• #1

Wir lieben uns nicht mehr

Hallo Leute,

ich bin 41 und bin seit 5 Jahren verheiratet. Wir konnten keine Kinder bekommen und haben deswegen einen klasse Sohn adoptiert, der sich auch problemlos in D zurechtgefunden hat. Es hat sich leider nach der Adoption herrausgestellt, dass wir über die Adoption nicht ausreichend kommuniziert haben. Ich habe nicht gut zugehört und meine Frau hat nicht laut genug gesprochen, um es bildlich darzustellen. Jetzt haben wir seit 4 Jahren die Situation, dass meine Frau unseren Sohn nicht mag und als Hindernis für unsere Beziehung ansieht. Sie ist sehr angriffslustig und streitsüchtig und ich bin mittlerweile soweit, dass ich micht nicht freue, nach der Arbeit nachhause zu fahren.:( Durch die ewigen Streitereien und ihre Verbissenheit ist auch die Liebe verlorengegangen und damit auch die Zärtlichkeit und die Sexualität.:( Ich stehe also vor eine Entscheidung. Entweder ich nehmen meinen Sohn mit und fange ein neues Leben an (vielleicht mit eine neue Partnerin, die Harmonie ausstrahlt), oder ich bleibe mit meine Frau zusammen. Die Entscheidung fällt mir auch schwer, weil ich meine Frau nicht unversorgt zurücklassen möchte (sie hat keine gescheite Ausbildung) und mir auch Sorgen mache, ob mein Sohn einen Neustart verkraftet. Ich bin so hin- und hergerissen und hoffe, dass ich hier etwas Input erhalte..Vieleicht auch von Leidegsnenossen.

Euer, M.
 
  • #2
Es hat sich leider nach der Adoption herrausgestellt, dass wir über die Adoption nicht ausreichend kommuniziert haben. Ich habe nicht gut zugehört und meine Frau hat nicht laut genug gesprochen, um es bildlich darzustellen.

Das heißt? Du wolltest die Adoption und sie nicht?
Man muss sich da doch einig sein und bricht so etwas nicht übers Knie. Nun habt Ihr den Salat, ums mal salopp zu sagen.
Was man da machen kann? Du kannst den Jungen doch nicht ins Regal zurückstellen wie eine Ware. Er lebt seit 4 Jahren in Eurem Haushalt. Seit 4 Jahren mag deine Frau ihn nicht. Wieso reagierst Du erst jetzt? Der Junge merkt doch, dass er bei Deiner Frau eigentlich nicht willkommen ist. Ich sehe da nur eine Möglichkeit: trenn Dich. Ob Du eine Partnerin findest, die den Jungen besser aufnimmt, musst Du abwarten. Bis dahin lebe mit ihm allein. Die Ablehnung Deiner Frau ist Gift für eine Kinderseele. Alles Gute!
 
  • #3
Hallo Leute,

Wir haben einen klasse Sohn adoptiert. Jetzt haben wir seit 4 Jahren die Situation, dass meine Frau unseren Sohn nicht mag und als Hindernis für unsere Beziehung ansieht. Sie ist sehr angriffslustig und streitsüchtig

ist auch die Liebe verlorengegangen

weil ich meine Frau nicht unversorgt zurücklassen möchte

und mir auch Sorgen mache, ob mein Sohn einen Neustart verkraftet..

Das Kind hat höchste Priorität. Du magst deinen Sohn sehr, wie du schreibst, deine Frau nicht. Das erste wäre, ihm deine Frau nicht weiter zuzumuten, du hast eine große Verantwortung deinem Sohn gegenüber, er ist ein Kind! - weit größer als deiner Frau gegenüber.

Das Problem könnte sein, wenn der Sohn noch sehr klein ist und du arbeitest, wie du ihn tagsüber gut versorgen kannst. Frage dich mal, ob er in einer Betreuung nicht vielleicht zunächst besser aufgehoben wäre als bei deiner Frau, die ihn nicht mag (ist das tatsächlich so?)

