• #1

Wie sollte ich das Verhalten eines Kollegen verstehen?

Hallo, ich versuche das Verhalten eines Kollegen zu verstehen. Wir arbeiten seit 5 Jahren zusammen und verstehen uns gut. Vor etwas längerer Zeit erzählte er in einer banalen Gesprächsrunde mit verschiedenen Kollegen dass er zwei linke Hände beim kochen und im Haushalt hat. Neulich als wir uns beide alleine unterhielten erzählte er mir dann, dass er sehr häuslich ist und gerne auch kocht. Als er gemerkt hat dass ich erstaunt war, hat er gegrinst. Privat haben wir übrigens keinen Kontakt. Als ich ihn aber dienstlich angerufen meinte er , dass er auch gerade an mich gedacht hatte. Wie kann man denn sein Verhalten einordnen.
 
T

Toi et moi

Gast
  • #2
Ich ordne sein Verhalten so ein, dass er schaut, was der Zuhörer hören möchte. So jemanden würde ich niemals ernsthaft mögen können und ich würde denken, dass er ein sehr berechnende Person sei.
 
P

proudwoman

Gast
  • #3
Einordnen? Ich finde, da gibt es nichts einzuordnen. Er wollte einfach nur freundlich sein. Ich meine das mit dem
Das sagt man manchmal so, fast wie Gedankenübertragung.
Und wenn er unter Kollegen sagt, dass er zwei linke Hände hat, was das Kochen betrifft, will er vielleicht einfach nicht , naja, "aus der Reihe tanzen" unter den Männern und als Weichei gelten, finde ich.
Er weiß allerdings, dass Männer, die gut und gerne Kochen bei Frauen gut ankommen :)
Kann sein, dass ich mich irre...Aber was meinst Du denn? Wie findest Du ihn?
 
  • #4
Klingt in der Tat verwirrend und vielleicht ist das auch so gewollt. Viel wichtiger ist, dass du an deiner Schlagfertigkeit üben müsst! Wenn er sowas sagt wie kochen und Haushalt machen, hättest du gleich sagen sollen: "Ich dachte, du kannst nicht kochen." Das hätte gleich Aufklärung gebracht.

Er will dich wohl kennenlernen, wenn er sagt, er hat dich gedacht. Erster Versucht, mit dir zu flirten. Wenn er dich nicht interessiert, ist es ganz wichtig, das jetzt ruhen zu lassen und am besten nicht mehr zu antworten.
 
  • #5
Da brauchen wir nicht spekulieren, mein Kaffeesatz ist auch nicht Einsatzbereit gerade.

Da gibt es nur eins, finde es heraus, denn es kann alles heißen, von, ich habe auch gerade an dich gedacht, so wie ich an alle möglichen Kollegen hier und da denke bis, ich finde dich recht sweet und musste gerade an dich denken, so wie eigentlich öfter in letzter Zeit.

Hier Fragen bringt nichts, außer vielleicht dass dir jemand sagt, nur Mut, finde es heraus ;-)
 
  • #6
Das sind ganz normale Gespräche, wie sie unter Kollegen laufen, eigentlich sogar alles Banalitäten. Ich weiss wirklich nicht, was es da zu interpretieren oder deuten gibt. Die Tatsache, dass ein Kollege oder eine Kollegin etwas Privates über sich erzählt, heisst doch noch nicht, dass da irgendein Hintergedanke besteht. Ich finde es eher seltsam, wenn ein Kollege überhaupt nichts Privates von sich erzählt.
Ehrlich gesagt frage ich mich, weshalb eine solche Frage überhaupt gestellt wird. Ich frage mich eher, ob sich die FS vielleicht erhofft, dass da etwas dahinter stecken könnte und solche Überlegungen anstellt.
 
  • #7
Es gab vor einer Weile so einen Cartoon, ich weiß gerade nicht, wie die Schöpferin heißt. Zwei Männeken unterhielten sich über die neue Mitarbeiterin, die einen Doktortitel hat. Sie habe sich so doof angestellt, obwohl man ihr dreimal die Kaffeemaschine erklärt habe, könne sie es nicht, und man habe es mit ihr aufgegeben. Also sage ein Dr.-Titel gar nichts aus über die Intelligenz. Auf dem letzten Bild sieht man, dass der Chef ruft "Heinz, Kaffee ist alle" (oder so ähnlich. Jedenfalls wird klar, dass Heinz der Dödel ist, der die Kaffeemaschine nun in Gang setzen wird).

