• #1

Wie Ziele im Profil ausdrücken ohne berechnend zu wirken?

Wie schreibe ich das wohl am besten, wenn ich mit einer Frau im Team gemeinsam etwas erreichen möchte, ohne dass ich direkt als berechnend eingeordnet werde? Viele Sachen, die ich in anderen Profilen sehe (z.B. gemeinsam kochen oder sich bei Problemen umeinander kümmern) sind für mich eher so selbstverständliche Nebensächlichkeiten, die sich sowieso ergeben, wenn die Chemie stimmt, die brauche ich nicht noch extra aufschreiben. Das innere Verhältnis soll ausgeglichen sein, aber nach außen soll das Team auch schon mal eine Rolle spielen können, die zu den jeweiligen Gegebenheiten passt.

Wie drücke ich so etwas am besten aus, ohne die Emanzipation einer modernen Frau in ihren Grundfesten zu erschüttern?
 
D

Dagobert

  • #2
Teamgeist heißt "Einer führt und der Andere lässt sich führen". Wer führt, ist egal. Nur einer muss das Sagen haben. Schreibe also:
"Einmal führst Du, einmal ich. Wer führt, knobeln wir uns vorher aus".

Glaube mir: Emanzipation heißt nicht "immer die Führung haben zu müssen oder zu wollen". Sich vertrauensvoll in der Führung eines Anderen fallen lassen zu können ist ebenfalls ein Wunder von Liebe und Gemeinsamkeit.
 
  • #3
Sei so nett und beschreibe, was Du Dir unter Team bzw Teamarbeit vorstellst!
Ich verstehe es nämlich nicht
 
  • #4
Wie drücke ich so etwas am besten aus, ohne die Emanzipation einer modernen Frau in ihren Grundfesten zu erschüttern?
Was meinst du mit diesem Absatz? Bewegst du dich in konservativen Kreisen und möchtest du, dass deine Frau in Gesellschaft das Weibchen rauskehrt? Oder willst du am Stammtisch den Macker raushängen lassen? So verstehe ich nämlich den letzten Absatz. Was das mit Ziele zu tun haben soll, ist mir schleierhaft, aber vielleicht kannst du deine Frage genauer formulieren bzw. den "inkorrekten" Satz, den wir dir umformulieren sollen, hier aufschreiben. Durchs Forum kann dich schon niemand beißen...
 
  • #5
Hallo Yoda

Am besten schreibst du ganz konkret, was du damit meinst, welche Ziele du mit einer Partnerin erreichen möchtest, dann wird es konkret und frau kann sich etwas darunter vorstellen. Ich glaube nicht, dass du jemand damit erschüttern kannst, entweder kann frau sich mit so einem Ziel identifizieren oder eben nicht. Das hat mit Berechnung doch gar nichts zu tun oder...?
 
  • #6
Schreibe es doch genau so in Dein Profil-und lasse die Frage am Schluss weg.
Was soll daran schlimm sein? Oder erwartest Du nach außen hin eine Frau, die drei Schritte hinter Dir mit gesenktem Kopf geht, oder gar verschleiert ist?
Ich denke auch, emanziperte Frauen kannst Du nicht erschüttern. Sie wissen, was sie wollen-und was nicht. Und würden kaschierte Braten so und so riechen.
 
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  • #7
Konkretisiere das doch bitte mal an einem Beispiel. So wie du es dar-
Legst, verstehe ich Bahnhof, was genau dein Anliegen hier ist mit dieser Frage......?
 
G

Ga_ui

  • #8
Was willst du denn im Team erreichen?
Warum berechnend?
Was willst du nicht an der Emanzipation erschüttern?
Du sprichst in Rätseln, ohne dich richtig auszudrücken.
Ich weiß nicht wirklich, was du willst und suchst? In der Partnersuche bedeutet das: uninteressant, kompliziert, langatmig, der Nächste bitte!

Es ist nicht selbstverständlich, dass Männer gemeinsam kochen wollen! Davon habe ich in meinem ganzen Leben nicht wirklich einen Mann kennengelernt. Aber den Frauen ist das eben SEEHR wichtig, sonst würden sie es nicht aufschreiben. Niemand kann Gedanken lesen! Und das du zufällig ein Mann bist, der gerne kocht, kann auch niemand wissen! Ich finde, das alles solltest du bedenken. Die Welt spielt sich nicht in deinem Kopfkino ab, sondern im Internet auf Papier bzw. nur in getippten Worten und was man präsentiert.

