• #61
Es tut mir sehr leid, wenn Du so schlechte Erfahrungen gemacht hast.
Ich finde es auch schlimm, wie verbittert hier manche schreiben. Die meisten Menschen (Männer) dürften ganz normal sein, einfach ihr Leben leben und sich freuen, wenn sie eine nette Frau kennenlernen.
Ich selbst habe nur positive Erfahrungen gemacht, allerdings -- und das passt zu dem, was @realwoman schreibt -- hatte ich auch insgesamt nur wenige Männer und habe alle langsam im Alltag kennengelernt. Ich denke, dass bei Menschen mit a) vielen wechselnden Dates/Partnern, die b) online suchen, einfach statistisch die Wahrscheinlichkeit steigt, auf schwarze Schafe zu treffen, da hat @realwoman bestimmt Recht.
Aber dann glaube ich auch, dass man mit seiner eigenen Einstellung beeinflusst, welche Menschen man anzieht. Ich habe das Gefühl, wenn ich selbst mich positiv, nett, ehrlich und authentisch verhalte und weiß, wer ich bin und was mir gefällt, dann treffe ich auch auf nette Menschen, die zu mir passen. Die Don Giovannis unter den Männern haben z.B. wahrscheinlich gar kein Interesse an mir und lernen mich auch gar nicht kennen -- ich passe charakterlich und vom Lebensstil viel besser zum netten Mann von nebenan und irgendwie gibt es in meinem Leben daher auch nur solche lieben, anständigen Männer. Mit vielen bin ich befreundet, und der tatsächliche nette Mann von nebenan ist mein Partner. Wer also immer wieder Pech hat mit der Partnerwahl, könnte ja mal sich selbst und die eigenen Vorlieben hinterfragen, vielleicht bringt das weiter.
Sorry, aber zur Zeit würde ich mit einem Covid 19 Stationsleiter, der jeden Tag den tödlichen Viren ausgesetzt ist, nicht küssen und Sex mit ihm haben. Viele seiner Kollegen sind ebenfalls positiv, und du schläfst sofort mit einem Mann, der diesem Risiko jeden Tag ausgesetzt?
Naja, aber wollen wir dem Covid-19-Stationsleiter nicht auch ein angenehmes Privatleben gönnen? Sicherlich muss man in diesen Zeiten vielleicht nicht die Grenzen der Promiskuität ausreizen, aber eine Beziehung(sanbahnung) wird ja wohl noch drin sein. Ein Arzt oder Pfleger, der guten Sex hatte, ist bestimmt auch ausgeglichener bei der Arbeit. Außerdem sind Verliebtsein und Sex sehr gut fürs Immunsystem. Insgesamt wird die Bedeutung von persönlichem körperlichen und psychischen Wohlbefinden für die Gesundheit meiner Meinung nach sehr unterschätzt. Ein guter, sicherer Job, guter Sex, gutes Essen und etwas Sport sind bestimmt gesünder als Existenzangst, Vereinsamung, schlechtes Essen, Bewegungsmangel und das Warten auf Impfungen ...
 
  • #63
Darf ich dich mal fragen ob du jemals körperlich und emotional völlig am Anschlag gearbeitet hast?
Wen du vollkommen fertig deine Schicht beendest, heim fährst und nur noch platt ins Bett fällst in der Gewissheit morgen geht's genauso weiter?
Natürlich war ich das schon, aber dann hatte ich auch keine Zeit und keine Lust parallel Beziehungsanbahnungen zu knüpfen und hatte auch keine Zeit für Sex etc., das macht eben den wahren Unterschied aus!
 
  • #64
Einige leben hier anscheinend auf einem anderen Planeten anders kann ich mir die völlige Unkenntnis der aktuellen Lage NICHT erklären!

Wir sind kurz vor Weihnachten in den 2. Lockdown mit hohen Infektionsraten und ACHTUNG die Rate ist immer noch hoch, es kommen täglich neue Patienten und Krankheitsverläufe die sich verschlimmern!

Erst am 21.12. wurde bei uns erneut eine "Normalstation" geschlossen um eine weitere, reine Covidstation zu eröffnen.
Für die, die nicht rechnen können, das war letzte! Woche.

Sämtliche ambulante und planbare OPs wurden abgesetzt, die Kollegen auf IMC/ITS und Covidstationen verteilt.

Wenig Wissen, aber ganz viel negative Meinung ...
 
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  • #65
In den Kliniken brennt gerade die Hütte. Die brennt sowieso schon bei 83 Mill. Leuten, aber jetzt fackelt der Dachboden, die "Gute Stube" und der Keller.
Ich kann Dir nur sagen, was ich machen würde. Mich zurücknehmen. Und geben. Alles an Kraft, Zuversicht und Freundlichkeit, die Du aufbringen kannst. Mindestens 3 Monate kann er die bestimmt gut gebrauchen, und nicht soviel zurückgeben. Ob es halten wird, wirst Du sehen. Was sind schon 3 Monate. Jedenfalls erst mal. Gar nichts. Natürlich sollte man sich schon doch auch mal sehen. Aber es wird wenig sein, momentan. Weil es so ist. Weil es nötig ist. Weil er ziemlich ausgelutscht sein wird. Gut dass wir ihn haben.
In allem anderen und wie es mal wird, steckst Du nicht drin.
 
  • #66
Natürlich war ich das schon, aber dann hatte ich auch keine Zeit und keine Lust parallel Beziehungsanbahnungen zu knüpfen und hatte auch keine Zeit für Sex etc., das macht eben den wahren Unterschied aus!

