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  • #1

wie stelle ich mir mein alter vor?

wie stellt ihr euch das alter vor? bin nun inzwischen w56 und mache pläne: - möchte in ein betreutes wohnen (seniorenstift), 1,5 wohnung reicht mir dann (habe momentan großes haus) - möchte verreisen, nichts mehr tun (wie bügeln, putzen, kochen usw.) - sollte sich durch EP ein partner finden, dann soll er bitte im haus daneben wohnen, nicht bei mir! - möchte nicht von meine kindern gepflegt werden (erlebe das gerade mit meiner mutter, horror!) mein ziel ist die größtmögliche unabhängigkeit und auch, dass ich keinem zur last falle, denn "mit partner alt werden" halte ich für ein märchen. (was ist daran schön, wenn ich mein männe pflegen muß? und von ihm gepflegt werden? tötet wahrscheinlich die letzten positiven gefühle, wenn man die windel wechseln muß...) gebraucht wird ziemlich viel geld, denn die miete für ein gutes heim (z.b. augustinum) kostet ca.2300 pro monat. deshalb plane ich jetzt schon, mein haus mit 60 zu verkaufen. wie und was plant ihr?
 
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  • #2
Ich bin auch w 56

Ich stell mir mein Leben so vor: Ich werde noch knapp 10 Jahre arbeiten und freue mich darüber, denn mir macht mein Job sehr viel Spaß.
Danach möchte ich viel reisen, was ich derzeit aus beruflichen Gründen nur begrenzt machen kann. Ansonsten denke ich nicht, dass sich mein Leben viel ändern wird, ich werde meine Hobbys weiter pflegen und mich so lange wie möglich sportlich fit halten.

Aber das ist eher die nahe Zukunft. Recht viel weiter möchte ich nicht denken. Ein Jegendlicher plant auch nicht länger als 30 Jahre.
Ich habe mein Haus bei der Scheidung aufgegeben und habe mir eine schöne Wohnung gekauft, mit einem Gästezimmer und gleich so eingerichtet, dass man es auch als seniorengerecht bezeichnen könnte (Aufzug, keine Schwellen, erhöhte Toilette, kein Einstieg in der Dusche , breite Türen in Bad und WC). In dieser Wohnung kann ich auch mit Mitte 80 noch wohnen, wenn ich mir eine Putzhilfe engagiere.
Aber wer weiß, da kann sich ja schnell etwas ändern.

Was einen Partner angeht: Ich plane mein Leben eher alleine. Zusammenziehen eher nicht, das müsste schon ein ganz besonderer Mann sein.
Ich glaube auch nicht mehr an die große Liebe, wobei ich ganz ehrlich gerne wieder mal eine Schulter zum Anlehnen, ein paar Kuscheleinheiten und auch Sex haben würde.
 
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  • #3
Ich bin 54 und plane immer nur für die nächsten Wochen bzw. maximal einen Urlaub 6 Monate im Voraus. Habe immer nur für 1 Jahr befristete Beschäftigungen (seit 5 Jahren Lehrerin im öffentlichen Schuldienst, eher notgedrungen in diesem Beruf gelandet). Eigentlich habe ich nicht vor, allein alt zu werden, kann es mir aber auch nicht aussuchen. Meine jüngste Tochter ist erst 15 und so werde ich mein Leben wohl wie es ist weiterführen, bis sie flügge ist. Dann könnte ich mir aber aucn nochmal einen ganz neuen Anfang auch im Ausland vorstellen, vielleicht auch nochmal in einem anderen Beruf. Dies alles wenn die Menschen um mich herum es zulassen und mir das Schicksal hold ist. Habe mit 46 nochmals ein Studium abgeschlossen und vertraue in meine Kräfte.
 
  • #4
Ich plane überhaupt nichts, sondern werde weiterhin so leben, wie ich es jetzt tue - oder vielleicht mache ich in 10 Jahren etwas ganz anderes. Keine Ahnung.

Mit Partner? Die, die mich kennen meinen, daß dieser extra für mich gebacken werden muß. :)
 
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  • #5
Was für ein Horror, die ersten beiden Beiträge. Das ist ja einfach nur noch furchtbar. Mit 56 Jahren sich aus dem Dasein verabschieden. Den Umzug ins Altenheim planen und den möglichen Partner nur so als zeitweiliges Kuscheltier wollen. Da lauf ich einfach weg.
 