Ich will darauf hinaus, dass er das vor den Kollegen nicht nur sagen könnte, um "männlich" zu bleiben, sondern vielleicht auch, um nicht im Büro zu seinem Geburtstag einen Kuchen backen zu müssen oder zu Betriebsfeiern einen Salat mitbringen zu müssen. Keine Ahnung, ob sowas überhaupt Thema bei euch ist, kannst Du ja mal überlegen, ob solche Dinge ab und an erwartet werden und Menschen, die von vornherein behaupten, das nicht zu können, nicht mehr behelligt werden und bequemer bei wegkommen als die, von denen man weiß, dass sie kochen und backen können.
 
  • #8
Guten Abend liebe FS,

die Frage ist was mit Dir los ist, dass Du gleich dermaßen am Rad drehst, wenn ein Kollege sich Dir aufmerksam zuwendet, oder liegt es am wieder einmal freundlicherweise nicht angegebenen Alter, ähm Jugend.

Zumindest glaube ich nun mit Deiner Frage eine Kollegin zu verstehen, die sich mit aller Macht gegen meine freundliche Aufmerksamkeit bishin zur Androhung, dass sie verheiratet sei und Kind habe, gewährt hat. Seit ich ihr deutlich sagte, dass sie überhaupt nicht mein Typ sei, nimmt sie es endlich gelassener und ist zum Glück nicht nachtragend, ob meiner Offenheit. Im Übrigen habe ich ihr auch gestanden öfter an sie zu denken. Sie hat eine seltsame Art sich das Leben ungemütlich und selbst schwer zu machen, dass ich froh bin in solchen Momenten nicht sie zu sein. Um mein Glück nicht zu sehr zu strapazieren, habe ich aber meine Gedanken diesmal geschickter formuliert.

Wenn Du nichts Wichtigeres zu tun hast, beschäftige Dich noch ein wenig mit Deinem Kollegen. Über kurz oder lang wirst Du sicher mehr (von ihm) erfahren.
 
  • #9
Er will dich wohl kennenlernen, wenn er sagt, er hat dich gedacht. Erster Versucht, mit dir zu flirten.
Oha, dann flirten ja ganz schön viele mit mir.
Diesen Spruch höre ich nämlich gar nicht so selten, wenn jemand mir eine Antwort oder etwas derartiges versprochen, es dann vergessen und ich nachgehakt hatte.

Na und die beiden anderen, sich widersprechenden Aussagen bezüglich des Kochens ?
Nun, ich mache sowas auch schon mal.
Ich babbele ein bißchen mit jemanden, also small talk und wenn die Sprache auf etwas kommt, das mich nicht interessiert oder zu dem ich keine Meinung habe, sage ich einfach irgendetwas Unverfängliches, Nettes.
Wahrscheinlich hat der Mann weder zwei linke Hände im Haushalt, noch kocht er besonders gerne, sondern es ist ein einfach wurscht. Dass er bei der zweiten Aussage, also dem Widerspruch gegrinst hat...tja, kann sein, dass du ihn beim sinnlos-babbeln erwischt hast oder er hat einfach gegrinst, weil du so verblüfft geguckt hast und weiter hat er sich nichts gedacht, sich auch nicht an die erste Aussage erinnert.

Also, ich sehe hier gar nichts, was dir Sorgen bereiten oder Hoffnung machen sollte, je nachdem.

w 50
 
  • #10
Vor etwas längerer Zeit erzählte er in einer banalen Gesprächsrunde mit verschiedenen Kollegen dass er zwei linke Hände beim kochen und im Haushalt hat. Neulich als wir uns beide alleine unterhielten erzählte er mir dann, dass er sehr häuslich ist und gerne auch kocht.
Er achtet nicht drauf, was für banale Sätze er aus dem Mund fallen lässt. Vermutlich ein Schwätzer, bei dem du nichts Ernst nehmen solltest. Auch nicht die Aussage, er habe gerade an dich gedacht. Ich mag keine Dummschwätzer, die heute das Gegenteil von dem sagen, was sie gestern rausgelassen haben. Magst du es?
 