In diesem Zusammenhang frage ich mich, warum du zweifelst, dass dein Sohn einen Neustart verkraften würde. Dann scheint er doch ganz gut bei deiner Frau aufgehoben zu sein? Du bist ja selbst kaum da… Da ist ein Widerspruch in deinen Aussagen.

Wenn du meinst, du müsstest sie versorgen, dann kannst du das ja irgendwie tun. Ob dich das auf Dauer glücklich und zufrieden macht, lasse ich mal dahingestellt sein.

Wenn ihr so große Kommunikationsprobleme habt (vier Jahre Schweigen), dann sehe ich nicht viel Chancen für eine fruchtbare Weiterführung der Beziehung.

Wenn du nicht einfach aufgeben willst, dann geht zu einer Beratung.
 
  • #4
Es geht ja nicht nur um Dich, Du musst auch Deinen Sohn mit einbeziehen in Dein Handeln. Und da würde ich sagen, sofort weg. Ihr bzw. auf einmal Du, denn ich denke, die Frau musste irgendwie ja auch was gebrabbelt und unterschrieben haben von "ja, ich will ein Adoptivkind", habt keinen neuen Fernseher angeschafft, sondern ein Kind adoptiert, das anscheinend psychisch gemobbt wird und sich auf keinen Fall dort wohlfühlen kann. Du hast eine Verantwortung für ein Kind! Also handele auch danach, nimm Deinen Sohn und geh.

So wie Du diese Frau beschreibst und wie sie zu dem Kind steht, würde ich das Kind auf keinen Fall allein lassen wollen mit ihr! DU bist mit Schuld, wenn das Kind in irgendeiner Weise misshandelt wird, weil Du das Problem erkannt hast und aber nicht handelst, wenn Du nun nichts tust.

Was das finanzielle angeht, zahl halt, was Pflicht ist bzw. was Du meinst, zahlen zu wollen. Das finde ich nebensächlich, wenn man sich ein Kind ins Haus holt und es dann nicht gewollt wird.

Hat sie Deinetwegen keine gescheite Ausbildung, weil sie Anfang 20 ist und Du ihr das ausgeredet hast? Dann kann sie es ja noch nachholen. Und falls sie älter ist, unterstütze sie eben, wenn Du meinst. Ich denke allerdings, dass auch Eigenbemühungen da sein sollten, damit man wieder auf die Füße kommt. Das ist für manche Leute schwer, wenn sie keine schöne Kindheit hatten, aber das kann nun nicht der Grund sein, ein Kind mit in die Misere zu ziehen und auch nicht Anlass sein, jemandem ein Leben lang ein Taschengeld zu zahlen.
 
N

nachdenkliche

Gast
  • #5
Eine traurige und schlimme Geschichte, finde ich.Ich kenne mich mit dem Adoptionsrecht nicht aus, weiß also nicht, ob ich da den richtigen Rat geben kann. Ich wundere mich, dass Eure Ehe/Liebe nach 5 Jahren schon am Ende ist.Ich bin mir sicher, dass das Kind nur ein vorgeschobener Grund Deiner Ehefrau ist.Wenn man plant, ein Kind zu adoptieren, überlegt man es sich sehr genau, kommuniziert darüber sehr genau und lässt sich eingehend beraten.Werden denn die wirtschaftlichen Verhältnisse nicht sehr genau vorher geprüft? Ich frage, weil Du schreibst, dass Deine Ehefrau keine Ausbildung hat?Es ist eine schlimme Situation für das Kind.
Wenn ich mich für eine Adoption entscheide und das Kind dann in meiner Familie ist, bekommt es die gleiche Liebe und Fürsorge wie ein leibliches Kind. Bei Deinem leiblichen Kind weißt Du auch nicht, wie es sich entwickelt.Wie kann man so ein Kind nicht mögen und ihm die Schuld am Scheitern der Beziehung geben, wie erbärmlich ist das denn?
Ich weiß ja nicht, ob das einfach so geht, aber trenne Dich und sorge für das Kind und lass Dich aber nochmals beraten, was eine Scheidung bedeutet.Ich wünsche Dir viel Kraft und finde es wunderbar, wie Du zu Deinem Sohn und Deiner Ehefrau stehst. Mir fällt noch ein, wie wäre es mit Familienberatung?
 