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  • #6
Sorry, das klingt für mich aber ganz schön eingefahren, kann ja sein dass ich mich irre?

Also ich bin auch 56 Jahre, aber an ein betreutes Wohnen denke ich beim besten Willen noch nicht, dafür bin ich viel zu lebendig und zu unabhängig!

Pläne und Ziele habe ich schon immer gehabt, und diese auch verwirklicht und auch durchgezogen!

Kind großgezogen, ständige berufliche Weiterbildungen gemacht, Karriere gemacht!

Ja und als ich alle Ziele und Pläne umgesetzt hatte, habe ich aufgehört, mich ständig selbst unter Druck zu setzen, und habe angefangen, aus jedem Tag "Glücksmomente" für mich herauszuholen. Sprich ich bin gelassener geworden, und wie man so schön sagt, "mit mir und dem Leben im Reinen!"

Und als Selbständige, mit immer wieder neuen Aufträgen, bei immer wieder anderen Firmen und Auftraggebern, die einfach immer wieder eine neue Herausforderung sind, und Spass machen, denke ich natürlich auch nicht darüber nach, mit 60 Jahren dann plötzlich, nur noch bügeln, kochen und putzen zu wollen!

Aber es ist doch gut dass wir Menschen so verschieden sind und das Leben so facetterech ist

Auf jeden Fall wünsche ich ein Gutes Gelingen, bei der Umsetzung der Pläne!!
 
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Gast

  • #7
Erst einmal stellt sich mir die Frage,warum meinen viele Frauen sie müßten ausschließlich den Mann pflegen und scheuen u.a. deswegen eine Partnerschaft?Das füreinander dasein ist doch der Zweck einer Partnerschaft,oder sollte da doch die Eigensinnigkeit im Vordergrund stehen.Man könnte meinen Männer wurden in jungen Jahren von Frau nur für die Zeugung von Kindern und deren finanziell abgesicherten Zukunft als Partner gewählt!
Meine Nachbarn EIN ÄLTERES PAAR(er82sie85))-sind seit Jahren ein gutes Team-wobei er immer weitaus fitter war als sie-er unterstützt sie so,daß sie beide gemeinsam älter werden können.Ich bewundere sie beide,aber sie sind eben auch noch aus der klassischen Rollen Zeit-und nicht aus der Zeit der Egoisten-HEUTE.
Ich werde mein Haus auch einmal verkaufen,eine betreute Whg habe ich derzeit vermietet und wenn möglich möchte ich in 11-12J. in den Ruhestand treten.Für eine Partnerin die ich liebe,bin ich unterstützend in jeglicher Form da.Oh man wenn ich ans noch älter sein denke-bin derzeit noch fit - immer auf Achse,Reise viel,Sportl und wünsche allen und mir beste Gesundheit auch weiterhin.
Ich möchte das Leben(zB.mit Reisen) nicht erst im Alter genießen,ich genieße schon immer jeden Tag-auch kleine Dinge und die Arbeit.Das Berufsleben ist ein Abschnitt zum nächsten Punkt Pension,aber in Pension ist der nächste Punkt der.....-also keine Zeit verschwenden!
Lieber noch ein paar Tage oben laufen,als länger unten liegen!


m48
 
  • #8
Ich (noch 57) bin eher in einer Stimmung des Aufbruchs und Neuanfangs, als an meine alten Tage zu denken!
Klar, dass ich finanziell gut vorgesorgt habe, um auch später ein gutes Leben führen zu können. Mehr muss im Moment noch gar nicht sein, denn die Planung der nahen Zukunft geht jetzt erst mal vor. - Und die ist weitaus spannender, lebensbejahender und realistischer als die Grübelei über Altersgebrechen.

Dabei verstehe ich dich, liebe FS, sehr gut, dass du in der gegenwärtigen Situation mit deiner Mutter Lehren ziehst. Auch mir ging es damals so wie dir, als ich mich für die letzten Jahre meiner Mutter verantwortlich fühlte.
 
