• #1

Wie sind eure Erfahrungen mit Singlecoach oder Psychologen?

Ich (w, 29) bin leider seit Jahren unfreiwillig Single und ich werde regelmäßig angesprochen, aber es entwickelt sich keine Beziehung.
Ich bin traurig und bin langsam mit meinem Latein etwas am Ende. Ich komme bei der Lösung meines Problems scheinbar allein nicht mehr weiter.

Allerdings kostet so eine Einzelberatung jede Menge Geld.
Hat jemand denn Erfahrungen damit gemacht und kann berichten, ob und was es gebracht hat?
 
  • #2
Du willst, dass dir ein Professioneller für viel Geld sagt, warum du keine Beziehung hinkriegst ?
Am besten schnell, nicht ? Weil es ja viel Geld kostet.
Nun, ich würde mal sagen, der Coach hätte nun so gar kein Interesse daran, dass es schnell geht, denn damit würde er ja am Ast sägen, auf dem er sitzt.

Ich war noch nie bei so einem, aber hier im Forum berichten Frauen öfter darüber und sagen dann z.B. '...und da hat er mir auf den Kopf zu gesagt, dass ich...' und ich denke mir, für diese Plattitüde, diese Offensichtlichkeit, die jeder von uns hier im Forum auch sieht, hat sie nun Geld bezahlt und Zeit verschwendet.

Ich fände es hingegen sehr hilfreich, wenn einer deiner Verflossenen so nett wäre, dir zu sagen, warum er nach anfänglichem Interesse von dir Abstand genommen hat.
Vielleicht kriegst du ja einen dazu.
Du darfst natürlich null vorwurfsvoll oder aggressiv oder jämmrig sein, sondern ganz sachlich, freundlich, neutral.
Und ihm dann nicht widersprechen, 'aber ich habe doch nie...', ' und du hast doch auch immer', 'das habe ich doch so überhaupt nicht gemeint', denn sonst hört er auf zu reden, weil er keinen Bock auf Streit hat.
Es spielt keine Rolle, wie du das damals gemeint hast, sondern ausschließlich, wie es angekommen ist, denn hier entscheidet niemand, wer recht hat und wer doof ist, sondern du willst wissen, warum die Typen dich nicht wollen.

Ich denke, um zu echten, nützlichen Erkenntnissen zu kommen, müßte einer der Männer dir sagen, was falsch läuft.
Ersatzweise eine Freundin, die aber erstens keine Angst davor haben darf, dir auch unangenehme Wahrheiten zu sagen und die zweitens oft dabei war und gesehen hat, was du machst.
Ein fremder Quacksalber, der damit sein Geld verdient, indem er dich möglichst lange in der Beratung hält, kann dir nicht helfen. Der kann dir höchstens für ein paar Wochen ein bißchen Hoffnung geben.

w 50
 
D

Deleted member 29413

Gast
  • #3
Spar Dir den Coach und frag doch einfach die Jungs warum sie bei Dir nicht dran bleiben wollen. Männer sind sehr rational und fragen sich: "Is the juice worth the squeeze"?
 
  • #5
Hat jemand denn Erfahrungen damit gemacht und kann berichten, ob und was es gebracht hat?
Das ist von Mensch zu Mensch verschieden. Ich in meiner Person für much, glaube nicht daran, ob man alleine bleibt oder nicht alleine bleibt, ist viel tiefer angelegt und wird überwiegend unbewusst umgesetzt. Es gibt Menschen die bleiben ein Leben lang alleine und es gibt Menschen die alle paar Wochen/Monate in einer neuen Beziehung sind. Man kann das nicht pauschal per Knopfdruck regeln und ich glaube auch, dass da ein Coach insgesamt auch nicht allzu viel machen kann. Damit zwei Menschen sich verlieben können, braucht es beidseitig Sympathie. Und die ist nicht abhängig von Modell-Maßen, sondern eher von Freundlichkeit, Achtsamkeit, Herzlichkeit und Verbindlichkeit. Und wie will man, diese Freundlichkeit, diese Achtsamkeit, diese Herzlichkeit und diese Verbindlichkeit antrainiert bekommen, um das alles, ganz natürlich umzusetzen, ohne dabei künstlich zu wirken? Ich bin da sehr vorsichtig, sehr kritisch, ohne Emotionen, ganz sachlich mit reichlichen Lebenserfahrungen. Meine Erfahrungen sagen für mich nein, das geht so einfach nicht. Bedenke auch, dass auch solche Leute Geld verdienen wollen, und damit wie bei so vielen Beispielen im Leben, mit den Schwächen des Menschen einfach Geschäfte gemacht werden. Ich würde niemals dahin gehen, da ich mich von außen nicht für irgendwas, umstimmen lassen möchte! Wie gesagt das ist meine ganz persönliche Meinung, die Meinungen gehen auch da, sehr stark auseinander, vor allem, wenn zu wenig Erfahrungen diesbezüglich vorhanden sind und die Tiefe der Schwierigkeit nicht bewusst genug erfasst werden kann!
 
