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rosenmann

Gast
  • #31
Aber jetzt mal ganz ehrlich, liebe Herren: wer von euch guckt sich die stille, introvertierte Frau in einer Frauengruppe aus? Ihr versucht es doch auch zuerst bei den attraktiven und lautstarken, egal wie hoffnungslos die Sache ist. Also lasst die Kirche im Dorf.

Das kann ich von mir nicht behaupten. Ich mag durchaus die etwas ruhigeren, zarteren weiblichen Wesen. Keine Mauerblümchen, aber die Vorlauten muss ich nicht haben, das kann ziemlich schnell nerven.

Warum Frauen eher die bösen Jungs mögen ist doch klar, diese suggerieren, sich im Leben mit Schmackes durchzuboxen, statt immer brav hinten anzustehen, das ist für die meisten sexy und dafür wird einiges in Kauf genommen. Ob es unterm Strich besser ist, ist allgemein schwer zu beurteilen.
 
  • #32
Aber jetzt mal ganz ehrlich, liebe Herren: wer von euch guckt sich die stille, introvertierte Frau in einer Frauengruppe aus?
Ich zum Beispiel. Weil ich extrovertierte Frauen nicht mag. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich die selbsternannte Wortführerin der Gruppe links liegen lassen und mir mich derjenigen zuwenden, die sich etwas im Hintergrund hält. Wo man mich findet? Überall dort, wo extrovertierte Leute nicht so gerne hingehen. Gute Chancen hättest Du z.B. in einem botanischen Garten. Oder im Kunstmuseum bei den Landschaftsmalern. Und in den Bergen eher mitten in der Wiese als neben der Hütte. Bin ich also ein Langweiler? Hm, kommt darauf an, ob Du mit mir über Prominente oder über Evolution reden willst.
 
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Dagobert

Gast
  • #33
... Ihr versucht es doch auch zuerst bei den attraktiven und lautstarken, ....
Nein! Das sind genau die, denen ich auf Brust, Hintern und Beine schaue. Denen, die mir auf den ersten Blick gefallen, schaue ich ins Gesicht, aufs Haar, auf die Arme, die Körperhaltung, ihr Lächeln, die Mundstellung, die Ohrenform, halt die Gesamt-Erscheinung. Keinesfalls suchte ich die aufdringliche, laute Frau, sondern die zurückhaltende, ruhige. Mit einer liebevollen Gesamtausstrahlung und einem gesunden aber nicht unnahbaren Distanzgefühl.

Geil sind sie natürlich, die Anderen und fast immer auf Aufriss. Aber das war's dann zumeist auch schon.

Meines Wissens nach, seht ihr Frauen das auch so.
 
  • #34
Aber jetzt mal ganz ehrlich, liebe Herren: wer von euch guckt sich die stille, introvertierte Frau in einer Frauengruppe aus? Ihr versucht es doch auch zuerst bei den attraktiven und lautstarken, egal wie hoffnungslos die Sache ist. Also lasst die Kirche im Dorf.
Wenn sie etwas hübsch waren und eine gute Figur hatten, habe ich früher genau nach solchen Frauen gesucht.
Ich befürchte, an dieser Stelle zugeben zu müssen, das ich damals hoffte, sie würden ein bisschen "dankbar" sein.

Leider waren sie meistens entweder äußerlich nun wirklich nicht attraktiv (schlank war oberste Direktive, der Charakter war beinahe egal, dass sehe ich heute wirklich völlig anders)
oder aber (und das war häufiger), es waren außer mir schon einige ander Männer auf diese Idee mit dem Mauerblümchen gekommen....
 
  • #35
Ich kann das Gejammer mancher hier nicht mehr hören, dass alle Frauen nur die Aufreißer wollen. Es gibt einen Unterschied zwischen introvertiert, schüchtern, unsicher, ängstlich und introvertiert, souverän, ruhig, tiefsinnig. Die zweite Sorte dürfte keine Probleme haben Frauen kennen zu lernen.
 
