• #1

Wie soll ich mit meinen Arbeitskolleginnen umgehen?

Seit 10 Jahren arbeite ich in der selben Firma (Privatwirtschaft). Bis zuletzt war ich sehr zufrieden, mache meinen Job gut und gerne. Seit Jahren leite ich meinen eigenen Bereich. Neuerdings gibt es eine neue Kollegin. Sie hat die Leitung eines anderen Bereichs über. Sie ist 7 Jahre älter als ich und eigentlich sehr nett (dachte ich zumindest). Mir gegenüber verhält sie sich aber öfters mal aggressiv, kritisiert meinen Arbeitsstil,kontrolliert mich nach und will mir Vorschriften machen. Sie versteht sich sehr gut mit einer anderen Kollegin aus meinem Team. Mit dieser war ich bis vor kurzem gut befreundet, bis ein privater Streit dazu führte, dass sie mir die Freundschaft kündigte und mir jetzt auch in der Arbeit aus dem Weg geht. Mehrere Versuche, mit ihr zu reden und sie zu versöhnen, wurden von ihr im Keim erstickt. Sie ignoriert mich und spricht nur das Nötigste mit mir. Mit allen anderen und v.a. mit der neuen Kollegin plaudert sie was das Zeug hält, sie tuscheln, lachen, machen gemeinsame Sache. Wenn ich was sage, ernte ich z.T. schnippische Bemerkungen und hämische Blicke. Ich fühl mich ausgegrenzt. Letztens wurde es mir zu viel, ich hab meiner ehemaligen Freundin sehr direkt und unmissverständlich gesagt, sie soll mir gegenüber professionell und fair bleiben. Und ob sie mich rausekeln möchte. Daraufhin ist sie in Tränen ausgebrochen und nach Hause gegangen - Begründung vorm Chef: Kreislaufstörung. Allerdings hat er unseren Streit mitbekommen und fragte mich, ob sie wegen mir gegangen sei, ich bejahte.
Ich hab kein gutes Gefühl mehr, in die Arbeit zu gehen, möchte mich einfach nur vertragen, in Plaudereien miteinbezogen werden. Ich hasse diese Machtkämpfe, sie nerven und belasten mich. Deshalb ordne ich mich, des Friedens willen, auch mal unter, bin viel zu nett und komm mir dabei blöd vor. Allerdings will und brauch ich mich von der neuen Kollegin nicht herumschubsen lassen. Wie soll ich das jetzt am besten angehen?
w32
 
  • #2
möchte mich einfach nur vertragen, in Plaudereien miteinbezogen werden. Ich hasse diese Machtkämpfe, sie nerven und belasten mich. Deshalb ordne ich mich, des Friedens willen, auch mal unter, bin viel zu nett und komm mir dabei blöd vor.
Du kannst Dich mit Leuten nicht vertragen, die auf der Arbeit rumstressen wollen, weil ihnen langweilig ist und sie destruktive Menschen sind.
Mit Unterordnung befeuerst Du ihre Angriffe nur. Mit der Kollegin Klartext zu reden, war schonmal richtig. Immerhin ist sie eingeknickt und heulend nach Hause gegangen. Könnte sein, dass sie sich zukünftig mehr zurück hält, weil sie sieht: sie ist selber nicht die Stabilste sondern kippt bei geringem Gegenwind um.

Ich hab kein gutes Gefühl mehr, in die Arbeit zu gehen, möchte mich einfach nur vertragen, in Plaudereien miteinbezogen werden. Ich hasse diese Machtkämpfe, sie nerven und belasten mich....... Wie soll ich das jetzt am besten angehen?
- Du hast gegenüber dem Chef zugegeben, dass Du Schuld daran bist, dass die Kollegin krank nach Hause gegangen ist
- Du streitest Dich für die Vorgesetzten wahrnehmbar mit den Kollegen während der Arbeitszeit.
- Du hast Dir am Arbeitsplatz eine psycho-sozial belastende Situation geschaffen, die sich nicht mehr ändert, egal was Du tust. Die anderen haben sich bereits gegen Dich zusammengerottet.

Das sieht nicht gut aus für Dich.
Du bist mit 32 Jahren seit 10 Jahren in der Firma, also ist es an der Zeit, mal was anderes zu tun - intern weit weg bewerben vom jetztigen Arbeitsfeld oder gleich einen neuen Job außerhalb suchen und dort die Beziehungen entsprechend dem Gelernten gestalten:
- keine zu engen Privatkontakte zu unmittelbaren Kollegen
- bei geringsten Dissonanzen mit Kollegen Grenzen setzen

Schlechtere Alternative: mit dem Chef reden über die Situation und ihm sagen was da läuft gegen Dich, initiiert durch die neue Kollegin. Für so ein Gespräch musst Du Dich sehr gut vorbereiten mit Beispielen.
Hier gehst Du aber das Risiko ein, dass der Chef keinen Bock auf weiblichen Zickenalarm hat und zum Ergebnis kommt, dass Du das Problem bist (stimmt meistens), weil mehrere sich gegen Dich verbündet haben und dass eine zu ergreifende Maßnahme sich gegen Dich richtet.
 
  • #3
Hm, ich pflege ja auch immer einen sehr freundschaftlichen Umgang mit Kolleg*innen, aber bei euch scheint mir das Freundschaftsding zu sehr die Arbeit zu belasten. Und als Chef würde ich mir denken: "Oh nein, Zickenterror, regelt das unter euch!". Manche Leute behaupten, dass eine Frau in einem Männerteam zu einem tollen Arbeitsklima beiträgt, zu viele Frauen auf einem Haufen aber für Stress sorgen, eben weil sich dann so hinterhältig-manipulative Zickereien und Störungen ergeben. Eigentlich finde ich diese Aussage blöd und misogyn, aber in der Realität ist, wie man hier sieht, leider oft auch was dran. Pass auf, dass das nicht zu richtiger Ausgrenzung und Mobbing führt. Im Notfall musst du wirklich über einen Wechsel nachdenken.
w26
 
  • #4
Sowas unter Frauen ist schwierig und belastend. Folgendes könntest du tun:

Gibt es eine andere Kollegin, mit der/denen du dich gut verstehst? Dann könntest du regelmäßig mit der plaudern, abhängen, in die Mensa gehen usw. Gibt es da jemanden?