Niemand weiß, was für ein Typ du bist, wenn du dich nicht auszudrücken weißt (ich finde, das ist oft ein Problem von Männern). Sie wollen angenommen werden, zeigen und schreiben aber nichts von sich und wollen dafür dann beachtet werden.

Ich finde das schon wichtig, sich heute gut zu definieren und zu sagen, was man konkret sucht, auch wenn es nur umNebensächlichkeiten handelt, sind das für andere Leute scheinbar große Probleme.

Dein Problem scheint zu sein, dass du es für berechnend, plump, überflüssig, oder Fehl am Platz hälst, wenn jemand seine Wünsche frei raus ausdrückt, während du selber das nicht kannst.
Wenn du Ziele hast, unverblümt raus damit! Die Frau muss wissen, woran sie bei dir ist. Männer sind da sehr schamhaft und verklemmt, wenns ums reden geht.
 
  • #9
Guten Morgen FS,

wie es aussieht bist Du nicht in der Lage Roß und Reiter zu benennen, d.h. so wie Du schreibst ist es keine Frage der Emanzipation sondern der Kommunikation, Grundpfeiler einer Beziehung.

Ich habe schon lange nicht mehr so ein Wischi-Waschi gelesen.

Was willst Du?
 
  • #10
Ich finde das nicht so schwierig.
Beschreibe doch Dein Ziel und frage freundlich ob sich die potentielle Partnerin das vorstellen kann, daran mitzuarbeiten.

Wenn es allerdings so ist, dass Deine Partnerin bei evtl. wichtigen konservativen Geschäftsfreunden die hausfrau spielt, während sie sonst eher wirklich Partnerin ist, dann vergiss es.

Mein Exmann hat es immer geschafft, wenn Besuch bei uns war, sich als partnerschaftlich darzustellen, so dass alle Welt begeistert war, was für einen tollen Mann ich habe - O-Ton Schwiegermutter "Thomchen, hast Du tolle Brötchen gekauft" :-D, während ich eine Woche vorher mit allen Vorbereitungen allein gelassen war.

Zieh das durch, was ihr immer macht. aber dränge keinen vor anderen eine Rolle zu spielen. Kommt nicht gut.
 
  • #11
Ich hab wirklich lachen müssen. Dein Eingangspost lässt ja der Fantasie freien Lauf, welche Handlungen du von deiner Zukünftigen erwartest, die eine emanzipierte Frau nicht so gerne machen würde.
Bitte spann uns doch nicht länger auf die Folter..
 
  • #12
Tja, also vom Grund her bin ich so ein herzensguter Techniker, der fast alles reparieren kann, was zu Hause schon mal kaputt geht. Ich habe einen Blick für die Dinge, die nicht mehr so richtig funktionieren, und mir fällt auch meistens irgendwas passendes ein, bin halt intelligent. Die meisten Frauen finden mich auch nett, aber mehr so im Sinne von „nützlich".

Nun sehe ich zum Beispiel, dass es im Vertrieb eine Menge Geld zu verdienen gibt. Allerdings muss man dafür zum Gesprächspartner zunächst einen gesellschaftlichen Kontakt hergestellt haben, bevor das Fachwissen zum Tragen kommen kann, gerade in etwas konservativeren Kreisen. Wenn man sich Filme aus den 50er und 60er Jahren anschaut, dann sieht man da oft Frauen, die ich als Lady bezeichnen würde, durchaus mit eigenem Kopf, aber auch mit Ausstrahlung. Damals waren Männer und Frauen noch Teams, die sich gegenseitig die Bälle zugespielt haben, und dabei sind dann respektable Sachen entstanden. Heute versuchen die meisten eher, alles alleine hinzubekommen, und einen Partner sucht man eher für die heile Welt und zum Stressabbau. Quasi zwei gestresste Menschen, die sich gegenseitig zum psychologischen Wiederaufbau suchen. Ist irgendwie was anderes als die Teams von früher.

Die Kehrseite damals war oft, dass die Frauen sich im normalen Leben zu Hause beschäftigen mussten, während die Männer im interessanteren Berufsleben unterwegs waren. In sofern finde ich die heutige Zeit besser. Trotzdem gibt es Situationen, wo es supergut passt, wenn man nach außen diese klassische Rollenverteilung präsentieren kann. Ist halt ein wenig wie Theaterspielen, man muss dabei glaubwürdig sein, darf es aber innerlich nicht ganz so ernst nehmen. Im Hintergrund soll das Verhältnis gleichberechtigt sein.
 
