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Gast

  • #31
Frauen scheinen zu glauben, daß Männer Doppelbotschaften aussenden, ....
Menschen senden tatsächlich immer Doppelbotschaften aus, aber so kompliziert scheinen mir Frauen dann doch nicht zu sein.

Ich denke, Frauen haben ausgesprochen gute Antennen dafür welches Gefühl du mit dem Tonfall deiner Stimme und der Sprachmelodie transportierst. Deshalb ist es oft nicht ganz so wichtig was du sagst, sondern wie du es sagst. Wenn du entspannt bist und eine bewußt postitive und bejahende Einstellung zur Frau einnimmst, dann könntest du ihr auch aus dem Telefonbuch vorlesen, und sie würde von dir begeistert sein und an deinen Lippen hängen.

Ach ja, und zur Frage: Ich halte 100% Direktheit aus, aber nur wenn ich um Rat gebeten habe, denn ungebetener Ratschlag ist mehr Schlag als Rat.

m
 
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Gast

  • #32
Das hat er natürlich ganz und gar nicht. Provokationen, Blamagen, Verletzungen sind Tatbestände, keine Gefühle.

Man kann aber durchaus Gefühle zu Tatbeständen umdefinieren. Das habe ich aber weder gemeint noch geschrieben. m39
Da widerspreche ich. Was Mann als Provokation, Blamage emfpindet hat er nur alleine in der Hand. Selbst ein Versuch solche respektlosen Handlungen kann er immer noch abwenden, wenn er gesundes Selbstbewusstsein hat.

Diese negativen Handlungen lösen in uns Gefühle aus, aber wir, nur jeder für sich, hat die Macht darüber, welche Gefühle ausgelöst werden und wie man mit solchen GEfühlen umgeht.

Das ist hart und oft nicht nachvollziehbar, aber es ist logisch. Hier von Tatbeständen zu sprechen, finde ich viel zu krass.

Wenn aber was anderes gemeint ist, warum ist es dann nicht so ausgedrückt worden? Und schon sind wir wieder beim Thema, sich direkt und klar auszudrücken, damit andere Menschen einen auch richtig verstehen. Nein, ich fühle mich weder verletzt noch sonst was, sondern frage mich nur, was wirklich ausgesagt werden sollte. Bitte kläre uns auf. Danke.
w
 
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Gast

  • #33
Ich finde zu viel Direktheit ganz am Anfang gefährlich - bei beiden Geschlechtern - vor allem wenn das nur ein "Härtetest" sein soll und im Prinzip gar nichts gegen "Mehr" steht.
Wenn man jemanden noch nicht richtig kennt, wie soll man denn da wissen, ob man es nicht mit einer abgedrehten Kuh oder einem verbitterten Hammel zu tun hat oder ob derjenige nur einen schlechten Tag oder doch kein Interesse hat.
 
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  • #34
sondern klar und direkt sagen können, dass er sich freut mit ihr zu einer Geburstagsfeier zu gehen. Was sollte diese komische Verklausulierung der Botschaft?
Wieso denn, die Einladung war doch gar nicht konkret an sie gerichtet, sondern einfach als Option, daß der Mann noch jemand mitbringen darf, wenn er möchte? Das ist doch ein völlig alltäglicher Vorgang? Nur hat sie, obwohl die Worte ja an sie gerichtet waren, nicht verstanden, daß sie diese Jemandin hätte sein sollen.

Es gehört meiner Meinung nach schon viel dazu, aus einer solchen Einladung herauszudeuten, daß der Mann 1.) eine unbekannte Frau - seine Freundin - betrügt und ihr 2.) bei der Feier auch noch den Vorzug gegenüber der Angesprochenen gibt.
 
