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  • #1

Wieso macht er für die Neue das, was die Ex immer wollte?

In meinem Bekanntenkreis gab's zuletzt ein paar ähnliche Fälle: Sie wollte immer ein Kind, er wollte keines oder viel, viel später irgendwann - die neue Freundin ist nach einem halben Jahr schon schwanger. Anderes Beispiel: Er ist begeisterter Fußballer, trainiert 3 x/Woche und hat jedes Wochenende Match (Training und Match noch dazu in einer anderen Stadt) - seine Ex-Freundin litt 2 Jahre darunter, versuchte immer, ihn dazu zu überreden, das einzuschränken oder aufzugeben oder wenigstens alle paar Wochen mal ein Wochenende frei zu halten - erfolglos. Jetzt hat er eine neue Freundin - und schon nach ein paar Monaten ist er bereit das Fußballspielen aufzugeben. Oder: Er wollte ein Haus neben seinen Eltern bauen, sie wollte das absolut nicht - mit der neuen Freundin baut er jetzt doch ganz woanders. Woran liegt das? Warum sind in der neuen Beziehung Sachen möglich, die vorher partout nicht möglich waren?
 
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  • #2
Weil die alte Beziehung nie die richtige war und in der neuen plötzlich alles passt.
Ich bin zwar eine Frau, aber bei meinem Ex war ich mir immer sicher, dass die Karriere das Wichtigste ist und die Beziehung und Familiengründung zurückstehen müssen. In meiner neuen Partnerschaft hat sich meine Ansicht plötzlich völlig gewandelt und ich bin jetzt bereits nach einem Jahr schwanger, obwohl das beruflich sehr negative Auswirkungen hat.
Manchmal ist man sich einfach sicher, dass das der/die Richtige ist und und man alles für denjenigen tun würde.
w, 29
 
  • #3
<- mod >
Mit der Ex verspürte er keine Liebe, dann macht man nichts und hört auch nicht auf sie! Wenn der/die im Leben kommt, dass es total passt, dann laufen eben alle Programme. m
 
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  • #4
Das ist ein Klassiker. Selbst schon erlebt, im Umfeld unzählige Male beobachtet.

Vielleicht haben die Männer und Frauen einfach gelernt und wollen die Fehler nicht wiederholen, an denen schon einmal eine Partnerschaft gescheitert ist.
Oder sie haben jetzt endlich die Richtige oder den Richtigen gefunden, und das eine oder andere Opfer fällt ihnen nun leicht.
 
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  • #5
Die neue Frau ist die richtige und es ist "Liebe" im Spiel!

m31
 
  • #6
Ich sehe zwei entscheidende Punkte:

Erstens ist man nur dann zu echten Zugeständnissen und Kompromissen bereit, wenn man den Partner wirklich liebt; wenn er sich absolut wie der Richtige anfühlt. Das wird möglicherweise in den früheren Beziehungen nicht der Fall gewesen sein, in der aktuellen dann eben schon.

Zweitens entwickeln sich Menschen weiter und erkennen, welche destruktiven Handlungsweisen zum Scheitern einer Beziehung geführt haben. Sie werden im Idealfall klüger, kompromissbereiter und setzen ihre Prioritäten geschickter. Gilt leider wahrlich nicht für alle, aber möglicherweise für einige der Fälle, von denen hier die Rede ist.

Als Nebenpunkt sehe ich noch den Aspekt, dass sich gewisse Streitpunkte in Beziehungen einfach destruktiv manifestieren. Gerade Dinge, über die man sich schon recht früh streitet oder eine stark abweichende Anfangsmeinung hatte, sind besonders schwer aufzugeben. Wer schon früh eine unterschiedliche Meinung zu Kinderwunsch oder Hausbauplatz hatte, rückt davon ungerne ab, würde sich fast wie der Verlierer fühlen. Gerade solche Dinge sollte man daher nicht zu sehr umkämpfen, sondern versuchen, auf diplomatische und zuneigungsbasierte Art Schritt für Schritt zu umreißen und zu lösen. Soll heißen: Wenn das Haus ohnehin noch nicht in den nächsten zwei Jahren gebaut werden soll, dann nicht über Bauplätze streiten, sondern sich positiv zum prinzipiellen gemeinsamen Hausbau äußern und schauen, ob man bezüglich Stil, Größe, Art einen gemeinsamen Nenner finden würde.

