• #1

Wie wirklich achtsam leben?

Hallo Ihr Lieben,

frisch aus dem Urlaub zurück beschäftigt mich (wieder mal) das Thema Achtsamkeit, an dem ich trotz zahlreicher Versuche immer wieder gesheitert bin. In meinem Urlaub ist mir das mal wieder mehr denn je aufgefallen. Egal was ich versuche, ich schaffe es einfach nicht im Jetzt zu leben. Entweder beschäftigt mich die Vergangenheit oder der Gedanke an die Zukunft. Wirklich im Jetzt zu leben gelingt mir einfach nicht, und mich würde interessieren wie das bei Euch ist. Einerseits beschäftigt mich immer noch der Kontaktabbruch (den ich nicht bereue!) zu meiner Schwester, und ganz besonders die schweren Vorwürfe in unserem letzten Telefonat. Es ist so viel schief gelaufen, und ich habe natürlich auch nicht alles richtig gemacht. Aber ich will gar nicht so weit ausholen. Ihr kennt ja das Problem mehr oder weniger. Dann die Zukunft und die ständige Angst, dass die abnehmenden Kräfte dann irgendwann doch nicht mehr reichen. In der Firma habe ich schon angekündigt, dass ich "absteigen" möchte und bin auf totales Unverständnis gestoßen. Man wolle doch schließlich immer nach oben. Ich aber nicht (mehr). Für kein Geld der Welt.
Lang Rede, kurzer Sinn. Lebt Ihr wirklich im Jetzt oder ertappt Ihr Euch auch immer wieder, mehr in der Vergangenheit und Zukunft zu leben? Das Leben rast vorbei, und so viele Momente erlebe ich gar nicht wirklich. Der Urlaub ist irgendwie völlig an mir vorbei gegangen. Arbeitsstreß und Hetze bis zum letzten Arbeitstag, dann komme ich erst mal einige Tage nicht mit der Entschleunigung klar, und wenn ich endlich in den Urlaubsrythmus gefunden habe, geht´s wieder Heim in den Streß. Diesmal steht neben dem Jobstreß außerdem ein Umzug ins neue Haus an. Ich bin 7 Mal ohne jede Hilfe umgezogen, aber nie hatte ich so einen Horror davor wie dieses Mal. Dabei freue ich mich so unbeschreiblich auf das neue zu Hause. Wie kann man es schaffen, einfach im Heute zu leben?
Eine kurzes Besispiel wie ich oft denke: 80 % meines bisherigen Lebens waren ein Desaster, die Summe einer Aneinanderreihung von Fehlentscheidungen und einer beknackten Familienkonstellation. Jetzt habe ich ein paar einigermaßen gute Jahre, und wenn ich Pech habe werde ich nicht mal alt. Und das war´s dann. Solche Gedanken habe ich ständig.
Ich freue mich wie immer riesig auf Eure Antworten und danke Euch schon einmal herzlich für Eure Anregungen, Tipps und Erfahrungen.

P. S.: Bin jetzt tatsächlich auch wieder in der Praxis Hasendompteurin. Meine Tochter hat 2 Hasen angeschleppt und ich konnte wie immer nicht nein sagen. :)

Alles Liebe
Eure Hasendompteurin
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #2
Ich denke, du brauchst dringend therapeutische Hilfe, bitte wende dich Fachleute, die Wartezeiten sind lang momentan, deshalb besser heute als morgen.
 
  • #3
Ich denke, du brauchst dringend therapeutische Hilfe, bitte wende dich Fachleute, die Wartezeiten sind lang momentan, deshalb besser heute als morgen.
Ich bin doch schon in Therapie. Der Therapeut sagt, dass meine Denke natürlich Teil meiner Kankheit und Lebensgeschichte sind, aber Achtsamkeit könne man auch trainieren. Daher meine Frage. Ich habe schon einiges zu dem Thema gelesen, aber die Theorie in die Praxis umzusetzen gelingt mir nur selten.
 
  • #4
Ich bin doch schon in Therapie. Der Therapeut sagt, dass meine Denke natürlich Teil meiner Kankheit und Lebensgeschichte sind, aber Achtsamkeit könne man auch trainieren. Daher meine Frage. Ich habe schon einiges zu dem Thema gelesen, aber die Theorie in die Praxis umzusetzen gelingt mir nur selten.
Vielleicht brauchst du auch Medikamente, die dir die Gedankenschleifen nehmen. Nicht alles geht nur mit Reden und dem Willen. Das kann sehr hilfreich sein.
 
  • #6
Ich bin mit mir mild mit der Vergangenheit, die ich nicht ändern kann. Da scheinst Du viel Energie zu vergeuden. Die Zukunft macht vermutlich jetzt gerade vielen Sorgen. Etwas Vorsorge hilft, aber zu viel Grübeln auch nicht.

Ich reise gerade viel, solange es noch geht, 8 Länder in den letzten Wochen und gleich geht es ins Nächste. Das fliegt gerade auch etwas vorbei, aber ich geniesse trotzdem die Augenblicke mit exotischen Eindrücken. Vielleicht einfach ab und an mal in ein Cafe setzen? Im Alltag schalte ich mittlerweile einen Gang zurück, spare mir Energie und genieße schöne Momente.
 