G

Gast

Gast
  • #6
Hallo M.,
das ist eine sehr traurige Geschichte, vor allem für den Jungen. :(
Ich möchte es mir gar nicht vorstellen wie es für ihn ist, von der Mutter nicht geliebt zu werden und, noch schlimmer - von ihr als Hindernis (zu was auch immer) angesehen zu werden. Daher finde ich, müsst ihr beide als Eltern ans Wohl des Kleinen denken.

Ich möchte nicht vorverurteilen, das was ich gelesen habe, hört sich sehr schlecht an. Kinder sind keine Spielzeuge, die man zurückgeben kann, wenn man keine Lust mehr hat zu spielen. Aber das msuus ich dir sicherlich nicht erklären. Ich frage mich, wie kann man sich auf ein Leben mit so einer Frau freuen oder sich überhaupt was mit ihr zu vorstellen? Ich weiß nicht, ob das eine Phase ist, ihr müsst das aber wegen des Jungen umgehend besprechen.
Sicherlich ist es schwer für den Jungen so oder so, aber ihr müsst das kleinere Übel wählen. Wir haben zu wenige Infos, es ist aber eures gemeinsame Kind, ihr müsst über die Situation reden. Deine Unzufriedenheit hin oder her, aber im Moment muss der Junge ins Vordergrund. Danach kannst du an dich und deine Bedürfnisse und evtl. an eine neue Frau denken.

Wie alt ist er? Merkt er, dass sie ihn nicht liebt?
 
  • #7
Das arme Kind !
Du hast in erster Linie Verantwortung für ein Kind, welches Ihr (obendrein offensichtlich aus einem anderen Kulturkreis) zu Euch geholt habt.
Ich weiß jetzt nicht, wer da der treibende Teil war, aber das Kind ist jetzt da und wird (und da spreche ich aus leidvoller Erfahrung)!!! einen Neustart weit unbeschadeter überstehen als eine kalte, abweisende Mutter !
Das hat psychisch viel schlimmere Auswirkungen als eine z. B.Trennung.

Sorry, hier bin ich ziemlich vehement, (als als Tochter einer gefühlskalten Mutter). Dir und dem Kind alles Gute
 
  • #8
Wie gut ist es für ein Kind, wenn die Mutter es ablehnt.

Nicht alle Menschen kommen mit einer Adoption klar. Nicht alle Menschen können ein fremdes Kind groß ziehen.

Deine Frau ist erwachsen und sollte für sich selbst sorgen können, wenn sie nichts wirklich gelernt hat, dann ist das halt so.

Du hast das Kind adoptiert, die Verantwortung für das Kind übernommen, also musst Du auch in seinem Sinn handeln.

Ich als Frau würde nie im Leben ein fremdes Kind adoptieren. Egal wie sehr ich einen Mann lieben würde und er sich ein Kind wünscht. Wenn es kein leibliches Kind sein kann, dann besser kein Kind. Es ist auch die Frage, wer konnte kein Kind zeugen oder austragen.

Wenn ich ein Kind groß ziehe, dann will ich meinen Partner und mich in dem Kind erkennen und nicht nur ein Kind aufwachsen sehen.

Ich möchte nicht die Defizite von fremden Genen ausbaden.

Wenn Deine Frau nur ansatzweise so denkt, wie ich das mache! Dann werdet ihr zu dritt nicht glücklich und der Junge wird durch die Ablehnung durch Deine Frau leiden.

Ich möchte auch keine Wertung über meine Gefühle und dass jedes Kind liebenswert ist. Ich schreibe nur was vielleicht in der Frau vorgeht.
 
  • #9
Sorry, FS, aber deine Geschichte geht nicht auf.
Ihr seid jetzt 5 Jahre verheiratet und habt schon seit 4 Jahren ein Adoptivkind, auch noch aus dem Ausland?
Auf legalem Weg, ein Ding der Unmöglichkeit..
 