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  • #9
Liebe FS, ich bin im selben Alter wie du. Und gehe doch ganz anders ran. In eineinhalb Jahren geht meine jüngere Tochter vermutlich aus dem Haus (Abi, und ich nehme an, dann ist sie weg). Ein objektiver Einschnitt. Dann werde ich anfangen, mir zu überlegen, ob ich mein großes Haus verkaufe oder einen Teil vermiete. Aber das entscheide ich erst dann. Wer weiß, was bis dahin passiert. Parallel beginne ich nach Wohnprojekten zu suchen, um mit anderen Menschen in getrennten Wohnungen zusammen zu wohnen. Ich hab keine Lust, wenn ich keinen Partner habe, irgendwo ganz allein zu leben. Dann bitte mit anderen zusammen und daraus etwas neues entstehen lassen.
Ich werde, wen ich gesund bleibe, so lange arbeiten wie ich kann, weil mir mein Job Spaß macht. Wenn ich wieder genügend Geld habe (Ausbildung der Kinder beendet), will ich reisen, reisen, reisen.
Ich fühle mich nicht in der Situation, heute schon mein Leben darauf einzurichten, endgültig ohne Partner zu leben.Warum? Da kann noch so viel passieren, gutes und schlechtes. Und von self-fulfilling-prophecy halte ich nicht viel. Das ist keine Grundeinstellung, mit der man etwas verändern kann. Also die Hoffnung auf einen neuen Partner noch mal, irgendwann. Ob ich mit einem Mann noch mal zusammenziehe oder nicht, hängt von so vielen Faktoren ab.
Natürlich plane ich mein Leben jetzt erst mal für mich allein. Aber ich bin jederzeit - vor allem mental, da fängt es an - alle Planungen noch mal über den Haufen zu werfen. Denn das Leben kann noch so viele Überraschungen und Wendungen bringen.
w., 56
 
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  • #10
FRAGESTELLERIN:

ich glaube, man sollte sich sich diese gedanken ganz neutral machen, wenn man noch weit weg von der situation ist.
manchmal geht es ganz schnell: meine mutter (78jahre) kam fit und fröhlich von einer wanderreise aus portugal wieder, schlaganfall nachts, gefunden nach 20 stunden (sie wohnte alleine), jetzt im rollstuhl, pflegefall, ohne sprache, pflegeheim.

ist es nicht nach so einem vorfall pflicht, sich gedanken über sich selber zu machen (patientenverfügung usw.)?

ist es nicht schöner, selber eine nette kleine wohnung in einem seniorenstift zu beziehen, als irgendwo eingeliefert zu werden?

übrigens, @5 ich will nicht ständig backen kochen bügeln! nein, ich hasse das!

warum haben alle so einen horror davor, sich gedanken über ein alter zu machen, in dem man nicht fröhlich zum seniorentanz geht? ich denke lieber für mich alles im voraus, plane den schlimmsten fall und freu mich dann, wenns doch anders kommt. mag es bestimmt nicht meinen kindern überlassen.
 
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  • #11
Liebe FS,
da hast du jetzt aber deine Fragestellung gründlich verändert. Es ist doch ein großer Unterschied, ob man sich irgendwann rechtzeitig darüber Gedanken macht, wie man im Falle der Pflegebedürftigkeit versorgt sein will (und das auch mit seinen Kindern bespricht) oder schon alles bis zu Ende durchplant. Und glücklicherweise werden die meisten Menschen ja erst deutlich nach 70 wirklich sehr krank. Ausnahmen gibt es immer. Aber dafür sind ja die Grundsatzaussagen ausreichend.
 
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  • #12
Mitte 50 und betreutes Wohnen oder Augustinum als Vorstellung?

Fürwahr erschreckende (und auch abschreckende) Vorstellungen, denn meine Mutter ist erst mit 85 - somit 30 Jahre später! - in eine altersgerechte Wohnen mit Betreuungsangebot gezogen und das bedeutet unverändert eigener Haushalt und Selbstversorgung, somit alles wie bisher. Zusätzlich aber eine altersgerechte Wohnungsaustattung, Hausnotruf und vor allem die Option bei Bedarf kurzfristige, auch nur vorübergehene Hilfs- oder Pflegeleistungen zu kaufen zu können. Und definitiv nicht mehr! Und ich für meine Person möchte eigentlich solange arbeiten, wie es irgendwie geht.

Nein, man kann nicht alles im Voraus planen, aber Optimismus und Lebensfreude sind sicher eher eine Voraussetzung für ein gutes Leben ... solange wie irgend möglich.
 
