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Gast

  • #1

Wie steht Ihr zu einer Sicherheitsüberprüfung?

Hallo zusammen,
mich würden Eure Meinungen zu folgendem Sachverhalt interessieren: Ihr lebt in fester Partnerschaft mit einer Partnerin/Partner, der in einem sensiblen Bereich arbeitet, der es erfordert, dass bei Euch eine umfangreiche Sicherheitsüberprüfung durchgeführt wird, d. h., dass der Verfassungsschutz in Eurem Leben herumschnüffelt, Ihr alles von Euch preisgeben müsst (Schulden usw), Referenzpersonen besucht werden. Hättet Ihr damit ein Problem oder würdet Ihr das machen ?
Danke für Eure Antworten!!

<- mod Wir bitten um Verständnis, daß wir diesen Thread sehr akribisch moderieren. Wir diskutieren nicht über Politik, sondern über die Beziehungsebene. >
 
  • #2
Für eine feste Partnerschaft wäre das ok. Schließlich habe ich, wenn ich zu dem Mann Ja gesagt habe, auch zum Beruf Ja gesagt. Da ist es ohnehin gewöhnungsbedürftig, daß der Partner meist nichts aus dem Job erzählen kann.
 
G

Gast

  • #3
Das gehört dazu bei bestimmten Jobs/staatlichen Arbeitgebern. Ich kenne einen Fall, wo ein Mann in einen solchen Job gewechselt ist. Da wurde vieles durchleuchtet, gecheckt, Nachbarn usw.. Ist sicher ein bisschen unangenehm, aber in seinem Fall weiss ich, dass er jetzt sehr viel Spass in einem viel spannenderen und auch sichereren Job hat als vorher. Natürlich würde ich dem zustimmen und das unterstützen.
 
G

Gast

  • #4
Wenn die Partnerschaft stimmt und ich nichts schlimmes zu verbergen hätte, dann ja.
 
G

Gast

  • #5
Für mich kommt sowas gar nicht in Frage. Die Stasi-Zeiten sind hoffentlich vorbei.
<- mod Nebenhema entfernt >
 
G

Gast

  • #6
Nein, würde ich nicht machen. Ich würde auch keine Beziehung zu einer professionellen Geheimniskrämerin haben wollen. Megageheime und megawichtige Menschen bleiben besser unter sich.
 
G

Gast

  • #7
Fühlt sich komisch an gehört aber dazu. Wenn die Beziehung stimmt finde ich es ok.
 
G

Gast

  • #8
Wer nichts zu verbergen hat, kann dies doch problemlos über sich "ergehen" lassen. Bei Leichen im Keller sollte man die Beziehung vorher beenden - doch dann ist es ja noch auffälliger...
 
M

Mooseba

  • #9
Ja, das gehört zu manchen Jobs. Da reicht schon ein gewühnlicher Bürojob in einem Kernkraftwerk. Als seine Freundin sollte das für dich kein Problem sein.

(m,30)
 
G

Gast

  • #10
Da würd ich mich mit meinen Partner zusammensetzen und alles genau durchsprechen.
<- mod Nebenhema entfernt >
Aber trotzdem: Er weiß, was er seiner Partnerin damit "antut" und er überlegt es sich vor einer Partnerschaft bestimmt genau, von daher glaube ich, ist es ok.
 
  • #11
Klar, warum nicht? Ich hab nichts zu verbergen.
 
G

Gast

  • #12
Wäre mir egal...
<- mod Nebenhema entfernt >
Wir alle sind mittlerweile aber sowas von ''Gläsern'', da würde mich eine Überprüfung nicht mehr stören!
 
G

Gast

  • #13
Wäre für mich auch kein Problem. Wenn ER der Richtige ist und gutes Geld verdient, dann lohnt es sich erst recht. Ich habe nichts zu verbergen.

w 49
 
G

Gast

  • #14
<- mod Nebenthema gelöscht >
Ich würde mich, egal wie sehr ich diese Person liebe, trennen, sofern er nicht seinen Beruf aufgibt.
 
G

Gast

  • #15
Habe ich auch schon für für einen Partner mitgemacht und würde es in einer richtigen, festen Partnerschaft jederzeit wieder machen. Den Referenzpersonen einfach den Grund erklären, dann hat da keiner ein Problem mit ("die" standen damals auch bei meinem Arbeitgeber auf der Matte, war in Ordnung).

Von so einer Überprüfung sind natürlich nur gewisse Berufsgruppen betroffen, wenn man generell ein Problem damit hätte, wäre man ja nicht mit so einer Person zusammen - so sehe ich es zumindest.
 