G

Gast

Gast
  • #10
Gerade weil einem zuerst das Kind leid tut, wenn man das liest, solltest du jetzt nicht wieder eine unüberlegte Lebensentscheidung treffen.
Wie stellst du dir das nach einer Trennung vor?
Du mußt doch sicher ganztägig arbeiten, da kannst du dich ja selbst nicht um deinen Sohn kümmern. Du brauchst also ein Au Pair oder mußt deinen Sohn in eine Ganztagsbetreuung geben.

Glaube ja nicht, dass es viele Frauen gibt, die sich um einen 41jährigen mit adoptiertem Kind reißen und ihren eigenen Beruf vernachlässigen wollen um dein Kind zu betreuen.

Davon, dass deine Frau den Sohn schlecht behandelt, schreibst du nichts. Mit einigen geht hier gleich wieder die Fantasie in Richtung Mißhandlung durch.

Ich könnte mir vorstellen, dass deine Frau eifersüchtig auf den Jungen ist, wenn sie ihn als Ehehindernis begreift.
Vielleicht kannst du ja an deinem Verhalten ihr gegenüber etwas ändern, damit sie begreift, dass die Liebe zu einem Kind etwas völlig anderes ist als zum Partner/in.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie den Jungen ihre Abneigung deutlich spüren läßt, das wäre schon sehr außergewöhnlich, sie ist ja wohl kein Monster, oder? - Ich denke das ist Eifersucht, die schlimmer ist als normal, weil es nicht ihr leibliches Kind ist.
Daran kannst du wahrscheinlich etwas ändern.
Das Kind mit dem Bade auszuschütten, ist meist nicht die Methode der Wahl.
 
G

Gast

Gast
  • #11
Also wie hier auf die Frau eingehakt wird, ist nicht okay.

In Deutschland ist eine Adoption im Ausland relativ leicht. Vor allem wenn man auf keinen Säugling besteht.

So wie es aussieht, wollte der FS das Kind aber die Frau ist den ganzen Tag Zuhause und versorgt den Jungen.

Natürlich sollten sich Menschen gut über eine Adoption informieren aber auch der deutsche Staat sollte das nicht so leicht machen.

Jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen und drei Menschen sind unglücklicher als vor der Adoption. Gut bei dem Jungen ist es die Frage, ob er in seinem ursprünglichs Land noch am Leben wäre oder schon Tod.

So da man das Kind nicht zurück geben kann und zumindest der FS ja das Kind mag, sollte er das auch ausbaden.
 
  • #12
Lieber M.,

all Dein Handeln muss an Eurem Sohn ausgerichtet sein, daran, was für IHN das Beste ist. Von einem Elternteil abgelehnt zu werden gleicht psychischer Folter. Eine Trennung von Deiner Frau sowie ein Neustart von Euch beiden alleine (ohne sie) scheint mir die einzig mögliche Lösung, wenn Du Deinen Sohn schützen willst. Und glaube mir: Ein Kind spürt diese Ablehnung, egal, ob es 4 Monate, 4 Jahre oder 14 Jahre alt ist!!

Dir und Deinem Sohn wünsche ich viel Kraft und von Herzen alles Gute für Eure Zukunft!

w,35
 
W

wahlmünchner

Gast
  • #13
Ich finde es erschreckend, das ein paar ungenaue Zeilen ausreichen um hier allgemeine Stimmung gegen die Frau einzuleiten.
Meine Fragen: Was bedeutet "
dass meine Frau unseren Sohn nicht mag und als Hindernis für unsere Beziehung ansieht
Kannst du das konkretisieren? Was fehlt ihr denn? Paarzeit? Zeit für sich? Warum denkst du sie "mag das Kind nicht"?
Sie ist sehr angriffslustig und streitsüchtig
In Hinsicht auf was? Was sagt sie denn im Streit? Will sie mehr Unterstützung von dir? Will sie das du irgendwas regelst?
So wie es sich anhört, ist euer Kind aus dem Ausland adoptiert.
War es schon älter? Wollte sie kein Kind oder ein anderes? Was meinst du denn damit ihr habt nicht geredet?