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Gast

  • #35
Wieso denn, die Einladung war doch gar nicht konkret an sie gerichtet, sondern einfach als Option, daß der Mann noch jemand mitbringen darf, wenn er möchte? Das ist doch ein völlig alltäglicher Vorgang? Nur hat sie, obwohl die Worte ja an sie gerichtet waren, nicht verstanden, daß sie diese Jemandin hätte sein sollen.
Wenn die Einladung nicht konkret an die Frau gerichtet war, warum regt sich dann Mann über die Reaktion der Frau auf? Dann hat sie doch auch entsprechend korrekt reagiert.

Merkt ihr was? Wir drehen uns im Kreis. Wer sich nicht klar ausdrückt, der bekommt auch unklare Reaktionen.

w 49
 
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  • #36
Ich mag es so direkt wie möglich. Keine Rücksicht bitte! So läuft das im Hause Dänemark. Ich z.B. hatte früher Minderwertigkeitskomplexe und dachte immer ich wäre nicht ausreichend oder würde meiner Partnerin nicht genügen usw.

Deswegen konnte ich auch nicht mit ehrlichen Äußerungen oder der Direktheit anderer umgehen, aber jemand der zu sich selbst schonungslos ehrlich ist und auch akzeptiert, dass er als Mensch nicht perfekt ist und auch nicht perfekt sein muss, dem kann Ehrlichkeit nichts anhaben. Denn meistens wissen oder erahnen wir in unserem Innern die Wahrheit. Wenn wir uns ihr öffnen, gibt es keine Angst.

Jemand der Direktheit nicht aushält, ist für mich schlicht unreif. Es sei denn die Person ist auf eine unhöfliche Art und Weise direkt und der Ton stimmt nicht. Solche Leute gibt es auch, die nutzen die Wahrheit als Waffe und wollen nur verletzen. Die sind nicht ehrlich.

Im Allgemeinen gibt es auf diese Frage allerdings keine Antwort und schon gar nicht geschlechtsspezifisch.

Gruß
m
 
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  • #37
Ich muss zugeben, wenn sie nicht eine absichtliche Verletzung ist, halten Männer viel mehr Direktheit aus. Sie werden ja auch nicht auf (zuviel) Diplomatie getrimmt wie wir Frauen schon als kleine Mädchen, und ich finde das nachahmenswert! Dazu kommt ja noch, dass Männer z.B.schon in jungen Jahren (immer noch) auf Frauen zugehen müssen und schon ungezählte Abfuhren hinter sich haben, wenn eine Frau wegen der die ersten offenen Zurückweisung entsetzt ist.
Natürlich kann es passieren, dass ein Mann eine sehr direkte Frau als wenig charmant und damit nicht "süß"empfindet in der Kennenlernphase (das brauchen viele unbedingt)-nur, mir geht das mit meinem (manchmal politisch nicht korrekten, tiefschwarzen) Humor auch so-wer das nicht aushält, passt ja nicht zu mir, und besser man findet das gleich zu Anfang heraus;)
w.
 
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  • #38
Wenn die Einladung nicht konkret an die Frau gerichtet war, warum regt sich dann Mann über die Reaktion der Frau auf? Dann hat sie doch auch entsprechend korrekt reagiert.

Merkt ihr was? Wir drehen uns im Kreis. Wer sich nicht klar ausdrückt, der bekommt auch unklare Reaktionen.
Nein. Wer sich unklar ausdrückt (was ja durchaus mal passieren kann), erlebt nur allzu oft, daß die Frau sich die negativst mögliche Deutung herauspickt, und sei sie noch so sehr an den Haaren herbeigezogen. Bei einigen kommt noch hinzu, daß sie ihm diese Interpretation noch nicht einmal vermitteln, so daß er gar nicht merkt, daß er sich mißverständlich ausgedrückt hat. Das ist ganz übles Kommunikationsverhalten und übertrifft den kleinen Fauxpas des Mannes um Welten.

Übrigens bist Du, liebe w49, das treffende Beispiel für dieses Verhalten: auch Du bestätigst, daß eine "an ihn, mit Freundin" gerichtete Einladung zu der Schlußfolgerung berechtigt, der Mann sei ein Hallodri und habe nebenbei noch eine andere Freundin.

