• #1

Wird er sich trennen?

Hallo liebes Forum,
seit 5 Wochen versuche ich stark zu sein, brauche nun eure Meinungen.
Mein Mann und ich sind seit 12 Jahren zusammen, davon fast 8 verheiratet, 2 Kinder, Haus, tolle Jobs. In den letzten Jahren haben wir viele Höhen und Tiefen erlebt, seine Famile hat ihn betrogen, sein Vater starb, er verlor seinen Job und noch vieles mehr. Durch all diese Zeiten sind wir gemeinsam durch, es war nicht leicht, aber wir hielten zusammen, redeten viel. Auch haben wir die letzten Jahre Urlaube gemacht, Paarwochenenden ohne Kinder, Zeit auch für uns einzeln gehabt.
Vor 5 Wochen sagte er nun in einem Gespräch, dass er nicht mehr wisse ob er bleiben oder gehen wolle. Es wäre aber alles nicht so einfach, Kinder, Haus etc. Es würde ihn stören, dass es immer die gleichen Themen/Streits gäbe, es sich nie ändern würde und er über eine Auszeit nachdenke. Er könne seine Gefühle gerade nicht in den normalmodus zurückswitchen.Ich muss dazu sagen, dass wir nicht viel streiten, er hat recht, wenn, dann fast immer um das gleiche: Alkohol, Eifersucht, Kindererziehung. Ich bin sehr lösungsorientiert und habe immer, wenn wir uns zusammengesetzt haben auch Lösungen vorgeschlagen...manche gut manche weniger gut. Doch nun sehe er keine Lösung mehr, Hilfe in Form einer Paartherspie will er nicht, auch nicht von Freunden oder Familie. Er hat sich distanziert, verhält sich im Alltag betont "normal". Ich bekomme nach wie vor einen Abschieds- und Gute Nacht Kuss, Sex (vielleicht weniger intensiv), mal fragt er nach meinem Befinden ,mal lässt er mich links liegen. Ich habe mir seine letzten Kritikpunkte zu Herzen genommen, an mir gearbeitet und es beseitigt was ihn stört. Er meinte nun vor ein paar Tagen, als ich fragte, ob ich aufhören könne mir sorgen zu machen es wäre alles entspannt aber das Thema gehen oder bleiben noch nicht vom Tisch. Meine Arbeit an mir wäre ja eh nicht von Dauer . Ich schlug ihm vor 5 Wochen vor, obwohl ich es nicht wollte, mich zu trennen, damit er nicht der bumann ist...wollte er nicht, ich schlug ihm vor seine auszeit zu nehmen, er könnte bei Familie unterkommen oder sogar allein, er wollte es noch nicht, da müsse er drüber nachdenken. Was will er, was will er nicht...ich weiß nicht mehr weiter, alles woran ich geglaubt habe zerbricht. Wird er gehen?
 
C

Charline

Gast
  • #2
Er, er er ...! Gibt´s eigentlich noch was anderes für dich. DU denkst über Lösungen nach, versuchst dich zu ändern, machst und tust... und der "gnädige Herr"? Macht nichts, nimmt keine Hilfe von außen an, arbeitet nicht an sich, mault nur rum.
An deiner Stelle würde ICH mir eine Auszeit von 4 bis 6 Wochen nehmen. Eine Auszeit, um mal von ihm wegzukommen. Soll er doch mal sehen, wie er mit allem alleine fertig wird. Dem geht´s einfach zu gut. Alles dreht sich nur um ihn.
Oder (noch so eine Idee), er hat schon längst eine "Neue", weiß aber noch nicht, wie sich das Ganze entwickelt. Vielleicht ist sie auch gebunden... und dich hält er auf der Warmhalteplatte.
Wenn er rumeiert und keine Konsequenzen ziehen will, nimm ihm die Entscheidungen einfach ab. Dann muss er eben damit klarkommen. Scheint ihm auch sowieso alles egal zu sein.
 
