• #1

Wie soll ich mich verhalten, damit es eine 2. Chance gibt?

ich bin ganz neu hier und dachte ich höre mir mal eure Meinung zu meinem Thema an.
Mein Ex-Partner (32) und ich 29 Jahre waren zwei Jahre zusammen.
Wir waren unzertrennlich, sind viel in Urlaub gefahren, haben eine neue Wohnung gekauft, waren immer zusammen unterwegs und für viele unserer Freunde ein tolles Team!
letztes Jahr hatte ich schwere gesundheitliche Probleme und meine Familie ist auseinander gebrochen.
Ich bin von Woche zu Woche immer mehr zusammengebrochen und habe mich zurück gezogen.
Oft habe ich versprochen, dass ich zum Psychologen gehe. Er hat immer wieder mit mir gesprochen, da ich oft Wein getrunken hatte und dadurch eine weinerliche oder aggressive Art bekommen habe.
Ich war innerlich jedoch sehr zerbrochen und konnte nicht mehr!
Nun bin ich drei Tage vor Weihnachten mit meinen Klamotten zu meiner Familie gezogen.
Wir hatten nur whatsapp Kontakt.
Über Silvester waren wir zusammen in Dubai.
(War schon früher gebucht)
es war großartig und wie früher.
Seit dem wir wieder zurück sind, haben wir oft diskutiert und gestritten.
Heute vor einer Woche bin ich endgültig zu meiner Familie gezogen.
ich habe große Angst, dass ich ihn für immer verlieren werde.
Am Tag des Auszuges sagte er mir, dass er mich immer noch liebt und es nicht vor hat mich für immer zu verlieren, aber der ganze Streit war zu viel.
Ich habe nun endlich einen Platz beim Psychologen bekommen, wo er mir angeboten hat auch mal mitzukommen.
Jedoch geht er dieses Wochenende mit sein Jungs nur feiern und ich werde das Gefühl nicht los, dass ich ihm egal bin.
Habt ihr ein Tipp, wie ich ihn zurück gewinnen kann?
Soll ich Abstand nehmen? Oder soll ich mich ab und zu melden bei ihm?

Ich bedanke mich jetzt schon mal für jede Antwort.
 
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  • #2
Ich gebe Dir folgenden Tip:
Bringe erstmal Dein Leben richtig in die Reihe (und zwar ganz ohne Beziehungen ) und dann kannst Du ja beim Ex mal wieder anrufen, oder sowas.

Lerne zusammen mit dem Psychologen auch alleine eine glückliches Leben zu führen, dann kannste auch wieder auf dem Partnermarkt weitermachen.
 
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  • #3
Liebe Laura,

Ich wünsche Dir erstmal alles Gute, die Kraft, den Mut, und die Fähigkeit zu merken, was Du verändern solltest.

Ich würde an Deiner Stelle Deinem Partner erstmal schreiben. Richtig Zeit dafür nehmen, entschuldigen für das Verhalten der letzten Zeit. Ohne Rechtfertigung, nur dass es Dir leid tut.
Was Du konkret die nächste Zeit vor hast, Therapie - und das ist nicht einfach, das kann langwierig sein.
Ihn um eine Pause bittest von 1-2 Monaten, wo Du Dich etwas sortieren kannst, Dich mit Deiner/Deinem TherapeutIn beraten kannst, wie die Beziehung sowohl für Dich als auch für ihn weiter gehen kann.
Bedenkzeit für Dich und für ihn, falls er möchte.
Aber etwas Distanz würde Euch nach der letzten Zeit sicher gut tun.

Wenn es dann weitergehen soll, werdet Ihr Euch sehr genau mit Deiner Krankheit, den Symptomen und den Möglichkeiten, wie man damit umgehen kann, auseinander setzen müssen.
Dir sollte klar sein, dass kein Partner auf Dauer als Cotherapeut fungieren kann.
Ihr müsst einen für Euch beide erträglichen Weg finden den Alltag zu gestalten.
Du wirst sehr ernsthaft an Deiner Genesung arbeiten müssen, das ist nicht nur 50min Termin pro Woche.
Er für sich benötigt auch soviel Information wie möglich, es gibt ggf. auch Beratungsstellen für Angehörige.

