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Gast

  • #1

Wie wichtig sind die Freunde eines Mannes einer Frau?

Hallo zusammen,
wie Eingangs beschrieben stellt sich mir die Frage wie sich die Freundschaften eines Mannes auf seine Attraktivität auswirkt.
Es interessiert mich deshalb, da ich zum Beispiel überhaupt keine Freunde besitze sondern nur Bekannte und Kollegen. Ich komme mit allen klar und habe freundlichen Umgang. Aber niemals ist jemand dabei, den ich als Freund bezeichnen würde. Desweiteren komme ich besser mit Frauen zu recht als mit Männern und ich habe eine grosse Familie, die ich als mein Freundeskreis ansehe.
Also wie würdet ihr als Frau reagieren, wenn ich zum Beispiel bei einem Date auf die Frage nach meinen Freunden, ehrlich antworten würde, würdet ihr mich direkt als Spinner/Loser klassifizieren?

M 31
 
  • #2
Ich würde dich ganz bestimmt nicht als Loser/Spinner klassifizieren, denn ich habe auch keine Freunde und finde nicht, dass ich deshalb merkwürdig oder sonstwas negatives wäre. Ist ja nicht so, dass ich niemals Freunde gehabt hätte, aber wie das mit steigendem Alter nun mal so ist: Man lebt sich buchstäblich auseinander.

Bei mir war es so, dass meine Freundinnen in ganz anderen Lebensumständen leben als ich und es so immer weniger Übereinstimmungen in den Interessen gegeben hat. Wir waren immer weniger auf einer Linie, verloren immer mehr die gemeinsame Basis und so sind die Freundschaften eben eingeschlafen. Wir sind nicht etwa im Bösen auseinander gegangen.

Auch finde ich, dass es schwerer wird Freunde zu finden je älter man wird. Die meisten Leute sind doch mit ihrem Leben und/oder ihrer Familie so sehr beschäftigt, dass die gar keine Zeit für Freunde bzw. gemeinsame Unternehmungen und Treffen habe.

Von daher sagt für mich die Abwesenheit von Freunden nichts schlimmes aus. Es wäre mir also schlichtweg egal, ob du Freunde hast oder nicht.
 
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Gast

  • #3
Ich habe selbst eine beste Freundin, die ich seit Jahren kenne, in ihrer Nachbarschaft wohne, ihr alles erzähle usw.. Sie ist mir sehr, sehr wichtig, manchmal sagen wir zum Spaß, dass wir im Grunde auch eine Beziehung führen.
Aber alle anderen sind mehr oder weniger Bekannte, mit denen ich ab und zu was trinken oder auch mal feiern gehe, aber die Bindung zu diesen Frauen ist nicht besonders eng, längst nicht so eng wie zu meiner besten Freundin. Es gibt z.B. eine, die ich auch schon lange kenne und wir sehen uns auch regelmäßig, aber manchmal haben wir wochenlang gar keinen Kontakt - allerdings ohne Streit oder so. Die Freundschaft ist einfach eher oberflächlich und bei den anderen ist es ähnlich.
Somit habe ich im Grunde nur eine einzige richtige Freundin, und ansonsten Bekannte bzw. oberflächliche Freundschaften. Ist für mich absolut in Ordnung, ich war noch nie jemand, der ständig viele Leute um sich brauchte.
Bei einem Mann würde mich das auch nicht stören, ok, wenn einer jetzt überhaupt keine sozialen Kontakte hat, fände ich das schon seltsam, aber so wie du es beschreibst, ist es doch in Ordnung.
 
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  • #4
Ein guter Draht zu Bekannten, Kollegen und Familie ist durchaus wertvoll, passt doch. Mir ist wichtig, wie ein Mann mit seinen Mitmenschen umgeht, nicht wieviel intime Freunde er hat. Jeder weiß, dass man die allenfalls an einer Hand abzählen kann.

Schlimm wäre es, wenn du jeden noch so fern Bekannten als großartigen und engen Kumpel präsentieren würdest und in Wahrheit vereinsamt bist - das spürt man nämlich und kommt nicht gut an. Dann würde man dich vielleicht schon für einen leichten Spinner halten.
 
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  • #5
Wenn man auf das Wort Freundschaft einen harten Blick wirft, habe ich auch keine Freunde. Von daher: Nein, ich würde dich auch nicht als Spinner oder Loser ansehen.
 