  • #6
Liebe FS
Um es kurz zu machen: Ich habe schon Single-Coaches getroffen (per Zufall, nicht zur Beratung) und fand das ein vollkommener Reinfall. PUA-Techniken, peinlich, von Frauen keine Ahnung. Ich habe seither das Vorurteil, dass Menschen, die mit "Single-Coaching" ihr Geld verdienen, oft selbst keinen Schimmer haben, aber an so vielen Workshops und Seminaren zum Thema "Frauen, Anmachen, Dating" waren und so viele "Techniken" kennen, dass sie fernab jeglichen Realitätssinnes denken, sie könnten anderen weiterhelfen.
Psychologen sind spezialisiert auf psychische Störungen und wenn du keine psychische Störung hast, die dich an der Beziehungsanbahnung hindert, tappen die vielleicht auch im Dunkeln. Ich meine, Psychologen sind keine allwissenden Wesen und nicht immer speziell geschult in Sachen "Beziehungsanbahnung" (einige sind selber Dauersingles).
Die bislang besten Datingtipps habe ich von Matthew Hussey, einem adretten englischsprachigen Dating-Coach, der so gratis youtube Videos macht. Er versucht einem dann am Ende des Videos seine Retreats und Bücher anzudrehen - muss nicht unbedingt sein - aber da kannst du vielleicht schon die eine oder andere Erkenntnis gewinnen, und weil's auf youtube ist, ist's gratis.
 
  • #7
Ja, rausgeschmissenes Geld. Man kriegt allerhand "nützliche" Tipps wieso das und jenes und wieso weshalb und am Ende stellt man fest, nur um eine Beziehung zu starten, tickt man plötzlich als ein völliger anderer Mensch und dann wundert man sich, wieso die Beziehung gegen eine Wand gelaufen ist.
Wenn du nicht auf den Kopf gefallen und für alles offen bist, wirst du selbst rausfinden, wieso du (unfreiwillig) Single bist und kannst dir einen Gang zu den Quacksalbern sparen. Und vergiss die wichtigste Frage nicht "Wem nützt das?" Kannst die beantworten, ergibt plötzlich sehr vieles einen Sinn. Ein "SingleCoach" hat mehr davon, wenn du zu ihm gehst, als du.
 
  • #8
Ich habe leider keine Erfahrung mit einem Singlecoach. Ich kenne allerdings beruflich verschiedenste Coaches und privat Therapeuten, die über eine Krankenkasse bezahlt wurden oder in kostenlosen Beratungsstellen (z.B. Psychosozialen Beratungsstellen) saßen.

Und ich bin irgendwo auch selber vom Fach. Wenn ich auch nicht mehr in dem Bereich tätig.

Zu Coaches muss man sagen, dass sich jeder Coach nennen kann. D.h. wenn da ein Singlecoach kommt, dann sollte man sich schon fragen, welche Qualifikation der oder die eigentlich hat.

Es gibt bestimmt irgendwelche Instituten, die einem ein wohlkingendes Zertifikat ausstellen. Aber das könnte man auch einfach selber schreiben, nachdem man ein Institut für irgendwas gegründet hat.

Coaches könnten sein: Leute aus der Esotherikschine, oft Heilpraktiker mit irgendwelchen Fortbildungen bei Leuten aus dem Millieu. Leute aus der Erwachsenenbildung, die da die typischen Coaching oder Verkaufsseminare gemacht haben. Erwin oder Erika, die denken, sie seien Experte für das Thema.

Auch ein Psychologe ist erst mal nur jemand, der eine wissenschaftliche Ausbildung genossen hat und kein Fachmann für Therapien oder Beziehungsanbahnung. D.h. auch da kommt es darauf an, welche therapeutische Zusatzqualifikation erworben wurde. Häufig machen Psychologen im Laufe der Tätigkeit aber mehrere Ausbildungen unterschiedlicher Therapieschulen.

Ich würde statt 100te Euro in einen Coach zu stecken, einfach mal zu einer der psycho-sozialen Beratungsstellen (z.B. Caritas) gehen und da kostenlos mit der Psychologin oder dem Psychologen reden. Die machen auch die Familenberatung und Therapie und sind Experten in dem Bereich.

Wenn es ein die Gesundheit beeinträchtigendes Problem ist, kannst Du Dir auch über die Krankenkasse eine Therapie bezahlen lassen. Aber das klang jetzt nicht so im Ausgangsposting. Wäre aber ein Möglichkeit, wenn man dann einen Therapeuten finden kann. Oft haben die guten Wartezeiten bis zu einem Jahr.
 
