• #1

Wie tröstet man Jemanden am besten bei Liebeskummer?

Wie sollte man Jemanden trösten, der einem sein Liebesleid klagt? Ist die Methode mit auf den Ex-Partner zu schimpfen wirklich so erfolgsversprechend? Was hilft wirklich?
 
G

Gast

  • #2
Auf den/die Ex schimpfen ist ja wohl total daneben. Liebeskummer bedeutet doch, dass der/diejenige dem Ex nachtrauert, und das wird durch Schimpfen und/oder Schlechtmachen doch nicht "geheilt"! Ich würde versuchen, den/die Trauernde/n abzulenken, gemeinsam etwas unternehmen, auf andere Gedanken und "unter die Leute" zu bringen.
 
  • #3
Solange wie es nötig ist zuhören und auch feste mitschimpfen. Und Zuspruch gewähren. Ich bin sicher, das hilft.
Natürlich nur, wenn ersichtlich ist, dass der Ex-Partner der war, der sich getrennt hat und nicht, wenn noch irgendeine kleine Möglichkeit besteht, dass beide wieder zusammenkommen. Damit könnte man sonst vielleicht mehr kaputt als heile machen.
 
G

Griet

  • #4
Ich weiß nicht genau welche "Knöpfe" meine Freundinnen dann immer bei mir drücken, aber sie bekommen es irgendwie hin. Vermutlich ist es einfach genau das: Zeit mit Menschen verbringen die dir am Herzen liegen, und denen du am Herzen liegst. Dafür bin ich dankbar.
 
G

Gast

  • #5
Schimpfen ist genauso ein großer Unsinnn wie ablenken.
Einfach da sein: zuhören, wenig sagen, Trauer und Tränen aushalten, den Schmerz ernstnehmen, Verständnis haben.
 
G

Gast

  • #6
Mir hilft es am ehesten, wenn ich zwar weiss, dass ich mich jederzeit bei meinen Freundinnen melden kann, aber von ihnen eher in Ruhe gelassen werde, es wäre mir zu anstrengend, von ihnen zu Aktivitäten mitgenommen zu werden. Ich brauche dann viel Zeit für mich, um den Liebeskummer zu verarbeiten, mir hilft es, wenn ich die Gedanken aufschreibe, die hochkommen und die Gefühle zulasse, also auch immer mal wieder weine, allerdings mache ich das nur für mich allein, ich bin nicht der Typ, der sich dann bei Freundinnen ausheult. Auch jeden Tag Sport machen tut mir dann gut.

Irgendwann später ist es mir wichtig, dass ich - zumindest für mich - meinen Frieden mit meinem Ex mache, dass ich keine Wut, Hass oder Trauer mehr verspüre, sondern in dem Bewusstsein weiterlebe, dass die Beziehung ihren Sinn in meinem Leben hatte, dass ich durch sie - oder durch die Befreiung daraus - gewachsen bin und mich weiterentwickelt habe.
w48
 
G

Gast

  • #7
Bei meiner letzten Trennung - die für mich sehr überraschend kam - stürzte ich in ein total tiefes Loch. Eine gute Freundin hat mich da rausgezogen. Sie hat sich jeden Tag bei mir gemeldet, wir haben uns zwar nicht jeden Tag persönlich getroffen, aber sie war für mich über sms und über das Telefon da. Ich ging dann auch zu einer Therapeutin, weil ich einfach selbst nicht mehr klar kam. Die schlimmsten Gedanken hatte ich, weil ich einfach nichts mehr fühlen wollte. Wenn jemand schlecht über meinem Ex geredet hat, habe ich mich selbst ertappt, dass ich ihn verteidige..."er ist ja nicht so... eigentlich wollte er ja... usw"

Ich habe mich rar gemacht, obwohl ich von ihm den Grund wissen wollte (den ich eigentlich immer noch nicht wirklich weiß...ich kanns nur vermuten) und habe mein Leben Schritt für Schritt aufgeräumt. Das hat mir geholfen! Der Job - der mir schon lange nicht mehr gefiehl - wurde gewechselt, in der Freizeit habe ich mehr unternommen, in der Wohnung habe ich alles durchgeschrubbt (mich damit auch etwas ausgepowert), und so langsam langsam gings wieder. Jetzt bin ich wieder etwas verliebt und mein Leben ist im reinen. :) Das konnte ich mir vor 8 Monaten noch gar nicht vorstellen.