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  • #13
Hallo liebe FS,
sag mal ehrlich: Hast Du vor 20 Jahren - also mit 36 - auch genau geplant, wie Du heute mit 56 leben wirst? Und ist es genauso eingetroffen?
Ich meine: zum Glück hält das Leben doch immer wieder Überraschungen bereit.

Je älter ich werde, umsomehr lebe ich heute und jetzt - nicht für irgendwelche Ziele in der Zukunft und für Aufgaben, die ich noch erledigen "muss" im Leben... Es macht mir Spass.

Ich vertrau auch meinen Kindern. So wie ich heute für sie und die Enkel gern da bin, werden sie Dinge für mich regeln, falls Krankheit dann wirklich so plötzlich eintreten sollte, dass ich selbst nichts mehr entscheiden kann... Noch sind sie viel zu sehr mit sich beschäftigt - aber wenn die Zeit kommt, werden wir Familienrat halten.

Klar, meine nächste neue Wohnung wird auch einen Fahrstuhl haben. Ich mag auch jetzt schon die Einkäufe nicht nach oben schleppen. Aber vielleicht ziehe ich noch mehrmals um in meinem Leben - es sind wohl noch 30 oder 50 Jahre - in den letzten 30 Jahren bin ich fünfmal umgezogen... Das Leben läuft ja noch und ich verändere mich immer weiter und damit meine Bedürfnisse...

Ich würde mich freuen hier noch Meinungen von Männern zum Thema zu lesen.
Ich hoffe sehr, dass mein Eindruck falsch ist, dass alle ab Mitte 50 nur noch wollen, dass sie zu ihm in sein Haus zieht, in dem er ja schon so perfekt eingerichtet ist...

w 54
 
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Gast

  • #14
Du bist momentan depressiv, daher siehst Du alles was Du hast nur negativ.

Frische alte Hobbies auf, tanke Sonne, gönne Dir etwas schönes für Dich.
Schau mal Deine Aussagen an:

- von Kindern gepflegt werden = Horror
- mit Mann zusammenleben = Horror
- großes Haus = Horror
- Mutter pflegen = Horror.

Wenn Du gerade Deine Mutter pflegst, kommt das wohl daher, dann hast Du vielleicht eine Depession wegen Überlastung.

Auf jeden Fall treffe in dem Zustand keine Entscheidungen, die Dir später leid tun könnten (Hausverkauf), da nicht mehr rückgängig zu machen. Dein Verhalten ist nicht "vernünftig", sondern typisch depressiv und dagegen gibt es Hilfe und das ist sicher nicht die Umsiedelung in die allerletzte Station, was für die meisten der größte Horror wäre.
 
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  • #15
Nun liebe FS, eines Tages wirst Du Irgendjemandem zur Last fallen! Wenn es nicht Deine Kinder sein werden, dann eben einem Pflegeheim - nebenbei bemerkt, mit 2300,- wirst Du da nicht hinkommen. Schon gar nicht in einem "Augustinum".

Ich bin 58J. alt und mache mir durchaus meine Gedanken wie es im Alter einmal werden könnte, wer sich um mich einmal kümmern wird. Meine Kinder kommen für Betreuung und Pflege nicht in Betracht, jedoch erwarte ich von ihnen die Organisation derselben. Die benötigten finanziellen Mittel werde ich dann, so hoffe ich, zur Verfügung stellen können.

Ebenso hoffe ich auch darauf, dass auf den Mann an meiner Seite Verlass sein wird, denn umgekehrt könnte er sich auch meiner Unterstützung sicher sein! Ich möchte solange in meiner behindertengerechten Wohnung verbleiben, solange es für alle Beteiligten zumutbar erscheint. Und es darf so teuer werden wie es ein guter Heimplatz auch wäre.

Sicher werde ich auch gerne reisen, jedoch tue ich dies bereits jetzt, ohne meine Altersrückstellungen zu gefährden.
Alles in Allem möchte ich diesen letzten Lebensabschnitt nicht alleine begehen. Das ist das Schlimmste was einem Menschen je widerfahren könnte...............
 
G

Gast

  • #16
Ja, liebe FS, Du darfst und solltest Dir Gedanken machen (ich wavor ein paar Jahren krebserkrankt, allein erziehend, habe meinen Beruf veroren und habe mich seit 2008 unendlich um meine demenz-werdende Mu. gekümmert, damit ihr erstmal erspart bliebe, in eine Pflegeenrichtung zu kommen - das war dann leider unumgänglich).

