• #1

Wie viel Zeit soll man zu Beginn investieren?

Liebs Forum,

angeregt durch einen anderen Thread hier im Forum brennt mir aktuell etwas auf der Seele. Es geht hierbei nicht nur um Männer sondern auch Frauen, die ich kennenlerne und mir eine innige Freundschaft daraus erhoffe.

Es ist nicht mehr so wie früher, dass man zusammen in der Vorlesung sitzt oder sich in der Schule kennnelernt und bedingt dadurch sich eine Art Gewohnheit einstellt und eine innige Freundschaft entsteht.

Jeder hat seinen Job, andere Termine wie Sport, ggf. Kinder und Partner. Ich bin single und die neue Freundin von mir hat einen Partner und zwei Kinder. Termine habe ich auch, aber ich würde mir für die Freundin mehr Zeit nehmen, also pro Woche 2-3 Möglichkeiten für Treffen anbieten. Sie bietet mir jedoch immer nur 1-2 Termine in zwei Wochen an. Also sehen wir uns auch immer nur jede zwei Wochen.

Wie viel Zeit investiert ihr gerade zu Beginn in einen neuen Menschen ? Ist 1 Treffen in zwei Wochen angemessen oder zu wenig?
Bin ich zu drängelnd, wenn ich eine neue Person jede Woche sehen möchte, damit daraus schnell Vertrautheit entsteht?
 
  • #2
Liebe FS,
wenn dir deine neue Freundin mit Familie 1-2 Treffen alle 2 Wochen ermöglicht, finde ich das schon beachtlich. Ich finde auch, "innige Freundschaften" sind sehr selten und lassen sich nicht duch eine bestimme Anzahl von mehr oder weniger regelmäßigen Treffen erzwingen. Komisch fände ich auch, beim Kennenlernen eines neuen Menschen zuerst viele Treffen zu vereinbaren und dann später die Anzahl der Treffen zu veringern, außer es geht um Verliebtheit und mögliche Beziehung. Ich habe sehr gute Freunde, von denen ich weiß, dass sie mich im Notfall auch unterstützen würden, die ich teilweise nur alle paar Jahre treffe. Wenn zu schnell eine Vertrautheit entsteht, kann diese auch trügerisch und eine Art Schein-Vertrautheit sein. Bei anbahnenden Freundschaften solte mMn immer der, der mehr Treffen will, sich demjenigen anpassen, der weniger will.
 
  • #3
Liebe Gast,
Auch Freundschaften müssen wachsen.
Nicht durch Druck, sondern auch hier durch Leichtigkeit.

Ab einem gewissen Alter ist es tatsächlich schwierig, Partner, Kinder, Beruf, Alltag, die Freunde / Bekanntschaften, die man schon hat.
Es geht auch nicht um eine Investition - Investitionen klingt nach Rendite, die sie bringen soll.

Ich nehme mir für neue Menschen soviel Zeit wie ich kann und möchte, für einen potentiellen Partner, der mich schon so interessiert, dass ich ihn kennen lernen möchte, sicher mehr Zeit und schaffe den Raum.
Ich schaffe auch Raum für andere neue Kontakte, wenn es passt.
Aber, auf Druck und Stress würde ich allergisch reagieren - und mich zurück ziehen.

Lass Dir Zeit, zeige Interesse, aber auch Du hast jenseits dieses Kontakte noch ein Leben.
Lass es wachsen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #4
Ich denke, so ein Beginn einer Freundschaft unterscheidet sich in dem gefragten Punkt gar nicht so sehr von der Anbahnung einer Liebesbeziehung.
Und auch in deinem Fall geht es um Passung.

Ich denke, wenn es keinen bestimmten Anlass / Zwang wie der tägliche gemeinsame Gang mit der neuen Freundin zum Spielplatz oder das gemeinsame Training im Fitnessstudio gibt, wird man sich eben so oft sehen, wie man das Bedürfnis danach hat.
Manche Frauen wollen mit ihrer besten Freundin täglich ein Stündchen babbeln, anderen wie mir reichen 4 oder 10 Treffen pro Jahr.
Ich war mal etwa ein Jahr mit einer Frau befreundet, die ich wirklich sehr mochte, deswegen habe ich so lange daran festgehalten, obwohl ich mich absolut beklammert gefühlt habe. Wir sahen uns etwa einmal pro Woche, damals beide singles, sie ohne Kind, meins groß, beide viel am Arbeiten.
Mir war das viiiel zu viel, ihr viiiiel zu wenig.
Sie machte mir dann Szenen, wie ich es bislang nur von Männern kannte. Volles Programm mit Heulen, Vorwürfen, Ultimaten.
Und dann musste ich tatsächlich richtig mit ihr Schluss machen, weil ich es nicht mehr aushielt.
Es passte eben einfach nicht.

