• #1

Wieviel an Wohnkostenbeteiligung ist fair?

Ich (w,27) habe vor mit meinem Freund (30) zusammen zu ziehen. Leider sind wir uns überhaupt nicht einig wie wir die Kostenaufteilung gestalten. Wir finden keine Lösung mit der wir beide zufrieden sind, daher suche ich hier Rat.
Es ist keine Familienplanung oder sonstiges geplant. Bisher lief alles perfekt: kaum Streitereien, viel Respekt, viel Kompromissbereitschaft etc.... so wie eine Beziehung sein soll.
Allerdings finden wir keinen Nenner was die Miete betrifft.
Mein Freund hat vor vier Jahren eine Wohnung gekauft. 100m², Innenstadt (gute Lage). Geschätzter Kaufpreis von mir: ca. 350.000-400.000 € (mit Notar, Stellplatz etc... also Gesamtpreis). Einkommen von ihm ca. 2500-3000€ netto. Aktuell bezahlt er die Wohnung alleine. Seine Ex-Freundin hat bei ihm für 2 Jahre gewohnt ohne Miete zu bezahlen (also für 0 € im Monat).
Ich soll ihm jetzt 770€ zahlen:
300€ Nebenkosten
+ 980 €KM (9,80 € pro m² -> mal 100m² (Angaben sind von ihm gegoogelt: mietspiegel 2018))
+ Strom + Internet + Fernsehen etc...
+ Stellplatz
= 1540 €/Monat
-> das geteilt durch 2
= 770 €/Monat
Ich bin aktuell noch Studentin: mein Einkommen liegt bei ca. 1100 €netto/Monat.
Alle Argumentationen meinerseits, dass ich es unfair finde so viel zu bezahlen, dass ich in seine Wohnung investiere (nichts für mich sparen kann etc.), dass seine Ex nichts gezahlt hat, trifft bei Ihm nur auf Unverständnis.
Seine Argumentation: ich würde mit ihm wohnen, deshalb 50:50. Er ist mein Vermieter, also habe ich das auch so zu zahlen. Egal ob ich an ihn als Vermieter zahle oder an einen Unbekannten Vermieter. Vermieter ist Vermieter.
Aktuell zahle ich 550 € Miete. Ich sagte ich bin bereit ihm die Nebenkosten, den Stellplatz und eine Abnutzungssumme (Wohnung) von 100 € zu zahlen = 300NK/2 + 100Abnutzung + 70Stellplatz +80StromInternetSkyNetflix... = 400 €
Auf meine Rechnung sagte ich, dass ich bereit bin meine jetzigen 550€ zu bezahlen. Er ging nicht wirklich darauf ein. Die Diskussion, dass er eine super Lage hat, im zweiten Stock wohnt, sich die Miete nicht von alleine bezahlt und es egal ist ob er der Vermieter ist oder ein Unbekannter ist egal, ging weiter. Er beharrt auf die 770€.
Auf meine Aussage, dass ich mich schon gekränkt fühle, da seine Ex nichts bezahlt hat, meinte er: "sie hat damals nichts verdient und ich habe daraus gelernt und werde das nicht mehr machen"...
Jedenfalls können wir uns nicht einigen und so stur kenne ich ihn überhaupt nicht (er bezahlt sonst Kino, essen gehen etc.). Geld hat bisher nicht zu solchen Konflikten geführt. Bisher hatten wir noch nie Streit darüber und auch wenn es ums einkaufen ging zahlte mal er, mal ich. Keine "Centbeträge" die ausgeglichen werden mussten oder dergleichen. Wir waren uns da immer einig.
Ich kann das ganze nicht verstehen und frage mich ob ich vielleicht einfach falsch liege. Daher brauche ich eure Hilfe und hoffe Ihr könnt mir weiter helfen.

Ich warte auf zahlreiche Antworten :) und bedanke mich schon mal für Eure Mühe.

LG
Strawberry05
 
  • #2
Ich kann dir nicht sagen, »was angemessen« ist, aber ich würde mir selbst sagen, dass ich wohl mit einem Mann, mit dem ich hier keine lockere Einigung - mit der BEIDE gut leben können - finde, nicht zusammen ziehen würde.
 