  • #9
Liebe Fs,

wie schön mal eine Gleichgesinnte hier anzutreffen. Ich bin 28 und ebenfalls jahrelang unfreiwillig Single. Es kommt nie zu dem Schritt Richtung Beziehung.

Ich bin nun seit Anfang des Jahres in Therapie, da ich mittlerweile ebenfalls keine Antwort mehr darauf habe, wieso sich nie etwas zu einer Beziehung entwickelt. In der Therapie wird erarbeitet wo die Problematik genau her rührt und wieso sie überhaupt entstanden ist usw.

Für eine Psychotherapie zahlt man natürlich nichts, da es über die Krankenkasse angerechnet wird.

LG :)
 
  • #10
Liebe @Backe1988 , ich durfte (freiwillig) aus Neugier die nette Gesellschaft von einigen Psychologen/ oder auch Therapeuten genießen und würde zukünftig darauf verzichten.
1. Wurde da nur reflektiert, was ich selber sehr gut alleine kann.
2. Wenn Probleme erkannt wurden (die mir vorher eh bekannt waren und von mir auf dem Tablett geschildert wurden) war Ratlosigkeit angesagt.
3. Ich haben bei keinem "Rat" gefunden…

Am Ende meiner Suche habe ich aber eine der bemerkenswertesten Persönlichkeiten (jemals) getroffen.
 
  • #11
Nicht allen Menschen ist es gegeben, eine Beziehung zu führen. Finde doch lieber heraus, ab du wirklich in tiefstem Herzen eine solche möchtest oder du nur unbewußt ein Lebensmodell deiner Umgebung spiegelst. Vielleicht reichen dir unverbindliche Sexbeziehungen aus, wie es um Grunde genommen auch bei den meisten Männern der Fall ist.
 
  • #12
Ich war auch nie bei Coach oder Psychologen, ich wollte Dich fragen, ob Du schon irgendwelche Bücher gelesen hast zu dem Thema. Ich kenne keine jüngeren Datums, nur welche aus den Achtzigern, aber ich denke, die sind vielleicht auch für einen jüngeren Menschen unterhaltsam zu lesen und das Problem mit dem Selbstwert z.B. ist ja zeitunabhängig. Ich könnte Dir deswegen Cynthia Heimel empfehlen, natürlich mit dem Hintergrund gelesen, dass es alt ist. Aber zum lockeren Annähern, sie stellt z.B. Fragen wie "wie finde ich raus, wer ich bin", dh. in einer Beziehung. Sie beschreibt Besessenheit oder wie man sich selbst ein Bein stellt oder wie Frauen Männern hinterherrennen.

Es gibt sicher auch super Bücher jüngeren Datums. Ich finde es besser, so der Sache auf die Spur kommen zu wollen, denn dann erzählt Dir nicht irgendein Außenstehender was über Dich, das er sich zusammenreimen muss aus dem, das Du erzählst. Und vor allem: Du kann ja nicht die Verantwortung abgeben in dem Sinn, dass Du denkst, da ist jetzt einer, der Dein Problem löst. Das musst Du sowieso selber machen, er könnte Dir nur Denkanstöße zum Reflektieren geben. Die kann man sich auch aus einem Buch holen, wenn jetzt nicht eine Psychotherapie hilfreich wäre.

Du könntest auch im Forum schildern, wie Du Dich verhalten hast in Deinen Beziehungsanbahnungen. Oder vielleicht zeigst Du Verhaltensweisen, die unsexy sind. Meist ist es Klammern oder frau hat sich einen Mann gesucht, für den sie sich anstrengen will, weswegen sie alles tut und macht und er sich aber gar nicht einlässt. Es ist immer hilfreich zu gucken, wie in Deiner Familie Liebe gegeben wurde. Wurdest Du nur geliebt, wenn Du Leistung gezeigt hast, hat ein Elternteil Dich abgelehnt usw..
 
  • #13
Ich bin nun seit Anfang des Jahres in Therapie, da ich mittlerweile ebenfalls keine Antwort mehr darauf habe, wieso sich nie etwas zu einer Beziehung entwickelt. I
Für eine Psychotherapie zahlt man natürlich nichts, da es über die Krankenkasse angerechnet wird.
Wie bitte ?
Du hast keinen Freund, bist deswegen traurig, das ist dann dein psychisches Problem und mit der Bebabbelung dessen belastest du die Allgemeinheit seit fast einem Jahr ?
Hast du denn kein Unrechtsbewusstsein ?
Mir tränen jeden Monat die Augen, wenn ich meine Abzüge, die sich zugegebenermaßen aus vielem, aber eben auch aus den Krankenkassenbeiträgen errechnen, sehe und du erzählst uns hier fröhlich, wie es dazu kommt ?

