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  • #61
Ich komme aus einem lieblosen Elternhaus.
Da wäre es ein Unding gewesen, wenn jemand unangemeldet vorbei kommt.
Ich bin, als ich mal ein paar Tage übernachtete, vorher gefragt und genehmigt, am Kühlschrank darauf hingewiesen worden ich solle fragen.
Ich habe meine Sachen genommen, und habe dieses Haus nur noch zu absolut unvermeidbaren Gelegenheiten betreten.

Mein Haus ist offen - und meine Kinder sind Familie.
Jede*r kann jederzeit kommen und ist willkommen.
Bei mir durften auch Freunde immer an Schränke, Kühlschränke, Familie sowieso.
Fühle Dich wie Zuhause - meine ich ernst.

Aber - es hat jeder eine andere Einstellung, alles legitim.

Nur ob dann eine Partnerschaft zu realisieren ist? Als LAT ja vielleicht.

Ganz ungut
Du kennst die Tochter nicht - warum eigentlich?
Verlangst ihren Auszug, Regeln, und dann bekommt Dein Sohn ihr Zimmer.

Ehrlich - ich würde nun denken, dass Du damit einen Schlussstrich unter seiner Vergangenheit setzen möchtest.
Dein Partner soll sich auf Dich und Deine Kinder als Familie konzentrieren - und nachdem die Tochter ja nur die Stieftochter ist, und damit nur eine lästige Verbindung zu einer Ex, soll sie bitte verschwinden.
Deswegen hast Du sie auch nie wirklich kennen gelernt.
Mal sehen, wieviel Rückgrat Dein Partner hat.

Ist Dir bewusst, was Du diesem Mädchen antust / antun willst?

W,49
 
  • #62
Ich habe das Mädchen gar nicht sehr oft gesehen, wir kennen uns eigentlich nicht. Sie ist übrigens nicht zickig, hab ich auch nie behauptet. Sie ist recht reserviert mir gegenüber, aber das nehme ich ihr nicht übel. Ich dränge mich aber auch nicht auf, halte mich dann auch zurück. Ich hab gar nichts gegen sie, denke eben nur darüber nach, wie wir das im Alltag hinkriegen.
Puuuh, und dann von Fernbeziehung direkt bei ihm einziehen, obwohl Ihr wenn ich es richtig verstehe noch gar nichts als Patchworkfamilie gemacht und erlebt habt? Da Dein Freund nicht bereit ist, in ein größeres Haus umzuziehen, würde ich erstmal eine Wohnung in der Nähe mieten, um schon mal eine Nahbeziehung mit Alltagscharakter zu leben und seine Tochter auch kennenzulernen. Ich könnte mir gar nicht vorstellen, jahrelang eine Beziehung mit einem Mann zu führen und in der Zeit seine Tochter kaum kennenzulernen und dann bei ihm und seiner Tochter mit meinem Kind einzuziehen... Käme mir sehr komisch vor irgendwie...

w48
 
  • #63
Für mich hier:
er scheint nicht zu realisieren, dass sie schon groß ist und meiner Ansicht nach sicher vernünftig genug wäre, die Situation zu verstehen.
Ich lese raus, dass Du bestimmen willst, wann wer "groß und fähig zur Einsicht" ist und ob er irgendwas nicht realisiert. Er ist gefühlsmäßig betroffen, aber Du klingst für mich nicht so, als würdest Du das beachten. Du hast sogar geschrieben, dass Du in die Besuchsregel eingreifen willst, so dass die Tochter nur noch kommt, wenn was unternommen wird. Vielleicht ist es gerade schön für ihn, dass sie wie selbstverständlich ein und aus geht, als sei es ihr Zuhause.
Die Gefühle seinerseits werden vermutlich schon auch auf dem schlechten Gewissen beruhen, wenn er alles erlaubt und das Kind nicht mal aufräumen muss, was Dir aber nicht hilft, weil er es selbst nicht so sehen will.
Ich suche hier nach Vorschlägen zum Umgang mit der Situation.
Hab ich gemacht. Ich kann Dir keine andere Lösung sagen, weil ich denke, dass Du den Mann und damit Dich unglücklich machen wirst, wenn Du ihn jetzt argumenativ so bearbeiten würdest, dass er Zimmer und Schlüssel nicht mehr bereitstellt. Wenn die Bez. zwischen ihm und der Stieftochter daraufhin gestört wird, wird er es DIR anlasten. Und wenn es nur wär, dass sie nicht mehr so oft kommt, da es nur Spaß gemacht hat, weil sie es wie ne eigene Wohnung gesehen hat und es ihr gar nicht um den SVater ging - schuld bist Du am Ende, weil er sein schlechtes Gewissen hat.
Ich fände es hilfreich, wenn jeder, bevor er antwortet, wirklich liest, was jemand schreibt.
Danke, hab ich. Ich hab auch geschrieben, dass ich Deinen Standpunkt verstehe. Hast Du das auch gelesen? Mal eben schnell ein Urteil gefällt, ohne vernünftig drüber nachgedacht zu haben, hab ich auch nicht. Finde ich auch anmaßend von Dir, das zu behaupten, statt wenigstens "ich finde, dass" voranzusetzen.
Wenn Du doch auch an seine und ihre Seele denkst bei der Planung, dann war mein Eindruck falsch. Passiert bei manchen Posts.