Verlange nichts von deiner neuen Freundin, sonst zieht sie sich bestimmt zurück.
Freu dich, dass du sie hast und genieße die Zeit mit ihr.
Ist besser als nichts und anders als mit einem Partner gibt es keinen Exklusivitätsanspruch. Wenn du dich öfter mit Freundinnen treffen willst, kannst du noch weitere haben.
Du findest aber keine andere ? Oder keine, die du richtig gut findest ?
Dann sieh erst recht zu, dass du sie nicht bedrängst, sonst verlierst du sie.

w 51
 
  • #5
Wie viel Zeit investiert ihr gerade zu Beginn in einen neuen Menschen ? Ist 1 Treffen in zwei Wochen angemessen oder zu wenig?
Bin ich zu drängelnd, wenn ich eine neue Person jede Woche sehen möchte, damit daraus schnell Vertrautheit entsteht?
Habe ich das jetzt richtig verstanden, du bist weiblich und redest von einer Kumpeline mit Partner?
1-2 Termine in 2 Wochen finde ich sehr viel für jemanden, den du erst seit kurzem kennst. Die Prioritäten deiner neuen Freundin sind vermutlich: Kinder, Partner, Job, Haushalt, Familie und bereits vorhandene Freunde ...wie bei den meisten in dieser Lebensphase und DANACH kommst erst du.
 
  • #6
Ich investiere überhaupt keine Zeit in eine Frau, die einen Partner und zwei Kinder hat, da lasse ich ganz schön die Finger davon. Warum wendest du dich nicht an freie Frauen die Single sind wie du und alleine sind?
ich bin eine Frau! Warum ich mit dieser Frau eine Freundschaft aufbaue? Weil wir auf einer Wellenlänge sind und über Gott und die Welt miteinander sprechen können. Es geht nicht nur um ihre Kinder. Wir sind uns einfach vom Wesen her ähnlich. Mir ist es egal, ob jemand älter oder jünger ist, Kinder hat oder in einer Partnerschaft ist. Es geht um den Menschen und was dahinter steckt.

Mit Singlefreundinnen habe ich in der Vergangenheit leider nur negative Erfahrungen gemacht. Sobald ein Partner da war, waren sie nämlich kaum noch verfügbar und der Kontakt wurde von 100% auf 20% heruntergefahren. Im übrigen lese ich hier gerne still mit und halte dich für einen Hallodri und keinen Coach. Du bist weder fähig verschiedene Blickwinkel einzunehmen, noch hast du Empathie. Ehrlich gesagt würde ich mich bei dir nicht coachen lassen.

Bei anbahnenden Freundschaften solte mMn immer der, der mehr Treffen will, sich demjenigen anpassen, der weniger will.
danke für deinen Beitrag! Du hast recht und das gleiche sagt meine Schwester. Obwohl sie viele Termine und die Kinder hat, selbst einen Blog hat sie professionell aufgezogen, so nimmt sie sich die Zeit für mich und ich passe mich dem an. Es ist ein ganz wertvoller Mensch und das spüre ich auch.
 
  • #7
Ja, in der Schule gibt es das Unterfach „Textverständnis“, sollte der ein oder andere vielleicht nochmal überprüfen hier. Also, ich habe es so verstanden, dass die FS eine FRAU ist und es sich hier um eine Frauenfreundschaft handelt ... unter den gegebenen Umständen mit Partner und Familie musst Du etwas geduldiger sein, Du kannst Dein Leben nicht als Maßstab nehmen! Lebensrhythmen ändern sich, besonders dann, wenn Familie da ist. Trotzdem kannst Du ihr eine gute Freundin werden, Quantität ist nicht Qualität! Wobei ich die Erfahrung gemacht habe, dass man die ganz echten Freunde in der Jugend- und Studentenzeit findet. Und absolut wunderbar ist es, wenn die auch weiterhin Bestand haben;))
 
  • #8
Ich denke Freundschaft entsteht langsam mit beidseitigem ping pong und nicht nach Zeitplan bzw "Stundenplan".
Ich käme nie auf Idee so strategisch da heran zu gehen.
Man trifft sich ab und zu und wenn beide! sich mögen und Zeit haben dann halt immer öfter oder wenn es Anlässe gibt wie gemeinsame Interessen oder so.
Ich finde es absurd das nach Plan zu machen.

