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  • #1

Wie sollte ich mit seiner Stieftochter umgehen?

Hallo zusammen,

Ich bin seit einigen Jahren mit meinem Partner zusammen. In einem halben Jahr werde ich zu ihm ziehen. Deshalb setze ich mich gerade mit einer Sache auseinander, die mich etwas ratlos macht.
Seine Stieftochter (aus der vorherigen Beziehung, die seit ca. 6 Jahren beendet ist) ist mittlerweile 16, wird in einem halben Jahr 17. Seit wir zusammen sind, kommt sie regelmäßig zum Besuchswochenende. Sie hat alle Freiheiten bei ihm (kann kommen und gehen wie sie will, muss nicht im Haushalt helfen, usw.) besitzt einen Schlüssel und kommt auch unter der Woche, wenn sie z.B. Freistunden hat, bringt dann auch mal Freunde mit, verhält sich mit allem eben so, als lebte sie dort.
Ich habe nun versucht, mit meinem Partner zu klären, wie wir in Zukunft mit der Situation umgehen. Wir werden nicht genug Platz haben, dass sie ihr Zimmer behalten kann. Ich habe den Vorschlag gemacht, dass sie vielleicht dann nicht mehr unbedingt im Besuchswochenendrythmus kommt, sondern dann, wenn wirklich etwas Gemeinsames geplant ist und dass sie doch zuhause schlafen könnte ( ist nur einige Straßen weit entfernt). Das scheint er nicht zu wollen, er würde wohl lieber alles beibehalten, hat Sorge, dem "Kind" vor den Kopf zu stoßen. Das ist auch der Punkt - er scheint nicht zu realisieren, dass sie schon groß ist und meiner Ansicht nach sicher vernünftig genug wäre, die Situation zu verstehen.
Denn die ändert sich nunmal. Und für mich geht es nicht, wenn jemand ein und ausgeht, der dort nicht wohnt und dann auch noch ohne Absprache...
Wie sollten wir damit umgehen? Wenn sie noch klein wäre, würde ich so eine Frage nicht stellen, aber sie wird 17!
 
  • #2
Meine Liebe,
wenn sich mit deinem Einzug nichts ändern soll, würde ich nicht dort einziehen. Wenn du dir selbst zuhörst, merkst du, wie genervt du jetzt schon bist. Ich gebe eurer Beziehung keine Chance, wenn dein Partner nicht auch(!) deine Bedürfnisse einbezieht. Wie ist es denn sonst so bei euch, in anderen Fragen? Schau dir das lieber alles noch einmal genau an, bevor du deine Wohnung aufgibst.

Viele Grüße!
 
  • #3
Das scheint er nicht zu wollen, er würde wohl lieber alles beibehalten, hat Sorge, dem "Kind" vor den Kopf zu stoßen. Das ist auch der Punkt - er scheint nicht zu realisieren, dass sie schon groß ist und meiner Ansicht nach sicher vernünftig genug wäre, die Situation zu verstehen.
Denn die ändert sich nunmal. Und für mich geht es nicht, wenn jemand ein und ausgeht, der dort nicht wohnt und dann auch noch ohne Absprache...
Wie sollten wir damit umgehen? Wenn sie noch klein wäre, würde ich so eine Frag
Wäre ich an deiner Stelle, würde ich nicht zu ihm ziehen, denn nach kurzer Zeit kracht es gewaltig, für mich geht das nicht, wie er sich verhält, er steht nicht hinter dir, da hast du schlechte Karten, ich würde mir Gedanken machen, die Beziehung zu beenden, du hast mehr Leid, mehr Schmerz, mehr Trauer, als Glück Freude und Liebe, höre einzig alleine auf dein Bauchgefühl und entscheide.
 
  • #4
So ein Partner wie du würde bei mir nicht einziehen. Er hat ein tolles ungezwungenes Verhältnis zu seiner Tochter und bei dir kommt die Eifersucht hoch. Natürlich muss sie auch ihr Zimmer behalten, dies ist total wichtig. Wie kann man nur so egoistisch sein. W57
 
  • #5
Liebe FS,

Vorab drei Fragen, die dir hoffentlich den Irrsinn deines Anliegen vor Augen führen:

1. Würdest du diese Frage auch stellen, wenn es seine leibliche Tochter wäre?

2. Würdest du die Frage stellen, wenn sie nicht bei der Mutter, sondern dauerhaft bei deinem Lebensgefährten wohnen würde (sie lebt nämlich - wenn auch nur teilweise - ganz real bei ihm)?

3. Wie würdest du handeln, wenn es deine Tochter wäre und dein Lebensgefährte verlangt von dir, dass sie auszieht?

Sorry, aber ich finde was du machst geht gar nicht. Er scheint sie als seine Tochter zu sehen, ob blutsverwandt oder nicht. Jetzt kommst du und verlangst von ihm, dass sie nicht mehr bei ihm wohnen soll, was das Verhältnis zwischen den beiden definitiv verschlechtern wird. Wenn der Platz nicht reicht, müsst ihr euch eben eine größere Wohnung suchen. Aber du kannst doch nicht einfach verlangen, dass er seine Kinder für dich aus seinem Leben streicht.