Für einen Mann hingegen ist die Botschaft "mit Freundin" vollkommen verständlich: der Gastgeber weiß den Namen noch nicht, will aber zum Ausdruck bringen, daß sie trotzdem genauso herzlich mit eingeladen ist.

Völlig anders läge der Fall, wenn Monika zu hören bekommen hätte: "ich bin mit Erika eingeladen, soll ich zusagen?". Hier wäre ein gekränkt-enttäuschter Rückzug vollkommen verständlich.
 
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  • #39
Ich muss zugeben, wenn sie nicht eine absichtliche Verletzung ist, halten Männer viel mehr Direktheit aus. Sie werden ja auch nicht auf (zuviel) Diplomatie getrimmt wie wir Frauen schon als kleine Mädchen, und ich finde das nachahmenswert!
w.
Ich verstehe das nicht. Also sollen wir Frauen süss mit den Männern direkt reden, nur weil die Männer es nicht gelernt haben? Andererseits nehmen aber die Männer auf Frauen dann keine Rücksicht. Wie soll das passen? Ich, als Frau, kann doch von einem Mann nicht das erwarten, wozu ich selber nicht in der Lage bin. Also, das ist meine Devise.

w
 
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Gast

  • #40
Nein. Wer sich unklar ausdrückt (was ja durchaus mal passieren kann), erlebt nur allzu oft, daß die Frau sich die negativst mögliche Deutung herauspickt, und sei sie noch so sehr an den Haaren herbeigezogen. Bei einigen kommt noch hinzu, daß sie ihm diese Interpretation noch nicht einmal vermitteln, so daß er gar nicht merkt, daß er sich mißverständlich ausgedrückt hat. Das ist ganz übles Kommunikationsverhalten und übertrifft den kleinen Fauxpas des Mannes um Welten.
Warum sollte das eine Frau so ein üble Kommunikation tun, mit Absicht? Ich bitte um Erklärung, weil ich so ein Verhalten selber nicht praktiziere. Lieber frage ich nach, wenn ich mir nicht sicher bin. Das erlebe ich leider bei Männer so gut wie gar nicht. Sich dann aber zu wundern, warum Frau sie missversteht usw., ist widerrum sehr verwunderlich. Mann braucht doch nur zu fragen und schon kann man alles klären.

w
 
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Gast

  • #41
Warum sollte das eine Frau so ein üble Kommunikation tun, mit Absicht?
Von Absicht steht da ja auch nichts, es scheint sich um eine Art unbewußte Vorbeugung zu handeln nach dem Motto "wenn ich mir von vorneherein die übelste Deutung herausgreife, bleiben mir unangenehme Überraschungen erspart."

Mann braucht doch nur zu fragen und schon kann man alles klären
Ja, das wäre schön. Hier greift aber sogleich der nächste Abwehrmechanismus, nämlich: "er könnte die Panne bereits selbst bemerkt haben und mir jetzt eine Lüge auftischen, etwa daß der Gastgeber meinen Namen nicht kennt und deshalb »mit Freundin« geschrieben hat."

Deshalb verkneift sie sich jegliche sichtbare Reaktion und zieht enttäuscht die Konsequenz aus der vermeintlichen Erkenntnis, daß der Mann 1. lügt und 2. eine unbekannte Frau hintergeht. Wenn er dann verzweifelt nachfragt, was denn vorgefallen sei (für ihn war das "mit Freundin" ja klar und absolut unmißverständlich), heißt es nur "ooch, wir passen halt nicht zusammen, das ist alles".
 