  • #3
Wieso schreibst, unterer Bereich, dass sich die Wohnung nicht von alleine zahlt, während in einem der ersten Absätze steht, dass dein "Freund" die Wohnung gekauft hat? Wenn das Eigentumswohnung ist, gibt es keine Miete. Was ist das jetzt, hat er die gekauft oder nicht? Was will er von dir... hat ers auf Pump gekauft und will von dir, dass dich am Kreditzurückzahlen beteiligst? Ist ihm bewusst, wenn du dich beteiligst, gehört die Wohnung zum Teil auch dir und sollte es zur Trennung kommen, hat er ein Problem?
Sollte es Eigentum sein und er irgendwelche Hirngespinste (sorry anderes fällt mir dazu nicht ein) bezüglich der Miete haben... finde ich dein Angegot sehr fair... 50% Beteiligung an den Nebenkosten ist doch genug? Außerdem willst ihm ja sogar mehr geben, was hat der für ein Problem? Vergiss aber nicht, bei Eigentum fallen Instandhaltunskosten an, nicht nur "Abnutzung", ob man da pauschal pro Monat was zurücklegt, oder sich erst zu 50% beteiligt, wenn solche Kosten ersteinmal angefallen sind (z.B. neuer Heizkörper, oder neue Toilettenschüssel etc), ist eigentlich egal.
Jedenfalls, kA was der Typ hat, 50:50 ist alles schön und gut, aber jemand der soviel "Netto" hat, sollte eigentlich auch intelligent sein und somit alles in entsprechende Relationen setzen und wenn er das nicht macht, oder gar nicht kann, würde ich mir den Burschen 2x genauer ansehen, solche Probleme wird es auch später geben. Du kannst ihm natürlich immernoch sagen "770 habe ich nicht, zahle ich nicht, bleibe ich in meiner alten Wohnung".
Btw ist alles auch ein wenig anders... wenn er die Wohnung für "euch" geholt hat. Allerdings das alles ohne entsprechende Rücksprache der anfallenden und zukünftigen Kosten zu machen, ist seeeehr ....
 
  • #4
Hallo!
Das ist nicht einfach zu beantworten und ich würde versuchen das nüchtern zu sehen. 770 Euro Miete ist mit deinem Einkommen eigentlich viel zu hoch. Dein Angebot, wie bisher €550 zu zahlen, finde ich schon mal gut.

Trotzdem kann ich auch seine Position zu einem gewissen Maß nachvollziehen. Den Vergleich zur Ex solltest du vergessen. Gott sei Dank hat er daraus gelernt. In solch einem frühen Beziehungsstadium ist 50/50 vollkommen fair. Man kann die Vergleichsmiete ansetzen; sollte seine Darlehensrate jedoch geringer ausfallen, sollte er dir dann doch etwas entgegenkommen.

Du könntest ihm auch vorschlagen, zusammen eine Wohnung in deiner Preisklasse zu nehmen und seine in der Zwischenzeit zu vermieten.
 
  • #5
Liebe FS !

Das hat sich dein Freund aber fein ausgedacht.

Du sollst ihm also dabei helfen, seine Wohnung abzubezahlen, die später einmal ganz ihm gehört und im Falle einer Trennung gehst du leer aus. Bei seinem Einkommen hat er ist also nötig, auf die 770 € zu bestehen obwohl du schon bereit wärst, 550 € zu bezahlen? Er macht sich also für 220 € ins Hemd? Willst du meine ganz ehrliche Meinung wissen? Bleib du in deiner Wohnung, diese kannst du dir leisten. Allzuviel hast du ja sowieso nicht mehr zum Leben, wenn du auch noch ein wenig sparen möchtest.
 
  • #6
Grundsätzlich -
Wenn es keinen Konsens bei solchen Kernfragen gibt, dann passt für mich eine Partnerschaft nicht.

Es gibt kein Richtig / Falsch - aber ich würde mir mit einem Partner einen gut tragbaren Kompromiss suchen.
Als Vermieter / Mieter würde ich einen Partner nie sehen wollen noch gesehen werden.

Was würde ich selbst wollen?
Einen Beitrag zu den Nebenkosten, evtl. einen marginalien Beitrag zum Unterhalt.
Aber - es wäre ja Meines und nicht Unser, also verdienen am Anderen? So käme es mir vor. Oder ich würde ihn damit einen entsprechenden Anteil am Ganzen zugestehen - das möchte ich evtl. auch nicht .

