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  • #1

Wieviel Lügerei könnt ihr verzeihen?

Es geht mir (w) auf die Nerven, dass so viel gelogen und geschummelt wird, Alter, Gewicht, Beruf ... überall wird bewusst gelogen. Ich verliere sehr schnell das Interesse, wenn ich damit konfroniert werde, dass bewusst gelogen wird. Bei jemandem, der schon initial lügt, kann ich keine Vertrauensbasis mehr finden. Bin ich da zu engstirnig? Wieviel Lügerei könnt ihr verzeihen und dann doch noch eine vertrauensvolle Partnerschaft aufbauen? Es ist so frustrierend! Ich freue mich auf ein Date, und schnell ist die Freude weg, weil man entdecken muss, dass das Gegenüber gelogen hat. Ich hinterfrage nämlich sehr schnell und direkt, wenn ich einen Verdacht habe (der sich auch immer verifziert). Man wird (in meinen Augen) alles andere als attraktiver, wenn man eine Bekanntschaft schon mit einer Lüge beginnt. Ich habe in meinem Profil gar nicht gelogen, obwohl ich mit meinen 56 Jahren sicher auch nicht mehr das beste Alter habe bei der Online-Suche. Aber lieber ehrlich als diese Schummelei.
 
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  • #2
Früher hätte ich kleine Schummeleien noch "übersehen", wenn sie im Gespräch recht schnell aufgekommen wären. Hintergrund: Ich selber lüge nicht herum, also gehe ich selbstverständlich davon aus, dass es der Gegenüber auch nicht tut. (Ein Fehler, diese Annahme...)

z. B. Alter: Ob einer 2 Jahre jünger oder 4 Jahre älter ist, interessiert mich nicht, solange es beim persönlichen Treffen stimmt und der Eindruck gut ist.
z. B. Ausbildung und Beruf: Interessiert mich nicht - der Mensch zählt für mich.
z. B. vorausgehende Partnerschaften: Interessiert mich nicht - aber ich sage es dem Gegenüber, weil ich ihm Gelegenheit geben will, mit meinen sehr wenigen festen Partnerschaften und ein paar "Übungskandidaten aus Dummheit" umgehen zu können.
z. B. Beziehungsstatus: Ich hatte mal Verständnis, dass geschrieben wurde "geschieden", der richtige Status aber erst "getrennt" war. Wie bei mir selber davon ausgehend, dass der andere emotional abgeschlossen hat und bereit ist für eine neue Beziehung. Hier mache ich jetzt keinerlei Kompromisse mehr - wenn sich herausstellt "erst getrennt": Kein weiterer Kontakt mehr. Ebenso möchte ich wissen, wie oft derjenige geschieden ist, denn das sind Aussagen, mit denen ich umgehen kann und mich entscheiden kann, ob ich einen 2mal Geschiedenen oder 3mal Verheirateten der erst getrennt lebt, haben will. Gar nicht toleriere ich es, wenn von 3 Ehen eine nicht erwähnt wird, nur weil es aus dieser Ehe keine Kinder gab. Ich verstehe zwar die Beweggründe, warum eine solche Ehe nicht erwähnt wird, ich will es aber trotzdem wissen.
z. B. Trennungsgründe: Wenn hier gelogen wurde, ist das Vertrauen sofort weg.
z. B. Dauer der "Singlezeit" nach Trennung: Wird hier gelogen, ist das Vertrauen ebenso sofort weg.
z. B. Therapieerfahrung: Das möchte ich sofort und in vollem Umfang wissen, um für mich zu beurteilen, ob ich einer solchen Partnerschaft gewachsen bin.
z. B. zufällig gemeinsame Bekannte: Das möchte ich nicht verheimlicht wissen, da man in denselben Kreisen vielleicht den einen oder anderen hat, mit dem man aus begründeten Vorfällen der Vergangenheit keinen Kontakt mehr haben möchte. Das sollte der Gegenüber wissen und das würde ich auch wissen wollen.
 
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  • #3
Eine kleine Schummelei kann ich verzeihen, eine Lüge will ich nicht verzeihen. Ich selber bin ehrlich und offen. Das macht mich verletzlich. Aber ich will daran NICHTS ändern. Und erwarte das auch von einem potentiellen Partner.