So oder so bleibe ich dabei: Ganz oft ist es einfach nicht der Richtige, wenn es an solchen Details scheitert.
 
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  • #7
Ich kenne auch zig solcher Fälle.
Meist der Klassiker, sie wünscht sich Familie, er zieht es um Jahre hinaus, sie wartet.
Dann lernt er eine Neue kennen und nach 6 Monaten ist sie schwanger, es wird geheiratet und nach 1 Jahr schiebt er stolz den Kinderwagen durch die Stadt.

Ich denke, wenn es Liebe ist, dann ist alles möglich!!!

Ist mir leider auch schon passiert! Ich wünschte mir nichts sehnlicher als mit ihm zusammen zu ziehen, er druckste fast 2 Jahre herum, bis ich durch Zufall ein Telefonat mit seiner Schwester mitgehört hatte als er ihr sagte:" mit XX kann ich es mir nicht vorstellen Tag und Nacht gemeinsam zu verbringen, jeden einzelnen Tag. Ich liebe sie zwar, aber es ist nicht dieselbe Liebe wie zuvor bei: YY".
Das war so ziemlich das Schlimmste, was mir passiert war. Ich habe die Beziehung nach 3 Jahren umgehend beendet! Vermutlich lebt er jetzt mit meiner Nachfolgerin zusammen oder mit YY - aber ich will es gar nicht mehr wissen!
w.
 
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  • #8
Das erinnert mich an den Fall Oliver Pocher. Seine Ex-Freundin Monica Ivancan wollte Hochzeit und Kinder, er nicht. Mit Alessandra Meyer-Wölden ist er inzwischen verheiratet und hat 3 Kinder mit ihr. Das ist ganz schön heftig für die Verflossene.

Für mich war das auch ein Stich ins Herz, als ich gesehen habe was mein Ex für meine Nachfolgerin alles getan hat... nämlich genau das, was er für mich nicht tun wollte.
 
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  • #9
Ich kann mir auch vorstellen, dass nicht nur der "richtige" Mensch sondern auch der "richtige" Zeitpunkt eine Rolle spielt; wie so oft im Leben. ;-)

w/50
 
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  • #10
ich kenne das auch. mein partner geht gerne mit mir in die stadt, wir gehen oft schwimmen oder laufen eine runde durch den wald, kochen gern zusammen etc.

seine tochter (29) ist aus allen wolken gefallen. DAS macht papa mit DIR?! mit seiner ex hat er sowas nicht gemacht.

nun dachte ich: der arme kerl macht das nur um mir einen gefallen zu tun und hat in wirklichkeit keine lust dazu. also sprach ich ihn an. ER: mit DIR macht es spass. mit DIR kann ich leben. DU bist die richtig

tja...dann ist es wohl so
 
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  • #11
In meiner aktuellen Beziehung lebe ich im Schatten der Ex!
Mit ihr hat er all die spannenden und interessanten Unternehmungen gemacht und mit mir sitzt er am liebsten zu Hause auf dem Sofa!
Mit ihr ist er Tanzen gewesen, im Konzert, im Theater.
Mit mir war er in 2 Jahren noch nicht ein einziges mal im Theater, oder Tanzen oder in der Oper!
Mit ihr war er auf großen Events unterwegs, hat sie wichtigen Geschäftspartnern vorgestellt.
Mich hält er diesbezüglich immer hin.
Sie hat Schluss gemacht und mich hat er nur 3 Monate später kennengelernt.
Ich fühle mich wie seine Schattenfrau!
Fühlt sich jedenfalls genauso schlimm an, als zu wissen, er macht all die interessanten Dinge mit der Nachfolgerin.
Die "Pocher Story" finde ich genauso bemerkenswert!
Scheinbar hängt es wirklich vom Grad der Gefühle ab, wie viel man in seine Beziehung investiert!
w.
 
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  • #12
Ich glaube, dass hängt absolut nicht mit "die Neue wird eben mehr geliebt" usw. zusammen.

Zunächst denke ich mal, dass jedem ohnehin klar ist, was an seinen Gewohnheiten dem Partner nicht schmeckt (du redest zuwenig mit mir, du verbringst deine Zeit lieber mit Freunden, du bist nie da, etc.).