Insgesamt würde ich wohl ein gemeinsames Konto vorschlagen, in das jeder nach seinen Möglichkeiten eingezahlt, und jeder behält parallel ein eigenes Konto.
Früher war es für mich selbstverständlich - Zusammenzug = feste Partnerschaft = Wir = ein Konto.
Und man teilt alles miteinander, jeder leistet, nicht nur finanziell, den Beitrag, der möglich ist - Einkommen, Hausarbeit, Alltagsorganisation - ohne Buchführung.
Dies würde ich heute wie o.g. etwas modifizieren.

Aber, diese Themen kommen hier regelmäßig, mit sehr vielen , sehr kontroversen Ansichten.

Deswegen meine Meinung, DIE Lösung gibt es nicht.
Findet sich keine Lösung, die beide akzeptieren können mit einem guten Gefühl, dann passt es nicht, und es bleibt nur die Trennung.
Oder LAT.
 
  • #7
Ich vermute mal, Du willst unbedingt zusammenziehen. Bei solchen Threads sind meist die Fragestellerinnen nur schwer bereit, das ganze Vorhaben sausen zu lassen oder zu verschieben, sie wollen, dass der Mann nachgibt oder machen eben, was er will, damit keine grundsätzliche Missstimmung in der Beziehung ist.

Hier trotzdem mein Rat: Diskutiere nicht weiter. Er hat Dir einen Deal angeboten, Du willst ihn nicht annehmen, hast Änderungsvorschläge gemacht, die für ihn nicht akzeptabel sind. Ergo verzichte drauf, zu ihm zu ziehen und sage ihm, dass Du bereit bist, die Miete zu zahlen, wenn Du zu Ende studiert hast und in etwa dasselbe verdienst wie er. So lange kannst Du Dir nur Deine Wohnung leisten. Damit wäre die Sache vom Tisch, ihr bleibt wie bislang zusammen und keiner hat ein blödes Gefühl, vom anderen übers Ohr gehauen zu werden.

Dass er nun übers Ziel hinausschießt mit seinem sturen Plan, nie wieder eine Frau mitzufinanzieren, und genau die Hälfte will von einer fiktiven Miete, ist irgendwie typisch für Menschen, die sich irgendwas krampfig geschworen haben, das nie wieder passieren darf in ihrer Beziehung. Fiktive Miete, weil Mietspiegel hin oder her, er zahlt ja keine Miete, sondern seinen Kredit, vielleicht 1000 Euro im Monat, und seine Kosten, und er hat sicher das Doppelte wie Du übrig nach Abzug der Wohnkosten.
Warum bringst Du Liebe auf einen Kostenfaktor, indem Du es mit der Ex vergleichst? Ich finde es nicht ungewöhnlich, dem Partner Mietgeld zu geben. Aber ich fänd Deine 550 da fairer.

Ich finde nicht gut, dass Du gar nicht weißt, was die Wohnung gekostet hat und was er verdient und monatlich abbezahlt. Muss er Dir nicht sagen, aber fänd ich normal, statt nur die Mietsumme auf den Tisch zu werfen und Bezahlung zu verlangen. Du bist ja kein gewöhnlicher Mieter. Das ginge doch auch gar nicht, nur ein WG-Mitbewohner könnte dort mitwohnen, denke ich mal.

dass ich in seine Wohnung investiere (nichts für mich sparen kann etc.)
Er investiert in Dein Sparen für Dich, wenn er Dir keine Miete abverlangt. Muss er auch nicht.
Finde ich auch schon grenzwertig, dass Du Dich da immer einladen lässt. Du bist doch nicht seine Tochter. Mir ist schon klar, wenn einer ausschweifenden Lebensstandard will, muss der Partner mitziehen können oder man muss ihn einladen. Aber Du klingst ein bisschen so, als würdest Du das als normal erwarten.
Wie lange seid ihr zusammen?

Also ich würde aufhören zu jammern und die Ex ins Feld zu führen, sondern sagen, mir gefällt der Deal nicht und ich komme mit dem wenigen Restgeld dann nicht klar und müsste erst mehr verdienen, also wird vorerst nicht zusammengezogen.
 