  • #11
Hallo, ich würde mir an deiner Stelle nicht unbedingt den Kopf über das Verhalten deines Kollegen zerbrechen. Es kann ja sein, dass er gerne kocht, jedoch auch zwei linke Hände hat. Das Eine würde das Andere ja nicht unbedingt ausschließen. Es könnte auch sein, dass er dich einfach gerne hat und deshalb gesagt hat, dass ergerade an dich gedacht hat. Natürlich kann man nicht ausschließen, dass er sich vielleicht mehr erhofft und wirklich mit dir flirten wollte, aber solange er nichts weiteres unternimmt, musst du deswegen nicht besorgt sein. Was anderes wäre es natürlich, wenn du interesse an ihm hättest. Dann müsstest du dich vielleicht ein bisschen herantasten...
 
  • #12
Auwei, das sage ich auch manchmal zu Kollegen, egal ob männlich oder weiblich. Frau/Herr XY, ich habe gerade an Sie gedacht. Ich wollte....dann kommen rein dienstliche Sachen. Ich hoffe ja nicht, dass von denen auch nur eine/r auf die Idee kommt, das könnte ein amouröser Auftakt sein.
Ich käme auch nie auf die Schnapsidee dahinter mehr zu vermuten, wenn das jemand zu mir sagt. Bei mir sind das nette Floskeln mehr nicht.
Hier zu lesen, was man da so ruminterpretieren kann, finde ich schon etwas abgefahren.

Ich habe einige sehr nette Kollegen, die ich seit vielen Jahre sympathisch finde und außerordentlich schätze, aber auf die Idee mir da einen Partner zu suchen, bin ich noch nicht gekommen. Mir ist da auch völlig schnuppe, ob ein Kollege kochen oder backen kann. Ich bin auf der Arbeit in einem völlig anderen Modus. Wahrscheinlich würde ich echtes Interesse gar nicht bemerken.
Nur wenn unsere SHK's leckeren Kuchen mitbringen, das bemerke ich. Da bin ich dann schon dafür, nur SHK's mit Backkünsten auszuwählen. ;-)
 
  • #13
Na ja, zwei linke Hände beim Kochen und Putzen zu besitzen bedeutet nicht zwangsläufig, dass er es nicht doch gerne tut. Vielleicht geht das Menü oft genug in die Hose und der Hausputz ist am Ende auch nicht so akkurat ausgeführt wie er eigentlich sein sollte.

Irgendwie beeindruckt dich der Arbeitskollege, oder? Du würdest hier sonst nicht nachfragen...

Ich denke auch: Seine Worte nicht überbewerten. Nicht hinterfragen, einfach so hinnehmen. Ihr arbeitet schon so lange zusammen, Zeit und Gelegenheit genug euch näher zu kommen. Bis jetzt ist das nicht geschehen, also abhaken. Konzentriere dich auf einen Mann fernab der Firma.
 
  • #14
Wie bitte? Was gibt es da zu analysieren? Sehe da gar nichts, außer, dass er dir gefällt und du jedes Zucken von ihm hinterfragst. Würde mich gar nicht interessieren, ob er kochen, staubsaugen oder sich 5 Minuten im Kreis drehen kann
 
R

rhineheart

Gast
  • #15
Was du da schilderst, sind derart belanglose Erlebnisse, dass ich ihnen keinerlei Relevanz zuordnen würde. Dieser scheinbare Widerspruch in der "Kochaffinität" klärt sich leicht, jeder Mensch ist ein wenig ambivalent. Und dieses An-dich-denken war vielleicht nur der Versuch, nett zu sein.