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  • #6
Ich habe einen Freund, der nur Frauen als Freunde hat. Wir verstehen uns sehr gut, als Freundinnen... Er wirkt nicht männlich.
Ich pflege den Kontakt zu meinen Freundinnen aus der Schule und Uni und Freundinnen, die ich über die Kinder oder den Job kennengelernt habe. Diese Nähe ist mir sehr wichtig. Ich würde keinen Mann als Looser bezeichnen, der keine Freunde hat und ich wäre nicht abgeneigt ihn näher kennenzulernen, falls er eine interessante Persönlichkeit hat, aber ich würde mich fragen was das für einen Menschen ist, der an niemandem so interessiert war ihn besser kennenzulernen oder wie sein Selbstwertgefühl ist...
 
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  • #7
Ich finde das auch nicht schlimm. In der heutigen Zeit ist es sowieso sehr schwierig wahre Freunde zu finden. Ich habe auch einige Bekannte, die der Meinung sind, wir wären Freunde, aber ich würde sie nicht als meine Freunde bezeichnen, weil ich mich nicht auf sie verlassen kann. Oftmals war ich in der Vergangenheit darüber sehr traurig, dass sich solche Freundschaften trotz Bemühungen meinerseits nicht ergeben haben. Mittlerweile akzeptiere ich das. Ich glaube es sind auch viel mehr Menschen einsamen und ohne wahre Freunde als einem überhaupt bewusst ist.
 
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  • #8
Es ist schon erschreckend wenn ich M48 lese das heute jungen Menschen nach der Schule oder Studium keine feste Freundschaften haben..

Was eigentlich ganz typisch für Freundschaften steht war bei Männer meist ein Zustandekommen durch den Verein , gemeinsame regelmässige Skatabende oder man konnte ihn anrufen wenn ich
nachts mit Auto irgendwo stehenblieb.

Die Beste Freundin, ja mit der konnte man über alles Reden..Probleme erötern.

Zu diesen Beispielen fällt mir ein das wir für diese Dinge niemanden mehr so wirklich brauchen.

Skatspielen wird einem online abgenommen, die Autopanne ,,na ja so ziemlich jeder ist heute im ADAC..Und Problemeröterung finden wie hier in Onlineforen statt.

ich kann dem FS deshalb nur empfehlen bestehende Kontakte oder Bekannte so zu pflegen das Freundschaften daraus werden..
 
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  • #9
Die allermeisten Menschen, die als Freunde bezeichnet werden sind in Wirklichkeit keine Freunde, man erfährt das nur in Notsituationen, wer sich als Freund qualifiziert! Insofern lege ich da keinen so großen Wert darauf. Menschen, die sich für die "sog. Freunde" auflösen, alles liegen und stehen lassen sind mir eher suspekt.
 
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  • #10
Lieber FS,
ich persönlich finde es gut, wenn du nicht alle Bekannten als Freunde bezeichnest.

Ein früherer Partner von mir verwendete den Begriff "Freunde" so inflationär, dass ich ihn für oberflächlich hielt. Jeder, der mit ihm mal ein Seiterl an der Bar trank, war schon ein Freund für ihn, wurde auf FB geaddet. Jede seiner Ex-Freundinnen (mich ausgenommen) blieb als beste Freundin erhalten. Ich konnte von Liebe nicht auf Freundschaft umschalten, deshalb haben wir keinen Kontakt mehr.

Ich habe ebenso viele Bekannte, aber als Freundin bezeichne ich wirklich nur ganz wenige.
w/46
 