Du bist halt der 100 % Mann. Nur wirst du damit leben müssen, dass andere nicht so sind wie du.

Ich denke, die Situation ist nicht optimal, beide haben sich da einen blöden Moment ausgesucht, um sich kennen zu lernen, aber ich sehe darin jetzt kein großes Drama. Auch in den Befürchtungen der FS nicht.
Die Zeit wird zeigen, wie sich das entwickelt.
 
  • #67
Natürlich war ich das schon, aber dann hatte ich auch keine Zeit und keine Lust parallel Beziehungsanbahnungen zu knüpfen und hatte auch keine Zeit für Sex etc., das macht eben den wahren Unterschied aus!

Dann lese dir doch bitte den Eröffnungstext durch- Vor 6! Wochen der Beginn des Kennlernens, vor 2! Wochen wurde seine Station umgewandelt- seitdem weniger Kontakt!

Für mich absolut stimmig, dass deckt sich zeitlich.
 
  • #68
Du bist halt der 100 % Mann. Nur wirst du damit leben müssen, dass andere nicht so sind wie du.
Es geht doch gar nicht darum, dass ich damit leben muss, es geht einzig alleine darum, dass jeder seine Meinung aufgrund seinen Erfahrungen hier wiedergeben kann, Punkt!
Ich denke, die Situation ist nicht optimal, beide haben sich da einen blöden Moment ausgesucht, um sich kennen zu lernen, aber ich sehe darin jetzt kein großes Drama. Auch in den Befürchtungen der FS nicht.
Die Zeit wird zeigen, wie sich das entwickelt.
Es gibt im Leben keine blöden Momente, es gibt nur blödes Verhalten in bestimmten Momenten!!
 
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  • #69
Einige leben hier anscheinend auf einem anderen Planeten anders kann ich mir die völlige Unkenntnis der aktuellen Lage NICHT erklären!

Wir sind kurz vor Weihnachten in den 2. Lockdown mit hohen Infektionsraten und ACHTUNG die Rate ist immer noch hoch, es kommen täglich neue Patienten und Krankheitsverläufe die sich verschlimmern!

Erst am 21.12. wurde bei uns erneut eine "Normalstation" geschlossen um eine weitere, reine Covidstation zu eröffnen.
Für die, die nicht rechnen können, das war letzte! Woche.

Sämtliche ambulante und planbare OPs wurden abgesetzt, die Kollegen auf IMC/ITS und Covidstationen verteilt.

Wenig Wissen, aber ganz viel negative Meinung ...
Naja, ganz ehrlich, ich würd mich da mal nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Mittlerweile weiß jeder, dass ihr einen schweren Job habt. Und ja, danke für eure Einsatzbereitschaft.
Aber man kann meiner Meinung nach nicht verlangen, dass jeder die Abläufe in einem KH kennt. Ich zum Beispiel war in meinen 39 Lebensjahren nur zweimal im Krankenhaus, da hab ich jetzt nicht so wirklich einen Einblick in den Arbeitsalltag einer Krankenschwester. Ich habe im ersten Lockdown mal als Essensausgabe auf Station im Nebenverdienst gearbeitet, da kamen mir die Pfleger ziemlich arrogant vor, und hatten noch nicht den riesen Stress. Sie hatten immer noch Zeit, die Essensvergaben anzufurzen, weil die mal ausversehen eine Serviette zu wenig hingelegt hatten. Wie es jetzt aktuell aussieht, weiß ich natürlich nicht, weil ich diesen Job nie wieder machen werde. Ist wirklich teilweise schlimm, was man sich da vom Pflegepersonal antun muss.
Ich finde, die Pflegekräfte sollten auch mal nach links und rechts gucken, es gibt noch andere Gewerke, die im Moment unter erschwerten Bedingungen arbeiten müssen. In meinem Beruf geht es auch um Menschenleben. Ich arbeite im pädagogischen Bereich, und wir haben es auch absolut nicht einfach im Moment. Das bringt einen genauso an die Grenzen. Und es geht wahrscheinlich vielen anderen, an die ich grade nicht denke, genau so. Damit will ich nicht die Arbeit der Pflegekräfte abwerten, aber für bestimmte Sachen gibt es einfach keine Entschuldigung. Wenn der Mann gerade echt im Stress hängt und nicht ein noch aus weiß, könnte er, wenn es ihm wichtig ist, genau das genau so kommunizieren. Das kann jeder nachvollziehen und dann weiß die FS Bescheid.
 
  • #70
Es gibt für mich nur einen Punkt, den ich nicht verstehe.....dass ein Leiter einer Covid 19 Station, eine Fremde im November bzw. während des Lockdowns datet.
Bei einander treffen, wegen des Lockdowns wurde hier ja beschrieben.
Wenn hätte ich das ggf schwer geglaubt aber wenn auch dann angesprochen.

Nur wer dann glaubt/ weiß, dass es wirklich sein Job ist....der sollte wissen:
Ich bin gerade nicht dran
Und was er neben keine Zeit und Stress noch menschlich erlebt, ist wohl nichts, was zu einem Schäferstündchen mit Ansteckungsgefahr führt.
 