  • #8
Hallo Strawberry05,
ich finde es zwar fair, wenn Du eine gewisse "Miete" zahlst aber schließlich kannst Du nichts dafür, dass er auf 100m² lebt. Du würdest sicher auch auf 50m² mit ihm wohnen, machen viele junge Pärchen.
Deine Wohnung hat sicherlich sowas wie 30-50m² als Studentin.
Wenn man 50m² x 9,80 Euro rechnet sind das bei 50m² 490,00 Euro geteilt durch 2= 245 Euro Dein Anteil + der o.g. Kosten (1/2 von 300 NK) = 150 Euro +Internet etc.. Also + 1/2 vom Stellplatz ca. 40,00 Euro = ca. 435 Euro + Internet etc.

Also Deine bisherige Miete passt ganz gut wenn man bedenkt, dass Du nichts dafür kannst, dass er 100m² hat.
W52
 
  • #9
Letzlich müsst ihr euch einigen aber ich halte die 770 auch für stark übertrieben, zumal es seine Wohnung ist und du "keine Wahl" der Wohnung hast. Wenn ihr die Wohnung gemeinsam ausgewählt hättet und sie euch beiden gehören würde, läge der Fall anders. Als höchstes der Gefühle würde ich eine Aufteilung gemäß dem prozentualen Nettoeinkommen sehen, immerhin seid ihr ein Paar, sollte man meinen. Daher 2,5 zu 1 fände ich ok, wären für dich 450€.
 
  • #10
Ok also ich verstehe ja dass er durch die schlechten Erfahrungen vor dir gelernt hat sich nicht mehr ausnutzen zu lassen (wer weiß was sie sonst noch gemacht hat)
Aber das finde ich schon etwas heftig, da er meiner Meinung nach schon auf deine finanzielle Lage Rücksicht nehmen muss, und du ihm mit dem Angebot der 550 Euro ja schon signalisierst das du ihn nicht ausnutzt und deinen (dir möglichen) Beitrag leisten willst. Wenn du nach deinem Studium mehr verdienst kann man ja immer noch verhandeln. Und ganz erhlich bei deinem Einkommen tun 700 schon weh, das ignoriert er ja völlig. Falls ihr euch trennt und du raus musst hast du dann keine Rücklagen. Das finde ich schon unfair und sehr riskant. Klar sagt sich das jetz leicht als Aussenstehende, aber ich würde ihm sagen dass ich seine schlechten Erfahrungen respektiere, aber er mich auch verstehen müsse, dass es finanziell einfach nicht geht, und du derzeit somit eben noch ( z.B bis du besser verdienst) in deiner Whg bleibst.
Und er ist nicht dein Vermieter, sondern der Mann, der mit dir zusammenleben möchte.
 
  • #11
Hallo Strawberry05,

mache es doch nicht so kompliziert. Du willst null dazu zahlen, weil es bei seiner letzten Ex auch so war und wenn du es willst, denn da gibts nichts dran zu rütteln, sonst hättest du die null hier nicht erwähnt und über die null nicht mit deinem Freund beredet, dann zieh dein Ding durch.
Ich rate dir, sei eine der raren Frauen und stehe zu dir.
Er geht nicht auf dich ein, warum sollst du auf ihn eingehen?
Klar, kann man machen...klar, haben die meisten Paare eine Kostenaufteilung beim Zusammenwohnen, aber alles ist möglich.

Trenne dich von dem Miesepeter, konzentriere dich auf dein Studium und hab Spass dabei.
 
  • #12
Liebe Straeberry05,

als Studentin ist eine Erhöhung der Miete um 220€ echt heftig. Die Summe kannst du wirklich lieber sparen oder anderes damit machen. Seine fehlende Bereitschaft zum Kompromiss ist vermutlich in der EX-Beziehung zu sehen. Er fühlte sich ausgenommen und will diesen Fehler nicht wiederholen. Ich kann nicht nachvollziehen, warum ihm 550€ nicht reichen. Ich wäre nicht bereit, neben Umzugsstress, Umzugskosten noch zusätzlich 200€ mehr monatlich zu zahlen, weil mein Partner seine Verletzung/Kränkung nicht überwunden hat. Dann würde ich dankend aufs Zusammenziehen verzichten, auch wenn es der Anfang vom Ende sein kann. Ich würde mich veräppelt fühlen. Alles Liebe
 
  • #13
Was er mit seiner Ex gemacht hat, braucht dich nicht zu interessieren. Du bist nicht seine Ex und du weißt auch nicht, wie die Gegenleistung der Ex aussah.

