• #1

Wie wird aus dem eigenen Kind ein guter Mensch?

Kann man seinen Kindern eine Art Moral mit auf den Weg geben? Worauf muss man bei der Kindererziehung achten? Wie verhalten Sie sich, wenn Sie bemerken, dass sich Ihr Nachwuchs in der Gemeinschaft unsozial verhält?
 
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Mooseba

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  • #2
Auf keinen Fall pausenlos belehren und moralisieren bzw. so gut wie alles unter das Dach der Moral stellen. Natürlich sind viele Dinge unabdingbar wie Bitte und Danke sagen, freundlich grüßen, teilen, dem Gegenüber in die Augen sehen usw. Das sollte man mit dem Kind üben, es dafür loben, aber nicht bei Misserfolg sofort tadeln und strafen. Und auf keinen Fall sollte man einen strengen Moralkanon aufstellen und dem Kind recht früh ein schnelles schlechtes Gewissen beibringen.
 
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  • #3
Ich denke die Moral kann jedes Elternteil vermitteln in dem es seine Moral und Wertevorstellung dem Kind vorlebt im Alttag und gegenüber den Mitmenschen . Dabei ist es wichtig , dass dies nicht oberlehrenhaft oder belehrend sondern durch bewußtes Vorleben vermittelt wird.

Zumindest meine Eltern haben mir dies immer vorgelebt und unbewußt habe ich diese Verhaltensregeln übernommen und lebe diese auch jetzt im Erwachsenenleben ...

Im Nachhinein hätte ich nicht gedacht , dass unsere Umwelt und unsere Eltern uns so durch Ihr persönliches Verhalten prägen ....

Experten sagen , dass gerade Kinder bis zum 6. - 7. Lebensjahr sehr stark geprägt werden durch die Umwelt / Eltern für die Zukunft
 
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  • #4
Ich habe zum Glück keine Kinder, aber wenn ich welche hätte, die sich asozial verhielten, würde ich mir überlegen, wo der Fehler in meiner Erziehung liegt.
Ich glaube, Kinder werden von ihren Eltern oft zu respektlos behandelt (das fängt schon bei "liebevoll gemeinten" Spitznamen und dem Eintreten ins Kinderzimmer ohne Anklopfen an) und bekommen gleichzeitig zu wenig Grenzen gezeigt (Mutter fordert nicht konsequent Ruhe ein, obwohl sie sie dringend braucht). Sprich: Es wird ihnen vorgelebt, dass man sich gegenseitig nicht respektieren muss. Da hilft dann auch keine Moralpredigt mehr.
 
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  • #5
Patentrezepte will und kann ich nicht liefern...
Das Wichtigste ist meiner Ansicht nach, dass der junge Mensch authentische ehrliche Bezugspersonen erleben kann, die sich IHREM Leben stellen, die grundsätzliche soziale Werte vorleben... Von "Erziehung" im eigentlichen Sinn habe ich noch nie etwas gehalten, ich finde allein das Wort schon gräßlich... Man kann seinen Kindern keine Moral mitgeben, die sie nicht erfahren haben... Sie können sich vielleicht, wenn sie es nicht erfahren haben, viel später dazu entscheiden, sich weniger "unsozial" oder "unmoralisch" zu verhalten, aber das wird meiner Beobachtung nach frühestens dann eintreten, wenn sie keine Instrumentalisierung mehr erleben müssen... und sicher nicht das unwichtigste: Kinder müssen Gerechtigkeit sehen, sie sollten in ihrer nächsten Umgebung erkennen können, dass Verhalten irgendwelche Konsequenzen nach sich zieht, je nach Alter... Am wichtigsten ist, dass sie es bei den Erwachsenen erleben, zB Wie gehen die Eltern miteinander um, welche Schlüsse kann ich als Kind daraus ziehen..., leben diese Eltern ein ehrliches Miteinander oder ist das Kind ständig damit beschäftigt die "Betriebsgeheimnisse" der Eltern für sich ordnen zu müssen??? ......................
 
  • #6
Indem man dem Kind nicht erzählt, die Welt sei ideal, sondern indem man dem Kind altersgerecht die Welt erklärt, zeigt, dass vieles kompliziert ist, Orientierung gibt und zeigt, wie man darüber nachdenken, abwägen, entscheiden, ausprobieren, lernen kann.
 
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  • #7
Gute Erziehung erschöpft sich in
- liebevollem Umgang, immer (!)
- wenigern moralischen Worten
- Vorbild sein. Am besten auch immer.
 
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  • #8
Mal links und mal rechts gucken, wie andere Mütter das so machen. Ein paar Bücher lesen, um auf dem aktuellen Stand der moderenen Kindererziehung zu sein und auch mal Ratschläge von außen annehmen!
Mütter die alles ablehnen oder schlecht reden, erziehen ihre Kinder zum typischen Sonderling.
 
