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  • #31
Liebe Samsara,

Was Du quasi verlangst, ist von ihm eine Entscheidung zwischen Dir und seiner Tochter.
Diese Entscheidung könnte und wollte ich als Mutter auch nicht treffen.
Für ihn und für die Tochter ist es das 2. Zuhause, die Besuchswochenenden sind die Struktur.

Aus meinem eigenen Leben
Mein Jüngerer Sohn (21) trifft seinen Stief-/Adoptivvater auch 1xWoche, sie pflegen da ihr Ritual. Wohnungsschlüssel hat er, und kann ihn nutzen, wie er möchte.
Der Große (23) wohnt dort sowieso noch, er ist willkommen, so wie seine Freundin/ Kumpels auch und eine eigene Wohnung / WG Zimmer könnte er während der Ausbildung nicht zahlen.
Auch da zählt das "Stief" nicht. Er ist Papa.
Und - auch dieser Sohn hat ein Zimmer bei mir, er hat es mitgestaltet, und kann es jederzeit nutzen, Schlüssel hat er.
Ein potentieller Partner müsste es akzeptieren.
Ich bin etlichen Vätern begegnet, da wäre es analog, und ich finde es gut, wenn Männer ihre Vaterrolle ernst nehmen. Da arrangiert man sich ggf .

Du möchtest jetzt Lösungen, und wenn Du ehrlich bist, möchtest Du, dass die Tochter am besten nur noch bei besonderen Gelegenheiten präsent ist.
Du hast aber einen Vater als Partner, einen, der seine Vaterrolle ernst nimmt.

Konstruktive Lösungen -
Ihr lebt weiter LAT.
Ihr sucht Euch eine größere Wohnung, wo Ihr alle Platz habt.
Du lässt es ganz und gar, weil Du bei ihm nie die exklusive Priorität haben wirst.

Wertfrei, Deine Forderung ist legitim, aber die Forderung Deines Partners eben auch - und es ist SEINE Wohnung.

Ich habe übrigens festgestellt, dass Männer bei diesem Thema viel toleranter sind, wenn sie sich auf eine Mutter als Partnerin einlassen. Das tun sie dann sehr überlegt, oder schließen es gleich kategorisch aus.
Frauen lassen sich oft erstmal vordergründig darauf ein, und dann versuchen sie, das kontinuierlich zu verändern. Funktioniert manchmal, und manchmal finden sich dann entsprechende Threads hier mit der Grundfrage - wie werde ich die Kinder meines Partners los.
Ein Mann mit integerem Charakter beendet diese Partnerschaft.

W,49
 
  • #32
Die Tochter lebt nach deiner Beschreibung im Wechselmodell. Das heißt, für sie sind beide Wohnungen "Zuhause". Und Zuhause hat man einen eigenen Schlüssel, kann jederzeit kommen und gehen und kann auch Freunde zu sich nach Hause mitnehmen.
 
  • #33
Na ja, ich würde zwar nicht so weit gehen IHN einen Waschlappen zu nennen, aber ansonsten volle Zustimmung.
Doch das ist er, sogar noch viel mehr, weil er sich von seiner 16-jährigen Stieftochter, die nicht bei ihm wohnt, an der Nase herumführen lässt, seine Partnerin vergrault, er nicht imstande ist, hinter seiner Partnerin zu stehen, ich als seine Partnerin würde ein letztes Gespräch mit ihm führen und dann konsequent handeln, keine gescheite Frau lässt sich das bieten.
 
  • #34
Liebe FS,
Ich würde vorschlagen , dass du dich mit deinem Partner noch mal zusammensetzt und über eine neue und größere Wohnung sprecht, in der jeder, auch die Tochter, ein eigenes Zimmer hat.
Für die neue Wohnung könnt ihr dann auch "Regeln" aufstellen. Zum Beispiel, dass die Tochter vorher mitteilt, wenn sie jemanden mitbringt.
Sie sollte auch nach wie vor einen Schlüssel haben, denn sie ist nun mal die Tochter.
sie möchte mit ihrem Zickenverhalten nur verhindern, dass er in eine neue Beziehung kommt, das schafft sie auch leicht, weil keine gesunde vernünftige Frau ein solches Spiel mitspielt.
Wo genau schreibt die FS von Zickenverhalten?! Lese ich hier in keiner Weise!! Sie beschreibt stattdessen stinknormales jugendliches Verhalten. Die Tochter scheint sich bei ihrem Vater wohlzufühlen!

Zum Alter: 17 mag von der Zahl her alt sein, was aber nicht heißt, dass man sich dann auch so fühlt. 17 ist dennoch ein schwieriges Alter und so megagefestigt sind Jugendliche dann auch noch nicht unbedingt. Es gibt 25-Jährige, die sich noch pubertär verhalten.

Je nachdem, was die FS für ein Verhältnis mit der Tochter hat, kann sie ja mit ihr reden.

W/38
 
  • #35
Ganz ehrlich, ich bin jetzt Mitte 20 & habe nach wie vor den Schlüssel vom Haus meiner Eltern & bin dort jederzeit willkommen. Ich darf dort jederzeit Essen, Trinken oder sonst was tun, mich verhalten, als würde ich noch dort wohnen. Auch wenn ich aus Respekt nicht unangemeldet auftauche, den Kühlschrank nicht leer esse usw, es wird immer der Ort sein, wo ich weiß, dass ich hin kann.