Aber warum sollte man das ändern, wenn ansonsten alles gleich bleibt? Wozu? Das wäre doch viel zu mühselig.

Ganz anders verhält es sich, wenn der Kerl (oder die Frau) sein Leben durch die Trennung ändert und sich dadurch ohnehin schon inmitten eines Veränderungsprozesses befindet. Denn dann fällt es ihm oder ihr eben wesentlich leichter, Gewohnheiten abzuschütteln.

Die Frage ist halt nur: Wie lange bleibt eine potenzielle und langjährige couch-potatoe so wahnsinnig aktiv, wie er es seit seiner neuen Liebe ist....
 
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  • #13
Ich habe diese Erfahrung auch gemacht und mir diese Frage gestellt. Ich sehe es jedoch ein wenig anders. Die "Neue" wird nicht "so" geliebt. Und man möchte die Erfahrung nicht nochmal machen, alleine zu sein. Deswegen hat man emotional auch ein "wenig" Abstand zu der Neuen (lässt sich nicht mehr so tief ein bzw hat nicht mehr so hohe Erwartungen an sie) Man liebt sie, jedoch anders. Am Anfang macht man die Veränderungen, (wie Gast, gestern 16:39 schön beschreibt) doch nach einer gewissen Zeit lebt man auch nur "diese" Veränderung weiter. Es kommt da also nichts neues dazu und man befindet sich eigentlich wieder im "alten Trott".
 
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  • #14
Das kenn ich auch. Mein Ex, mit dem ich 5 Jahre zusammen war, wollte keine gemeinsame Wohnung, obwohl wir fast jede Nacht zusammen verbracht haben, aber immer mit Reisetasche im Gepäck. Kinder wollte er erst in gefühlten 100 Jahren. Dann kam die Trennung und er ist mit seiner neuen Freundin sehr schnell zusammen gezogen und dachte, dass er diese Frau heiraten würde und sie die Mutter seiner Kinder werde, die Namen standen schon fest. Dann nach nur einigen Monaten in der gemeinsamen Wohnung hat er gemerkt, dass sie doch nicht die Richtige ist und wollte mich zurück, weil sie es nur gemütlich mochte, Sport, sogar Spazierengehen ablehnte, nicht kulturell interessiert ist, an sozialen Kontakten auf einmal nicht mehr interessiert war etc... Nun möchte er mich zurück, denn mit mir konnte er all dies haben. Manchmal weiss man es nicht zu schätzen, für mich gibt es aber kein Zurück! So kann es auch gehen.
 
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  • #15
Ja, es wäre mal interessant, die "Betreffenden" selbst zu fragen: War es mit der Frau nicht möglich, oder bist Du Dir selbst im Weg gestanden und willst nicht wieder scheitern (was dann irgendwie tröstlich für die Verlassene ist)?

Und die allerwichtigste Frage: Wie würdest Du entscheiden, wenn Du nochmal in derselben Situation mit dem gleichen Menschen wärst?
 
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  • #16
Du hast einfach den falschen Zeitpunkt im Leben des Mannes erwischt.
Es hat nichts mir Dir zu tun.
Der man hat eure Beziehung nutzen können um wie abgelegter Käse im Regal die Reife zu erlangen.Die Nachfolgerin kriegt jetzt den "Richtigen" und höhnt auch noch du wärst halt nicht die Richtige gewesen. Aus ihrer Sicht muss sie das annehmen.
Denk dir einfach: der Teufel mag sich drum scheren, mir ist es egal was
der jetzt mit wem anstellt, baut oder zeugt.
Gratuliere dir täglich dass du ihn los bist.
 
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  • #17
Der Thread ist zwar schon steinalt, weil aus 2012, die Problematik aber natürlich trotzdem immer hochaktuell.

Die Erfahrung, das der oder die Next ohne Mühe alles das bekommt, was man selbst in der zerbrochenen Beziehung schmerzlich entbehrt hat, durften wohl die meisten schon mal gemacht haben.
Allerdings sage ich mir ganz oft, dass das zwar auch Liebe ist, aber eben anders. Es ist ja auch ein anderer Mensch im Spiel.