DAs, was #1 geschrieben hat, teile ich insgesamt. Aber es ist für mich klar, dass sich diese Fragen nicht im Laufe der ersten ein, zwei oder drei Treffen "abarbeiten" lassen, sondern nach und nach ergeben.
 
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  • #4
1 @ 2.2: Das meiste stellte sich erst später heraus... seither bin ich sehr viel vorsichtiger (was sicherlich zu Lasten der "Authentizität" geht...)
 
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  • #5
Sorry, aber ich (m, Ende 30) war lang alleine und Affairen gabs eigentlich kaum - und das habe ich bei den dates auch so kommuniziert. Das Ergebnis war ernüchternd.

Wenn ich aber bei Telefonaten auf gewisse Signale achte, kommt es schon zum Telefonsex und Frauen wollen das dann auch wieder und sagen schon fast "magst vorbei kommen" ... Genauso bei Dates. Wenn man vorspielt "ach mal eine Affaire hier, mal eine Affaire da" (was nicht stimmt) dann werden die Dates einfach besser.

Der Ehrliche ist der Dumme, findest nicht ?
 
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  • #6
Als ich hier noch aktiv suchte, kamen für mich Lügen überhaupt nicht infrage, da ich selbst in absolut allen Dingen sehr ehrlich war und immer noch bin! Ich hatte seinerzeit eine Altersrange von -5 bis + 5 Jahren eingestellt. Als mich ein Mann kontaktierte, der 7 Jahre älter war, hätte ich diesen Kontakt durchaus in Betracht gezogen, weil er sich aber in seiner Altersangabe 7 Jahre jünger gemacht hatte, habe ich ihn -nach entsprechender Erklärung- gelöscht. Bei Freigabe des Fotos hatte ich mich über "sein Alter" gewundert. Als ich ihn per mail darauf ansprach, kam die Antwort, es "gäbe ja wohl Wichtigeres als das Alter!" Ja, das kann ich durchaus bestätigen. Es ging aber gar nicht um das ALTER sondern um die LÜGE bei der Altersangabe! Und das sind 2 verschiedene Paar Schuhe!

Heute bin ich froh, dass ich so reagiert habe. Ich bin mir selbst treu geblieben und habe meinen Liebsten kurz danach auf dieser Plattform gefunden - und zwar völlig ohne Lügen. Dabei hätten wir beide durchaus den einen oder anderen Fakt "schönen" oder "weg schummeln" können, haben wir aber beide nicht getan. Es geht also doch! Heute lieben wir uns mit all unseren Fehlern, die uns zu dem gemacht haben, was wir sind und heute darstellen!
 
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  • #7
zu #4. Absolut korrekt. Der Ehrliche ist hier gleich der Dumme. Bei mir (w/41) war es mit dem Thema Singledasein & Affairen absolut das gleiche!
Das leidige Thema Alter: nach dem meine Freundin ein Paar Jährchen runtergeschrieben hat, dated sie tolle Typer, sie sieht auch sehr gut aus , und der Verdacht wegen Optik ist so gut wie ausgeschlossen. Ich habe selber 3 Absagen wegen der geschummelten Körpergrösse erteilt, nicht wichtig, aber doch niveaulos. Ausbildung & Beruf interesieren mich wenig, aber wenn jemand sich als "leitender Mitarbeiter eines namenshaften Unternehmens" vorstellt, möchte ich sofort auf den Absage-Knopf drücken (auch wenn es in diesem Falle nicht gelogen wurde!)
 
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  • #8
Früher habe ich über kleine Unwahrheiten ebenso hinweggesehen - doch aus Erfahrung (zwei Bekanntschaften aus EP) Alter gelogen, beim zweiten stimmte anfänglich nicht einmal der Name - komme ich zum Schluss, dass solche Lügen meist mit der Persönllichkeitsstruktur der (in diesen Fällen) Männer korrelieren und NIE die einzigen bleiben. Für mich evident: Wer einmal lügt... ja, und um zu beantworten wieviel - KEINE mehr
w42
 
  • #9
Schummelei und Lügerei bei harten Fakten kann ich absolut gar nicht tolerieren. Ich finde es menschlich zutiefst verachtenswert, in solchen Dingen einen möglicherweise zukünftigen Partner anzulügen.

Ich betreibe dabei eine Null-Toleranz-Politik. Ertappe ich Lüge, so sage ich ihm deutlich, was ich davon halte, und schicke eine Absage.
 