  • #13
Ich habe noch was vergessen, sehe ich gerade beim nochmaligen Lesen der anderen Beiträge (#9 von Löwin). Brötchenschmieren kann ich auch. Es geht darum, dass Frauen manchmal so einen Glanz ausstrahlen, den wir Männer halt einfach nicht drauf haben.
 
  • #14
Lieber Yoda,das habe ich mir fast gedacht.
Das liest sich ja gruselig.
Wie soll das denn funktionieren? Wenn dann die geschätzten konservativen potentiellen Geschäftspartner kommen? Sie fragen natürlich nach Beruf und ähnlichem. Soll deine Partnerin da lügen? Im Sinne: Ach ich bin so glücklich, Yoda als Partner zu haben, da bin ich gerne Hausfrau.
Wenn das wirklich wichtig ist für dich, dann setz bei Partnersuche den Schwerpunkt darauf, eine Frau mit diesen konservativen Vorstellungen zu finden. Allerdings musst du diese dann eben auch ernähren (können) und dich damit abfinden, dass die u.U, nichts als den Haushalt und Dein Wohlergehen im Köpfchen hat.
Du übernimmst damit eine ziemliche Verantwortung.

Und so, wie ich bei dir heraus lese, möchtest du DAS nicht. Nur so scheinen vor anderen. Aber ansonsten darf sie selber sehen, wie sie zurande kommt.

Also manche Männer haben unglaubliche Vorstellungen.
 
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  • #15
Zitat: "Trotzdem gibt es Situationen, wo es supergut passt, wenn man nach außen diese klassische Rollenverteilung präsentieren kann. Ist halt ein wenig wie Theaterspielen"

Danke für deine weitergehende Erklärung. Finde ich soweit auch OK. Was mich stört, ist obiges Zitat von dir. Wieso soll man nach aussen die klassische Rollenverteilung "präsentieren" bzw. "Theaterspielen"? Es ist doch von jedem Paar individuell abhängig, wie die "Rollen" im Leben oder im Haushalt verteilt werden. Darf ruhig auch da und dort klassisch sein, wenn es für euch stimmt. Ich finde es hängt doch vor allem auch von den Fähigkeiten des einzelnen ab, und wenn man sich da ergänzen kann, ist das doch toll. Dann ist es aber kein Theaterspielen, sondern es ist echt so.
 
  • #16
Ich hätte deine Aussagen in dem Post 1 jetzt als sehr positiv aufgefasst und verstehe deinen Teamgedanken. Vielleicht wird es die Richtige dann genauso sehen.
 
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  • #17
Wenn man sich Filme aus den 50er und 60er Jahren anschaut, ... Damals waren Männer und Frauen noch Teams
Ich verstehe, was Du meinst, aber die Frau war nur ein nützliches Anhängsel als Funktion für den Mann. (das scheint in manchen Kreisen heute noch so zu sein, dass Mann möglichst schnell den Ring an den Finger und Kinder kriegen muss. Sonst Loser)

Ich habe den Eindruck, dass Frauen aus bestimmten Ländern auf sowas stehen. Du bietest ein angenehmes Leben und sie unterstützen Dich dabei eher als eine deutsche Frau, die innerlich Widerborsten kriegt, wenn sie nur Deko sein darf und eigentlich was anderes machen wollen würde in der Zeit, wo sie neben Dir glänzt.
Ich kenne ein Paar, das u.a. an sowas kaputt ging. Der Mann stieg beruflich auf und war irgendwann auch noch was Wichtiges im Vorstand eines bekannten Sportvereins. Er verlangte nicht mal, dass seine langjährige Freundin im Abendkleid mitkam, sie hätte auch in Jeans gehen können, aber sie wollte überhaupt nicht mit, weil ihr die Menschen dort nicht zusagten und sie sich nicht unterhalten konnte.
Also Du müsstest vermutlich eine "Gegenleistung" erbringen, dh. die Frau steht auf Repräsentieren und weiß, wie wichtig das ist. Dann darfst Du das mal auch tun, wenn sie es braucht beruflich. Oder die Frau weiß, dass es mehr Geld für euch gibt, wenn sie mitgeht, und sieht ein, welche Funktion sie für Dich sein soll.