Mich fragte mal eine Frau vor einigen Jahren nachdem wir n Kaffee getrunken hatten ob ich ihre " Freundin " sein wollte (also platonisch, ich bin hetero).
Das hat mich echt befremdet. Sowas entwickelt sich automatisch wenn beide dran interessiert sind....
 
  • #9
Ich investiere überhaupt keine Zeit in eine Frau, die einen Partner und zwei Kinder hat, da lasse ich ganz schön die Finger davon. Warum wendest du dich nicht an freie Frauen die Single sind wie du und alleine sind?
@inspirationsmaster: deine Denkweise ist sehr sehr unflexibel. Scheinbar kann jeder sich Coach nennen und dann an anderen Menschen herumpfuschen. Sorry, aber mich nervt deine Engstirnigkeit und Intoleranz hier gewaltig.

Liebe FS,

dafür, dass sie zwei Kinder hat, nimmt sie sich doch Zeit für dich. Du bist single, von daher hast du natürlich nicht so viele Verpflichtungen wie sie. Ein Treffen in zwei Wochen (gerade wenn die Freundschaft noch frisch ist) ist doch völlig ok. Es wäre allerdings gut, wenn du deine Bedürfnisse (Austausch etc.) vielleicht noch auf andere Menschen auslagerst, sonst überfrachtest du diese Person mit zu vielen Erwartungen und das wäre nicht sehr gut. Freundschaft entwickelt sich langsam über die Zeit. Da sollte man keine großen Erwartungen haben und Druck auf andere ausüben. Pass dich an und schau wohin es führt.
 
  • #10
Ich habe deine Frage so verstanden, dass du eine Frau bist. Das hat der Master wohl missverstanden.

Die Zeiten, in denen man Schul- oder Studienkollegen mehrmals die Woche auch privat bzw. zum Lernen getroffen hat, sind nun mal vorbei, das hast du richtig erkannt. Die neue Bekannte nimmt sich immerhin alle zwei Wochen Zeit für dich, das ist doch was.
Bei mir entstehen neue Freundschaften langsam. Ich lerne jemanden kennen und mit der Zeit entwickelt sich eine engere Freundschaft (oder auch nicht). Ich habe mir bei einer Frau noch nie gedacht, die will ich jetzt näher kennenlernen und zu meiner Freundin machen. Entsprechend habe ich auch nie versucht, eine neue Bekannte so oft wie möglich zu treffen. Entweder ergibt es sich oder nicht.

Ausserdem gebe ich @Mike008 Recht: Mit allzu schnellem Freundschaftschliessen habe ich negative Erfahrungen gemacht. Habe zb mal einer netten neuen Arbeitskollegin schnell persönliche Dinge anvertraut, die sie dann herumerzählte. Ausserdem tratschte sie hinter meinem Rücken. Meinen besten Freund hingegen (ja, es ist wirklich nur platonisch, für beide) konnte ich zu Beginn nicht ausstehen. Erst mit der Zeit merkte ich, wie zuverlässig und vertrauenswürdig er ist. Wir sehen uns übrigens selten, da er viel um die Ohren hat. Aber wenn ich ihn brauche, nimmt er sich Zeit.

Freue dich über die neue Bekannte und geniesse die Treffen alle zwei Wochen. Dazwischen kann man ja mal telefonieren. Lass eure Freundschaft wachsen.
 
  • #11
Liebe FS,

ich finde ein Treffen innerhalb von zwei Wochen gut, wenn sie einen Partner und zwei Kinder hat.
Unterschätze bitte nicht, wie viel Zeit Kinder vom Alltag beanspruchen. Ich habe noch keine, aber ich sehe es gerade beim Sport, zu dem ich zusammen mit meinem Partner gehe. Dort sind ebenfalls viele Paare angemeldet, viele davon mit Kindern. Zu zweit hingehen wie bei uns geht bei denen nicht mehr oder nur wenn man einen Babysitter für diese Zeit hat. Mehrere Mal gab es schon die Unterhaltung, dass diese Frauen nach der Schwangerschaft wieder mit Sport anfangen wollen, dazu aber durchsetzen müssen, dass der Partner dafür auf die Teilnahme am Kurs verzichtet.

