• #1

Wieder bei meinem Freund einziehen?

Hallo zusammen

Ich bin seit über 2 Jahren mit meinem Freund zusammen und wir sind relativ schnell zusammengezogen. Ich zu ihm in sein Haus. Am Anfang war alles perfekt. Wir verstanden uns sehr gut und seine Familie war toll. Jedoch änderte sich dies rasch, denn seine Familie wollte ständig beisammen sein. Am Wochenende auf einen Kaffee, zu den Feiertagen, unter der Woche usw. Alles gut und schön, aber ich bin das nicht gewohnt und seine Mutter legte mir öfters nahe, seine Schwester überallhin mitzunehmen. Also, mein Freund und ich etwas unternehmen wollten, hieß es, wir sollen doch seine Schwester auch mitnehmen. Sie kamen auch öfters umangeldet vorbei, nach dem Motto wir waren grade in der Nähe usw. Wenn man einmal etwas vorhatte und nicht kommen konnte, waren sie beleidigt. Sie planten Ausflüge gemeinsam, ja sogar Urlaub wollte die ganze Familie machen. Es gab dann in weiterer Folge immer wieder Gespräche mit seiner Mutter, da ich mich etwas dsitanzierte, da mir dies zu viel wurde. Wir hatten ja im Prinzip kein Privatleben. Denn sie rief ja ständig an, um zu fragen, ob wir auf einen Kaffee kommen könnten.
Ich habe seiner Mutter dann in einem weiteren Gespräch erklärt, dass mir dies zuviel wird und ich auch mit meinem Freund und meiner Tochter alleine Zeit verbringen will. Als wir zb im Schwimmbad waren, gingen sie mit, war sie nicht dabei, rief sie ständig an usw usw.
Mittlerweile gibt es keinen Kontakt mehr zwischen seinen Eltern und mir und meinem ist es auch zuviel geworden. Daher haben wir beschlossen, gemeinsam ausziehen und weiter weg zu gehen. Gesagt, getan, wir haben eine Wohnung genommen und jetzt sitze ich mit meiner Tochter alleine hier, er zog nicht mit. Meine Tochter ist nicht sein leibliches Kind.
Jetzt weiß ich nicht, ob ich wieder zu ihm zurück in sein Haus soll, da meine Tochter sehr hängt an ihm und ich auch, aber ich habe Angst, denn es wird sich ja wenig ändern. Wir sind meist am Wochenende bei ihm in seinem Haus.
Ich bitte euch um eure Meinungen zu dem Thema und sag schon mal danke. LG
 
  • #2
Daher haben wir beschlossen, gemeinsam ausziehen und weiter weg zu gehen. Gesagt, getan, wir haben eine Wohnung genommen und jetzt sitze ich mit meiner Tochter alleine hier, er zog nicht mit. Meine Tochter ist nicht sein leibliches Kind.
Wie begründet er sein Nicht-Mitziehen? Hat er Angst, dass seine Mami mit ihm schimpft? Oder gab es emotionale Erpressung von der Mutter und er hat ein schlechtes Gewissen?

So oder so, mir wäre das auch zu viel Familie gewesen und das würde sich vermutlich nicht ändern, wenn du wieder zurückziehst. Von daher würde ich das nicht tun.

Ich kann mit einem Partner nichts anfangen, der sich nicht abnabeln kann. Gutes Verhältnis zur Familie sehe ich durchaus positiv, aber dauernd alles zusammen machen und so vereinahmt zu werden, ist zuviel.
 
  • #3
Wie? Ihr habt beschlossen, gemeinsam auszuziehen, damit die Familie nicht ständig präsent ist und dann hat er den Auszug nicht mitgemacht? Warum habt Ihr denn da nicht geklärt, wie es weitergehen soll? Und was waren seine Argumente? Findet er es toll, immer mit Mutter und Schwester zusammen zu sein? Ist das ein Familienhaus?
Dass die Kleine an ihm hängt, tut mir wirklich leid. Was sagt er denn dazu?
 