Und natürlich will der/die Ex mit der/dem Next nicht die gleichen Fehler machen wie in der vergangenen Beziehung.

Aber...

Merke:

Dafür macht er andere, die ebenso gravierend sind.
Auch das habe ich immer wieder beobachtet. Alles eine Frage der Zeit.

Einer meiner Davongegangenen hat seinerzeit nach mir mit der Next auch all das gemacht, was wir zusammen nicht auf die Reihe gekriegt haben inklusive Hochzeit und Kindern.
Tja, das Leben ist kein Ponyhof, die Next ging nach über 10 Jahren fremd und inzwischen lebt man in Scheidung.
Klar, die alten Fehler mit mir haben sich nicht widerholt, aber dafür gab es halt andere Defizite.

Man muss sich trotz Gram und Missmut klarmachen, dass der/die Verflossene eben nicht mehr der oder die Richtige war...

w
 
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  • #18
Häufig ist das wohl die Verblendung durch die Verliebheit und es endet dann meist im Scheitern der Beziehung.
Bei meiner ersten Beziehung sprachen wir auch öfter über Kinder, fühlten uns aber zu jung und verschoben es immer wieder. Bei meiner weiten Beziehung wäre ich anfangs sofort dazu bereit gewesen, zum Glück dachte ich aber noch etwas nach, denn nach der ersten Phase war es dann plötzlich nicht mehr so toll. Man ist eben wie im Rausch.
Wenn es Dinge wie Hochzeit sind, die immer wieder aus merkwürdigen Gründen nach hinten verschoben werden sollte man allerdigns mal nachhaken, wie der andere über die Beziehung wirklich denkt und fühlt.

Was ich häufig gesehen habe, ist dass nach ein paar Monaten schon Kinder da waren und das geht einfach zu schnell, das war dann wirklich nicht geplant.
 
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  • #19
Als Übergangsfrau war ich häufig dem Thema Vorgängerin ausgesetzt und lebte in ihrem Schatten. Durch Eifersucht - sie ließen nicht voneinander - zerbrach alles und er ließ mich ziemlich rücksichtslos fallen und suchte bald nach der Nächsten.

Mit der Nächsten gab es aus dem selben Grund wieder Streit. Jedoch im Gegensatz zu meinem Fall, hat er sie nicht davonkommen lassen. Seitdem sind die beiden dauerhaft miteinander glücklich, bis jetzt zumindest.

Als Übergangsfrau habe ich ihm unfreiwillig dabei geholfen, sein Verhältnis mit der Vorgängerin aufzuarbeiten und sich von ihr zu lösen. Das ging nur über eine neue Beziehung, die beendet wurde nachdem sie diesen Zweck erfüllte. Bei mir hat er wieder genug Selbstvertrauen gefasst für eine neue Liebe, die ich zwangsläufig nicht werden konnte. In Zukunft werde ich besser darauf achten, keine Übergangslösung für einen Mann zu sein.
 
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  • #20
-persönliche Weiterentwicklung
-die Ex hat die Kniffe halt besser raus, wie man einen Mann zu was bringt.

Eine Ex, die nur jammert, hat keine Zeit, Veränderung zu bewirken. Erwiesenermaßen bewirkt rumheulen über die eigene Situation nichts. Wenn man schon 2 Jahre einen untauglichen Partner hat, der scheinbar nichts auf die Reihe bekommt oder sich gegen einen stellt, dann trennt man sich lieber - nur so können beide aus der Situation lernen und sich weiterentwickeln und ein Bewußtsein für Besserung entwickeln.
 
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  • #21
Obwohl der Thread steinalt ist, habe ich gestern einen guten Spruch dazu gehört.
"Es gibt Frauen, die können "das Beste" aus einem Mann raus holen,
und es gibt Frauen, die das nicht können."

Mein Ex-Schwager war immer einer, der sich von Frauen nichts hat "einreden" lassen.
Jetzt hat er eine viel ältere Frau, die von morgens bis abends an ihm klettet, und ihre Lebensumstände hätte er früher nie akzeptiert. Als hätte ihm die Frau eine Gehirnwäsche verpasst.
Sie bestimmt alles.
Ich gebe keinen Pfifferling auf diese Beziehung, denn ich glaube nicht, dass man(n) sich auf Dauer für eine Frau so manipulieren lassen und verbiegen kann.
...oder doch?!
 