Aus meiner Sicht ein schwieriges Thema. Die Verbrauchskosten würde ich ohne Frage teilen. Beim Rest würde ich mir wahrscheinlich sagen, dass ich die Wohnung und das Zimmer sowieso habe und nicht wegen dir eine größere genommen habe. Zumal hier keine Miete an jemanden bezahlt wird, sondern ein ganzer Teil der monatlichen Rate als Tilgung direkt in mein Vermögen fließt. Aber ich bin nicht dein Freund.

Zu der Frage kann man sich aber sicher auf jeden Standpunkt stellen und zu jedem Standpunkt gibt es ohne Frage auch solide Meinungen dafür (und auch dagegen).

Es gibt da ein Sprichwort "Zu gut ist liederlich" und vielleicht ist es genau das, was er mit seiner Ex erlebt hat. Allerdings würde ich meine Freundin auch nicht wie einen x-beliebigen Untermieter behandeln. Zumal es bei ihr finanziell eng ist und sie am Kauf der Wohnung nicht beteiligt oder ausschlaggebend war.

Was ich an deiner Stelle machen würde: wenn ich mich mit etwas unwohl fühle, dann mache ich es nicht. Ich würde ihm da anbieten, was ich aktuell zahle, und wenn ihm das nicht reicht, dann würde ich einfach dort nicht einziehen. Im nächsten Schritt würde ich ihm vorschlagen, eine gemeinsame (Miet-)Wohnung zu suchen, deren Kosten dann halbiert werden und er kann seine ja vermieten.
 
  • #14
Lass es sein mit dem Zusammenziehen.
Er beharrt auf seiner Position und gibt keinen Millimeter nach. So funktioniert Beziehung aber nicht.
Außerdem will er sich an dir schadlos halten, weil er seiner Meinung nach von der Ex ausgenutzt wurde. Die Mietforderungen, die er stellt, sind studentischen Verhältnissen nicht angemessen. Das bedeutet unnötigen Stress für dich, das Geld irgendwie ranzuschaffen. Toll für ihn und wenn er keine Lust mehr hat, schmeißt er dich raus. Behalte lieber deine alte Wohnung. Die kannst du dir wenigstens leisten und du kannst die Tür hinter dir zu machen.
Er soll sich eine andere Dumme suchen, die seine Wohnung abbezahlt.
 
  • #15
Ich finde alles fair zwischen halbe Nebenkosten und Zinsen über Teilung der Kosten anteilig nach Einkommen bis hin zu Deiner jetziger Miete.
Die von ihm vorgeschlagene Regelung finde ich unfair, weil Du mit Deinem Einkommen niemals eine Wohnung in der Größenordnung mieten würdest. Einen Anteil (#2) erwirbst Du rein rechtlich nicht.
 
  • #16
Hallo liebe FS, hat sich Dein Freund finanziell vielleicht etwas übernommen und reagiert deshalb so garstig? Natürlich ist der von ihm geforderte Betrag viel zu hoch, er lässt sich seine Wohnung finanzieren von Dir! Wäre interessant zu wissen, wie hoch seine monatliche Tilgung ist, aber er zahlt ja wohl nicht über 1000 Euro jeden Monat an die Bank ... Ich war noch nie in so einer Situation, denn ich würde keine fremde Wohnung finanzieren wollen. Entweder man mietet gemeinsam oder man kauft gemeinsam, meine Devise. Besitzt nur einer das Eigentum, dann halte ich das Zahlen von Nebenkosten für ausreichend, aber da denkt jeder unterschiedlich. Ich kann Dir nur raten, dieses Geld NICHT zu zahlen, denn es ist, gemessen an Deinem Einkommen, viel zu viel! Alles Gute!
 
  • #17
Hallo Strawberry,

wäret ihr eine reine Wohngemeinschaft, könnte ich seine Rechnung nachvollziehen. Halber Nutzen, halbe Kosten. Auf der anderen Seite verdient er mehr als doppelt so viel wie Du und sollte daher auch einen höheren Beitrag bezahlen. Zumal Du damit ja auch den Kredit für die Wohnung abbezahlst, der vermutlich auf seinen Namen läuft. Was hast Du denn bislang für Deine Wohnung oder Studentenwohnheim ausgegeben? Ganz mietfrei wirst Du ja auch nicht gewohnt haben. Ich fände so etwas wie Du 500 Euro und er 1000 Euro fairer im Sinne der Belastung.