Weiss sie das du sie nicht mehr liebst? Sagt sie, das sie dich nicht mehr liebt?
Von meiner Seite kann ich nur mehr Fragen stellen, als Antworten geben, da ich das Ganze etwas diffus beschrieben finde.
Wenn Du meinst, eine Trennung ist für dich besser, dann tue es und nimm das Kind mit.
Aber warum deine Frau plötzlich bösartig ist, erschliesst sich mir noch nicht ganz
 
  • #14
ist sehr angriffslustig und streitsüchtig und ich bin mittlerweile soweit, dass ich mich nicht freue, nach der Arbeit nachhause zu fahren.
Niemals würde ich bei einer Frau bleiben nur wegen dem Kind, wenn es mit uns nicht mehr geht! Mach einen neuen Anfang, mit einer neuen Frau, der für alle glücklich ist! Wenn du nicht mehr gerne nach Hause gehst, so ist das höchste Eisenbahn, neue Wege zu gehen!
 
  • #15
Hallo M.,
das ist eine sehr traurige Geschichte, vor allem für den Jungen. :(
Ich möchte es mir gar nicht vorstellen wie es für ihn ist, von der Mutter nicht geliebt zu werden und, noch schlimmer - von ihr als Hindernis (zu was auch immer) angesehen zu werden. Daher finde ich, müsst ihr beide als Eltern ans Wohl des Kleinen denken.

Ich möchte nicht vorverurteilen, das was ich gelesen habe, hört sich sehr schlecht an. Kinder sind keine Spielzeuge, die man zurückgeben kann, wenn man keine Lust mehr hat zu spielen. Aber das msuus ich dir sicherlich nicht erklären. Ich frage mich, wie kann man sich auf ein Leben mit so einer Frau freuen oder sich überhaupt was mit ihr zu vorstellen? Ich weiß nicht, ob das eine Phase ist, ihr müsst das aber wegen des Jungen umgehend besprechen.
Sicherlich ist es schwer für den Jungen so oder so, aber ihr müsst das kleinere Übel wählen. Wir haben zu wenige Infos, es ist aber eures gemeinsame Kind, ihr müsst über die Situation reden. Deine Unzufriedenheit hin oder her, aber im Moment muss der Junge ins Vordergrund. Danach kannst du an dich und deine Bedürfnisse und evtl. an eine neue Frau denken.

Wie alt ist er? Merkt er, dass sie ihn nicht liebt?

was für eine Frage !
schon ein kleinstes Kind spürt i m m e r wenn es abgelehnt wird oder die Mutter gefühlskalt ist, das macht die Seele krank und das Kind hat sein ganzes Leben mit Problemen in vielen Bereichen zu kämpfen
 
  • #16
Das arme Kind !
Du hast in erster Linie Verantwortung für ein Kind, welches Ihr (obendrein offensichtlich aus einem anderen Kulturkreis) zu Euch geholt habt.
Ich weiß jetzt nicht, wer da der treibende Teil war, aber das Kind ist jetzt da und wird (und da spreche ich aus leidvoller Erfahrung)!!! einen Neustart weit unbeschadeter überstehen als eine kalte, abweisende Mutter !
Das hat psychisch viel schlimmere Auswirkungen als eine z. B.Trennung.

Sorry, hier bin ich ziemlich vehement, (als als Tochter einer gefühlskalten Mutter). Dir und dem Kind alles Gute

Immer noch besser eine warmherzige Fremdbetreuung als das, was der Arme bei Deiner Frau ertragen muss, und ich finde toll, wie Du um das Wohl Deines Sohnes besorgt bist !
 