Ich habe den Vorschlag gemacht, dass sie vielleicht dann nicht mehr unbedingt im Besuchswochenendrythmus kommt, sondern dann, wenn wirklich etwas Gemeinsames geplant ist und dass sie doch zuhause schlafen könnte
Wie oft genau wird das denn der Fall sein?
Erfahrungsgemäß, plant man dann aus X Gründen nicht so häufig etwas Bestimmtes & dann sieht man sich länger nicht, als gewollt. Fände ich nicht gut.
& wenn sie dann alle 2 Wochen etwas planen, weil sie sich doch so häufig sehen wollen?

Wir werden nicht genug Platz haben, dass sie ihr Zimmer behalten kann
Brauchst du ein eigenes Zimmer?

Und für mich geht es nicht, wenn jemand ein und ausgeht, der dort nicht wohnt und dann auch noch ohne Absprache...
Anscheinend wohnt sie seit Jahren alle 2 Wochen dort & fühlt sich dort auch sonst zu Hause, sonst würde sie dort nicht selbstverständlich ein & ausgehen.
Du bist wohl die Einzige, die das nicht akzeptieren kann oder will. Sie wohnt dort. Wenn auch nicht rund um die Uhr wie ihr Vater.

Ihr könntet sicher ausmachen, dass sie Bescheid sagt bevor sie vorbeikommt & sich auch bisschen am Haushalt beteiligt, wenn sie da ist, aber zu fordern, dass sie ihren Schlüssel abgeben muss & ihr Zimmer verliert, würde meiner Meinung nach auch zu sehr viel Streit führen.
Keiner fühlt sich gerne raus gedrängt, weil da wer neuer einzieht..
 
  • #36
Da würde ich auch mit den Augen rollen, bzw. dankend ablehnen:

Sie hat alle Freiheiten bei ihm (kann kommen und gehen wie sie will, muss nicht im Haushalt helfen, usw.) besitzt einen Schlüssel
wenn jemand ein und ausgeht, der dort nicht wohnt und dann auch noch ohne Absprache...
Problematisch ist m.E. jedoch, dass sein Stiefkind ERST 16 ist. Zwar braucht sie keine Rundumbetreuung mehr, aber sie ist in der Pubertät. Eine mitunter äußerst schwierige Phase, in der Eltern (oder andere Bezugspersonen) nochmals richtig ran müssen.

Gerade jetzt dem Mädel den Zutritt einzuschränken, fände ich äußerst fatal. Zwar halte ich auch nichts von übermäßigem Getüddel, aber diesen Punkt sehe ich genauso:

er würde wohl lieber alles beibehalten, hat Sorge, dem "Kind" vor den Kopf zu stoßen.
Dass du Paarzeit und Zweisamkeit willst, ist m.E. nicht verwerflich. Dennoch würde ich von einem Zusammenziehen abraten oder zumindest damit warten, bis das Mädel flügge geworden ist. Zumal wohl keine größere Wohnung angedacht ist und somit keine Rückzugsräume vorhanden sind. Diese sind nämlich nach meiner Erfahrung unabdingbar in Patchworkkonstellationen.

Alles Gute

W50
 
  • #37
erstens ist es nicht seine Tochter, sondern Stieftochter,
Hatten wir das Thema im Thread von Valmont nicht erst? Stiefkinder können zu "eigenen" Kindern werden und das ist auch gut so. Ich finde es super, dass der Partner der FS in seiner vorherigen Beziehung keinen Unterschied zwischen blutsverwandt und nicht-blutsverwandt gemacht hat. Insofern ist eine reale Vater-Tochter-Beziehung entstanden, die die Trennung überlebt hat. Wie oft hören wir von Leuten, die ein paar Jahre mit ihren Stiefkinder verbringen durften, diese ihnen ans Herz wuchsen und sie sie dann aber nicht mehr sehen durften. Ich mache keinen Unterschied bei blutsverwandt oder nicht ob ich ein Kind lieben kann.

zweitens wohnt diese Stieftochter nicht bei ihm
Mittlerweile hat sich das Model 50/50 etabliert. Früher wohnten die Kinder meist bei der Mutter und sahen ihre Väter nur selten. Dieses alte Model, dass das Kind bei der Mutter lebt, wird hier gerade aber nicht praktiziert. Die Tochter hält sich wohl zwar noch überwiegend bei der Mutter auf, eine klare Zuordnung gibt es jedoch nicht. Die Tochter hat ein Kinderzimmer beim Vater, kann kommen und gehen wie es will, so wie es für Kinder im eigenen Haushalt eben üblich ist. Es bringt doch nichts, dem Ganzen von oben den Stempel "Wochenendvater" aufdrücken zu wollen, wenn es (zum Glück) nicht so ist. Das Kind wohnt an zwei Wochenenden im Monat und unter der Woche dort, also einen wesentlichen Teil ihres Alltags. DAS ist das Modell, was gelebt wird.

sie möchte mit ihrem Zickenverhalten nur verhindern, dass er in eine neue Beziehung kommt
Ich lese nichts von einem Zickenverhalten der Tochter.
 