Viel Glück bei der Verhandlung

Mann 46
 
  • #18
Ein weiterer Gedanke: Wenn man unbedingt eine Beteiligung möchte, dann muss man das natürlich prozentual zum Einkommen setzen und kann nicht stumpf 50:50 annehmen ... Aber irgendwie finde ich ja solche Rechner immer extrem unsexy und diese Diskussion würde bei mir eine enorme „Delle“ in der Beziehung hinterlassen!
 
  • #19
Er macht wohl Witze! Die Wohnung gehört ihm, keine Mietkosten. Auch wenn er einen Kredit abstottern muss, gehört die Wohnung dennoch irgendwann komplett ihm.
Gerecht ist die Beteilgung an den Nebenkosten, und zwar anteilsmäßig nach Einkommen. Immerhin gehts hier um Liebe und so...
Biete ihm also Deinen entsprechenden Anteil an, als entgegenkommen vielleicht einen Klacks mehr. Wenn er das nicht akzepiert, würde ich gehen. Dann würde er sein wahres, sehr unschönes Gesicht zeigen!
ErwinM, 49
 
  • #20
Ich wüde maximal die Nebenkosten bezahlen. Es ist sein und nicht Euer künftiges Eigentum und du hast noch dazu ein geringes Einkommen. Man sollte nicht vergessen, dass du jünger bist als er und du auch Sex mit ihm hast. Wenn er dafür jedes mal bezahlen müsste, wäre das für ihn noch deutlich teurer.
 
  • #21
Ich kann seine Rechnung nachvollziehen. Die Wohnung bietet bestimmt mehr Komfort als deine jetzige. Wer schöner wohnen will muß auch mehr zahlen. Ansonsten kannst du ja in deiner Wohnung bleiben bist du es dir leisten kannst. w57
 
  • #22
Finde ich auch schon grenzwertig, dass Du Dich da immer einladen lässt. Du bist doch nicht seine Tochter. M
Also bitte, ich kann diese Argumentation nicht mehr hören. Nein, sie ist nicht seine Tochter, aber sie ist Studentin und das hat er von Anfang an gewusst! Hat er eine Beziehung oder hat er ein Unternehmen gegründet und erwartet Rendite? Übrigens sogar dort dauert, bis man Erträge bekommt. Und " ich lasse mich nicht kaufen" - liebe Frauen, wenn ihr Einladungen oder Geschenke ablehnt, weil es "kostet" , dann seid ihr schon käuflich- ihr deutet an, eurer "Wert" ist zu niedrig, um das anzunehmen. Ihr setzt euch schon einen"Preis" zu.
FS, zusammen wohnen bedeutet geteilte Kosten. Wenn finanzielles Gefälle herrscht- orientiert man sich am schwächeren Part. Du kannst dir momentan keine Wohnung fur zwei Personen leisten, also orientiere dich an deiner.Hast du kein Auto, musst du kein Stellplatz bezahlen. Auf jeden Fall auch Mietvertrag aufsetzen, dass er dich nicht von heute auf morgen auf die Strass setzt. OdeOder ihr macht prozentual zum Einkommen, so wie das übrigens jedes Paar macht bei Lohngefälle.Für etwaige Fehler irgendwelcher Ex bist du nicht zuständig und ich sehe nicht ein, warum du sein Eigentum finanzieren sollst.Argument, ob er der Vermieter ist oder der andere- beim Vermieter kannst du entscheiden, wo und wie viel du zahlst. Wenn du dir die Wohnung ncht leisten kannst, suchst du eben andere. Du kannst dir die Wohnung deines Freundes nicht leisten, Punkt. Entweder akzeptiert er deine finanzielle Möglichkeiten oder du bleibst in deiner. So wie es aussieht, würde ich sogar die ganze Beziehung infrage stellen- der Umgang des Mannes mit dem Geld lässt sehr giele Rückschlüsse ziehen, Forum ist voll davon und meine Erfahrung habe ich auch gemacht.
 
  • #23
Wenn du mit dem Studium fertig bist, kannst du dieses Modell deines hoffentlich Ex-Freundes selbst zum eigenen Vermögensaufbau überdenken.
Du kaufst dir eine ETW, suchst dir einen Mann, der bei dir einzieht und monatlich 770 € bezahlt. Mit der Bank kannst du bestimmt eher nicht eine höhere monatliche Kredittilgung vereinbaren, um schneller die Schulden los zu sein, aber es ist möglich das Geld zu sparen und mit der Bank dich mit einem Schlag von den Restschulden freizukaufen.
Eigentlich eine clevere Idee, die von vielen Männern bzgl. Eigentumserwerb praktiziert wird. Die Frauen könnten doch einfach dasselbe machen.