  • #5
Daher haben wir beschlossen, gemeinsam ausziehen und weiter weg zu gehen. Gesagt, getan, wir haben eine Wohnung genommen und jetzt sitze ich mit meiner Tochter alleine hier, er zog nicht mit. Meine Tochter ist nicht sein leibliches Kind.
Er ist also nicht mit ausgezogen.
Gab es dafür eine guten Grund oder war das am Ende doch nur Dein Wunsch ?
WEnn das Klima schlecht ist, trägt man immer auch selbst eine Verantwortung dafür.
 
  • #6
Dem würde ich was erzählen. Ihr beschließt zusammen und dann bleibt er bei Mami? Ein gutes Familienleben ist wichtig, aber das ist einfach zu viel. Er hat wahrscheinlich Angst, das Mama schimpft. Du könntest zurück, aber da wird sich nicht viel verändern. Er steht ja gar nicht zu seinem Wort. Wie will er dann etwas ändern?
 
  • #7
grossen Respekt, @Vs80, Sie haben das Richtige getan. Allerdings verstehe ich nicht, dass Ihr Freund nicht mitgezogen ist. Das bedeutet, dass ihm die Familie mehr bedeutet als Sie. Das wuerde mir sehr, sehr zu denken geben. Er wird seine Familie immer an erste Stelle setzen, Sie werden nie das Wichtigste in seinem Leben sein. Ich kann Sie nur warnen, nicht zurueck zu ihm zu ziehen. Sie wuerden es bitter bereuen. Falls Sie mit ihm zusammen bleiben, werden Sie immer mit ihm ueber familiaere Prioritaeten streiten muessen. Wenn Sie Kinder haben, wird die Familie staendig antanzen und das Kind sehen wollen, die Schwiegermutter wird beleidigt sein, wenn sie das Kind nicht betreuen darf und so weiter, und so weiter.

Machen Sie sich keine Illusionen. Es wird Ihnen nicht gelingen, die Dinge zu aendern. Ihr Freund kennt es nicht anders. In Italien ist das Einmischen der Schwiegermuetter in die Angelegenheiten der Jungen so legendaer, dass es als Scheidungsgrund gilt, weil zu viele Ehen daran zerbrochen sind.

Ich wuerde an Ihrer Stelle ernsthaft abwaegen, ob Ihre Liebe gross genug ist, die uebertriebene Familiengebundenheit Ihres Freundes hinzunehmen. Das wird eine grosse Belastung.

Ich selbst werde naechstes Jahr nach Deutschland zurueckziehen in die Wohnung meines Sohnes neben ihm. Ich weiss, dass mein Sohn mir das nur angeboten hat, weil ich mich nie in seine Angelegenheiten einmische und wenn sie mir noch so unangebracht scheinen.
 
  • #8
Du hast beschlossen, auszuziehen, weil es Dir und Deiner Tochter mit seiner Familie zu eng ist? Das mit dem Zurückziehen sollte sich dann erledigt haben, denn dann hast Du das gleiche Problem wieder. Wenn er nicht mitzieht, dürfte die Beziehung ziemlich am Ende sein...
 
  • #9
Daher haben wir beschlossen, gemeinsam ausziehen und weiter weg zu gehen. Gesagt, getan, wir haben eine Wohnung genommen und jetzt sitze ich mit meiner Tochter alleine hier, er zog nicht mit. M
Das verstehe ich jetzt nicht.
Warum ist er nicht mitgezogen?
Das wäre für mich der Anlass, dass aus dem Auszug eine Trennung geworden wäre.
Verlässlichkeit ist für mich ein Basic.

Also zu Deiner Frage - nicht zurück ziehen, mit ihm klären, wie er sich für Zukunft vorstellen,und ggf. Der räumlichen Trennung auch die vollständige Trennung folgen lassen.
Er hat seine Wahl eigentlich getroffen, gegen Dich.
 
  • #10
Ich hätte sowas niemals mitgemacht. Wenn es einmal so wäre dann wäre es natürlich nicht schlimm. Aber doch nicht ständig. Ich hätte da ein Ultimatum gestellt. Entweder ich oder deine Familie.