AUCH durch diese Erfahrungen wurde/werde ich konfrontiert mit meinen personlichen Vorstellungen fürs Alter - und ich KANN noch entscheiden für die spätere Zukunft (58).
Mein "später Sohn" , den ich nach vielen biolog. Schwierigkeiten dann mit fast 41 bekam, hat/te)zwar seinen Vater , zu dem auch ein eher lockeres, kameradshaftliches Verhältnis meinerseits besteht., doch ist er erst 18, hochgegabt, im Leben eher "pubeträr "Spätentwickler".
.
Mir schwebt eher eine Senioren-WG oder Mehrgenerationenhaus vor, einfach so, das muss aber in meinen Gedanken noch wachsen. (Denke teilweise wie "nr.9)

JAAA, rechtzeitig an manches zu denken, ist gut!, zuviel daran zu denken, heißt :HIER aufören zu leben.

Nächste Woche beziehe ich nach langer Vision nach fast einer Woche renovieren, Grund reinkregen, dann langsam es sich gestalten sehen...ein eigenes Büro - Traum seit Jahren, seit der Frühberebtung und dem permanenten Ackern um Möglichkeiten.
Ich habe das Geld nicht übrig und muss knapsen. DIE Vision war mir wert,mit meinem Sohn und dessen OK natürlich, einen kl. Bausprvetrtrag auflzulösen, auf den überwiegend ich eingezahlt hatte - das gibt etwas Luft.
Und so fange ich mit 58 an, eine neue Phase zu beginnen...

Da ich nur EIN kind habe, und das "spät", mache ich mir durchaus auch Gedanken, aber s.o. und nicht generell gleich jetzt.

Ich wünsche Dir noch viele Impulse und weiterführende Gedanken!
 
  • #17
Irre! mit 60 ins betreute Wohnen wollen... Hey, da ist doch noch das volle Leben angesagt! Ich fänds sehr gruselig NUR mit Menschen die das wirklich brauchen zusammen zu wohnen.

Übrigens, es gibt viel zu wenig Plätze im Betreuten Wohnen so dass ich es als unverschämt empfinde wenn junge, voll selbstständige Menschen diese Plätze einfach aus Bequemlichkeit besetzen. Das ist extrem egoistisch, sorry wenn ich das so deutlich sagen muss. Kauf Dir eine solche Wohnung jetzt und vermiete Sie an jemanden der sie wirklich braucht.

Deine Ziele kannste auch anders erreichen:
Nehm Dir eine ebenerdige Wohnung mit 5-6 Zimmern und mach eine WG draus, biete einfach zwei bis drei Studenten eine Wohngelegenheit. Aufzug im Haus natürlich, für die Wäsche incl. Bügeln gibts mobile Dienste, kochen muss man auch nicht wenn man genügend Kohle hat (wobei ich das wirklich nicht verstehe) und putzen kann doch eine Perle (oder die Studenten gegen eine verbilligte Miete). Das Pflegeproblem lässt sich sehr einfach lösen mit einer Patientenverfügung (Wir werden das gegenseitig festschreiben dass im Pflegefall diese in einem Heim durch Profis gemacht wird, nicht zuhause der Partner). Wenn Du Dir dann noch einen Mann im Nebenhaus gönnen möchtest und einen findest der das mitmacht- perfekt. Ich würds nicht machen.

@3 das kenne ich. Mir wurde eine gebacken und es könnte auch einen für Dich geben. Nach Deinen Posts glaub ich dass das gar nicht so schwer ist, braucht nur einen der eine starke Persönlichkeit zu nehmen weiss.

Ich glaube daran gemeinsam alt zu werden. Ich habe das auch bei meinen Grosseltern beobachten dürfen. Es war für beide wunderschön und tröstlich, und das obwohl der Opa 5 Jahre lang Pflegebedürftig war (selbstverständlich dann im Heim).
 