Das Mädel hat anscheinend schon eine Absage hinter sich. Oder hat der leibliche Vater Interesse an ihr? Falls nicht, ist der heikle Punkt in der Seele gesetzt, abgelehnt zu werden, dh. das Nicht-gewollt-sein-Gefühl kann in Situationen auftreten, wo unvorbelastete Menschen Einsichten hätten. Das ist aber das eine, was Dich nicht emo. betrifft. Das Wichtigste - SEINE Gefühle. Das mag sein schlechtes Gewissen sein, und natürlich stößt er mit seiner Sicht nun Dich vor den Kopf. Aber da ist jetzt die Frage, ob Du mit einem Kampf gegen die Tochter Deiner Bez.guttust.Seh ich nicht.
 
  • #64
Du hast in einem anderen Thread geschrieben
"Es ist ja jetzt schon so, dass er etwas für sich plant (Freizeit) und ich soll/kann dann ja zu ihm kommen und mitmachen - oder es lassen. Hatten wir am vergangenen WE wieder: eigentlich war es das "kinderfreie" WE, aber seine Jüngere wollte zu ihm, also blieb er zuhause, sie wollten mit anderen zusammen Fußball schauen. Ich hätte hinfahren können, habe aber dann auch etwas anderes unternommen. Für mich ist das einseitig im Sinne von: wenn ich ihn sehen will, muss ich mitmachen, was er geplant hat oder wir sehen uns halt nicht, was ihm anscheinend auch nichts ausmacht - er hat ja sein vertrautes Umfeld und die Welt ist in Ordnung."

Der ist von 2016, deswegen meine Frage: Hat sich das geändert in eurer Beziehung? Es klang ja so, als wärst Du ihm egal. Und jetzt klingst Du so, als wolltest nur DU unbedingt zusammenziehen.
Ich möchte nochmals richtigstellen: ich will das Mädchen nicht "loswerden", sondern suche nach Möglichkeiten, wie alle Beteiligten mit der neuen Situation umgehen können.
Und genau das wäre SEIN Job, wenn er wirklich mit Dir zusammenziehen wollte. ER müsste der Antrieb sein, dass sich alle bei ihm wohlfühlen. Mit dem vergangenen Thread habe ich den Verdacht, dass er es immer noch "so laufen lässt", also wenn Du Dich nicht anpasst, bleibt eben alles, wie es ist. Ist das so?
Da die Räumlichkeiten etwas ungünstig sind, hat mein Partner von sich aus vorgeschlagen, dass mein Kind (Ja, ich habe auch Kinder, das Jüngste zieht mit ein) dann das Zimmer bekommt. Und wir haben überlegt, wo wir etwas umbauen, damit trotzdem Platz ist, damit seine Tochter weiterhin dort übernachten kann.
Ok, dann scheint er ja selbst mit dem Zimmer locker umzugehen, will aber was umbauen, damit die Tochter ein Zimmer kriegt.

Hast Du das Gefühl, dass dieser Umbau in den nächsten sechs Monaten stattfindet? Ich glaube, nicht, sonst hättest Du nicht diesen Thread gestartet, oder?

Was ist das mit dieser Beziehung, fühlst Du Dich da gesehen und geborgen, geliebt und beachtet, oder ist es "okay", wenn Du mal da bist, aber sobald er mal seinen Beitrag geben müsste dafür, dass ihr näher zusammenkommen könnt, passiert nichts?
Jemand schrieb hier, es müssen dann neue Regeln aufgestellt werden, wie immer, wenn sich etwas im Leben ändert - das finde ich auch.
Ja, aber der Impuls muss doch von ihm kommen, denn es ist sein Haus, seine Stieftochter, seine Zimmervergabe.
 