  • #22
Ich gebe keinen Pfifferling auf diese Beziehung, denn ich glaube nicht, dass man(n) sich auf Dauer für eine Frau so manipulieren lassen und verbiegen kann.

Jaaaaa, Danke dafür. Mann kann schon, nur führt das zur Verkrümmung, Rückenschmerzen und Endeffekt zum Verlust des Respekts der Frau. Der Typ Frau die Dressieren will ist immer von der Aufgabe fasziniert, glückt die Dressur wirds langweilig und Frau braucht ein neues Projekt.

"Es gibt Frauen, die können "das Beste" aus einem Mann raus holen,
Um diese Sorte ´gehts, das Beste holen Sie dann vor allem bei der Scheidung raus.

Also ich persönlich finde es ziemlich unschön für eine Frau seine Leidenschaften aufzugeben (wie das Beispiels des Fussballers), Das macht den Kerl ja aus und ich hör schon das lamento über die Wampe die nach ein paar Jähren dann kommt.
Was anderes ist es mit dem Kinderwunsch- das hat schlicht etwas mit einer Lebensphase zu tun und dass Mann es sich halt gut überlegt mit wem er eine Familie gründen will. DAS ist in der Tat auch ein vertrauensthema.
 
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  • #23
Ich würde eher sagen, dass man in einer neuen Beziehung vieles mehr zu schätzen weiss, weil man aus der alten Beziehung gelernt hat...
 
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  • #24
Also dieser Thread ist zwar schon alt aber ich musste trotzdem antworten. Ich war nämlich auch mal die "Neue" bei der "alles klappt". Mein Ex machte mit mir all die Dinge die seine Ex-Freundinnen immer gerne gemacht hätten (Punkte die teilweise zum Scheitern der Beziehung geführt hatten): auf einmal wurden grosse Reisen unternommen und Kinder geplant (kam Gott sei Dank nicht dazu), der ewige Lebemann wurde solide, clean und auf die Spur gebracht. Ich hatte und habe immer noch Kontakt zu einigen seiner ex-Freundinnen, daher wusste ich das. Lustigerweise verliess er mich nach 4 Jahren für eine andere, mit der er jetzt Dinge macht, die er mit mir nie gemacht hätte (ins Fitnessstudio gehen, einen Fiffi-Hund anschaffen, etc). Ich glaube bei manchen gilt das Prinzip "neue Besen kehren gut", die Neue ist immer die ganz grosse Liebe und man ändert XY für sie und dann ist es doch wieder fad und man sucht sich was Neues. Denkt Euch nix Mädels, bei der Neuen kommt auch irgendwann das böse Ende!
 
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  • #25
Manchmal sind es auch total belanglose Gründe; wenn Mann plötzlich für ein weiteres Kind Unterhalt zahlen muss, was gibt es da Bequemeres, gleich die Neue bei sich einziehen zu lassen..Geld sparen...Belanglos halt!
 
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  • #26
Es ist Unreife. Man entwickelt sich eben weiter in neuen Beziehungen. Gott sei Dank. Liebe zu leugnen finde ich kindisch. Eine langjährige Beziehung führt man gewiss nicht zum Spaß oder ohne Zuneigung, auch Männer nicht. Gerade Männer heulen auffällig häufig einer langjährigen Ex-Freundin hinterher, und sind um Jahre gefrustet oder für immer verstört. Das zeigt, wie schwächlich das männliche Gemüt eigentlich innen drin ist. Während Frauen sich in der Regel sofort einen neuen suchen. Frauen schließen nach einer Trennung meist sofort ab, immerhin haben sie in der Beziehung lang genug gelitten und damit Zeit verschwenden.
Bei mir war das auch so

Ich bin froh, dass mein Ex heute bei einer ist, die ihm die Leviten liest. Sie ist jünger als ist, aber hat es faustdick hinter den Ohren und ist nicht so naiv wie ich es früher war. Das freut mich. Ich weiss auch, dass mein Ex viel über unser Scheitern nachgedacht hat und er hat auch bekennend zugegeben, dass er einfach dumm und unreif damals war. Heute ist er schlauer und ich hoffe, er ändert sich bei sei seinen zukünftigen Frauen, weil ein Mann, der einfach nichts dazu lernt, ist kaum zu ertragen. Nicht mal von der Entfernung.
 