Und es kann sein, dass er für sich feststellt, dass er das nicht leisten kann.

Das müsstest Du leider akzeptieren, auch wenn es für Dich dadurch noch schwieriger wäre.

Dir alles Gute.
Und lass Dich bitte von den negativen Posts, die kommen werden, nicht persönlich rein.
Du kannst es schaffen, mit ihm und ohne ihn.
 
  • #4
Liebe Laura

Ich denke das eine tun und das andere nicht unbedingt lassen... also sicherlich jetzt regelmässig zum Psychologen, damit du deine Probleme, vorallem auch das Alkoholproblem in den Griff bekommst. Dass dir dein Partner oder Ex aber angeboten hat, mal mitzukommen zeigt, dass er eventuell auch noch eine Chance sieht, die Beziehung zu retten. Dass er jetzt diese WE mit seinen Jungs gefeiert hat, musst du ihm lassen. Klammer dich nicht an deinen ich sags jetzt positiv Partner, aber melde dich von Zeit zu Zeit mit einer positiven Nachricht. z. B. über Fortschritte in der psychologischen Beratung oder sonst was und frag ihn auch, wie es ihm geht usw. Aber Rumgejammer oder Dinge, die wieder zu Streit und Diskussionen führen, vermeide... ich finde in diesem Forum wird viel zu oft geraten, das Handtuch vorschnell zu werfen... finde ich schade. Vielleicht habt ihr jetzt erstmal eine richtige Krise, wo man jetzt dran arbeiten muss. Positiv finde ich, dass ihr eine gute Zeit in Dubai hattet, das ist ja nicht solange her... viel Erfolg.
 
  • #5
Liebe Laura,

ich finde Dein Freund hat alles in seiner Kraft stehende getan, welches ihm möglich war. Außerdem sagt er doch ganz deutlich, dass er dich noch liebt, warum zweifelst du denn? Was soll er denn sonst noch alles tun, damit du dich sicher fühlst?
Mit dir mitleiden? Wäre es für dich ein Zeichen seiner Liebe?
Mein Eindruck ist, er sorgt sehr gut für sich um stabil und glücklich zu bleiben, das ist wirklich toll und sehr erwachsen. Natürlich besteht auch immer die Gefahr einer Trennung, Garantien gibt es nicht. Allerdings arbeitest du doch auch an deiner Gesundheit, was sehr mutig ist, meinen Respekt hast du. Werde gesund und triff dich wieder mit ihm auf Augenhöhe, so verliert ihr euch nicht.
Manchmal ist es gut einen Schritt zurück zu gehen, um das Ganze auf Abstand zu betrachten, freu`dich für ihn, wenn es ihm gut geht. Auch das bedeutet Liebe. So kann er neu auf dich zugehen, weil er sich erholen kann um Kraft zu tanken.

Finde deinen Weg aus der Krise, vielleicht gerade das Wichtigste in deinem Leben? Wenn wir Krisen bewältigen, macht uns das stärker, dazu sind sie da und du bist auf einem guten Weg.

Liebe Grüße
 
G

Ga_ui

  • #6
Verspreche nichts, was du nicht halten kannst!
Zum Psychologen gehst du, WEGEN DIR, nicht wegen ihm! Du tust es FÜR DICH, nicht für ihn! Es ist deine Angelegenheit!

Selbstverständlich geht er feiern. Erstens, weil er noch ein gesundes Leben hat und zweitens auch mal Druck abbauen muss. Sein Leben geht weiter.

Auch wenn du jeden Abend massig Wein trinkst, ist es letztendlich deine Angelegenheit. Ich wäre dann wenigstens so klug und fair, das für mich alleine zu machen, nicht vor dem Partner, um einem aggressiven Ton und potentiellen Konflikten aus dem Weg zu gehen. Und weil es eben mein Problem ist. Ansonsten musst du dir eben von deinem Partner auch was vorschreiben lassen. Und das wäre mir zu doof.