  • #65
Tut mir leid, aber Ihr werdet um Himmels Willen in einem großen Haus (!) Platz für 1 Eltern Schlafzimmer und 2 Mädchen Zimmer finden! 3 Schlafzimmer werden gebraucht. Der Rest muss weichen auf Keller und Dachboden. Und notfalls warten. Die Stieftochter darf doch ihr Zimmer nicht verlieren!!! Fragt zur Not einen modernen Innenarchitekten um Rat. Das ist eine Frage der Planung und der Kommunikation.
 
  • #66
Ich verlasse meine alte Umgebung, ziehe in eine andere Stadt, gebe meine Wohnung auf, mein Kind wechselt die Schule, wir haben dann insgesamt weniger Platz - das sind auch schonmal einige Zugeständnisse und ja, ich mache es, weil mein Partner und ich nach einigen Jahren Fernbeziehung endlich zusammenleben möchten.
Trotzdem gibt es nach wie vor eine Tochter auf seiner Seite. Und es ist legitim, dass die ihren Vater nicht eingeschränkt haben möchte. Ein Wechsel des Zimmers hin zu Deinem Kind halte ich da erst Recht für kritisch.

Ich habe das Mädchen gar nicht sehr oft gesehen, wir kennen uns eigentlich nicht. Sie ist recht reserviert mir gegenüber, aber das nehme ich ihr nicht übel.
Das wird ja immer besser. Ich kann verstehen, dass die junge Dame vorsichtig ist gegenüber einer Frau, die irgendwo ja tatsächlich "Konkurrenz" ist. Und ich finde Deinen Umgang wenig souverän. Deine Aufgabe als ältere Frau wäre ganz klar, auf sie zuzugehen und Dich nicht als Konkurrenz zu zeigen. Du machst aber das Gegenteil. Ich denke nicht, dass das gut endet. Es geht nicht darum, ob Du ihr das übel nimmst. Mir fehlt bei Dir doch etwas das Gespür, Dich in sie hineinzuversetzen.

Besonders wenn:

@ 5Miezekatzen: Ich sehe es wie du, ich bin der Meinung, dass man innerhalb der Familie, bzw. Gemeinschaft Absprachen treffen sollte.
Das bedeutet doch gerade, dass man sich zusammensetzt und gemeinsam überlegt, wie man das handhaben möchte. Ein vernünftiges Gespräch (das setzt voraus, dass man sich kennt und dass die Idee wirklich von der Tochter kommt) könnte ja durchaus ergeben, dass sie von sich aus auf ein Zimmer bei ihrem Vater verzichtet. Dass die Stiefmutter das fast schon verlangt ist eine aus meiner Sicht wirklich üble Situation. Da wäre ich auch als Dein Partner sehr vorsichtig...
 
  • #67
Um dieser Unsäglichkeit zumindest die Spitze zu nehmen: Baut um, wie angedacht. Dein Kind bekommt das neue Zimmer, die Tochter deines Gefährten behält selbstverständlich das ihre.
 
  • #68
Da jeder Dollar 2 Seiten hat, beleuchte ich nun die andere:
Ich alter Mann habe zum Haus meiner Eltern einen Schlüssel. Mein Bruder auch. Da das Haus erst gebaut wurde, als wir beiden bereits ausgezogen waren, haben wir keine historischen Zimmer. Wir kommen beide nach wie vor gerne nach Hause, rufen kurz von unterwegs an, dass wir auf dem Weg sind.
Da ich alt bin, sind meine Eltern natürlich noch älter. Und sehr froh, dass beide Söhne immer gerne kommen. Denn inzwischen ist es so, dass unsere Hilfe mehr als willkommen ist.
Auch in die Richtung sollte mal überlegt werden - denn ein vertriebenes Kind kommt nie mehr zurück.
 
  • #69
Darum geht es mir und dass ist auch so okay, aber nicht einfach unangemeldet in der Wohnung stehen, das geht so nicht.
Wieso nicht? Ich kann morgen früh bei meinem Vater im Haus stehen, den Haustürschlüssel habe ich seit über 40 Jahren. Okay, ich würde es nicht unangemeldet machen, da mir der Weg zu weit wäre und der alte Herr eventuell etwas anderes vorhat, aber machen könnte ich es, und ich bin sicher er und seine Partnerin würden sich freuen. Meine 13 jährige Tochter wohnt im Wechselmodell abwechselnd bei mir und ihrem Vater. Selbstverständlich hat sie zu beiden Haushalten den jeweiligen Schlüssel und selbstverständlich kann sie bei jedem von uns ohne Voranmeldung rein, egal mit wievielen Freundinnen. Alle meine Freundinnen haben Schlüssel zu den Häusern ihrer Eltern, sofern diese noch leben. Und alle können dort unangemeldet rein - alles andere fände ich bei einem auch nur halbwegs funktionierenden Familienverbund auch sehr merkwürdig.
W, 53
 