Die beiden haben ein gutes Vater-Tochter-Verhältnis, wahrscheinlich weil er während der Beziehung mit ihrer Mutter zu ihrem Ersatzpapa geworden ist. Für das gute Verhältnis spielt es auch keine Rolle, ob sie seine leibliche Tochter ist oder nicht. Für dich ist sie seine Tochter und das hast du zu akzeptieren.
Ich würde NIE einen Partner meinen Kindern derart vorziehen, dass ich auf seinen Wunsch meine Kinder vor die Tür setze. Genau das verlangst du nämlich von ihm. Sie hat ein Zimmer und wohnt in der Wohnung. Da spielt es ebenfalls keine Rolle, ob sie nur an alle paar Tage da ist oder durchgehend. Nun kommst du dazu und drängt dich dazwischen, indem du verlangst, dass sie auszieht. Ich kann schon verstehen, wenn du von nun an die verhasste Stiefmutter/Lebensgefährtin ihres Vaters wirst.

Nimm einmal ihre Perspektive ein und frage dich, ob du dann immer noch ein Recht hast, ihren Auszug zu verlangen.

W33
 
  • #6
Ich würde nicht zu ihm ziehen. Nicht, indem du seine Tochter aus ihrem Zimmer "vertreibst". Auch nicht mit 17. Das gibt böses Blut und ist sinnfrei. Sucht Euch zusammen etwas neues größeres oder lasst alles beim alten und zieht nicht zusammen. Liebe heisst ja nicht unbedingt, dass man zusammen wohnen muss. So würde ich es halten. Vielleicht sieht es in ein paar Jahren ja auch ganz anders aus und sie ist dann endgültig "ausgezogen". Würde es aber keinesfalls fordern oder gar wünschen.

LG
 
  • #7
Ich finde es übel, wie die FS hier teilweise an den Pranger gestellt wird.
Solche Fragen wie in Beitrag #3 finde ich nicht zielführend:

Liebe FS,

Vorab drei Fragen, die dir hoffentlich den Irrsinn deines Anliegen vor Augen führen:

1. Würdest du diese Frage auch stellen, wenn es seine leibliche Tochter wäre?

2. Würdest du die Frage stellen, wenn sie nicht bei der Mutter, sondern dauerhaft bei deinem Lebensgefährten wohnen würde (sie lebt nämlich - wenn auch nur teilweise - ganz real bei ihm)?

3. Wie würdest du handeln, wenn es deine Tochter wäre und dein Lebensgefährte verlangt von dir, dass sie auszieht?
Ich kann auch begründen warum:
Zu 1: was genau hätte das damit zu tun? Sie hat bei der Mutter den festen Wohnsitz. Egal ob sie nun das leibliche Kind ist, oder nicht. Ich persönlich finde es jedenfalls ungewöhnlich, wenn das Mädel auf diese Weise über die Wohnung des Vaters verfügt.

Die zweite Frage erübrigt sich doch wohl. Sie lebt NICHT beim Stiefvater. Wenn sie dort dauerhaft
leben würde, wäre das wohl eine vollkommen andere Ausgangssituation für die FS.

Und zu 3: von einem Auszug kann nicht die Rede sein. Das Mädchen hat ja schon wie ich bereits schrieb, einen festen Wohnsitz und landet ja nicht auf der Straße.

Aber wenn wir schon beim theoretisieren sind:
Würde das Kind mit Mutter in einer anderen Stadt leben, müsste sie auch Absprachen über Besuche außerhalb der Besuchswochenenden mit dem Vater treffen.

Ich finde, liebe FS, dass es ein legitimer Wunsch ist, etwas mehr Privatsphäre haben zu wollen. Zumal das Kind nur ein paar Straßen weiter wohnt. Ich würde es auch nicht wollen, dass die Tochter einfach mal so mit ein paar Freunden auf der Matte steht, ohne das zuvor anzukündigen. Mir wäre es, trotzdessen ich mit beiden Elternteilen unter einem Dach wohnte, nie eingefallen ohne Ankündigung meine Leute anzuschleppen. Da frage ich mich was da schief gelaufen ist, ob das Kind (mit stolzen 17 Jahren) keinen Anstand gelernt hat.

Dein Partner scheint das alles völlig normal zu finden. Wenn er da nicht kompromissbereit ist, solltest du dir den geplanten Einzug sehr gut überlegen. Ich würde es nicht tun.

Zu verlangen, dass das Zimmer der Tochter eingestampft wird, geht in meinen Augen aber definitiv zu weit. Spricht ja nichts dagegen, dass sie dort auch ein Zimmer hat, aber ob der eigene Schlüssel nötig ist um dort ein- und auszugehen wie es Madame beliebt, wage ich stark zu bezweifeln.
 
  • #8
Ich finde deine Frage interessant. Ich spüre eine gewisse Ablehnung deinerseits seiner Tochter gegenüber. Ich spüre Neid und EIfersucht. Ich meine, sie ist doch sein Kind (adoptiert oder leiblich ist doch vollkommen irrelevant). Du verlangst nun die Ablösung, denn jetzt bist du ja da. Das geht gar nicht. Ich halte eine Beziehung enorm belastend, wenn man seine Vergangenheit wegwerfen müsste.
Das Mädchen ist bald 17 und wird sowieso bald ihr eigenen Weg gehen, wird einen Freund haben oder zum Studieren, Auslandsjahr und ähnliches bald wegziehen und nicht mehr sehr oft da sein. An deiner Stelle würde ich diese Zeit abwarten und der Tochter die Chance geben sich langsam von alleine abzulösen.
 