Liebe Frau Backe, ich denke, Lea geht es nicht anders als den Leuten, die hier ihre Erfahrungen schildern: du gehst unheimlich lange bzw. oft da hin, bezahlst ( hoffentlich selbst und schmarotzt nicht bei der Allgemeinheit für ein Problem, das kein gesundheitliches ist ) viel Geld und gewinnst minimal an Erkenntnissen.
Die noch lange nicht zum Erfolg, einer schönen, festen Beziehung führen.
Lea macht das seit fast einem Jahr und hat ja trotzdem keinen Freund. Und in drei Jahren auch nicht, außer wenn der Zufall hilft und der hilft auch ohne Therapie.

Versuche, selbst oder mit Hilfe von Freunden zu erkennen, ob es etwas Konkretes gibt, das du tatsächlich falsch machst. Nur das hilft dir weiter. Und das ist ganz sicher effizienter als eine Stunde pro Woche bei einem Psychologen, der dir nach einem Jahr erzählt, dass du ein Problem in der Kindheit hattest und dich deswegen nicht auf Männer einlassen kannst und die das irgendwie spüren und deswegen...
Besser wäre, wenn dir ein Verflossener sagen würde, dass er krass von deinem Klammern und Jammern und Betteln genervt war ( Beispiel ), das könntest du dann versuchen abzustellen.
Was noch lange nicht heißt, dass es dir gelingt.
Und was erst recht nicht heißt, dass es mit dem Nächsten dann klappen würde. Denn wer weiß, vielleicht würde der nun gerade auf Klammern stehen.

Im Übrigen finde ich nicht, dass jede Abweichung von der Norm ein psychisches Problem ist.
Vielleicht könntest du versuchen, dein Leben schön und erfüllt zu finden, auch wenn du keinen Freund hast.

w 50
 
  • #14
Ich sehe es nicht so wie "frei": Keinen Partner zu finden, kann für die/den Betroffene/n einen hohen Leidensdruck bedeuten, der enorme Selbstzweifel bedeuten und in schwere Depressionen münden kann. In diesem Fall handelt sich ungewollte Partnerlosigkeit nicht um eine Lapalie, und es wird der betroffenen Person kaum helfen, wenn man ihr empfundenes Leid(en) nicht ernst nimmt und ihr stattdessen sagt, sie solle sich das Leben doch allein schön machen. Wieso soll es falsch sein, ggf. bereits dann psychotherapeutisch anzusetzen, wenn Frau/Mann noch nicht psychisch völlig am Boden ist?
Backe1988, wenn du das Gefühl hast, dass dich psychotherapeutische Sitzungen voran bringen könnten, probier's aus. Wenn irgendwelche Muster am Werk sind, mit denen du bisher immer wieder effekiv eine Beziehungsanbahnung verhindert hast, könnten Sie dir vielleicht bewusst(er) werden u du kannst lernen, gegen zu steuern.
Dennoch: Eine Garantie für eine gelingende Beziehung gibt es nicht. Auch wer völlig "aufgeräumt" und psychisch stabil durch's Leben geht, bekommt diese Garantie nicht. Aber er/sie hat vermutlich höhere Chancen, einen Partner zu finden.
 
  • #15
Ich (w, 29) bin leider seit Jahren unfreiwillig Single und ich werde regelmäßig angesprochen, aber es entwickelt sich keine Beziehung.

Von wem wirst Du angesprochen, was für Männer sind das?
Warum entwickelt sich bei Dir keine Beziehung?
Bist Du eine selbstbewusste Person?
Wie ist Dein Verhältnis zu Deinem Vater, was für Mensch ist Dein Vater?

Ich bin traurig und bin langsam mit meinem Latein etwas am Ende. Ich komme bei der Lösung meines Problems scheinbar allein nicht mehr weiter.

Allerdings kostet so eine Einzelberatung jede Menge Geld.

Zunächst einmal gilt für mich persönlich, dass ich mich mit niemanden unterhalten würde, der sich nur deshalb mit mir unterhält, weil er Geld dafür bekommt.

Vielmehr gibt es unzählige Quellen an Literatur oder auch youtube-Videos von guten Coaches, die interessante Dinge von sich geben. Entscheidend ist, dass man über die genannten Punkte nachdenkt und seine eigenen Schlüsse zieht - nicht stupide 1 zu 1 die Denkweise eines anderen übernehmen.

Reflektieren kann und sollte man selber.

Hast Du eine beste langjährige echte Freundin? Engen Kontakt mit Geschwistern?

Auch ein guter Tipp ist, wenn Du Männer direkt frägst - wenn Du mehrmals die selbe Antwort bekommst ist die Antwort womöglich valide.
 