  • #3
Ich kenne mehrere Ehen, die am Alkohol zerbrochen sind. Wer hat denn das Alkoholproblem von euch? Da du geschrieben hast, dass du die Dinge beseitigt hast, die ihn stören, gehe ich davon aus, dass du diejenige bist, die trinkt. Du solltest etwas anderes finden, was dir Entspannung bringt oder den Kopf frei macht, anstatt Alkohol zu trinken. Manchmal schafft man das nur mit Hilfe einer Therapie.
Abgesehen vom Alkoholproblem würde ich mich nicht verbiegen wollen für einen Mann. Klammern und den Mann mit aller Macht halten wollen, führt zumeist zum Gegenteil. Also, lass ihn gehen, dann ist die Wahrscheinlichkeit am größten, dass er wieder zurück kommt...
 
  • #4
Ich habe kein Alkoholproblem, mich stört es dass er oft kein Ende findet. Auszeit will ich nicht und kann ich mit den Kindern leider auch nicht (Schule etc) er ist meine große Liebe..ich muss keine Auszeit nehmen um mir über was klar zu werden sondern er
 
  • #5
Du schreibst recht oberflächlich, was "nicht" laufe bei Euch. Dabei fehlen die entscheidenden Details: Wer von Euch hat das Alkohol-Problem? Wie groß ist dieses tatsächlich? Wer ist auf wen eifersüchtig? Krankhaft oder im normalen Bereich? Berechtigterweise eifersüchtig oder nicht? Kindererziehung: Was genau sind da Eure Streitpunkte? Was genau stört ihn bei Dir und was meint er, würdest Du "eh nie abstellen"?

Du bist wie ein Kranker, der zum Arzt geht und sagt, er habe Schwerzen. Wo und wie sich die Schmerzen genau anfühlen: Kein Wort davon. Wie detailliert, denkst Du, kann Dir der Arzt helfen? Noch dazu wir im anonymen Forum. Kopfschüttel!
 
  • #6
Wenn ich deine Gedanken lese, kommt es mir so vor, dass er eine Neue hat, dir es nicht sagen kann, keine Eier in der Hose hat, einfach nur rumeiert, wartet, um dich warm zu halten mit dem Hintergedanken, es wird eh so kommen, wie es kommt und rechnet damit, dass du von ihm gehst, dann sieht er sein Problen gut gelöst, so fädeln übrigens sehr viele Männer die Trennung ein, die dann die Frau später ausführt! Wäre ich an deiner Stelle, so würde ich die Situation mit Zeitlimit (ca. 2 Wochen) klären, und danach entsprechend mit Konsequenzen umsetzen! Mein Selbstwert läßt sich von Niemanden hinhalten, geht nicht! Handeln ist angesagt! Ich sehe keine faire Chance für dich!
 
  • #7
Er merkt nur, was er an dir hat, wenn du mal nicht verfügbar bist.
Wie will er dich vermissen, wenn du immer verfügbar bist?
Ihm gehts zu gut und er langweilt sich.
Ich würde mich für ein paar Tage in den Osterferien abseilen. Er kann ja dann schon mal üben, wie es ist, sich 24 Stunden um die Kids zu kümmern. Ich glaube, du bist zu nett.
 
  • #8
Hi FS.

beim ersten Lesen deines Textes habe ich gedacht - dein Mann hat eine Depression.

Hören tue ich auch, dass du machst und tust, er scheint nicht zu wissen, wie er sich z zt „bewegen“ soll, daher macht er, was er immer macht.
Ich würde diesen Kreislauf unterbrechen - fordere ihn auf, dass er für eine gewisse Zeit ausziehen soll, damit auch du schauen kannst, was da eigentlich läuft und geht.

Natürlich kann es auch sein, das er jemanden kennengelernt hat. Das wirst du aber nicht aus ihm raus bekommen, wenn du ihn danach fragen wirst, vermute ich.