  • #70
Seine Stieftochter ist mittlerweile 16, wird in einem halben Jahr 17. Seit wir zusammen sind, kommt sie regelmäßig zum Besuchswochenende.
Hallo Samsara,

wenn er nicht will, dass seine Stieftochter auf irgend eine Art zurückstecken muss, wird er sich nicht auf deinen Vorschlag einlassen.
Du sagst, sie würde, aus Platzgründen, ihr Zimmer nicht behalten können, was für sie bedeutet, dass sie nicht mehr so in der Wohnung leben oder mit Freunden abhängen kann wie bisher. Wenn sie ihr Zimmer aber behalten will,wird sie wohl meutern und versuchen sich durchzusetzen. Es wird Probleme geben, wenn diesen für sie angenehmen Zustand plötzlich nicht mehr haben soll.

Wahrscheinlich lehnt er das deshalb ab, weil er seine Stieftochter nicht vor den Kopf stoßen - und Schwierigkeiten aus dem Weg gehen will.

Wenn diese Sache gleich zu Anfang ein Streitpunkt ist, bei dem du wahrscheinlich den Kürzeren ziehst, ist das keine gute Basis für ein Zusammenwohnen. Selbst wenn ihr eine größere Wohnung nehmen würdet, wäre es immer noch so, dass die Stieftochter wie bisher einen Schlüssel hätte und ein und ausgehen würde, was du ja ablehnst. Für dich geht es nicht, wenn jemand ein und ausgeht, der dort nicht wohnt und dann auch noch ohne Absprache...

Du schreibst, "Wenn sie noch klein wäre, würde ich so eine Frage nicht stellen, aber sie wird 17!"
Aber wenn sie klein wäre, hättet ihr doch auch das Platzproblem oder nicht? Also ist es nicht nur der Platzmangel, der dich so stört ...

Es wird mit Sicherheit eine Konfrontation in dieser Angelegenheit geben und dann wird sich zeigen, was/ wer für deinen Freund wichtiger ist.

Ehrlich gesagt, würde ich mir diesen Stress nicht antun.
 
  • #71
Ich möchte nochmals richtigstellen: ich will das Mädchen nicht "loswerden", sondern suche nach Möglichkeiten, wie alle Beteiligten mit der neuen Situation umgehen können. Da die Räumlichkeiten etwas ungünstig sind, hat mein Partner von sich aus vorgeschlagen, dass mein Kind (Ja, ich habe auch Kinder, das Jüngste zieht mit ein) dann das Zimmer bekommt. Und wir haben überlegt, wo wir etwas umbauen, damit trotzdem Platz ist, damit seine Tochter weiterhin dort übernachten kann. Umziehen kommt für meinen Partner nicht in Frage, das Thema hatten wir schon, er möchte aber sein Haus ungern aufgeben, was ich auch verstehen kann.
Ich finde es gut, dass hier einige darauf aufmerksam gemacht haben, dass eine 17jährige eben doch noch nicht so reif ist und dann vielleicht gerade auch in einer schwierigen Umbruchphase. Das hatte ich nicht so bedacht. Aber deshalb stell ich ja auch so eine Frage.
Also, jetzt kann ich damit behutsamer umgehen.
Ich bin aber auch froh, dass einige auch meine Position verstehen!
Ich habe das Mädchen gar nicht sehr oft gesehen, wir kennen uns eigentlich nicht. Sie ist übrigens nicht zickig, hab ich auch nie behauptet. Sie ist recht reserviert mir gegenüber, aber das nehme ich ihr nicht übel. Ich dränge mich aber auch nicht auf, halte mich dann auch zurück. Ich hab gar nichts gegen sie, denke eben nur darüber nach, wie wir das im Alltag hinkriegen. Jemand schrieb hier, es müssen dann neue Regeln aufgestellt werden, wie immer, wenn sich etwas im Leben ändert - das finde ich auch.
Alles in allem kann und werde ich jetzt anders mit dem Thema umgehen.
Oh. Das mit dem Haus ist jetzt irgendwie an mir vorübergegangen. Besser gesagt war mein Beitrag #56 bereits geschrieben.
Umso weniger verstehe ich jetzt das Problem, wenn ihr bereits den Kompromiss getroffen habt umzubauen. Dann habt ihr doch gemeinsam eine recht gute Lösung gefunden.

Dass du sie so gar nicht kennst, finde ich problematisch, zumal du mit deinem Partner ja schon einige Zeit zusammen bist. Wie kommt das? Gab es denn gar keine Gelegenheiten wo ihr euch hättet besser kennen lernen können?

