• #1

Wir sind nur zu Hause und unternehmen nichts

Hallo,

bin seit 4 Monaten in einer Beziehung und mein Freund ist am liebsten bei mir oder bei ihm zu Hause.
Jegliche Initiative etwas zu unternehmen kommt von mir.
Ich habe es schon mehrmals erwähnt, aber es wird ignoriert oder was auch immer, ich weiß es nicht.
Mir vergeht schon die Lust ihn zu sehen. Ich bin es auch nicht gewohnt ständig Vorschläge zu machen.

Habt ihr Ratschläge für mich?
Ich denke in der Anfangsphase ist es eher normal raus zu gehen und einiges zu unternehmen oder wie seht ihr das.

Viele Grüße
 
  • #3
Es kann sein, dass ihr einfach unterschiedlich unternehmungslustig seid. Vielleicht hat er auch einfach andere Interessen und keinen Spass an Deinen Unternehmungen. Vielleicht ist er derzeit durch Arbeit/Studium/Geldnot belastet und hat keine Lust und Energie auszugehen. Es gibt viele Möglichkeiten.

Ich habe in meinem Umfeld gesehen, dass viele Frauen dazu neigen, den Mann in den Mittelpunkt ihres Lebens zustellen, als gäbe es sonst nichts mehr in ihrem Leben. Männer führen dagegen ihr eigenständiges Leben weiter, auch wenn sie in einer Beziehung sind.

Der Mann geht tagsüber arbeiten, hat 2,5 h Arbeitsweg täglich, geht in der Freizeit zu seinen Fußball-Freunden und zur Übung von der freiwilligen Feuerwehr, richtet für seine Freundin und Eltern schnell noch den Drucker am PC ein, trifft sich mit den Arbeitskollegen auf ein Feierabend-Bier. Er ist also ständig unterwegs und froh, mal zuhause zu sein.
Die Freundin dagegen will auch dann noch weg gehen.
Ich weiß nicht, ob das auf Euch zutrifft, ich gebe es nur mal als Gedanke mit.
 
  • #4
Nagut , ausgehen muss nicht jeder mögen, aber hat er denn keine Hobbies? Keine anderen Freunde?
 
  • #5
Das ganze " Vielleich, Wenn und Aber ist mir zu sehr auf Rätselraten ausgelegt. Finde ich Persönlich wenig Hilfreich als Rat an dich. Ich sag es mal kurz und knapp. Sprich mit ihm in Ruhe darüber. Erkläre ihm wie sehr dich dieser Zustand von ihm wegzieht. Wenn er und du dennoch Wirklich unterschiedlichste Vorstellungen habt, wie ihr gerne Euer Leben gestallten wollt. Na dann seid ihr einfach nicht Kompatible. Und die Schlußfolgerung daraus wirst du Sicher selbst erkennen. Euch alles Gute
m45
 
G

Ga_ui

  • #6
Ich kenne das auch. Ob ich mit einem Mann dauerhaft zusammenbleibe, hängt von seinem Aktivitätsgrad ab. Sowohl freizeitlich als auch sexuell. Ich habe irgendwann gar keine Lust mehr, mir den Aufwand zu machen, zu einem Mann zu gehen, wenn man nur daheim und (wahrscheinlich auch noch ohne Sex und jegliche Zärtlichkeiten!) nebeneinander vor der Glotze hockt. Mittlerweile ist meine Toleranzgrenze soweit gesunken, dass es mich total nervt, wenn ich in fremden Wohnungen sehe, dass der Fernseher an ist. Ich muss dann schnell flüchten, sonst wird mir schlecht.

Ich merke dann selber, dann es immer müßseliger wird, den Partner sehen zu wollen, und ich allmählich anfangen, für den Schauspieler im Fernsehen zu schwärmen und gedanklich immer weiter von meinem Partner abdrifte und schaue, dass ich immer schnell wieder nach Hause komme.
Ich bin dann froh, wenn mein Partner am Wochenende gar keine Zeit mehr hat. Bei einem Mann war es so übel (er war derart passiv und wollte keinen Sex mehr) dass ich froh war, wenn er monatelang weg war. Ich hab ihn dann gar nicht mehr vermisst.

Auf Dauer hilft nur die Trennung. Alles andere ist Abfindung mit dem erbärmlichen Zustand, der dich irgendwann fremdgehen lässt.
 
