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Gast

  • #1

Wieso wird man meist schon beim 1.Gespräch/ E-Mail-Kontakt gefragt, wielange man schon Single ist?

Ist das tatsächlich entscheidender als sich erstmal anzuschauen bzw. herauszufinden, ob der Mensch einen überhaupt als Partner reizt? Und: Ab welcher Dauer des Single-Daseins findet ihr es merkwürdig oder gar abschreckend?
 
  • #2
Das ist der Smalltalk des Onlinedatings -- eine Frage, zu der jeder etwas sagen kann und die sogar interessant ist.

Damit schließe ich zum Beispiel Kandidaten aus, die ihre Altlasten noch nicht verarbeitet haben. Also Gespräche mit einem Mann, der erst seit 4 Wochen Single ist, tue ich mir nicht mehr an -- völlig vergebliche Liebesmühe.

Ideal finde ich etwa mindestens sechs Monate Single-Dasein ... eine Obergrenze setze ich nicht.
 
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Gast

  • #3
Außnahmsweise muss ich da Federika mal recht geben. Mich interessiert es auch, weil ich finde, dass man nach einer Trennung (bzw. Verlust des Partners) erstmal lernen sollte alleine zu leben. Nur wer alleine leben kann, kann auch mit einem Partner leben.
Ich würde für mich sagen 1 Jahr solo ist in Ordnung, 10 Jahre wären mir zu viel.
 
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Gast

  • #4
Mmh... ich frage das mittlerweile auch schon - ich habe keine Lust mehr auf einen Mann, der mir dann beim 1. Date verkündet, dass er seine Ex noch nicht vergessen hat.

Dauersingle finde ich nicht problematisch. Ich war auch mehr Single als in einer Partnerschaft und kann mir gerade da vorstellen, dass jemand sich genug ausgetobt hat um endlich eine Beziehung zu wollen.

w/32
 
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Gast

  • #5
Mich hat noch nie ein Mann beim ersten Gespräch, geschweige denn beim ersten Mailkontakt(!), gefragt wie lang ich schon Single bin.

Mich würde eine solche Frage zu einem so frühen Zeitpunkt sehr irritieren und ich empfände sie als sehr distanzlos. Ich würde sie frühestens dann für angebracht halten, wenn man sich näher gekommen ist und eine Beziehung denkbar wäre. Antwortet ihr tatsächlich beim ersten Gespräch auf eine solche Frage?

Was würde man aus der Antwort erfahren? Die letzte Beziehung kann doch auch nach einem Jahr noch unverarbeitet sein, genausogut wie man nach drei Wochen völlig frei von einem Expartner sein kann, wenn man innerlich vorher schon auf Distanz war.

Und ich wüsste nicht, wie ich auf diese Frage antworten sollte. Wohl müsste ich erst mal eine Gegenfrage stellen: was genau versteht der Fragesteller unter Singlesein? Seit wann ich von meinem Exmann getrennt bin? Seit wann ich geschieden bin? Wann ich zuletzt eine langdauernde Beziehung ohne(?)/mit(?) Zusammenleben hatte? Ab wann gilt eine Beziehung dann als Beziehung? Ist eine 8/10/12-Wochen-Beziehung schon eine Beziehung oder nur eine Affäre? Oder interessiert ihn nur wann ich zuletzt Sex hatte? Die Antworten müssten dann variieren zwischen "vor 17 Jahren" und "vor drei Tagen" :).

Karola,53
 
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  • #6
Ich halte von dieser Frage nichts, da man angelogen werden kann. Der persönliche Eindruck ist entscheidend und nicht pauschale Vorurteile.
 
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  • #7
@5 Sicher kann man lügen - aber das ist wie mit den meisten Lügen - Lügen haben kurze Beine und kommen meist eher früh als spät heraus.
Wer damit eine "Beziehung" anfängt, darf sich nicht wundern, wer dann schnell wieder alleine dasteht.

Im Übrigen kann man vor dem ersten TREFFEN mit allem Lügen. Auch mit Berufsstand, Alter, Körpergrösse, Figur... etc. p.p.