Was ich damit sagen will: solange das Kind klein ist, muss für jedes Treffen eine Betreuung organisiert werden. Wenn die Eltern nicht gerade um die Ecke wohnen, ist das nicht immer einfach. Man muss sich mit dem Partner absprechen oder kann mit Glück auf einen Babysitter zurückgreifen. Planung ist alles, deswegen kann deine Freundin dir nicht unendlich viele Termine anbieten.

Mit der Familiengründung ändern sich für die meisten die Prioritäten. Nicht selten lese ich in den Sozialen Netzwerken Sachen wie: "Suche Freunde für Unternehmungen. In meinem Umfeld haben alle schon Kinder und haben keine Zeit mehr für mich. Ich bin Single und fühle mich noch nicht so alt."
Du musst überlegen, ob du damit klarkommst. Wenn ihr euch gut versteht, sollte eine Freundschaft zwischen euch aber kein Problem sein.

W33
 
  • #12
Die Zeiten, in denen man Schul- oder Studienkollegen mehrmals die Woche auch privat bzw. zum Lernen getroffen hat, sind nun mal vorbei, das hast du richtig erkannt.
Freundschaften funktionieren ab 30 deutlich anders, als in jüngeren Jahren. Gemeinsam "abhängen" und wirklich viel Zeit zusammen verbringen ist vorbei, bzw. die Ausnahme. Selbst mit guten Freunden treffe ich mich alle paar Wochen. Und neue, wirklich innige Freundschaften sind die ganz, ganz großen Ausnahme.

Wer Partner und (kleine) Kinder hat, hat auch einfach nicht mehr so das Bedürfnis nach Kontakt mit Freunden. Täglicher Austausch findet mit dem Partner statt, die Kinder erfordern viel Aufmerksamkeit und geben viel zurück, da braucht man diese Form der Freizeitgestaltung nicht mehr in dem Maße wie in den 20ern.

Ich kann dich ein bisschen verstehen, das kann als Single manchmal frustrierend sein, aber es lässt sich kaum ändern.
 
  • #13
@inspirationsmaster: deine Denkweise ist sehr sehr unflexibel. Scheinbar kann jeder sich Coach nennen und dann an anderen Menschen herumpfuschen. Sorry, aber mich nervt deine Engstirnigkeit und Intoleranz hier gewaltig.
Meine Ursachedenkweise ist klug, sehr weise, vorausschauend und somit hilfreich.
Ich bin ein gut kontaktierter und erfolgreicher Coach, meine Teilnehmer sind begeistert und nehmen meine guten Tipps auf, wie ein trockener Schwamm die Feuchtigkeit, um sich persönlich in der eigenen Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Was ich hier lese und das ist meine Antwort, ist ein unausgeglichenes und unzufriedenes Zeichen der eigenen Persönlichkeit, ebenso unreflektiert, unqualifiziert, konditioniert und einfach destruktiv.
 
  • #14
Bin ich zu drängelnd, wenn ich eine neue Person jede Woche sehen möchte, damit daraus schnell Vertrautheit entsteht?
Was platonische Sachen betrifft: Für mich auf alle Fälle! Gute Freundschaft und Vertrautheit lässt sich nicht durch ständiges aufeinanderhocken erzwingen. Es zählt Qualität (vor allem gemeinsame Unternehmungen, bei denen man aber auch reden kann) und nicht Quantität. Bei mir sind so zwei Freundschaften zerbrochen, fühlte mich in die Ecke gedrängt.
ErwinM, 49
 