  • #9
Es ist schon eine merkwürdige Welt hier im www... Ich hatte einfach auf Vorschläge gehofft, wie ich/wir am besten mit der neuen Situation umgehen können. So aus eurer Erfahrung heraus...
Stattdessen - ich hätte es mir denken können - fast nur Schwarz oder Weiß, aus der Luft gegriffene Interpretationen, Ablehnung und Verurteilung.
Da kann ich leider nichts mit anfangen.
 
  • #10
Die Stieftochter wohnt nur einige Straßen entfernt, ich verstehe das jetzt als "fünf Minuten Fußweg". Nicht ne halbe Stunde Bahnfahren.
So schlimm fänd ich es nicht, wenn sie kein eigenes Zimmer mehr hätte. Sie ist ja nun auch schon recht alt, dass sie vielleicht bald selbst ne Wohnung haben könnte. Aber: Das kannst Du nicht bestimmen als Frau, die zu ihm zieht. Es ist seine Wohnung und er macht die Bedingungen. Wenn sie Dir nicht passen, kannst Du nur nicht hinziehen. Was gar nicht geht ist, bestimmen zu wollen, wie oft sie sich sehen. Den Wunsch, dass sie nur kommen soll, wenn was unternommen wird, finde ich total absurd. Sie haben ein emotionales Verhältnis, auch wenn es nicht sein leibliches Kind ist und es von außen vielleicht nicht so aussieht.
Ich seh das so wie @Lavieestbelle
Das Mädchen wird sich selbst lösen und das wäre dann das richtige "wann und wie".

Das scheint er nicht zu wollen, er würde wohl lieber alles beibehalten, hat Sorge, dem "Kind" vor den Kopf zu stoßen.
Die Sorge würde ich teilen. Und er WIRD sie mE vor den Kopf stoßen.

er scheint nicht zu realisieren, dass sie schon groß ist und meiner Ansicht nach sicher vernünftig genug wäre, die Situation zu verstehen.
Ob sie das nun ist oder nicht, muss er nach seiner Überzeugung sehen. Und er sieht es nicht. Also Ende der Diskussion. Ich seh es auch nicht, es ist ein Teenager, der vor 6 Jahren eine Bezugsperson zum Teil verloren hat. Ich finde auch klar sichtbar, dass Du nur Deine Interessen durchsetzen willst. Du lässt ja die Möglichkeit nicht offen, dann eben erst später zusammenzuziehen.

Ich versteh Dich schon, mir wäre das auch nicht recht, wenn in meine Wohnung jemand seine Freunde mitbringt, und ich kenne weder den jemand so richtig, noch die Freunde. Und ja, es ist die Stieftochter, aber es kann ein starker emotionaler Verbund ja trotzdem da sein. Oder das schlechte Gewissen Deines Partners, der lange ihre Bezugsperson war und gegangen ist.

Mit dem Zusammenziehen klar noch warten. Du kannst nur sagen, was Dir nicht passt und was Du deswegen tun oder nicht tun wirst. Du kannst ihn nicht bearbeiten, irgendwas gegen seine Überzeugung zu tun und ich würde ihn auch nicht emotional zu erpressen versuchen. Lass es sich ohne Druck entwickeln, wenn Dir die Beziehung was bedeutet. Eine Partnerin hat nie so viel Bedeutung wie das Kind (leiblich oder "nur" emotional verbunden), und ich finde das auch richtig. Du und die Stieftochter seid keine emotionalen Konkurrentinnen um den Mann.

Überlege Dir, ob Dir die Beziehung noch gefällt, wenn Du jetzt nicht zusammenziehst. Wenn ja, dann stell Dich drauf ein, weiterhin allein zu wohnen, wenn nicht, also wenn es jetzt genau daran hängt, ob Du die Bez. gut findest oder nicht, musst Du es beenden.
 
  • #11
Danke für die letzten Beiträge, die konstruktiver sind!!
Und nur kurz zur Richtigstellung:
Ich bin nicht eifersüchtig und ich möchte auch niemanden loswerden. Ich hatte hier übrigens auch geschrieben, dass es eine Lösung sein könnte, wenn die Besuche jenseits der bisherigen Wochenendregelung nicht zwingend mit einer Übernachtung stattfinden könnten, weil das Mädchen ja in der Nähe wohnt. Und natürlich müsste man das alles im Vorfeld besprechen - ich bin jedenfalls nicht gleich eine Verbrecherin, nur weil ich hier um Rat frage.
 
  • #12
@Samsara63
Ich denke, das ist zuviel verlangt und vor allem zu früh. Wenn das Mädchen flügge wird, freiwillig auszieht in eine eigene Wohnung, ihre Ausbildung macht Oder ein Studium beginnt, dann kann der richtige Zeitpunkt sein! Was du nicht verstanden hast: Er mag sie und will sie um sich haben. Er fühlt sich als Papa verantwortlich. Und das ist gut so. Ein Kind kann man eben nicht "den Kamin 'raufhängen", wie wir in Bayern sagen. Wenn die Wohnung zu klein ist, solltest du nicht einziehen. Ich habe auch einmal einen interessanten Unternehmer kennengelernt mit 2 Töchtern, die jedes 2. Wochenende zu Besuch kamen und jeweils ihr eigenes Zimmer hatten. In einer 3-Zimmer-Wohnung! Er schlief provisorisch irgendwo auf der Galerie! Für mich sind das keine Zustände. Wie soll man sich da als frisches Liebespaar wohlfühlen - nur werktags?! Da ist nur eine LAT machbar.
 