Sich jetzt, ein halbes Jahr vorher, einen Kopf über den Alltag zu machen, halte ich für verfrüht. Denn: erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Ich gehe mal davon aus, dass sich das einpendeln wird.
Viel wichtiger ist, dass ihr einander in nächster Zeit "beschnuppert" und schaut wie insbesondere seine Tochter und du miteinander auskommt.
 
  • #72
@Samsara63

In einem weiteren Beitrag erwähnst du, dass deine Tochter das Zimmer der Stieftochter bekommen soll und du deshalb willst, dass sie nicht mehr im Haus deines Freundes übernachten, sondern nur noch zu gemeinsamen geplanten Unternehmungen vorbeikommen soll. Das wirft ein ganz neues Licht auf deine Intension.

Ich habe heute noch einen Schlüssel zum Haus meiner Eltern und kann dort jederzeit kommen und gehen, auch übernachten, was ich bei einem Klassentreffen, bei dem es spät wurde, schon einmal gemacht habe.

Auch meine Kinder haben Schlüssel von meinem Haus, darüber hinaus meine Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, was auch die Bankvollmacht einschließt. Sie sind jederzeit bei mir willkommen und das wird sich auch nicht ändern.

Wenn ihr beide Kinder habt, sollte Platz für alle sein und nicht einer seinen Platz für einen anderen räumen müssen.
Seltsam ist, dass du nach einigen Jahren Beziehung die Stieftochter deines Freundes kaum kennst. Und jetzt soll sie für deine Tochter ihr Zimmer räumen ...
 
  • #73
Wenn ich es bisher richtig verfolgt habe, hast Du keine Kinder.
Damit bist Du raus Gefühl von Eltern zu bewerten.
Jetzt möchte ich mich duellieren ;) weil das eine unzutreffende Aussage ist. Manche Eltern haben bei weitem weniger Gefühle für ihre Kinder, behandeln sie schlecht, sehen sie nur als Statussymbol, als Vorzeige-Äffchen, machen sie runter wenn sie nicht das tun, was die Eltern wollen, malträtieren sie psychisch und physisch und manche Stiefeltern fangen das dann auf und geben den Kindern Liebe und Geborgenheit, die sie von ihren Eltern nicht bekommen. Also bitte nicht so tun als wären alle Eltern so unfassbar liebend und wenn man keine Kinder hat dann wüßte man nicht, was Elternliebe ist. Der Freund der FS ist ja schon der Beweis genug, wo er weiterhin Vater für das Mädchen sein möchte. Liebe ist Liebe und ich liebe einen Menschen, ein Kind, und bin offen für ein Leben mit diesem Kind oder nicht. Und FS ist es nicht. Sie hat weder die Empathie, die Liebe des Vaters nachzuvollziehen noch die Bereitschaft, sich zu integrieren und auch mit dem Mädchen zusammen zu wachsen und eine Einheit aufzubauen. Im Gegenteil. Hier tritt sie auch total aggressiv auf, ätzt gegen jeden, der ihr nicht nach dem Mund schreibt. Alles nach dem Motto, jetzt komme ich und jetzt muss sich alles ändern. Mein Gott, lass dich doch erst einmal darauf ein. Du zerstörst sonst alles. Das Kind merkt jetzt schon, dass es unerwünscht ist von dir, dein Partner wird unter der Situation leiden und somit auch eure Beziehung. Zumal ich dich echt nicht verstehe. Er ist ihr VATER, egal wie die FS das sieht. Es ist nicht der Zeugungsakt, der einen Vater oder eine Mutter ausmacht, sondern einzig die Liebe. Es geht hier darum, dass einem Kind sein Zuhause weggenommen werden soll. Warum soll sie bitte keinen Schlüssel mehr haben?
Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg aber das muss von Herzen kommen und bei der FS habe ich bis jetzt noch nichts von Herzen gelesen. Mein Vorschlag ist, entweder erstmal so lassen wie es ist und versuchen, das geregelt zu bekommen, den Dingen ihre natürliche Entwicklung lassen oder sich etwas anderes suchen, wo wieder genug Platz für alle da ist. Aber so, wie die FS sich hier präsentiert wird die Tochter bald eh keine Lust haben, oft da zu sein.
Wie man in den Wald ruft... mein Partner hat zwei wundervolle Töchter, mit denen wir mittlerweile immer mehr und mehr eine Einheit sind, viel zusammen unternehmen und ich mittlerweile uneingeschränkt ein Teil der Familie bin und so sieht mich sogar ihre Mama. Aber ich liebe die beiden auch und wäre nie auf den Gedanken gekommen, ihnen etwas von ihrem Zuhause wegzunehmen, im Gegenteil, eher habe ich mich am Anfang vorsichtig bewegt und darauf geachtet, dass die Kinder eben nicht das Gefühl bekommen, jetzt kommt die Neue und wir sind nicht mehr wichtig. Ich habe mich gerne am Anfang etwas unwichtiger genommen.
 