  • #17
Nun ja, so ungewöhnlich ist das ja nicht, dass ein Kind von seiner Mutter oder Vater nicht geliebt wird. Bis zu meiner Generation, d.h. vor Einführung der Pille, war es seit Menschengedenken so, dass Frauen Kinder bekamen (bekommen mussten), egal, ob sie wollten oder nicht. Entsprechend viele ungeliebte Kinder gab / gibt es - von ihren leiblichen Müttern/Vätern. Ich, sowie viele meiner gleichaltrigen Freunde wurden von ihren Eltern versorgt, erzogen .. aber besonders geliebt oder gemocht? Und auch heute kommt das noch regelmäßig vor.
Also, hier gleich zu schreien: "Das arme Kind, trenne dich sofort von der Frau!" finde ich etwas überzogen.
Bei Adoptionen, auch bei Auslandsadoptionen, werden die potentiellen Adoptiveltern durch das hiesige Jugendamt, aber auch durch das Jugendamt des Herkunftslandes (jedenfalls z.B. in Südamerika), ja sehr sorgfältig "überprüft", ob sie psychisch, sozial, beziehungstechnisch, finanziell usw. für diese Aufgabe geeignet sind. Und auch wenn die Eltern dann das Kind bei sich haben, werden sie noch jahrelang vom Jugendamt regelmäßig "kontrolliert", d.h. beraten, zu Hause besucht. Für so manche leibliche Eltern und ihre Kinder wäre das auch sehr angebracht!
Natürlich ist Adoption eine besondere Herausforderung und hat viele Fallstricke psychischer Natur und für die Beziehung. Nun seid ihr da offenbar in die Fallen getappt! Es gibt eine Menge unverarbeiteter Gefühle, Kränkungen usw. Ich rate euch, geht unbedingt zu einer Familienberatung / systemischen Beratung! "Belladonna"#7 spricht wichtige Gedanken an. Wenn du dich jetzt einfach so trennst und den Jungen zu dir nimmst, hinterlässt du bei allen einen großen emotionalen Scherbenhaufen. Vor der vielleicht nötigen Trennung sollte das ein wenig, mit professioneller Unterstützung, sortiert und ansatzweise aufgearbeitet werden.

w50
 
N

nachdenkliche

Gast
  • #18
Wie gut ist es für ein Kind, wenn die Mutter es ablehnt.

Nicht alle Menschen kommen mit einer Adoption klar. Nicht alle Menschen können ein fremdes Kind groß ziehen.

Deine Frau ist erwachsen und sollte für sich selbst sorgen können, wenn sie nichts wirklich gelernt hat, dann ist das halt so.

Du hast das Kind adoptiert, die Verantwortung für das Kind übernommen, also musst Du auch in seinem Sinn handeln.

Ich als Frau würde nie im Leben ein fremdes Kind adoptieren. Egal wie sehr ich einen Mann lieben würde und er sich ein Kind wünscht. Wenn es kein leibliches Kind sein kann, dann besser kein Kind. Es ist auch die Frage, wer konnte kein Kind zeugen oder austragen.

Wenn ich ein Kind groß ziehe, dann will ich meinen Partner und mich in dem Kind erkennen und nicht nur ein Kind aufwachsen sehen.

Ich möchte nicht die Defizite von fremden Genen ausbaden.

Wenn Deine Frau nur ansatzweise so denkt, wie ich das mache! Dann werdet ihr zu dritt nicht glücklich und der Junge wird durch die Ablehnung durch Deine Frau leiden.

Ich möchte auch keine Wertung über meine Gefühle und dass jedes Kind liebenswert ist. Ich schreibe nur was vielleicht in der Frau vorgeht.
Das hast Du so für Dich entschieden und das ist auch gut und verantwortungsvoll, so zu denken und zu fühlen. Aber der FS und seine Frau haben diese Entscheidung gemeinsam getroffen, davon gehe ich mal aus. Man hat viele Gespräche mit der Adoptionsstelle. Wenn es sich da herausstellt, dass eine Uneinigkeit zwischen dem Ehepaar besteht,gibt es keine Genehmigung. Schade, dass sich FS dazu nicht mehr äußert. Er signalisiert aber ein großes Verantwortungsbewusstsein für dieses Kind ( und die Frau), was ich sehr gut finde. Von der Frau muss er sich trennen, sie ist erwachsen und kann für sich selbst sorgen.Mir geht es nur um das Kind!
 