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  • #9
Zum Vorredner,

nein, mal links mal rechts gucken, davon halte ich gar nichts..., was ich da von weitem schon erkennen konnte, halte ich nicht für nachahmenswert...
Bücher lesen um Kinder erziehen zu können??? Sogar unsere Katze (auch ein Säugetier, mit vielleicht ein bisschen weniger Hirn...) hat es geschafft, ihre Kinder vorbildlich zu erziehen, ganz ohne Bücher lesen... Ratschläge annehmen, sind die essbar oder vergiftet? Also, wenn schon ich bevorzuge E605!!!
Ich glaube die typischen Sonderlinge, sind diejenigen, die den gößten Lebensstürmen am ehesten standhalten können, aber es gibt natürlich wie immer Ausnahmen...
 
  • #10
Kinder sind wie lebende Kopierer, sie werde das, was Du ihnen vorlebst und bewegen sich in den Grenzen die Du setzt und für deren Einhaltung Du verantwortlich bist.
Strenge tut der Liebe keinen Abbruch.
 
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  • #11
was ist den unsozial ? Jugendspezifische Delikte würde ich schon mal nicht per se dazu zählen wenn es bei einem Einzelfall bleibt (Rauferei auf dem Dorffest). Ansonsten: Als gute Menschen werden hier im Forum solche verstanden, die erfolgreich sind und ohne wenn und aber ihre bürgerlichen Pflichten erfüllen; d.h. Jasager oder knallharte Vorgesetzte oder Behördenmitarbeiter die - manchmal absichtlich und guten Gewissens - ganze Existenzen oder Betriebe über den Jordan gehen lassen. Den Lebensweg eines Menschen kann niemand bis zum letzten Tage im Kindesalter vorgeben, die Menschen vor 40 Jahren lebten in einer anderen Welt als wir heute und in 20-30 Jahren werden die heutigen Kinder anderen Herausforderungen entgegentreten müssen als wir heute. Wer aus zerrütteten Verhältnissen kommt (gar nicht mal immer einkommensabhängig) wird voraussichtlich ein härteres und dadurch bedingt ein weniger "gutes" Leben führen als wohlbehütet aufgewachsene Menschen die vom Glück gesegnet sind. Wer nicht kämpfen muss kann auch nichts Schlechtes tun. Die heuteige Erziehung zielt vor allem darauf ab, Kinder zu willenlosen "guten" Zahnrädern der Wirtschaft werden zu lassen - weniger darauf sich ihre eigene Meinung (die auch mal falsch sein kann) zu bilden, anstatt die Meinungen der Medien, einiger alter Platzhalter (damit meine ich alle die ihre Posten nicht räumen wollen, den Hals nicht vollbekommen und Protektionismus betreiben) oder vermeintlicher Heilsbringer jeglicher Couleur zu übernehmen. m 41
 
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  • #12
Ich glaube, Kinder werden von ihren Eltern oft zu respektlos behandelt (das fängt schon bei "liebevoll gemeinten" Spitznamen und dem Eintreten ins Kinderzimmer ohne Anklopfen an) [...]
Es wird ihnen vorgelebt, dass man sich gegenseitig nicht respektieren muss.

Richtig, man muss sich GEGENSEITIG respektieren.
Aber dass Eltern vor dem Betreten des Kinderzimmers anklopfen müssen - falls du das wirklich ernst meinst, ist dir wohl wirklich was aus dem Ruder gelaufen.
Bei aller Liebe: Kinder sollten zuerst mal die Eltern respektieren, die ihnen auf die Welt verholfen haben und dabei sind, sie mit Liebe und Mühe großzuziehen. In Liebe respektieren meine ich natürlich; ich rede nicht von Kadavergehorsam und Angst. Aber es muss doch klar sein, wer die Eltern sind und wer die Kinder, und wer die Verantwortung trägt. Und wer deswegen auch, vor allem, so lange die Kinder klein sind, die Ansagen macht. Zum Besten der Kinder und der ganzen Familie.
 
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  • #13
Richtig, man muss sich GEGENSEITIG respektieren.
Aber dass Eltern vor dem Betreten des Kinderzimmers anklopfen müssen - falls du das wirklich ernst meinst, ist dir wohl wirklich was aus dem Ruder gelaufen.
Bei aller Liebe: Kinder sollten zuerst mal die Eltern respektieren, die ihnen auf die Welt verholfen haben und dabei sind, sie mit Liebe und Mühe großzuziehen. In Liebe respektieren meine ich natürlich;

Ich sehe es auch so, dass Respekt von Seiten der Eltern den Kindern gegenüber vorhanden sein muss. Auch Kinder haben ein Recht auf Privatsphäre und ähnliches.