G

Gast

  • #16
Ich habe diese `Beeinträchtigungen` schon erlebt und spreche daher aus Erfahrung.
Wer `offiziell beschnüffelt und beobachtet wird` um eine gewisse Tätigkeit auszuüben, begibt sich (ob er will oder nicht) in eine gewisse Illegalität, Gefahr und unterliegt (inklusive Partner/in) gewissen `Verhaltens-und Kommunikationsregeln`.

Wer selbst schnüffelt, beruflich tief in irgendwelche `brisanten` Angelegenheiten verwickelt ist,
oder gar darüber urteilt, lebt übrigens genauso gefährlich.

Ich schließe daher Agenten, Staatsanwälte oder Rechtsanwälte mit `bestimmter ausländischer Kundschaft` als Partner künftig aus.

Wenn man sich jedes Wort mit `Referenzpersonen` überlegen muss, Bankdaten offen gelegt werden, die Zufahrt im Garten mit Kies geschottert werden muss (damit man Schritte hört) und ich mit kugelsicherer Weste Unkraut zupfen muss.. da hört der Spaß auf.

w
 
  • #17
Ich habe diese `Beeinträchtigungen` schon erlebt und spreche daher aus Erfahrung.
Wer `offiziell beschnüffelt und beobachtet wird` um eine gewisse Tätigkeit auszuüben, begibt sich (ob er will oder nicht) in eine gewisse Illegalität, Gefahr und unterliegt (inklusive Partner/in) gewissen `Verhaltens-und Kommunikationsregeln`.

Wer selbst schnüffelt, beruflich tief in irgendwelche `brisanten` Angelegenheiten verwickelt ist,
oder gar darüber urteilt, lebt übrigens genauso gefährlich.

Ich schließe daher Agenten, Staatsanwälte oder Rechtsanwälte mit `bestimmter ausländischer Kundschaft` als Partner künftig aus.

Wenn man sich jedes Wort mit `Referenzpersonen` überlegen muss, Bankdaten offen gelegt werden, die Zufahrt im Garten mit Kies geschottert werden muss (damit man Schritte hört) und ich mit kugelsicherer Weste Unkraut zupfen muss.. da hört der Spaß auf.

w
Wie paranoid ist das denn?!

Und zu Gast 5: "Megageheim" und "Geheimniskrämer" sind solche Menschen auch nicht!

Bevor man solche Pauschalisierungen äußert, sollte man sich zunächst mit dem Sicherheitsüberprüfungsgesetz vertraut machen - ja, dafür gibt es ein Gesetz und demnach laufen Überprüfungen auch nach entsprechenden Regeln und bestimmten Verfahrensweisen ab.

Es mag unangenehm sein und nicht jeder wird damit je in Berührung kommen, aber so eine Überprüfung sollte völlig unabhängig von der eigentlichen Beziehung sein.
Also wenn das ein Grund sein sollte zu sagen, dass Menschen in bestimmten Berufsgruppen als Partner nicht in Frage kommen, dann kann derjenige ganz schnell den Partner des Lebens verpassen, denn der definiert sich zunächst nicht direkt über seinen Beruf und erst recht nicht über eine Sicherheitsüberprüfung.

Und wer etwas zu verbergen hätte, der muss schon etwas auf dem Kerbholz haben und das wäre dann ein Grund vielleicht keine Partnerschaft einzugehen...

So eine Überprüfung kann unangenehm sein, für manche vielleicht aber auch spannend (a la James Bond) - so oder so: im Zweifel sollte das aber nicht die Beziehung beeinflussen, denn im Zweifel - sollte dabei etwas herumkommen - ist eher der Beruf der betreffenden Person "gefährdet" - und darüber muss man dann reden bzw. sich mit dem eigentlichen Problem mit dem Partner auseinandersetzen.

Ich würde das Thema offen angehen und wenn ich da Problem sehe, würde ich es ganz offen mit meinem Partner besprechen. Deswegen aber eine Beziehung in Zweifel ziehen... Nein...
 
G

Gast

  • #18
Also wenn das ein Grund sein sollte zu sagen, dass Menschen in bestimmten Berufsgruppen als Partner nicht in Frage kommen, dann kann derjenige ganz schnell den Partner des Lebens verpassen, denn der definiert sich zunächst nicht direkt über seinen Beruf und erst recht nicht über eine Sicherheitsüberprüfung.

...
Das mag ja so sein, dennoch sollte man jedem das Recht geben, seiner eigenen Privatssphäre höhere Priorität als einer Beziehung einzuräumen.
Hier werden viele lächerliche No-Gos angeführt, wie z.B. Kinder, Größe, Dialekt usw.
Demgegenüber ist das Schnüffeln in rein privaten Dingen meiner Meinung nach viel eher ein No-Go.
 