  • #36
Volle Zustimmung, @Blümchen1. ABER: Viele ruhige, introvertierte Männer starten als unsicher-ängstliche Kerle, übervorsichtig, immer drauf bedacht, bloß keinen Fehler zu machen, der die Frau in die Flucht schlagen könnte. Es braucht viele Misserfolge, Leidensdruck, Zeit und etliche Aha-Effekte, um sich zu verändern. Dominant und selbstsicher kann Mann natürlich sein, auch ohne ein Macho zu sein. Aber letztere leben es besonders intensiv vor, sind medial und im Alltag besonders präsent und haben ja auch sichtbar viel Erfolg bei Frauen, jedenfalls scheinbar. Ich hab auch ne Weile gebraucht, um das eine vom anderen zu trennen. Da viele Männer gerade nicht zu dieser negativen Kategorie gehören wollen, vermeiden sie das selbstsichere Auftreten gleich mit, bzw. sie vermeiden es, ein solches Auftreten zu entwickeln. Nebenbei kann man dann für sich und andere rechtfertigen, man sei halt kein Macho-Typ und deshalb bleibe man im Zweifelsfall eben lieber so, wie man ist - schüchtern, übervorsichtig, unsicher. Und damit leider auch furchtbar unattraktiv und schlicht als Mann unsichtbar für die allermeisten Frauen. Es ist halt nicht sexy, nicht anziehend, wenn sie SEIN Selbstbewusstsein auch erst mit aufbauen soll und sie erstmal ne ganze Menge Dinge leisten und leben muss, die ER doch als Gegenstück zu ihr eigentlich einbringen soll in eine Beziehung.

Ich würde mich inzwischen z.B. eher in die introvertiert-ruhige, souveräne und in die zugleich liebevolle und respektvoll-wertschätzende Kategorie einsortieren. Vor noch gar nicht soo langer Zeit war ich das aber halt noch nicht (ich denke bloß mal an meinen Kuss-thread hier) und selbstverständlich muss ich auch noch immer an meiner Selbstsicherheit arbeiten. Von allein bekommt Mann sie nicht - sie muss schrittweise aufgebaut werden; sie fällt nicht wie Manna vom Himmel. Letztlich geht's ja auch hier darum, negative und hinderliche Konditionierungen zu überwinden, die schon vor Jahrzehnten etabliert wurden. Interessanterweise hat mir auch das Online Dating und das dabei erlebte sehr positive Feedback mir gegenüber dabei geholfen sicherer und souveräner im Umgang mit Frauen zu werden. Wobei der entscheidende innerliche Knoten ja bereits vorher geplatzt sein muss. m44

P.S. Kann das Kapitel Online-Dating nach nur wenigen Wochen SB-Dasein jetzt bereits wieder dankbar, weil frisch und glücklich verliebt abhaken - zumindest sieht's derzeit ganz danach aus.
 
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  • #37
Ich (29) bin einer dieser ruhigen, ernsthaften Männer. Dass ich seit etwa 4 Jahren Single bin, liegt in erster Linie daran dass ich ziemlich introvertiert bin und nicht aktiv auf Fremde Menschen zugehe, wenn es keinen triftigen Grund dazu gibt. Ich spreche also grundsätzlich keine Frauen an und auch in der frühen Kennenlernphase bin ich leicht zurückhaltend und wirke eher reserviert. Da die Frau hier also den aktiveren Part übernehmen muss, waren es zunächst immer die extrovertierten Damen die ich anzog. Nach drei gescheiterten Beziehungen und (weitgehend) abgeschlossener Selbstfindungsphase, versuchte ich es auch mit introvertierten Frauen. Dort musste ich feststellen dass die Spannung fehlte, da es keine Polarität gab. Das brachte mich zu der Überzeugung, dass es eigentlich nur mit extrovertierten Frauen klappen kann. Leider mangelt es aber vielen von denen an Tiefgang.
 
  • #38
Und was hier ein Gast über den "Angelsport" schrieb fand ich ganz grauselig, weil Intros diesen Sport wohl öfter betreiben. Ich könne keinen Fisch an Land ziehen und ihn erst mal noch zappelnd töten, wie SENSIBEL diese INTROS doch sein mögen so sensibel wie Schlachter oder Jäger, tut mir leid, aber sensible Männer können noch nicht mal eine Spinne zertrampeln, ich übrigens auch nicht. Aber ich gebe hier nur meine persönliche Sicht der Dinge wieder.

Du darfst behalten, was du tötest - ugaa ;)
Im Ernst, besonders sensibel, im Sinne von "einfühlsam", ist diese Antwort nicht. Angeln auf den Moment der Tötung eines Tieres zu reduzieren, erscheint oberflächlich.

Aber egal,
TE, es gibt nun mal extrovertierte und introvertierte Menschen. Daraus kann man keine Rückschlüsse auf ihr partnerschaftliches Verhalten ziehen, sofern eine dieser Ausprägungen nicht pathologisch ist.

Möglicherweise sind introvertierte Menschen etwas reflektierter als andere, das war es dann aber auch schon. Eine Abkürzung bei der Suche nach einem wertvollen Partner ist diese Eigenschaft nicht.

Wo man die findet?
Dort, wo man auch andere Menschen findet. Introvertiert ist ja nicht synonym mit Couchpotatoe.
 
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