  • #13
Ich verstehe verschiedene Reaktionen von verschiedenen Frauen hier nicht, erstens ist es nicht seine Tochter, sondern Stieftochter, zweitens wohnt diese Stieftochter nicht bei ihm, sie möchte mit ihrem Zickenverhalten nur verhindern, dass er in eine neue Beziehung kommt, das schafft sie auch leicht, weil keine gesunde vernünftige Frau ein solches Spiel mitspielt. Für mich ist er ein Waschla****, ein Warmdusch**, hat keinen A**** in der Hose, ich frage mich, was für eine Frau, möchte einen solchen Typ Mann haben? Mein Kopfschü****
Na ja, ich würde zwar nicht so weit gehen IHN einen Waschlappen zu nennen, aber ansonsten volle Zustimmung.
Auf mich macht es auch den Eindruck, als wolle sie ihrem Vater in die neue Partnerschaft rein funken und das Schlimme daran ist, dass er das mit seinem passiven Verhalten auch noch unterstützt.

Liebe FS,
hat die Mutter eigentlich eine neue Beziehung? Wie ist es denn dort? Darf das Mädel da auch tun und lassen was sie will? Weißt du darüber etwas?
Ich kann mir aber auch vorstellen, dass sie die Freiheiten, die sie daheim nicht hat beim Vater auslebt...
 
  • #14
Mir scheint eher, Du verkennst einen nicht unwesentlichen Punkt. Denn Deinen Beschreibungen zufolge "verhält [Sie] sich mit allem eben [nicht nur] so, als lebte sie dort", sondern es ist tatsächlich seit Ihrem zehnten Lebensjahr Ihr zu Hause. Sie ist weder ein
jemand, [der] ein und ausgeht, der dort nicht wohnt
sondern ein Familienmitglied, mit
und allen selbstverständlichen
Ich frage mich immer, weshalb manche Menschen historische Bausubstanz beziehen, wenn der eigentliche Wunsch einem Erstbezug gleicht.
 
  • #15
Denn die ändert sich nunmal. Und für mich geht es nicht, wenn jemand ein und ausgeht, der dort nicht wohnt und dann auch noch ohne Absprache...
Guten Abend,

Kinder haben immer einen Platz im Herzen der Eltern und auch in der jeweiligen Wohnung.

Überleg doch mal, was für ein schauerliches Gefühl es ist, wenn man als Kind in eine Besucherrolle gedrängt wird. Das Alter spielt dabei keine Rolle. Das Kind soll weichen und sein Zimmer hergeben, geht nicht. Eine größere Wohnung wäre hier die Lösung.

Was ich aber dringend raten würde, das Kind mit in die Pflichten einzubeziehen. Ihr solltet euch zu dritt an einen Tisch setzen und die Aufgabenverteilung besprechen.

Deine pampige Reaktion hier zeigt. dass es eine einvernehmliche Lösung und Verständnis deinerseits, wohl nicht geben wird. Ich rate dir, nicht zu diesem Mann zu ziehen, Drama auf höchstem Niveau wäre vorprogrammiert.
 
  • #16
Würde das Kind mit Mutter in einer anderen Stadt leben, müsste sie auch Absprachen über Besuche außerhalb der Besuchswochenenden mit dem Vater treffen.
Das Verhalten der Stieftochter hat doch ganz andere Motive und Ursachen, von ihr aus gesehen, sie möchte nicht, dass ihr Stiefvater in Beziehung kommt, das ist genau das Übel und das wird noch unterstützt von einigen Frauen hier. Ich habe in meiner Vergangenheit zweimal ähnliches erlebt, dass die 16/17 jährige Tochter, es wirklich fertig brach, die Beziehung der Mutter zu mir zu lösen. Ich rate hier, Finger davon zu lassen. Ich mag keine Mütter, die sich wie Gluckern verhalten. Umgekehrt würde sich keine Tochter das von ihrer Mutter gefallen lassen, die ihre Beziehung kaputt machen möchte.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #17
Hallo,

Sie ist definitiv seine hundertprozentige Tochter.
Sie ist erst 17 und nicht schon 17. Sie ist noch ein Teenager.
In keinem Fall muss das Kind zurückstecken, weil ein neuer Partner ins Haus kommt. Das würde sie auch nicht verstehen und ist auch nicht schon alt genug, um zu verstehen, dass sie dort nicht mehr jederzeit willkommen ist.
Du kommst neu hinzu und die Tochter ist alles andere als ein Gast. Sondern diese Tochter lebt auch zu hundert Prozent dort mit ihrem Vater und zwar in ihrem Zimmer.
Wenn du dies nicht akzeptieren kannst, seine Tochter nicht akzeptieren kannst, solltest du dort nicht einziehen. Du würdest das Verhältnis von Vater und Tochter beschädigen. Das kann auf keinen Fall sein. Auch wie sie dort lebt, ob sie im Haushalt helfen muss, oder nicht, sollte nicht deine Angelegenheit sein.
Wenn das bisher so war, wird sie es auf keinen Fall akzeptieren, dass du aus deiner Position heraus neue Regeln aufstellst.
dass sie vielleicht dann nicht mehr unbedingt im Besuchswochenendrythmus kommt, sondern dann, wenn wirklich etwas Gemeinsames geplant ist und dass sie doch zuhause schlafen könnte
Ne sorry, das ist völlig inakzeptabel. Du greifst da in ein Familiensystem ein. Das solltest du lassen.
 