Eine weitere Variante wäre, er holt sich professionelle Hilfe um sich klar zu werden.

Ich würde ihn -nach jetzigem Informationsstand- vor diese beiden Wahlmöglichkeiten stellen - keine Alternativen!

Es hört sich alles sehr „dicht“ und festgefahren an, daher würde ich die Trennung auf Zeit in Betracht ziehen um mal zu Lüften im Haus.

Du scheinst in eurer Beziehung die Macherin zu sein, guck mal, ob du das wirklich immer weiter so haben und machen möchtest. Evtl suchst auch du dir jemanden zum reflektieren.

„Er meinte nun vor ein paar Tagen, als ich fragte, ob ich aufhören könne mir sorgen zu machen es wäre alles entspannt aber das Thema gehen oder bleiben noch nicht vom Tisch.“

Ehrlich - sowas würde ich mir nicht länger bieten lassen!!! Du machst und er lässt machen - das geht gar nicht - finde so ein Verhalten auch äußerst unattraktiv...

Es würde dir sicherlich auch gut tun, Abstand zu bekommen um dich zu spüren und klar zu bekommen, ob DU so eine Beziehung noch möchtest.

Du ermöglichst ihm mit deinem Verhalten auch seins - guck, was DU wirklich, wirklich willst - ganz ehrlich dir selbst gegenüber!

Alles Gute für dich!

w/48
 
  • #9
Meine Arbeit an mir wäre ja eh nicht von Dauer .
Was wirft er Dir denn vor? Wieso mußt Du an Dir arbeiten?
Ich bin sehr lösungsorientiert und habe immer, wenn wir uns zusammengesetzt haben auch Lösungen vorgeschlagen...manche gut manche weniger gut.
Bin ich auch, soweit erstmal super. Nützt nur nicht viel, wenn der andere diese Lösungen nicht leben will.
Er hat sich distanziert, verhält sich im Alltag betont "normal". Ich bekomme nach wie vor einen Abschieds- und Gute Nacht Kuss,
Nichts ist normal. Aber ihr verhaltet euch so als ob? Warum machst Du das? Ich lass mich doch nicht von jemandem herzigen, der eigentlich lieber weit weg sein möchte.
Ich habe mir seine letzten Kritikpunkte zu Herzen genommen, an mir gearbeitet und es beseitigt was ihn stört.
Man kann und sollte sich nicht verbiegen. Nun weiß man ja nicht, was er Dir "vorgeworfen" hat, aber glücklich scheint er nicht zu sein und Du auch nicht.
Natürlich sollte man Kritikpunkte bearbeiten. Man müsste jetzt ein wenig mehr wissen, um da "Stellung" zu beziehen. Wenn jemand aber über Jahre immer die gleiche Kritik vom Partner bekommt, ist es doch schwierig zu glauben, dass nun auf Anhieb alles beseitig wurde, was stört.
Möglich ist das. Dazu müsste man aber wirklich mehr wissen.

Ganz fair ist er nicht, man könnte aber denken , er weiß wirklich nicht, ob sich was ändert und / oder er traut dem Ganzen nicht, hat aber Hoffnungen.
Es ist nicht einfach, aber ich glaube, am meisten Sinn macht es, wenn ihr wirklich sehr ehrlich miteinander seid. Du solltest klar bei Dir bleiben und nur das ändern, was Du ändern kannst und willst.
Das er nach ein paar Wochen noch nichts als Erfolg verbucht , kann ich nachvollziehen, gehen will er auch noch nicht.
Verbieg Dich nicht für ihn, erkläre, warum Du so tickst wie Du tickst, hör Dir ruhig an, was er zu sagen hat.
er hat recht, wenn, dann fast immer um das gleiche: Alkohol, Eifersucht, Kindererziehung.
Hört sich alles nach Deinen Themen an. Nörgel vielleicht nicht so viel an ihm rum, kann das sein? Genau sowas ändert sich nämlich nicht in 5 Wochen.
W
 