G

Ga_ui

  • #7
Ich habe in meinem Umfeld gesehen, dass viele Frauen dazu neigen, den Mann in den Mittelpunkt ihres Lebens zustellen, ... Er ist also ständig unterwegs und froh, mal zuhause zu sein.
Das ist richtig, ABER ich sehe es auch in meinem Umfeld an den Männern, dass diese eine gewaltige Mitschuld tragen und es ins andere Extrem ziehen. Sie stellen die Frau zu wenig in den Mittelpunkt ihres Lebens!

Es liegt in der Aufgabe des Mannes, mehr Rücksicht zu nehmen und sich nicht immer wie ein Stoffel zu verhalten und wenn die Frau wünscht, dass man was unternimmt, dann hat der Mann eben auch mal mitzuziehen. Man(n) kann ja wohl nicht erwarten, dass die Frau WEGEN dem Mann IMMER daheim sitzen bleibt!

Überhaupt halte ich das für eine faule Ausrede von typischen Männern, die Frauen klein machen: Sie würden scheinbar mehr arbeiten, sie sind müder, sie haben es verdient, auszuruhen
Frauen sind genauso viel unterwegs ... eigentlich noch viel mehr auf den Beinen den ganzen Tag, und machen noch den Haushalt und kochen, gehen einkaufen, das alles nach oder vor der Arbeit. Das muss der Mann alles nicht machen. Zumal die meisten Männer heute in Bürojobs, als Angestellte oder Verkäufer arbeiten. Sorry, das ist keine Arbeit! Das ist Faulenzen und in der Gegend herumstehen. Hart arbeiten tun Bauarbeiter oder Dachdecker. Also kein Grund, nach Hause zu kommen und sich zurückzulehnen und vor den Fernseher zu flatschen! Männer simulieren gerne, wenn es um ihre Arbeit geht.
 
  • #8
Ich bin es auch nicht gewohnt ständig Vorschläge zu machen.

Habt ihr Ratschläge für mich?
Ja: seine Vorschläge ernst nehmen. Möglicherweise seid ihr in dieses typische Fahrwasser geraten, das zuerst den Mann („ich kann vorschlagen was ich will, sie lehnt immer ab und will etwas anderes”) und später dann – nachdem er halt gleich auf ihre Vorschläge wartet – die Frau („er schlägt nie etwas vor, alles muß von mir kommen”) frustriert.
 
G

grünewelle

  • #9
Wenn das nicht kompatibel ist, trennt man sich gleich wieder. Erst recht, wenn die eigenen Bedürfnisse ignoriert werden.
Schnellschuß, was?
In der Anfangsphase lernt man sich kennen, stimmt. Bei Dir sind es jetzt 4 Monate. Manche lernen sich lieber in den eigenen vier Wänden kennen. Vielleicht ist Dein Freund so ein Mensch. Ich bin auch so. Vielleicht kommt er gar nicht auf die Idee, dass Dich solche Fragen plagen. Vielleicht denkt er grad, meine Güte, ist die ständig unterwegs und auf Achse. Nach vier Monaten kann noch keiner Gedanken lesen.
Jegliche Initiative etwas zu unternehmen kommt von mir.
Ich habe es schon mehrmals erwähnt, aber es wird ignoriert oder was auch immer, ich weiß es nicht.
Was hast Du schon erwähnt? Wobei fühlst Du Dich ignoriert? Was auch immer heißt genau was?
Vielleicht ist er es auch nicht gewohnt, ständig Vorschläge zu bekommen?
Wenn Du keine Lust drauf hast, ihn zu sehen, dann liegt das für meinen Geschmack eher nicht an dem unterschiedlichen Freizeitverhalten, welches man ja nach 4 Monaten noch gar nicht wirklich kennen kann. Gibt Paare, die ziehen sich erstmal ein wenig zurück, um sich besser kennenzulernen.
Redet ihr über eure verschiedenen Gedanken? Oder denkst Du Dir alles nur und teilst ihm das aber nicht mit?
W
 
  • #10
Ich denke in der Anfangsphase ist es eher normal raus zu gehen und einiges zu unternehmen
Das ist auch normal, nach 20 oder 40 Jahren Ehe.

Bei kühlem Wetter stellen hier die Straßencafe`s Decken bereit. Darin kann man sich einkuscheln, und trotzdem den Moment gemeinsam genießen. Und für Stimmung habe ich Teelichter + Feuerzeug dabei.

An solche Momente erinnert man sich gerne zurück. Auch wenn das Wetter nicht so angenehm war. Aber man soll es nicht übertreiben. Momentan wäre mir draußen zu kalt dafür.
Aber im Café ist ja auch noch Platz.

Wichtig: Das man nicht nur auf sich, sondern auch auf den Partner achtet. Eine Beziehung braucht ständige Pflege. Langeweile lässt sie verkümmern.