  • #16
Meine Erfahrung ist folgende: Langzeit-Singles sind IMMER deshalb Single, weil sie innerlich eine Blockade haben, unbewusst eine Beziehung abwehren, sich einer Beziehung nicht für würdig erachten. Das Aussehen, das Verhalten und andere Faktoren sind NICHT der Grund für das partnerlose Dasein. Daher würde ich dir, liebe Fragestellerin, nicht unbedingt raten, einen deiner Verflossenen zu fragen, was der Grund für die nicht zustande gekommene Beziehung war. Denn wahrscheinlich könnte er den Grund gar nicht genau benennen, er hatte wohl nur ein diffuses Gefühl, dass es nicht passt, hat sich deshalb nicht verliebt. Mit so einer Aussage könntest du nichts anfangen. Denn der Grund, dass nichts zustande kam, ist wahrscheinlich auch bei dir die unbewusste Blockade.

Daher würde ich dir, anders als die meisten anderen hier, sehr wohl zu einer Therapie raten. Aber bitte nicht bei einem Coach oder Lebensberater, sondern bei einem ausgebildeten und erfahrenen Psychotherapeuten oder Therapeutin. Denn vermutlich hat dein Allein-Sein tieferliegende Ursachen, und die kannst du versuchen, in einer Therapie aufzuarbeiten. Ein leichter Weg ist das aber nicht. Therapie kann sehr anstrengend sein. Einen Versuch ist es aber wert. Achte aber sehr genau auf die Auswahl des Therapeuten, schau dir mehrere an. Leider ist das zu einer Art Mode-Beruf geworden, den besonders gerne alternative Bobo-/Hipster-Typen auswählen. Die haben dann ihr eigenes Weltbild... Such dir eine ältere und erfahrene Person aus. Wie gesagt, einen Versuch ist es wert!

W, 43
 
  • #17
Hallo @Backe1988 ,
ein Coach kann sinnvoll sein, aber man muss einiges wissen, um einen geeigneten Coach ausfindig zu machen.
1. - nur ein wirklich guter Coach ist sein Geld wert
2.- ein Coach ist ein Trainer, d.h. er kann nur Erfolg haben, wenn er mit den Gegebenheiten arbeitet, auf die Bereitschaft zur Veränderung trifft, du seinen Anweisungen auch zu folgen bereit bist.

Zunächst musst du also herausfinden, wo dein Problem wirklich liegt. Du wirst angesprochen, aber von den "falschen" Männern? Warum sind diese Männer die Falschen? Oder: Warum verschwinden die richtigen (für dich) nach 3 Dates? Diese Fragen beeinflussen die Wahl deines Coaches ebenso wie sein Können.
Abstand solltest du nehmen, wenn du in ein vorgefertigtes Konzept gepresst werden sollst. Das hat keinen Wert. Mut, dich selber zu ändern solltest du allerdings mitbringen.
Vergleiche es mit einem Friseurbesuch - willst du deine langen Haare behalten, bist du bei dem Salon falsch, der damit wirbt, alle Haare ganz kurz zu schneiden. Willst du eine ganz neue Optik, musst du etwas Mut haben - und anhand einer guten Beratung feststellen, ob du hier in guten Händen bist. Du musst aber auch wissen, ob du gerne viel Zeit in deine Frisur investieren magst, obs teuer werden darf, ob du alle 3 Wochen den einen oder anderen Hunderter zu zahlen bereit bist. Und du musst realistisch sehen, was für Haare du hast, denn damit wird gearbeitet. Auch was du willst, solltest du wissen.
Ohne deine Mitarbeit und dein Vertrauen geht es nicht. Das muss dir klar sein. Auf der anderen Seite - lies auch die Gedanken von @frei nochmals durch. Man kann manches auch selber erreichen, wenn man sich die Zeit nimmt, um nachzudenken. Menschen selber fragt, was sie gestört hat. Bist du aber der Meinung, an einem ganz bestimmten Punkt Verbesserungspotential zu haben - kann der richtige Coach sehr hilfreich sein.
 
  • #18
Ich hatte im Leben noch keine derartigen Erfahrungen und lege auch für die Zukunft keinerlei Wert darauf. Ich kenne eine Person, die aufgrund extrem egoistischen, ja schon ausbeuterischen Verhaltens auf wiederkehrende Ablehnung in ihrem Umfeld gestoßen ist. In einer Therapie wurde ihr dann angeraten, doch künftig mehr an sich zu denken, egoistischer zu sein, sich selbst wichtig zu sein. Sie kam noch unerträglicher aus der stationären Behandlung, als sie reingegangen ist. Ihre Situation wurde dadurch nicht besser.
Auch hatte ich mal eine mobbende Kollegin, die so manche Mitarbeiterin erst in die Krankschreibung und später in die Kündigung getrieben hat. Diese Kollegin war ehrenamtlich bei der Telefonseelsorge tätig.
Und sieh dir nur mal an, wie viele Typberater dringend eine Typberatung bräuchten...