  • #38
Liebe FS, versteh ich das richtig, sie ist nicht seine leibliche Tochter, sondern Stieftochter? Weil dann versteh ich das mit dem Besuchswochenende nicht so ganz, seit wann bekommt denn der Stiefvater Besuchsrecht?
Nichtsdestotrotz versteh ich Dein Dilemma. Ich fände es auch nicht toll, wenn ich dort wohne und das Mädchen jederzeit, alleine oder mit Freunden, hier auftaucht ohne vorher Bescheid zu geben. Das ist eine Unart. (Ich bin selbst Mutter einer 23jährigen Tochter).
Gäbe es denn die Möglichkeit, daß Ihr Euch zusammen eine größere Wohnung nehmt, wo das Mädchen ihr eigenes Zimmer behalten kann? Dann müssen halt auch einige Regeln aufgestellt werden, so ist das einfach, wenn mehrere Menschen zusammenleben. Unter anderem eine Regel, daß es unter der Woche kein Reinplatzen mehr gibt, besonders mit Freunden, sondern wenn, dann mit Ankündigung.
Vielleicht hat das Mächden beim Stiefvater mehr Freiheiten als bei der Mutter, das kann ich mir noch vorstellen.
Ich verstehe hier auch manche Foristen nicht, Kinder und Jugendliche sind heutzutage zum Teil wirklich schon extrem verzogen und dürfen alles, lernen keine Regeln des Anstands und der Höflichkeit mehr. Das Mächden kann ja nicht erwarten, daß Ihr Papa, ob leiblich oder Stief, für immer alleine bleibt, nur damit sich für sie nichts ändert. Wenn er nun eine Beziehung hat und sie auch zusammenleben müssen, ändert sich eben einiges und es müssen für ein normales Zusammenleben für alle Regeln aufgestellt werden. Die Kinder und Jugendlichen sind nicht die Könige, denen sich alles unterordnet.
 
  • #39
Liebe FS,
das ist mal ein Fall, bei dem ich mich in alle drei Positionen hineinversetzen kann:
- Deine: Du möchtest gern zusammenziehen und dann eine Partnerschaft leben, ohne von vornherein solche massiven Einschränkungen einfach hinzunehmen und ständig jemanden in der Wohnung kommen und gehen zu sehen, zu dem du keine emotionale Verbindung hast. Nach WG-Zeiten im Studium hat man diese Phase meist hinter sich gelassen. (Wenn du sagst, dass es nicht um Neid oder Eifersucht geht, glaube ich dir das jetzt mal.) Und: Du ziehst zu ihm in die Wohnung, also eh schon in fremdes Territorium und er ist scheinbar gar nicht wirklich zu Kompromissen bereit und will einfach alles so lassen. Das würde mich auch ärgern.
- Sicht der Stieftochter: Sie hat ein enges Verhältnis zu deinem Partner, ist sozusagen eigentlich Tochter und nicht Stieftochter, aus emotionalem Gesichtspunkt, wie hier schon einige sagten. Sie haben eine enge Bindung und das ist etwas sehr schönes. Mit 17 sind viele (auch ich war das nicht) noch nicht wirklich erwachsen, und außerdem ist man mit sich selbst so beschäftigt (schon aus biologischen Ursachen; das Gehirn befindet sich nachweislich noch im Umbau) und sehr verletzbar, dass man schlecht nachvollziehen kann, wenn ein Elternteil einen plötzlich "auslädt". Ob sie noch woanders fest wohnt, ist dabei egal; es geht darum, dass sie sich bei ihm zuhause, geliebt und sicher fühlt und an diesem (schönen und für jedes Kind/Teenager wünschenswerten!) Gefühl würde das "du kannst hier kein Zimmer mehr haben" auf jeden Fall etwas ändern. Es würde sich wohl eher gegen dich richten, da du die Ursache bist, was für die Beziehung sicher schädlich wäre.
- Sicht des Partner: Er steht zwischen zwei Stühlen. Augenscheinlich möchte er sehr gern mit dir zusammenwohnen, er liebt dich und du bist ihm wichtig. Aber da ist noch seine Tochter (für ihn eine echte Tochter), und diese Bindung ist sehr viel älter und liegt auf einer anderen Ebene. Da er sicher weiß, wie die Änderung für das Mädchen wäre (siehe oben), möchte er das nicht, denn er hat Angst um die Bindung. Auch total verständlich.

Ihr beide seid die Erwachsenen, sie ist erst 17. Da kann man so etwas noch schwer nachvollziehen und ich würde immer sagen: Da müssen die Erwachsenen den Kompromiss finden. Es sei denn, ihr wollt Streit und Antipathie zwischen dir und ihr in Kauf nehmen. Ich würde auch sagen: Zieht entweder in eine größere Wohnung, so dass für jeden genug Platz ist. Oder wartet noch solange, bis sie ihr eigenes Leben wirklich startet (Studium, Ausbildung, eigene Wohnung), dann ist es völlig okay, das Zimmer aufzulösen. Das kann sich ja nicht mehr um Jahre handeln, wenn sie ein völlig durchschnittliches Mädel ist. So wird keine Beziehung belastet, auch die zu deinem Partner nicht, als wenn du hinziehst, sie immer vor der Tür stehst und du dich innerlich darüber ärgerst.

w, 35
 
  • #40
Ich vermute da ist das Grundproblem der FS. Sie selbst hat keine enge Beziehung zu ihrer Stief(Stief-)Tochter und kann daher das aus ihrer Sicht "merkwürdige Konstrukt" nicht nachvollziehen. Sie versteht nicht, warum ihr Partner zu seinem Stiefkind eine so gute Beziehung hat, wo es doch "nur" das Stiefkind ist und dazu aus einer Beziehung, die nicht mehr besteht. Ich gebe zu, dass man rational sagen würde: "Was kümmert dich das Kind deiner Ex?" Emotional aber hat der Partner der FS in seiner vorherigen Beziehung eine Bindung zu dem Kind aufgebaut, die man nicht einfach beendet, nur weil die Beziehung beendet ist.