  • #7
Versuche es einmal mit dem Prinzip "Glas immer halbvoll", d.h. in den für dich negativen Ereignissen das Positive zu sehen. Das ist weiß Gott keine leichte Aufgabe, wenn man zum Trübsinn neigt. Ich habe viel Schlimmes im Leben durchlebt, wie Tod des ersten Kindes, falsche Partnerwahl, Scheidung, 4 Operationen. Aber das Schicksal hat mir auch viel Schönes beschert: die Liebe meines zweiten Mannes, ein schönes Haus, gelungene Enkel, und nun im Alter die große Liebe. Es ist vielleicht zu banal, aber du hast doch auch schöne Momente und freudige Dinge in deinem Allrag. Halte sie fest, laß sie dir nicht von trüben Gedanken und Ängsten kaputtmachen. Es ist einen Versuch wert.
 
  • #8
Puhhh, das klingt dermassen negativ, wie du dein Lebem beschreibst...

Ich für mich hab gelernt, alles anzunehmen, wie es gerade ist. Es ist jetzt so und das akzeptiere ich für den Moment, egal wie scheisse und versuche JETZT das Beste für mich dabei zu tun, das, was sich JETZT richtig anfühlt.

Dadurch bin ich in der Lage, das Leben auch im Kleinen so richtig krass zu geniessen, da heul ich vor Glück über einen Duft in der Natur oder über die kalte nasse Luft auf meiner Haut am Morgen. Ich spüre mich und lebe das, egal was kommt und wie es weiter geht. Den Moment geniessen und wahrnehmen und sich oft solche Momente gönnen, innehalten, spüren, dass JETZT gerade alles in Ordnung ist. Nichts verändern wollen im Jetzt, wenn du das fühlst, bist du im Jetzt angekommen.

Wenn du schon über die Vergangenheit grübelst, dann viell. im positiven Sinne: Was hat sie mich gelehrt und wodurch hat sie mich zu einem besseren Menschen gemacht?
 

Laleila

Cilia
  • #9
Ich lebe tatsächlich immer im Jetzt.

Mein Mantra war immer;
Die Vergangenheit ist nur Erinnerung, die Zukunft lediglich Hoffnung.
Das einzig Reale ist der jetzige Augenblick.

Früher bräuchte ich ein paar Werkzeuge für den Zugang zum Augenblick.
Die Besten fand ich in der bewussten Wahrnehmung.
Wenn ich bemerkte, dass 7ch mich nicht im Jetzt und Hier befinde, Innehalten.
Bewusst fühlen.
Z.B. die Kälte von kühlem Wasser. Oberflächenbeschaffenheit en, Sand zwischen den Fingern, Düfte sehr bewusst riechen.
Und dann nur auf diesen einen Eindruck achten. Ihn in jeder Einzelheit bewusst wahrnehmen.

Lass Dich vom Moment ablenken. Von einem Geräusch, eine Bewegung, einem Eindruck. Spüre in diesem Augenblick dem Erlebnis nach.

Verschiebe Deine Bedürfnisse nicht auf Morgen.
Du möchtest Mal wieder auf ein Konzert. Besorge Dir sofort eine Karte. Du denkst an einen Freund oder eine Freundin, die Du lange nicht sahst oder Hörtest? Rufe sie/ihn noch heute an oder schicke eine Nachricht.

Für mich persönlich gibt es keine Zukunft. Das meine ich so gar nichthoffnungslos. Es ist ein Fakt mit dem ich inzwischen sehr gut umgehen kann.
Dadurch ist die Gegenwart immer ausgesprochen präsent.
Das macht das Leben und Erleben ungleich intensiver.

Du wirst es nicht schaffen von heute auf morgen ständig im Jetzt und Hier zu leben. Also schaffe, wann immer Die auffällt dass Du es nicht tust, kleine Bewusstheits-Oasen.
 
  • #10
Lebt Ihr wirklich im Jetzt oder ertappt Ihr Euch auch immer wieder, mehr in der Vergangenheit und Zukunft zu leben?
Alles zusammen und zwar in fast allen Lebenslagen.
Aus der Vergangeheit gibt es was zu lernen fürs jetzt und für die Zukunft. Wer aus der Vergangenheit nicht lernt und für die Zukunft nicht plant kann unangenehme Überraschungen erleben. Ich bin nicht so risikofreudig und habe die Dinge lieber in der Hand.

Der Urlaub ist irgendwie völlig an mir vorbei gegangen. Arbeitsstreß und Hetze bis zum letzten Arbeitstag,...... wenn ich endlich in den Urlaubsrythmus gefunden habe, geht´s wieder Heim in den Streß.
Das kannte ich so nicht, als ich noch arbeitete, hatte aber auch mit guter Planung zu tun: alles ordentlich für Abwesenheit udn Unerreichbarkeit vorbereitet, um dann mit dem letzten Checkout in der Firma direkt in den Urlaubsmodus zu fallen und den auch erst beim ersten Nachurlaubs-Checkin zu verlassen.
Allerdings hatte ich einen Job, der sowas auch ermöglichte bei guter Vorplanung. Plnen muss man können und ich denke, da mangelt es Dir an Konsequenz.