  • #18
Ob sie das nun ist oder nicht, muss er nach seiner Überzeugung sehen. Und er sieht es nicht. Also Ende der Diskussion. Ich seh es auch nicht, es ist ein Teenager, der vor 6 Jahren eine Bezugsperson zum Teil verloren hat. Ich finde auch klar sichtbar, dass Du nur Deine Interessen durchsetzen willst. Du lässt ja die Möglichkeit nicht offen, dann eben erst später zusammenzuziehen.
WO habe ich das gesagt?
Ich suche hier nach Vorschlägen zum Umgang mit der Situation.
Ich fände es hilfreich, wenn jeder, bevor er antwortet, wirklich liest, was jemand schreibt. Leider wird in der Anonymität oft nur mal eben schnell ein subjektives Urteil gefällt, ohne auch nur den Anspruch auf einen vernünftigen Austausch zu erheben.

Also, bitte erläutere mir nachvollziehbar, woraus du ableitest, dass ich "nur meine Interessen" durchsetzen will.
 
  • #19
Es ist schon eine merkwürdige Welt hier im www... Ich hatte einfach auf Vorschläge gehofft, wie ich/wir am besten mit der neuen Situation umgehen können. So aus eurer Erfahrung heraus...
Stattdessen - ich hätte es mir denken können - fast nur Schwarz oder Weiß, aus der Luft gegriffene Interpretationen, Ablehnung und Verurteilung.
Da kann ich leider nichts mit anfangen.
Das ist nicht merkwürdig, sondern Normalität im Netz....

Davon abgesehen: es ist schwierig dir da einen adäquaten Tipp zu geben. Das Gespräch hast du mit deinem Partner bereits gesucht. Er hat ablehnend auf deine Vorschläge reagiert. D.h. es gibt KEIN "Wir" in dieser Angelegenheit. Er bleibt bei seinem Standpunkt, du bei deinem und ich fürchte das dürfte noch sehr oft zum Streitfall werden, wenn du in sechs Monaten einziehst. Es ist SEINE Wohnung und ER bestimmt wer dort ein- und ausgeht. Entweder du respektierst das oder ihr legt (dem Vorschlag von void folgend) das Thema Zusammenziehen vorerst auf Eis. Eine wirkliche Grauzone wird es da wohl nicht geben.
 
  • #20
Das ist auch der Punkt - er scheint nicht zu realisieren, dass sie schon groß ist und meiner Ansicht nach sicher vernünftig genug wäre, die Situation zu verstehen.
Ich verstehe manchmal nicht, was die Menschen so glauben, wann ein Mensch "fertig und groß" ist. Mit 17 für mich definitiv nicht und das weiß Dein Partner, er realisiert das womöglich eher als Du.
Eine 17jährige fühlt sich sicher nicht gut, wenn sie ausgeladen wird aus dem gemeinsamen Leben und nur zu geplanten Gemeinsamkeiten erscheinen soll.
Und für mich geht es nicht, wenn jemand ein und ausgeht, der dort nicht wohnt und dann auch noch ohne Absprache...
Sie wohnt aber -zumindestens teilweise- dort. Es war normal, dass mein Kind in dem Alter Freunde mitgebracht auch ohne Absprache, sie wohnte schließlich auch dort. Ich habe ja schließlich mein Kind auch nicht gefragt, wenn ich Besuch mitgebracht habe. Einerseits soll sie alt genug sein, die Situation zu verstehen, andererseits soll sie fragen, ob und wann sie oder ihre Freunde da sein dürfen. Beißt sich ein wenig für mich.
Ich hatte einfach auf Vorschläge gehofft, wie ich/wir am besten mit der neuen Situation umgehen können. So aus eurer Erfahrung heraus...
Genau die bekommst Du, sie passen nur nicht so gut in Deine Gedankenwelt.
Ich verstehe schon Deine Probleme, aber ich sehe auch, dass Du die Tochter am liebsten weitreichend aus Deinem Leben verbannen möchtest, wenn Du könntest.
Ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, dass gerade 17jährige das schlimmste Alter von Welt zu fassen haben. Kein Kind mehr, kein Erwachsener , irgendwie eine Zwischenwelt und daher hochsensibel.
Ich persönlich wäre niemals auf die Idee gekommen, gerade in dieser Zeit mit einem Partner zusammenzuziehen, ich hätte einfach noch 1-3 Jahre gewartet, dann löst sich das Problem von alleine. Ich halte es für überaus wichtig für die Entwicklung von Menschen in diesem Alter, dass sie einen Ort haben, an dem sie bedingungslos gewollt werden. Das macht starke Erwachsene.
Ich hätte fast gesagt....versau dem Vater das nicht....
Mein Rat wäre also, im Moment nicht ans gemeinsame Wohnen zu denken, den Vater machen zu lassen (ich finde es gut, was er macht) und dann in Ruhe in 1-3 Jahren nach einer gemeinsamen Wohnung zu suchen, die ein Gästezimmer hat.
W
 