Gruppendynamischer Hintergrund ist folgender: Die beiden Damen sind zu zweit und du alleine. Das sehen sie und das gibt ihnen Macht. Sie können dich fertig machen, weil du niemanden anders dort hast.

Wenn sie jedoch merken, dass du sie eigentlich gar nicht brauchst, weil du ja einen anderen Kreis hast, werden sie garantiert aufhören. Denn dann haben sie gruppendynamisch gesehen keine bessere Position mehr.

Ich würde mich von so einer blöden Ziege, die wahrscheinlich nur neidisch auf dich ist, nicht rausekeln lassen. Verhalte dich clever was die Gruppendynamik angeht. Dein Chef ist männlich, er wird wenig Verständnis aufbringen, wenn du mit ihm sprichst. Männer suchen nach schnellen Lösungen, im schlimmsten Fall sagt er du bist schuld.

Mach auf gute Miene beim Chef uns sag immer, dass alles bestens ist. Er sollte keine Streitereien mitbekommen. Sei immer nett und freundlich und beteuere, dass du dich ja mit allen super verstehst.

Entweder du findest wie oben andere Verbündete, kannst den Platz/Raum wechseln und den Weibern aus dem Weg gehen oder du sprichst mit deiner ehemaligen Freundin mal privat. Aber: wahre beim Chef die gute Miene. Glaub mir, bei sowas heißt esam Ende eh immer, dass du selbst Schuld bist. Die Neue will dich wahrscheinlich rausekeln und hat sich eine Verbündete gesucht. Bei ihr erreichst du nichts. Eher bei der anderen, die sie gekonnt gegen dich manipuliert. Du musst dueKette beim schwächsten Glied brechen, das wäre deine ehemalige Freundin. LG w31
 
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  • #5
Hier gehst Du aber das Risiko ein, dass der Chef keinen Bock auf weiblichen Zickenalarm hat und zum Ergebnis kommt, dass Du das Problem bist
War vielleicht mal so. Aber das hat sich geändert. Mittlerweile ist es so das Betriebe sich sowas gar nicht leisten können, das Mobbing.
FS, Du leitest deinen eigenen kleinen Bereich und wenn du das sehr gut machst, dann wirst Du Rückenwind vom Chef bekommen.
- Du hast gegenüber dem Chef zugegeben, dass Du Schuld daran bist, dass die Kollegin krank nach Hause gegangen ist
Das wird er schon richtig zu deuten wisen. Überhaupt wird Dein Chef nicht so blöd sein Dich zu entlassen, vorausgesetzt Deine Leistung passt.
Geh auf Deinen Chef zu und erzähle es so, wie Du es erlebst. Ansonsten hast Du auch in einer Position wie Deiner nix zu suchen.
 
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  • #6
Liebe Fs,
Ich befinde mich grad in einer Umschulung und wir hatten diese Woche das Thema Stress und Mobbing am Arbeitsplatz.
Ich musste zu dem Thema eine Betriebsunterweisung zum Thema Mobbing und einen kompletten Verhaltenskodex für ein Unternehmen schreiben.
Und Möglichkeiten erörtern, das Betriebsklima zu verbessern z. B. durch Workshops, Mitarbeitergespräche usw.
Das alles was ich in deinem Text lese, ist das genau das Gegenteil des Verhaltenskodex und grenzt schon an Mobbing :(
Gibt es die Möglichkeit in eurer Firma solch Betriebsanweisung auszuarbeiten und sich auf ein respektvolles Miteinander zu einigen?
Einige Punkte waren z. B das niemand das Recht hat die persönlichen Grenzen des anderes zu überschreiten, ebenso zuhören und annehmen was jemand sagt, auch wenn man anderer Meinung ist usw usw. Ich würde es dir gerne zukommen lassen damit du weisst was ich meine.
Oft spielt Neid eine Rolle. In deinem Fall mit der Kollegin, mit der du privat gut warst und es durch einen Streit zum Zerwürfnis kam, meine ich nur, auch aus persönlicher Erfahrung : Freundschaften am Arbeitsplatz sind heikel, ähnlich wie Beziehungen und auch oft nicht von der Chefetage gewünscht, da sie zu sehr von der Arbeit ablenken könnten und ebenfalls im Falle des Streits, privat und Arbeit nicht mehr getrennt werden können.
Es wäre schade wenn du nach 10 Jahren hinwirfst, ich hoffe dein Chef weiss, was er an dir hat und lässt dich nicht so einfach gehen :)

Lg Leo
 
  • #7
Allerdings hat er unseren Streit mitbekommen und fragte mich, ob sie wegen mir gegangen sei, ich bejahte.
Ich bin grundsätzlich der Meinung, man solle zu eigenen Taten stehen. Allerdings war das taktisch nicht ganz klug, ausserdem entsprach auch nicht den Tatsachen. Im ersten Fall hättest du so reagiert, als ob du von nix Ahnung hast, warum Kollegin gegangen ist, sollte jemand euren Streit mitbekommen, hättest du sagen können, du hast der Kollegin Arbeitsmomente erklärt, was auch stimmt, du wusstest nicht, dass es für die Kollegin anscheinend ein Problem war - bei manchen Menschen hast du nur die Chance, wenn du sie mit eigenen Methoden bekämpfst.
Im zweiten Fall ist deine Kollegin nicht wegen dir gegangen, sondern weil sie unprofessionell und nicht belastbar ist, ausserdem privat und beruflich nicht trennen kann.
Ich würde den Rat von Vikky befolgen - wenn man mit dummen Menschen streitet, ziehen sie dich auf ihren Niveau und dort bekämpfen mit eigener Erfahrung. Ich habe aktuell ähnliche Situation mit Nachbarin - ich habe sie nie richtig gemocht, weil sie das eine sagt, das andere macht, ich habe versucht, die scharfen Kanten zu umschilfen und auch wie du "komm, machst jetzt keinen Aufstand, die ist so, wir müssen trotzdem irgendwie miteinander klar kommen", aber neulich ist es eskaliert, sie hat mir direkt ins Gesicht gelogen und auch noch dumm angemacht in einer Sache, was mich als Mieterin betraf. Blöderweise habe ich eine Bemerkung fallen lassen, zu anderer Nachbarin, weil sie sich auch mal über diese Nachbarin beschwert hat, aber anscheinend hat sie ihr das weiter erzählt und dann bekomme ich am Nachmittag wütende SMS von ihr. Na gut, zu verlieren hätte ich nichts mehr und habe ihr zurück geschrieben, was mir all die Jahre missfallen hat mit der Bemerkung, ich will hier keinen Streit, wir sollen uns zusammen setzen und das miteinander klären. Daraufhin schrieb sie wieder was blödes, ich meinte, sie soll solchen Ton unterlassen und sachlich bleiben und ihr wieder das Gespräch angeboten. Gefruchtet hat es nicht, ICH soll sie in Ruhe lassen (??), SIE hätte mit mir keine Probleme, sie weiss nicht, was ich habe. Ähm jaa?? Obwohl sie diejenige war, die über Jahre an allem und jedem gemeckert hat, auch an mir. Na gut. Was ich sagen will - bei manchen Menschen hast du schon verloren, weil du mit Vernunft und Argumenten kommst - die Nanotechnologie hilft dir nicht weiter, wenn du in eine Herde Hammeln geraten bist.
Such dir einen anderen Job, hier wirst du keine Ruhe mehr haben, vor allem wenn du nicht unbedingt den Chef hinter dir hast.
 