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  • #10
Manche Dinge müssen fremde Leute gar nicht wissen. Ich würde meinerseits gewisse Dinge gar nicht thematisieren (z. B. die Einstellung zu Affären => Wen geht das was an??). Ansonsten bin ich auch der Meinung, dass nach einer Lüge der Kontakt sowieso zu Ende ist.
 
  • #11
Bei den Lügen geht es um Dich, um deine Eitelkeit, belogen worden zu sein, oder um die langfristige Wahrscheinlichkeit, den richtigen Partner für eine lebenslange Beziehung zu finden?
Ich hatte letzten Sonntag ein date mit einer attraktiven Ärztin, die sich zur Krankenschwester gemacht hat. Aussage von ihr: Die Männer mögen Krankenschwestern mehr als Ärztinnen. Ich gewiß nicht ja, aber in der Summe mag das so sein. Da ging bei mir die Augenbrauen hoch, ich habe mich trotzdem mit ihr gedatet, weil ich ich die Grundlage dieser Lüge wissen wollte.

Sie war echt charmant, es war ein sehr kurzweiliges Gespräch, nur als es zu diesem Thema kam, fehlte mir jedes Anzeichen von schlechtes Gewissen. Für mich übersetzt, die Männer sind doof, also muss ich sie überlisten. Abgesehen davon, was sie mit den doofen Männern will: Das ist IMHO eine Lebenseinstellung, die sich auch auf meine Partnerschaft übertragen würde. Es fällt mir schwer zu glauben, dass ich mit dieser Frau eine echte Gemeinschaft bilden könnte, wenn sie in Konfliktsituationen mich von oben herab anlügen werden wird, weil sie besser über mich Bescheid zu wissen meint, als ich selber. Das ist generell Selbstüberschätzung.
Eine Lüge mit einem schlechten Gewissen, aus einer Position der Schwäche heraus hätte ich sehr wohl verstanden und "verziehen". Es zeigt mir vor allen Dingen eine gewisse Selbstehrlichkeit auf, die mir nun wiederum sehr wichtig ist.
 
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  • #12
Ich begreife einfach nicht, dass und warum man nicht zu sich stehen kann! Ich habe es sogar erlebt, dass ein Mann mit einigen Tagen Abstand zwei Mal sein Alter "korrigiert" hat. Dann war's aber entgültig aus.
Ich verstehe, dass man eventuell ein wenig schummelt, um nicht wieder erkannt zu werden. Ich z.B. möchte nicht, dass man auf meinem Arbeitsplatz weiß, was ich alles in meiner Freizeit mache. Privaleben und Arbeit halte ich getrennt; so läuft's sehr gut - und ich gehe gerne zur Arbeit (also auch keine Affären oder Flirts auf der Arbeit).
Aber wenn man bei dem Alter und beim Gewicht (wohl die häufigste "Schummelpunkte", es gibt auch sehr viel andere) lügt, und dann bei vorsichtigem Nachhaken kleckerweise noch mehr "Wahrheiten" zutage treten, verliere ich blitzschnell das Interesse. Das ist doch keine Basis!
Übrigens danke besonders an #1: toll dargestellt! Jedoch will ich auch beim Alter schon von Anfang an die Wahrheit kennen. Ein paar Jahr plus oder minus sind egal, wenn's sonst stimmig ist. Aber wiederum hier: auf die wahheitsgerechte Darstellung kommt's an.
 
  • #13
@#10: Sehr gutes Beispiel und auch eine gute Erklärung dazu!

Kernpunkt ist doch der Fakt, dass jemand lügt, um Vorteile zu erlangen. Genau das wird er auch immer wieder tun. So zum Beispiel diese Ärztin aus Deinemn Beispiel. Wenn sie sich in einer Beziehung Vorteile versprechen würde, würde sie auch in kleinen wie in größeren Dingen einfach so mühelos lügen -- ohne echtes Schuldgefühl, vor sich selbst im Reinen, ohne Moral, ohne Anstand, ohne Konsequenzen.

Man darf Lügen niemals verzeihen, denn sonst wird man wieder angelogen. Lügner, die mit ihren Lügen durchkommen, nutzen dieses Instrument wieder und wieder. Lügner sind verachtenswerte Geschöpfe, denen man klar zeigen muss, dass Lügen nicht in Frage kommen, sondern die Abkehr von Gesellschaft darstellen.