  • #10
Liebe Puppimaus35
Es liest sich zunächst so, als hätte dein Ehemann ziemlich viele Verlust- und Versagensmomente gehabt, durch die du ihm hindurch geholfen hättest. Da wäre es eher vorstellbar, dass du genug von der Ehe hast.
Gemäss seiner Version bist du aber das "Problem", das sich nicht ändert und quasi seine Geduld aufgebraucht hat. Mit ewigem Streit über Alkohol, Eifersucht und Kindererziehung..
Na, was ist es denn nun? Worüber genau streitet ihr denn - und gibt es objektiv gesehen einen guten Grund zum Dauerstreit? Hat einer von euch ein Suchtproblem, geht einer von euch fremd?
Wie dem auch sei, wir wissen nicht, ob er geht. Aber es klingt für mich, als hättest du einiges mitgemacht mit deinem Ehemann und wäre es wichtig, dass du dich selbst nicht aus dem Blick verlierst.
ob ich aufhören könne mir sorgen zu machen es wäre alles entspannt aber das Thema gehen oder bleiben noch nicht vom Tisch. Meine Arbeit an mir wäre ja eh nicht von Dauer .
Das finde ich irgendwie unfair. Als würde er dir die ganze Schuld am Scheitern der Beziehung und zugleich die Illusion geben, du könntest das Ganze noch "retten", wenn du dich ab jetzt ständig anstrengst. Meistens ist das ja aber nicht der Fall. Wenn jemand sich entschieden hat, einen nicht mehr zu lieben, was will man dann noch tun - durch brennende Reifen springen? Betteln?
 
  • #11
er nicht mehr wisse ob er bleiben oder gehen wolle. Es wäre aber alles nicht so einfach, Kinder, Haus etc. Es würde ihn stören, dass es immer die gleichen Themen/Streits gäbe, es sich nie ändern würde und er über eine Auszeit nachdenke.
Hilfe in Form einer Paartherspie will er nicht, auch nicht von Freunden oder Familie. Er hat sich distanziert
mal fragt er nach meinem Befinden ,mal lässt er mich links liegen
als ich fragte, ob ich aufhören könne mir sorgen zu machen
das Thema gehen oder bleiben noch nicht vom Tisch.
das Thema gehen oder bleiben noch nicht vom Tisch
Mir schwillt der Kamm SOWAS, wenn ich das lese.
Ich erahne, es könnte ein drittes Wesen mit im Spiel sein, oder, falls nein, verhält der Ehegatte sich sehr beratungsresistent und sitzt in seiner betroffenen, unreflektierten Schmoll-Ecke, wartend darauf, daß die Gattin sich weiterhin wie´s Blöde abstrampelt, um ihm seine Welt zurück zurecht zu rücken.
Dazu dieser Druck-Aufbau, die andere Seite durch diese latenten Befindlichkeits-Äußerungen so zappeln, Angst haben und leiden zu lassen.
Mädel, wenn er nicht weiß. ob er gehen oder bleiben soll, dann lasse ihn grübeln bis zum jüngsten Tag. Nimm Dich, Deine Kinder und was Dir lieb und teuer ist, und verschwinde auf zu neuen, friedlicheren Ufern, denn in Deiner Seele ist gerade Unruhe, Unsicherheit, Schmerz und Krieg. Räume Du ihm nichts mehr ein, sondern breche auf, ins Ungewisse. Es wird Dich tragen.
Geh zum Anwalt wegen Haus und Geld, such Dir Betreuungsmöglichkeiten für Deine Beiden, und überlaß den unentschlossenen Herren seinen Befindlichkeiten.
Wird natürlich nicht einfach. Aber lohnt. Klappt auch, wenn Du zäh dran bleibst.
Was willst Du mit dieser großen Liebe, die Dich permanent unter Angst und Streß setzt? Du wirst ihm doch ab jetzt nie wieder vertrauen, dafür aber schön in Dauerangst leben.
Ein weiteres Leben in Angst, nur weil ein Mensch an meiner Seite mir damit droht, zu gehen?
Never!
 