  • #15
Bei mir ist es so, das unser Freundeskreis aus unserer damaligen Damen-Tennis-Mannschaft heraus entstand!
Wir haben zu siebt von den Junioren an, fast 10 Jahre gemeinsam Tennis gespielt und als danach einige nach und nach aufgrund des Jobs zurück- und ausgetreten sind, ist daraus unser „Freundeskreis“ entstanden!
Zuerst nur wir 7 Mädels, irgendwann dann auch die jeweiligen Partner!
Einige gingen wieder, einige kamen neu dazu, einige zogen weg ... von unserer ursprünglichen Mannschaft sind wir noch 4 und zum „Kreis“ gehören heute ca 20 Leute dazu!
Alle unterschiedlich, einige sind Single, einige verheiratet, einige mit Kindern und einige ohne ...
in unserer WhatsApp Gruppe planen wir Aktivitäten etc. - mal gehen wir zum Golf, mal zum Tennis, in Stadion, Grillen, etc
Wer will, kann dabei sein, wer nicht will oder keine Zeit hat : auch gut!
Es ist keine Pflicht, sondern ein kann!
Die Singles unter uns sind sicherlich öfter mit von der Partie, wenn es der Job zulässt als unsere jungen Mütter, die teilweise erst einen Babysitter benötigen!

Freundschaft ist für mich wichtig, allerdings zählt hier für mich in erster Linie die Qualität als die Quantität! Ich habe lieber eine Handvoll Freunde, auf die ich mich blind verlassen kann als mich zB mit 1000 Facebook Freunden zu dekorieren, von denen ich 95% seit Jahren nicht mehr gesehen habe!

Meine beste Freundin ist übrigens Stewardess! Es gibt Zeiten, wo ich sie wochenlang nicht sehen kann, weil es unsere Verpflichtungen im Job nicht zulassen! Trotzdem ist sie und wird sie meine beste Freundin sein und bleiben, da es für mich nicht darauf ankommt, wie oft wir uns sehen können, sondern wie die Treffen sind, wenn wir uns sehen! Und für die Zeiten dazwischen gibt es WhatsApp, Skype etc

Ich sehe es auch so, das ich eine Freundschaft mit einer Beziehung vergleiche! Vertrauen etc muss und darf wachsen, aber nicht unter Druck und Zwang und da sind mir alle 2 Wochen Treffen lieber und dafür Zeit miteinander zu verbringen als krampfhaft 2-3 mal pro Woche die Verpflichtung zu haben, einen Termin einschieben zu MÜSSEN!
 
  • #16
Zwei- oder dreimal in der Woche mit einem Kumpel treffen, finde ich ungewöhnlich viel, es sei denn man hat Gemeinsamkeiten wie der selbe Sportverein, gemeinsamen Arbeitergeber u.ä. Dann ergibt sich aber eine hohe Häufigkeit nicht aus der Freundschaft sondern aus Hobbie oder Beruf.

Ich treffe mich mit dem engsten Freund unregelmässig ca. alle zwei Wochen. Ich will ja nicht mit ihm zusammen leben ;) Wenn er in Not wäre würde ich aber einiges für ihn stehen und liegen lassen.

Ein Freund der so viel Nähe wie ein Partner und Kinder wollen würde, würde mit diesen um Zeit konkurrieren. So etwas schädigt doch jede Freundschaft.
 
  • #17
Die Frage ist, ob der Frau eure Gespräche genauso viel geben wie Dir und ob sie die Zeit dafür haben kann. Ich hatte mal ne Freundin, mit der ich mich supergut verstand bzgl. des Humors usw.. Leider war mir die Bekanntschaft wichtiger als ihr, weil es ihr anscheinend nichts gibt, mit jemandem gesprächsmäßig auf einer Wellenlänge zu liegen. Sie reißt ihre Witze auch woanders oder muss nicht kommunizieren.
Eine andere Bekannte, die früher mal meine Freundin war, hatte mir mal gesagt, sie brauche keine Freundschaft, keine Vertraute.

pro Woche 2-3 Möglichkeiten für Treffen anbieten
Ganz ehrlich, dass ist viel zu viel erwartet. Ich kenne Singlefrauen und Verpartnerte ohne Kinder, die drei Tage in der Woche "Strohwitwe" sind, die das nicht wollen.

Du hast weniger Verpflichtungen. Vielleicht kannst Du Dir nicht vorstellen, wie das mit zwei Kindern ist, Hausaufgaben, Kastanienmännchen basteln, Freunde kommen zu Besuch, Treffen mit den anderen Eltern, was für eine Mutter meist viel wichtiger ist als Bekanntschaften, die "Kinderprobleme" nicht lösen müssen, Kuchen backen, am WE die Schule streichen, Kind zum Sport bringen, abholen, am WE Wettkämpfe angucken usw.. Partnerzeit haben, die bei all dem sowieso immer zu kurz kommt.