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  • #71
Hallo,
ich tippe auf "Es ist wirklich der Job".
Der Mann muss sich gerade völlig auspowern. Er hat weder Energie noch den Kopf frei, sich um eure Beziehungsanbahnung zu kümmern.
Er braucht all seine Kraft, um die Situation auch psychisch zu meistern.
Er möchte den Menschen offenbar helfen. Des Öfteren gelingt das derzeit nicht, was höchst belastend ist.
Das Ganze ist erst seit zwei Wochen so, sagst du.
Das ist nicht so lange. Glaube ihm einfach mal und gedulde dich.
Du hast da nichts zu verlieren.

LG
 
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  • #72
Aber man kann meiner Meinung nach nicht verlangen, dass jeder die Abläufe in einem KH kennt.

Ich finde, die Pflegekräfte sollten auch mal nach links und rechts gucken, es gibt noch andere Gewerke, die im Moment unter erschwerten Bedingungen arbeiten müssen.

Wenn der Mann gerade echt im Stress hängt und nicht ein noch aus weiß, könnte er, wenn es ihm wichtig ist, genau das genau so kommunizieren. Das kann jeder nachvollziehen und dann weiß die FS Bescheid.

Man braucht nicht zum medizinischen Personal gehören, um dank Medien zu verstehen, dass die Situation die ist, die sie ist!

Es geht hier aber nicht um Verkäufer oder Pädagogen- der Mann hier ist Stationsleiter- steht außer Frage, dass es andere Gewerke mit maximalen Belastungen gibt!

Der Mann hat das doch kommuniziert- was soll er denn noch tun?
 
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  • #74
Hallo zusammen, vielleicht kann mich jemand beratschlagen, das wäre schön, ich, W34, habe vor ca. 6 Wochen einen gleich alten Mann kennen gelernt und es hat gleich sehr gut gepasst, wir haben uns mehrmals getroffen, bei ihm und bei mir (anders ging es ja im Lockdown nicht), er hat bei mir einmal übernachtet, ich bereits einmal bei ihm, ebenso hat er gekocht für mich ... im regen Whatsappkontakt kam auch von ihm aus als erstes "Hab dich lieb", etc. vermisse dich ... was mich natürlich gefreut hat. Seit ca. 2 Wochen hat sich das reduziert, er ist Stationsleiter in einem Krankenhaus, dort wurde bereits ein Bereich wegen Corona geschlossen (Notfallbetrieb) und sein Bereich in eine Corona-Infektionsstation umgewandelt, mehrere seiner Kollegin sind positiv ebenso ist die Betreuung der Patienten dort sehr aufreibend und schwer. (Corona-Hotspot - Gebiet NRW auch mit vielen Toten) Er ist teilweise 12 Stunden am arbeiten und übernimmt Schichten wie er mir sagt ... dadurch sind die Komplimente oder "Liebes"Bekundungen wie allgemein auch der Kontakt weniger geworden ... ebenso hat er kein Treffen auch meine Nachfrage konkret bestätigt da er sagt er weiß von Tag zu Tag Nacht wie es mit seinen Diensten weiter geht. Als ich ihm meine Bedenken über den veränderten Kontakt mitteilte meinte er, es hätte sich für ihn nichts geändert nur weil er jetzt weniger Zeit habe und dadurch weniger Kontakt ist. Dennoch meldet er sich mindestens 1x täglich, auch mit netten Emojys, für mich ist es jedoch trotz allem Verständnis schwer damit umgezugehen, da ich mich an ihn schon so gewöhnt habe ... Corona ist eine Ausnahmesituation und macht alle fertig, ich weiß dennoch nicht, wie ich mich weiter verhalten soll ... manchmal kommen auch intiativ Nachrichten von mir, wenn ich vorsichtig schreibe ich vermisse dich oder dass ich an ihn denke, kommt ein "ich dich auch", intiativ von ihm derzeit nicht, jedoch Emojys mit Küsschen oder Gesichtern.
Was meint ihr, sollte ich einen Gang zurück schalten, und ihn einfach lassen über diese schwierige berufliche Zeit, oder ist es eine Taktik , um sich von mir zurück zu ziehen? Seit ich geschieden bin und sehr perfide abserviert wurde, sehe ich schnell und gern Gespenster .... erwarte ich zu viel, wenn ich mir wünschen würde, er schriebe bald wird das wieder wie es war, etc ... genügen seine kurzen Signale ...? Wäre froh um Ratschläge

Liebe TE

Wie habt ihr denn Weihnachten und Silvester verbracht? Gemeinsam?Falls nicht, sehe ich die Wahrscheinlichkeit, dass er dich nur hinhält und bereits jemand Anderen hat.

Egal wieviel beruflicher Stress jemand hat, man hat immer einmal die Woche oder wenigstens einmal in 4 Wochen wenigstens 30 Minuten, um sich zu treffen.
 
  • #75
Man braucht nicht zum medizinischen Personal gehören, um dank Medien zu verstehen, dass die Situation die ist, die sie ist!

Es geht hier aber nicht um Verkäufer oder Pädagogen- der Mann hier ist Stationsleiter- steht außer Frage, dass es andere Gewerke mit maximalen Belastungen gibt!

Der Mann hat das doch kommuniziert- was soll er denn noch tun?

Ich hatte jetzt gerade ganz viel zu dem Thema hier eingetippt, mich aber entschlossen, es doch nicht zu posten, weil irgendwie mein vorheriger Post in die völlig verkehrte Richtung verstanden wurde, und alles Folgende dazu jetzt sicher nur unhöflich geworden wäre. Deshalb geh ich lieber mal nicht näher darauf ein.