Der Therapeut sagt.... Achtsamkeit könne man auch trainieren.
Da hat der Therapeut recht, aber aufgrund Deiner Posts hier habe ich den Eindruck: Du bist therapieresistent und kultivierst lieber Dein vermeintliches Elend mangels anderer Inhalte im Leben.

Will man was ändern, dann lamentiert man nicht endlos rum, sondern macht es, geht 2 mal wöchentlich nach der Arbeit in Achtsamkeitsgruppen um es zu lernen, später nimmt man Yoga dazu etc.
 
  • #11
Wie kann man es schaffen, einfach im Heute zu leben?
Ich finde es wichtig, Hobbys bzw Leidenschaften zu pflegen. Da kommt man in den Flow, setzt sich Ziele, fokussiert sich, ganz unabhängig von anderen Menschen oder irgendwelchen äußeren Ereignissen, auf die man keinen Einfluss hat.
Möglichst keine reinen „Konsumdinge“ (also nicht zB nur „Konzerte besuchen“, sondern zB „ein Instrument lernen“).
Verbindungen zu Menschen, Beruf etc sind wichtig, kosten aber Energie. Man muss die Akkus auch mal aufladen.
 
  • #12
Du bist therapieresistent und kultivierst lieber Dein vermeintliches Elend mangels anderer Inhalte im Leben.
Das war auch mein erster Gedanke, als ich deine, liebe FS, erneute (Jammer)Frage las. Hier hat Vikky weiter Recht:
Will man was ändern, dann lamentiert man nicht endlos rum, sondern macht es,
Du, liebe @Hasendompteur, hast einen Therapeuten, wohnst in einem grenznahen Haus deines Wunschlandes, kannst dir erlauben, im Job kürzer zu treten ... all das scheint nicht zu helfen - deine immer neu hier eingestellten Fragen tun es auch nicht, weil du dir die Antworten nicht zu Herzen nimmst. Irgendwo in meiner Erinnerung dümpelt sogar noch eine lang zurückliegende Diskussion um den Mann, der sich um dich bemüht, dessen Zuneigung du aber nicht annehmen kannst, obwohl du genau eine solche suchst. Vielleicht war es auch ein bisschen anders, (ich habe keine Lust, so weit zurück zu scrollen).

Du kannst nicht achtsam leben, weil du vor deinem Leben ständig davon läufst. Was ist an der Vergangenheit verkehrt - wenn man bereit ist, sowohl aus gemachten Fehlern, aber auch erlebtem Glück, zu lernen? Was ist an der Zukunft falsch, wenn man sie sich so vorbereitet, das man darin glücklich sein kann?

Zur Verarbeitung der Vergangenheit und zur Wegbereitung in die Zukunft, brauchst du die GEGENWART.
Achtsamkeit heißt für mich NICHT DAVONLAUFEN. Sich mit dem was ist auseinandersetzen, es zu ändern, wenn es nicht passt bzw. es zu genießen, wenn es passt.

Ich selbst liebe meine Vergangenheit, weil sie mich zu der gemacht hat, die ich bin. Und ich liebe die Zukunft, weil ich weiß, was ich will und was mich zufrieden macht. Kopf-in-den-Sand-stecken war noch nie eine Option; dafür aber Neugierde und Bereitschaft, mich dem (meinem) Leben zu stellen.

Versuche das mal! Das kannst du dann noch mit Yoga und anderen Entspannungsübungen würzen - und vielleicht auch mit einer ordentlichen Prise im Glauben an deinen Therapeuten (und das, wohin er dich lenkt; was aber nicht er, sondern du selbst erkennen musst).
 