Ich hatte einfach auf Vorschläge gehofft, wie ich/wir am besten mit der neuen Situation umgehen können.
Die Ratschläge bisher waren
- größere Wohnung suchen und
- nicht zusammenziehen.

Sie passen dir nur nicht, weil du insgeheim gehofft hast, wir würden dich darin bestärken dass das Verhalten der Tochter unmöglich ist.

PS: Ich habe bis zu meinem Auszug in meinem Elternhaus immer Freunde zu Besuch gehabt oder war zu Besuch bei meinen Freunden in deren Elternhaus, ohne dass meine oder deren Eltern um Erlaubnis gefragt wurden. Mir war nicht klar, dass das verboten sein soll.
 
  • #41
Also, bitte erläutere mir nachvollziehbar, woraus du ableitest, dass ich "nur meine Interessen" durchsetzen will.
Sorry, aber das sehe ich genauso. Wo das steht? Zwischen deinen Zeilen. Manchmal erfährt man über das Unausgesprochene am meisten. Und da ist kein liebevolles oder auch nur ansatzweise wohlwollendes Wort über das Mädel. Das einzige, was rüberkommt ist, dass sie für dich ein Störfaktor ist, der weg soll, maximal zu angekündigten Besuchszwecken geduldet. Was hätten Mann und Kind davon? Nichts, denn es geht nur um dich.

Warum muss sie ihr Zimmer aufgeben? Braucht man zu zweit eine Dreiraum-Wohnung? Oder wie klein ist die Wohnung ?

Hätte meinen Partner nur ansatzweise solche Gedankengänge meiner Tochter gegenüber gezeigt, wäre er die längste Zeit mein Partner gewesen und meine Tochter ist erwachsen und hat eine eigene Wohnung, dennoch oft zu Besuch, auch mit Übernachtung in ihrem Zimmer.

Dass du die Tochter augenscheinlich nicht magst, erkennt man auch daran, dass man weiss, wie anders sich neue Partner verhalten, wenn sie das Kind mögen.

Ich finde auch, dass es überhaupt keine Rolle spielt, ob sie die leibliche Tochter ist oder nicht. Ich selbst hatte zu meinem Stiefopa auch ein viel liebevolleres und engeres Verhältnis als zu den meisten anderen Blutsverwandten.

Mein Lösungsvorschlag: Überdenke mal deine Besitzansprüche am Partner !
 
  • #42
Ich habe eine Bekannte, die die nächsten Jahre nicht mit ihrem Partner zusammenziehen wird, weil sie ihrem Kind das bisherige "Zuhause" erhalten möchte. Obwohl die Tochter gerade Abitur macht und vermutlich irgendwo studieren gehen wird.

Ich selbst werde dieses Jahr vermutlich mit meinem Partner zusammenziehen, sobald meine Tochter, die ebenfalls gerade Abitur macht, zu Ausbildung oder Studium auszieht. Das Ausziehen ist ihr ausdrücklicher Wunsch und ihre neue, eigene kleine Wohnung wird zukünftig ihr Zuhause sein, auch wenn sie bei uns (und ihrem Vater) jederzeit willkommen sein wird - im Gästezimmer dann eben.

Vergiss das mit dem Tochter "hinauskomplimentieren" also bitte ganz schnell. Das wird er vermutlich nicht mitmachen und ich hätte das in dem Alter auch nicht getan.
 
  • #43
Ich fände das auch nicht prickelnd, wenn mein Vater sich eine neue Freundin sucht und ich deswegen mein Zimmer hergeben müsste. Da hätte ich schonmal eine lebenslange Abneigung gegen diese Frau. Du denkst, dass die Tochter das einsieht? No way, das würde keine Jugendliche einsehen, die ein gutes Verhältnis zu ihrem Vater hat und dort gern ist. Ein Zimmer ist zudem nicht nur ein Raum, sondern Kindheitserinnerungen, Aufgehobenes, einfach das eigene Reich und das gibt man nicht auf.

Damit machst du dich zum Feindbild des Mädchens. Außerdem ist 17 kein solches Alter, wo man heutzutage schon komplett losgelöst von den Eltern lebt. Ich finde das auch etwas egoistisch von dir, dass du das Mädchen da wegmobben willst. Man muss fremde Kinder nicht lieben, aber sie ist nunmal da und hat ältere Rechte als du. Wenn du nicht mit ihr leben möchtest, dann lasst es doch mit dem Zusammenziehen.

Aus meiner Sicht hast du als Partnerin sogar Vorrang vor der Stieftochter. Der Mann will mit DIR eine Partnerschaft leben und nicht mit seiner Stieftochter.
Also ich finde die Kinder immer wichtiger als einen eventuellen Partner. Elternschaft hält ein Leben lang und Beziehungen...na ja das wissen wir ja alle...
 
