A

Apollo

  • #1

Wie würdet ihr reagieren, wenn ...

euer Kind euch beim Sex überraschen würde?
 
G

Gast

  • #2
nicht wie würdet ihr reagieren ...lach --hat uns überrascht :) ist ein ganz komisches Gefühl ..haben aber ganz schnell reagiert und die Mutti hat die Kleine (5 ) wieder ins Bett gebracht ,beruhigt und weitergemacht .Am Frühstückstisch dann erklärt ,dass Erwachsene nicht nur küssen sondern auch körperlich -kuscheln- und das schön für die 2 ist . Kindgerecht erklärt auch die Frage warum das immmer so laut ist wenn wir -kuscheln- Wenn du auf dem Spielplatz rumtobst lachst und schreist du ja auch vor Freude...Ich finde das haben wir ohne Hemmungen oder so erklärt, was auch wichtig ist für Kinder und deren Entwicklung -sind also meine Erfahrungen
 
M

Marianne

  • #3
Ist mir tatsächlich einmal passiert. Die Kleine war 7, ich hatte eine größeren Schock als sie. Sie hat aber "nichts" gesehen, doch es war eindeutig mehr als miteinander reden... ;)

Habe es verharmlost und Späßchen gemacht, von wegen kitzeln etc...

Kinder wollen nicht so gern über Sex sprechen, also eher nicht dann mit Diskussionen zuschütten. Irgendwas erzählen, bloß nicht ins Detail gehen.
 
G

Gast

  • #4
Sex ist das Normalste der Welt. Ich denke, Kinder erschrecken sich dann, wenn die Eltern sich erschrecken und verkrampfen. Wenn man dann locker bleibt und darüber redet - das Bild mit dem Spielplatz finde ich super - kann ein Kind das gut verkraften.
 
G

Gast

  • #5
@3: Ja, ja, du hast sicher keine Kinder... hahaha
 
  • #6
Ich habe keine Kinder, bin aber sicher, daß ich - sofern jegliche von mir akribisch verfolgte Vermeidungsstrategie erfolglos wäre - in einem solchen Moment einen tollen Mann an meiner Seite bräuchte, der die Situation meistert oder mir zumindest hilft (muß irgendwie stark an meine Sauna-Flucht denken). Das Kind soll ja keinen Schaden davon tragen und womöglich bzgl. Intimitäten wie ich werden! :)

Mary - the real
 
G

Gast

  • #7
Meine Eltern haben in solchen Fällen glaube ich einfach das Schlafzimmer abschlossen und ein Handtuch vor das Schlüsselloch gehängt.
Keine Ahnung ob es besser für mich gewesen wäre, sie mal dabei zu überraschen.
;-)
Man kann sich ja bei der Zeugung schonmal überlegen, wie man das ganze etwas geräuschloser ablaufen lässt.
Oder so oft machen, dass sich die Kinder schon von klein auf an den Lärm gewöhnen?
 
G

Gast

  • #8
Mir auch geschehen (alleinerziehend mit damals 4jähriger Tochter).
Mitten im schönsten Liebesspiel sagt er plötzlich zu mir: "Schau mal, wer da ist" und meine Tochter stand neben meinem Bett.
Als erstes dachte ich, mir bleibt das Herz stehen.
Als zweites runter von ihm.
Als drittes zum Kind, die, schon ganz kühl, wer-weiß-wie-lange schon da gestanden hatte und mich mit großen Augen erschrocken ansah.
Ich: "Hast du mich gehört?" Heftiges Nicken zur Antwort.
Ich "Hast du dir Sorgen gemacht?" Noch heftigeres Nicken vom Kind.
Ich: "Magst du zu mir kommen?" Wieder Nicken.
Da nahm ich sie zwischen uns beide in meinen Arm, deckte uns alle zu, sagte und ließ sie spüren, dass alles in Ordnung ist, dass ich aus Freude laut war und ließ sie einfach eine Weile bei uns sein. Ihr Herz, das anfangs ziemlich pumperte, beruhigte sich allmählich. Wir sprachen über dies und das, bis sie schläfrig wurde -in meinem Arm bei uns im warmen Bett ziemlich schnell. Kurz vor ihrem Einschlafen sagte ich, dass ich sie jetzt in ihr Bett zurück bringen würde und trug sie in ihr Zimmer. Dort schlief sie sofort ein. Anderntags reichte die Bemerkung, dass Erwachsene, wenn sie sich lieben und zärtlich sind, auch manchmal vor Lust und Freude laut werden können dabei.
Es war für niemand ein Problem geworden - auch nicht für meinen damals neuen Partner, der das einzig Richtige tat: da bleiben, Klappe halten, mich machen lassen (er kannte das Kind noch nicht so gut) und offen sein.
Als ich meine Tochter in ihr Bett getragen hatte und wieder zu ihm zurück kam, setzten wir unsere Liebesnacht fort.
 