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Gast

  • #18
Wer rastet - rostet.
Die Idee, den Lebensabend bereits mit 60 beginnen zu lassen, finde ich sehr erschreckend. Wenn es keine Herausforderungen und Anstregungen mehr gibt und nur noch "Bequemes und Schönes" die Lebensmittelpunkte bilden sollen, wo bleiben da Neugier und das Interesse an immer wieder neuen Erfahrungen? (Und auch der oft lästige tägliche Kleinkram - waschen, kochen, bügeln - gehört dazu, es sei denn, man hat dies in seinem bisherigen Alltag auch anders geregelt, aber dann ist es ohnehin kein Thema.)
Unsere genetische Ausstattung können wir nicht beeinflussen, aber was wir mit der beschränkten Zeit, die wir haben, tun, das schon. Ich habe Menschen, die unabhägig ob sie nun mit gesundheitlichen Einschränkungen konfrontiert waren oder nicht, bis zum Ende ihres Lebens aktiv und agil waren, immer als die glücklicheren erlebt.
 
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Gast

  • #19
Welch eine Horror Vorstellung,natürlich sollte man ans Alter denken,aber doch nicht mit Mitte 50.
Ich bin auch so alt und mein Partner ist 60,wir haben uns vor 3Jahren kennen gelernt,haben unsere Häuser verkauft und bauen uns gerade unser neues gemeinsames Traumhaus,wir möchten in diesem Jahr heiraten und an betreutes Wohnen oder Altersheim denken wir noch lange nicht.Wir starten noch mal voll durch.Wir sind beide voll berufstätig und denken noch lange nicht daran zum alten Eisen zu gehören.Du tust mir leid,ist ja gruselig.
 
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Gast

  • #20
All diejenigen, die von Horror sprechen, können ihre Ängste vor dem Alter und Krankheit und Gebrechlichkeit nicht zulassen, was ihnen ja unbenommen ist. Ich bin 61 Jahre und habe mich 12 Jahre um meine pflegebedürftige Mutter gekümmert, sie ist jetzt im Alter von 95 Jahren gestorben.
Ich kann also mitreden, zumal ich auch gesehen habe wie andere zum Teil knapp über 70jährige in Lebenssituationen geraten, durch Schlaganfall, Herzinfarkt, Demenz usw. die mir Vorbereitung besser gelaufen wären. Und mal nachgerechent. Man ist Mitte 50 plus 15 Jhare und dan ist man 70 Jahre. Ich lkann nur sagen, stellt Euch und läuft nicht davon.
Ich kann nur allen empfehlen sich rechtzeitg mit dem Thema zu beschäftigen und zwar aus liebender Vorsorge für sich. Das heißt Patientenverfügung und sich umgucken, wo man man später, falls man wirklich ein Pflegeheim benötigt hin will. Wenn dies alles organisiert ist, dann kann man wunderbar sein Leben leben und genießen und meinetwegen auch noch ein Haus bauen.
 
  • #21
@20 Wieso denkst Du dass jeder Angst vor dem Alter hat?

Ich hab keine, ich weiss dass es unweigerlich mal dazu kommen wird und ich werde auch diese Zeit mit soviel Leben füllen wie ich kann. Meine Vorsorge ist ganz einfach: Ich hänge meine Liebe an Menschen, nicht an Immmobilien, Habe so vorgesorgt dass ich im Alter genügend Geld haben werde, für was auch immer und werde mich dann zu gegebener Zeit nach einem Platz im betreuten Wohnen umsehen. Dass man dorthin muss geht ja nicht von Heute auf Morgen (Schlaganfall o.ä. Bedarf ganz anderer Einrichtungen!)

In unserem Alter sollte man eigentlich gelernt haben daß das Leben sich fast immer anders entwickelt als geplant.
 
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Gast

  • #22
Ebenfalls w56

Wenn ich die Frage der FS lese, verstehe ich, weshalb Männer 50+ sich was wesentlich Jüngeres suchen... so sie fit, optimistisch und voller Lebenslust sind.

Gedanklich schon mit einem Bein im "betreuten Wohnen" - mit Mitte 50 - grusel, grusel

Ich möchte noch auf den höchsten Berg Afrikas bevor ich 60 bin. Ich denke ans Alter, wenn ich mich alt fühle - das reicht.
 
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Gast

  • #23
Liebe FS,

Du hast völlig Recht- Nachdenken ist vorteilhaft!

Ich muss die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für die Versorgung von Menschen, die das selbst nicht mehr können, organisieren.