Keine Macht den Lügen! Auf Lügen baut man keine Partnerschaft, kein Vertrauen auf. Niemals.
 
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  • #14
Lügen bzw. Schummeln gehört zum Leben - jede/r tuts. Wer dies verneint hat soeben grad gelogen. Würden wir nicht hie und da Lügen / Schummeln (generell gesehen nicht nur bei der Partnersuche), hätten wir Krieg.

Ich schreibe mal ein Beispiel nieder welches vermutlich jeder von uns kennt:

Schriftliche Absage einer Bewerbung: "Wir bedauern zutiefst Ihnen keinen positiven Bescheid zu geben und wünschen Ihnen bei der weiteren Stellensuche alles Gute".

Hat jetzt zwar jetzt nicht direkt etwas mit der Partnersuche zu tun, widerspiegelt aber ein Verhalten - Höflichkeit, Vermeidung von Kränkung - welches eine Lüge vorrausetzt. Den Kontext findet man z.B. bei folgender Frage/n: Findest du mich hübsch? Bin ich zu dick? Höflichkeit und Lügen oder ehrlich und Faust ins Gesicht?

Aber es gibt gewisse Lügen welche unverzeibar sind. Speziell beim Flirten/Daten sind Lügen meiner Ansicht nach ein klares no go und treten irgendwann sowieso ans Licht. Alter, Beruf, evtl. Altlasten etc etc sind daher immer ehrlich anzugeben. Trotzdem bin ich aber der Ueberzeugung dass viele Menschen bei gewissen Themen trotzdem schummeln.
 
  • #15
@#13: Das ist prinzipiell richtig, aber das sind Lügen mit Umgangsformen, die jeder als solche erkennt.

Hier diskutieren wir Lügen bei der Partnersuche:
+ Männer, die sich 5 cm größer machen.
+ Frauen, die sich 3 Jahre jünger machen.
+ Menschen, die verheimlichen, dass sie geschieden sind.
+ Menschen, die "Krankenschwester" statt "Ärztin" schreiben.

Könntest Du eine dieser Lügen nachvollziehen oder verzeihen? Wohl kaum. Denn sie zeigen klar: Ich lüge, damit ICH Vorteile habe. Ich werde auch später in einer Partnerschaft lügen, wenn sich dadurch Vorteile für mich ergeben.

Genau das ist auch der Unterschied zu den Notlügen und Umgangsform-Lügen, die Du beispielhaft erwähnt hast: Sie bringen dem Lügner keine konkreten Vorteile, sondern erleichtern nur den Umgang miteinander oder bringen dem anderen einen Vorteil, nämlich nicht allzu sehr vor den Kopf gestoßen zu werden.
 
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  • #16
Zur Altersangabe: Ich bin w/61 Jahre und habe innerhalb von 3 Monaten zwei Nachrichten erhalten.
Meine Freundin ist w/57 und hat in derselben Zeit 10 Nachrichten erhalten. Also nur die, wo wir nicht zuerst aktiv geworden sind
Unsere Profile sind ähnlich. Also daran kann es nicht liegen.
Es liegt eindeutig am Alter.
Ich sehe nicht nur jünger aus, sondern bin auch im meinem Verhalten sehr jugendlich (sagen die anderen). Im echten Leben ist es mir in diesem Jahr passiert, dass sich zwei 50jähige Männer sich in mich verliebt haben. Ich hatte jedoch kein Interesse an Ihnen.
Also: Ich fände es okay, wenn ich mich um ca. 3 Jahre jünger machen würde und würde es bei ersten Date auch sagen.
 
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  • #17
Lügen ("Schummelei" ist genau dasselbe, nur ein beschönigender Ausdruck!) = Absage.

Ausnahmslos, sofort und konsequent. Ich möchte meinem Partner vertrauen können, mit Unehrlichkeit gibt es keine Partnerschaft.
 
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  • #18
@14
In meinem letzten Abschnitt erwähne ich, dass diese Lügen unverzeihbar wären. Nachvollziehen kann ich sie aber aus der Sicht gewisser Personen.
 