Was ich nicht machen würde, ist dauernd nach Treffen fragen. Würde ich nie mehr machen. Weil, wenn vom anderen nichts kommt, hat er kein Interesse und nimmt die Treffen mit Dir als Lückenfüller mit. Vielleicht sagt derjenige Dir auch nicht, dass er keine Lust drauf hat und das nur als "Sozialprogramm" macht. Leute, die sich nicht abgrenzen können, können Dir auch keinen Korb geben, wenn Du nach Treffen fragst.

Bin ich zu drängelnd, wenn ich eine neue Person jede Woche sehen möchte, damit daraus schnell Vertrautheit entsteht?
Hättest Du wen getroffen, der das genauso sieht, wäre es kein Problem. Bei Deiner Bekannten denke ich, dass sie, selbst wenn sie Dich gern schnell kennenlernen würde, kaum Zeit hat. Du kommst ja ganz hintenan nach Partner, Kindern, Schwiegereltern, Eltern, Alltagsproblemen, Ausgleichsport, Hobby und Hund.
Ich finde auch, dass man nicht so rangehen sollte mit "ich will schnell Vertrautheit". Es muss sich natürlich ergeben, denke ich. Du klingst so wie Menschen, die alles schnell in Sack und Tüten wollen, weil sie ein angestautes Bedürfnis haben. Das lässt dann meist außer Acht, wie der andere sich zeigt und dass er die Beziehung vielleicht ganz anders sieht, insbesondere bei der Wichtigkeit. Die Frau z.B. hat es mit Dir ja nicht eilig und braucht vielleicht auch keine weitere Vertraute, weil sie schon so viele Menschen hat, die ihr vertraut sind, mit denen sie reden kann über das, was wichtiger ist als "Gott und die Welt".
 
  • #18
Mir ist es egal, ob jemand älter oder jünger ist, Kinder hat oder in einer Partnerschaft ist. Es geht um den Menschen und was dahinter steckt.
Klar, natürlich geht es in allererster Linie darum, aber ich denke, die 'Eckdaten' des potenziellen Freunds sind eben auch nicht unwichtig.
Guck mal, in der Schule war es leicht, Freunde zu finden, weil man zwangsläufig jeden Tag und den ganzen Tag zusammen war.
Ähnlich in der Uni.
Als dies jeweils zu ende war, gingen die ( meisten ) dieser Freundschaften aber auch auseinander.
Meine Tochter hat jetzt, fünf Jahre nach dem Abi gerade noch zu zweien Kontakt, ich nach über 30 Jahren noch zu einer Frau.
Aus Studienzeiten zu keiner.
Als meine Tochter klein war und ich Horror vor den Sonntagen allein mit ihr hatte, war ich mit einer anderen Frau befreundet, die Kinder hatte und wir bildeten quasi eine Zweckgemeinschaft.
Als die Kinder aus dem Gröbsten raus waren, verlief das im Sande.
Na und jetzt habe ich seit ca. vier Jahren eine Venezianerin als Freundin.
Eigentlich passen wir kaum zusammen und das war am Anfang nun wirklich eine reine Zweckbeziehung ( wir haben uns über 'Babbel' kennengelernt und waren zunächst sog. Tandemlehrer, sie will deutsch lernen ).
Inzwischen habe ich sie richtig, richtig gerne. Sie ist meine wirkliche / beste / eher einzige Freundin und obwohl uns 1000 km trennen, sehen wir uns ca. an 10-14 Tagen im Jahr, skypen ein-/zweimal pro Woche und appen nahezu täglich.
NIE hätte ich gedacht, dass sich das so entwickeln könnte.

Ich finde, dass jede Freundschaft gewisse Anteile an Zweck hat.
Und dass es daher nicht nur nicht egal, sondern eher sehr wichtig ist, dass man eine gemeinsame Ebene hat.
Wenn du bereit wärst, deine Freundin dahin zu begleiten, wo sie ohnehin hin muss, z.B. auf den Spielplatz und dir das reichen würde, hätte sie vielleicht öfter für dich Zeit. Wegen des Synergieeffekts.