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  • #11
Lieber FS,
ich würde Dich keinesfalls als Loser definieren, im Gegenteil. Du würdest auf mich einen sehr guten Eindruck machen.
Meine persönliche Haltung ist jene, dass der Begriff "Freund" für mich schon sehr wertvoll ist, den ich nicht so schnell an jemanden vergebe.
Auch ich habe zu 99% Bekannte, Kollegen, die ich mag, schätze und gerne treffe. Ich habe ein paar ganz wenige Menschen, die ich als Freund bezeichne.
Mir wären Menschen suspekt, die einen Freundeskreis von 100 Menschen haben. Das klingt für mich oberflächlich.
Ich kannte auch mal einen Mann, der hunderte Telefonnummern in seinem Handy hatte, alles waren Freunde. Ich kam mir damals auch ein bisschen komisch vor, dass ich nicht mit dieser Zahl aufwarten konte!
Im Laufe der Zeit habe ich mitbekommen, dass bei diesem Mann kein einziger "Freund" da war, wenn zB eine Einladung ausgesprochen wurde oder die Frage nach einem Treffen anlässlich Geburtstag usw. von keinem beantwortet wurde.
Tatsächlich hatte dieser Mann zu all seinen "Freunden" oberflächlichen Kontakt, lustige Telefonate aber tiefgehende Gespräche oder sonstwelche Treffen mit Freude waren es nicht.
Für mich ist ein Freund wirklich was ganz besonderes, deshalb gehe ich damit sorgsam und wählerisch um
Alles Liebe
w/45
 
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  • #12
Es ist sehr wichtig.

Ohne Freunde schließe ich darauf, dass der Mann unfähig ist sich mit anderen zu beschäftigen. Stufe ihn oberflächlicher ein. Traue ihm nicht zu an einer Sache zu arbeiten. Vermute Macken, die eine Freundschaft schwer machen. Ich gehe davon aus, dass er sich um Niemanden richtig kümmert. Unterstelle wenig Reflexion von anderen. So Jemand arbeitet ungern an sich....
 
  • #13
@FS

Wenn es dir mal wirklich schlecht geht, dann erkennt man sehr schnell wer die wirklichen Freunde sind. Insofern ist dein Blick, dies im Vorfeld zu betrachten, nicht verkehrt. Bei einer Frage danach solltest du halt dann auch zwischen Kumpels und Freunden unterscheiden.
 
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  • #14
Auch mein Mann hat nur einen einzigen Freund, den ich wirklich als Freund bezeichnen würde. Und noch 2, 3 sehr gute Bekannte.
Das ist bei Männern, wie ich beobachte, nicht selten so.

Ich habe einen relativ großen Freundeskreis, und ich finde auch nicht, dass es mit zunehmendem Alter schwieriger wird. Ein bisschen, aber nicht viel. Ich habe Freundschaften, die schon mein ganzes Leben lang bestehen und bis heute gehalten haben. Heute gehe ich zum Geburtstag einer Freundin, die ich seit genau 30 Jahren kenne, am Sonntag zu einer, mit der ich seit über 20 Jahren befreundet bin. Meine älteste Freundschaft besteht sei 58 Jahren, also mein ganzes Leben lang. Diese Freundin ist 11 Tage älter als ich, unsere Mütter waren damals beste Freundinnen und haben ihre Töchter fast gleichzeitigt bekommen.
Ich schließe immer noch neue Freundschaften oder zumindest gute Bekanntschaften, was sicher auch damit zusammenhängt, dass ich viele Interessen habe.

Dass mein Mann im Gegensatz zu mir nicht sehr kontaktfreudig ist, erstaunt mich, aber stört mich nicht wirklich. Solange er mich meine Kontakte pflegen lässt ...
 
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  • #15
Freunde sind die Menschen, vor denen ich mich zu meiner neuen Freundin bekenne, indem ich sie ihnen vorstelle. Den Freunden vorgestellt zu werden beendet definitiv jede Unverbindlichkeit, denn von diesem Tag an gilt man offiziell als zusammengehörig.

Am Verhalten der Freunde merkt eine Frau auch, ob sie als temporäre Verzierung des Mannes gesehen wird oder in der Erwartung, daß man in den kommenden Jahren so manches zusammen unternehmen und so manchen Geburtstag zusammen feiern wird.

Eine Frau, die meine Freunde nicht kennenlernen will, ist wohl eigentlich schon wieder auf dem Absprung. Aus welchen Gründen auch immer.
 
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  • #16
Es ist sehr wichtig.