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  • #19
zu #15. Finde es in Deinem Fall absolut ok, wenn Du Dich jünger machst. ABER solche Sachen sind mir zu privat, ich würde mich zuerst auf ganz anderen Sachen fokusieren: ob der andere wirklich zu mir passen würde und ob Gefühle wirklich entstehen! Wenn Du nach dem 10. Date oder noch später die Wahrheit "erzählst ", wird es entweder unwichtig, oder .. der Mann ist zu oberflächlich! Für mich wäre es bei einem Mann, den ich liebe, wirklich absolut unwichtig, die Gründe für die "Lüge" würde ich in diesem Falle absolut nachvollziehen können!
 
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  • #20
Habe einen netten Mann getroffen, der mir erst beim dritten Treffen gebeichtet hat, dass er 5 Jahre älter als angegeben sei. Im übrigen stimmt auch seine Gewichtsangabe nicht, und bei der Größe hapert's wohl auch. Beim dritten Treffen hat man vorsichtige Gefühle entwickelt, und es ist wie die berümte Keule in den Hinterkopf. Ich fühle mich verarscht, auf der anderen Seite hat er sich als nett erwiesen mit vielen guten Eigenschaften. Aber ich merke, dass ich nicht wirklich Vertrauen zu ihm fassen kann.
Es ist einfach dumm und sehr kurzsichtig, zu lügen. Eine Vertrauensbasis ist so etwas gar nicht, und eine echte Partnerschaft auf Augenhöhe kann nicht entstehen.
 
  • #21
ich sehe einen entscheidenden Unterschied darin, ob jemand Profil ein wenig schwindeln, oder mir bei einem persönlichen Gespräch ins Gesicht lüget.

Über ersteres könnte ich hinwegsehen, über zweiteres nicht.
 
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  • #22
Meine letzte Freundin hatte mich durch Luegen (mir wichtige Themen) in eine Partnerschaft gelockt...ich mag es auch bisl was ueber die Vergangenheit meiner Partnerin zu wissen, da diese mehr aussagt als viele Worte...

es war anscheinend so perfekt...aber Luegen aufrecht zu erhalten ist wohl schwer und kurzsichtig...sie schaffte es nicht. Aus einer kleinen Luege wurden immer mehr und weitreichendere um nur die erste Luege aufrecht zu erhalten....es ist krank auf der Partnersuche zu luegen, da man doch einen Menschen will der einen so liebt wie man ist?!...alles verleugnen und schoenluegen verspricht doch echt nur kurzzeitigen Erfolg! also beluegen sie sich doch selbst!!...

wie oben gesagt...es steckt eine Persoenlichkeitsstruktur hinter dem Luegen die ich fuer absolut verachtenswert halte. Manche koennen halt auch nicht anders und empfinden es als "normal" oder merken es nciht einmal....da lief dann wohl was im Elternhaus falsch ...
 
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  • #23
Wie soll das denn gehen #21, dich in eine Partnerschaft "zu locken"...? Sowas hab ich ja noch nie gehört, da gehören meines Wissens nach immer zwei dazu...?
 
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  • #24
21 @ 22

"das blaue vom Himmel luegen" kann naive Menschen dazu bringen sich auf jemanden naeher einzulassen und sich zu verlieben ;O)
 
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  • #25
@#12 ***Kernpunkt ist doch der Fakt, dass jemand lügt, um Vorteile zu erlangen. Genau das wird er auch immer wieder tun.
... -- ohne echtes Schuldgefühl, vor sich selbst im Reinen, ohne Moral, ohne Anstand, ohne Konsequenzen.
Man darf Lügen niemals verzeihen, denn sonst wird man wieder angelogen. Lügner, die mit ihren Lügen durchkommen, nutzen dieses Instrument wieder und wieder. Lügner sind verachtenswerte Geschöpfe, denen man klar zeigen muss, dass Lügen nicht in Frage kommen***

Ja das stimmt aus meiner erfahrung ganz genau.
ich habe einmal die erfahrung gemacht, anfängliche kleine lügen meines partners zu entschuldigen, er hatte immer irgendeine ausrede, warum er sich wie verhalten hat ... "nicht verletzen wollen ... unbedeutend ... habe mich eben vertan" .. ich hatte sowas auch vorher noch nicht erfahren undkonnte mir nicht vorstellen, welche abgründe eines menschlichen charakterfehlers mich noch erwarten sollte