  • #8
Für die Zukunft hast du gelernt, dass du Freundschaften mit Kollegen eher nicht führen solltest. Kenne so einige Fälle, wo es böse ausgegangen ist.

Ich würde nicht kündigen, dann haben sie ihr Ziel erreicht, sondern abwarten, wie es sich entwickelt, aber täglich aufschreiben was vorgefallen ist (konkrete Situationen und Aussagen) falls du es später beim Chef/ Personalrat/ Anwalt nachweisen musst.
 
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  • #9
Letztens wurde es mir zu viel, ich hab meiner ehemaligen Freundin sehr direkt und unmissverständlich gesagt, sie soll mir gegenüber professionell und fair bleiben
Hätte ich Dir geraten, wenn Du es nicht schon gemacht hättest.
So eine klare Ansage kannst Du auch mal der anderen Frau machen, wenn sie Dir in Deinen Bereich quatscht. Oder ist sie "Deine übergeordnete Chefin". (habe ich nicht ganz verstanden)

Daraufhin ist sie in Tränen ausgebrochen und nach Hause gegangen
Ach je, austeilen und rumekeln kann man, aber wenn was zurück kommt, muss man sich als Opfer darstellen und geht zutiefst gekränkt. ^^ Sowas funktioniert aber tatsächlich, manche können das.

Allerdings hat er unseren Streit mitbekommen und fragte mich, ob sie wegen mir gegangen sei, ich bejahte.
Ich hoffe, Du hast das nicht nur bejaht, sondern auch erzählt, wie man mit Dir umgeht und warum Deine Ansage kam. Denn ansonsten stehst vielleicht Du als Mobberin da.

Ich hab kein gutes Gefühl mehr, in die Arbeit zu gehen, möchte mich einfach nur vertragen, in Plaudereien miteinbezogen werden. Ich hasse diese Machtkämpfe, sie nerven und belasten mich.
Dazu fällt mir nur ein: Ändere Deine Einstellung ein bisschen oder wechsle die Stelle. Du bist nunmal jetzt "außen" und wirst nicht einbezogen in die "Plaudereien".

Und ganz ehrlich, wenn Du dieses Verhalten von den beiden siehst - findest Du das charakterlich toll? Ich nicht. Solche Leute möchte ich auch nicht als "Freundinnen". Es reicht ein faires Miteinander, keine Plaudereien usw..

Und wenn Du willst, dass Harmonie herrscht, und Du Machtkämpfe nicht magst, bist Du leider schnell ein Opfer solcher Leute. Sie sind ja auch zu zweit. Immerhin hast Du eine Ansage gemacht, finde ich richtig gut, sage ich hier noch mal.
Also die sehen, dass Du auch anders kannst und nicht nur um Harmonie bettelst.
 
  • #10
Ich stimme @Vikky s Beitrag in allen Punkten zu.
Deine Art den Konflikt zu händeln, ist Dir mit Recht um die Ohren geflogen....
Und damit möchte ich nicht das Verhalten der Damen gut heißen, nur Deine Vorgehensweise kritisieren.

Mit der einen Kollegin hast Du Dich privat gestritten....aber ihn so in den Job getragen und "verbreiten ".
Dein Vorwurf an sie, sich nicht professionell zu verhalten, ist genau in dem Moment dein Fehler geworden.
Und da nun der Chef involviert ist...sieht er auch nur den deinen.

Hier würde ich mich privat bei der ehemaligen Freundin entschuldigen.
Für den Ort und den Zeitpunkt und Deine Heftigkeit!
Du wolltest sie nicht so tief treffen und denkst....bevor noch weitere Missverständnisse aufkommen und böses Blut entsteht.

Privat treffen...spazieren gehen...klären und versprechen sich ruhig an die Regeln einer vernünftigen "Streitkultur" zu halten.
Die Regeln vor einem Treffen absprechen

Nur so können dann Chef und Co beobachten: das Du Konflikte klärst und aus dem Job raushältst

Und zwei zickige Kollegen...zerlegen sich kurz oder lang, meist gegenseitig

Wird weiter gemobbed, dann bekommst auch du nur eine Chance, wenn dein Verhalten für den Chef "untadelig" ist
 
  • #11
Mein Fazit:

- Die werden Dich noch mehr triezen, wenn Du nicht Grenzen setzt (wie z.B. durch die Ansage). Du musst ihnen klarmachen, dass sie sich warm anziehen müssen, wenn sie mit Dir rumstressen wollen.
Das ist ein anderer Schlag Menschen als Du. Die wollen keine Harmonie, sie gefallen sich darin, eine einzelne Person, die sie für schwächer halten, auszugrenzen und sie fertig zu machen. Dadurch zeigen sie auch automatisch gleichzeitig anderen, dass die sich bloß nicht mit ihnen anlegen sollten und sich freuen können, wenn sie gemocht werden von ihnen. Damit stehst Du allein da, erstmal jetzt schon und, wenn es blöd kommt, vielleicht sogar vor noch ganz anderen Leuten.