G

Gast

  • #19
Ja, ich definiere mich (auch) über den Beruf des Partners.
Wenn mir das `Schnüffeln`unangenehm ist, muss ich nicht zwangsläufig etwas auf dem `Kerbholz` haben. Mit `spanned a la´ James Bond`, lassen wir mal was Bankdaten offen legen angeht, dahingestellt. Die Privatssphäre hat für mich hohe Priorität. Dafür ist das Angebot zu groß, alternativ gehe ich eher ins Kloster. Never ever.

w/43
 
  • #20
Nein, freiwillig würde ich das wohl nicht machen. S sei denn, ich bin wirklich sehr verliebt. Ich kenne allerdings eine Menschen auch aus der Politik und das was du da beschreibst, ist nirgendwo Grundlage für ein kennenlernen gewesen. Selbst wenn man einen Minister oder ähnliches kennenlernt wird das vom Mann nicht gefordert. Außerdem kann das ja auch ohne Erlaubnis gemacht werden, wir sind ja alle gläsernere Menschen.
 
G

Gast

  • #21
Ich würde das akzeptieren, da müßte ich nicht mal lange überlegen.
 
G

Gast

  • #22
@ #15: Du hast wohl eindeutig zu viele James-Bond-Filme gesehen...
 
G

Gast

  • #23
Als Strafverteidiger mit exzentrischer Meinung bin ich bereits aktenkundig - was die Obrigkeit über mich denkt ist mir deshalb reichlich egal. Gleichermaßen wäre mir die Sicherheitsüberprüfung irgendwelcher wichtiger Hanseln für die meine Partnerin arbeitet egal. m 43
 
G

Gast

  • #24
Dass mir ein Mann wichtiger ist, als meine Privatssphäre, ist für mich unvorstellbar. Einem Partner zuliebe würde ich deshalb nie einer Sicherheitsüberprüfung zustimmen.
 
G

Gast

  • #25
Puh, gibt es sowas heute noch ? Die Frage stellt sich mir aber dann, eher im umgekehrten Sinne. Was passiert wenn bei dieser Sicherheitsüberprüfung der "Secret Service" sagt : No !!
dann wäre meine Liebe und Offenlegung auch egal bzw vergebens.
 
  • #26
Dass mir ein Mann wichtiger ist, als meine Privatssphäre, ist für mich unvorstellbar. Einem Partner zuliebe würde ich deshalb nie einer Sicherheitsüberprüfung zustimmen.
Wahrscheinlich hast du Glück und du wirst nie in diese Situation geraten. Es wäre nur interessant, ob du, wenn du denn wirklich einmal in so einer Situation stecken würdest und du LIEBST deinen Partner, du dir dann immer noch so sicher wärst.

Letztendlich sollte es um GEFÜHLE gehen und ich wäre mir nicht so sicher wie viele hier, die eine Partnerschaft dann noch kategorisch ausschließen würden, wenn sie denn wirklich und nicht nur thereotisch in dieser Situation wären.
 
G

Gast

  • #27
Was ich nicht so ganz verstehe. Mal angenommen, ich bin in so einer Situation und bleibe mit meinem Partner zusammen, verweigere aber dennoch jegliche Angaben. Wer kann mich denn daran hindern?
Ich bezweifele nicht, dass die Informationen unrechtmäßig beschafft werden können, das ist ja aber nicht die Frage.
 
G

Gast

  • #28
Die Frage ist doch eher die, ob man mit einem Menschen, der in einem "sicherheitsrelevanten Bereich" arbeiten MÖCHTE, überhaupt noch eine Beziehung führen will? Da wird dann schnell die Grenze zwischen Liebe und (vorgeblicher) politischer Logik überschritten. <- mod >
 
G

Gast

  • #29
FS:
#26
Mir wurde gesagt, dass, wenn die Sicherheitsüberprüfung verweigert würde, der Partner in einen Bereich versetzt würde, der diese nicht erfordert.
Die andere Alternative wäre eine Trennung.
Oder man lebt nicht zusammen (gemeinsamer Wohnsitz), bzw. verlobt sich nicht.

Besten Dank für Eure vielfältigen Antworten.
 
G

Gast

  • #30
Mir wurde gesagt, dass, wenn die Sicherheitsüberprüfung verweigert würde, der Partner in einen Bereich versetzt würde, der diese nicht erfordert.
Und DAS würde auch passieren, wenn bei dir (oder bei Verwandten oder Freunden oder guten Bekannten von dir) "Sicherheitslücken" entdeckt würden (was immer das dann sein könnte). Da gibt es dann hochnotpeinliche Gespräche, selbstverständlich mit höchster Geheimhaltungspflicht, zwischen deinem Partner und dem zuständigen Sicherheitsverantwortlichen, bei denen auch einschlägige Verhaltensempfehlungen ausgesprochen werden. Tja, Beziehung oder Karriere?
 
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