  • #42
Natürlich freue ich mich über klare Ansagen! Und ich nehme für mich in Anspruch, sie auch auszuhalten. Dass ist dann einfach, wenn sie nach den gängigen Gepflogenheiten der Kommunikation stattfinden, wenn ich also ich-Botschaften bekomme statt Vorwürfe, konstruktives Feedback statt nebulösem Gejammer oder auch mal ein direktes Lob statt Kommunikation nur als Mittel für Beschwerden der Gegenseite aushalten zu müssen. "Direkt" reicht also nicht!

Dazu gibt es noch die berühmte Sache mit den "Vier Ohren" die zu kugeln ich jedem nur empfehlen kann. Beispiel gefällig?

Er sagt oder simst ihr ins Wohnzimmer (ja das funktioniert auch getextet): Das Klopapier ist alle.

Sie hört bzw. liest: Das Klopapier ist alle.
oder: Tu bitte neues hin.
oder: Nie kümmerst du dich ums Klopapier, immer muss ich alles alleine...
oder: Bin genervt, schon wieder sitz ich hilflos hier...

Wenn sie jetzt nicht das tut, was er als wichtigstes in seiner vierfachen Botschaft vermitteln wollte, haben die beiden ein Missverständnis. Noch ein Beispiel:

Sie: "Ich bin in meiner Art manchmal sehr direkt"
Was liebe Leute hört er wohl?
 
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  • #43
Um mal direkt auf die Ausgangsfrage der FS zurückzukommen:
Ich denke, du tust dir damit selbst keinen wirklichen Gefallen, denn es ist nicht authentisch. Du beschreibst dich als "sehr sanfter, zärtlicher und einfühlsamer Typ", gehst aber online mit einem HärteTEST vor. Nun ist es erstmal völlig deine Sache, was du tust und auch abhängig davon, was du für einen Typ Mann suchst.

Wenn ich mir vorstelle, wir kämen in Kontakt, dann würde ich (zärtlicher und einfühlsamer Typ) vielleicht herausbekommen wollen, ob Deine Art nur ein Schutzpanzer ist. Das ist aber zu Beginn online nur recht schwer zu bewerkstelligen und wenn sich die harte Linie fortsetzt, dann würde ich mich zurückziehen. Ich vertrage sehr viel Direktheit und Ehrlichkeit, aber auf Basis von Vertrauen und Nähe. Vielleicht suchst du gerade so einen Typ Mann, aber mit deinem Verhalten wirst du genau diesen abschrecken.

Und nicht, dass es falsch verstanden wird, "Honig-ums-Maul-schmieren" kommt bei mir auch komisch an und ich vermeide Schleimerei in frühem Stadium völlig. Wenn Frauen denken, dass sie mit vermeintlich typisch männlichem Getue erfolgreich sind ... vielleicht, aber eher nicht bei den Männern, die ihnen wirklich gut tun würden.

M51
 
  • #44
Ich bin in meiner Art manchmal sehr direkt, aber eben ehrlich. Ich mag dieses "Honig-ums-Maul-schmieren" nicht.
w/51
Oft fühlt sich der Angesprochene durch diese "Art" vor den Kopf gestoßen.
Ganz egal, ob sich das Gegenüber gekränkt fühlt, da wird mit "ich bin, wie ich bin"schon mal ordentlich verbal drauf gehauen.

Solchen Leuten bin ich auch schon begegnet, denen fehlen einfach, aufgrund ihres übersteigerten Selbstbewusstseins, die nötigen Umgangsformen. "Einfühlsam"? Nie und nimmer!

...und dann wundern sie sich, wenn sich Andere zurück ziehen.
 
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Gast

  • #45
Deshalb verkneift sie sich jegliche sichtbare Reaktion und zieht enttäuscht die Konsequenz aus der vermeintlichen Erkenntnis, daß der Mann 1. lügt und 2. eine unbekannte Frau hintergeht. Wenn er dann verzweifelt nachfragt, was denn vorgefallen sei (für ihn war das "mit Freundin" ja klar und absolut unmißverständlich), heißt es nur "ooch, wir passen halt nicht zusammen, das ist alles".
Warum Abwehrmechanismus, bist du dir da sicher, dass dem so ist?