Ich meine, mit 29 kann man selber entscheiden, wie viel Alkohol man in sich reinschüttet, man ist keinem zweiten eine Rechenschaft schuldig.


Krieg dein Leben auf die Reihe, um wieder begehrenswert zu sein. Du kriegst keine 2. Chance, wenn du das alles nur für deinen Partner machst oder dich für ihn veränderst. Eher im Gegenteil, der Respekt sinkt noch mehr. Du musst es dir selber wert sein und alles nur für dich tun!
 
  • #7
Eine Therapie zu beginnen halte ich immer für eine gute Idee. In dieser Form wie es bei euch diskutiert wurde, als ob das allein schon eine Lösung ist, bringt es allerdings nicht viel.
Es klingt nach vielen Konflikten zwischen euch, und es wurde ihm offenbar zu viel.
Kümmer dich erst mal um dich selbst, später vielleicht wieder um die Beziehung mit ihm oder jemand anderem. Momentan bist du schon so überfordert, mach dir keinen zusätzlichen Druck.
 
  • #8
Ich finde es verständlich, dass er sich ablenkt und mit den Freunden was unternimmt. Ich denke, für ihn war die letzte Zeit auch anstrengend. Also das heißt für mich nichts Schlimmes und nichts in Bezug auf Dich oder eure Beziehung. Er hat ja seine eigenen Bedürfnisse auch noch, und mit einem Menschen, der in einer Krise steckt und psychisch viel Aufmerksamkeit beansprucht, ist jeder Angehörige und Partner irgendwann überfordert, weil man sich nur auf den anderen einstellt und das, was man selber emotional braucht, zurücksteckt. Es ist wichtig, mal Abstand zu kriegen und was anderes zu erleben. So wie er sich geäußert hat, will er doch auch nicht, dass die Beziehung zu Ende ist. Ob eure Verbindung dieser Krise standhält, wird sich zeigen, aber Du musst Dich doch nun um Dich kümmern, dh. in meinen Augen, erstmal Abstand und zur Ruhe kommen.

Ich würde den Kontakt natürlich erhalten, wenn es Dir guttut und Dein Freund scheint das ja auch zu wollen. Deine Beziehung von früher klingt super. Wenn er das zu schätzen weiß, wird ihm - so wie er es gesagt hat - auch viel daran liegen, dass der Kontakt besteht und ihr euch irgendwann wieder annähern könnt. Du musst jetzt einfach Vertrauen haben ins Leben. Wenn er Dich liebt und noch mit Dir zusammensein will, dann wird er noch da sein, wenn es Dir wieder besser geht. Du musst Dich jedoch auf Dich konzentrieren, statt ihn "zurückgewinnen" zu wollen (so, wie Du eure Beziehung beschrieben hast, musst Du das nicht, er ist noch da.)

Ich wünsch Dir viel Kraft für die nächste Zeit.
 
  • #9
Liebe FS,
ihr wart 2 Jahre zusammen und davon ist nur ein Jahr gut gelaufen, d.h. der problembeladene gemeinsame Zeitraum ist genauso lang wie die gute Zeit. Ich denke ihr habt zu wenige Gemeinsamkeiten außer tollen Urlauben - reicht nicht für ein gemeinsames Leben.

Innerhalb weniger Wochen bist Du zweimal aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen - zurück zu Deinen Eltern. Sorry, aber das ist mit Ende 20 ein absolut inakzeptables, unreifes Verhalten.

Du hockst bei Deinen Eltern in der auseinanderbrechenden Familie. Warum gehst Du zu Deiner auseinanderbrechenden Familie, wenn Dich das so sehr belastet, dass Du der Streitsucht und dem Alkoholismus verfällst? Das kommt mir ziemlich irrational vor. Sich fern halten, wenn Dich das so belastet und die Partnerschaft als eigene Familie zu sehen wäre sinnvoller gewesen.