  • #21
Für mich ist er ein Waschla****, ein Warmdusch**, hat keinen A**** in der Hose, ich frage mich, was für eine Frau, möchte einen solchen Typ Mann haben? Mein Kopfschü****
Nein!
Wahrscheinlich hat er dem Mädel bei der Trennung versprochen, dass sie einen Platz bei ihm hat wann immer sie will. Und er hält sein Wort.

Man muss immer auch das Gute sehen können. irgendwann hat sie ihre eigene Wohnung, dann hat sich das sowieso erledigt.
 
  • #22
Liebe FS,

Man kann leider über andere Menschen nicht verfügen, Du weißt dass er eine Vergangenheit und emotionale Beziehung zu seiner Tochter hat, die ein Recht auf Geborgenheit hat, auch mit 17, auch mit 70 noch wenn sie es braucht. Sie fühlt sich zuhause bei ihm und gerade die Pubertät ist eine turbulente Zeit, wenn ihr plötzlich ein sicher wichtiger Teil ihres gewohnten Umfeldes genommen wird, ist das verstörend für sie, wenn Du der Grund bist, wird das auch nicht gut für die Beziehung zwischen euch sein. Es klingt irgendwie so als wäret ihr euch nicht so nah, lag das an dir oder am Partner?
Will seine Tochter dass Du zu ihm ziehst? Hat dein Partner mit seiner Tochter darüber gesprochen?

Ich würde eine größere Wohnung in der Nähe beziehen, wo die Tochter ein Zimmer wie gewohnt hat und Du müßtest schon etwas toleranter werden, gerade in dem Alter ist es für Jugendliche nicht immer einfach und mit Einschränkungen wird mit Widerstand reagiert.

Innehalten, ob es wirklich dass ist was Du willst!

Halte uns auf dem Laufenden!
 
  • #23
Für mich klingt es nach einer sehr individuellen "Wechselmodell" Lösung. Seine Tochter und er fühlen das "Stief" in ihrer Beziehung offensichtlich nicht. Das finde ich von außen betrachtet wunderbar. Du solltest das akzeptieren. Genau wie die Tatsache, das eine 17 Jährige zwar langsam flügge wird aber es noch ein paar Jahre dauern kann, bis sie selbständig auf eigenen Beinen stehen wird. Dies hängt nämlich eher weniger von ihrem Alter im Pass ab, sondern von ihrem Verhältnis zu ihren Eltern und ihrer beruflichen Perspektive.
Würde ich zu so einer Konstellation dazu kommen, würde ich mir mir sehr genau überlegen ob ich dort einzöge. So wie du schreibst, würde ich warten bis, sich das Thema naturgemäß von alleine erledigt. Allen voran würde ich seiner Tochter auf keinen Fall ihr Zimmer streitig machen. Es ist ihr Raum im Leben und damit im Haushalt ihres Vaters. Die Konflikte sind ansonsten vorprogrammiert. Der Schubs aus dem Nest, sollte der Vater initiieren, wenn es sich für ihn richtig anfühlt. Ich würde das Gespräch mit beiden gemeinsam suchen. Das Teenager Freunde mit nach Hause bringen ist völlig normal. Die Regeln dafür legt man im Familienrat fest. Vielleicht gäbe es hier die Möglichkeit, das du deine Komfortzone etwas ausdehnst, in dem ihr gemeinsam klare Regeln für Besuchszeiten und Dauer ausarbeitet?! Hier würde ich ganz klar artikulieren, dass du dir einen anderen Umgang damit wünscht. Um Vernunft geht es übrigens bei diesem Thema nur für dich. Für die Tochter, dürfte diese Frage deutlich emotionaler behaftet sein, genau wie für deinen Partner. Die Pubertät ist eine ohne hin schon schwierige Phase. Erwarte darum lieber keine sachbetonte Betrachtung seitens seiner Tochter. Ich sehe es wie @void. Trittst du mit seiner Tochter in Konkurrenz, wird das vermutlich zu einer großen Belastung für eure Beziehung.
 
  • #24
Das Mädchen ist jetzt fast 17 Jahre alt da wird sie bald ihre eigenen Wege gehen. Ich würde von meiner Zukünftigen Partnerin nicht verlangen das ihr Leibliches/Stief Kind auszieht bzw nicht übers Besuchs Wochenende kommen darf. Für mich ist es so wenn ich meine Zukünftige Partnerin liebe dann auch mit ihrem Anhang da der schon vor mir da war.
Bitte stelle deinem Partner nicht so vor die Wahl, sonder akzeptiere das er einen großen Bezug zu seiner Stieftochter hat und lass ihr auch das Ihr Zimmer. Als Regel würde ich höchstens verlangen das seine Tochter sich vorher anmelden sollte bevor sie kommt Ansonsten würde ich diese 1-2 Jahre so verbleiben dann wird sich das eh erledigt haben da sie ihr Studium macht oder sonst was.
 