Selbst als Single zwinge ich mich dazu, raus zu gehen. Unter Leuten sein, oder in der Natur, oder etwas, was ich erleben will.

Denn wenn man es nicht tut, dann ärgert man sich, dass man es versäumt hat.

In einer Partnerschaft will man sowas auch erleben.
Aber gemeinsam mit dem Partner = gemeinsam statt einsam.

Zuhause mag es bequemer sein. Aber man unterschätzt die Langeweile. Die kann auch danach aufkommen. Man war zwar zusammen, und im Moment war man abgelenkt. Aber wenn die Ablenkung nachlässt, kommt ggf. die Langeweile hoch. Also besser vorher selbstkritisch sein.

Und im Zweifel sich doch für eine Unternehmung entscheiden.
Und sei es nur Kino statt Fernseher. Wegen dem "Drumherum"
 
  • #11
Allein vor dem Fernseher lümmeln kann man als Single reichlich. Wenn man jemanden findet, möchte man zusammen raus und etwas unternehmen. Das muss nicht dauernd und auch nicht immer was großartiges sein. Ich weiß nicht wieviel man von seinem Partner kennenlernt, wenn man nichts unternimmt. Man muss/will ja auch mitbekommen, was dem Partner Spaß macht, wie und was macht er, neue Seiten an ihm entdecken. Und ganz wichtig, sollte sich mit der Zeit auch eine gemeinsame Aktivität finden. Etwas was man zusammen als Paar unternimmt. Als Ausgleich zu den eigenen Hobbies, die man weiterhin alleine/mit Freunden auslebt.
Auch bin ich der Meinung, dass ein Mann nicht mehr Arbeit leistet und die Frau deshalb nicht "ausgepowert" ist. Ein gesundes, ausgeglichenes Maß sollte in einer Beziehung gefunden werden. Kann ich gut verstehen, dass man sich nicht immer darum kümmern will. Er könnte ja auch Gegenvorschläge bringen, wenn er interessiert wäre.
Erkläre ihm deutlich was du dir wünscht und wie du dich fühlst. Wie wichtig es dir ist. Als Drohung/Erpressung würde ich es nicht rüberbringen. Ein erwachsener Mensch sollte das schon vetstehen.Wenn er es nicht versteht und nicht darauf eingeht, solltest du dir überlegen, ob die Beziehung Sinn macht. Eine wichtige Frage. Gerade weil man am Anfang einer Beziehung besonders interessiert ist, den Partner glücklich zu machen und auch auf die Wünsche einzugehen. Das wird in längeren Beziehungen nicht besser. Und: Gibt es auch andere Punkte zwischen euch, bei denen deine Wünsche vollkommen außer Acht gelassen werden?
 
A

Ares

  • #12
Nö, Lebenserfahrung. Und nach 4 Monaten auch kein Schnellschuss.
Keinerlei Initiative von ihm, Kommunikation darüber nicht möglich (diese Ignoranz finde ich noch schlimmer). Sie ist genervt, weil sie möchte, dass er auch mal Vorschläge macht. Unterschiedliche Denkweisen, unterschiedliche Verhaltensweisen. Sie möchte ihren Partner bei verschiedenen Unternehmungen kennenlernen, er nur zu Hause. Wie soll das funktionieren?
Parallel wird witzigerweise die Frage genau umgekehrt von einer Frau gestellt, deren Partner sie nur "vorführen" möchte, so dass jegliche Zweisamkeit fehlt. Da wird dann über Homosexualität oder Potenzprobleme spekuliert.

Das wird mit der Zeit sicher nicht besser, wenn nicht mal in der Verliebtheitsphase auf ihre Bedürfnisse eingegangen wird.
Wer dann nicht die Reißleine zieht, darf sich 10 Jahre später nicht beklagen, dass der Mann ein Couchpotatoe ist und die Initiative immer von ihr ausgeht. Sei es für Familiengründung, Hausbau etc.. Natürlich darf jede Frau auf Änderung hoffen, solange sie möchte. Ich würde das nicht tun. Einfach meine Meinung.
 
N

nachdenkliche

  • #13
nungen sehe, dass der Fernseher an ist. Ich muss dann
Geht mir ich so! Mal ein Negativbeispiel als meine Fernbeziehung in den letzten Zügen lag, hat auch mit diesem Thema zu tun. Es war das letzte Wochenende, das ich bei ihm war. Wir sahen uns auch nur etwa alle 8 Wochen. Wir saßen uns abends am Tisch beim Essen gegenüber, die Glotze lief, er schaute die ganze Zeit kauend dahin. Dazu musste er den Kopf so verrenken, dass er sich fast verschluckt hatte. Er schaute zur Glotze selbst bei den Werbespots, ich zu ihm und bekam einen Lachkrampf, den ich unterdrücken musste. Es war alles so traurig...und mir war das so klar, dass das aus ist mit uns beiden. Und so kam es dann auch.
Also, verliert euch nicht aus den Augen!
 