Ich sehe es wie die meisten hier: Es ist Geldschneiderei.

Dem Kommentar von Inspirationsmaster
Damit zwei Menschen sich verlieben können, braucht es beidseitig Sympathie. Und die ist nicht abhängig von Modell-Maßen, sondern eher von Freundlichkeit, Achtsamkeit, Herzlichkeit und Verbindlichkeit. Und wie will man, diese Freundlichkeit, diese Achtsamkeit, diese Herzlichkeit und diese Verbindlichkeit antrainiert bekommen, um das alles, ganz natürlich umzusetzen, ohne dabei künstlich zu wirken?
kann ich mich nur zu 100 % anschließen. Besser hätte ich es nicht sagen können. Das verstehen einige Leute nicht, warum sie trotz schlanker Figur und dick Schminke im Gesicht keinen Mann abbekommen, während die 10 Kilo schwerere, dezent geschminkte Nachbarin seit 20 Jahren verheiratet ist.
 
  • #19
Wie bitte ?
Du hast keinen Freund, bist deswegen traurig, das ist dann dein psychisches Problem und mit der Bebabbelung dessen belastest du die Allgemeinheit seit fast Jahr.

Ich bin schockiert, auf welch hohem Ross hier andere Menschen sitzen und sich erlauben, abwertend über andere Personen zu sprechen ! Jeder hat das Recht auf eine Therapie und kann selbst entscheiden, was er tut.

Der FS rate ich, es einfach auszuprobieren. Eine Therapie kann eine Möglichkeit sein, die Ursachen aufzudecken und sein Verhalten so zu ändern. Alternativ die Männer fragen, was diese hat zurückschrecken lassen.

Coaching kann ebenfalls eine Alternative sein. Wenn die finanziellen Möglichkeiten nicht vorhanden sind, ist eine Therapie wohl eher ratsam. Vor allem, weil Du darunter leidest. Du hast 5 probatorische Sitzungen, da bekommst Du meist ein erstes Gefühl, ob Vertrauen und Sympathie vorhanden sind und dies auch die für Dich richtige Form der Unterstützung ist. Probiere es aus.

Alles Liebe !
 
  • #20
Liebe Frau @frei,

Warum so energisch, widerborstig und destruktiv? Wenn ich auf meine Abrechnung schaue sehe ich auch sehr viele und sehr hohe Abzüge, käme aber nicht auf die Idee darüber zu lamentieren. Ersten mag ich das grundsätzlich weder an mir noch an anderen, zweiten kann ich es/vieles nicht ändern und drittens bleibt genug übrig, um glücklich und zufrieden zu sein. Die FS hat ein für sie empfundenes Problem und ich maße mir nicht an dies kleinzuschreiben. Trotzdem sehe ich die Lösung des Problems der FS und @Lea25 an einer anderen Stelle und beantworte die Frage kurz und knackig mit nein.

Liebe FS,

Der wichtigste Mensch in Deinem Leben bist Du. Aufmerk- sowie Achtsamkeit und Empathie Dir selbst gegenüber sollten reichen. Warum Du dafür einen Coach reich(er) machen willst, erschließt sich mir nicht, maximal ein Psychologe besser Dir liebe Menschen. Hast Du die?
 
  • #21
Unsere Frau @frei kann ich gut verstehen - so weit ich mich erinnere wird in einer ernstzunehmenden Psychotherapie vereinbart, dass es in der Kernphase der Therapie, in der es um das Beziehungsverhalten der/des Klientin/des Klienten geht, k e i n e explizite Suche nach neuen Beziehungspartner*innen geben soll. Weil sonst ständig neuer Input den Fokus verschiebt. Wenn man @Lea25 und ihre kontinuierlich wiederkehrenden Fragen hier im Forum mitverfolgt, stellt sich einem schon die Frage, wieso die Allgemeinheit für eine Therapie aufkommen soll, in der noch nicht einmal eine Auszeit von Männern, so wie es Lea25 auch schon im Forum oft empfohlen wurde, vereinbart werden kann.
In diesem Sinne, FS: Therapie macht dann Sinne und kann auch dann zu Teilerfolgen führen, wenn du tief graben willst und meinst, dass dies notwendig ist, weil du ... beispielsweise Nähe nicht erträgt oder ein Helfersyndrom hast. Wichtig wäre, dass du eine Idee davon hast, warum deine Beziehungsversuche scheitern. Das wird auch in probatorischen Therapiesitzungen bei dir abgefragt.
Grundsätzlich würde ich eher empfehlen, erst einmal in die Selbstreflexion zu gehen und Freunde zu befragen. Vieles lässt sich auch eigenständig verstehen, großartig ändern wird dich ohnehin keine Therapie.
Ein Single-Coach kann vllt. helfen, die Kontaktaufnahme zum anderen Geschlecht zu verbessern, aber das scheint nicht dein Problem zu sein.
 