Ich versichere Dir- es wäre viel besser gewesen, die Menschen hätten sich strategisch und selbstbestimmt rechtzeitig für eine passende Wohnform entschieden.

Es wird das Modell: eine Wohnung- ein hilfsbedürftiger Mensch- ein Pflegedienst- kostet bis zu € 4500 im Monat- in Zukunft nur für sehr vermögende Menschen noch bezahlbar sein.

Leute, macht Euch Gedanken über Euer Alter, und zwar möglichst mit mehreren Optionen.

Was passiert, wenn man/frau früh schwer krank wird? Der Partner früh stribt/ pflegebedürftig wird? Ist eine gemeinschaftliche Wohnform mit oder ohne Partner vorstellbar?

Bitte redet mit Euren Kindern, hinterlasst etwas Schriftliches, notfalls nur ein selbst unterschriebenes Statement, besser natürlich ein Testament.

Lieber früher Nachdenken und dann mit einem guten Gefühl weiter ins Leben stürzen! Es kann schneller gehen als man denkt, manche Menschen werden mit Anfang 60 dement!
 
G

Gast

  • #24
# 20
Durch die diagnostischen Möglichkeiten heute weiss man, dass es schon mal vorkommt, dass bereits Babys im Mutterleib einen hatten. Leider....
Leider kann jeden ein Schlaganfall treffen - in jedem Alter...
So ist es auch einem Bekannten passiert - 32 Jahren... Da die Familie einkaufen war, lag er viel zu lange da......

Selbstverständlich habe auch ich eine Patientenverfügung, Betreuungs- und Vorsorgevollmacht.
Damit konnte auch vermieden werden, dass meine(unsere) Mutter nach einer Blutung im Stammhirn unnötig lange vor sich hin "lebte" ! Wir haben in ihrem Sinn handeln können.

Sehr wichtig:
aber auch ein Organspendeausweis - den ich immer bei mir trage!!
Solle mir relativ frühzeitig etwas Einschneidenes passieren und man kann noch etwas gebrauchen (bin fast Ende 50) wissen alle Bescheid - ich würde mich dann sehr freuen !!!

Leider müssen wir hier aktiv dafür werden - in Österreich nur dann, wenn man es nicht(!!) will.

Und bis dahin eingermaßen abgesichert das Leben in seinen Facetten genießen .
Wie sagte Kalle: In unserem Alter sollte man eigentlich gelernt haben, daß das Leben sich fast immer anders entwickelt als geplant.
 
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Gast

  • #25
Spannende Diskussion! Allerdings erschien es mir, w, 54, auch einigermaßen erstaunlich, dass jemand mit 60 sein Haus verkaufen möchte - und sich dann schon im Stift zur Ruhe setzen? Mein Partner und ich haben gerade ein wunderschönes Haus gekauft, und ich bin glücklich zu gestalten, auch beruflich bin ich noch einmal durchgestartet. Trotzdem werden wir alle uns einmal mit Abbau auseinandersetzen müssen, das ist klar. Nur: für die meisten meiner Altersgruppe wird das wohl so in 15-20 Jahren notwendig sein, uns mit baulichen Veränderungen oder eben auch mit Veränderungen der persönlichen Selbständigkeit auseinanderzusetzen und ich finde, dass bis auf finanzielle Vorsorge dann es schwierig ist, jetzt schon konkret dafür zu planen. Dafür ist unsere Gesellschaft doch zu sehr in Veränderung. Wenn Menschen schon vor der körperlichen und geistigen Notwendigkeit allerlei Aktivitäten einstellen, so fürchte ich allerdings, dass das den Alterungsprozess beschleunigt... Was ich außerdem anders sehe als die Fragestellerin, ist die Solidarität zwischen Partnern. Da denke ich, bin ich, so weit ich das schaffen kann, schon bereit, mich auch Einschränkungen des Alters bei meinem Partner zu stellen.
 
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Gast

  • #26
an kalle
An Deiner AW erkenne ich, dass Du etwas nciht ganz verstanden hat. Bei einem Schlaganfall Krankenhaus und dann Reha. Und je nach dem wie es Dir dann geht hast Du eben nciht die Zeit Dir ein für dich angenehmes und passendes Pflegehaus zu suchen. Glaube doch den Leuten die ERfahrung haben bzw. der Proffesionellen, die hier geschreiben hat.
 