  • #44
Liebe FS, versteh ich das richtig, sie ist nicht seine leibliche Tochter, sondern Stieftochter? Weil dann versteh ich das mit dem Besuchswochenende nicht so ganz, seit wann bekommt denn der Stiefvater Besuchsrecht?.
Es geht hier nicht um eine juristische Angelegenheit. Er hat sie großgezogen und somit fühlt er sich wie ihr Vater. Vielleicht braucht er es sogar. Vielleicht gibt ihm die Beziehung zu diesem Kind Stabilität und Ordnung. Sicher ist die Ex-Beziehung seit 6 Jahren vorbei aber die Beziehung zu seiner Tochter besteht wahrscheinlich viel länger und sie gehört zu seiner Familie.

Eigentlich spricht sein Verhalten für ihn. Er ist loyal zu den Menschen, die er in seinem Leben hereingelassen hat. Sei es diese Tochter oder Freunde und weitere Familienmitglieder. Er ist zuverlässig und ist für seine Familie (die Tochter gehört dazu) da. Aber du gehörst auch dazu. Versuche es so zu sehen.
Ich kann dich trotzdem verstehen. Es ist nicht dein Kind, du könntest diese emotionale Bindung zu ihr (noch) nicht aufbauen und möchtest nun für dich eine Lösung und das ist dein Fehler. Du siehst dich allein und hast eine Außenseiterrolle in dieser Dreier-Beziehung eingenommen. Die Lösung, die ich dir vorschlage ist folgendes: Versuche zu ihr eine positive Beziehung aufzubauen. Wo steht überhaupt geschrieben, dass man immer alleine durch die Welt wandern muss. Sehe es als Chance noch jemanden in deinem Leben zu haben. Öffne dein Herz. Sie könnte auch dein Kind sein, genauso wie sie sein Kind ist.
 
  • #45
Hallo zusammen,

erstmal danke für die vielen Antworten! So viele, dass ich leider erstmal nicht auf jede individuell eingehen kann.
Ich bin weiterhin der Meinung, dass einige - und das ist sicher ein allgemeines Foren-Problem - sehr subjektiv reagieren, ohne wirklich verstehen zu wollen oder nachzufragen, was ich wirklich mit meiner Frage gemeint habe. Aber gerade in den Postings, die später kamen, habe ich auch Verständnis und konstruktive Anregungen bekommen - dafür vielen Dank!
Ich möchte nochmals richtigstellen: ich will das Mädchen nicht "loswerden", sondern suche nach Möglichkeiten, wie alle Beteiligten mit der neuen Situation umgehen können. Da die Räumlichkeiten etwas ungünstig sind, hat mein Partner von sich aus vorgeschlagen, dass mein Kind (Ja, ich habe auch Kinder, das Jüngste zieht mit ein) dann das Zimmer bekommt. Und wir haben überlegt, wo wir etwas umbauen, damit trotzdem Platz ist, damit seine Tochter weiterhin dort übernachten kann. Umziehen kommt für meinen Partner nicht in Frage, das Thema hatten wir schon, er möchte aber sein Haus ungern aufgeben, was ich auch verstehen kann.
Ich finde es gut, dass hier einige darauf aufmerksam gemacht haben, dass eine 17jährige eben doch noch nicht so reif ist und dann vielleicht gerade auch in einer schwierigen Umbruchphase. Das hatte ich nicht so bedacht. Aber deshalb stell ich ja auch so eine Frage.
Also, jetzt kann ich damit behutsamer umgehen.
Ich bin aber auch froh, dass einige auch meine Position verstehen!
Ich habe das Mädchen gar nicht sehr oft gesehen, wir kennen uns eigentlich nicht. Sie ist übrigens nicht zickig, hab ich auch nie behauptet. Sie ist recht reserviert mir gegenüber, aber das nehme ich ihr nicht übel. Ich dränge mich aber auch nicht auf, halte mich dann auch zurück. Ich hab gar nichts gegen sie, denke eben nur darüber nach, wie wir das im Alltag hinkriegen. Jemand schrieb hier, es müssen dann neue Regeln aufgestellt werden, wie immer, wenn sich etwas im Leben ändert - das finde ich auch.
Alles in allem kann und werde ich jetzt anders mit dem Thema umgehen.
 
  • #46
Ich habe nun versucht, mit meinem Partner zu klären, wie wir in Zukunft mit der Situation umgehen. Wir werden nicht genug Platz haben, dass sie ihr Zimmer behalten kann. Ich habe den Vorschlag gemacht, dass sie vielleicht dann nicht mehr unbedingt im Besuchswochenendrythmus kommt,
Als Mann mit AE-Partnerin grinse ich bei solchen Aussagen immer innerlich. Bei wohl jeder Frau mit Kindern ist klar, dass die Kinder fast jederzeit vorgehen. Ist aus meiner Sicht auch in Ordnung. Besonders schön finde ich, dass Dein Partner sich um seine Tochter kümmert und so ja letztlich auch seiner Exfrau ein "Kinderfrei"-Wochenende ermöglicht. Wenn ihr also nicht genug Platz habt, dann werdet ihr umziehen müssen. Seine Frau muss ja auch entsprechend Platz vorhalten und sie wird froh sein, wenn die "Kleine" eben auch mal ein Wochenende nicht da ist.