Umgekehrt kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Mann, der auf dich scharf ist, jahrelang mit dir zusammenarbeiten kann, ohne einen versuch zu unternehmen. Ich könnte mich nicht mehr konzentrieren, ich weiß nicht, gibt es solche Männer, die das aushalten? Ich nicht, ich wäre dann zumindest gereizt und unlustig und würde vielleicht dadurch die Situation, ohne es zu beabsichigen, zur Eskalation bringen. Jedenfalls glaube ich nicht, dass der Absichten auf dich hat.

Dein ganzer Beitrag erscheint mir seltsam. Ich denke, du willst was von ihm, und kramst deswegen Kleinigkeiten zusammen, tust hier aber völlig ahnungslos. Es klappt halt nicht immer mit dieser Rollenverteilung, nach der der ritterliche Mann der Dame das unangenehme Ansprechen abnimmt. Mir jedenfalls fällt das nicht ein, ich lasse mich ansprechen, auch bei EP.
 
  • #16
Gestern war ich in meiner Stammbäckerei. Und anstatt des Bäckers, stand dort die Bäckerin. Mein Brot war wie gewohnt sehr lecker.
Du siehst es gibt Dinge die sollten uns nicht jucken. Dich juckt es aber, also ist dein Empfinden deutlich höher für ihn, oder?
 
  • #17
Als ich ihn aber dienstlich angerufen meinte er , dass er auch gerade an mich gedacht hatte. Wie kann man denn sein Verhalten einordnen.

Hoffentlich löst dieser Kommentar nicht immer solche Gedanken aus - das habe ich schon so oft gesagt, auch im beruflichen Kontext - alters- und geschlechtsunabhängig.

Ihr seid seit 5 Jahren Kollegen, da war nie etwas Privates, da ist einfach ein kollegialer Ton.

Was ich denke, ist, dass Du Interesse hast, und jetzt versuchst Indizien zu finden, dass es erwidert wird.
Da ist aber nichts Sichtbares.

Wenn Du was von ihm möchtest, wirst Du aktiver sein müssen. Mal länger sprechen, im Gespräch etwas(!) privater werden. Wenn eine Reaktion kommt, dann klappt es vielleicht mit einer gemeinsamen Mittagspause.
Oder eben nicht.
 
  • #18
Privat haben wir übrigens keinen Kontakt. Als ich ihn aber dienstlich angerufen meinte er , dass er auch gerade an mich gedacht hatte. Wie kann man denn sein Verhalten einordnen.
Also wenn eine widersprüchliche Aussage und der Satz" ich habe gerade an dich gedacht" während eines dienstlichen Telefonats schon nach vorhandenem Interesse der Gegenseite analysiert wird (was wohl der Beweggrund für die Frage der FS ist, da sie im Bereich Single eingestellt wurde), brauche ich mich nicht zu wundern, wenn ich einem männlichen Kollegen freundlich Guten Morgen wünsche und anschließend in der Kaffeeküche belästigt werde.

Was das geschilderte Verhalten bedeutet? Nichts, nothing, rien. Echtes Interesse sieht wohl anders aus. Bitte nicht in jede freundliche Aussage/Geste gleich mehr hinein interpretieren.
 
  • #19
Sorry, was ist das für ein Kindergarten? Ich denke ganz oft an meine Kollegen bzw meine Chefs weil mir zwischendurch noch dies oder jenes einfällt, was ich mit denen noch klären muss. Und wenn genau in dem Moment einer von ihnen anruft dann sage ich auch, "Ach ich habe gerade auch an Sie gedacht". Das ist jetzt nicht dein Ernst, liebe FS, dass du in diese absolut nichtigen Sätze so viel deutest, dass du eine Frage in einem Forum stellen musst?
Ich begreife es einfach nicht, beherrschen Manche eigentlich das normale soziale Miteinander nicht oder sind die so einsam, dass sie sich an jedes freundliche Wort klammern wie ein Ertrinkender? Weg von dem PC und vom Smartphone, weg von irgendwelchen virtuellen Spinnereien und auf ins normale Leben unter echten Menschen dann lernt man es wieder am lebenden Objekt, wie zwischenmenschlicher Bereich funktioniert. Himmel! Null komma nichts sollst du in das "Verhalten" des Kollegen interpretieren. Es existiert kein "Verhalten".
 
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