  • #27
@26
Nun ja, man kann sich auch gegen alles Versichern. Soll ich wegen der geringen Möglichkeit ohne Vorerkrankung einen Schlaganfall zu erleiden mich vorsorglich bereits in ein Pflegeheim einmieten? Das ist es doch was die FS vorhat. Ich stimme voll zu dass man eine Patientenverfügung machen sollte, ebenfalls ein Testament, aber das und eine gute finanzielle Basis reicht mir als Planung für später völlig. Und was im Falle eines Falles ein gutes Pflegeheim betrifft: da vertrau ich meiner Familie, meiner Partnerin und weiss mich da in guten Händen. Genauso wie ich in diesem Falle ein gutes Heim für jedem von Ihnen finden würde.
 
  • #28
@#26
ist es nicht nicht so, selbst wenn man in einem stift mit betreuung lebt, im falle eines zum pflegefalle werdens, eh in ein pflegeheim muss?
oder wird so etwas im stift auch vorgenommen?

ich käme nie auf die idee, mir mit mitte 50 ein pflegeheim auszusuchen!
eine patientenverfügung ist sinnvoll, aber schon nach einem pflegeplatz ausschau zu halten...
 
G

Gast

  • #29
Ich bin auch 56 (weiblich) und ich habe das Gefühl, dass es hier einige Missverständnisse gibt. Ich hoffe es zumindest, denn ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass es jemanden gibt, der schon mit Ende 50 einen Platz im Betreuten Wohnen sucht. Aber ich finde es in Ordnung, sich heute schon Gedanken darüber zu machen, wie ich mir mein Leben in 30 Jahren vorstelle. Die FS hat doch auch nicht geschrieben, dass sie jetzt schon ins Betreute Wohnen möchte.
Ich habe beruflich immer mal wieder mit Senioreneinrichtungen zu tun und denke mir auch manchmal "da würde ich sicher nicht wohnen" oder "hoffentlich ist das Haus auch in 30 Jahren noch so gut geführt". Aber dann vergesse ich diese Gedanken schnell wieder.

Ich fühle mich noch sehr jugendlich und unternehmungslustig. Ich habe noch viel vor und bin sehr gespannt, was das Leben noch für mich geplant hat. Wenn ich in 9 Jahren in Rente gehe, werde ich versuchen nochmal irgend ein interessantes Fach zu studieren, werde viel reisen und meine Hobbys (Tanzen und Malen) noch intensiver betreiben.
Das sind Pläne für meine Zukunft, aber nicht das Altenheim.

Trotzdem - ich kann verstehen, wenn man sich Gedanken über das Alter macht und das hat für mich nichts damit zu tun, dass man schon aufgehört hat aktiv zu leben.
Ich habe mir eine Wohnung gesucht, die ich auch in 30 Jahren noch gut alleine bewohnen kann, habe beim Einzug einige Änderungen vorgenommen und meine neue Küche z.B. so ausgestattet, dass ich mich im Alter mal wenig bücken muss. Deswegen ist es auch eine moderne, schicke Wohnung, da denkt niemand an Seniorenwohnung. Aber ich denke einfach an die Zukunft.
Eine Bekannte mit 61 J. ist neulich umgezogen, von einer Wohnung im 1.OG in den 3. OG ohne Lift. So etwas ist für mich einfach nur kurzsichtig. Der nächste Umzug ist schon vorprogrammiert.
 
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Gast

  • #30
Das Augustinum, liebe Fragestellerin ? Donnerwetter.
Als "Heim" würde dieses Edel-Etablissement mit Blick auf dem Museumshafen eher nicht bezeichnen. Über die abgefahrerenen Ansprüche, die hier im Forum von Frauen meines Alters geäußert werden, bin ich immer wieder erstaunt.

Natürlich mache ich mir auch schon mal Gedanken darüber, wie ich als alte Dame wohnen möchte. Betreutes Wohnen gibt es zum Glück auch etwas preisgünstiger.

Tscha. Aber vielleicht finde ich ja auch demnächste einen sehr attraktiven, dunkelhaarigen, sehr erfolgreichen gleichaltrigen Mann , der mir mein Augustinum-Appartment bezahlt. Er darf auch mal zu Besuch kommen..aber nicht so oft, denn das der Horror. Witz aus.
w49