Übrigens: ich bin offenbar die Einzige, die glaubt, dass der Master es richtig verstanden hat. Er meinte, glaube ich !, das gleiche, was ich hier sagen will.
Die FS soll sich eine Freundin suchen, die in den gleichen Lebensumständen ist wie sie, also eben keine Familie hat, weil diese dann mehr Zeit für sie hätte.

w 51
 
  • #19
Übrigens: ich bin offenbar die Einzige, die glaubt, dass der Master es richtig verstanden hat. Er meinte, glaube ich !, das gleiche, was ich hier sagen will.
Er schrieb
"Wolltest du, wenn du eine Frau und zwei Kinder hättest, dass deine Frau sich mit einem anderen Mann ständig trifft?"
Und auch im Folgetext geht er sehr eindeutig von einem männlichen FS aus.

Freundschaften entwickeln sich natürlich einfacher, wenn man ähnliche Lebensumstände hat.

Aber ich habe hier auch einige Frauen kennen gelernt, wo sich so langsam eine Freundschaft entwickelt - 2 doch eher ältere, und eine jüngere mit demnächst 2 kleinen Kindern, und eine wirklich liebe Nachbarin - deutlich jünger, 3 ganz kleine Kinder, fragt mich auch schon immer wieder, ob ich endlich zu einem Kaffee kommen mag. Jetzt werde ich mich trauen, ich finde sie nämlich auch sehr sympathisch.
Es ist nur Eine Single, wie ich - und das ist definitiv kein Problem .

Ob das alles DIE Freundschaften werden? Muss es gar nicht, aber ich freue mich über gute Bekanntschaften.

Es muss nur alles wachsen, Druck und Erwartungen sind mE. kontraproduktiv .
 
  • #20
Also ich oder auch mein Partner, wir treffen unsere Freunde auch maximal 1-2x pro Woche. In manchen Wochen auch garnicht..

Die Frage ist, ob der Frau eure Gespräche genauso viel geben wie Dir und ob sie die Zeit dafür haben kann.
Kenne ich von der anderen Seite.
Kontakt hat man ja auch mit den Kollegen unter Tags, dann mit den Kindern & dem Partner, dann wollen auch andere Freunde & die Familien Zeit mit einem verbringen usw. Über die Arbeit & die Kinder etc redet man mit diesen Menschen sowieso genug.
Ohne das jetzt böse zu meinen, aber da habe ich schon einige Leute, mit denen ich über alles mögliche reden kann bzw mit denen sich Gespräche einfach ergeben. Da "bräuchte" ich nicht noch eine Freundin, die sich 2-3x die Woche zum Reden treffen will. Da ich auch introvertiert bin, wäre mir persönlich dieses häufige reden dann schon wieder zu viel.
Einen Platz in meinem Herzen hätte sie sicher, aber dieses Reden gibt mir dann eben nicht soo viel, dass ich das 3x die Woche haben muss...
Da haben andere Dinge & Leute (vor allem die Familie) dann doch auch mehr Priorität, als noch mal über Gott & die Welt zu quatschen.
Aber vielleicht bin das auch nur ich, mir persönlich gibt quatschen um des quatschens Willen prinzipiell nicht so viel...

So 1x die Woche oder alle 2 wäre für mich auch genau richtig.
Oder macht ihr auch was anderes außer reden? Habt ihr ein gemeinsames Hobby?
 
  • #21
Liebe FS, ich finde du solltest ein wenig reflektierter an die Sache herangehen. Dein erster Beitrag hat so etwas Vorwurfsvolles gegenüber der Freundin, die sich ja nicht genug Zeit für dich nimmt. Die Frau hat einen Job. Die Frau hat zwei Kinder, die zusätzlich zu ihrem Job eine Menge Arbeit machen. Die Frau hat zudem noch einen Partner. Mit Kindern und Partner will sie sicherlich auch abseits aller ihrer Verpflichtungen Freizeit verbringen. Nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag und den Pflichten für die Kinder will sie vielleicht einfach auch mal auf dem Sofa entspannen.