  • #12
Er scheint eine Art Midlifecrisis zu haben, schwierig. Die Frage, ob er sich trennen wird, können wir hier wohl nicht beantworten, es scheint tatsächlich eher sein als dein Problem zu sein. Ich wünsche dir, dass ihr es geregelt kriegt.
 
  • #13
Puh, du klingst anstrengend.
Er rotiert und du machst Vorschläge, wann, wo und zu wen er kann, was er machen soll, wann er zu trinken hat usw.
Vermutlich ist es so dass er, egal was er sagt, von dir ungefragt eine Lösung bekommt.
Es klingt so anstrengend und eigentlich ist es eher anders rum, oder?Die Frau jammert und der Mann bringt Lösungen statt zuzuhören um was es wirklich geht.
Ich würde vorschlagen dass du ihn einfach mal in Ruhe lässt. Dann hat er Zeit um sich mal klar zu werden und seine Gedanken zu sortieren.
Wenn er bereits eine Neue hat oder dergleichen, kannst du eh nichts mehr ändern.
 
  • #14
Yep... Raus schmeissen, NIE und NICHT EINMAL nachfragen wie es ihm geht, ihm alle Zeit der Welt lassen zu ergründen wer er ist und was er will.
...... Der Hase liegt wo anders begraben, solltest Du das tun, könntest Du Dir selbst auf die Schliche kommen dass Du ihn gar nicht mehr zurück möchtest......
Denk mal nach warum Du nur an seine Wünsche etc. denkst,....
Schau genau hin :))
 
  • #15
FS nimm doch mal die Vogelperspektive ein und beleute die Situation als ob es um fremde Menschen ginge.
Dann wirst erkennen, dass dein Mann ein Weichei ist und zu Feige dir reinen Wein einzuschenken.
Ich bin überzeugt, dass er eine Neue im Visier hat aber von ihr noch keine Zusage hat.
Hab genug Selbstachtung vor dir um nicht weiter vor ihm zu kriechen.
Sex mit einem Mann zu haben, der nicht weiß ob er dich will, wie demütigend muss sich das für dich anfühlen.
Liebe FS, nimm deinen ganzen Stolz in die Hand und übernehme die Regie über dein Leben.
Du schaffst das!!!
Viel Glück.
 
  • #16
Verlustangst macht "blind"...und das meine ich aus eigener Erfahrung.
Du bist verzweifelt und machst gerade alles was er will.
Kenne ich...Und eins hab ich auch gelernt, das ist verdammt unsexy.

Niemand ist begehrenswert, der sich kleiner als die Grasnabe macht.

Und Du hast ihm durch seine Krisen geholfen und jetzt, darf er auch noch saufen ohne aufzuhören.
Ohne einen Finger zu krümmen, keine Paarthrrapie nichts.
Arbeit er gerade?
Kann er trotz Kinder eine Auszeit nehmen?
Oder bist Du die einzige, die alles schafft und macht und vorschlägt und ändert und und und...

Also die Starke, die sich kleiner macht als die Grasnabe?
Die Frau die bei Fuss geht?

Wie alt ist Dein Mann und wie sieht es gerade beruflich aus bei ihm?

Super Spitze oder mau?
Da gibt es eine grosse Möglichkeit, dass er Dich klein braucht um sich gross zu fühlen und gleichzeitig nichts aber auch gar nichts leisten zu müssen.

Ja ich würde ihn Minimum ein langes Wochenende alleine lassen, Ostern bietet sich an!
Ja und mach ihn dringend unsicher, dass Du jetzt mal überlegen musst, wie weit Du seine Psychospiele noch erträgst.
Und wenn er geht, musst Du langsam vorbereitet sein und mal Zeit haben zu überlegen wie zb das 50:50 Model aussehen kann.