G

Gast

Gast
  • #20
Es gibt auch seelische Mißhandlung, und die ist auf anderer Ebene nicht weniger schlimm als körperliche Mißhandlung, im Gegenteil. Und: ich theoretisiere nicht, ich weiß sehr gut wovon ich hier spreche.
Also der Junge kommt aus einem armen Land, wo er 100% weder geliebt noch gut behandelt wurde, sowas wie regelmäßiges Essen, sauber Kleidung, stand sicher nicht auf der Tagesordnung. In seinem Geburtsland wäre er vielleicht schon Tod. Da braucht man kein Fass aufmachen, wie schlimm psychische Vernachlässigung ist. Der Junge hat jetzt ein deutlich besser Leben, auch wenn es nicht optimal ist.

Der FS sollte sich mehr um seine Familie kümmern und nicht extra lange auf der Arbeit bleiben.
 
G

Gast

Gast
  • #21
Hallo M,

die Situation ist für deinen Sohn sehr ungesund und du solltest ihn schnellstmöglich da raus holen. Kinder bekommen mehr mit als man denkt.

Dein Sohn wird "lernen", dass er ein Hindernis ist und seine Mutter unglücklich macht. Er wird kein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln und es daher sehr schwer haben im Leben. Dazu kommt noch, dass er adoptiert ist. Darunter leiden alle Adoptivkinder sehr, die ich bisher kennengelernt habe. Diese Menschen denken "Meine Eltern wollten mich nicht". Dieser Eindruck wird sich durch das Verhalten deiner Frau noch verstärken. Ist ja die dritte Person im Leben des Sohnes, die ihn nicht wollte. Dein Sohn lebt jetzt vier Jahre in dieser schlimmen, seine Identität erneut bedrohenden Situation. Zudem kann er mit euch nicht lernen wie eine gesunde, liebevolle Ehe aussieht, sondern, dass man in unglücklichen Situation ausharren muss, sprich passiv bleibt. Euer Umgang miteinander wird auch sein Beziehungsverhalten negativ prägen und auch dort großen Schaden anrichten.

Kindeswohl geht meiner Meinung nach immer vor.

Dass deine Frau keine gescheite Ausbildung hat, kann sie immer noch ändern, es gibt Abendschulen und berufsbegleitendes Studieren. Das zu tun ist ihre Aufgabe, nicht deine.

Hol deinen Sohn aus dieser schrecklichen Situation heraus und beginne ein neues Leben. Ein Leben ohne deine Frau ist viel besser für das Kind!
 
  • #22
Also der Junge kommt aus einem armen Land, wo er 100% weder geliebt noch gut behandelt wurde, sowas wie regelmäßiges Essen, sauber Kleidung, stand sicher nicht auf der Tagesordnung. In seinem Geburtsland wäre er vielleicht schon Tod. Da braucht man kein Fass aufmachen, wie schlimm psychische Vernachlässigung ist. Der Junge hat jetzt ein deutlich besser Leben, auch wenn es nicht optimal ist.

Der FS sollte sich mehr um seine Familie kümmern und nicht extra lange auf der Arbeit bleiben.

Woher hast Du diese Informationen? Sollte ich lieber schreiben Phantasien oder gar Unwahrheiten und Unterstellungen? Von keinen Deiner Behauptungen kann ich etwas im Post des FS lesen. Mit Deinen anonymen Spekulationen ist keinem geholfen.

Damit eine Kinderseele keinen (dauerhalften) Schaden nimmt braucht es Liebe und nicht nur deren Abwesenheit! Ein feiner aber existentieller Unterschied, den nicht jede/r begreift.

Hallo FS,

wie so oft betont steht an erster Stelle das Kindeswohl. Gehe zu einer Beratungsstelle und lasse Dir helfen. Deine dürftige Beschreibung hier führt, wie Du lesen kannst, nur zu wilden Spekulationen und Ausuferungen in beide Richtungen pro und contra. Damit ist Dir nicht wirklich geholfen.
 
  • #23
Schnappt dir deinen Sohn und fangt an zu leben. Ihr habt nur dieses Leben! Deine Frau ist ist erwachsen, dein Sohn nicht. Mute deinem Sohn nicht zu, dass er ungewollt ist. Das grenzt an psychische Gewalt, wenn du mich fragst. Ich drücke euch von ganzem Herzen die Daumen!
 
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