- Dein Chef sollte wissen, WER hier der Störenfried ist. Er sollte nicht in die Schiene geraten, die arme Frau, die weinend nach Hause rennt, beschützen zu wollen vor Dir "Mobberin", die sie so stark verletzt hat, dass sie gehen musste. Das ist ne Masche und es gibt Leute, die das so können. Denen bist Du unterlegen, wenn der Chef nicht die Wahrheit kennt (oder wenn er sich einspinnen lässt von sowas, was ich mal nicht hoffe.)
Ich finde nicht schlimm, dem Chef sowas zu erklären (falls Du es als "Petzen" empfindest. Es geht um "sie oder Du"). Er sollte wissen, wer hier den Stress macht und mobbt.

- Such Dir die Leute gut aus, mit denen Du plauderst. In einer Tratsch- und Lästergruppe hast Du eh keine Chance mit Deiner Einstellung. Du hast keine Freude am Lästern und auch nicht an Aggressionen am Arbeitsplatz, die schon, anscheinend leben sie auf, wenn sie jemanden zum Fertigmachen haben.
Mit Deiner Haltung kannst Du schnell die Person sein, die sie sich als Opfer aussuchen, weil Dich keiner fürchten muss. Sie scheren sich nicht drum, ob Du sie magst, aber Du Dich darum, dass sie Dich mögen. Das macht positionsmäßig schwach.
Und Du siehst auch hier, dass Du, wenn Du mit SO EINER "Kolleginfreundin" über Privates redest, es dann am Ende nicht mehr unter Kontrolle hast, dass sie weitertratscht, was Du ihr im Vertrauen mal über Dich erzähltest. (Schon gar nichts über andere Kollegen solltest Du sagen.)
Vor allem - so, wie die zu Dir waren, willst Du Dich noch mit denen unterhalten, als wärt ihr gute, befreundete Kolleginnen? Du kannst auch "nein danke" zu Leuten sagen. Renn bloß nicht hinterher und sei dankbar, wenn sie wieder mit Dir normal reden. Der Charakter dieser Frauen hat sich doch nicht geändert.
 
  • #12
Seit 10 Jahren arbeite ich in der selben Firma (Privatwirtschaft). Bis zuletzt war ich sehr zufrieden, mache meinen Job gut und gerne. Seit Jahren leite ich meinen eigenen Bereich.

Du bist seit 10 Jahren in der Firma. Hast Dir ein Standing erarbeitet. Kollegen kennen Dich. Du leitest einen eigenen Bereich.

Mir gegenüber verhält sie sich aber öfters mal aggressiv, kritisiert meinen Arbeitsstil,kontrolliert mich nach und will mir Vorschriften machen.

Wenn dies eine objektive Beurteilung ihres Auftretens in der Firma ist wird es anderen auch nicht verborgen geblieben sein.

Mit dieser war ich bis vor kurzem gut befreundet, bis ein privater Streit dazu führte, dass sie mir die Freundschaft kündigte und mir jetzt auch in der Arbeit aus dem Weg geht. Mehrere Versuche, mit ihr zu reden und sie zu versöhnen, wurden von ihr im Keim erstickt. Sie ignoriert mich und spricht nur das Nötigste mit mir.

Das ist eine private Fehde zwischen euch, die ihr nicht optimal geklärt habt. Ihr habt unterschiedliche Ansichten. Du siehst weniger Probleme im Streit wie sie und möchtest die Situation klären. Sie hat Dir die Freundschaft gekündigt - ihr gutes Recht.
Sie ignoriert Dich - Zeichen einer fehlenden Persönlichkeitsentwicklung. Andere sind nicht blind.
Die Situation zwischen euch ist nicht ausreichend geklärt und bleibt auch für sie offen und belastend. Abwarten, was von ihr kommt.

Mit allen anderen und v.a. mit der neuen Kollegin plaudert sie was das Zeug hält, sie tuscheln, lachen, machen gemeinsame Sache.

Es verletzt Dich, dass die Freundschaft im Arsch ist. Sie darf machen, was sie will.
Du weisst, dass ihr es besser könntet. Sie kann/will nicht.

Letztens wurde es mir zu viel, ich hab meiner ehemaligen Freundin sehr direkt und unmissverständlich gesagt, sie soll mir gegenüber professionell und fair bleiben.

Sehr gut. Du musst Grenzen setzen. Es ist Deine Aufgabe, Grenzen in Deinem Leben zu setzen!!!


Deine Phantasie.

Allerdings hat er unseren Streit mitbekommen und fragte mich, ob sie wegen mir gegangen sei, ich bejahte.

Und wo ist das Problem? War ja so?
Spricht hier jemand von Schuld außer die anderen Foristinnen?


Allerdings will und brauch ich mich von der neuen Kollegin nicht herumschubsen lassen. Wie soll ich das jetzt am besten angehen?

Setze auch ihr Grenzen, wenn Du es für nötig hältst. Achte auf die Wortwahl! Sollte dies nicht reichen, suche das Gespräch mit Deinem Vorgesetzen, der Dich ggf. 10 Jahre kennt. Bevor die Neue kam, hast Du Dich nicht beschwert.
 
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  • #13
Irgendwie erkenne ich noch nicht, inwiefern deine Frage in die Rubrik "Trennung" gehört, 😅 aber ich versuche gerne, dir zu antworten.
Was mir sofort auffällt: Wenn du gefragt wirst, ob die Kollegin wegen dir nachhause gegangen ist, warum ziehst du dir den Schuh an und bejahst das? In meinen Augen wäre die korrekte Antwort gewesen: Du kannst das nicht beurteilen, weshalb sie nachhause gegangen ist, möchtest dein Engagament aber anbieten, falls du der Grund gewesen sein solltest, den Konflikt in einem professionellen Gespräch zu lösen, da du das positive Arbeitsklima gerne aktiv mitgestalten möchtest oder so. Je nachdem wie ihr auf der Arbeit miteinander umgeht, müsste man das evt. dann sprachlich noch etwas weniger distanziert ausdrücken oder eben je nach beruflicher Kommunikationsform noch distanzierter (und kürzer).
Hintergrund: Du bist NICHT für die Gefühle deiner Kollegen/innen VERANTWORTLICH. Verantwortlich dafür ist jeder immer nur selbst. Und du kannst aber mit deiner vollen Arbeitskraft (denn du bist dort auch nur angestellt und nicht privat) einen guten Arbeitszusammenhang unterstützen. Fehlen dir hier entsprechende Kompetenzen, bilde dich weiter (Fortbildung, Arbeitgeber bezahlt im Idealfall und erntet die Früchte deiner neuen Kompetenzen). Das ist das Prinzip eines Arbeitsverhältnisses in meinen Augen.