  • #25
Ich würde euer Zusammenziehen noch verschieben. Das ist meiner Meinung nach ein ungünstiger Zeitpunkt, der auch eine enorme Schieflage in eure Beziehung bringen kann.

Gibt es Gründe, warum ihr jetzt zusammenziehen müsst? (befristeter Mietvertrag, der ausläuft o.ä)

Aus Kindern werden Teenies und später Erwachsene und sie gehen ihren eigenen Weg, und das wird bei dem Mädchen auch bald der Fall sein - nur mit 17 ist es meiner Meinung nach zu früh, sie absichtlich aus dem Nest zu drängen. Sie ist noch nicht fertig.

Kinder haben nach einer Trennung einen Anspruch auf beide Elternteile, ggf. sind sie auch rechtlich an beiden Adressen gemeldet. Oft verlangt die Behörde, dass dem Kind ein eigener Schlafraum zur Verfügung gestellt werden muss.

Aber von der rechtlichen Situation abgesehen kann ich deinen Freund verstehen, dass er das Kind, das er angenommen hat nicht aus seinem Leben werfen möchte. Sie ist ein Teil seines Lebens.
 
  • #26
erstens ist es nicht seine Tochter, sondern Stieftochter, zweitens wohnt diese Stieftochter nicht bei ihm, sie möchte mit ihrem Zickenverhalten nur verhindern, dass er in eine neue Beziehung kommt
So ich habe Dir ja letztens völlig Recht gegeben aber hier stehe ich kurz vor der Duelierung.

Wenn ich es bisher richtig verfolgt habe, hast Du keine Kinder.
Damit bist Du raus Gefühl von Eltern zu bewerten.
Kennst Du nicht und hast Du auch nichts zu kamellen.
Und der 16Jährigen nach den wenigen Informationen zu unterstellen, dass sie das alles extra gegen die FS aus reiner Zickigkeit macht ist völlig haltlos.

Und immer dieses: Partner muss mehr Wert sein als Kind.
Kommt bei liebenden Eltern nicht vor.
Steht einer mit ner Knarre vor einem und sagt einer wird erschossen, Du oder Deine Kinder, wäre ich weg.
Dürfte ich mich nicht nehmen und es hiesse: Kind oder Partner...wäre der Partner weg.
Und eigener Samen oder nicht ist oft völlig egal.
Ich war 20 als ich meinen ...mittlerweile Adoptivvater bekam und wir lieben uns als Vater und Tochter heiss und fettig.

Was völlig legitim ist, so nicht leben zu wollen. Was man aber in der Zeit der Beziehung hätte klären können und vorallem für sich klarmachen: Dieser Mann lebt 50.50 als alleinerziehender und er lebt keinen Unterschied zum leiblichen Vater.
Darauf zu setzen: so Zimmer ist meins und das Mädel darf kommen wie ich es will...Ist in meinen Augen sowas von blind und unrealistisch, wenn man Jahre erlebt, wie die Beiden Leben.
Das ist gekauft wie gesehen und sich dann beschweren.

Konstruktiv wie hier beschrieben wäre: grössere Wohnung nehmen und Wünsche äussern wie: leise reinkommen und ich putzt/Wasch nicht, was da von ihr so rumfliegt.

Oder ganz klar: nicht zusammen ziehen.
Hat die FS jedes Recht drauf, sie muss nicht leben, wie sie es nicht mag.
Die beiden anderen aber genauso

So wie ich es im Moment lese:
Es muss immer einer Leben, wie er es nicht mag und das macht immer einen unglücklich.
 
  • #27
Stattdessen - ich hätte es mir denken können - fast nur Schwarz oder Weiß, aus der Luft gegriffene Interpretationen, Ablehnung und Verurteilung.
Solche Antworten machen mich wirklich leicht aggressiv und ich behaupte mal, dass geht bei mir nicht so schnell. Das ist der dritte oder vierte thread, den Du hier veröffentlichst und fast jedes Mal regst Du Dich über Dir nicht genehme Antworten auf. Dann lass es doch einfach, dann muss sich von uns auch keiner um eine Antwort bemühen. Manche sagen, Du sollst mit dem Zusammenziehen noch warten, andere finden die Einstellung Deines Freundes unmöglich und wiederum andere Deine eigene. Manche differenzieren zwischen Stieftochter und leiblicher Tochter ( würde ich auch) und andere nicht. Irgendwie drehen sich Deine threads ja schon seit einigen Jahren ums Zusammenziehen, ob immer mit demselben Mann, weiss ich jetzt nicht, da sich offensichtlich zwischenzeitlich seine Kinderanzahl halbiert hat-(wenn er es denn ist)- ehrlich Samsara lass es sein.
W,53
 