Warum soll er dann nicht mit seinen Freunden feiern gehen? Was erwartest Du? Dass er zuhause hockt und sich von Deinen Stimmungsschwankungen und Deinen nicht vorhandenen Konfliktloeseverhalten fernsteuern lässt? Da hast Du wohl sehr optimistisch und falsch gedacht.
Du bist gegangen, dann lass' Dir was einfallen, wie Du es hinbekommst, dass er möchte, dass Du wieder zurück kommst.

Mit Ende 20 kann man von seinem Partner auch unter Belastung eine andere Reaktion erwarten, als anzufangen zu saufen und heim zu Mama zu rennen.
An seiner Stelle würde ich sehr gründlich überlegen unter welchen Bedingungen ich es mit Dir noch mal versuchen würde - sicherlich nicht, wenn Du zuhause im Kinderzimmer wohnst und Dich auch nicht sofort wieder einziehen lassen. Nimm' Dir eine eigene Wohnung und verhalte Dich wie ein erwachsener Mensch. Dann kann man versuchen, sich wieder anzunähern.

Ich kann mir auch kaum vorstellen, dass ihr in so einer kurzen Beziehungszeit gemeinsam eine Wohnung gekauft habt. Kein vernünftiger Mensch tut das. Wenn Du Miteigentümer bist, ziehst Du nicht einfach so aus und lässt alles ungeklärt.
Kann es sein, dass Du nur in der Wohnung Deines Partners gewohnt hast, denn viel gemeinsames Eigentum kann es nicht gewesen sein, wenn Du es ohne Umzugsunternehen mal so eben zusammenpacken konntest.
 
  • #10
Partnerin mit großen, psychischen Problemen. Die auch noch zweimal auszieht = den Eindruck macht, als ob sie von ihm flüchten würde.

Irgendwann ist die letzte Kraft und Nerv des Partners verbraucht, und er braucht andere Leute um sich herum.

Ein Partner ist i.d.R. kein Psychotherapeut. Sondern mit solchen Situationen, Problemen, Patienten überfordert. Was will die FS denn trotzdem noch Alles von ihm erwarten ?
 
  • #11
Nun, Verständnis hin oder her, aber ich wäre da als Partner auch mehr als nur enttäuscht.

Offensichtlich ist Dir die Familie doch wichtiger als der Partner gewesen. Das kann man anhand Deiner Ausführungen sehr deutlich erkennen. Als Partner hätte ich da auch die Nase voll. Es geht nicht darum, dass man unterstützt. Vielmehr denke ich, dass man auch in einer Beziehung konsequent sein und nicht erst A und dann urplötzlich B sagen sollte.

Erst mit der Familie zerstritten, sich entfernt und nun zur Familie gezogen? Das hört sich für mich "inkonsequent" an.
Der Partner scheint da wohl nicht so wichtig gewesen zu sein.

Schwere gesundheitliche Probleme sind kein "Grund".
Auch psychische Probleme sind meines Erachtens keine Ausrede.
Wenn man inkonsequent handelt, dann sollte man auch mit den Konsequenzen leben können. Ansonsten gibt es auch innerhalb der Partnerschaft keine Zukunft. A sagen, durchziehen, notfalls Hilfe vom Partner oder von Dritten holen. Aber erst die Familie verlassen, inkonsequent agieren, dann den Partner fallen lassen und doch zurück zur Familie gehen.... Na ja...

Ich hätte auf so etwas als Partner keinen Bock.

Genauere Details kennen wir hier ja nicht.
 
  • #12
Hallo FS

Wie ist das mit dem zwei mal ausziehen passiert? Nach gegenseitigem einvernehmen? Hat er Dich darum gebeten? Weil das ist ein ziemlich heftiger Schritt und sehr viel Drama, um mit Konflikten umzugehen.

Du wohnst zur Zeit nicht bei ihm und bist wenig erfreut, dass er mit Freunden feiern geht? Ihr habt Euch ja nicht wirklich getrennt (so versteh ich es zumindest, sondern Distanz geschaffen wegen Deinen Problemen). Soll er im Selbstmitleid versinken und ebenfalls durchdrehen? Es ist das Beste was er für sich (&somit auch für Euch!) tun kann, wenn er schaut, dass es ihm gut geht und nicht auch er psychisch ins Wanken gerät.