Die FS ist sicherlich nicht doof, sie wird schon auch mitbekommen haben, wie die Situation gerade ist. Jeder hat aktuell seine eigenen stressigen Herausforderungen zu schultern. Es kann doch aber nicht des Rätsels Lösung sein, Corona und die Eigenschaft als Pfleger auf einer Coronastation für jedes unhöfliche Verhalten herhalten zu lassen.
Es kann zwar tatsache so sein, wie er sagt, es könnte aber auch ein ganz normales Rückzugsverhalten sein. Und auch ein Pfleger hat mal kurz zwei Minuten, um „Hallo wie gehts“ zu schreiben, wenn er wirklich verliebt und interessiert an der FS ist. Wenn nicht, dann kann er auch Klartext sprechen. Es geht hier nicht darum, dass man von ihm verlangt, täglich noch Romane zu produzieren. Wer von sich aus Kontakt halten will, der schafft das auch unter widrigsten Umständen. Ich habe das auch geschafft, selbst in den stressigsten Zeiten mit 50 - 60h/ Woche non stop Arbeit.
 
  • #76
Man braucht nicht zum medizinischen Personal gehören, um dank Medien zu verstehen, dass die Situation die ist, die sie ist!

Also ich lese in den Medien irgendwelche Zahlen, die keine näheren Informationen über die Zustände auf einzelnen Stationen geben.

Ich unterstelle ihm nichts, ich nehme es einfach als das, was es ist - nur Wörter. Und dann schaue ich, ob sein gesagtes zu der Realität passt.

Schreibe ich ja. Du verifizierst. Ich höre Inhalte, glaube die und schaue so nebenbei, ob irgendwas nicht stimmt. Wir gehen von der entgegengesetzen Seite heran.

...ausserdem halse ich mir nicht zusätzlich Stress in Form von Dates oder Beziehungsanbahnungen, wenn ich kaum Zeit oder Energie dafür habe. Ein Stationsleiter soll in der Lage sein, die berufliche Belastung abschätzen zu können, wer trotzdem auf der Suche ist, dem muss ja klar sein, dass er dafür Freiraum schaffen soll, ...

Du machst das so, er anders. Noch dazu vor der richtig stressigen Phase begonnen.

Wir reden hier nicht von Partnern oder Eheleute, die selbstverständlich gewisse Zurückhaltung üben sollen in stressigen Phasen.

Auch da denken wir genau entgegengesetzt. Für mich unterscheidet sich in der Hinsicht die Anfangsphase einer Beziehung nicht wesentlich von der Dauerphase. Wer am Anfang kein Verständnis aufbringt, wird sich nach zehn Jahren auch über den Schichtplan beklagen.
Man könnte ja auch die stressige Phase jetzt als Prüfstein betrachten. Und geplant hat er das ja so auch nicht.

Er kommuniziert das offen, er meldet sich immer wieder mal und zeigt damit sein Interesse. Sie hat ja auch die freie Wahl. Was soll er sonst noch tun?
Wenn ihr der Kontakt jetzt zu wenig ist, wenn sie kein Verständnis aufbringt für seine Situation, wenn sie einen Partner möchte, der einen ruhigeren Job hat, dann ist er der falsche.

Da muss man eben überlegen, ob man was in dieser Zeit anfangen soll oder gleich von Anfang an kommunizieren, dass mehr als gelegentliche Treffen ist nicht drin.

Er hat überlegt, ist zu dem Schluss gekommen, dass er in dieser Zeit was anfangen möchte und kommuniziert das. Was ist jetzt Dein Problem? Wenn Du in 10 Jahren mal die Verantwortung für eine Station hast, kannst Du ja Deine Maßstäbe anlegen.
 
  • #77
Ich finde, die Pflegekräfte sollten auch mal nach links und rechts gucken, es gibt noch andere Gewerke, die im Moment unter erschwerten Bedingungen arbeiten müssen. In meinem Beruf geht es auch um Menschenleben. Ich arbeite im pädagogischen Bereich, und wir haben es auch absolut nicht einfach im Moment. Das bringt einen genauso an die Grenzen.

Ja, erschütternd, wie in den Schulen die ganzen Kinder beatmet werden müssen und um ihr Leben kämpfen.

Sorry, Deine persönliche Situation kann und will ich nicht beurteilen, aber wenn in dieser Pandemie irgendein Teil eines Systems versagt hat, dann aus meinen Beobachtungen Teile der Schulen und der Lehrer, die erstmal Sommerferien hatten, statt sich auf den Winter vorzubereiten. Bei uns bekommen die wirklich nichts auf die Reihe. Sicher nicht pauschal, aber das jetzt mit einer Coronastation im Notfallbetrieb zu vergleichen ist vielleicht doch ein wenig weit hergeholt, findest Du nicht?

Jeder hat aktuell seine eigenen stressigen Herausforderungen zu schultern.

Also ich habe noch mehr Homeoffice als sonst und mal ganz ehrlich, stressig ist da nicht viel. Fahrten entfallen größtenteils, Reisen komplett, bei Online-Meetings hält sich plötzlich jeder an die Zeit, niemand stört unangemeldet. Ich kann deutlich effektiver und ruhiger arbeiten und schaffe auch mehr als sonst.
Und ich denke, es gibt jede Menge Menschen, die es momentan objektiv betrachtet ruhiger haben als sonst.
Die, die in Kurzarbeit zu Hause sitzen sowieso (und hier klammere ich die Probleme, die das natürlich auch bringt, bewusst aus).