Von daher gute Sache, dass dein Nochfreund dir diese Idee vor den Kopf knallt.
 
  • #24
Warum sollst du eigentlich den halben Stellplatz bezahlen? Steht da sein Auto drauf oder war der Stellplatz bisher ungenutzt und du kannst dein Auto dort parken?

Ich würde die Hälfte der Nebenkosten zahlen (nach Einkommen oder in Prozent) und den Stellplatz nur, wenn ich da mein Auto parken kann. Seinen Kredit kann er alleine abbezahlen.

Wenn er dem nicht zustimmt, bleibe in deiner Wohnung wohnen und schlage ihm vor, sich einen Untermieter zu suchen.
 
  • #25
Hätte er die Wohnung nicht, würdet ihr Euch eine suchen, deren Miete beide 50:50 zahlen können.

Hier gibt es die Chance nicht!

Ich finde es fair, dass jeder prozentual zu seinem Einkommen bezahl bzw Du weiterhin was Du kannst.

Ich finde ihn nicht fair und auch nicht liebevoll.
 
  • #26
Guten Morgen Liebe FS,

hier wird regelmäßig von hälftig teilen bis nur Hälfte der Nebenkosten alles vertreten.
Ich möchte mal meine Gedanken in den Raum werfen:

  • er verdient nicht schlecht, ob er nun 220 Euro mehr oder weniger hat, macht für ihn weniger aus als für dich
  • Dir dagegen werden 220 Euro mehr richtig weh tun und du wirst gucken müssen, wo du an anderer Stelle sparst bzw. ob du nicht noch einen (weiteren?) Job annehmen musst, um das finanzieren zu können
  • Du würdest dir alleine keine 770 Euro teure Wohnung suchen, weil du es dir nicht leisten kannst
  • Er rechnet zwar mit 1540 Euro Miete, seine Kreditrate ist vermutlich aber geringer. D.h. du zahlst MEHR als die Hälfte der tatsächlichen Kosten und er bereichert sich an dir
  • Er erwirbt Eigentum, du hast von den Zahlungen nichts
  • Ihr habt keine WG, er ist nicht dein Vermieter
In einer Beziehung sollte man darauf achten, dass beide gut leben können. Wenn die Beziehung nur zu deinem Nachteil ausgerichtet ist, bist du als Single besser dran. Er sollte doch auch kein Interesse daran haben, dass du am finanziellen Limit knappst und dir jede Ausgabe dreimal überlegen musst.
Häfte/Hälfte hört sich auf den ersten Blick fair an. Bei genauerem Hinsehen kann dies jedoch komplett unfair sein, nämlich gerade dann wenn ein Partner gut verdient und der andere gerade genug zum Leben hat. Hier ist es sogar so, dass die tatsächlichen Kosten wahrscheinlich niedriger sind, als seine fiktive Miete. Du würdest also mehr zahlen als er. Also 60/40 oder was auch immer zu deinen Lasten, obwohl du diejenige bist, die weniger verdient.

Ich würde daher an deiner Stelle nicht zu ihm ziehen. Wenn er die Miete allein nicht stemmen kann, soll er sich doch einen Untermieter holen. Doch das wird er nicht wollen. Du bist jedoch nicht diejenige die ihm seine teuer gekaufte Wohnung zu finanzieren hat.
Geht eure Beziehung auseinander, hat er eine ohne großen finanziellen Aufwand bezahlte Wohnung du aber nichts. Oder einigt euch auf 550 Euro die du bisher zahlst.

W32
 
  • #27
Ich habe mir das mal durchgerechnet und bei der Bewertung lasse ich auch meine persönliche Meinung mit einfließen.

Ich finde eine Spanne zwischen 400 und 500 Euro fair. Bei mehr als 500 Euro würde ich an deiner Stelle ein schlechtes Gefühl bekommen.

Die 770 Euro würde ich nur akzeptieren wenn dein Freund (mit Sicherheit bald Exfreund) vollkommen allein für die Lebensmittel (Essen/Trinken/Restaurants) aufkommt.
 