  • #22

Ich auch...
Schade eigentlich. Die Frage war ja konkret die nach Erfahrungen mit Singlecoaches und eine Antwort hätte ich auch spannend gefunden. Stattdessen werden mal wieder jede Menge Plattitüden ohne jeden Hintergrund von sich gegeben. Keine Ahnung, aber mitreden und "gute Ratschläge" geben wollen.

Hat hier nie jemand sich coachen lassen? Gibt es keine Erfahrungen, die konkret zur Fragestellung weiterhelfen würden?

Mir persönlich hilft es, mich mit mir selbst zu beschäftigen und so Gründe für mein Verhalten zu finden. Ich habe das im Rahmen einer (nicht vollständigen, sondern problemangepassten, akuten) Psychotherapie gemacht, die mir bei einigen persönlichen Fragen geholfen hat, klarer zu sehen, warum ich so reagiere wie ich reagiere und wie ich meine Interessen besser durchsetzen kann.
Ich habe das auch im Rahmen diverser Gruppensitzungen (z. B. Familienaufstellungen) gemacht. Auch da wieder: mehr Klarheit. Das könnte der FS helfen. Mit Singlecoaching habe ich keine Erfahrungen. Ich denke, dass auch da ein guter Coach auf den ersten Blick von außen Fakten und Ursachen sieht, die der FS mit Blick "von innen" verborgen bleiben.
 
  • #23
Hat hier nie jemand sich coachen lassen? Gibt es keine Erfahrungen, die konkret zur Fragestellung weiterhelfen würden?
Doch, allerdings auf beruflicher Ebene sowie ein Mal als Amateurrennfahrer nach einem heftigen Crash.
Darauf bezog ich auch meine Tipps. Plattitüden - hmm, wenn du meinst. Aber es ist nunmal Grundvoraussetzung, den richtigen Coach zu suchen und zu finden und bereit zu sein, seine Anregungen auch aufzunehmen. Je genauer ich weiss, was ich möchte und wobei ich Hilfe brauche, desto besser die Erfolgsquote.
 
  • #24
Jeder hat das Recht auf eine Therapie und kann selbst entscheiden, was er tut.
Jawohl, hat er, aber dann doch bitte auf eigene Kosten.

Niemand "muss" einen Partner haben, auch "Lea25" und die TE nicht. Es handelt sich um die persönliche Ausgestaltung des eigenen Lebens, dafür ist die Allgemeinheit und auch die Krankenkasse einfach nicht zuständig.

Es gibt andere Dinge, z.B. dieses Forum, vielleicht hilft das der TE schonmal weiter.
 
  • #25
FS, ich rate dir einmal einen Psychotherapeuten aufzusuchen und die probatorischen Sitzungen zu machen. Die Beziehungshistorie könnte ein Hinweis/ Symptom von etwas viel Tieferem wie beispielsweise Borderline, ein Bindungstrauma, Depressionen, komplexe PTBS oder ähnlichem sein.
e
Die Auswirkung von Persönlichkeitsstörungen und Psychischien Krankheiten auf die Bindungsfähigkeit sind nicht zu unterschätzen und es hat auch nichts mit "sich zusammenreißen" oder sonst was zu tun. Sollte eine solche Störung an der Bindungsunfähigkeit Schuld sein, kriegt man das nicht alleine in den Griff. Diese Störungen haben sogar nachweisliche neurologische Auswirkungen auf die physische Verfassung. Sind also keinesfalls lächerlich. Eine solche Krankheit ist von der Behandlung her genauso ernst zu nehmen wie eine rein körperliche Krankheit. Man muss absolut KEIN schlechtes Gewissen haben wenn man sich auf Kosten der Krankenkasse behandeln lässt. Genauso wenig wie jemand mit einem gebrochen Bein ein schlechtes Gewissen haben müsste...
 
  • #26
Niemand "muss" einen Partner haben, auch "Lea25" und die TE nicht. Es handelt sich um die persönliche Ausgestaltung des eigenen Lebens, dafür ist die Allgemeinheit und auch die Krankenkasse einfach nicht zuständig.
Wenn man so will, ist auch die Allgemeinheit nicht zuständig für Raucherfolgen, denn man MUSS nicht rauchen, Unfälle, die im Hobbysportbereich geschehen, denn man kann auch Spazierengehen, malen mit nicht-gesundheitsschädigenden Farben oder häkeln (in Maßen, weil das die Sehnen sonst belastet). Die Allgemeinheit wäre auch nicht zuständig für Folgen durch Alkoholgebrauch im Straßenverkehr oder betrunken auf ne Leiter steigen und ne Birne einschrauben wollen und dann stürzen. Es werden auch Schönheits-OPs bezahlt, wenn die Person psychische Probleme hat deswegen. Wo will man eine Grenze ziehen?