Ich habe auch Respektlosigkeiten von meinen Eltern erlebt (morgens einfach so ins Zimmer kommen und das Rollo hochziehen, sich über meine Probleme lustig machen etc.) und fand es schrecklich. Zum Respekt gehört außerdem auch, die Kinder nicht zu schlagen.
 
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  • #14
Meine Tochter ist schon 21 und ein wunderbarer Mensch mit viel Empathie und sozialem Denken und Handeln.

Ich habe vor vielen Jahren mal gehört, man soll mit seinen Kindern umgehen, wie mit seinem besten Freund (Respekt, Achtung etc.). Das habe ich in all den Jahren beachtet ........ und es hat funktioniert.
 
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  • #15
Um zu anderen Menschen ein gutes Verhältnis haben zu können, sollte das Kind ein gutes Verhältnis zu sich selber haben. Leute mit zu vielen Problemen werden oft so unglaublich Selbstsüchtig, dass sie nicht merken, wenn Sie andere verletzten.

D.h. meiner Meinung nach ganzganz wichtig: Lob Dein Kind. Sag ihm dass Du stolz auf Sie/Er bist. Dass es ein toller Mensch ist (je nachdem ob Du ein leistungsorientiertes Kind willst, dass sich nur aus Leistung definiert oder eben nicht, sollte man Lob auch unabhängig von Leistung verteilen). Und schenk dem Kind, wenn Du Zeit hast, genügend Aufmerksamkeit. Es soll nicht darum betteln müssen.

Mit einem gesunden Selbstwertgefühl wird es einfacher gute Soziale Bindungen haben können.
 
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  • #16
Aber dass Eltern vor dem Betreten des Kinderzimmers anklopfen müssen - falls du das wirklich ernst meinst, ist dir wohl wirklich was aus dem Ruder gelaufen.
Bei aller Liebe: Kinder sollten zuerst mal die Eltern respektieren, die ihnen auf die Welt verholfen haben und dabei sind,.

Ohne Anklopfen in das Kinderzimmer zu gehen ist ein absolutes Tabu. Das ist eine komplette Missachtung der Privatsphäre.
Im Übrigen sollten die Kinder natürlich ihre Eltern respektieren, wie auch umgekehrt die Eltern ihre Kinder respektieren sollten, was sich eben auch beim Anklopfen zeigt.
Eltern haben Kindern auch wirklich nicht auf die Welt verholfen, sondern sie haben sie aus egoistischen Gründen bekommen. Damit obliegt ihnen auch die Verantwortung und zwar solange, bis die Kinder sie selber übernehmen können.
 
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  • #17
Ich habe noch keine eigenen Kinder, aber trotzdem ein praktisches Beispiel, für Sozialverhalten, aus meinem Umfeld: Wenn ich mitbekomme, dass mein Patenkind (4J) beim Spielen auf dem Spielplatz z.B. anderen Kindern das Lieblingskuscheltier klaut, dann beobachte ich erst ganz kurz, ob die Kinder untereinander zu irgendeiner Art von Aushandlung kommen.

Sobald aber sichtbar ist, dass das "beklaute" Kind leidet und meine Schützling "handgreiflich" wird um seine "Beute" zu verteidigen, greife ich ein und erkläre meinem Patenkind in Ruhe die Lage.

Vermutlich kann man das als Grenzen setzen bezeichnen. Ich finde es wichtig, dem Kind zu vermitteln, dass dort eine Grenze ist, wo man einem anderen weh tut (ist jetzt hart ausgedrückt für diese Beispiel). Ja, ich denke Grenzen setzen und zugleich erklären wieso, weshalb, warum, und das Kind dabei respektvoll und nicht von oben herab behandeln. Hoffentlich trägt das dazu bei ein gutes Gefühl für soziale Situationen und soziale Gerechtigkeit zu entwickeln. Das ist für mich ein kleiner Baustein vom Milliarden weiteren lebenswichtigen, in der Kindererziehung.
 
  • #18
Bei aller Liebe: Kinder sollten zuerst mal die Eltern respektieren, die ihnen auf die Welt verholfen haben und dabei sind, sie mit Liebe und Mühe großzuziehen.

Nein total die falsche Richtung. Kein Kind hat um seine Geburt gebeten. Wie soll ein Kind Respekt lernen, wenn es den selber nicht erfährt? Liebe steht jedem Kind zu. Die Mühe mit den Kindern haben die Eltern sich selber ausgesucht.

Vielleicht sollte man fragen, was macht gute Eltern aus?
 
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  • #19
Eigentlich ganz kurz zu sagen_Was du nicht willst das man dir tut das füg auch keinem anderen zu
 
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