Ohne Freunde schließe ich darauf, dass der Mann unfähig ist sich mit anderen zu beschäftigen. Stufe ihn oberflächlicher ein. Traue ihm nicht zu an einer Sache zu arbeiten. Vermute Macken, die eine Freundschaft schwer machen. Ich gehe davon aus, dass er sich um Niemanden richtig kümmert. Unterstelle wenig Reflexion von anderen. So Jemand arbeitet ungern an sich....
Nein, das würde ich von mir nicht behaupten. Ich glaube, es ist heute allgemein so, dass die Leute viel zu beschäftigt sind, um sich mit anderen zu beschäftigen.
Für mich galt das nur in der Endphase meines Studiums. Ich war so beschäftigt mit Prüfungsstress und Überleben, dass ich nicht mehr rechts und links schauen, sondern nur mit Scheuklappen vorangehen konnte. Und den anderen ging es auch so. Jeder für sich. Zeit für soziale Kontakte ist doch heute ein echter Luxus.
Nach der Uni habe ich kaum noch Leute überhaupt kennengelernt, mit denen ich mir eine nähere Bekanntschaft hätte vorstellen können. Und die wenigen hatten nicht unbedingt Interesse und/oder waren mit eigenem Kram beschäftigt.
Bezeichnendes Bild: Ein Pärchen oder Gruppe von Menschen, die zusammen unterwegs sind, steht auf der Straße und starrt - jeder für sich - wie paralysiert in sein Handy. Statt miteinander zu kommunizieren.
Wie weit diese Jeder-für-sich-Haltung geht, kann man sogar auf Hundewiesen sehen. Auch Hunde brauchen positive Sozialkontakte zu Artgenossen. Aber was machen viele Hundehalter? Sie nehmen einen Ball mit auf die Wiese und schon interessiert ihr Hund sich nur noch dafür und verteidigt seine Beute mehr oder weniger massiv gegen die anderen statt friedlich mit ihnen zu spielen. So läuft es allgemein in der Gesellschaft doch auch: Jeder jagt nur noch dem Ball ( = der Beute = dem Geld) hinterher, hat keine Zeit mehr für die anderen und sieht sie nur noch als Konkurrenz.
Wie sollen denn in einem solchen Klima Freundschaften entstehen?
 
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  • #17
Ich finde Freunde schon wichtig in meinem und dem Leben meines Partners. Oberflächliche Duziduzi- und Bussibussi-Bekannte haben wir nicht. Wir legen Wert auf eine echte Freundschaft, in der man sich auch in Notsituationen verlassen kann. Mein Partner hat zwei Freunde, die ihn schon seit Jahren begleiten und ich habe auch drei Freundinnen, zu denen ich eine intensive Freundschaft pflege.

Bekannte geben mir nichts und mit Kollegen pflege ich keinen privaten Kontakt.

Eine Freundschaft entsteht nicht von heute auf morgen. Sie entwickelt sich, und das braucht Zeit. Wichtig ist auch, dass man Freundschaften intensiv pflegt.


Für mich sind Freunde eine Bereicherung in meinem Leben. Bei einem Partner ohne Freunde käme ich schon ins grübeln, wieso, warum und weswegen.
 
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  • #18
Hier der FS,

das mit der "Freundlosigkeit" hat seinen Grund in der häufigen Umzieherei und wegen meiner Beziehung zu einer Frau, die nach 8 Jahren vor 2 Jahren zu Ende war. Meine, ich nenn es mal, "Gang" hatte damals meine Freundin nicht angenommen, weshalb ich mich bei denen nicht mehr gemeldet habe. Auf Grund dessen sind sämtlich Kontakte, die ich damals in der Jugendzeit geknüpft habe, komplett zusammengebrochen. Im Nachhinein finde ich das zwar Schade, da es sich eigentlich, bis auf den Punkt mit der Freundin, um toffte Jungs gehandelt hat, aber ändern lässt es sich nicht mehr. Alle Leben nun durch Beruf und Studium in Deutschland/Europa verteilt, wodurch eine erneute Kontaktaufnahme sich für mich nicht wirklich lohnt, da sich daraus auch nur sporadische Kontakte entwickeln würden.