  • #14
LNunja, zu zweit in einem Cafè einen Kaffee zu trinken oder ins Kino zu gehen statt in die Glotze zu sehen ( zwei Vorschläge von Vorpostern ), würde ich jetzt nicht unbedingt als Unternehmung einstufen.
Aber das hier verstehe ich überhaupt nicht:
...wenn die Frau wünscht, dass man was unternimmt, dann hat der Mann eben auch mal mitzuziehen. Man(n) kann ja wohl nicht erwarten, dass die Frau WEGEN dem Mann IMMER daheim sitzen bleibt!
Oder kapiere ich die Ironie nicht ?
Warum kann sie denn dann nicht einfach allein etwas unternehmen ?

Ich war zwischen den Jahren mit meiner Tochter und Schwiegertochter im Ballett und das Geschenk an meinen Freund war, dass er nicht mitkommen mußte. Da hat er sich sehr gefreut :)
Gestern war ich mit Freunden in der Kneipe. Er wollte nicht mit, weil er mit seinem Freund lieber an dessen Auto schrauben wollte.
Kein Problem ! Ich hatte einen schönen Abend und er sicher auch.

Ok, es muß natürlich noch genug geben, was man zusammen machen kann, sonst hat man ja keine gemeinsamen Freuden, aber jedenfalls hindert der Mann die FS nicht am Ausgehen. Habe ich jedenfalls nicht in ihrem Post gelesen.

Liebe FS,
er hat doch sicher Hobbies oder macht etwas besonders gerne.
Und selbst wenn es wirklich die freiwillige Feuerwehr sein sollte, wie hier jemand launig konstruiert hat, dann gehe doch da mit.
Oder willst du nur Unternehmungen mit ihm machen, die dir gefallen ? Tja...
Und vielleicht reichen auch wenige kleine Unternehmungen pro Woche ( ich gehe gerne einfach normal Essen einkaufen. Ja wirklich, das macht mir Spaß ), falls dein Freund viel arbeitet und sehr kaputt ist.

Übrigens @Gaui: hast du mal als Verkäuferin gearbeitet ? Ich auch nicht, aber ich stelle mir vor, dass die abends extrem kaputt sind vom Stehen und vom Freundlichkeit-Heucheln.
Und auch ich, die ich in der Tat nicht auf dem Bau schufte, bin am Abend sehr kaputt. Ok, nicht körperlich, aber dennoch ausgelaugt.
Ich sitze dann auch auf dem Sofa und sehe fern oder schreibe in einem schönen Forum und nach einer Stunde gehe ich duschen / ins Bett.

Liebe FS: Wenn ihr tatsächlich nichts findet, was euch beiden Spaß macht, dann wird das wohl tatsächlich nichts...
Aber guck doch erst noch mal, ob du ihm nicht ein wenig in Richtung seiner Vorlieben entgegen kommen kannst.


w 48
 
G

Ga_ui

  • #15
Bei meinem damaligen Freund und mir war es so, dass er jeden Vorschlag mit "jaja" abgetan hat. "Schwimmen?", "Jaja, später mal". "Essen gehen?" "Jaja, irgendwann." Dazu mit einem dümmlichen Grinsen unterlegt, welches ich nicht recht interpretieren konnte, außer, dass ich mir dadurch veralbert vorkam.
Und zwar vom Anfang der Beziehung, bis zum Schluss. Nach 7 Jahren bin ich dann endlich (!!) gegangen, weil es so unerträglich war. Ich wünschte, ich hätte nicht so viel Zeit verschwendet.

Natürlich kam dann irgendwann eine andere Frau daher, bei der er gleich gesprungen ist, um das alles zu tun, was er mit mir nicht tun konnte/wollte oder was auch immer (um sie wohl zu beeindrucken?). Hab die Gründe dafür nie erfahren.

Dieser damaligen Freund hat sich im Nachhinein zwar mehrfach bie mir entschuldigt und wollte nochmal neu anfangen mit mir, aber ich habe das nicht mehr angenommen. Mit über 30 sollte man mit den Konsequenzen seines Handelns leben können und vorher nachdenken!