Und wenn Du fährst, dann mit toller Frisur, gut geschminkt und vorallem in keinen Nonnenbunker.
 
  • #17
Es wäre nett, wenn die grosse Liebe DIR selbst gelten würde!! Ich stimme den Vorrednern zu - Dein Nochehemann hat eine Neue und hängt noch in der Luft und du sollst aufhören, die Zärtlichkeiten austauschen mit dem Menschen, der nicht weiss, ob er dich noch will.
Liebe..ich muss keine Auszeit nehmen um mir über was klar zu werden sondern er
Lies bitte genau - du sollst dir Auszeit nehmen, OB du den Mann noch willst, der sich so verhält wie deiner, NICHT, ob du ihn noch liebst. Da deine Gedanken permanent um ihn kreisen, siehst du nicht, wie es DIR geht und was du willst.
 
  • #18
Liebe FS,
ich glaube, Eure Rollen sind gerade sehr ungesund verteilt:

Du diejenige, die sich anstrengt, sich um die Kinder kümmert, Lösungen sucht, an sich arbeitet, extrem verunsichert ist.
Er derjenige, der aussitzt, genervt ist, alles zu anstrengend, Alkohol (!), vielleicht etwas träge.
Im Übrigen ist es normal, dass der/diejenige, die sich mehr um den lästigen Alltag kümmert, eher mal meckert (Bitte um Mithilfe, fühlt sich alleingelassen, hat das Anstrengende zu erledigen etc.)

Wenn ich Deinen Post richtig interpretiere (wir lesen hier ja nur die eine Seite), dann hat Dein Mann keine Lust mehr, sich zu engagieren. Dir erklärt er, in welchen Punkten Du "falsch" bist und so stellt er Dich ruhig, damit Du ihn nicht mit Bedürfnissen nervst.
(Er will seine Ruhe und Du sollst still alles regeln, was zu regeln ist.)

Das mit dem Alkohol erwähnst Du so nebenbei. Um welches Ausmaß geht es da? Alkohol ist manchmal die "Selbsttherapie" bei Depressionen. Vielleicht fühlt Dein Mann sich auch von allem überfordert und trinkt deshalb. Arbeitet er eigentlich?

Wie auch immer - es geht nicht nur darum, seine Befindlichkeiten zu bedienen.
Kernfrage ist: Willst DU das so?
 
  • #19
Er ist meine große Liebe..ich muss keine Auszeit nehmen um mir über was klar zu werden sondern er

Das ist es, was ich nicht verstehe. Ein Mann, der sich so benimmt, würde den Status "meine große Liebe" ganz schnell verlieren und ich bräuchte dringend eine Auszeit, um mir darüber klar zu werden, ob ich den in meinem Leben noch haben will - anstatt wie ein Kaninchen vor der Schlange zu sitzen und zu zittern, ob er nun womöglich gehen will.

Meine Güte. Wie abhängig kann man eigentlich von einem anderen Menschen sein, der einen noch dazu blöd behandelt?

Mit Sicherheit hast du deine Macken. Er aber auch.
 
  • #20
Ich würde die Perspektive an Deiner Stelle drehen und überlegen, was Du willst. Wenn er wochenlang hin- und her eiert, bessert das die Situation garantiert nicht. Dass Du so tust, als wolltest Dich trennen, damit er nicht der Buhmann ist, ist völlig daneben...

Die Situation bessert sich doch nur, wenn ihr beide daran arbeitet und nicht Du alleine Lösungen suchst. Das Mindeste, wozu er bereit sein sollte, ist gemeinsam mit Dir an Lösungen zu arbeiten, ggf. auch mit externer Unterstützung.
 