Es kann doch aber nicht des Rätsels Lösung sein, Corona und die Eigenschaft als Pfleger auf einer Coronastation für jedes unhöfliche Verhalten herhalten zu lassen.

Dass er sich "unhöflich" verhält, lese ich nicht. Der Kontakt ist nachvollziehbar weniger geworden. Er meldet sich regelmäßig, kommuniziert klar und auch von sich aus.

Aus meiner Sicht ist ganz klar: wenn sie ihn jetzt aufmuntert und unterstützt, hat sie anschließend einen ganz dicken Stein im Brett. Ob sie das möchte und ob es ihr das wert ist, dass sie vermutlich noch ein paar Wochen oder Monate eine schwierige Zeit haben werden, das ist ihre Entscheidung. Aber mal von außen betrachtet: eine wirklich attraktive Frau ist eine, die in so einer Situation nicht anfängt zu quengeln, dass er zu wenig Zeit hat, sondern mit anpackt und unterstützt. Dass sind die, die man anschließend heiratet, weil man die Frau will und nicht weil die unbedingt Kinder will und das ja nicht ohne Heirat geht.
 
  • #78
Sicher nicht pauschal, aber das jetzt mit einer Coronastation im Notfallbetrieb zu vergleichen ist vielleicht doch ein wenig

Dem stimme ich zu. Ich arbeite ebenfalls im schulisch - pädagogischen Bereich und erlebe Not, sowohl bei den Kindern als auch den Arbeitnehmern, dennoch kann man das so nicht vergleichen. Sofern man nicht gerade in Wohngruppen arbeitet, wird man auch eher keine 12 Stunden Schichten haben. Und auch wenn das Pensum, die abverlangte Flexibilität, die Nöte der Kinder und die gefühlte Ohnmacht sowie finanzielle Belastungen z. Zt. sehr hoch sind, ist es nicht vergleichbar mit der Belastung der Arbeit im Krankenhaus.

Ich kann auch keine Unhöflichkeit des Mannes erkennen.
außerdem frage ich, wie sich einige hier das Kommunizieren vorstellen. In etwa : Liebe X, ab heute sind wir eine Coronastation, ich werde mich jetzt nur noch alle 3 Tage melden?

Ich denke, die wenigsten würden das tun. Es ist ja für ihn auch scheinbar nicht das Problem, sondern für sie.
 
  • #79
Ja, erschütternd, wie in den Schulen die ganzen Kinder beatmet werden müssen und um ihr Leben kämpfen.

Sorry, Deine persönliche Situation kann und will ich nicht beurteilen, aber wenn in dieser Pandemie irgendein Teil eines Systems versagt hat, dann aus meinen Beobachtungen Teile der Schulen und der Lehrer, die erstmal Sommerferien hatten, statt sich auf den Winter vorzubereiten. Bei uns bekommen die wirklich nichts auf die Reihe. Sicher nicht pauschal, aber das jetzt mit einer Coronastation im Notfallbetrieb zu vergleichen ist vielleicht doch ein wenig weit hergeholt, findest Du nicht?.
Nein, das finde ich nicht. Die Pädagogen sind aktuell ebenfalls im Notfallbetrieb, falls du das noch nicht wahrgenommen hast. Es ist eine ebenso stressige Situation, aber wie du schon selbst sagtest, du hast (wie vermutlich viele andere auch) eigentlich absolut keine Ahnung von unserem Beruf (den du ja gar nicht kennst im Grunde, ich bin keine Erzieherin oder Lehrerin), also kannst du das tatsächlich absolut nicht real einschätzen. Aus dem gemütlichen Elfenbeinturm des Homeoffice lässt sich die normal arbeitende Bevölkerung so schön ausblenden. Da gibt es gerade Branchen, da laufen die Arbeitskräfte am Limit! Bauarbeiter, Lastwagenfahrer, Amazon und Hermes - Paketboten, was auch immer!
Bei uns sitzt während des Lockdowns weder jemand gemütlich im Homeoffice, noch dass die Lehrerkollegen im Sommer gemütlich Urlaub hatten. Ich habe wirklich keine Ahnung, von welchen Baumschulen in deinem Umfeld du da redest, bei uns hatten und haben die Lehrer wesentlich mehr zu tun als vorher. Wenn das bei euch nicht so ist, dann tut mir das wirklich sehr leid, unser Bundesland hat im Vergleich noch einen recht hohen Bildungsstandard und -anspruch.
Bei uns kämpfen die Kinder nicht um ihr Leben, sondern um Aufmerksamkeit, die sie von ihren Eltern nicht bekommen (du kannst ja gerne mal einen Monat lang 8h am Tag mit 25 12-jährigen verbringen, nur so als Beispiel). Wir stellen sicher, dass diese Eltern überhaupt ein Berufsleben haben können, sonst müssten sie sich selbst um ihre Kinder kümmern, und wer geht denn dann noch Geldverdienen? Wer pflegt denn dann unsere Corona - Patient*innen, oder auch außerhalb der Coronazeit die anderen Kranken oder Alten? Im pädagogischen Bereich gibt es die höchsten Burnout - Raten, und das zu Recht. Und zwar ganz ohne Corona. Aber jeder guckt eben nur bis zum eigenen Tellerrand und nicht darüber hinaus.
Ich betone nochmal, ich bedanke mich bei jedem, der mir das Leben im Ernstfall rettet, auch wenn er nur seinen Job macht. Ich habe volles Verständnis, dass dies sehr anstrengend ist, und die Krankenhäuser an der Kapazitätsgrenze sind. Aber auch da muss man sich fragen, ob nicht auch dort im Sommer geschlafen wurde, denn das Eintreffen der zweiten Welle war seit Frühjahr bekannt, und man hat nicht bzw. erst viel zu spät reagiert.
Und da stehen wir nun.
Chat beendet. Die Moderation.
 