  • #28
Liebe FS,
ich verstehe dich sehr gut, wirklich.
Ein zu Hause ist immer auch ein Rückzugsort. Da ist man auch mal nicht representativ, hat mal Stunden wo man in Shorts, T-Shirt und Wuschelfrisur rum sitzt, sich ein heißes Bad einlässt, etwas am PC arbeitet, auf der Couch döst, privat telefoniert - WAS AUCH IMMER - und da möchte doch keiner das jederzeit ohne Absprache die Türe aufgehen kann und eine Hand voll Teenager durch die Bude streifen also bitte.
Aus meiner Sicht wäre der Ball bei deinem Partner sich klar zu dir und euren Plänen zu positionieren und die Rücksicht bei der jungen Erwachsenen Dame (ein Kind ist sie sicher nicht mehr!) einzufordern.
Sie braucht doch innerhalb einer Ortschaft nicht zwei eigene Zimmer nur das sie hin und her hüpfen kann wie es ihr beliebt und dafür blockiert sie dann den Raum und eurer Zusammenziehen. Hättest du denn einen eigenen Raum für dich in der neuen Wohnsituation? Nein ? Aber die junge Frau hätte weiterhin einen Raum für sich obwohl sie nicht mal fest da wohnt und du hast keinen Rückzugsort weil ihr Zimmer ja Sperrgebiet ist. Nein so geht das nicht.

Jetzt werden die Karten neu gemischt und das bedeutet Veränderung für alle auch für sie. Dein Partner muss da auch los lassen können. Alt wird man mit dem Partner nicht mit den Kindern. Sie ist soweit das verstehen zu können.
 
  • #29
Ich sehe es so:
Wenn du zu deinem Partner ziehen willst, kommst du zwar als letzte hinzu - dein Partner und seine Stieftochter kennen sich länger, ihre "Beziehung" ist älter, sie haben also die älteren Rechte. Aber: wenn dein Partner dich bei sich wohnen haben möchte, muss er auch bereit sein, Veränderungen seiner Lebenskonstruktion dafür in Kauf zu nehmen.
Immer, wenn jemand Neues in eine bestehende Konstellation hineinkommt, und das von den Beteiligten auch gewünscht ist, gibt es Veränderungen für alle. Wenn ein Kind geboren wird, verändern die Eltern ihr Leben mehr oder weniger komplett, und für bereits vorhandene Geschwisterkinder verändert sich das Leben auch meistens drastisch. Die bereits bestehende Gruppe räumt dem neuen Mitglied einen Platz ein, im Idealfall soviel Platz, wie es braucht, damit es sich wohl und willkommen fühlen kann.
Bei einem neu dazukommenden Partner muss das natürlich genau so sein.
Es geht, aus meiner Sicht, nicht, dass dein Partner und seine Stieftochter an ihrer bisherigen Konstruktion nichts ändern wollen und du dir irgendwie dazwischen den Platz suchen kannst, der vielleicht noch frei ist, auf keinen Fall aber deren Konstrukt stören darfst und im Zweifelsfall hinten anstehen sollst bzw. dann eben "Pech gehabt hast" und getrennt wohnen bleiben musst.
Aus meiner Sicht hast du als Partnerin sogar Vorrang vor der Stieftochter. Der Mann will mit DIR eine Partnerschaft leben und nicht mit seiner Stieftochter. Die Stieftochter wohnt nicht dort und hat einen sehr kurzen Weg. Man könnte es also eigentlich unkompliziert regeln, dass sie etwas mehr "Platz" im Leben deines Partners "freimacht", damit du den Platz bekommst, den du brauchst - nicht nur räumlich, sondern auch bzgl. Absprachen/ Treffen.
In erster Linie wäre dein Partner zuständig, das zu managen. Wenn er das nicht macht, sondern der Stieftochter lieber weiterhin ihren kompletten Willen lässt, boykottiert er eigentlich eure Beziehung, bzw. er lässt die Stieftochter eure Beziehung boykottieren. Kein Wunder, dass du dich wie in einer Konkurrenz zur Stieftochter fühlst.

w53
 
  • #30
Für mich zählt nicht, ob es die leibliche Tochter ist oder eine Stieftochter. Wichtig ist, dass dein Freund und sie ein enges Verhältnis zueinander haben, das möglichst erhalten bleiben sollte, denn sonst fällt das - früher oder später - auf dich zurück, liebe FS.

Da die leibliche Mutter »um die Ecke« wohnt, die Tochter, immerhin schon 17 Jahre alt, dort sicher ein eigenes Zimmer hat, sollte es kein Problem für sie sein, bei der Mutter ihren Hauptaufenthaltsort zu sehen.
Aber ich an deiner Stelle, liebe FS, würde ernsthaft (und nicht nur aus Pflichtgefühl) häufige gemeinsame Unternehmungen anstreben. Schon um der Tochter (ein bisschen auch dem Vater) das Gefühl zu geben, dass sich durch deinen Zuzug an ihrem innigen Verhältnis nichts ändern muss. Vermutlich werden Vater und Tochter mit zunehmendem Alter der Tochter ohnehin bald gerne auch Dinge ohne dich unternehmen. Hier darfst du halt nicht eifersüchtig sein und je mehr beide merken, dass du kein Problem damit hast, umso fröhlicher und zufriedener werden sie sich - auch dir gegenüber - verhalten.

Es wird ohnehin nicht mehr lange sein, dass die Tochter mit deinem Partner viel unternehmen wird. Sie wird bald einen eigenen Freund haben. Mag sein, dass ihr Papa das spürt und deshalb noch ein bisschen »klammert«, sie für sich haben möchte. Das sieht sogar in »ganz normalen Familien mit Kindern« manchmal ähnlich aus.

Da stehst du doch drüber?!
 
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