Ich habe auch nicht unbedingt den Eindruck, dass du zu nett seist. Ehrlich gesagt bin ich auch nett bzw. freundlich und das bringt eige tlich keine Nachteile. Aber: Ich grenze mich ab. Und da sehe ich deine Schwäche eher noch. Aber keine Sorge, dass kann man lernen...
Finde heraus, warum es dir so schwer fällt, dich von anderen und ihren Gefühlen/Problemen abzugrenzen. Das hat vielleicht etwas mit der eigenen Kindheit und Erziehung zu tun, vielleicht auch etwas mit nicht genug Selbstwertgefühl, kann also recht tief gehen. Jedoch kann man daran arbeiten, gegebenenfalls mit therapeutischer Hilfe.
Ich sage dir mal, wie ich mit sowas umgehe: Wichtig ist mir, dass prinzipiell klar ist (z.B. bei meinen wichtigsten Vorgesetzten, die das "Schiff" immerhin lenken müssen) dass ich meine Arbeit beherrsche und damit ein wertvolles Mitglied bin. Kann ich etwas (noch) nicht, liegt für mich die Betonung auf dem noch. Gegebenfalls biete ich dann an, mich z.B. über die Arbeitsstelle fortzubilden. Mit dieser Haltung habe ich mir schon 50% Sicherheit geschaffen, feindselige Kollegen/innen können mich nicht mehr leicht angreifen.
Dann bin ich grundsätzlich wohlgesonnen und im nicht mich selbst gefährdenden Rahmen hilfs-, auch kompromissbereit. Damit koaliert man automatisch mit entsprechenden Leuten und gewinnt gute Freunde und Kollegen/innen. Und dem feindseligen Teil der Kollegschaft: Bestimmt begegnen, bei sich selbst bleiben, dennoch freundlich. Und professionell.
 
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  • #14
Biete das Gespräch an und lass dir dann z.B. einen Termin dafür vorschlagen. Schaffe - je nach Eskalationsstufe - Sicherheiten für beide, z.B. evt. eine 3. neutrale Person in dem Gespräch. Ziel ist nicht Freundschaft, sondern ein positives Arbeitsklima. Freunde sind die, die du durch deine wohlgesonnene (aber bestimmte) Art anziehst.
 
  • #15
Du bist seit 10 Jahren in der Firma. Hast Dir ein Standing erarbeitet. Kollegen kennen Dich. Du leitest einen eigenen Bereich.
Sie leitet ihren Bereich schlecht, denn sie lässt sich von einer neu hinzugekommen Kollegin, die einen anderen Bereich leitet in ihre Belange reinquatschen, statt sie einmalig und endgültig in ihre Schranken zu verweisen.
Die andere Bereichsleiterin hat es bereits geschafft, eine Kollegin aus dem Team der FS auf ihre Seite zu ziehen und die FS in ihrem eigenen Team zu isolieren - ganz ungünstig für dei FS.

Dein Chef sollte wissen, WER hier der Störenfried ist. Er sollte nicht in die Schiene geraten, die arme Frau, die weinend nach Hause rennt, beschützen zu wollen vor Dir "Mobberin"
Zu spät. Der Fehler ist bereits gemacht und jeder Korrekturversuch schafft nur noch mehr Schaden, zumal die wenigsten Männer auf weibliches Rumgezicke Bock haben.

Wenn dies eine objektive Beurteilung ihres Auftretens in der Firma ist wird es anderen auch nicht verborgen geblieben sein.
Dann stellt sich die Frage, warum keiner was dagegen tut. Die Antwort ist: es schadet dem Arbeitsergebnis nicht erkennbar und darum hat der Vorgesetzte keine Lust, sich mit dem Thema zu befassen - ganz schlecht für die FS, wenn sie doch mit dem Thema zu ihm kommt.

Es wäre schade wenn du nach 10 Jahren hinwirfst,
Ich würde nicht kündigen, dann haben sie ihr Ziel erreicht
Ich weiß nicht, warum ein Wechsel des Arbeitsplatzes so angstbehaftet ist.
Der FS geht es doch richtig schlecht mit der Situation. Mit ausharren statt verändern macht man sich selber psychisch krank. Genau so entstehen nämlich die überdimensionalen Krankheitsquoten in diesem Bereich
Niemand sagt, Hals über Kopf kündigen, aber wer etwas Lebenserfahrung hat, der weiß, wie schwer es ist ohne Unterstützung aus der Situation herauszukommen, in welche die FS sich hereinmanövriert hat.

Statt sich nun ewig daran abzukämpfen das Feld mit Gegenwehr der anderen befrieden zu wollen, kann man seine Energie besser nutzen, innezuhalten, auf die eigenen Fehler zu schauen, daraus zu lernen. Dann kann man am neuen Arbeitsplatz unbelsstet starten und es im Kollegenkontakt besser machen als in der alten Firma.
Das setzt natürlich voraus, dass man wirklich gut ist im Job und dann in einer neuen Firma auch bestehen kann, eventuell sogar mit deutlicher Verbesserung wechseln.

Nicht jeder, der von sich aus lange bleibt, wird in seiner alten Firma wertgeschätzt, eher der, der wechselbereit ist (wie die hinzugekommene Kollegin) wird gepflegt.
 
  • #16
Vielen Dank erstmal für eure Tipps. Ich bin auch schon am Überlegen, ob es nicht besser wäre zu kündigen und mir was neues zu suchen (falls mein Chef mir nicht zuvor kommt). Ich denke nämlich nicht, dass ich unschuldig bei der ganzen Geschichte bin. Die neue Kollegin ist tatsächlich super motiviert, fleißig und hat alles gut im Griff. Sie hat auf jeden Fall mehr Führungspotenzial als ich. Aber bevor sie kam, lief es auch sehr gut. Es ist noch nie vorher jemand auf die Idee gekommen, in so einem Tonfall mit mir zu reden. Da brauchte ich keine Grenzen zu setzen weil ein respektvolles Miteinander normal war. Manchmal verstehen wir uns auch richtig gut aber am nächsten Tag blafft sie mich wieder für irgendeine Kleinigkeit an. Als ich sie mal auf ihre aggressive Art ansprach, sagte sie, das wäre keine Absicht, sie würde es nicht merken, ich soll nicht immer alles gleich so persönlich nehmen.
Inzwischen glaub ich ihr aber nicht mehr.
Dann stellt sich die Frage, warum keiner was dagegen tut.
Stimmt, es schadet dem Ergebnis nicht. Aber es verbessert es auch nicht. Sie hat eine sehr bestimmende, selbstsichere Art, die Kolleginnen ordnen sich ihr unter.
 