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  • #80
Was ich bei dieser Diskussion erschütternd finde ist, dass das hier angeblich die Elite sein soll, aber das Verständnis für medizinisches Personal und die extreme Arbeitsbelastung in einer Klinik so unterentwickelt bis nicht vorhanden ist. Ich bin derartig erschüttert, es ist schwer in Worte zu fassen. Der Mann ist fix und fertig, arbeitet massiv am Anschlag und die FS möchte bespaßt werden. Ich würde mich von dir derartig schnell verabschieden, da würdest du nicht mal mehr die Rauchwolken der Sohlen an meinen Schuhen sehen können. Von jemanden, der das nicht versteht, kann man auch in Krisenzeiten keinerlei Empathie erwarten.
 
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  • #81
dass ein Leiter einer Covid 19 Station, eine Fremde im November bzw. während des Lockdowns datet.
Damals war seine Station noch keine Corona Station.
Dank unserer Politik und deren Hilfskräfte müssen die Menschen im med. Bereich derzeit ohne jegliche Planungssicherheit leben. In den Krankenhäusern wird getan, was irgendwo menschenmöglich ist. Hut ab vor diesen Menschen. Was diese Krankenhausmitarbeiter momentan überhaupt nicht gebrauchen können ist ein anstrengendes Privatleben zusätzlich. Wenn also Interesse an dem Mann besteht, dann sollte eher unterstützend und aufmunternd agiert werden als anstrengend. Wenn die FS einer seiner wenigen Lichtblicke momentan ist, wird er sie auf ewig schätzen.
Ich muss ganz ehrlich gestehen - ich wollte seinen Job nicht haben.
Fazit - aufbauen, nicht draufhauen.
 
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  • #82
Also ich lese in den Medien irgendwelche Zahlen, die keine näheren Informationen über die Zustände auf einzelnen Stationen geben.
Es ist ganz typisch Mensch, irgendeinen Punkt im Leben zu finden wo er sich dann darauf aufhängen kann um sich dann mit Ausreden und Vorwänden zu schmücken!
Auch wenn jeder Mensch sein eigener Genstempel hat, kann man und muss man sogar Menschen im Verhalten pauschalieren, das eine hat mit dem anderen gar nichts zu tun, der Mensch ist ein Herdentier, er rennt der Herde und der Masse hinterher, das können wir in den Geschichtsbüchern lesen und das können wir aktuell täglich sehen und erleben auch und gerade hier im Forum, wie sich manche Menschen schnell an Meinungen anhängen!! Es gibt nur ganz wenige Menschen, die sich wirklich selber sind, ihre ganz ureigene, stabile Meinung haben und sich nicht manipulieren lassen!!
 
  • #83
Denn wenn klar ist, dass er diesen
Job macht, dann ist auch sein Verhalten klar
Neben den Arbeitszeiten, die wohl kaum im Normalbetrieb laufen können, kommt doch noch eine seelische Belastung, die ich zb im Ansatz nicht erlebe.

Ich habe durch Corona auch phasenweise einiges mehr zu tun, aber vor allem oft einiges neu zu lösen.
Wenn ich sonst meinen Job mache, passt noch ein bisschen Denken an anderes und andere hinein.
Wenn ich aber an neuen Lösungen arbeite ect....dann ist mein Kopf damit voll und vergesse die Welt drum herum.

Was aber wohl immer noch nicht im Ansatz zu vergleichen sein wird mit der hochkonzentrierten Arbeit auf so einer Station und dem, was man dort sieht oder erlebt
So jetzt gucken wir kurz ob der noch atmet und dann geh ich zum Date....
 
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  • #84
Und was er neben keine Zeit und Stress noch menschlich erlebt, ist wohl nichts, was zu einem Schäferstündchen mit Ansteckungsgefahr führt.
Das alles hat den "guten" Mann aber noch vor zwei Wochen (!) überhaupt gar nicht gestört! Da hatte er alle seine Energie, Zeit und Anmach-Versuche in die neue Bekanntschaft reingesteckt. Da war ihm die zusätzliche Ansteckungsgefahr für seine Patienten Null, komma Null wurscht.

FS, es geht hier NICHT vorrangig darum dass er nun weniger Zeit hat, es geht mit Euch DARUM, dass er plötzlich gar keine Zeit mehr für Dich hat, weder zum Schreiben, noch zum Treffen noch für irgendwas. Und das schlagartig, nachdem Ihr Sex miteinander hattet. Und es geht vor allem darum, WIE er das alles Dir gegenüber kommuniziert.

Vertrau auf Dein Bauchgefühl! Du WEISST tief in Dir drinnen, dass hier das allermeiste grad pures Schöngerede ist.
 
  • #85
Was ich bei dieser Diskussion erschütternd finde ist, dass das hier angeblich die Elite sein soll, aber das Verständnis für medizinisches Personal und die extreme Arbeitsbelastung in einer Klinik so unterentwickelt bis nicht vorhanden ist. Ich bin derartig erschüttert, es ist schwer in Worte zu fassen.
Ich glaube, manche hier stören sich einfach an der hier etwas übertriebenen Glorifizierung des Arzt-/Pflegerberufes. Und je mehr ich gewisse Beiträge lese, desto mehr stößt mir das ehrlich gesagt auch auf.