Mal eine andere Frage. Bist du mit einem Südländer zusammen? Da ist es ja oft so, dass da der Familienzusammenhalt stärker ist als bei uns. Ich bin mit einer Türkin verheiratet. Sie ist allerdings christlich. Bei ihrer Familie ist es jetzt nicht ganz so extrem.

Ich würde übrigens nicht mehr bei ihm einziehen. Dass er nicht mit dir gegangen ist ist doch ein Zeichen, dass seine Familie ihm wichtiger ist als du.
 
  • #11
Das wäre der größte Fehler deines Lebens, wenn du wieder zurück gehst, die ganze Situation würde nur noch schlimmer werden, weil du die erste Situation eine zeitlang mitgetragen hast. Jetzt gäbe es nach ganz kurzer Zeit eine Steigerung, du bist gut beraten, wenn du nicht zurück gehst, richte dein Leben eigenständig aus und bitte nimm keine Rücksicht auf deine Tochter, deine Tochter kann über deine Gefühle und deine Situation in der Beziehung nicht mitbestimmen, das geht nicht, es geht um deine Gefühle und die sind nicht gut. du wirst niemals glücklich sein können, dieser Fall wurde zu hundertfach auch hier in diesem Forum schon diskutiert, da gibt es viele Frauen, die in einer solchen Situation waren und es sehr schwer hatten, da wieder raus zu kommen. Sei froh dass du weg bist, das ist ein Muttersöhnchen und wird immer ein Muttersöhnchen bleiben, das wird niemals eine gute Beziehung geben können, werde nicht schwach, sei konsequent, du wirst einen Mann finden, der zu dir steht und dich liebt. Würde er dich lieben, würde er dich nicht leiden und quälen sehen wollen, was ja der Fall ist! Ich hoffe, dass dir ein paar Frauen schreiben, die in einer solchen unglücklichen Situation waren und froh sind, seit sie sich davon gelöst haben!
 
  • #12
Ich bin seit über 2 Jahren mit meinem Freund zusammen und wir sind relativ schnell zusammengezogen. Ich zu ihm in sein Haus.
Das war schon der erste Fehler.
Wenn man schon selbst ein kleines Kind hat, sollte man sich gut überlegen, wohin man umzieht bzw. wo man einzieht.
Du hättest dir das alles genau anschauen können und hättest nach einer gewissen Zeit wohl bemerkt, dass das mit der Omnipräsenz seiner Familie nichts werden kann. Dann ziehst du aus, obwohl das wohl nicht bis ins Detail besprochen worden ist. An der Gemengelage hat sich nichts geändert. Weshalb willst du jetzt wieder einziehen?
 
  • #13
Wie sollen wir uns das vorstellen? Der Möbelwagen kam und Deine Möbel wurden reingestellt und er hat mal eben gesagt, ne ich bleibe?
Also, ich hätte da auch die Faxen dicke. Sowas geht ja gar nicht. Dass Du überhaupt noch ans Zurückziehen denkst, wundert mich. Wenn Ihr (irgendwann mal wieder) einen Urlaub zusammen bucht, sitzt Du alleine mit Deiner Tochter am Flughafen und Monsieur beschliesst einfach mal bei Mamilein zu bleiben? Sachen gibts.
W,55
 
  • #14
Das eine ist das enge und klammerige Verhältnis der Mutter zu ihrem Sohn. Ich frage mich zum Beispiel, was die Mutter dazu gesagt hat, als du ihr erklärtest, dass dir das zu eng wird. Du hast mein volles Verständnis, mir würde das auch tierisch auf die Ketten gehen, wenn mein Partner ständig seine Mutter und Schwester im Schlepptau hätte.

Du hast auch irgendwie versäumt, in deiner Schilderung zu erwähnen, wie es sich zugetragen hat, dass er nun doch nicht mit in die neue Wohnung zieht. Ist sein Elternhaus ein Hof, der mit sehr viel Arbeit verbunden ist? Ist er dort irgendwie helfermäßig „verpflichtet“, weil sonst kein anderer die Reparaturen übernimmt? Gibt es da etwas Land zu bewirtschaften, was ihn nicht davon loskommen lässt?