  • #17
Die neue Kollegin ist tatsächlich super motiviert, fleißig und hat alles gut im Griff. Si
Oder vorgibt, gut im Griff zu haben, sonst hätte sie nicht unter Stimmungsschwankungen gelitten und ihren Frust an dir rausgelassen - sie steht anscheinend unter Strom und ist kurz vorm Platzen?? Erfolgreiche Menschen ruhen in sich und giften nicht rum oder betreiben Mobbing. Solange du da noch arbeitest, schau deiner Kollegin bei der Arbeit genau zu, es lohnt sich auf jeden Fall sie vom Podest runterzuholen.
Und noch ein Punkt - bei den übermotivierten, aber nicht stabilen Menschen stellt sich manchmal die Frage, ob sie mit irgendwelchen Mitteln nachhelfen😉. Und da die Dame meint, gegen dich rumzuzicken und mit deinen Mitarbeitern zu koalieren, dann könnte es sein, dass du nicht ganz so ohnmächtig bist und sie Angst vor DIR hat.
 
  • #18
ob es nicht besser wäre zu kündigen und mir was neues zu suchen
Umgekehrt ist die bessere Strategie: erst was anderes suchen, dann kündigen.
Aus einem Beschäftigungsverhältnis heraus bewirbt es sich erfolgreicher als aus der Arbeitslosigkeit.
Dass Du schon in der falschen Reihenfolge denkst zeigt den hohen Leidensdruck.

(falls mein Chef mir nicht zuvor kommt). Ich denke nämlich nicht, dass ich unschuldig bei der ganzen Geschichte bin.
Warum denkst Du, dass ein einmaliger Vorfall bereits eine Kündigung nach sich ziehen sollte, wo Du doch 10 Jahre tadellos gearbeitet hast?
Das wäre eine vollkommen überzogene Handlung, die vor keinem Arbeitsgericht Bestand hätte.

Inwieweit meinst Du, nicht unschuldig am Geschehen zu sein?

Als ich sie mal auf ihre aggressive Art ansprach, sagte sie, das wäre keine Absicht, sie würde es nicht merken, ich soll nicht immer alles gleich so persönlich nehmen.
Dann sag ihr, sie soll darauf achten und es unterlassen. Sie ist schließlich eine erwachsene Frau, die sich ma etwas zusammenreißen kann und kein 14-jähriges hormongeschütteltes Pubertier.
Grundsätzlich ist sie da in der bringschuld eines sozial verträglichen Verhaltens, nicht du, es ertragen zu müssen. Das solltest Du ihr klipp und klar sagen und Du wirst sehen: Du hast Deine Ruhe.

Und schick sie konsequent weg, wenn sie Dir in Deine Arbeit reinreden will. Sie soll ihr Gebiet machen, Du machst Deines. Wenig Berührungspunkte mit solchen Leuten sind immer gut.

Gerade wenn "gehen" eine Option für Dich ist, dann ist sie hervorragendes Übungsmaterial.

Auf Deine Empfindlichkeit solltest Du aber auch achten. Zuviel davon hat im Job genauso wenig verloren wie ihre Aggression.
 
  • #19
Mir gegenüber verhält sie sich aber öfters mal aggressiv, kritisiert meinen Arbeitsstil,kontrolliert mich nach und will mir Vorschriften machen. Sie versteht sich sehr gut mit einer anderen Kollegin aus meinem Team. Mit dieser war ich bis vor kurzem gut befreundet, bis ein privater Streit dazu führte, dass sie mir die Freundschaft kündigte und mir jetzt auch in der Arbeit aus dem Weg geht.
Als Führungskraft befreunde ich mich nicht, mit Menschen im Betrieb, Vertrauen erwecken ja, vertraulich sein, nein...Punkt!
Ich hasse diese Machtkämpfe, sie nerven und belasten mich. Deshalb ordne ich mich, des Friedens willen, auch mal unter, bin viel zu nett und komm mir dabei blöd vor. Allerdings will und brauch ich mich von der neuen Kollegin nicht herumschubsen lassen. Wie soll ich das jetzt am besten angehen?
Wenn du das nicht eigenständig regeln kannst, so würde ich das über die Geschäftsleitung machen, ganz einfach!
 
  • #20
Hmmmm .... Ansicht aus dem "Chefbüro" ......

Einen "Chef" geht es genau nichts an, ob und in welchem Mass sich Mitarbeiter in ihrer Freizeit anfreunden oder auch verstreiten. Sehr wohl geht es ihn etwas an, wenn sich dieses Freizeitverhalten auf die Arbeit auswirkt.
Klatsch und Tratsch sind nicht der Grund für die Anwesenheit von Mitarbeitern am Arbeitsplatz. Es wird toleriert als Teil des Betriebsklimas ... nicht mehr und nicht weniger.
Ein "Chef" ist nicht dazu da, private Streitereien, Eifersüchteleien o.ä. zu schlichten. Er erstellt auch keinen Plan, wer mit wem die Pausen zu verbringen hat. Oder sich nach Feierabend trifft. Er hat allerdings dafür zu sorgen, dass ein produktives Arbeitsklima vorherrscht. Heulende Mitarbeiterinnen gehören da nicht dazu. Sich krank meldende Mitarbeiterinnen (aufgrund privater Zwistigkeiten) auch nicht. Ein professioneller Umgang miteinander ist Pflicht. Nicht mehr und nicht weniger. Sympathien kann keiner anordnen, einklagen, einfordern ......
 