Aus meiner Sicht ist die Wohnung Deines Partners das Zuhause seiner Tochter. Das solltest Du ihr nicht wegnehmen.
 
  • #47
Das Verhalten der Stieftochter hat doch ganz andere Motive und Ursachen, von ihr aus gesehen, sie möchte nicht, dass ihr Stiefvater in Beziehung kommt, das ist genau das Übel und das wird noch unterstützt von einigen Frauen hier. Ich habe in meiner Vergangenheit zweimal ähnliches erlebt, dass die 16/17 jährige Tochter, es wirklich fertig brach, die Beziehung der Mutter zu mir zu lösen. Ich rate hier, Finger davon zu lassen. Ich mag keine Mütter, die sich wie Gluckern verhalten. Umgekehrt würde sich keine Tochter das von ihrer Mutter gefallen lassen, die ihre Beziehung kaputt machen möchte.
Da scheint der Hase im Pfeffer zu liegen. Aus meinem tiefen und reifen Erfahrungsschatz kann ich dir sagen, dass die Kinder zumeist den besseren Durchblick haben, was die Qualität der prospektiven Partner betrifft und man gelegentlich auch auf die hören sollte. NIcht immer, aber mal drüber nachdenken.
 
  • #48
@ Moonriver: Ja dein Eindruck stimmt, wir hatten bislang nicht viele Gelegenheiten, ein wenig "zusammenzuwachsen" und es ist so, dass mein Partner leider bis vor kurzem unsere Pläne nicht der Tochter mitgeteilt hat. Damit wird er sie vielleicht noch eher vor den Kopf stossen, wenn er sie kurzfristig "vor vollendete Tatsachen" stellt.
 
  • #49
@ Frau: Schön, dass sich auch mal jemand in meine Lage einfühlt, vielen Dank dafür! Ich verstehe auch nicht, warum mich hier manche so negativ darstellen.
Ich finde, du hast das sehr gut beschrieben - es gibt nunmal auch Veränderungen im Leben, und in einem solchen Fall sollten sich doch alle gemeinsam darauf einstellen.
Ich verlasse meine alte Umgebung, ziehe in eine andere Stadt, gebe meine Wohnung auf, mein Kind wechselt die Schule, wir haben dann insgesamt weniger Platz - das sind auch schonmal einige Zugeständnisse und ja, ich mache es, weil mein Partner und ich nach einigen Jahren Fernbeziehung endlich zusammenleben möchten.
 
  • #50
Warum muss sie ihr Zimmer aufgeben? Braucht man zu zweit eine Dreiraum-Wohnung? Oder wie klein ist die Wohnung ?
Wenn es der Mann aus dem letzten Thread ist, hat er ein Haus, zwei Kinder und die FS selbst ein Kind.

Ist das noch aktuell @Samsara63?

Wollen wir doch einmal konstruktiv herangehen:
Wie alt sind die Kinder?
Wie groß ist das Haus?
Lässt es sich nicht realisieren, dass man aus einem großen Kinderzimmer 2 oder 1 1/2 macht?

Sie braucht kein riesen Zimmer, wenn sie nicht so oft da ist, aber sie braucht zumindest einen Rückzugsort. Genauso gut braucht man jedoch auch kein riesen Schlafzimmer, wenn man sich nur zum Schlafen darin aufhält. Irgendwo dürfte sich bei der Aufteilung der Räume doch ein Kompromiss finden lassen.

Wenn das der Mann aus deinem letzten Thread ist und du und deine Tochter zu ihm ziehen, kannst du dir vorstellen, wie das auf seine Stieftochter wirkt? Das hat in der Tat etwas von Aschenputtel, ihren zwei bevorzugten Stiefschwestern und der Stiefmutter.
Willst du diese Schwiegermutter sein? Wenn dein Kind mit hinzukommt seit ihr sowieso schon eine Patchworkfamilie. Was ändert da die Tochter aus seiner früheren Beziehung noch? Ist es wirklich so schlimm, diese neben den anderen Kindern auch noch im Haus zu haben? Warum muss man unbedingt ein Ranking zwischen den Kindern aufstellen?

Es wäre schön, wenn du zu eurer Wohn- und Familiensituation etwas schreiben könntest. Das würde mehr bringen, als gegenseitige Vorwürfe unserer- und deinerseits.
 
  • #51
@ 5Miezekatzen: Ich sehe es wie du, ich bin der Meinung, dass man innerhalb der Familie, bzw. Gemeinschaft Absprachen treffen sollte. So habe ich es mit meinen anderen, mittlerweile erwachsenen Söhnen auch gehalten. Einfach so "reingeplatzt" ist selten jemand, man kannte und respektierte meinen Wunsch, das halten wir übrigens auch unter Freunden so.
Ich finde, wie du auch, dass die Kinder heutzutage teilweise tatsächlich wie Könige behandelt werden, ob ihnen das so gut tut, sei jetzt mal dahingestellt. Ich meine auch, dass sie sich an Regeln halten sollten und dass sich diese Regeln auch verändern können, wenn sich eine neue Situation ergibt.
 
  • #52
Das Mädchen ist 16 (!) und hat einen Stiefvater, der die Beziehung zu ihr nicht abgebrochen hat, obwohl die zur Mutter gescheitert ist.
Mir gefällt dieser Mann, er scheint verlässlich und zu tiefen Bindungen unabhängig von Blutsverwandtschaft fähig zu sein.