Mir scheint, hier kommunizieren beide unlogisch. Denn wenn Mann weis, warum die Frau so reagiert, siehe Abwehrmechanismus, warum sagt er ihr das nicht, und fragt lieber verzweifelt nach?

Wenn Frau dann ehrlicher Weise dumm anwortet, dass man nicht zusammen passt, dann ist aber beiden nicht zu helfen.

Merkt ihr was? Wenn Mann unklar anfängt, reagiert Frau unklar und so kann es nur schief gehen.

Hätte Mann von Anfang an nicht in der Männersprache, sondern in der allgemein gültigen klaren Sprache gesprochen, also deutlich das sie und nicht eine wildfremde Frau gemeint ist, dann hätte Frau diese Info klar aufnehmen können und hätte weiter klar gehandelt.

Wie oft im Leben... So wie es in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus. Gilt für beide Geschlechter.

w 49
 
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Gast

  • #46
Oft fühlt sich der Angesprochene durch diese "Art" vor den Kopf gestoßen.
Ganz egal, ob sich das Gegenüber gekränkt fühlt, da wird mit "ich bin, wie ich bin"schon mal ordentlich verbal drauf gehauen.

Solchen Leuten bin ich auch schon begegnet, denen fehlen einfach, aufgrund ihres übersteigerten Selbstbewusstseins, die nötigen Umgangsformen. "Einfühlsam"? Nie und nimmer!

...und dann wundern sie sich, wenn sich Andere zurück ziehen.
Sorry, ich kann nicht nur von der Gegenseite Einfühlungsvermögen erwarten, sondern muss die selbern Erwartungen auch der anderen Seite zubilligen. Das bedeutet, auf solche direkten Menschen mit Einfühlungsvermögen reagieren und nicht wie ein kleines Kind eingeschnappt und hilflos reagieren, in dem man sich zurück zieht.
 
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Gast

  • #47
Hätte Mann von Anfang an nicht in der Männersprache, sondern in der allgemein gültigen klaren Sprache gesprochen, also deutlich das sie und nicht eine wildfremde Frau gemeint ist, dann hätte Frau diese Info klar aufnehmen können und hätte weiter klar gehandelt.
Männersprache ist eigentlich ganz einfach: was gesagt wird, ist auch gemeint.

Wenn der Mann sagt "ich bin eingeladen, mit Freundin", dann heißt das, er ist eingeladen, und seine Freundin darf mitkommen. Da steckt doch nicht eine Silbe von unbekannter dritter Person drin?! Wo kommt also die wildfremde Frau her? Natürlich aus dem Kopf der Angesprochenen. Kann der Mann das wissen? Nein, kann er nicht. Muß er auch nicht. Erwachsene Menschen sollten in der Lage sein, eine verstörende Botschaft noch einmal zu verifizieren ("hab ich das jetzt richtig verstanden, du willst mit einer anderen hingehen statt mit mir?").
 
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  • #48
Lieber frage ich nach, wenn ich mir nicht sicher bin. Das erlebe ich leider bei Männer so gut wie gar nicht.
Das scheint kein typisch männliches oder typisch weibliches Phänomen zu sein, die einen schließen ihre Lücken halt durch Schlußfolgern, und die anderen fragen noch einmal nach. Wobei es auch Menschen gibt, die offenbar bewußt Lückentext sprechen, um Rückfragen zu provozieren oder was weiß ich aus welchem Grund.

Zur Kernfrage: Direktheit ist eigentlich ganz gut auszuhalten. Verletzend wird sie erst, wenn hinzugedichtete Unterstellungen das Wortgeschoß formen. Denn dann sind es nicht mehr die Worte, die verletzen, sondern die Einschätzung der eigenen Person als jemand, der solche harten Worte verdient. Wenn etwa - um noch einmal das Freundin-Beispiel zu bemühen - eine harmlose Unklarheit in der Kommunikation sofort und ohne Rückfrage zu einer so irrwitzig-üblen Einschätzung der eigenen Person führt.
 