  • #74
Darum geht es mir und dass ist auch so okay, aber nicht einfach unangemeldet in der Wohnung stehen, das geht so nicht.
Für meine Eltern wäre das aber tatsächlich in Ordnung. Meine Mutter meint immer ich soll nicht so blöd fragen, selbstverständlich kann ich vorbei kommen. Selbiges mit dem Kühlschrank.

Ich denke aber auch, dass das wirklich das kleinste Problem ist. Da kann man doch mit der Tochter ausmachen, dass sie sich kurz anmelden soll wenn sie vorbei kommt, damit zB nicht zufällig jemand in Unterhosen rum läuft wenn sie rein kommt.

Ich sehe es wie du, ich bin der Meinung, dass man innerhalb der Familie, bzw. Gemeinschaft Absprachen treffen sollte.
Wer hat bis jetzt Absprachen mit der Tochter getroffen?
Gehört sie nicht zur Familie/Gemeinschaft?

Was ich ja auch lustig finde ist, einerseits soll sie schon alt genug sein, um das alles zu verstehen & Rücksicht zu nehmen, andererseits ist sie wohl nicht alt genug, dass sie gefragt wird wie sie dazu steht. Da ist sie dann wieder ein Kind, dass die neuen Regeln einfach akzeptieren soll.
Sie ist zwar noch nicht erwachsen, aber auch kein kleines Kind mehr. Mit 16 darf man wählen, aber wird nicht mal in zukünftige Entscheidungen die den eigenen (Teilzeit)Wohnort betreffen mit einbezogen..

Ich würde mich an deiner Stelle bemühen sie kennen zu lernen & eine Beziehung zu ihr aufzubauen, damit man eine Grundlage hat auf der man dann auch Absprachen treffen kann, mir der alle (also auch sie) gut leben können.
 
  • #75
Um dieser Unsäglichkeit zumindest die Spitze zu nehmen: Baut um, wie angedacht. Dein Kind bekommt das neue Zimmer, die Tochter deines Gefährten behält selbstverständlich das ihre.
Das wäre die einzige faire Regelung mit Zusammenziehen.
Besser wäre es noch, du würdest um die Ecke eine eigene Wohnung für dich und deinen Sohn nehmen, erst zusammenziehen, wenn die beiden Teenager flügge sind.
Auch wenn es momentan teurer wäre, glaube mir:
Langfristig würdest du davon profitieren, würde die Beziehung zu diesem Mann eher halten,
- ich spreche aus Erfahrung.

Mit jedem von dir als "vernünftig" eingestuften Verzicht seitens der dort bisher wohnenden Tochter würdest du sie tief verletzen.
Es reicht auch nicht, das hübscher verpacken zu wollen: sie würde von der neuen Frau an Papas Seite aus ihrem Papa- Zuhause vertrieben werden, hätte nur noch Gaststatus.

Ihr seid seit Anfang 2015 ein Paar - 4 Jahre.
Und Du kennst die Person, die ihm sehr nahe ist, kaum / gar nicht?
Warum?
Ja, warum?
Und warum wunderst du dich dann, dass dich die Tochter "eher distanziert" sieht? Du ziehst es doch vor (letzter Thread), lieber allein etwas anderes zu machen, weil du dich den beiden zuhause nicht anschließen willst? Wirst die Tochter, falls überhaupt, erst intensiver sehen, wenn es in erster Linie euer neues Zuhause ist, nicht mehr das Zuhause des Vaters mit seiner Tochter?
Das sind subtile Machtspielchen- kein faires, unvoreingenommenes Kennenlernen.
Deine Aufgabe als ältere Frau wäre ganz klar, auf sie zuzugehen und Dich nicht als Konkurrenz zu zeigen. Du machst aber das Gegenteil.
Genau!
der heikle Punkt [ist] in der Seele gesetzt, abgelehnt zu werden, dh. das Nicht-gewollt-sein-Gefühl kann in Situationen auftreten, wo unvorbelastete Menschen Einsichten hätten.
Auch dem stimme ich zu. Armes Mädchen. Der Vater hat zurecht ein schlechtes Gewissen.
 