Ich meinte und meine, dass ich es als (zukünftige) Freundin nett und richtig fände, Verständnis für seine belastende Situation zu haben, ihn nicht zu nerven, sondern ihm lieber was Gutes zu tun, ihn zu unterstützen und Leichtigkeit und Freude in sein Leben zu bringen, zu akzeptieren, dass er gerade andere Sachen im Kopf hat.

Aber das würde ich bei jedem Beruf sagen, wenn der Mensch sich gerade in einer ungewöhnlichen Ausnahmesituation befindet. Ich würde auch für Verständnis und Unterstützung plädieren, wenn er einen Bürojob hätte oder Manager von irgendwas wäre, es eine wichtige Deadline gäbe, irgendwas schiefgelaufen ist, ein Kollege ausgefallen ist und er daher nun vorübergehend Tag und Nacht arbeiten muss, Stress und Sorgen hat.

Natürlich habe ich Respekt vor medizinischen Berufen, will selbst keinen haben und nicht tauschen, und es gibt sicher leichtere Jobs, aber andererseits hat er ja auch bewusst diesen Beruf ergriffen. Dann muss man halt auch damit umgehen können, Leute sterben zu sehen, und lernen, sich davon nach der Arbeit distanzieren zu können. Es ist eine besondere Situation, aber irgendwie gehört das doch auch zu dem Beruf dazu und man muss mit so was rechnen. Wer in die Bundeswehr eintritt und jahrelang nur irgendwelche Übungen hat, soll, finde ich, auch nicht zu laut schreien, wenn plötzlich unerwartet doch mal Krieg ausbricht und es ernster wird. Wenn man damit dann nicht klarkommt, soll man halt nicht Soldat werden, sondern sich das vorher überlegen.

Ja, ich selbst will in meinem Arbeitsalltag keine Leute sterben sehen und für mich wäre es krass. Aber es gibt auch Chirurgen, für die das, was sie da aufschnippeln, ein Stück Fleisch und Teil ihres Handwerks ist. Gefühlskalt muss man nun auch nicht sein, aber ich denke schon, dass medizinisches Personal sich auch emotional distanzieren können sollte. Für den Zusatz-Stress also alles Verständnis, da hat er es wirklich gerade schwerer als die meisten, aber inhaltlich ist es trotzdem ein Job unter vielen, der manchen gefällt und anderen nicht ...
 
  • #86
Also wenn dir was an dem Mann liegt werde kreativ und erleuchtet ihm sein Leben . Koche ihm etwas und bringe es ihm vorbei . Schreibe ihm eine Postkarte oder überlegender was ihn aufbauen könnte . Wenn ihr euch nicht sehen könnt könnt ihr doch trotzdem miteinander verbunden sein . Ich würde auch fragen ob ihr regelmäßigen telefonieren könnt. Vielleicht tut es ihm auch gut deine Stimme zu hören und Anruf oder Videoanruf ist anders als eine Nachricht . Auch wenn aus euch nichts werden sollte kann du ihm freundschaftlich nahe sein. Aus einer Krise kann man auch gestärkt hervorgehen . Und in diesen harten Zeiten sollten wir alle solidarisch sein und füreinander da sein . Ich denke sowieso dass D so ein sozial emotional unterkühltes Land ist so dass wir überhöhe emotionale Ansprüche an unsere Beziehung haben . Besser wäre es generell ein warmes Klima und enge Freundschaften zu haben , dann überfrachten wir auch den Partner nicht mit überhöhten Ansprüchen . Ich habe einen guten Freund , der Assistenzarzt ist und vor Arbeit am Stock geht . Wenn er uns besucht koche ich etwas besonderes backe einen Kuchen und lasse ihn in Ruhe . Meistens zockt er mit meinen Kindern eine Runde oder schaut einen Film . Ich überfrachte ihn nicht mit Gesprächen . Ein Freund schickte mir in einer super schlimmen Zeit immer Witze zur Aufmunterung . Finde heraus was er braucht . Nimm dich zurück . Falls er dir etwas bedeutet . Wenn nicht spricht auch nichts dagegen alles herunter zu fahren bis die Zeiten wieder normaler werden.
 
  • #87
Ich finde, dass die FS nicht besonders viel verlangt, nur ein bisschen Aufmerksamkeit und Klartext. Leute, die kennen sich gerade mehrere Wochen, da hätte man übrigens auch Spaziergang machen können statt sofort in der Wohnung zu hocken. Die FS ist nicht seine langjährige Partnerin und muss ihn weder bekochen, bespassen noch sich zurücknehmen, weil der Bubi überfordert ist, Pflegeberuf hin oder her. Es ist nicht so, dass vor Coronaschliessung im Dezember Krankenhaus leer steht.
 
  • #88
Was ich bei dieser Diskussion erschütternd finde ist, dass das hier angeblich die Elite sein soll, aber das Verständnis für medizinisches Personal und die extreme Arbeitsbelastung in einer Klinik so unterentwickelt bis nicht vorhanden ist. Ich bin derartig erschüttert, es ist schwer in Worte zu fassen. Der Mann ist fix und fertig, arbeitet massiv am Anschlag und die FS möchte bespaßt werden.