  • #13
Lang Rede, kurzer Sinn. Lebt Ihr wirklich im Jetzt oder ertappt Ihr Euch auch immer wieder, mehr in der Vergangenheit und Zukunft zu leben?
Ich lebe mit Leichtigkeit total im Hier und im Jetzt, in der Gegenwart, daher habe ich auch extrem andere Ansichten! Ich sage dir aufrichtig und direkt, wie du zu mir rüber komnst: Du lernst aus deinem Leben nicht, nimmst nichts an, bist resistent, drehst dich immer um dieselbe Stelle, bist immer am gleichen Punkt. Die Ursache dafür: du bist nicht bereit, in die Tiefe deines Seins einzusteigen, an deinen "S Werten plus" zu arbeiten, hast 1000 Ausreden, 1000 Vorwände, läßt dich von allen Ecken ablenken und flüchtest vor dir selbst, nach dem Motto: ich könnte, ich sollte, ich müsste, aber getan wird nichts, was deine Persönlichkeit im Kern weiter bringt! Im Moment leben heißt: den Moment genießen, ihn bewusst leben, genau bei sich zu sein, seelisch, geistig und körperlich. In einem Moment der Stille, der Ruhe, gibt es keine Sorgen, über die Vergangenheit oder über die Zukunft. Für diesen einen Moment in der konzentrierten Aufmerksamkeit leben und jede Sekunde genießen, während sie vergeht! Alles kann man lernen, wenn man es nur möchte, auch die Aufmerksamkeit, die dazu notwendig ist! Um die Aufmerksamkeit zu üben, sollte man lernen, sich immer länger zu konzentrieren: z.B. ein Buch lesen, mit der Zeit immer mehr Seiten, ohne Ablenkung.
Das Leben rast vorbei, und so viele Momente erlebe ich gar nicht wirklich. Der Urlaub ist irgendwie völlig an mir vorbei gegangen. Arbeitsstreß und Hetze bis zum letzten Arbeitstag, dann komme ich erst mal einige Tage nicht mit der Entschleunigung klar, und wenn ich endlich in den Urlaubsrythmus gefunden habe, geht´s wieder Heim in den Streß.
Habe den Eindruck, dass du keine kompetente Hilfe hast, in der Therapie!
Diesmal steht neben dem Jobstreß außerdem ein Umzug ins neue Haus an. Ich bin 7 Mal ohne jede Hilfe umgezogen, aber nie hatte ich so einen Horror davor wie dieses Mal. Dabei freue ich mich so unbeschreiblich auf das neue zu Hause. Wie kann man es schaffen, einfach im Heute zu leben?
Du flüchtest vor dir selbst, hast Angst vor dir selbst, willst dich nicht besser kennenlernen, das sind die Gründe, warum du dich auf der Stelle bewegst und mit dir nicht weiter kommst!
 
  • #14
beschäftigt mich (wieder mal) das Thema Achtsamkeit, an dem ich trotz zahlreicher Versuche immer wieder gesheitert bin.

Das kann man starten mit einem der Grundbedürfnisse im Leben: dem Essen. Wenn Du da soweit bist, den ganzen krankhaften, ungesunden, überflüssigen Kram aus Deinem Alltag zu verbannen, bist Du bestimmt einen Riesenschritt weiter.

P. S.: Bin jetzt tatsächlich auch wieder in der Praxis Hasendompteurin. Meine Tochter hat 2 Hasen angeschleppt und ich konnte wie immer nicht nein sagen.
Meinst Du das ernst? Deine Tochter ist doch 18 oder? Wenn sie 2 Hasen halten will, vielleicht schmecken sie ihr ja, hast Du damit doch nichts zu tun.
 
  • #15
Mir haben ein paar Dinge geholfen. Aber erst als ich wirklich bereit war ;-) Ich musste eine Menge Glaubenssätze auflösen.
Am meisten beeinflusst hat mich Thích Nhất Hạnh und seine Werke.
Natürlich lohnt sich auch E. Tolle mit seinem "Jetzt"Dafür habe ich aber meine Zeit gebraucht. Seine Gedankengänge können anstrengend sein, wenn das Bewusstsein noch nicht so weit ist.
Eigentlich hilft alles was im Bezug zur buddhistischen Philosophie steht. Du wirst dir eine Praxsis suchen müssen, die dich dabei unterstützt, nicht alles zu glauben was du denkst. Das war zumindest für mich als Kopfmensch schwierig.
Ich habe immer mal wieder Phasen in denen ich nicht genug bei mir selber und damit auch nicht im Hier und Jetzt bin.
Für mich war das loslassen von Recht haben wollen und meiner Opferhaltung der größte Erkenntnisgewinn und die notwendige Voraussetzung.
 
  • #16
Hauptsächlich lebe ich in der Gegenwart mit einem Fuß in Richtung Morgen. Die Vergangenheit gehört dann und wann natürlich dazu. Wie jemand vorher schon schrieb zu Lernzwecken oder auch schöne Erinnerungen wie "weißt Du noch..?"

Ich habe ganz sicher einige dumme Entscheidungen getroffen, die die ein oder andere Lebensphase nicht unbedingt leichter gemacht haben. Trotzdem habe ich bis heute noch jede Erfahrung als Bereicherung empfunden.

Was nutzt es, über vergangene Entscheidungen zu grübeln, grollen, heulen oder was auch immer? Nichts davon ändert etwas an der getroffenen Entscheidung und ggfls damit verbundenen Unannehmlichkeiten.

Dabei ist das Schöne wirklich überall. Selbst in den hässlichsten Ecken. Ich finde den Rat "einfach bewusst zu genießen" schwer greifbar, daher würde ich eher raten, Dich bei jedem negativen Gedanken zu fragen: "und was nutzt mir das jetzt?". Ich denke bei gut 95% dürfte da ein "nichts." herauskommen.

Ich habe in den frühen zwanzigern auch stunden- oder gar tagelang Gedanken gewälzt. Die ein oder andere folgende "Fehl"entscheidung hat mir da doch sehr geholfen, eine gewisse Gelassenheit zu entwickeln 😉

Wenn ich heute "sinnlos zeit verschwende", dann mit schönen Dingen, nicht mit fruchtloser Gedankenwäzlerei.
 