Trotzdem gibt es Situationen, wo es supergut passt, wenn man nach außen diese klassische Rollenverteilung präsentieren kann.
Das geht ja nicht. Entweder ist die Frau geeignet in ihrer klassischen Rolle oder eben nicht. Glänzen könnte sie doch trotzdem, falls sie sich nicht daran stört, einen für sie vermutlich langweiligen Abend zu verbringen. Wenn man dann als Frau merkt, dass man wirklich nur das glänzende Beiwerk sein soll und die anderen Männer die Dame auch so behandeln, dann würde ich meinen, dass früher oder später jede Frau abwinkt und sich lieber vor den Fernseher setzt. Weil das ja nun auch überholt ist, dass der Mann als SEINEN Erfolg seine Frau präsentiert, denn das macht sie zumindest für den Abend zum Objekt, das ihn aufwertet.

Das Wort "Team" würde für mich auch nur dann passen, wenn die Frau ihres Empfindens nach auch was vom Ganzen hat. Ansonsten ist sie statt Teamteilnehmer ja nur wie die richtige Krawatte.
 
  • #18
Lieber Yoda,das habe ich mir fast gedacht.
Das liest sich ja gruselig.
Wie soll das denn funktionieren? Wenn dann die geschätzten konservativen potentiellen Geschäftspartner kommen? Sie fragen natürlich nach Beruf und ähnlichem. Soll deine Partnerin da lügen? Im Sinne: Ach ich bin so glücklich, Yoda als Partner zu haben, da bin ich gerne Hausfrau.
Wenn das wirklich wichtig ist für dich, dann setz bei Partnersuche den Schwerpunkt darauf, eine Frau mit diesen konservativen Vorstellungen zu finden. Allerdings musst du diese dann eben auch ernähren (können) und dich damit abfinden, dass die u.U, nichts als den Haushalt und Dein Wohlergehen im Köpfchen hat.
Du übernimmst damit eine ziemliche Verantwortung.

Und so, wie ich bei dir heraus lese, möchtest du DAS nicht. Nur so scheinen vor anderen. Aber ansonsten darf sie selber sehen, wie sie zurande kommt.

Also manche Männer haben unglaubliche Vorstellungen.

@Löwin

Ich denke, dir ist dieser gesellschaftliche Faktor noch nicht ganz klar, den ich mir vorstelle. Das normale Leben soll so sein, wie es heute passt und angemessen ist, und da tragen beide ihren Teil zu bei. In so einer gesellschaftlichen Situation kann es sein, dass ein potentieller Gesprächspartner eher den Kontakt zur Dame oder zum Herrn im Team findet. Für einen Mann ist in so einer Smalltalk-Situation erst mal eine Frau der angenehmere Gesprächspartner und umgekehrt. Das Problem heute ist halt, dass viele Frauen vorrangig ihr Handy, die vergangene und die nächste noch zu erstellende Powerpoint-Präsentation sowie den nächsten Mädelsabend im Kopf haben, da bleiben für uns Männer auch nicht mehr so viele Aufmerksamkeitskanäle übrig. Sekretariate werden aus Kostengründen ins osteuropäische Ausland verlagert, kann man sich bei Bedarf ja als SaaS (Secretary as a Service) buchen, die moderne Videokonferenztechnik macht es möglich. Schöne neue Welt ...
 
  • #19
Die Beiträge klingen irgendwie viel tiefgründiger, als ich mir das ganze ursprünglich gedacht hatte. Ich bin ein normaler Mensch und möchte mit der Welt eigentlich nur ein bisschen spielen. Und nicht auf Kosten einer Frau ...
 
  • #20
Ich bin der Meinung, dass Partner ein gutes Team sein sollten.
Und den Gedanken vermisse ich auch oft hier.
Ich sehe ihn aber nicht an das Rollenverhalten gebunden!
Für mich ist Emanzipation auch kein Streben männlich zu sein oder im Konkurrenzkampf zu leben.
Sondern man achtet die Fähigkeiten des anderen und zwar nicht nach dem Geschlecht .
So sollte man sich die Bälle zuspielen, in dem der Bessere ihn bekommt. Je nach der "Aufgabe "!
Kann der Mann besser kochen und die Frau besser reparieren, ist es doch auch gut; -)
Wer besser organisieren kann, ein Bildungsgebiet besser beherrscht, Dinge anders hinterfragt usw. ..
Braucht kein Rollenspiel!
Nur Anerkennung, stolz sein auf den Partner,Teamgeist und keinen Machtkampf !
Hier habe ich eine Schwäche, mach Du!
Und beim nächsten Thema umgekehrt!
 