fakt war, dass sich das als lebenskonzept eines schwächlings herausstellte, der in allem und jedem jeden belogen hat (und das immer noch tut), nur um stets aus allem seine vorteile herauszuziehen und zu feige war, sich mal bestimmten dingen offen zu stellen udn fehler zuzugeben.
er hat mich mehrfach dann auch in wirklich wichtigen dingen belogen, bei problemen mit ämtern die post unterschlagen, damit ich nicht dahinter komme, er hat sich maßlos überschuldet und plötzlich stand der gerichtsvollzieher vor der tür, nachdem schon ein haftbefehl ausgestellt worden ist ... vieles habe ich dann erst spät herausgefunden und bin aus allen wolken gefallen, ich musste feststellen, dass ich mit einem eigentlich fremden zusammen lebte ... und selbst, wenn es nichts mehr zu lügen gab, weil schwarz auf weiß dokumentiert, hat er an seinen lügen feige festgehalten. charakterlich unterirdisch. eine ganz schlimme erfahrung für mich.
ich habe daher bei lügen, auch den kleinsten, keinerlei toleranz. ich erwarte von erwachsenen menschen, dass sie zu sich stehen udn zu dem was sie tun.
auf männer, die schon von anfang an lügen, um sich besser darzustellen, als sie sind oder glauben mit lügen mehr bei mir zu erreichen, sind für mich sofort indiskutabel. das spreche ich auch genau so aus.
 
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  • #26
Bei diesem Thema bin ich hin- und hergerissen. Ich, w53, habe mein Alter ehrlich angegeben. Habe ich ein Postfach? Wenn ja, merke ich es nicht wirklich. Bin attraktiv, 1,72, 59 kg. Kürzlich, bei einem Bewerbungsgespräch, erkundigte sich der Chef nach Kindern! Als ich wahheitsgemäss mit "ja" antwortete fragte er mich, wie ich bei Vollzeit die Betreuung organisiere. Erst mein Hinweis, meine Tochter sei bereits 31, also durchaus "aus dem Gröbsten" liess ihn sichtlich entspannen. (Zur Entschuldigung, der Mann hatte an dem Tag einen Bewerbermarathon). Aber wenn das kein (ungewolltes) Kompliment war. Aber bei EP bin ich wohl scheintot. Nun lese ich, dass hier fröhlich um die Wette geschummelt wird. Also mögen potentielle Partner denken, ich gehe fest auf die 60 und mich daher nicht kontaktieren? Ich bin verwirrt. Ist das hier wie "Tour-de-France" wo eh jeder dopt und der Ehrliche nicht mal ans Ziel kommt?
 
  • #27
#19: Ich finde, Du hast das wunderschön anschaulich beschrieben, was das für ein Problem das Lügen für den Lügenden selber darstellt. Diese Verunsicherungen des Belogenen sind doch sehr schwer zu löschen, es bleibt im Unterbewußtsein, und köchelt immer wieder hoch, meist dann in unpassenden Situationen. Schlicht ein schlechter Start.
Beim potenziellen Partner beim Dating hier handelt sich schließlich nicht um irgendwen, den man nie wieder sieht, sondern den Menschen, mit dem man den Rest seines Lebens glücklich seine Kartoffel schälen möchte und eventuell auch anderes. ;)
Ich mag persönlich Lügner nicht als verachtenswerte Menschen erachten, sondern sie sind vermutlich Personen, bei denen die Konsequenzen beim Aussprechen der Wahrheit als negativ wahrgenommen wurde. Ich schätze, so ein Verhalten wird zB durch strafenden Eltern anerzogen.
Na ja und zu eigenen Fehlern zu stehen, fällt mir auch nicht immer so leicht. Ich versuche mir aktuell, das Rechtfertigen abzutrainieren: Das ein Statement auch mit einem Punkt enden sollte und nicht mit einem ",aber..." .
 
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  • #28
22 @ 23: Dass ein Mann einer Frau etwas vorlügt, um seinen Vorteil zu erlangen = mit ihr ins Bett zu kommen, ist ja bekannt. Aber zu deinem Fall jetzt nochmal:

Konkret WIE schafft es bitteschön eine Frau, einen Mann so wie du schreibst mit Lügen "in eine Beziehung zu locken"?

Solange du hier so schwammig antwortest wie in #23 hege ich leider den Verdacht, dass deine Geschichte gar nicht stimmt. Auch gelogen...?
 