Ich finde, bei manchen Leuten darf man keine falsche Rücksichtnahme walten lassen. Nach 4 Monaten weiß man ungefähr, was man mit dem Partner an seiner Seite zu erwarten hat für die Zukunft. Wenn er jetzt schon so träge ist und nur die Glotze/seine Wohnung kennt, dann wird sich das für die spätere Zukunft eher noch verstärken. Auf erste Warnsignale sollte hören, dann erspart man sich viel.
 
  • #16
dass man was unternimmt, dann hat der Mann eben auch mal mitzuziehen. Man(n) kann ja wohl nicht erwarten, dass die Frau WEGEN dem Mann IMMER daheim sitzen bleibt!
Das was Du beschreibst beschreibt Menschen der alten Generation.

Ich schaue immerhaupt nur fern, weil meine Partnerin gerne Tatorte sieht. Ansonsten sind wir, wie die meisten Eltern von Kindern eh zu beschäftigt für das Frensehen.

Deine Situation (etwas über Lebensmitte) ist im Paarbereich sicherlich die Ausnahme.

Die große Masse der Menschen (Männer wie Frauen) wird abends Haushaltsarbeiten, Unterhaltungsarbeiten an Haus und Hof (vor allem im Sommer), und Freizeitgestaltung (vor allem Sport und Hobby) machen, da sonst dafür keine Zeit ist.

Und das alles läuft nur in Ausnahmefällen zusammen.

"Frau in den Mittelpunkt stellen" ist nicht drin.
Ich erfülle meine Funktion als Partner und Liebhaber meiner Partnerin und als Vater meiner Kinder. Ich selbst wurde auch noch an keinem Tag meiner Beziehung in den Mittelpunkt gestellt. Will ich auch nicht.
Mittelpunkt im Leben ist meine Partnerin bei den Kindern, aber wenn die älter als 3 werden ist auch das so nicht mehr gegeben.

Trotzdem darf die FS erwarten, dass auch ihr Mann immer mal mit ihr ausgeht.
So sollte ein- bis zweimal pro Woche (incl,WE) schon drin sein.

Mache ich auch, im Moment vielleicht nur einmal (da Babysitter schwierig) , später denke ich aber an 6-8 Mal im Monat
So ist das Leben eben.

Wenn ga_ui meint, sie findet was besseres (wo quasi an jedem zweiten Tag ausgegangen wird), na schön ... gute Jagd.
 
N

nachdenkliche

  • #17
Verkäuferin gearbeitet ? Ich auch nicht, aber ich stelle mir vor, dass die abends extrem kaputt sind vom Stehen und vom Freundlichkeit-Heucheln.
Und auch ich, die ich in der Tat nicht auf dem Bau schufte, bin am Abend sehr kaputt. Ok, nicht körperlich, aber dennoch ausgelaugt.
Ich sitze dann auch auf dem Sofa und sehe fern oder schreibe in einem schönen Forum und nach einer Stunde gehe ich duschen / ins Bett.
Lach...genau so ist das bei mir z. Zt. auch. liebe @frei . Und ich bin so froh, dass mir da im Augenblick keiner reinredet und dass ich nicht noch meinen "Gute Nacht"- Anruf erledigen muss, obwohl es nichts neues zu erzählen gibt. Ich stelle mir das gerade bei Dir vor und muss schmunzeln..
Ich glaube auch, dass das Wichtigste ist, dass man seine Zweisamkeit hat, genügend Gemeinsamkeiten, gemeinsame Erlebnisse, ganz wichtig. Dann ist es egal, ob der Partner lieber am Auto schraubt, Männerabend macht usw. Das ist der Freiraum, der so wertvoll ist in einer Beziehung.
Aber NUR auf dem Sofa vor der Glotze und dann ist das meistens der Partner, der einschläft (habe ich so erlebt)..hmmm das ist meist der Anfang vom Ende. Entwedwer man redet mal Klartext oder..einer verkümmert und muss gehen.
 
  • #18
Und ich bin so froh, dass mir da im Augenblick keiner reinredet und dass ich nicht noch meinen "Gute Nacht"- Anruf erledigen muss, obwohl es nichts neues zu erzählen gibt. Ich stelle mir das gerade bei Dir vor und muss schmunzeln..
Richtig, das hatte ich in einigen Beziehungen.
Und fand das damals leider gar nicht zum schmunzeln. Boah, ich bin echt froh, dass ich keine 'Gute-Nacht-Anrufe' mehr erledigen muss.
Richtig: erledigen. Das trifft es. Ich habe das als Pflicht empfunden. Wenn ich die nach meinem Arbeitstag dann auch noch erledigt hatte, konnte ich endlich zum angenehmen Teil des Abends übergehen.