Und hör auf das getrinke zu rechtfertigen! Du wirst offenbar nicht ein angenehmer Zeitgenosse und es macht ja nichts besser. Halte Dich von jeglichem Alkohol fern und mach stattdessen sport oder puzzle (machte eine Kollegin als sie aufhörte zu rauchen :) ) oder was auch immer.

Leute mit zuvielen Problemen neigen dazu nur noch sich selber zu sehen. Frag Dich selber: wie bist Du mit Deinem Freund umgegangen in der Zeit? Wie war es für ihn? Du hast kein Recht irgendwas an ihm auszulassen, weil es Dir nicht gut geht. So verlierst Du ihn, anstatt das er Dich unterstützen kann. Arbeite an Dir und werd zu dem Menschen, den Du gerne um Dich hättest.

Fang also gleich damit an, kein Alkohol, etwas Perspektivenwechsel und weniger Selbstbezogenheit und mach zB Sport, das ist ein gutes Ventil :) Sei nett zu Deinem Freund, keine Vorwürfe (er scheint ja sehr nett zu sein) und ev hast Du Dich bald so Weit im Griff, dass ihr einen Neustart hinbringt. Viel Glück!
 
  • #13
Jedoch geht er dieses Wochenende mit sein Jungs nur feiern und ich werde das Gefühl nicht los, dass ich ihm egal bin.
Habt ihr ein Tipp, wie ich ihn zurück gewinnen kann?
Soll ich Abstand nehmen? Oder soll ich mich ab und zu melden bei ihm?

Ich bedanke mich jetzt schon mal für jede Antwort.
Warum solltest du ihm denn egal sein? Wie kommst denn darauf?

Also ohne dich in deiner Lage noch mehr runterziehen zu wollen, will ich nur mal eins loswerden:

Solltest du ihn jetzt wirklich verlieren, dann ist das das teure Lehrgeld, was man bezahlt, wenn man den anderen mies behandelt.
Deine gesundheitlichen sowie familiären Probleme in allen Ehren, aber da muss man sich mit 29 schon mal zusammenreißen können, dass man den anderen noch mit Würde und Anstand behandelt, auch wenn man selbst unter starkem Stress steht. Im Berufsleben kann man auch nicht einfach so seinen Befindlichkeiten freien Lauf lassen, dann bist du nämlich deinen Job los. Und im Beziehungsleben ist man dann manchmal auch den Partner los. Betrachte dies als eine weitere Erkenntnis auf dem Weg zum Erwachsen werden.

Andererseits hat er dir doch gar nicht signalisiert, dass er gehen will. Du bist doch zweimal gegangen, und nun haste Angst, dass er sich verabschiedet. Dabei will er doch eigentlich bloß ausgehen. Da kannst du mal sehen, wieviel schlechtes Gewissen du mit dir rumträgst. Vielleicht wäre da eine richtig fette Entschuldigung angebracht.
 
  • #14
Heute vor einer Woche bin ich endgültig zu meiner Familie gezogen.
ich habe große Angst, dass ich ihn für immer verlieren werde.
Am Tag des Auszuges sagte er mir, dass er mich immer noch liebt und es nicht vor hat mich für immer zu verlieren, aber der ganze Streit war zu viel.
Ich habe nun endlich einen Platz beim Psychologen bekommen, wo er mir angeboten hat auch mal mitzukommen.
Jedoch geht er dieses Wochenende mit sein Jungs nur feiern und ich werde das Gefühl nicht los, dass ich ihm egal bin.
Habt ihr ein Tipp, wie ich ihn zurück gewinnen kann?
Soll ich Abstand nehmen?
Punkt 1: du hast ihn bereits verloren!
Punkt 2: er lebt dich nicht, sagt das nur und will dich hinhalten!
Punkt 3: alles andere ist ihm wichtiger als deine Person, du bist ihm sch***egal!
Punkt 4: Zurück gewinnen geht nicht!
Punkt 5: Sofortiger Kontaktabbruch mit Blockierung ist meine dringende und tief erfahrene Empfehlung!
 