  • #21
@pixi67

Für das Innere einer Beziehung stimme ich dir völlig zu, würde ich mir auch so vorstellen. Das ist aber etwas anderes als das, was ich hier meine. Das Präsentieren einer klassischen Rollenverteilung für konservative gesellschaftliche Situationen ist auch nur ein Beispiel. Stelle dir mal folgendes vor: Ich mache nebenher Musik, stehe selbst auf der Bühne und arbeite auch als Tontechniker. Du bist jetzt im Publikum und findest den Sänger toll, der da auf der Bühne steht. Er macht schöne Musik, sie berührt dich in deinem Inneren. Die ruhigen Stücke versetzen dich in eine entspannte Wohlfühlstimmung, die schnellen Stücke geben dir Energie. Du gehst hinterher nach Hause und bist zufrieden.
 
  • #22
Hast du jetzt nur einen guten Sänger gehört?

Nein. Ein erheblicher Teil des Erlebnisses ist das, was der Tontechniker aus dem macht, was der Sänger singt. Der Klang im Raum entwickelt sich erst ein Stück von der Bühne entfernt, den kann der Sänger an seiner Position gar nicht mitbekommen. Er braucht für sich ein Monitoring, damit er sich erst mal selbst wohlfühlt. Draußen im Publikum ist die Situation anders. Dieselbe Lautstärke, die man als ausreichend empfindet, wenn der Raum gut gefüllt ist, würde dir komplett die Ohren weghauen, wenn du der einzige Gast des Konzertes wärst. Für ruhige Klänge macht sich manchmal ein Chorus gut, der der Atmosphäre noch etwas mehr Ausstrahlung gibt. Bei druckvollen Sachen wäre das wieder falsch, da würde der Chorus Energie wegnehmen. Wie etwas am Ende klingt, hängt auch davon ab, ob der Raum Holz- oder Steinwände hat und ob die Zuhörer T-Shirts oder Pelzmäntel tragen, dadurch ändert sich nämlich das Frequenzverhalten des Gesamtsounds. Der Sänger bekommt davon nicht viel mit, der ist hauptsächlich damit beschäftigt, dem Publikum seine Persönlichkeit zu vermitteln, was ja das eigentliche ist, weswegen das Publikum zum Konzert kommt.
 
  • #23
Der Künstler ist das, was den Wert für die Zuhörer hat, Tontechniker sind mehr so ein notwendiges Übel. Während der Show ist das halt so. Schaut man sich das Verhältnis der Menschen untereinander allerdings während des Aufbaus und überhaupt im Hintergrund an, dann ist das doch ausgewogen, denn die Künstler, die es über längere Zeit zu etwas gebracht haben, wissen sehr genau, wie wichtig es ist, dass sich auch die Techniker in ihrer Haut wohlfühlen. Dort, wo das funktioniert, gibt es immer einen gegenseitigen Respekt für die Aufgaben des anderen. Es spielt keine Rolle, ob einer in den Augen des Publikums mehr oder weniger im Vordergrund steht. Derjenige, der strahlt, kann nur strahlen, wenn auch die winzigen Zahnräder gut funktionieren, die man von außen nicht auf den ersten Blick sieht.
 
  • #24
Allerdings habe ich den Eindruck, dass das, was ich hier gerade mal eben kurz so locker beschrieben habe, für viele Menschen einfach zu kompliziert ist. Gerade auch für Frauen. Es hat aber seine Berechtigung, und wenn mir jemand öfters sagt, ich soll mir nicht immer so viele Gedanken machen, dann verliere ich irgendwann das Interesse an dem anderen.
 