  • #9
@ 7

Oh BITTE! laß mir das nie passieren!
Respekt vor Deiner Reaktion!

Mary - the real
 
  • #10
@#7: Ich finde Deine Reaktion sehr gut. Ein schöner Beitrag zu diesem heiklen Thema. Der neue Partner hat da natürlich auch viel mitgemacht -- wie hat er denn auf Dauer reagiert?
 
M

Marianne

  • #11
@7; Köstlich geschildert... und auch Dir blieb das Herz fast stehen.... ;)
Wer anderes behauptet, ist entweder pervers oder hat keine Kinder. Es kann niemandem egal sein, wenn das (oder ein) Kind uns zu sehen bekommt! Es ist nicht alles für Kinderaugen bestimmt. Und Sexualität ist für kleine Kinder etwas vorerst Bedrohliches, für Teenager ist es was Peinliches, ab dann werden sie uns sicher nicht mehr dabei erwischen, wohl eher wir sie... ;))
 
G

Gast

  • #12
Hallo Mary, Frederika, Marianne, hier bin ich wieder.
Danke für eure Reaktionen. War nett zu lesen.
Heute ist meine Tochter übrigens 21 Jahre alt. Wir sind - zum Thema Sexualität - durch die Zeiten der Unschuld, der Neugierde, der Ängste, der Abwehr, der Peinlichkeiten, der Widerstände, der Eigenständigkeit hindurch und jetzt in einer lebendigen Zeit gegenseitiger Toleranz angekommen.
Erleichterung aller Orten... ;-))

Die Frage nach dem damaligen Partner: tja. Er blieb noch eine ganze Weile. Dann war er sich nicht mehr sicher, ob er mich genügend liebt, um bei mir bleiben zu wollen. Nach Abstand und Bedenkzeit für ihn (und mich)trafen wir uns neu, um zu schauen, was jetzt, ob weiter oder nicht und wenn ja, wie denn dann. In den Gesprächen fanden wir neu zueinander bzw. er zu sich und mir. Bis er mir nach einem halben Jahr eröffnete, dass er sich nicht mehr sicher sei, ob er mich genügend liebt...

Das ereignete sich zweimal. Dann war meine Grenze erreicht und als er sich wieder für die Beziehung zu mir entschied, teilte ich ihm mit, dass das nächste "Jein" von mir als endgültiges "Nein" verstanden und behandelt würde.
Sein "Ja" blieb und er auch und auch ich. Wir planten zu heiraten.
Kurz vorher eröffnete er mir, dass er noch einmal grundsätzlich überdenken wolle, ob er mich genügend liebt...

Ich verabschiedete mich und bat ihn, seine Beziehung zu meiner Tochter zu klären. Tat er, indem er ihr mitteilte, er könne nun doch nicht ihr Papa sein (sie war über unsere Heiratsabsichten informiert. Mein Kleid und sein Anzug hingen schon im Schrank), wolle aber ihr Freund bleiben. Dann verschwand er und ließ nichts mehr von sich hören.

Meine Tochter rief ihn am neuen Wohnort an und erzählte ihm seinen Anrufbeantworter voll - ohne Rückmeldungen von ihm. Bis ich ihn zornig zur Rede stellte. Er hatte ihr die Freundschaft versprochen - Freunde besuchen sich, gehen miteinander ins Kino oder zum Schwimmen, telefonieren abends oder leihen sich Bücher aus usw. usw. Da er nichts von alledem tut, müsse es sich wohl um etwas anderes als Freundschaft handeln, also solle er bitteschön so aufrichtig sein und das tun, was er ihr sagte oder ihr das sagen, was er zu tun vorhat.
Dazu war er bereit, unternahm einen Tag lang etliches mit ihr und verabschiedete sich dann ganz - auch von ihr.

Dann gab es 10 Jahre, in denen ich ihn weder sah noch hörte. Bis wir einmal auf einem Fest einer gemeinsamen Freundin aufeinander trafen. Seitdem sehen wir drei (meine Freundin, er und ich) uns jedes Jahr einmal zum Essen und Erzählen. Wenn wir dann nach Stunden vor irgendeinem Lokal uns voneinander verabschieden, sagen wird jedesmal: "Also dann bis nächstes Jahr".
In ein paar Wochen ist übrigens das Jahresessen wieder fällig.