  • #15
Punkt 1: du hast ihn bereits verloren!
Punkt 2: er lebt dich nicht, sagt das nur und will dich hinhalten!
Punkt 3: alles andere ist ihm wichtiger als deine Person, du bist ihm sch***egal!
Punkt 4: Zurück gewinnen geht nicht!
Punkt 5: Sofortiger Kontaktabbruch mit Blockierung ist meine dringende und tief erfahrene Empfehlung!
Unsinn. Oder fehlt da nur irgendein Ironie-Emoji?
Liebe FS, es kann durchaus sein, dass du ihn verloren hast.
Wenn nein: Glückwunsch, da muss seine Liebe sehr groß sein.
Wenn ja: Lerne daraus, dass Angehörige psychisch belasteter Menschen mindestens ebenso leiden, wie der/die Kranke selbst.
Gib euch Zeit, finde dich wieder - ja, eine Therapie ist gut, gibt aber nur Anleitung zur Selbsthilfe.
Ziehe aus deinem Kinderzimmer aus, wenn möglich in eine eigene Wohnung, und versuche, wieder dein Leben zu leben, möglichst unabhängig vom Wunsch, die Beziehung zu erhalten.
Versuch, es in erster Linie für DICH zu tun, und erst in zweiter Linie für eure Partnerschaft. Du musst es DIR wert sein, sonst geht auch Beziehung nicht.
 
  • #16
Vielen Dank für eure Antworten!
das ich vor dieser Beziehung aus einer gewalttätige Beziehung kam und ich einfach versuche es jedem recht zu machen hatte ich eventuell nicht erwähnt!
ich hatte nun ein paar Telefon sowie mit meinem Psychologen Gespräche.

Ich hätte es evtl. besser machen können zwecks meines Verhaltens, JEDOCH wenn man einmal in diesem bösartigem Kreis ist, ist es schwierig wieder raus zukommen
 
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  • #17
Ich hatte einen traumatischen Hintergrund schon vermutet.
Da ist es mit "Zusammenreissen" nicht getan.
Ja, du hättest es besser machen können, aber mehr war dir zu dem Zeitpunkt nicht möglich. Dem Freund würde ich trotzdem nicht hinterher laufen, ich glaube das ist vorbei. So verständlich es ist, dass es ihm zuviel war, du könntest zu dem Zeitpunkt nicht mehr tun. Verzeih dir.
 
  • #18
Hallo FS,

Du hast schwere Zeiten hinter Dir und hast die Kraft gefunden in eine neue Phase einzutreten, die Dich auf einen guten Weg bringen soll. Das ist erstmal klasse.
Was Du über Deinen Freund schreibst klingt doch erstmal gut.
(Er hat natürlich jedes Recht am Wochenende seine Freunde zu sehen, sei froh dass er Freunde hat in dieser auch für ihn schwierigen Lage….).
Ich denke Dein Hauptaugenmerk liegt jetzt erstmal bei Dir. Du beginnst jetzt eine Therapie, im Laufe dieser Therapie wird ein Schwerpunkt sein bei Deiner Familie auszuziehen. Gerade wenn dich die Situation dort belastet hast Du dort nichts verloren.

Ein weiterer Schwerpunkt wird sein, Dein Leben ganz für Dich leben zu können. Eine Beziehung ist in meinen Augen der Zuckerguss auf einem Leben in dem man sich auch selbst genügen kann.
Dann wird der Partner nicht mit Ansprüchen und Wünschen überfordert, die man nicht selbst für sich einlösen kann.

Was kannst Du tun um Deinen jetzigen Partner zu halten?
Sage ihm, dass Du ihn liebst, Dein leben ordnen möchtest auch für eure Beziehung und Du dafür Zeit und Abstand brauchst. Melde Dich einmal in der Woche. Und sage ihm ehrlich, dass Du nicht weißt wie lange diese Phase dauert. Mehr wirst Du nicht tun können. Wie er damit umgeht liegt nicht in Deiner Macht.