  • #28
Liebe Strawberry,
ich würde den Deal an Deiner Stelle nicht eingehen. Er hat sich die Wohnung gekauft, somit ist er für die Finanzierung verantwortlich. Wenn er Mieteinnahmen haben möchte, hätte er sich eben ein Renditeobjekt kaufen sollen. Du hast im Grunde keine Rechte an der Wohnung, er kann dich einfach vor die Tür setzen. Ergo: du hast weniger (keine) Rechte als ein Mieter.
Die Nebenkosten (bzw. in dem Falle das Wohngeld) beinhaltet schon eine Rücklage für Instandsetzungen - zumindest was das Gebäude betrifft. Wenn du hier also die Hälfte trägst, zzgl. Hälfte von Internet, Strom etc. sollte das ausreichen. Ich würde niemals für jemanden die Wohnung oder das Haus mit abbezahlen. Was ich als zweiten Punkt an seiner Rechnung ungerecht finde: Er senkt seine Kosten des Wohnens drastisch - nämlich um deinen Anteil. Du hingegen sollst noch mehr zahlen, als in deiner Mietswohnung, obwohl du wesentlich weniger verdienst als er. Für ihn ein super Deal. Wenn man zusammenzieht, sollten doch die Kosten für jeden etwas geringer werden.
Bleib bei Deinem Standpunkt, weil du dich nie damit wohl fühlen würdest, wenn du dich jetzt verbiegst. Wenn er wirklich mit dir zusammenleben möchte, dann muss er dir entgegen kommen.
 
  • #29
Wenn das Eigentumswohnung ist, gibt es keine Miete.
Du sollst ihm also dabei helfen, seine Wohnung abzubezahlen, die später einmal ganz ihm gehört und im Falle einer Trennung gehst du leer aus.
Schon beim Lesen dieser ersten Meinungen, kann ich nur den Kopf schütteln: Wieso gibt es keine »Miete«? Wieso zahlt die FS mit ihrem Zuschuss (der angemessen und ohne Streit festgelegt werden sollte) SEINE Wohnung ab?

Gehört die jetzige Wohnung, die @Strawberry05 z.Zt. bewohnt und die mit einer Miete von 550€ (warm) abgegolten wird, bei ihrem Auszug hierdurch anteilig ihr? Natürlich nicht! Auch eine Eigentumswohnung muss finanziert werden, das heißt dann eben Abzahlung einer Hypothek und nicht Miete.

Die FS kann mit dem Freund einen notariellen Vertrag abschließen, der voraussetzt, dass sie mit ins Grundbuch kommt: dann müsste sie allerdings 50% der monatlichen Hypo-Kosten und 50% der Nebenkosten (bzw. das, was vertraglich vereinbart ist) bezahlen. Bei einer Trennung würde ihr dann die Hälfte der Wohnung gehören.
 
  • #30
Das kann jeder sehen wie er will, aber eins ist sicher und auch deinem "Freund" klar: Wenn deine Angaben stimmen und du auch kein großes Vermögen besitzt, kannst du diese Mietzahlungen nicht aufbringen. Daher würde ich mir voll verschaukelt vorkommen.

Es gäbe soviele Möglichkeiten, gemeinsam eine Lösung zu finden:

Eine preiswertere, gemeinsame Wohnung. Seine hätte er vermieten können, er scheint sich ja gut auszukennen mit Mietspiegel und Kostenumlagen, wenn er auf das Geld angewiesen ist, sich übernommen hat mit der Immobilie und dem fehlenden Beitrag der Freundin.

Oder ihr hättet die übliche, vertrauens- und liebevolle Variante genommen, wenn ihr euch richtig gern habt, fest zusammenbleiben und vielleicht sogar eine Familie gründen wollt: Du ziehst bei ihm ein, beteiligst dich entsprechend deiner bisherigen Ausgaben an den Wohnkosten und zahlst später die Hälfte, wenn du mehr verdienst. Du trägst ja auch auch das einseitige Risiko, wieder ausziehen zu müssen, wenn die Beziehung in die Brüche geht und du einen neue Wohnung suchen musst.

Oder er hätte dir ehrlich sagen können, dass er nicht wirklich mit dir zusammenziehen will, warum auch immer.

Wie lange seid ihr zusammen, wer hat ernsthaft an einem Zusammenziehen Interesse gezeigt?