Ich will ja gar nicht sagen, dass ich allein diese Sache richtig bewerte und die Männer Klammeräffchen waren, sondern nur, dass es nicht gepaßt hat mit uns.
Ich denke, dass es auch Frauen gibt, die jeden Tag telefonieren wollen und das sogar entspannend und somit als angenehmen Teil des Abends empfinden.

Aber so bin ich nicht und mein Freund zum Glück auch nicht und dann paßt es halt.
Ich bin echt froh, dass mein Freund ein eigenes Leben hat.
Und ich verstehe, liebe Nachdenkliche, dass du froh bist, dass du diese Pflicht nicht hast.

w 48
 
  • #19
Wieder ein gutes Beispiel dafür, dass Mann sich sehr gut überlegen sollte ob er eine Beziehung anfängt. Wenn die FS bereits nach 4 Monaten am rumnörgeln ist, dann muss selbst dem frauenfreundlichsten Mann klar werden, dass hier etwas nicht stimmt.
Etwas anderes als Affären sollte man mit Frauen nicht eingehen - Beziehungen sind vollkommen überbewertet, vor allem wenn sie ausschließlich auf einem einzigen Gefühl, Liebe, beruhen. Wie bei Frauen üblich, können sich ihre Gefühle so schnell ändern wie die Wolken am Himmel ihre Form ändern und am Ende steht man als Mann blöd da.
 
A

Ares

  • #20
Wenn die FS bereits nach 4 Monaten am rumnörgeln ist, dann muss selbst dem frauenfreundlichsten Mann klar werden, dass hier etwas nicht stimmt.
Nein, dem frauenfreundlichen Mann müsste eigentlich nach 2 Monaten klar sein, dass die Interessen offensichtlich unterschiedlich sind. Er kann dann die Beziehung noch ein Weilchen mitnehmen, aber schonmal damit rechnen, dass sie nicht ewig dauert.
Letztlich wird es doch vermutlich dem Partner der FS auch nicht gefallen, dass er "dauernd" unter Leute soll.
 
  • #21
Mal nachgefragt: wozu braucht man dann überhaupt einen Partner - damit man nicht allein vor der Glotze hockt und jemand neben einem atmet? Das ist doch gruselig, wie lebendig begraben. Bei allem Verständnis bez. unterschiedlichem Temperament - wenn ein Leben aus Job und Glotze besteht, dann ist das kein Leben. Ich habe keinen Fernseher und verstehe nicht, wie man diesem Kasten eine solche Bedeutung zukommen lassen kann.

Liebe FS, selbst in der Anfangsphase gibt sich der Mann keine Mühe. Glaubst du wirklich, dass er sich ändert? Für ihn gibt es keinen Grund dazu, also kannst nur du handeln, oder eben nicht mehr handeln und gehen. Eine andere Lösung wird es wohl nicht geben.
 
  • #22
Wenn es schon nach so kurzer Zeit nicht harmoniert, dann wird es auf lange Sicht wohl keine Zukunft haben. Es gibt Menschen, denen es im Leben völlig genügt nach der Arbeit auf dem Sofa zu liegen. Sie sind damit zufrieden. So jemanden wirst Du nicht dazu kriegen im Sommer mit dem Rad zum See zu fahren oder abends schön essen zu gehen. Der bestellt dann maximal eine Pizza. In meinen beiden Beziehungen war das so unkompliziert, da wir jeweils ähnlich gestrickt waren. Da war trotz beruflicher Belastung, Schichtarbeit und Studium zwischendurch mal Zeit für einen Spaziergang, Kaffee oder mal sonntags einen Saunagang. Von beiden Seiten freiwillig und gewünscht.
 
  • #23
In der Anfangsphase ist es normal, sich kennenzulernen, dazu gehört auch das Freizeitverhalten. Wenn das nicht kompatibel ist, trennt man sich gleich wieder. Erst recht, wenn die eigenen Bedürfnisse ignoriert werden.
Finde ich auch!
Außerdem ist es auch spannend, den Anderen draußen zu erleben.
Wenn bei mir ein Mann nicht ausgehen wollte, lag das zu 99 Prozent der Fälle daran, dass er kein Geld hatte oder nichts ausgeben wollte.
Daraufhin folgte auch immer die Trennung. Couchpotatoes braucht man nicht im Leben. Nichts gegen ein kuscheliges WE mal auf dem Sofa - aber als Frau will man auch mal ausgeführt werden :)
 
  • #24
Siehst Du, die einen sehen es genauso wie Du und die anderen meinen, Du wärst jetzt schon nur am nölen und kein Mann kann es uns recht machen.
Hältst Du den Mund, gehörst Du in wenigen Jahren zum Thread : fehlende Weiterentwicklung des Mannes. Weil Du jahrelang immer aktiv sein musst.