Wie ist denn eurer Alter?

Du solltest erstmal ein bisschen mehr Fleisch um den Knochen machen, bevor wir hier die Situation beurteilen können.
 
  • #15
Was willst du? Zurück in sein Haus zu Mama nachdem er dich und dein Kind mit eurem neuen Zuhause in Stich gelassen hat? So einen Partner möchtest du? Ernsthaft? Er und seine Familie fahren mit dir Schlitten wie sie lustig sind und du willst jetzt betteln, wieder dort leben zu dürfen? Ein Leben, das du so nicht willst.
Such dir eine bezahlbare Wohnung mit deiner Tochter und lass das Muttersöhnchen bei Mama. So eine d*** wie dich findet er nie wieder, die das Theater in dem Ausmaß mitmacht.
 
  • #16
Alle haben die gleiche Frage gestellt, alle. Hat er da einfach "April April" gesagt und war froh, dass er dich somit erstmal bei Muddi raus hat? Den würde ich nicht Mal mehr mit dem Allerwertesten anschauen.
Aber ich warte Mal geduldig auf Deine Antwort. Vielleicht haben wir das alles nur falsch verstanden...
 
  • #17
@Toscamore hatte bereits auf den Punkt gebracht. MAch dir keine Illusionen, es könnte besser werden mit den Eltern. Wenn die Eltern sich zu viel einmischen wird es noch schlimmer und er steht anscheinend bereits unter deren Einfluss.
 
  • #18
Nein, nicht wiedre einziehen. Du bekommst das Gleiche, was Du vorher hattest und wovor Du weggelaufen bist. Er ist da geblieben und nicht mit Dir gegangen, weil ihm das gefällt, wie es ist. Darum wird das auch so bleiben.

Wenn er an Dir und Deiner Tochter hängt, dann kann er euch besuchen kommen. Tut er es nicht, seid ihr ihm deutlich weniger wichtig als er euch. Kein Grund, das Ganze weiterzubetreiben.

Und hör auf, weil Du nicht allein sein kannst, Deine Tochter wie Stückgut hin und her zuschieben. Natürlich klammert sie sich an den Mann, wenn Du ihr keine konstante Lebenssituation schaffen kannst und von männnern getrieben wirst - weg von ihrem Vater, zu ihm, weg von ihm, wieder zu ihm ..... - was für eine Leben soll das sein für eine Kind, zumal es reichlich Konflikte um seine aufdringliche Sippe gibt? Es ist ja kein schönes, harmonisches Umfeld, was Du verlassen hast und wo Du nun wieder hinwillst sondern Du bist mies drauf.
 
  • #19
Als Tochter einer übergriffigen Mutter habe ich erst im stolzen Alter von Anfang 40 geschafft, mich von ihr loszueisen und dazu habe ich paar handfeste Streits gebraucht. Und meine Mutter ist nicht ansatzweise, so wie die Mutter deines Freundes und wohnt in anderem Land.
Enge Familienstrukturen haben eigene Dynamik und erst, wenn der Mensch selber sich freikämpfen will, könnte es funktionieren.
Dein Freund will nicht. Ausserdem muss dir klar sein, falls er es jemals schafft, du die Rolle der Mutter einnehmen muss, weil er es nicht anders kennt . Willst du das?
Ich erlebe gerade bei meiner Freundin. Sie kennt einen Mann und wohnt bei ihm seit drei Monaten, bzw. in dem Haus seiner Mutter. Aufgrund von chronischen Krankheit ist die Mutter auf seine Hilfe angewiesen, aber nicht in dem Masse, wie er es tut. Meine Freundin ist gestern zu ihrer Schwester geflüchtet, weil das ganze Leben sich um Mama und ihre Belange dreht und trotz einiger Streits und Bitte, einen Gang zurück zu schalten und auch die Freundin wahrzunehmen hat sich nichts geändert. Mama braucht seine Hilfe, Punkt. Der Mann ist 50. Meine Freundin meint, er war aufmerksam, bis zu dem Punkt, wo sie eingezogen ist. Da schien er wie ausgewechselt zu sein.