Eine 16-Jährige aus ihrem Zuhause ausquartieren zu wollen, weil es dir, FS, nicht passt, dass sie eventuell deine Paarzeit beschneidet, ist nichts weiter als Egomanie und Hartherzigkeit. Sagenhaft.

Ich habe Jahre lang mit meinen beiden Söhnen und meinem "Vizesohn" zusammengelebt (alle Teens, sie hatten auch ihre Zimmer bei den jeweiligen Elternteilen, waren aber die allermeiste Zeit bei uns) - und ihre Freunde waren uns ebenfalls sehr willkommen, wenngleich der Geräuschpegel durch wildes Gelächter und laute Musik uns mitunter dazu brachte, um Rücksicht zu bitten, was klaglos funktionierte.
Und oft genug haben wir gefragt, wer zum Abendessen bleibt und einfach entsprechende Mengen gekocht.
Wenn ein Freund auch nur einmal das Ansinnen an mich gestellt hätte, die Kinder doch dauerhaft zum anderen Elternteil abzuschieben, wäre er nicht mehr lange in meinem Leben gewesen.
Meine Kinder (23 und 25) kommen immer noch oft vorbei, manchmal mit FreundInnen. Sie haben Schlüssel zu meiner Wohnung, kommen aber nicht mehr unangemeldet, sondern rufen an, ob es für mich passt.

Wenn dein Freund klug ist, nimmt er wohl selbst Abstand vom Projekt Zusammenleben.
Ich würde es ihm und dem von dir so ungewollten Mädchen wünschen.
Und dir wünsche ich einen Mann ganz ohne missliebige familiäre Bindungen.

w,52
 
  • #53
Weiß die 17-Jährige überhaupt, dass sie das Zimmer räumen, den Schlüssel abgeben und nur noch zu begründeten Anlässen mit Anmeldung erscheinen soll? Wer hat mit ihr darüber gesprochen, wie ist ihre Meinung dazu? Oder soll das Mädchen vor vollendete Tatsachen gestellt werden? Warum muss sie überhaupt das Zimmer räumen, wieviel Platz ist in dem Haus, welche Pesonen leben noch dort bzw. sollen dort leben?

Ich halte es für einen großen Fehler und schlechten Stil, einen Beschluss zu fassen und erst danach zu überlegen, wie die Sache funktionieren soll. Es ist eine Frage der Fairness, alle Bewohner angemessen in die Entscheidungs- bzw. Kompromissfindung einzubeziehen. Sollte die Tochter ihr Zimmer nicht aufgeben und den Schlüssel nicht abgeben wollen, würde ich das respektieren und mich dort nicht breitmachen.

Unabhängig davon gefällt mir die abwertende oder zumindest lieblose Sichtweise der FS auf das Mädchen nicht. Ich finde es von dem Mann richtig gut, dass er großzügig und loyal zu seiner angenommenen Tochter steht. Eine positive und für eine Partnerschaft wichtige Eigenschaft. Inwieweit das Mädchen dabei im Haushalt mithelfen soll, ist Sache zwischen Vater und Tochter, denn bisher hat die FS ja nicht mit im Haushalt gelebt.

Ich denke mit dieser Einstellung kann das nichts werden. Weder mit dem Zusammenziehen noch mit einer wertschätzenden Partnerschaft im Alltag. Schade.
 
  • #54
Wir wohnten zu zweit und ich pendelte wegen meiner Tochter 16 Jahre lang weit zur Arbeit.
Als sie 18 war, zog sie zum Studium weg und ich einen Monat später in ein kleines Häuschen ganz nah an die Arbeit.
Ahhh, weniger putzen, weniger Heizen, 90% meiner Sachen weggeworfen, ein neues Leben angefangen.
Das war auch deswegen gut für mich, weil ich anderenfalls jeden Tag die Lücken in unserem vorherigen Haus gesehen hätte.

Bei der Suche war mir aber sehr wichtig, dass es ein Zimmer für meine Tochter geben würde. Und als sie wegging, gab ich ihr einen Hausschlüssel mit Anhänger, auf den ich geschrieben hatte 'hier liebt dich jemand'.

Meine Tochter wird bald 24, wohnt weit weg und kommt dennoch oft 'nach Hause'. So nennt sie das und mir wird warm ums Herz.
Ja, sie wohnt dann bei mir. Sie geht natürlich an den Kühlschrank und benutzt die Wohnung auch sonst in normaler Weise, einschließlich des Empfangens von Gästen.
Ich bin darüber GLÜCKLICH !

Wenn mein Freund von mir verlangte, dass sie den Schlüssel abgeben sollte und das Zimmer für ihn freimachen, würde ich keine Sekunde zögern...und ihn um die Rückgabe seines Schlüssels bitten.
Meine Tochter hat bei mir ihren Platz bis einer von uns stirbt.

Ok, falls sie wieder in die Heimat zöge, hätte sie eine eigene Wohnung und dann würde sie sicher nicht mehr bei mir schlafen.
Das fände ich traurig, denn ich liebe die Abende mit ihr und ich liebe es, wenn sie am Morgen im Schlafanzug ins Wohnzimmer kommt.
Und wenn sie auf der Familienfeier zu mir sagt 'fahren wir nach Hause ?' Weil es dann so ist wie früher, dass wir zusammengehören.