  • #49
Sorry, ich kann nicht nur von der Gegenseite Einfühlungsvermögen erwarten, sondern muss die selbern Erwartungen auch der anderen Seite zubilligen. Das bedeutet, auf solche direkten Menschen mit Einfühlungsvermögen reagieren und nicht wie ein kleines Kind eingeschnappt und hilflos reagieren, in dem man sich zurück zieht.
Ich denke, sowieso hat kaum jemand diese "Hoppla, jetzt komm ich"- Mentalität, wir sprechen hier von Ausnahmen. Niemand,, der distanzlos und knallhart andere Menschen verbal angeht hat es verdient, auch noch mit Feingefühl belohnt zu werden.
Mir persönlich sind solche Menschen unangenehm. Ich fühle mich dann dumm angemacht und ziehe mich lieber zurück.
 
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Gast

  • #50
in der allgemein gültigen klaren Sprache gesprochen, also deutlich das sie und nicht eine wildfremde Frau gemeint ist, dann hätte...
Versteh' ich nicht. Wenn ich zu meiner Freundin über die Person "meine Freundin" spreche, dann muß ich doch nicht noch ausschweifend anführen, daß damit keine dritte Person gemeint ist?! Ich meine, wenn etwas aussieht wie eine Ente, schwimmt wie eine Ente und schnattert wie eine Ente, kann ich normalerweise doch davon ausgehen, daß auch andere Personen dieses Etwas für eine Ente halten?
 
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Gast

  • #51
Ich meine, wenn etwas aussieht wie eine Ente, schwimmt wie eine Ente und schnattert wie eine Ente, kann ich normalerweise doch davon ausgehen, daß auch andere Personen dieses Etwas für eine Ente halten?
Das kann man nicht vergleichen, weil man zur Ente keine enge Beziehung hat.

Wir wissen ja nicht, was vorher zwischen den Beiden abgelaufen ist und warum Frau auf die "dumme" Idee kommt, vielleicht das Bauchgefühl?", dass Mann mit dem Begriff Freundin gar nicht sie meint?

Wenn Mann die Freundin schon länger kennt, bzw. Frauen kennt, dann müsste er doch wissen, dass Frauen manchmal so ticken. Von daher wäre es doch angemassen sich zu wundern, warum Mann jetzt verwundert reagiert und von der Frau angemessenes Rückfragen erwartet, ohne erstmal sich selber zu fragen, welchen Anteil er an die Geschichte hat.

Wie oft im Leben, gehören zu Missverständnissen immer Zwei.

w
 
  • #52
Versteh' ich nicht. Wenn ich zu meiner Freundin über die Person "meine Freundin" spreche, dann muß ich doch nicht noch ausschweifend anführen, daß damit keine dritte Person gemeint ist?! Ich meine, wenn etwas aussieht wie eine Ente, schwimmt wie eine Ente und schnattert wie eine Ente, kann ich normalerweise doch davon ausgehen, daß auch andere Personen dieses Etwas für eine Ente halten?
Ich übersetze das mal:

Er (zu seiner Freundin): "Ich bin mit meiner Freundin eíngeladen."
Sie: "Also mit mir, oder?"
oder:
Sie: "Also mit deiner (anderen) Freundin, oder?"

Zur zweiten Variante kommt es, wenn sich beide noch nicht gut kennen.

Männer, die in der Anfangsphase der Beziehung aus lauter Vorsicht und Herantasten und "noch nicht genau wissen ob oder ob nicht" von sich in der dritten Person sprechen, gibt es auch. Dann wird es erst mal lustig ;)
 
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  • #53
ohne erstmal sich selber zu fragen, welchen Anteil er an die Geschichte hat.
Das scheint mir ein ganz wichtiger Punkt zu sein: jemand, der etwas zu verbergen trachtet, wird sofort merken, daß er sich ein Stück weit enttarnt hat, und etwas Beruhigendes nachschieben. Die ehrliche Haut hingegen versteht es nicht und vermutet das Problem woanders, z.B. daß er sie ungewollt an eine üble Erfahrung erinnert hat.