  • #77
Liebe Samsara, ich sehe es in Bezug auf das Mädchen ähnlich wie die anderen Schreiber. Die Wohnung Deines Partners ist ihr 2.Zuhause. Falls sie Zimmer, Schlüssel und spontane Zugangsmöglichkeiten verliert, wird sie sich vertrieben fühlen (und eine Trennung von einem Vater hat sie ja höchstwahrscheinlich schon hinter sich und ist trennungsempfindlich). In die Rolle der "bösen Stiefmutter" möchtest Du bestimmt nicht geraten. Und mit 17 braucht man noch Sicherheit und Geborgenheit. Reif ist etwas ganz anderes :). Auch wenn die "Damen" anderer Ansicht sind.
Dass sie weiter freien Zugang hat, ist doch sicher machbar? Mit bestimmten Regeln halt (Ordnung in gemeinschaftlichen Räumen, kein Kahlschlag im Kühlschrank, Dein Schlafzimmer tabu und ähnliches, was Dir besonders wichtig ist). Wenn es Dir möglich ist, die Einstellung ein zu nehmen, dass es auch ihr Heim ist, werden sich gütliche Absprachen finden.
Das Zimmer ist ein faktisches Problem. Gibt es da keine Möglichkeit für zwei Kinder? Notfalls ein kleinerer Raum den sie nehmen könnte (muss man aber gut vorbereiten). Ihr habt, unter Einbeziehung der 17jährigen, noch ziemlich Rede und Klärungsbedarf.
 
  • #78
Ich muss doch sehr schmunzeln über die Beiträge, in denen manche verlangen, dass die Tochter doch gefälligst bei sich zuhause bleiben soll!?
Diese Menschen haben wahrscheinlich alle keine Kinder oder waren nie getrennt vom Vater ihrer Kinder und kennen die Situation von Getrennt-Kindern nicht.
Die Tochter ist es sei jeher gewohnt, dass sie zu ihrem Papa kann, wenn sie will. Dort gelten SEINE Regeln - und nicht die Regeln der neuen Freundin. Seine Regeln sind, dass sie im Haushalt nichts tun muss, dass sie jederzeit kommen darf, dass sie Freunde mitbringen darf und dass sie bei ihm jederzeit willkommen ist.
Väter von Kindern, die bei der Mutter leben, freuen sich in der Regel, wenn das Kind freiwillig zu ihnen kommt und sie haben niemals etwas dagegen, wenn die Kinder da sind. Im Gegenteil: Sie freuen sich und hätten ihre Kinder meist gerne öfter bei sich.

Die Tochter ist nicht erwachsen, sondern 16. Sie sieht vielleicht erwachsen aus, ist aber noch ein Kind, bzw. Teenager. Die beiden sind seit Geburt der Tochter ein eingespieltes Team und wer hier eigentlich der Störfaktor ist, das ist die neue Freundin des Vaters.
Väter sind grundsätzlich schwierige Lebenspartner, weil immer zuerst das Kind kommt, dann die Meinung der Exfrau und dann die neue Freundin, die meist eher den Part der Geliebten hat, die für Spaß und Freizeit zuständig ist.
Liebe @Samsara63 , du hast da eigentlich nicht das Recht, Forderungen zu stellen oder deinem Freund vorzuschreiben, dass die Tochter nicht mehr kommen kann, weil kein Platz ist. Dann nehmt EUch etwas Größeres zusammen. Dann ist es auch nicht nur seine Wohnung, sondern EURE und dann hast du auch etwas zu sagen. In der jetzigen Konstellation musst du es so nehmen wie es ist.
Ich sehe Eure Beziehung allerdings gefährdet, weil du nicht siehst, dass der Weg zu deinem Freund nur über die Tochter geht. Und sie nervt dich und du magst sie nicht sonderlich.
 
  • #79
Ich habe jetzt noch mal deine beiden Threads von 2016 überflogen.
Danach würde ich dir nun raten, dein geplantes Hinziehen zu deinem Freund doch noch einmal sehr genau zu überlegen. Eigentlich würde ich davon abraten, zu ihm zu ziehen.
Es wird in den Threads von 2016 ausführlich diskutiert: Dein Freund hat absolut kein Interesse, für dich etwas an seinem Lebensstil zu verändern. Das sieht, wie man es auch dreht und wendet, sehr danach aus, dass dir eure Beziehung, mindestens aber das Zusammenwohnen, viel wichtiger ist, als deinem Freund.
Ihr seid um die 50 Jahre alt - da ändert sich niemand mehr wesentlich.
Ich fürchte, du machst dir leider etwas vor, wenn du glaubst, deine 2016 ausführlich beschriebenen Bedenken gegenüber dem Wesen deines Freundes und euern unterschiedlichen Lebensstilen würden sich erübrigen, wenn du mit deiner Tochter in sein Haus ziehst. Vielmehr wirst du weiterhin diejenige sein, die jeden ihrer eigenen Wünsche und Bedürfnisse mühevoll bei ihm erkämpfen muss, solange sie nicht zufällig deckungsgleich mit den Wünschen deines Freundes sind - und ihr seid wohl in vielen Belangen sehr verschieden. Daher wird das ein dauerhafter Kampf für dich werden.
Wie du 2016 -zigfach schreibst: Du kannst dich seinem Leben unterordnen, wenn du das nicht möchtest, bleibt dir nur, es zu lassen. Er kommt dir nicht entgegen. Lies dir deine beiden Threads von 2016 wirklich noch einmal durch!