  • #21
Hallo ihr lieben, ich versuche mal auf die Fragen einzugehen...mein Mann ist 38, sein Job ist super, aber seit einem halben Jahr ca seit firmenumstrukturierung mit mehr Druck verbunden...prinzipiell war er schon immer jemand, der viel mit sich selber ausmacht. Nach außen gibt er sich allen gegenüber unverändert. Das Thema eifersucht kam von meiner Seite her nur, wenn er sich zurückzog und ich unsicher wurde, aber nie ohne große Szenen, ich habe ihm nur meine Befürchtungen mitgeteilt, doch daran stört er sich. Ob eine andere tatsächlich im Spiel ist weiß ich leider nicht...es gibt Zeichen die dafür sprechen, aber auch genug, die dagegen sprechen und er weiß, dass das immer meine größte Angst war und ist, verarscht zu werden. Gerne würde ich ihm eine vor den Latz knallen und meine auszeit nehmen, er sagte früher aber einmal, er würde nie um eine Frau kämpfen oder ihr gar hinterherrennen...davon mal abgesehen kann ich nicht mal den Gedanken daran ertragen von meinen Kindern so lang getrennt zu sein.
Ich bin niemand, der ungefragt Lösungen aufdrängt, mein Bestreben war ihm zu helfen um uns zu helfen...Depression, ja den Gedanken hatte ich auch...gründe genug, hätte er....midlife crisis....auch daran hab ich gedacht....aber wenn er keine Hilfe annimmt oder will, kann ich nichts weiter tun, als zu warten. Das Thema Alkohol gibt es schon lang bei uns, ich schreibe ihm nicht vor wann er trinken darf, er ist erwachsen, aber er kennt ab und an keine Grenzen, wir haben 2 Kinder, also sag ich ab einem bestimmten Punkt auch meine Meinung! Die frage ist wirklich, ob man so eine Phase als Paar überstehen kann...?
 
  • #22
Meinung! Die frage ist wirklich, ob man so eine Phase als Paar überstehen kann...
Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht, aber die Wahrscheinlichkeit ist größer, wenn du aufhörst, um ihn rumzutanzen und anfängst, dich wie eine ernstzunehmende Frau zu verhalten.
Warum sollst du von den Kindern getrennt sein? Er ist derjenige, der nicht weiss, was er will, dann soll er doch gehen! Wenn er nicht will, dann höre auf, ihn zu bekochen, seine Wäsche zu waschen und stell jegliche Zärtlichkeiten ein. Stattdessen nimm dir Zeit, klar zu werden, ob DU weiter mit ihm zusammen sein willst. Sei mir nicht böse, aber wenn mein Ehemann sich so verhalten würde, dann hätte ehe er Angst haben müssen, ob MIR nicht alles zu viel ist und ich überlege, ob ich gehe oder bleibe.
 
  • #23
Hallo liebe FS,
ich muss @realwoman Recht geben. Würde ich mich so verhalten, würde meine Frau mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit recht schnell weitgreifende Entscheidungen Treffen. Und wahrscheinlich, würde ich dann auch nicht mehr gefragt ob es mir gefällt oder nicht.
Entgegen zu vielen anderen Meinungen hier, verstehe ich aber Dich. Und auch Dein verhalten. Würde doch nur Dein Mann das ebenfalls anerkennen. Dein Verhalten ist genau das was ich in einer Partnerschaft erwarten würde, nachdem man sich Gegenseitig das Ja-Wort gegeben hat, mit dem nicht unwichtigen Zusatz: In Guten wie in Schlechten Zeiten. Bis das der Tot euch scheidet. Deswegen Respekt für Deine Stärke und Deine Ansicht. Du hast in Deinen Zeilen in mehreren Punkten Größe bewiesen und damit gleichzeitig unterstrichen das Du ihn liebst. Sehr Schade, dass er dies offensichtlich noch nicht einmal Ansatzweise begreift geschweige denn zu schätzen weiß.
Ich würde an Deiner Stelle mir (also Dir) eine Auszeit geben. Und dies mit Kindern. Ich denke das dies der einzige Weg ist (wenn auch schmerzlich) ihn dazu zu zwingen, über die Situation nachzudenken. Verlust spürt man nicht dadurch das er in Aussicht gestellt wird, sondern nur indem man ihn spürt. Live und in Farbe. Wenn er zur Besinnung kommt, kann es wieder gut werden. Wenn nicht, hast Du zumindest Gewissheit. Und eine Perspektive für die Zukunft.
Abgesehen davon würde mich dennoch interessieren was er an Dir bemängelt. Und was Du wie geändert hast, wovon er der Meinung ist das Du es es nicht länger als 5 Wochen durch halten kannst. Folge Deinem Herzen, aber handele dabei strukturiert, durchgreifend und vollumfänglich.
 