Die Menschen sind manchmal einfach nur verschieden ohne richtig oder falsch.
Aber manchmal einfach nicht passend!

Wie das Beispiel mit dem Freund, der neben Arbeit, freiwillige Feuerwehr macht und zu Fussballfreunden geht. Zuhause ist er müde!
Verständlich aber genauso verständlich, dass seine Freundin eben mit ihm noch etwas erleben will!
Er müsste todmüde noch hoch oder sie unglücklich mit ihm fernsehgucken.

Die ersten Monate sind vorallem zum Kennenlernen da.
Rede mit ihm, was Dir fehlt!
Aber er muss nicht raus und Du musst nicht rumsitzen.
Wenn es nicht passt, kann es nicht immer passend gemacht werden
 
  • #25
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Männer so ticken wie der Partner der FS. Meine Ex-Freunde habe ich in einer Kneipe kennengelernt und sie anfangs für unternehmungslustig eingeschätzt. Das war aber gar nicht der Fall. Wenn sie ausgingen, dann waren das immer Kneipenbesuche mit ihren Männerfreunden (wobei ich sicher nichts gegen Männerabende haben). Ich bin keine Stubenhockerin, gehe gerne in Museen, ins Kino, ins Schwimmbad, mache Tagesausflüge, mag Spaziergänge, Weihnachtsmärkte, Konzerte, Theater, Restaurants und vieles mehr. Leider konnte ich meine Ex-Freunde für keine dieser Unternehmungen begeistern. Wenn wir bei mir oder bei ihnen zu Hause waren, saßen sie stundenlang vor dem Fernseher oder surften im Internet.

Ich habe einen Freundeskreis und kann mich auch gut mit mir alleine beschäftigen. Aber wozu soll ich eine Partnerschaft eingehen, wenn sich das Beziehungsleben fast ausschließlich im Bett abspielt und ansonsten jeder sein eigenes Ding macht? Dann bleibe ich lieber Single, bis ich jemanden gefunden habe, der eine ähnliche Einstellung vertritt wie ich. Wir müssen doch nicht alles gemeinsam machen. Und dasselbe möchte ich der FS raten.
 
  • #26
Liebe FS,
wenn Dein Partner mit Dir nichts unternehmen will, musst Du nicht bei ihm oder Dir rumhocken, Fernsehen und Agressionen/Frust in Dir schüren. Geh halt allein oder mit Freunden aus, so wie Du es vor 4 Monaten (vor seiner Zeit) gemacht hast, wenn Dir danach war. Dann hast Du eben nicht mehr soviel Zeit für ihn, aber Du langweilst Dich nicht und schiebst keinen Beziehungsfrust.

Ich würde garnichts mehr vorschlagen, was man gemeinsam unternehmen kann, sondern ihm anfangs in one-way-Kommunikation mitteilen, wann ich wohin gehe und es ihm offen lassen, ob er dort auch hinkommt oder nicht. Wenn er oft genug allein auf seinem Sofa hockengeblieben ist, dann würde ich ihm garnichts mehr sagen, denn das heißt doch unmissverständlich, dass er nicht will.

Beim Ausgehen wirst Du auf andere Männer treffen, die vom Aktivitätenlevel besser zu Dir passen und das ist dann das Ende mit ihm - aufgrund seines Desinteresses. Gerade zu Anfang einer Beziehung lohnt sich die Anpassungsleistung an einen komplett unpassenden Partner nicht. Ihr habt beide Dauerfrust, wenn Du ihn in den Grundzügen seiner Persönlichkeit verändern willst oder Dich ihm anpasst. Das ist es sinnvoller, es gleich aufzugeben und mit einem passenden Mann zu starten. Es geht ja nicht darum, dass er andere Interessen hatals Du, denen er nachgeht - er hat keine.
 
  • #27
Warum werden Menschen, die gerne Zuhause sind, eigentlich immer so negativ gesehen? Es kommt doch darauf an, wie die Zeit verbracht wird.
Immer unterwegs sein, sich ablenken, konsumieren (dazu gehört auch Kino und Café) können sehr oberflächlich sein und lange verbergen, dass sich ein Paar nichts zu sagen hat.
Hingegen kann ein Paar Zuhause intensive Gespräche führen, lesen, essen, schweigen, kuscheln, tanzen...(aber bitte nicht in Anwesenheit des Partners auf einen Bildschirm schauen).