Vor diesem Hintergrund sehe ich das Problem mit seiner Stieftochter jetzt noch viel problematischer, weil es ein Symptom eines viel größeren Gesamtproblems ist. Es ist wieder nur ein bestimmtes Symptom, an dem du spürst, dass er an seinem eingefahrenen Leben nichts verändern will, was ja neutral gesehen auch völlig ok ist, du jedoch permanent darunter leiden wirst.
Es gehört nicht viel dazu, dir zu prophezeien, dass, wenn sich das Stieftochterproblem irgendwie gelöst haben sollte, bald das nächste Problem auftauchen wird, bei dem du dich, was ich verstehe, nicht mit deinen Bedürfnissen gesehen fühlst.
Ich denke fast, zwischen euch funktioniert nur eine LAT-Beziehung, wenn du mehr willst, wird du mit diesem Mann nicht glücklich werden.


w53
 
  • #80
@Samsara63 :
Ich hab mir mal die Freiheit genommen deine übrigen Themen quer zu lesen.
Dabei ist mir, zusammen genommen mit diesem Thema, ein Muster in deinem Verhalten aufgefallen.
Oft geht es um deine Bedürfnisse, die doch dein Partner bitte wahrnehmen soll. Andersherum scheinen die Bedürfnisse deines Umfelds gar keine Rolle zu spielen.

Mit meinen bescheidenen 33 Lenzen möchte ich sagen, dass das gar nicht so ungewöhnlich ist für Menschen, die sich selbst als spirituell bezeichnen. Ich nenne es zumeist auch gern "fern der Realität".

Es beginnt schon damit, dass du feste Strukturen abzulehnen scheinst. Du echauffierst dich darüber, dass er kaum Zeit für dich hat, dass er, wenn er am nächsten Tag früh raus muss lieber daheim schläft. Das geht jedoch vielen berufstätigen Menschen so. Da habe ich aber keinerlei Verständnis deinerseits erkannt.
Dann die Situation mit der Wochenendplanung. Da soll er gefälligst auch deine Bedürfnisse berücksichtigen. Bist du ihm denn da mal entgegen gekommen?

Und damit nicht genug:
Jetzt möchtest du am liebsten noch die Besuchswochenenden von ihm und seiner Tochter einstampfen, weil du mehr Privatsphäre mit ihm haben willst.
Du möchtest Regeln aufstellen für eine junge Dame, wo du es nach sage und schreibe ca. vier Jahren noch nicht für nötig befunden hast, sie besser kennen zu lernen.

Es erscheint schon fast zynisch von einer 16-jährigen das Verständnis und die Rücksicht einzufordern, was du, eine Frau 63er Jahrgang, nach meinem Empfinden, nicht aufzubringen vermagst.
 
  • #81
Es ist ja schon mal interessant, dass du anfangs"vergessen" hast zu erwähnen, dass seine (Stief-)Tochter ihr Zimmer für dein Kind räumen soll.
Ich würde die Stieftochter in die Umbaupläne mit einbeziehen. Sie kann ihr neues Reich - was es aus meiner Sicht auf jeden Fall geben muß - mitgestalten.
Wenn alle offen sind, für die neue Situation, kann es wirklich gut klappen.
Ich habe in meinem Freundeskreis so einen Fall. Die Patch-Patch-Work-Familie schlecht hin. Er - 1 Stiefkind - 2 eigene Kinder. Sie - 2 eigene Kinder.
In der Familie leben also zwei Kinder fest und 3 Kinder zeitweise.
Als die beiden ihre Familien zusammen geschmissen haben, war klar, dass auch sein Stiefkind - mit keinem der beiden blutsverwandt - ein eigenes Zimmer bekommt. Das Kind war damals 17. Noch heute - sie ist fast 20 - kommt sie noch regelmäßig zu ihrem Stiefvater, Stief-Stief-Mutter und den Stief- und Stief-Stief-Geschwistern.
Das funktioniert aber nur, wenn sich alle Beteiligten kennen bzw. miteinander vertraut sind.
Schafft auf jeden Fall für seine Tochter einen eigenen Ort.
 
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