  • #17
Lebt Ihr wirklich im Jetzt oder ertappt Ihr Euch auch immer wieder, mehr in der Vergangenheit und Zukunft zu leben?
Ich lebe im hier und jetzt und genieße es immer mehr.
Ich mache Yoga Shambavi Mahamudra und Meditation, das kann man mit einem Online Kurs lernen und es tut mir sehr gut .
Natürlich falle ich auch immer wieder mal in die Vergangenheit zurück oder in die Zukunft, aber es stört mich nicht mehr .
Ich genieße jede Tasse Tee , jedes Essen , jeden Tanz, jede Musik, jede Autofahrt . Ich sehe die Natur. Ich bin glücklich in mir selbst immer wieder , das kannst Du üben und immer wieder spüren.
Ich kann Dir YouTube Videos in englischer Sprache von Gurus aus Indien empfehlen, die sind uns meilenweit voraus, was dieses Thema betrifft.
 
  • #18
Lach - vielleicht sind die Hasen gar nicht so schlecht.
Du kannst nämlich von den Tieren lernen - die Hasen interessiert es nicht, dass sie deiner Tochter gehören. Dich lieben sie, weil du ihnen Möhren bringst ......

Ich bin auch so einer, der gerne aus der Vergangenheit lernt. Und manchmal Lösungsansätze findet, die heute einfach nicht mehr in sind. Aber funktionieren.
Hier haben heute fast alle die tote Königin angeschaut ..... ich bin raus. Mir hat das nicht gut getan, ich musste quasi mental wieder meinen Vater beerdigen. Ich wollte das nicht sehen ........
Du siehst, die Vergangenheit holt auch Buben wie mich ab und zu ein .......
Die Zukunft - ich möchte meine noch verbleibenden Jahre so gestalten, dass ich Freude daran habe. Ich habe das Meine dafür getan, dass auch nach meinem Abgang für V, meine Mutter, meine Nichten und Vs Tochter gesorgt ist. Mein Bruder passt auf sich selber auf .... aber zur Not ist für ihn auch noch ein Butterbrot da.
Aber ich lebe jetzt - habe Durst und Hunger, freue mich am Garten und meinen Autos ...... sehe voll Freude, wie meine Mutter V für ihre Gestaltung des Hauses lobt und wie V stolz lächelt .....

Die Zauberworte heissen Freude und Genuss - und wenn alle Stricke reissen: Denke ans HB Männchen. Die Werbespots gibt es auf Youtube. Mach es einfach ......
 
  • #19
Ich habe zwar dein Problem nicht, habe aber eine Erfahrung gemacht, die dir weiterhelfen könnte:
durch Zufall bin ich in eine Wandergruppe geraten, die hauptsächlich aus älteren Damen (Ü70, fast alles Witwen oder mit pflegebedürftigem Mann) besteht. Mit der Zeit habe ich viel über ihre Lebensgeschichten erfahren, und oft haben sie Dramatisches durchgemacht. Trotzdem sind sie lebensfroh und glücklich. Achtsam mit sich selbst.
Es hat mir einen anderen Blickwinkel auf mein eigenes Leben gegeben und dass vieles, über das ich mir Sorgen mache, eigentlich unwichtig ist.
Vielleicht kannst du dich im Seniorenheim oder Nachbarschaftshilfe engagieren?
 
  • #20
Ich finde es wichtig, Hobbys bzw Leidenschaften zu pflegen. Da kommt man in den Flow, setzt sich Ziele, fokussiert sich, ganz unabhängig von anderen Menschen oder irgendwelchen äußeren Ereignissen, auf die man keinen Einfluss hat.
Möglichst keine reinen „Konsumdinge“ (also nicht zB nur „Konzerte besuchen“, sondern zB „ein Instrument lernen“).
Dem stimme ich zu. Kreativ sein, ist das Stichwort, nicht konsumieren. Manche mögen meinen, im Flow zu sein ist Ablenkung von sich selbst. Aber genau das ist ja (auch) der Sinn - sich in dieser Zeit nicht selber zu beobachten, sondern einfach nur zu tun.
Sich selber beobachten, also wirklich nur beobachten (Meditation) ist ein anderer Zweig, die beiden Zweige schließen sich natürlich nicht aus.
ErwinM, 53
 
  • #21
Ich für mich hab gelernt, alles anzunehmen, wie es gerade ist. Es ist jetzt so und das akzeptiere ich für den Moment, egal wie scheisse und versuche JETZT das Beste für mich dabei zu tun, das, was sich JETZT richtig anfühlt.
Das mach ich auch so.
Auch eine gewisse Psychohygiene zu betreiben und sich nicht in negative Gedanken Spiralen einzulassen, die zu keinem guten Ergebnis führen können. Eben bewusst darauf zu achten, was einem durch den Kopf kriecht und dieses zu hinterfragen, wie sinnvoll oder nützlich es ist. Und wenn man feststellt, dass es Dinge sind, die einen aufregen, dann eben wirklich bewusst versuchen, die Gedanken wegzulenken und sich nicht hineinzusteigern. Das bedarf auch etwas Übung

Achtsamkeit bedeutet für mich jedoch in erster Linie auf meine Bedürfnisse zu achten.