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  • #29
zu 26: Zu mutmassen, wo die Ursachen liegen, fällt wohl eher nicht in diesen Bereich hier. Ich für meinen Teil kann nur sagen:
Als KIND hat wohl jeder schon gelogen - ich auch. Notlügen aus Angst vor Strafe - ja klar. Lügen um seinen Vorteil zu erreichen - ist als KIND auch irgendwie normal, weil es eine "Testphase" ist.

Was du, #26 hier in puncto Erziehung ansprichst geht vermutlich in Richtung "antiautoritäre Erziehung"? So wirklich viel halte ich davon nicht - wenn meine kindlichen Lügen damals "aufgeflogen" sind, bekam ich meine Strafe von den Eltern. Das ist nur gerecht und hat mich gelehrt, NICHT zu lügen. Der Lerneffekt funktioniert ja nur durch die Angst vor Strafe - also lügt man nicht und lernt eben schon als Kind, dass es besser ist, die Wahrheit zu sagen.
Bei mir geht es sogar noch weiter: Im Erwachsenenalter wurde ich einige Male "geblufft" - innerhalb der Familie, damit das betreffende Familienmitglied seinen Willen durchsetzen konnte. Seither reagiere ich extrem allergisch auf Lügen, denn im Erwachsenenalter sollte damit endgültig Schluß sein.
Einem Kind in der Lernphase sind Lügen zu verzeihen - einem Erwachsenen nicht mehr.

Ich mag mich auch für niemanden mehr "einspannen" lassen oder "kaufen" lassen. Ich habe gelernt, meine Meinung zu vertreten. Dazu gehört, zu Fehlern zu stehen, dazu gehört aber auch, seine Meinung zu vertreten ohne Rechtfertigung.

Thema Rechtfertigung (wie #26 schreibt): Ich rechtfertige mich, wenn ich etwas getan habe, wozu ich stehe. Ich rechtfertige mich nicht, wenn ich meine, es ist sinnlos oder wenn ich erkenne, dass ich im Unrecht bin.
Im zwischenmenschlichen Bereich "Partnerschaft und Trennung" finde ich es aber ein Zeichen von menschlicher Wertschätzung dem anderen gegenüber, wenn ich mir die Mühe mache, zu erklären, warum es zur Trennung kommt/kam. Schließlich ist/war mir der Gegenüber menschlich ja einmal etwas wert. Diese manchmal vielleicht auch "unangenehme Mühe" sollte man sich dann schon machen.

Thema Lügen im allgemein gesellschaftlichen Bereich (Partnerschaft ausgenommen): Aus Gerüchten entwickeln sich nicht umsonst so häufig wahnwitzige Geschichten, weil jeder meint, noch einen kleinen Teil mehr auf die Geschichte "draufsetzen" zu können. Bis das ganze Konstrukt schließlich eine komplette Lüge ist. Betreffende Personen, die originär etwas mit der Ausgangssituation zu tun haben, werden aber nicht direkt befragt. Ein Fehler.

So, #23, wie hat dich denn deine Freundin nun in die Beziehung gelockt?
 
  • #30
#28
daß man durch Strafe lernt, ist ein weitverbreiteter Irrtum.
Man lernt durch positive Bestätigung dauerhafter und leichter.

Ein bestrafter Lügner lernt eventuell nur besser zu lügen, ob das Sinn macht?
Der perfekte Lügner lügt überhaupt nicht, sondern er hat eine sehr subjektive Wahrnehmung.
Beispiel: Der Mann, der sich, obwohl er eine 6-köpfige Familie hat, als alleinlebend bezeichnet. Vielleicht "fühlt" er sich (z.Zt.) alleinlebend? - kann sich natürlich spantan wieder ändern.

Menschen mit starkem Untergewicht empfinden sich als zu dick - ist es eine Lüge wenn sie sagen: "ich bin dick"? Andere haben 10 kg zu viel, bekommen von ihrer Umwelt aber meist die Info, daß sie attraktiv sind. Ist es dann eine Lüge, wenn sie schreiben, daß sie eine gute Figur haben?

Viele sind nicht einmal sich selbst gegenüber ehrlich - können sie so wirklich anderen die Wahrheit sagen? Sooo einfach ist die Frage " wieviel Lügerei ist verzeihlich" nicht zu beantworten. Und ich bin mir sicher, daß die wenigsten tatsächlich in einer Welt leben wollen, in der überhaupt nicht gelogen wird.