  • #25
@Löwin

Ich denke, dir ist dieser gesellschaftliche Faktor noch nicht ganz klar, den ich mir vorstelle. Das normale Leben soll so sein, wie es heute passt und angemessen ist, und da tragen beide ihren Teil zu bei. In so einer gesellschaftlichen Situation kann es sein, dass ein potentieller Gesprächspartner eher den Kontakt zur Dame oder zum Herrn im Team findet. Für einen Mann ist in so einer Smalltalk-Situation erst mal eine Frau der angenehmere Gesprächspartner und umgekehrt. Das Problem heute ist halt, dass viele Frauen vorrangig ihr Handy, die vergangene und die nächste noch zu erstellende Powerpoint-Präsentation sowie den nächsten Mädelsabend im Kopf haben, da bleiben für uns Männer auch nicht mehr so ......
Ich denke da liegst du falsch. gerade Frauen mit hohem Abschluss, die dann vielleicht noch beruflich erfolgreich ist, können wesentlich beserer Oder besser gesagt hochwertigere Konservation führen als die eher etwas ungebildetere Frau, deren Interesse sich auf ihr eigenes Umfeld bezieht.
Und da braucht man bei einer repräsentablen Situation als Frau sich auch nicht hinter der Hausfrauenrolle verstecken zu müssen.
Ich halte es für eine Schublade vorstellung von dir zu sagen, dass die Frauen von heute ihre PPT in Gedanken durch gehen oder an sonstwas denken - das ist Unsinn, der von dir vorgeschoben wird.

So wirklich habe ich nicht verstanden, was du willst. Wenn du erfolgreiche Freuen magst, die ein neues Weltbild mitbringen, dann sollte sie das innnerhalb einer Oartnerschaft immer ausleben dürfen und jedem Geschäftsessen mit außerordentlich guter Erziehung (Tischmanieren!) und interessanten Themen eine Bereicherung sein.
Wenn dir eine klassishce Rollenverteilung lieber ist, dann wirst du sicher eine Frau finden, die auch das gerne mag - wie gesagt: klassisch bedeutet ja auch, dass sie dir haushaltlich den Rücken feei hält und in dieser Zeit nicht für ihr eigenes Geld sorgen kann. Das musst du dann übernehmen. Ein Albtraum für viele Männer, die zwar gerne die Putz- und Haushaltsarien loswerden möchten an die Partnerin, aber eben nicht die Verantwortlichkeit für ihr finanzielles Auskommen übernehmen möchten.

Ich rate dann immer zur Haushaltsperle, die sauber hält, wäscht und kocht
 
  • #26
Dein Bild ist zweideutig: Ist der Mann der Tontechniker und die Frau der Sänger in Deinem Bild, also der Glanz im Vordergrund, oder soll die Frau der Tontechniker sein, der den Sänger fürs Publikum erst wahrnehmbar macht?

Die Frage ist aber für mich immer noch, was genau Du möchtest. Also die Sache mit den Geschäftsessen: Sie soll schick aussehen, intelligent plaudern können und dem Mann alle Ehre machen. Das muss einem Menschen liegen, er muss Spaß dran haben.

Nun bist Du Musiker, also hast ein spezielles eigenes Leben mit der Band, Proben, Wochenenden. Dh. Du kannst vermutlich gar nicht so viel Zeit zurückgeben, wie sie Dir geben soll. Wenn sie in der Zwischenzeit eigenständig sein soll, damit sie Dir nicht dauernd in den Ohren liegt, dass Du endlich mehr Beziehungszeit hast, muss das schon wieder speziell sein vom Charakter her: Auf der einen Seite manchmal das repräsentative Beiwerk, auf der anderen Seite sehr eigenständig und von Dir nicht das traditionelle Verhalten verlangend.
Wenn Du eine Frau willst, die immer mit Dir mitzieht, also auch bei Deinen Konzerten dabei ist, kannst Du nicht viel erwarten, was Eigenständigkeit und Interessen angeht, weil ein Mensch mit eigenen Ambitionen im Leben nicht so viel Zeit zum "rumsitzen" hat. Die Eigenständigkeit und die Ambitionen sind aber für mich Punkte, die wiederum für den Glanz und die Bildung, die eine Frau ausstrahlt, wichtig sind.
Das einzige, was mir gerade einfällt, wäre eine Schneiderin. Die könnte die Outfits für Deine Auftritte machen, also hat vielleicht selber Interesse zu gucken, und schneidert sich vielleicht auch selber gern was zum Ausgehen und Repräsentieren auf diesen Geschäftstreffen, also ist generell so gepolt, dass sie schön findet, was Du gern hättest?
 
  • #27
Hier muss ich wieder meinen Lieblingssatz bringen - wünschen kann man viel.