Wer übrigens grundsätzlich davon ausgeht, immer angelogen zu werden, sollte es mit der Partnersuche ohnehin lassen. Ohne eine Spur Vertrauensvorschuss funktioniert die Partnersuche nicht.

w/32
 
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  • #8
zu #1 (Frederika)
Das was du schribst, trifft nur dann zu,
wenn der derjenige auch der ist. welcher verlassen worden ist.

Ich für meine Teil habe erst vor 5 Wochen Schluss gemacht; aber jetzt geht mir super...das einzige was ich mir vorwerfe ist, dass ich es nicht schon eher getan habe (Darüber nachgedacht habe ich schon mind. ein halbes Jahr) . Ich vermisse an meiner Ex gar nichts.

Frederika, ich habe auch das Gefühl, wenn es nach dir geht, sollte Mann schon erstmal 1-2 Jahre alleine, und entsprechend schon etwas "verzweifelt", sein. Wahrscheinlich glaubst du, dass dann die Motivation besser ist, ... das sehe ich nicht so (Vor allem nicht weil sich dann ganz schnell Rituale einschleichen, vo den man dan nicht mehr wegkommt) .

Wer dann als Mann unbedingt etwas zu finden loszieht, wird (auch bei EP) gar nichts bekommen , ..... die Frauen merken das spätestens bneim Date .
Siehe Nachbar -thread "42 Dates / 42 Absagen"

m-34
 
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  • #9
an #6: bin ja eigentlich oft deiner meinung (andere threads), aber was den vertrauensvorschuss angeht, nicht.

zitiere nochmal frederika (mit der ich sonst gar nicht so sehr einer meinung bin):
"vertrauen muss man sich verdienen - blindes vertrauen ist dummheit."

ich freue mich für dich, #6, dass du entweder noch nichts wirklich drastisches erlebt hast oder es einfach leichter wegsteckst. und ich wünsche dir, dass du dir diesen zug beibehältst.

es reicht aber eine einzige, wirklich emotional tiefgehende erfahrung - dann wirst auch du deine meinung bezüglich des vertrauensvorschusses ändern, glaub mir.

w,42 - die übrigens nicht beim ersten date (egal ob www oder rl) fragt, wie lange der andere schon single ist (verarbeitungszeit ist individuell unterschiedlich ebenso kann die antwort einfach nicht die wahrheit sein)
 
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Gast

  • #10
@7
Ich hatte 5 Jahre mit mir gekämpft, bis ich endlich meinen Mann verlassen habe. Ich war ebenfalls emotional schon lange Single.
Aber trotzdem merke ich jetzt nach 2 Jahren, dass mir diese Zeit der Selbstfindung sehr gut getan hat. Ich komme jetzt sehr gut mit meinem Singledasein zurecht, ich mache alles alleine, brauche keinen Partner für die typischen "männlichen" arbeiten mehr und merke so langsam, dass ich bereit bin, etwas völlig Neues aufzubauen.
Mein Ex, obwohl verlassen, hat sich nach 2 Monaten wieder eine Partnerin gesucht. Er ist heute immer noch mit ihr zusammen, aber an seinem Leben hat sich nichts geändert, er führt das gleiche Leben weiter, nur mit einer anderen Frau und hat auch aus der Trennung nichts gelernt.
Glücklicher bin heute mit Sicherheit ich.
Auch wenn man sich trennt ist es gut, erstmal sein Leben neu zu organisieren und das dauert eben.
Eine eher verzweifelte Suche hat man im ersten Jahr, vielleicht auch nach 5-6 Jahren, das kann ich noch nicht beurteilen. Aber die "Verzweiflung" hat bei mir von Monat zu Monat nachgelassen. jetzt weiß ich, ich brauche keinen Mann - ich möchte nur Einen.

W 56
 
  • #11
@#7: Nein, Du hast meine mutmaßliche Meinung vollkommen falsch eingeschätzt. Warum schreibst Du nicht einfach Deine Meinung und begründest sie clever, anstatt fremde Meinungen fehlzuinterpretieren?