Da ich den Vergleich mit anderen Männern habe, frage ich mich, ob es ein Makel auf der Weste ist, in dieser Richtung kein vergleichbares soziales Gefüge zu haben. Zum anderen habe ich auch nicht das Bedürfnis daran. Dafür sind die meisten einfach zu uninteressant (zumindest was mir so bisher in den letzten Jahren begegnet ist). Es ist nicht so, dass ich keinen Kontakt zu anderen finde oder dass ich irgendwo in einer Ecke sitze und vor mich hin lebe. Ich gehe raus und rede mit den Leuten, gehe auf Fremde zu und halte einen kurzen Plausch, wenn ich Hilfsbedürftige sehe packe ich auch ungefragt mit an. Aber darüber hinaus, Pustekuchen.
Es kann, meiner Meinung nach, auf andere Menschen befremdlich wirken. Deshalb wollte ich eine externe Meinung dazu hören wie es wirklich auf andere fremde Menschen wirkt (Menschen die mich kennen kann ich ja schlecht fragen wegen mangelnder Objektivität).

Mein Selbstbild ist natürlich nicht der eines asozialen Einsiedlers oder Egozentrikers (obwohl der Thread mein Problem natürlich als Thema hat).

Danke schon mal an alle, die ihre Meinung kund tun.
 
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  • #19
Kurz gesagt: Der Trend geht zwar zu unzähligen virtuellen "Freunden" in (As-)Sozialnetzwerken. Im "Real Life" ist soziale Interaktion purer Luxus.

Die Folge, die ich beobachten kann, ist eine Abwertung und Abflachung von zwischenmenschlichem Miteinander. Die Kombination aus den stetig steigenden Anforderungen an unseren Alltag und unser Zeitmanagement und inflationärer, sowie flacher Interaktion im Netz, verformt uns letztlich zu Sozialzombies, die entweder eine menge Zeit mit unverbindlichen Oberflächlichkeiten verschwendet, oder aber, wenn ihm dies zuwider ist, sozial isoliert lebt.

Wichtig zur Einordnung dieser These: m, Anfang/Mitte 20
 
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  • #20
Lieber FS,
Ich bin zwar ein Mann, möchte dir aber trotzdem antworten, da ich deine Überlegungen interessant finde. Ich (m, 32) habe eigentlichen nur einen guten Freund, sonst einige lose Bekanntschaften. Ich hatte auch lange Zeit Mühe, bei einem Date das zu sagen.

Mittlerweile merke ich, dass es ziemlich viele Menschen gibt, die wenige oder gar keine Freunde haben. Ich kenne sogar Menschen, die nicht mal Bekannte haben, also wirklich einsam sind.

Auf der anderen Seite möchte ich auch nicht 100 Freunde haben, denn wer wirklich Freundschaften pflegen will, hätte dazu nie genügend Zeit. Aber ein bis zwei gute Freunde möchte ich schon noch mehr haben.
 
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  • #21
Mir sind die Extreme suspekt: Menschen ohne Freunde, und Menschen, die haufenweise "Freunde" besitzen. Persönlich erachte ich meine Freunde als äußerst wichtige Menschen in meinem Leben. Das sind Menschen, die ich mit all ihren Facetten annehme und die auch mich annehmen. Menschen, die mich über Jahre hinweg begleitet haben, denen ich vertraue und denen ich stets die Hand reichen würde. In meinem Leben hat sich viel verändert, aber meine Freunde sind geblieben. Es sind die stabilsten und intensivsten Bindungen, die ich zu anderen Menschen verspüre, und ich beurteile auch andere Personen danach, welchen Stellenwert Freundschaft für sie besitzt, wen sie als Freund wählen und wie sie mit ihren Freunden umgehen. Wenn jemand keinen einzigen Menschen wahrlich seinen Freund nennen kann, dann fehlt ihm die Erfahrung einer tiefen Freundschaft. Entweder, weil er sie nicht machen wollte oder weil er niemals eine solche Bindung aufbauen konnte. Für mich beruht auch eine romantische Beziehung auf dem Fundament einer Freundschaft, und wer bislang nicht fähig oder gewillt war, eine solche zu knüpfen und zu wahren, besitzt vermutlich einen ganz anderen Ausblick auf zwischenmenschliche Beziehungen und ist mit mir nicht kompatibel.

Daher meide ich auch Menschen, die Hinz und Kunz als Freund bezeichnen. Da für mich Freundschaften tiefgehende Verbindungen darstellen, stößt mich ein derart oberflächlicher Umgang damit ab. Beide Positionen nehme ich als Hinweis, dass ein Mann nicht den gleichen Wert auf Freundschaften legt, wie ich es tue, und dies ist nun mal ein grundlegender Zug meines Charakters.

26, w