Das betrifft banale Dinge im Kleinen, zB. zur Toilette zu gehen, wenn man muss und nicht erst noch irgendwas anderes fertig machen und noch ewig mit dem unangenehmen Gefühl der vollen Blase rumzulaufen.

Schlafen zu gehen, wenn man müde ist und nicht noch zu Ende zu chatten, weil der andere noch schreiben will. Zu essen und zu trinken, wenn man Hunger hat, auch hier bewusst essen und genießen.
Einfach auf sich selbst und seine Bedürfnisse achten und die wichtig nehmen.
Der wichtigste Mensch in deinem Leben bist du selbst!
 
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  • #22
Gerade weil ich (wahrscheinlich) ähnlich aufgewachsen bin wie du lebe ich fast nur im hier und jetzt. Ich plane nicht ewig voraus, ich spare auch nicht viel, wenn ich etwas tun möchte, dann nehme ich es in Angriff. Ich lebe immer im Wandel und habe ständig den Drang nach Weiterentwicklung, Veränderung.

Ich genieße mein Leben sehr wie es jetzt ist und möchte mich nicht ständig mit der Vergangenheit beschäftigen, die war chaotisch genug. Einen guten Therapeuten hatte ich mal, leider ist er dann weggezogen. Hat mir sehr geholfen, aber das findet man nur mit Glück vielleicht einmal im Leben. Mit den meisten ist es schwierig bis katastrophal. Vor allem die Diagnostik...
Mittlerweile muss ich aber sagen das ich schon immer etwas anders war, eher rebellisch. Ich war zwar schon als Kind sensibel, aber auch selbstbewusst. Wenn ich etwas nicht wollte, dann war es so. Auch wenn das zum guten Ton gehört hatte😂
 
  • #23
Ich kann intensives Yoga und körperliches Auspowern empfehlen. Allerdings habe ich auch schon Frauen getroffen, die dann die ganze Zeit an Figur/ Aussehen/ Wirkung/ Vergleich mit anderen denken, und dann funktioniert es natürlich nicht. Ich fand das sehr befremdlich. Du brauchst dann wirklich die Einstellung, nur bei dir zu sein, ohne nach rechts und links zu schauen. Tauch einfach in deine Körperwelt ein und genieße die Möglichkeit, dich zu bewegen. Idealerweise kombinierst du das mit Atemübungen.
 
  • #24
Ich finde es wichtig, Hobbys bzw Leidenschaften zu pflegen. Da kommt man in den Flow, setzt sich Ziele, fokussiert sich, ganz unabhängig von anderen Menschen oder irgendwelchen äußeren Ereignissen, auf die man keinen Einfluss hat.
Möglichst keine reinen „Konsumdinge“ (also nicht zB nur „Konzerte besuchen“, sondern zB „ein Instrument lernen“).
Ja, konsumiere nicht passiv, sondern mach schöne Dinge, bei denen du dich auf den Moment und die Tätigkeit selbst fokussieren musst. Wenn du ein Instrument spielst oder beim Klettern an einer Klippe hängst, kannst du dabei gar nicht allgemein über dein Leben philosophieren, sondern bist im Hier und Jetzt und musst dich auf den nächsten Griff konzentrieren. Mein Freund und ich machen schon seit Jahren, wenn wir mal eine kurze Depri-Phase haben, Sport, das hilft immer. Aber nicht alleine im dunklen Zimmer irgendwelche Dehnübungen und dabei Videos von Models gucken, sondern raus an die frische Luft und los! Es ist sogar wissenschaftlich erwiesen, dass dabei Glückshormone ausgeschüttet werden. Wenn ich durch den Wald renne oder Rad fahre und die Landschaft an mir vorbeiziehen sehe, die Erde rieche, die Sonne, den Schweiß und Wind auf meiner Haut spüre und anderen Menschen draußen begegne, geht es mir gleich besser und ich komme auf andere Gedanken. Für manche sind langsame Sachen wie Yoga und Meditation ein guter Weg, aber wenn du sowieso langsam und trübe herumhängst, dann geh doch mal los und powere dich richtig aus, bring Action in dein Leben!
w27
 
  • #25
Hallo Ihr Lieben,

vielen, vielen Dank für Eure lieben Antworten.

Ich habe viel Schlimmes im Leben durchlebt, wie Tod des ersten Kindes, falsche Partnerwahl, Scheidung, 4 Operationen. Aber das Schicksal hat mir auch viel Schönes beschert: die Liebe meines zweiten Mannes, ein schönes Haus, gelungene Enkel, und nun im Alter die große Liebe. Es ist vielleicht zu banal, aber du hast doch auch schöne Momente und freudige Dinge in deinem Allrag. Halte sie fest, laß sie dir nicht von trüben Gedanken und Ängsten kaputtmachen. Es ist einen Versuch wert.
Dein Beitrag hat mich besonders berührt. Gegen den Tod eines Kindes schrumpft fast jedes Problem zu einer Banalität und ich bewundere Menschen wie Dich wirklich zutiefst, die es trotz eines solchen Schicksals schaffen nicht den Mut zu verlieren. Ohne Übertreibung war es gesetrn einer meiner schönen Momente zu lesen, dass Dir zum Glück noch viele gute Dinge passiert sind. Ich freue mich so sehr für Dich!