  • #21
Ich hasse diese Machtkämpfe, sie nerven und belasten mich. Deshalb ordne ich mich, des Friedens willen, auch mal unter, bin viel zu nett und komm mir dabei blöd vor. Allerdings will und brauch ich mich von der neuen Kollegin nicht herumschubsen lassen. Wie soll ich das jetzt am besten angehen?
Du bist nicht der Friedensstifter und Launenball. Arbeite nach Anweisung, nur Berührungspunkte mit der Dame wenn nötig sonst lass sie wo der Pfeffer wächst.
Kenne auch solche Situationen und bin auch schon angeeckt. Mit einem mir überstellten Kollegen habe ich Differenzen. Ich hatte Schwierigkeiten etwas mit einem Kunden zu klären, kam nicht weiter, der Kunde ging auch nicht mehr ans Telefon.. ich bin dann zur GL doch der meinte ich soll erstmal zu X gehen mit meinem Problem, so ging ich zu Herrn X. Herr X hat sich den Schuh angezogen und wollte mir helfen, er hatte eh bald einen Termin beim Kunden und wollte das ansprechen (Unterlagen habe ich ihm gegeben), ich habe gewartet bestimmt drei Wochen, keine Antwort von ihm bekommen bzw. vertröstet, also bin ich zu ihm ins Büro (Großraum) .. hab ihn persönlich befragt wie der Stand der Dinge ist, was genau bei dem Gespräch herausgekommen ist (ich weiß bis heute nicht ob dieses Gespräch/ Treffen statt fand, vermutlich nicht) Herr X meinte, der Kunde hat viel zutun, nahm ihn in Schutz und ich wüsste nicht wie der Kunde arbeitet.. dann sagte ich ihm „Herr X, nein ich weiß nicht wie der Kunde arbeitet, aber sie können mich beim nächsten Termin beim Kunden zum Gespräch gerne mitnehmen dann kann ich mir anschauen wie der Kunde arbeitet.. er hat nichts mehr dazu gesagt, war sprachlos. Ich hab ihm dann nochmal gesagt, ok, also sie kümmern sich darum? Schön und bin gegangen. Seitdem ist Eiszeit zwischen uns. Wie im Kindergarten, Mails ohne Anrede, patzig formuliert mit zig Punkten und Ausrufezeichen.
Ich kann nichts dafür wenn er seinen Kompetenzbereich nicht erfüllen kann, das was ich von ihm verlangt habe ist seine Aufgabe. Er ist einfach so von oben herab, arrogant hoch 10, ich komme mit solchen Typen nicht klar.

Vielleicht lässt du erstmal Ruhe einkehren und deine frühere Freundin kommt irgendwann auf dich zu, lass sie erstmal, wird sich noch die Finger an der neuen Dame verbrennen. Mach deine Arbeit und lass dich nicht ärgern.
Erzähl nicht zu viel privates auf der Arbeit, nur allgemeines, tue nichts was dir negativ ausgelegt werden kann, mach dich nicht schwach, angreifbar. Nimm die Dinge nicht persönlich, diese neue Frau hat Probleme.

Klar ärgert dich das alles, dein Bereich ist dein Bereich, sie soll sich um ihren eigenen Bereich kümmern, was soll das denn. Gefallen lassen muss man sich nicht alles, über einiges kann man hinweg sehen aber wenn es zu bunt wird und die Arbeit/ das Arbeitsklima gefährdet ist, sollte man versuchen die Probleme miteinander aus dem Weg zu räumen. Ihr seid auf der Arbeit und nicht im Kindergarten.

W 27
 
  • #22
Ich kann mich da nur in die Aussagen derjenigen einreihen, die für die Durchsetzung DEINER Interessen plädieren.
Ich war auch schon in vergleichbaren Situationen, dass gegen mich intrigiert wurde. Den Grund kann ich dir leicht sagen: Ich bin beruflich ne starke Konkurrenz und Blendern dadurch ein Dorn im Auge. Unterkriegen lass ich mich davon nicht. Warum? Ich bin gut in meinem Job und hab mir ne bestimmte Karriere vorgenommen, wenn ICH mich endgültig bereit dazu fühle. Ich möchte ja schließlich nicht Erfolg des Erfolgs willen, sondern glücklich sein damit und hab bisherige potentielle Karrierechancen, die mir nicht ganz zugesagt hätten, nie weiter verfolgt.
So. Und wenn mich Leute jetzt intrigant ausstechen wollen, dann MUSS ich damit umzugehen lernen. Davonlaufen bringt mich da nicht weiter. Und das würde ich dir auch so empfehlen. Klar, kann man den Job wechseln, wenn er einem beim Verfolgen der persönlichen Ziele nicht weiterbringt und dafür kann man dann schonmal ein Risiko eingehen. Aber ich würde mich nie aus einer Firma herausmobben lassen. Mobber können meine Durchsetzungsfähigkeit dann gerne kennenlernen, spätestens wenn dann Kompetenz und Blenderei im klaren Vergleich gegenüberstehen. Das würde ich dir auch empfehlen. Bleib hart, lass dich nicht kleinkriegen und lass auch zu, dass die Wahrheit durch natürliche Prozesse ans Licht kommen kann... Dein Umfeld (auch Chefs) sind meist nicht ganz so Banane, dass sie Intrigantentum nicht von echt guter Arbeitsleistung unterscheiden könnten...

Übrigens empfinde ich wie Tom Heulerei und Sich-Krankmelden wegen persönlicher Zwistigkeiten am Arbeitsplatz als sehr unprofessionell... Soviel zum Thema Kompetenz deiner Kollegin... Sie kann ihren Job ja gut machen, wenn sie sich emotional aber nicht unter Kontrolle hat, macht sie ihren Job auch nur solange gut, wie alles nach ihrem persönlichen Gusto verläuft. Konfliktfähigkeit ist aber etwas anderes. Und du hättest hier die Gelegenheit, deine eigene Konfliktfähigkeit noch weiter zu schulen.


Klar ist aber genauso: Wenn du dadurch bereits ernste gesundheitliche Probleme hast (auch psychischer Natur) odrr in Kürze daran zu zerbrechen drohst, dann achte auf dich selbst und entscheide deiner Gesundheit zuliebe. Erst die Gesundheit, dann die neue Herausforderung mit Lerneffekt... Es ist übrigens anzunehmen, dass all diejenigen, die selbst sozial sehr kompetent agieren können und extrem belastbar sind, möglicherweise auch schon mehrmals sehr tief in der Sch... saßen und damit umzugehen lernen mussten.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #23
Vielen Dank erstmal für eure Tipps. Ich bin auch schon am Überlegen, ob es nicht besser wäre zu kündigen und mir was neues zu suchen (falls mein Chef mir nicht zuvor kommt). Ich denke nämlich nicht, dass ich unschuldig bei der ganzen Geschichte bin. Die neue Kollegin ist tatsächlich super motiviert, fleißig und hat alles gut im Griff. Sie hat auf jeden Fall mehr Führungspotenzial als ich. Aber bevor sie kam, lief es auch sehr gut. Es ist noch nie vorher jemand auf die Idee gekommen, in so einem Tonfall mit mir zu reden. Da brauchte ich keine Grenzen zu setzen weil ein respektvolles Miteinander normal war. Manchmal verstehen wir uns auch richtig gut aber am nächsten Tag blafft sie mich wieder für irgendeine Kleinigkeit an. Als ich sie mal auf ihre aggressive Art ansprach, sagte sie, das wäre keine Absicht, sie würde es nicht merken, ich soll nicht immer alles gleich so persönlich nehmen.
Inzwischen glaub ich ihr aber nicht mehr.

