aber die Elternteil-Kind-Beziehung kann dadurch kaputt gehen. Vielleicht will der Mensch sie sogar kaputtmachen, weil er selbst kein gutes Verhältnis zu seinen eigenen Kindern hat oder selbst als Kind zurückstecken musste für ein Stiefelternteil.
 
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