Und jetzt kommst du und erwartest von dieser Frau, dass sie ungefähr die Hälfte aller Wochentage für 1-2h, wenn nicht länger, mit dir Zeit verbringt? Ja, das finde ich zu viel erwartet. Und dass du schreibst du hast ja auch Termine, mag ja alles sein, aber du hast keine Kinder und damit überhaupt keine Ahnung, was dass für eine zusätzliche Verpflichtung bedeutet. Ich finde du solltest hier deutlich mehr Empathie für deine Freundin aufbringen. Dass sie dich trotz Ihrer Verpflichtungen 1-2x alle 2 Wochen trifft zeigt eigentlich, dass ihr die Freunschaft etwas bedeutet. Und wenn dir ihre Freundschaft auch etwas bedeutet bzw. du eine wirkliche Freundin bist dann solltest du ihre begrenzte Zeit respektieren und sie nicht zu häufigeren Treffen drängen. Denn Letzteres ist keine Freundschaft, sondern Egoismus von dir, da es dir nur um deine Bedürfnisse geht.

Allgemein wirkt das Ganze vom Schreiben her ein recht verkopft von deiner Seite aus, als wenn es ein Schema F für Freundschaftsanbahnungen gibt oder so. Davon solltest du dich denke ich frei machen und diesbezüglich einfach locker werden. Freundschaften kann man nicht erzwingen, sie ergeben sich, oder eben nicht. Es gibt keine Häufigkeit, wie oft sich Freunde zu treffen haben, normalerweise ergibt sich das automatisch. Von daher, lass einfach auf dich zukommen, wie es sich mit deiner Freundin entwickelt, und dränge sie nicht, sonst kann es sein dass die Freundschaft schnell wieder vorbei ist. Dein Bedürfnis nach mehr Treffen musst du dann halt mit anderen Leuten kompensieren.

Allgemein wundert es mich immer ein wenig, wie wenig Verständnis manche Frauen haben, wenn die beste Freundin einen Partner oder Kinder hat und deshalb weniger Zeit. Von Männern habe ich sowas noch nie gelesen/gehört. Warum ist das eigentlich so, frage ich mich, dass scheinbar hauptsächlich Frauen damit ein Problem haben (ernst und nicht provokant gemeinte Frage)?
 
  • #22
Allgemein wundert es mich immer ein wenig, wie wenig Verständnis manche Frauen haben, wenn die beste Freundin einen Partner oder Kinder hat und deshalb weniger Zeit.
Es ist passend hierzu auch ein Phänomen, dass es vor allem Frauen sind, die sich beschweren, wenn ein (potentieller) Partner Freunde (ganz schwierig, wenn der Freund eine Freundin ist) und / oder Interessen hat neben ihr, und dadurch die gemeinsame Zeit zwangsläufig geschmälert wird. Unabhängig davon, wie groß diese gemeinsame Zeit wäre. Dauerthema hier.

Aber, es gibt schon auch Männer, die ähnlich unterwegs sind - sind mir inzwischen einige begegnet.

Es ist einfach das Thema, wie erfüllt ist das eigene Leben und wieviel Erfüllung brauche ich über andere Menschen, andere Menschen als Lebensinhalt, ob Partner oder Freund*in.
 
  • #23
Allgemein wundert es mich immer ein wenig, wie wenig Verständnis manche Frauen haben, wenn die beste Freundin einen Partner oder Kinder hat und deshalb weniger Zeit. Von Männern habe ich sowas noch nie gelesen/gehört. Warum ist das eigentlich so, frage ich mich, dass scheinbar hauptsächlich Frauen damit ein Problem haben (ernst und nicht provokant gemeinte Frage)?
Meine Vermutung: Für uns Frauen funktioniert zwischenmenschliche Beziehung häufig durch das Reden an sich, Männer sind da sachlicher. Das merke ich, wenn ich einfach nur eine Person anrufen will, um mal wieder mit ihr geredet zu haben. Ich will mich versichern, dass wir noch in der gleichen Beziehung zueinander stehen und dass es gut läuft. Und wenn der/die andere keine Zeit für solche Rituale hat, dann hat diejenige mit dem Zeitüberhang ein kleines Problem.

Kann aus eigener Erfahrung der FS auch sagen, dass Zeit und Bedürfnis für Freundschaften mit Kindern, Partner und Job einfach abnehmen. Ich möchte auch gerade mehrere konkrete Freundschaften aufbauen wegen Sympathie, aber das zieht sich über Moooonate, aber das ist der Trade-Off, wenn man Familie hat, dessen war ich mir von Anfang an bewusst.