Alles Gute dabei
w
 
  • #19
Danke für die ehrlichen Antworten.
Wir haben uns wieder einmal gestritten, weil mein Ex Freund mich wieder belästigt hat und ich nervlich wieder "pissig" war.
Ihm ist das alles zu viel und hat mir nun gesagt, dass er sich nie wieder melden wird.
Ich habe ihm darauf gesagt, dass ich ihn verstehen kann und ich mich voll und ganz auf mich nun konzentrieren möchte.
deswegen stimme ich dem abstand absolut zu.
Na wenn er mich noch liebt und mich nicht für immer verlieren möchte, wie er vor genau 8 Tagen gesagt hat, dann werden wir uns irgendwann wieder sehen.
Wichtig ist jetzt erstmal, dass ich auf zwei Beinen wieder stehe und aufhöre mich zu zerstören.
es wird definitiv ein schwerer weg!
 
  • #20
Na wenn er mich noch liebt und mich nicht für immer verlieren möchte, wie er vor genau 8 Tagen gesagt hat, dann werden wir uns irgendwann wieder sehen.
Hoffentlich nicht. Du wartest ja geradezu schon auf die Fortsetzung des Dramas.
Vielleicht lernst du durch Therapie, nicht mehr Liebe und Drama zu verwechseln, das wäre ein guter Schritt zur Gesundung.
Mit diesem Mann bist du viel zu sehr ins Drama verstrickt, lass ihn. Daß du dich daran halten wirst und dich jetzt nur auf dich schaust, das glaube ich dir ein einem halben Jahr, wenn du es solange konsequent durchgezogen hast. Momentan klingst du für mich noch sehr wankelmütig, ohne klare Linie und ohne innere Stärke.
Ich hoffe, das ändert sich bald.
 
  • #21
Hallo FS

Ui, ja, aus einer Gewaltbeziehung zu kommen, macht es nicht einfacher. Sowohl andere schlecht behandeln als auch sich selber schlecht behandeln lassen, sind ungesunde Verhaltensmuster, die es nicht einfach machen.

Musst Du zu Hause wohnen oder hast Du Alternativen? Weil ein solch belastendes Umfeld macht es nicht einfacher aus diesem "Gefühlssumpf" zu kommen. Falls Du hier Möglichkeiten hast, würde ich von da wegg.

Eine Therapie ist sicher ein guter Schritt. Es geht zuerst darum, dass es Dir gut geht. Hier Unterstützung zu holen, ist super von Dir. Vor allem würde ich mir wie gesagt, ein gesundes Ventil suchen, alles andere macht es nur schlimmer.

Zu Deinem Freund: im Moment funktioniert das nicht. Lass ihn sein und kümmere Dich um Dich selber. Weil mehr Drama ist wohl nicht gut und jetzt bist Du nicht in der Position etwas daran zu ändern. Aber Du kannst an Dir arbeiten und wenn Du Dich im Griff hast, nett und souverän zu anderen bist und Dich selber nur gut behandeln lässt, hast Du eine gute Grundlage geschaffen für einen weiteren Schritt :) Ob er da dann wieder einen Platz hat, wird sich zeigen.

Kann es sein, dass Du sehr emotional auf Dein Umfeld reagierst? Manchmal hilft es schon, wenn man versucht, Dinge nicht so Nahe an sich ran zu lassen und versucht das über den Verstand zu lösen, damit es nicht so emotional schwer wird. Wenn mich zb etwas stresst, renn ich der stressigen Situation buchstäblich davon, bis mein Geist wieder Ruhe hat. Vielleicht funktioniert das auch für Dich? Und mit klarem Kopf lassen sich schwere Situationen einfacher lösen :)

Und ja, auch wenn es jetzt nicht danach aussieht: es wird wieder besser :) ganz bestimmt. Der Weg ist nur manchmal steiniger als einem lieb ist.