Ich kenne viele Menschen, die lieber Zuhause sind. Erst recht, wenn sie im Job viel Stress haben.
Und warum kann der Partner, der gerne etwas unternimmt, dies nicht alleine tun? Dass alle Interessen 100 Prozent passen, ist ohnehin selten.
Es ist doch schön, wenn das Alleinsein nicht verlernt wird und man sich wieder auf das Zusammensein mit dem Partner freuen kann.

Oft habe ich das Gefühl, es wird nur ein Partner gesucht, um nicht alleine sein zu müssen und jemanden für Unternehmungen zu haben. Was ist, wenn der Partner alt, krank oder arbeitslos wird und Unternehmungen nicht mehr gehen? Ist er dann wertlos?
 
N

nachdenkliche

  • #28
Oft habe ich das Gefühl, es wird nur ein Partner gesucht, um nicht alleine sein zu müssen und jemanden für Unternehmungen zu haben. Was ist, wenn der Partner alt, krank oder arbeitslos wird und Unternehmungen nicht mehr gehen? Ist er dann wertlos?
Nein, ist er in meinen Augen nicht. Aber dann ist es schön, wenn man zumindest vorher gemeinsam mal etwas erlebt hat, ab und zu wenigstens. Das hat doch nichts mit wahllosen Konsumieren zu tun!
Ins Kino gehen, Konzert, Oper, Lesungen oder eine gemeinsame Reise, keine Luxusreise wenn das nötige Kleingeld fehlt, ja, mal Tanzen gehen, das erweitert übrigens den Horizont und liefert guten Gesprächsstoff.
Gemeinsame Erlebnisse bringen einen als Paar weiter, schweißen zusammen und sorgen für schöne Erinnerungen, über die man auch wieder sprechen kann.
Es muss alles nicht viel kosten!
 
  • #29
Warum werden Menschen, die gerne Zuhause sind, eigentlich immer so negativ gesehen? Es kommt doch darauf an, wie die Zeit verbracht wird.
Das ist richtig, aber auch bitte den Bezug zum Eingangspost sehen - der Partner will auf dem Sofa hocken und fernsehen. Entweder will die Frau das auch oder es passt nicht, wie im beschriebenen Fall. Das ist die Themenstellung der FS: ihr Parter will sich mit ihr nicht unterhalten oder zuhause tanzen.
Man kann auch außer Haus schöne gemeinesame Zeit verbringen, die nichts mit konsumieren zu tun hat. ußerdem gibt es Menshcen, die gern konsumieren, z.B. in guten restaurants - ich gehöre dazu.

Ich hatte früher ein Haus mit Garten, Hund usw. Da war ich viel zuhause schon weil der Hund nicht immer allein sein sollte, saß im Garten habe gelesen, abends mit meinem Exmann ein Glas Wein getrunken und uns über den Tag oder sonstige Themen unterhalten. Da war ich gern und viel zuhause.

Mit einem späteren Partner war ich auch viel zuhause - es war eine Fernbeziehung, in der wir von der knappen gemeinsamen Zeit möglichst viel miteinander verbringen wollten. Wir haben uns trotzdem zusammen mit Freunden und Familie getroffen - es ging ja auch darum, sich gegenseitig ins Leben zu integrieren. Wenn man außer dem Partner kein soziales Leben hat, kann man zuhause hocken bleiben.
Das Kennenlernen funktioniert viel besser, wenn man den Partner in Interaktionen auch mit anderen erlebt, nicht nur fernsehenderweise.

Oft habe ich das Gefühl, es wird nur ein Partner gesucht, um nicht alleine sein zu müssen und jemanden für Unternehmungen zu haben. Was ist, wenn der Partner alt, krank oder arbeitslos wird und Unternehmungen nicht mehr gehen? Ist er dann wertlos?
Man muss nicht alles miteinander machen, sollte aber eine erkennbare gemeinsame und belastbare Basis haben. Dann ist man auch in schwierigen Zeiten füreinander da.
Wenn ich normalerweise wenig Zeit mit einem Partner verbringe, wieso sollte ich dann mit einem Mal den Wunsch nach viel gemeinsamer Zeit haben - nur weil der andere krank ist? Das funktioniert auch nicht, denn mein Leben geht ja weiter wie vorher - ich sehe den kranken Partner dann genauso selten wie vorher.

Das ist eine Art von Beziehung die zumindest ich nicht brauche. Entweder verbringt man einen erheblichen Teil seiner Zeit gemeinsam (wie auch immer) oder nicht, dann aber auch nicht bei Problemen.