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  • #27
Um es etwas platt - dafür prägnant - auszudrücken ...
Die Neue hat lieb darum gebeten (vielleicht sogar etwas als "Ausgleich" angeboten), während die Ex damit nur rumgenervt (vielleicht sogar rumgezickt) hat.
 
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  • #28
Irgendwer hat schon geschrieben, daß mit einem neuen Partner ggf. auch neue Lebensumstände dazukommen. Kann ich nur bestätigen.
Bis Mitte zwanzig hatte ich einen sehr unselbstständigen Freund. Er war nur noch formal immatrikuliert, spielte tagsüber XBox und abends kellnerte er in einer Kneipe, was ich ihm selbst vermittelt hatte. Zusammenziehen und Kinderkriegen waren mal mehr mal weniger subtile Streitpunkte zwischen uns. Er wollte, ich nicht. Da war ich kompromißlos.

Ein Jahr nach der Trennung von ihm, lernte ich meinen Mann kennen. Älter als ich, voll im Leben. Für ihn zog ich bereits nach neun Monaten 300km weit weg. Ein Jahr später zogen wir zusammen. Noch ein Jahr später haben wir geheiratet. Kinder wünschen wir uns beide in naher Zukunft.

Ich hab erst später verstanden, daß mein Ex nicht der richtige war und die Zeit auch nicht. Es sagt einem leider keiner, wie es sich richtig anfühlt. Das weiß man erst, wenns soweit ist.

In der Kategorie Mittvierziger-macht-Endzwanzigerin-ein-Kind-auf-die-Schnelle-obwohl-er-die-Ex-bis-zur-Menopause-hat-warten-lassen seh ich da allerdings eher Torschlusspanik und Angst vorm Älterwerden.
 
  • #29
Woran liegt das? Warum sind in der neuen Beziehung Sachen möglich, die vorher partout nicht möglich waren?

1.Trotz - der alten Beziehung eins auswischen. Nach dem Motto "Siehste woll". Während innerhalb der Beziehung ebenfalls das Thema "Trotz" bestand. EInfach deshalb nicht machen WEIL es der Partner gerne möchte, so die "Macht" in der Hand behalten weil man dem Partner etwas vorenthält.
2. Lange Leitung.
3. Nicht das Thema um das es ging - das der/die andere gerne wollte - wurde überdacht, sondern wenn es jemand zweites sagt, scheint es wohl so zu sein - man beugt sich der Übermacht aber nicht dem eigentlichen Argument. Erst steter Tropfen höhlt den Stein ...

Im Prinzip profitieren viele nachfolgende Partner von guter Vorarbeit der vorherigen Beziehung, andersherum aber ebenfalls ist es nicht selten so, dass die Nachfolgerin NICHTS mehr erhält dass die Vorgängerin erhalten hat die es nicht wert war (mag sein dass das auf Frauen auch zutrifft, ich stelle nur fest dass Männer da oft einfach gestrickt sind). Einfach weil der Gute über lange Zeit negativ konditioniert wurde und dann irgendwann rückschließt "wenn ich dieses und jenes mache und kriege keine "Belohnung", dann mach ich es ín Zukunft nicht mehr, hat ja in der (alten) Beziehung nichts gebracht".
 
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  • #30
Ich erlebe das gerade hautnah.

Die Ex hat über Jahre gekämpft, damit er sich beruflich einschränkt und mehr Zeit für sie nimmt. Es gab ständig heftige Streits deswegen bis zur Trennung.

Mich hat es nie gestört, ich hab Familie und Freunde, weiss mich zu beschäftigen. Und wie von Zauberhand hat er gar nicht mehr dies starke Bedürfnis nur für die Arbeit zu leben.

Druck erzeugt eben nur Gegendruck. Menschen lassen sich ungern einen fremden Willen aufzwingen. Und wer will schon immer wieder über den gleichen Quark diskutieren? Niemand. Das Thema wird zum roten Tuch und die Fronten verhärten sich.

Wenn er nicht will, dann loslassen.
 
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