Stimmt, es schadet dem Ergebnis nicht. Aber es verbessert es auch nicht. Sie hat eine sehr bestimmende, selbstsichere Art, die Kolleginnen ordnen sich ihr unter.
Wenn sie sich dir gegenüber aggressiv verhält, benennst du, was dir auffällt (also die aggressicen Verhaltensweisen), sagst, dass du so nicht mit jemandem zusammenarbeiten kannst und stellst höflich Regeln auf. Z.B. Sprichst du so und so mit dir, führe ich Gespräche nicht mehr weiter. Gerne aber, wenn du sachlich mit mir sprichst. Informationsweitergabe per E-Mail in einem sachlichen Ton ist auch vollkommen in Ordnung für mich etc.(Was sie "kann/merkt oder nicht" kann dir völlig egal sein. Alleine DU setzt die Grenzen, wie daneben man sich dir gegenüber verhalten kann. Wer sich nicht korrekt verhält, muss es dann eben lernen)
Setze Grenzen. Und führe ggf. Buch über ihre aggressiven Ausfälle, sollte sie dann wegen deiner gesetzten Grenze zum Chef laufen. Bleibe sachlich und professionell. Manchmal bringt ein niedrigschwelligeres Grenzensetzen auch schon viel. Das liegt daran, wie weit die Situation schon eskaliert ist. Aber:Keine Angst vor Eskalationsstufen. Wichtig ist: Nicht du eskalierst die Situation. Sie macht es und dadurch zeigt sie unprofessionelles Verhalten. Umso professioneller du dich also verhältst, desto eher läuft sie Gefahr, über ihre eigene Unprofessionalität zu stolpern. Sobald sie das merkt, hast du Ruhe.
 
  • #24
Alleine DU setzt die Grenzen, wie daneben man sich dir gegenüber verhalten kann. Wer sich nicht korrekt verhält, muss es dann eben lernen)
Stimmt so nicht. Grenzen werden per Vorgabe seitens der GL - evtl mit Betriebsrat - gesetzt.
Möchte jemand kein privates Wort wechseln - ok, das ist zu respektieren. Höflichkeit und Austausch auf der Sachebene - mehr kann nicht verlangt werden. Ich weiss - diese Teambuildingevents, mit denen manche Kollegen sehr gut verdienen. Bringt allerdings selten mehr, als dass die Kollegen, die sich sowieso schon gut verstehen noch ein wenig enger werden. Oder ein neuer Mitarbeiter etwas integriert werden kann. Team kann man so und so sehen ..... von Toll Ein Anderer Machts über Zusammenarbeit bis zu - Jeder erledigt seine Aufgabe und dann wird zusammen gefügt.
Hier allerdings hat sich ADAC deutlich im Ton gegenüber ihrer früheren "Freundin" vergriffen. Die "Neue" ist da erst mal aussen vor. Wäre ich an der Stelle von ADAC würde ich erst mal die Klappe halten. Es sei denn, man ist so gut, dass man sich alles erlauben kann.
 
  • #25
Erst die Gesundheit, dann die neue Herausforderung mit Lerneffekt...
Du hast sehr gute Tipps gegeben.

Ich war vor Jahren in einer ähnlichen Situation, war freundlich, sachlich und habe alles dokumentiert. Fazit: Selbst unser Betriebsrat riet mir vor unserem gemeinsamen Gespräch, zu kündigen, da man destruktive Personen auch nicht mit Fakten "überzeugen" kann. FS schaue einfach, wen du wirklich gegen dich hast. Ich würde dir vorschlagen, souverän zu bleiben, dir jedoch eine Frist zu setzen, wie lange du "mitspielst", ohne dass du gesundheitlich leidest. Vielleicht gehst du auch als Gewinner hervor!
Alles Gute.
 
  • #26
FS,

Ich kann den Anregungen hier aus eigener leidvoller Erfahrung nur begrenzt zustimmen. Mir fehlt aus Deiner Sicht ein hohes Maß an Professionalität.

Wir sind keine Maschinen sondern Menschen mit unseren Fähigkeiten und Bedürfnissen. Hier steht im Vordergrund der Beruf neben persönlichen Dingen. Du vermischt Rangfolge und Wichtigkeit.

Zuerst solltest Du Deinen beruflichen Stand beleuchten und Dein Licht nicht unter Deinen Scheffel zustellen. Ich finde es gut andere Leistung anzuerkennen, aber auch und vor allen Dingen die eigene. Wenn Du das nicht kannst oder es so nicht ist, brauchst Du über weiteres gar nicht erst nach zu denken.

Dann gilt es klare Grenzen zu setzen, sich nicht immer wieder semiprofessionell einlullen zu lassen und Unstimmigkeiten austragen zu lernen. Du bist nicht dafür da, jeder lieb zu sein.

Dein Chef erwartet zu Recht eine klare Lageeinschätzung und -beurteilung und nicht ein Kopfeinziehen und Einknicken. Dies ist ihm auch zu zumuten.

In angedeuteter Situation war es für mich aus heutiger Sicht richtig den Kürzeren zu ziehen, weil die mobbende Person nur Symptom nicht Ursache war.

Jahre später war die Situation eine andere:
Ich habe der betreffenden Person unmissverständlich klar gemacht, dass sie massiven Gegenwind zu erwarten hat. Das hat sich in der Firma sofort rumgesprochen. Man war ganz erschrocken, dass ich auch sehr ungemütlich werden kann. Dies noch heute sehr ungewohnt und selten bei mir. Im Endeffekt ist sie gegangen.

Also es liegt sehr viel an Dir. Ob es zu spät, wie von @Vikky behauptet, mag ich nicht so erkennen.

M52

PS: Eine sehr gute Freundin dieser Frau war und ist meine Mitarbeiterin ;)
 
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