Du tust genau das, was hier sonst immer den Frauen unterstellt wird - Rosinenpicken. Du willst eine Frau, die für sich selbst sorgen kann und dich ansonsten nicht belastet, aber sie soll dir dienlich sein und nach außen hin die Rolle des Weibchens spielen, damit du beruflich weiter kommst und dich nach oben hin anbiederst. Du wirst beides in einer Frau nicht bekommen, denn Theater spielen hat nichts mit "Team" oder "Beziehung" zu tun, es sei denn, beide Partner sind enorm berechnend. Wobei, vielleicht gibt es diese Frauen, aber ist ein berechnender Charakterzug wirklich attraktiv? Zudem intelligente Frauen sowas einfach nicht nötig haben.

Es gibt Männer, die eine natürliche dominante Ausstrahlung haben und sie ziehen diese Sorte Frauen an - aber nicht als Theater, sondern als ein authentisches Gefälle (KEINE Augenhöhe). Sie können allerdings diese Frau ernähren und führen - kannst du das auch? Oder willst du dich nur als der große Macker fühlen, dem ein Weibchen hinterher läuft, so dass alle dich für ganz toll halten?

Noch ein Wort zu den "Kreisen", in die du dich reinbiedern willst - diese Leute sind nicht doof. Sie erkennen Theater 20 Meilen gegen den Wind und lachen dich aus. Orientiere dich vielleicht lieber in Richtung liebevolle Beziehung und vergiss die Hollywoodfilme, sie spiegeln niemals die Realität wieder. Und wer glaubt, dass Frauen den Männern früher die Pantoffeln brachten, wenn der erschöpfte Held nach Hause kam, der sollte mal seine Großeltern fragen.

Und weniger Hollywoodfilme schauen.
 
  • #28
denn die Künstler, die es über längere Zeit zu etwas gebracht haben, wissen sehr genau, wie wichtig es ist, dass sich auch die Techniker in ihrer Haut wohlfühlen. Dort, wo das funktioniert, gibt es immer einen gegenseitigen Respekt für die Aufgaben des anderen. Es spielt keine Rolle, ob einer in den Augen des Publikums mehr oder weniger im Vordergrund steht. Derjenige, der strahlt, kann nur strahlen, wenn auch die winzigen Zahnräder gut funktionieren, die man von außen nicht auf den ersten Blick sieht.
Das stimmt nicht. Das unterscheidet nämlich einen Profi von einem Amateur - ein Profi ist jederzeit in der Lage, seine persönlichen Befindlichkeiten zu Hause zu lassen und seinen Job zu machen und zwar gut, ohne zu jammern und zu fordern, dass alle um ihn herum tanzen und ihm Kamillentee kochen.

Kann es sein, dass du dich für besser, als alle anderen hälst und allgemein nicht allzuviel von Frauen? Das schmückende Beiwerk, das dich ansonsten nicht allzusehr nervt, hast du anscheinend noch nicht gefunden, also machst du definitiv etwas falsch. Hier gilt es anzusetzen und nicht die Frauen abzuwerten, denn damit kommst du nicht viel weiter als jetzt.
 
  • #29
@Löwin

Lass doch einfach mal die Hausfrauenrolle weg, um die geht es mir nicht.
Ich habe kein Problem, damit, einzukaufen, wenn etwas gebraucht wird, abzuwaschen, den Müll wegzubringen oder meine Klamotten zu bügeln. Knöpfe annähen kann ich übrigens auch. Beim Kochen habe ich weniger Routine, aber wenn ich mich mal näher damit beschäftige, würde das sicherlich auch funktionieren. Ist ja alles kein Hexenwerk.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #30
Wenn ich mit den ganzen Gedanken ankomme, die mir so durch den Kopf gehen, sind die Leute oft etwas überfordert. Also brauche ich im ersten Schritt mal eine Atmosphäre, die die Stimmung leicht und locker gestaltet, damit die Menschen sich etwas mehr öffnen. Und im nächsten Schritt kommt es dann nicht mehr auf den schönen Schein an, sondern darauf, dass jeder sein Handwerk versteht.

Was mir Spaß machen würde, wäre irgendsowas koordinatorisches gemeinsam im Team mit einer Frau, wo das Bedürfnis nach Einfachheit bei den normalen Menschen genauso berücksichtigt wird wie der Respekt und die Wertschätzung für die Spezialisten, die die Sachen dann hinterher umsetzen. In so einem Team ist manchmal der Mann gefragt und manchmal die Frau, und erst beides zusammen gibt das Ergebnis.