Kritische Betrachtungen gehören natürlich auch dazu. Das Problem ist, dass alle Threads nur einen Teil meiner Person und meines Lebens abbilden. Wenn dieser jammerig rüber gekommen ist, war das jedenfalls absolut nicht meine Absicht. Ich möchte mich zu dem Thema wirklich nur austauschen. Ich verstehe aber, wenn es erscheint, ich wäre in meiner Persönlichkeitsentwicklung stehen geblieben. Aus meiner Sicht ist das nich der Fall, weil ich weiß, wie es mir noch vor Jahren ging. Ich war praktisch am Ende und wäre meine Tochter nicht gewesen, wäre ich heute defiitv nicht mehr hier. Ich will nicht näher darauf eingehen. Es würde den Rahmen sprengen, aber zu meinem psychischen Zustand von "damals" liegen Welten. Verändert hat sich auch meine Sicht auf die wichtigen Dinge des Lebens. Materielles spielt eine deutlich geringere Rolle, Karriere überhaupt nicht mehr. Wie erwähnt werde ich beruflich bald kürzer treten. Vor einigen Jahren wäre das undenkbar gewesen. Ich habe in meinem heutigen Leben viele glückliche Momente, ich lebe mittlerweile so gerne, dass ich am liebsten 100 werden möchte. Vor Jahren war ich froh über jeden Tag, den ich "überlebt" habe. Es hat sich also einiges getan, was hier natürlich oft zu kurz kommt. Ich kann ja keinen Thread zu den Momenten aufmachen, die ich genieße. Andererseits wäre es vielleicht keine schlechte Idee, wenn wir uns ab und zu dazu austauchen würden. Das Forum ist für mich eine tolle Gelegenheit, mich mit Menschen auszutasuchen, die ich zwar nicht kenne, aber die mir trotzdem lieb und vetraut sind. Ich stelle mir vor, ich sitze mit Euch in einer netten Runde und frage, wie ist das bei Euch? Was würdet Ihr an meiner Stelle tun? Und ich bin froh und dankbar, wenn Ihr mir antwortet. Für mich ist es einfach hilfreich zu hören, wie andere Menschen mit verschiedenen Dingen umgehen. Es gab noch keinen Thread, aus dem ich nicht etwas Wissenwertes mitnehmen konnte.
 
  • #26
Gestern hatte ich tatsächlich einen herrlichen Tag, den ich für mein Empfinden achtsam erlebt habe. Ich hatte einen langen Spaziergang mit meinem geliebten Leihhund, viel gelesen und es dabei tatsächlich geschafft, nicht an morgen zu denken. Ich frage mich, ob das noch mit meinem Urlaub zusammenhängt, aber es war schon mal ein Erfolg. :)
 
  • #27
Aber nicht alleine im dunklen Zimmer irgendwelche Dehnübungen und dabei Videos von Models gucken, sondern raus an die frische Luft und los!
Du hast keine Ahnung von Yoga, oder? So viele Klisches abzuspulen in einem Satz, und das bei einer wissenschaftlichen Ausbildung...
Ich habe kein Wort davon geschrieben. Natürlich macht man Yoga bei gutem Wetter draußen, im Park, am Fluss, auf dem Berg, am Strand. Und ich schlug dynamisches Yoga vor, das auch SportlerInnen ordentlich ins Schwitzen bringt. Wenn nach 30 min. nicht alles klebt....
Ich persönlich würde der FS Nepal empfehlen - Trekking, Yoga, Meditation. Einer der schönsten Orte der Welt, um Achtsamkeit zu lernen.
 
  • #28
. Ich stelle mir vor, ich sitze mit Euch in einer netten Runde und frage, wie ist das bei Euch
Ich gehe raus in die Natur, entweder zum Auspowern, Stress muss raus, oder und zum Fühlen, Wahrnehmen, Schauen.
Stell Dich irgendwo hin, konzentriert, auf die Füße achten, gut hinstellen, stell Dir vor, Du fühlst den Boden, Du gräbst Wurzeln. Schau Dich um, was siehst Du, mach die Augen zu, lausche, rieche. Je mehr Du Dir Zeit lässt, desto mehr bemerkst Du.
Wenn Du nicht im Stehen kannst, lehne Dich an einen Baum, oder setze Dich ans Wasser. Gehe abends spazieren, Sterne schauen.
Beim nächsten Essen, lass Dir Zeit, gute Atmosphäre, iss langsam, versuche die Geschmäcker zu finden. Bewusst essen und genießen, nicht essen, weil man essen muss.
Geh an Deinen Kleiderschrank, fühle die Stoffe, schau Dir die Farben an,, werde Dir bewusst, warum Du jetzt dieses Kleidungsstück anziehst.
Wenn Du Dich im Bad fertig machst, lächle Dich an, genieße die Dusche, das Prickeln, die Temperatur, das Eincremen.
Achtsamkeit, dafür musst Du das Jetzt Wahrnehmen üben, innehalten, wahrnehmen, bewusst, sich freuen, genießen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #29
Eigentlich hilft alles was im Bezug zur buddhistischen Philosophie steht.
Dem schließe ich mich an und möchte dir, @Hasendompteur, insbesondere das Buch "The Art of Happiness" ans Herz legen. Es ist das Ergebnis zahlreicher Unterhaltungen zwischen dem Dalai Lama und Howard C. Cutler, einem renommierten westlichen Psychiater und Glücksforscher.