  • #24
Mit ihn unsicher machen, war nicht gemeint dass Du ihm vorspielen sollst Dich trennen zu wollen.
Er droht aber doch permanent mit Trennung ohne irgendwelche Konsequenzen für sich und vorallem lehnt er Vorschläge wie: Paarthrrapie, Zusammensetzen etc völlig ab.

Gleichzeitig bekommst Du die Schuld für alles und Aufgaben zum ändern.

Das kann kein Mensch durchhalten und schon gar nicht fair überhaupt verlangen.
Du brauchst mal eine kleine Auszeit um diesen Fahrstuhl des Grauens einmal anzuhalten.

Mit Kindern mal ein paar Tage alleine zu sein, hilft vielleicht mal wieder Respekt zu bekommen.
 
  • #25
Danke für eure Meinungen! Und Danke @Rafa29 , genauso sieht es aus. Was er unter anderem bemängelte schrieb ich weiter oben, worauf er sich unter anderem bezog (was nicht länger als 5 Wochen halten könnte)wäre z.B. ein "ruhigerer" Umgang mit unseren Kids. Das interessante ist: seitdem ich ruhiger bin, viel länger warte, ob oder bis was sage, wird er schon laut und staucht sie zusammen...Rollentausch.
Ich befasse mich schon eine Weile mit dem Gedanken, dass ich mit meinen Kids für ein paar Tage wegfahren sollte, schon allein aufgrund seiner widersprüchlichen Signale, die er sendet. Doch jedes Mal, wenn ich in die konkrete Planung gehen will, sagt mir eine ziemlich starke Stimme, dass dies der falsche Weg ist, auch wenn er für mich persönlich der einzig vernünftige ist, um den Gefühlshorrortrip zu unterbrechen. Vielleicht ist es Angst die mich aufhält, oder der Umstand, dass es das so noch nie gab. Ich versuchte diese Gedanken auszublenden, es bleibt trotz alle dessen, ein großer Teil der sagt: tu es nicht. Ich habe versucht seine, wenn auch wenig vorkommenden Küsse, abzublocken, zu umgehen, mit dem Erfolg, dass ich mich dadurch verletzt habe und das halte ich zur Zeit nicht aus, da die Initiative von ihm kommt. Mein Mann war schon immer der eher kühlere Typ zum Thema Kuscheln und liebevolle Gesten. Da mir dies aber sehr wichtig ist, haben wir im Laufe der Jahre einen Mittelweg gefunden, damit wir beide glücklich sind.
 
  • #26
Ich nochmal...er macht mich wahnsinnig mit seinen Widersprüchlichkeiten...mal freundlich zugewandt, mal eiskalt...gibt es noch Männermeinungen dazu?
 
  • #27
Dafür brauchst du nicht unbedingt eine Männermeinung. Was du da erlebst ist ein Klassiker. Du sollst endlich Schluss machen, er provoziert dich so lange bis du es endlich kapierst. Er ist dann der Gute. Schliesslich hast du ja nicht mehr gewollt. Das ist typisch für faule und labile Menschen, die bis zum Schluss ihre warme Matratze wahren wollen und sich nicht sicher sind, ob sie schon abspringen können. W53
 
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