Ich bin einfach nur der Meinung, dass man seine Altlasten aufgearbeitet haben muss, und zwar insbesondere

+ emotional, d.h. man denkt an den Ex nicht mehr mit Wut, Ärger, Sehnsucht, Hass oder gar Liebe, sondern kann an den Ex mit halbwegs neutralen Gefühlen denken

+ organisatorisch, d.h. man wohnt getrennt, Güter wurden komplett aufgeteilt, finanziell ist man im Einvernehmen auseinander, keiner muss den anderen mehr kontaktieren, weil es Klärungsbedarf gäbe

Im allgemeinen dauert dies eine Zeit und wenn man diese Altlasten nicht erledigt hat, dann belastet das eine neue Partnerschaft ganz erheblich und kann die tolle Phase der Verliebtheit beschweren.

Ein Mensch kommt nur dann als Partner in Frage, wenn er innerlich wie äußerlich frei ist und sich auch so fühlt. Darum geht es beii Altlasten.
 
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  • #12
zu #10 und #9
Ich hatte meine Meinung auch vertreten und zwar dahingehend,
das Mann nicht zu lange mit einer neuen Suche nach einer neuen Partnerin warten sollte, weil sich sonst gewisse Lebensgewohnheiten einschleichen (gerade wenn der Mann eher der Typ "Einzelgänger " ist) und schnell zum Bittsteller in Sachen Beziehung wird.
Das sollte nicht passieren, weil dann nichts mehr passiert.

Im Übrigen sage ich auch, dass #9 zwar nicht unrecht hat, wenn aber man sich in der der "Selbstfindungsphase" (und sei es, dass die noch nicht angefangen hat) verliebt; was sollte man schon anderes tun, als das zu geniessen. Das mache ich gerade.

Und, ( #9) ging es dir nicht auch so, das du nach dem Tag nach der Trennung das Gefühl hattest, ein neuer Mensch zu sein...mir jedenfalls ging es so.
 
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  • #13
@ 11

Warum sollte ein Mann vom Typ "Einzelgänger" nach einer gewissen Zeit zum Bittsteller werden?
Könntest Du mir das erklären?

M,49
 
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  • #14
#8 an #11: deine einstellung ist legitim, solange du es deinem kontakt vorher sagst, dass du noch in der selbstfindungsphase bist. dann kann sich dein kontakt darauf einstellen, ob er sich mit dir einlassen möchte oder lieber nicht.

weiss deine partnerin das? du solltest es ihr sagen. andernfalls entmündigst du sie, indem du sie vor vollendete tatsachen stellst, die sie so zu akzeptieren hat - und dabei vielleicht von falschen vorstellungen ausgeht. das wäre extrem unfair ihr gegenüber.

w,42 wiedermal.
 
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  • #15
Ich finde diese Frage völlig normal und legitim. Wo liegt das Problem? Es ist eindeutig, dass wir alle Single sind und dann zu fragen, wie lange schon, ist doch völlig in Ordnung. Wenn man erfährt, dass jemand eine Beziehung hat, möchte man ja auch gerne wissen, seit wann. Ist doch ganz natürlich und dient der persönlichen Einordnung.

Bei er ersten Mail finde ich es nicht angemessen, aber nach ein paar Mails schon. Wenn die Frage ein Problem darstellt, würde ich mir Gedanken machen. Ein Mann, der erst ein paar Monate Single ist, kommt für mich nicht in Frage. Da ist mir die Gefahr zu groß, dass er noch an seiner Ex hängt.
 
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Gast

  • #16
FS: Nun ja, ich selbst bin schon sehr lange solo, erst gewollt und dann eher unfreiwillig, weil sich der Mann, mit dem ich zusammen sein wollen würde, nicht gefunden hat.
Beim Kennenlernen von "Kandidaten" habe ich dann aber relativ häufig die Erfahrung gemacht, dass man gleich als "gestört", "beziehungsunfähig" oder gar als "Rudis Resterampe" abgestempelt wird, wenn man offen zugibt, dass man schon seit 3-4 Jahren keine enge Beziehung mehr hatte (so 8-10 Wochen Geplänkel gelten für mich nicht als ernstzunehmende Beziehung). Die Herren sagen es zwar nicht so direkt, aber man merkt ihre Irritation bzw. Abneigung dann ziemlich deutlich an der Körpersprache.
Muss ich jetzt tatsächlich so kurze Geplänkel als "Beziehung" verkaufen, nur damit sich diese Frage nicht negativ auf das weitere Kennenlernen auswirken?