Mir geht es genauso.
Inklusive der gesamten Vorwürfe.

Und was ist sein Fehler? Er datete vor ein paar Wochen, als alles noch einigermaßen "normal" war - und traf eine für ihn interessante Frau.
Er hat den Kontakt gehalten, aufgebaut, bis seine Station zur Covid-19 Station wurde.
Er hält trotz Stress nach wie vor Kontakt, antwortet - nur etwas weniger intensiv.
Er bittet um Verständnis...

Und was wird ihm alles unterstellt, bis zur ewigen Schallplatte - er wollte nur Sex..

Ich bin auch erschüttert.

Nein, es geht nicht um Glorifizierung, sondern um Verständnis - diesen Job möchte ich nicht machen.

W, 51
 
  • #89
Liebe FS, in welcher Welt lebst du, siehst du keine Nachrichten??
Du weißt wirklich nicht, wie Krankenhaus geht
. Ich bin derartig erschüttert, es ist schwer in Worte zu fassen
Über den latent aggressiven Ton wundere ich mich auch. Es ist nicht jeder mit einem Arzt verheiratet und es arbeitet auch nicht jeder in einem Krankenhaus. Es gehört meines Erachtens auch nicht zur Allgemeinbildung zu wissen, wer im Krankenhaus für welche Pläne zuständig ist. Ob Arzt, Pfleger oder Schwester Oberin oder whoever. Wusste ich bis gerade auch nicht und ist mir ehrlich gesagt auch egal.
Bitte nicht auf Dich beziehen, ich weiß, dass Du da sowieso entspannt bist
Bin mir sehr sicher, dass Frau frei es auch nicht auf sich bezogen hat. Ich stehe im Laden auch lieber vor vollen Regalen als vor leeren, deshalb würde ich aber nur im allergrößten Liebestaumel einen LKW- Fahrer als Partner haben wollen, der wochen- oder tagelang unterwegs ist, um dafür zu sorgen, dass die Regale gefüllt sind.
Die arme FS fragt, ob der Lover noch allgemein Interesse an ihr hat trotz seines anstrengenden Jobs oder, ob es bereits im Keim erstickt ist, eventuell wegen seines anstrengenden Jobs. Fragen, die in diesem Forum alltäglich auftauchen, aber selten mit einer dermaßenen Vehemenz beantwortet werden. Nun, die Antwort kennen auch wir nicht und selbstverständlich ist auch der Stationsleiter nicht dagegen gefeit, dass ihm das Techtelmechtel doch nicht so gut gefällt wie anfangs gedacht.
Mein simpler Verstand würde - wie immer bei solchen Fragen - den Griff zum Telefonhörer vorschlagen. Nicht gerade während der Arbeitszeit, aber irgendwann drumherum.
Btw, wäre bei mir auch das Verlangen nach einem Stationsleiter auf einer Covid- Station, der nach einem anstrengenden Arbeitstag noch in mein Bett krabbeln würde, eher limitiert.
W,55
 
  • #90
Mein simpler Verstand würde - wie immer bei solchen Fragen - den Griff zum Telefonhörer vorschlagen.

Direkte Frage ist auch immer meines.

Nun, das hat die FS gemacht -
Als ich ihm meine Bedenken über den veränderten Kontakt mitteilte meinte er, es hätte sich für ihn nichts geändert nur weil er jetzt weniger Zeit habe und dadurch weniger Kontakt ist. Dennoch meldet er sich mindestens 1x täglich, auch mit netten Emojys,...

Es reicht ihr aber nicht, trotz auch der ausführlichen Schilderung der akuten Situation - Hotspot, Covid Station, Personalausfälle...

Der Mann kann nicht anders, und es war mit Sicherheit so nicht geplant.

Schade finde ich es, dass die FS es so wenig verstehen kann. Da bin ich der Meinung, dass sie auch längerfristig mit einem Menschen, der so beruflich flexibel sein muss, nicht glücklich wird.

Erschütternd sind so etliche Posts, da wird Kontrolle verlangt, Anrufe im Krankenhaus (?!!!), Lügen, Manipulation unterstellt, und das übliche von Paralleldating... Bis er wollte nur Sex😴

Da kommt noch weniger Verständnis als von Seiten der FS, der interessierte Mann MUSS sich die Zeit nehmen, wenn er wolle...
Da wird die Situation völlig negiert, in einem Ausmaß, den ich unfassbar finde.

Ich denke aber auch, dass das Risiko besteht, dass es nun versandet, denn ob sich über diese Krisenzeit das Interesse bewahren lässt?

Er auf jeden Fall pflegt den Kontakt, so wie er es kann...
Sollte es nun aber zum Stressfaktor werden, wird er es mit Sicherheit beenden. Mehr Stress braucht er definitiv nicht.

Nun, und ich gebe Dir recht, ich weiß auch nicht, ob ich momentan real mit diesem Mann intensiven Kontakt haben wollen würde, oder es bevorzuge, für diese Zeit, virtuell, und vor allem telefonisch den Kontakt zu pflegen. Ggf. ein Spaziergang zum Kopflüften. Ohne Druck, mit Verständnis - und ums Covid-19 als Zentralthema, sofern er nicht selbst Redebedarf hat.
Vielleicht hätte er gern zumindest ein Stück Illusion eines normalen Lebens.

Denn, auch wenn es pathetisch klingt, die Realität ist, bei ihm sterben gerade täglich Menschen.
DAS muss man aushalten.

W, 51
 
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