Man hat immer irgendwie Anteil an einer Geschichte, und sei es nur, daß man halt ein Mann ist und die Frau von einem Mann verletzt und enttäuscht wurde.

Hätte die Frau es mit der Direktheit so gehalten wie die FS, wäre vielleicht etwas Verletzendes für den Mann herausgekommen, etwa "dann kann ich mir ja für diesen Tag etwas anderes vornehmen". Das wäre aber immer noch besser gewesen als das Eskalieren der gegenseitigen Mißverständnisse durch "spüren lassen", wie das so viele Frauen so gerne praktizieren.
 
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  • #54
Zur zweiten Variante kommt es, wenn sich beide noch nicht gut kennen.
Zur zweiten Variante kommt es, wenn die Frau lernen mußte, daß manche Männer auf ihre Zweigleisigkeit auch noch stolz sind nach dem Motto "heute du, und morgen wieder die andere".

Einander noch nicht so gut kennen reicht nicht, um gleich die zweite Variante zu vermuten.
Da gehört schon auch noch ein gutes Stück negative Vorprägung dazu.

Allein daß er sie fragt, ob er zusagen soll, hätte doch alle Zweifel beseitigen müssen. Denn das ist es ja gerade, was den Beginn des Zusammenseins definiert: sich gegenüber Freunden zueinander bekennen, den anderen als "mein Freund" oder "meine Freundin" vorstellen.

Wie viel Direktheit wäre denn, um beim Thema zu bleiben, angemessen gewesen? Hätte er sagen sollen: "ich möchte dich gerne meinen Freunden vorstellen"? Das tut man erst, wenn man definitiv zusammen ist und auch zusammenbleiben will. In der Kennenlernphase würde die Angesprochene sich überfahren fühlen, etwas Diplomatie war hier also durchaus angebracht. Oder etwa nicht?
 
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  • #55
Das kann man nicht vergleichen, weil man zur Ente keine enge Beziehung hat.

Wir wissen ja nicht, was vorher zwischen den Beiden abgelaufen ist und warum Frau auf die "dumme" Idee kommt, vielleicht das Bauchgefühl?", dass Mann mit dem Begriff Freundin gar nicht sie meint?

Wenn Mann die Freundin schon länger kennt, bzw. Frauen kennt, dann müsste er doch wissen, dass Frauen manchmal so ticken. Von daher wäre es doch angemassen sich zu wundern, warum Mann jetzt verwundert reagiert und von der Frau angemessenes Rückfragen erwartet, ohne erstmal sich selber zu fragen, welchen Anteil er an die Geschichte hat.

Wie oft im Leben, gehören zu Missverständnissen immer Zwei.

w
Und wieder ein Mißverständnis. Was der Ur-Schreiber mit der Ente ausdrücken wollte, ist der "Ententest" siehe wikipedia.

"Wie oft im Leben, gehören zu Missverständnissen immer Zwei": Das stimmt und mind. einer davon ist eine Frau.
 
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Gast

  • #56
Was der Ur-Schreiber mit der Ente ausdrücken wollte, ist der "Ententest" siehe wikipedia.
Der "Ententest" besagt, daß über gewisse Dinge auch ohne langes Definieren und Hinterfragen Konsens herrscht. Auf den bewußten Fall übertragen: daß der Mann mit "meine Freundin" die von ihm Angesprochene meint und nicht eine bis dato unerwähnte dritte Person, selbst wenn er dies nicht explizit ("meine Freundin, also du") hinzufügt, wie das in einer Antwort als Mangel an Klarheit reklamiert wurde.