Ich werde ihr nie den Schlüssel abnehmen.
Ich hatte bis vor wenigen Jahren auch noch den Schlüssel zum Haus meiner Eltern. Bis es verkauft wurde.
Und ich gehe auch heute noch bei meiner Stiefmutter an den Kühlschrank.

Du hast dich auf einen Mann mit Kind eingelassen.
Und dich damit mit der Position in der zweiten Reihe einverstanden erklärt.
Alle psychisch gesunden Eltern ziehen ihre Kinder ihrem Partner vor.

w 51
 
  • #55
Aus meinem tiefen und reifen Erfahrungsschatz kann ich dir sagen,
Lieber @IM, zitierst du dich neuerdings - unter Zweitnamen - hier selbst?

Obwohl ich diese Ansicht, von wem auch immer, sehr vernünftig finde: leider wird zu oft der- bzw. diejenige, um den/die es in erster Linie geht, in Entscheidungen nicht mit einbezogen. Vielleicht sieht die (Stief)Tochter selbst ja gar nicht das ganz große Problem in einer Art Neuordnung: dass sie nämlich zwar häufig ihre Zeit im Kreis der FS und ihrem Papa verbringt, ihren »Hauptwohnsitz« aber bei ihrer Mama sieht?
 
  • #56
Da die Räumlichkeiten etwas ungünstig sind, hat mein Partner von sich aus vorgeschlagen, dass mein Kind (Ja, ich habe auch Kinder, das Jüngste zieht mit ein) dann das Zimmer bekommt.
Noch besser, sie soll das Zimmer an das neue Stiefkind abgeben..
Ich habe das Mädchen gar nicht sehr oft gesehen, wir kennen uns eigentlich nicht.
& sie kennt dich & dein Kind das in Zukunft in ihrem Zimmer wohnen wird noch nicht mal wirklich.
Ich würde sie vielleicht mal lieber etwas besser kennen lernen, bevor ihr einzieht, sie ihr Zimmer abgeben muss & dann anscheinend noch nicht mal mehr regelmäßig vorbei kommen darf, weil sie nicht mehr da wohnt..
Du machst dich so als Stiefmutter definitiv nicht beliebt.
 
  • #57
Samsara, jetzt siehst du mich überrascht. Ich finde es immer blöd, wenn diverse Infos zurückgehalten werden, die für eine Bewertung von Außen doch äußerst wichtig sind.
Insbesondere die Tatsache, dass du selbst ein Kind mit in die Wohnung bringen wirst. Dann natürlich vorzuschlagen, sein Kind könne zu geplanten Anlässen kommen und daheim schlafen (weil nicht für alle genug Platz ist) finde ich nun doch etwas fragwürdig. Damit ist doch vor Allem der Ärger zwischen euren Kids geradezu vorprogrammiert. Und ja, in Anbetracht dessen wird sein Kind sich vor den Kopf gestoßen und auch ausgeschlossen fühlen.

Auch fragwürdig finde ich, dass dein Partner eine größere Wohnung in der sowohl dein Kind, als auch seines ein eigenes Reich hätte, so vehement ablehnt und stattdessen Umbau-Maßnahmen in Erwägung zieht. Da passt doch etwas nicht.

Bist du sicher, dass er zu hundert Prozent hinter eurem Einzug steht?
 
  • #58
Du willst tatsächlich der Stieftochter ihr Zimmer wegnehmen, damit deine eigene Tochter deren Zimmer bekommt?
Wow, das wird ja immer schlimmer...

Das klingt wirklich wie das Märchen mit der bösen Stiefmutter, die ihre Tochter bevorzugt, obwohl sie diejenige ist die neu einzieht.

Finde ich ganz, ganz schlimm und egoistisch von dir....
 
  • #59
Ich verlasse meine alte Umgebung, ziehe in eine andere Stadt, gebe meine Wohnung auf, mein Kind wechselt die Schule, wir haben dann insgesamt weniger Platz - das sind auch schonmal einige Zugeständnisse und ja, ich mache es, weil mein Partner und ich nach einigen Jahren Fernbeziehung endlich zusammenleben möchten.
Der Preis, den Du zahlst, ist ziemlich hoch. Und wie Du den Preis hier aufzählst, so wirst Du dies im Unterbewusstsein auch gegenüber Deinem Partner machen. Du wirst Deine Preiszahlung gegenüber seiner "Ware"( in diesem Fall das Haus plus entsprechenden Wohnbedingungen ) gegeneinander aufrechnen. Du machst es jetzt schon, indem Du gerne hättest, dass die Stieftochter auf ein eigenes Zimmer, eigenen Schlüssel und eigenen Besuch verzichtet und am besten nur noch angemeldet zu gemeinsamen Unternehmungen erscheint. Konfliktanbahnung pur. Vor dem Zusammenziehen bei so einer Konstellation gruselt es mir richtig. Ich würde es niemals machen. Aber ich war schon immer gegen ein "Einziehen" beim Andern. Und wenn ich das hier lese, weiss ich auch warum.
W,53
 
  • #60
Was mir noch einfällt:
Wissen eure Kinder eigentlich von euren Plänen? Wäre es nicht sinnvoll,wenn ihr beide mit einbeziehen würdet in die Gestaltung des künftigen Zusammenlebens? So könnt ihr einander besser kennen lernen und auch gemeinsame Regeln festlegen.
 
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