Ersterer teilt Jahrtausende alte, bewährte buddhistische Weisheiten, aber auf absolut nicht esoterische, sondern sehr lebensnahe und zutiefst menschliche Art. Letzterer gleicht diese mit den neuesten Erkenntnissen wissenschaftlicher Forschung, zB aus der Neurologie, ab. Sehr spannend, und vieles auch ganz praktisch anwendbar.

Gestern hatte ich tatsächlich einen herrlichen Tag, den ich für mein Empfinden achtsam erlebt habe. Ich hatte einen langen Spaziergang mit meinem geliebten Leihhund, viel gelesen und es dabei tatsächlich geschafft, nicht an morgen zu denken.
Das klingt toll - weiter so. 🙂 Und wenn mal wieder ein trübsinniger Tag dazwischen kommt, an dem du es nicht schaffst, sei gnädig mit dir. Auch das ist Achtsamkeit. Hauptsache, du bleibst insgesamt dran.

Jetzt habe ich ein paar einigermaßen gute Jahre, und wenn ich Pech habe werde ich nicht mal alt. Und das war´s dann. Solche Gedanken habe ich ständig.
Dann stell dir mal vor, wie doof es erst wäre, wenn du ganz alt wirst und noch sehr viele gute Jahre auf dich warten - du sie dir aber mit solchen Gedanken versaust. Würde sich zehn-Jahre-in-der-Zukunft-Hasendompteur dann nicht erst Recht in den Hintern beißen?

P. S.: Bin jetzt tatsächlich auch wieder in der Praxis Hasendompteurin. 🙂
Schön! Sich um Lebewesen zu kümmern, sie zu beobachten und zu streicheln kann auch viele kleine Glücksmomente im Hier und Jetzt erzeugen.

W, 29
 
  • #30
Du hast keine Ahnung von Yoga, oder? So viele Klisches abzuspulen in einem Satz, und das bei einer wissenschaftlichen Ausbildung...
Ich habe kein Wort davon geschrieben. Natürlich macht man Yoga bei gutem Wetter draußen, im Park, am Fluss, auf dem Berg, am Strand. Und ich schlug dynamisches Yoga vor, das auch SportlerInnen ordentlich ins Schwitzen bringt. Wenn nach 30 min. nicht alles klebt....
Ich persönlich würde der FS Nepal empfehlen - Trekking, Yoga, Meditation. Einer der schönsten Orte der Welt, um Achtsamkeit zu lernen.
Oh, sorry, das war wohl ein Missverständnis: Das, was du zitierst, war gar nicht in Bezug auf Yoga gemeint (Yoga erwähne ich erst später), sondern auf Sportübungen im Zimmer:
Sport, das hilft immer. Aber nicht alleine im dunklen Zimmer irgendwelche Dehnübungen und dabei Videos von Models gucken, sondern raus an die frische Luft und los! Es ist sogar wissenschaftlich erwiesen, dass dabei Glückshormone ausgeschüttet werden.
Manche gucken ja YouTube-Videos und machen dazu Sportübungen bei sich im Zimmer auf dem Fußboden. Das finde ich an sich auch gar nicht schlecht, nur wenn man eh gerade in der Wohnung sitzt und am Leben verzweifelt, denke ich, dass es aufheiternder wirkt, mal eben draußen durch den Wald zu rennen (oder einen schönen Spaziergang mit dem Hund zu machen und zu gucken, was die Enten so treiben), als sich an den Laptop zu setzen und erstmal durch die ganzen Beiträge von irgendwelchen Fitness-Influencerinnen zu scrollen, um dann mit ihnen mitzuturnen, ich hatte dabei auch deinen Beitrag hier im Kopf:
Allerdings habe ich auch schon Frauen getroffen, die dann die ganze Zeit an Figur/ Aussehen/ Wirkung/ Vergleich mit anderen denken, und dann funktioniert es natürlich nicht. Ich fand das sehr befremdlich.
In einem trüben Moment würde ich nicht anfangen, mich erstmal bei Google über Home-Training zu informieren und Anleitungs-Videos von schönen, glücklichen Menschen zu gucken, sondern direkt raus an die frische Luft, neue Eindrücke sammeln und den Kopf frei kriegen.
w27
 
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