Ich denke nicht, dass jemandem eine Therapie bezahlt wird, einfach mal so. Es wird schon ein Arzt nötig sein, der ein tieferliegendes Problem als Begründung angibt, damit die FS eine Therapie bezahlt bekommt.
 
  • #27
Ich war einmal bei einem Single Coach, der im Begriff war sich selbstständig zu machen. Ein Bekannter machte seine Homepage, über ihn wurde ich gefragt ob ich als Probandin zur Verfügung stehen würde.
So habe ich zugesagt. Da ich auch Erfahrung mit Psychotherapie habe, kann ich sagen, ich habe nichts gehört was ich nicht schon wußte. (der Singlecoach ist Theologe und Therapeut) Also wie ich so ticke als Mensch, was mir wichtig ist, meine Werte etc.
Liebe FS, wenn Du mit Psychotherapie keine Erfahrung hast, dann würde ich das ruhig mal probieren. Es kann gut sein, dass Du wertvolle Impulse bekommst, die Dich ermuntern in diesem Feld weiterzugehen. Wie @Lebenslust schreibt auch Familienaufstellung hat mir schon sehr gut geholfen und auch Antworten gegeben.
Einen Singlecoach bezahlst Du selbst, für eine Therapie brauchst Du ein Rezept und schon einen triftigen Grund. Wäre für mich Option Nr.2 . Alles Gute für Dich
 
  • #28
... einen Psychotherapeuten aufzusuchen.... könnte ein Hinweis/ Symptom von etwas viel Tieferem wie beispielsweise Borderline, ein Bindungstrauma, Depressionen, komplexe PTBS oder ähnlichem sein..

Geht es auch eine Nummer kleiner? Die FS berichtet, dass sie traurig ist, weil sie keinen Partner hat und alle Ansprachen versanden.
Da muss nicht immer gleich eine Psychotherapie gegen eine schwere psychische Erkrankung aufgefahren werden sondern meistens reicht es, gute Freunde um eine ehrliche Rückmeldung zu bitten und dann einfach mal die Klappe halten und zuhören statt sofort in den Widerspruchs-/Rechtfertigungsmodus zu verfallen.

Ein befreundeter Psychiater sagte mir mal "wer Freunde hat, braucht keinen Psychotherapeuten" - wie wahr.
Es ist eine Seuche der Neuzeit jede minimale Befindlichkeitsstoerung zu einer behandlungsbeduerftigen Krankheit hochzustilisieren, statt fähig und bereit zu sein, mal kritisch auf sein eigenes Verhalten zu gucken und sich Rückmeldungen von Dritten einzuholen, wenn der blinde Fleck zu groß ist.

Jeder ist heutzutage hochbegabt, hochsensibel oder hochirgendwas, jedenfalls immer deutlich anders als normal und will für sich das nur Beste, scheitert dann am ganz normalen Leben, weil unfähig, sich mal kritisch zu betrachten und zu sehen, das man defacto bloss Durchschnitt ist.
Gesellschaftliche Rahmenbedingungen werden gern ausser Acht gelassen (dann muss man ja denken) oder auch schlechte Eigenschaften im Umgang mit anderen und es ist doch viel gemütlicher, sich in Krankheit zu flüchten.

Ich habe nie Singlecoaching gemacht. Aber ich habe berufliche Coachings gemacht, weil meine Introvertiertheit meine beruflichen Möglichkeiten behinderte. Und ich habe seit Jahren für den Sport einen Coach (Personal Trainer), weil ich körperlich auch eher verhalten bin - das ist keine Krankheit sondern mein Naturell.
Beide Coachings waren/sind sehr effektiv, weil sie sich gravierend von Psychotherapie (gemütliche Laberrunden im Büro) unterscheiden. Da wurde jeweils weit außerhalb meiner Komfortzone hart in der Offentlichkeit trainiert, mit Peinlichkeitssituationen, Rollenspiel, Klettergarten gegen Höhenangst etc - üben statt analysieren/labern. Das machen nur wenige Therapeuten und das auch nur selten, weil sieihr Geld bequemer verdienen können.

Du musst rausfinden, was Deine Probleme jenseits des Symptoms sind und Dir dafür den richtigen Coach suchen, der Dich hart fordert - sonst ändert sich nichts.
Und vielleicht erkennst Du: Du hast garkein echtes Problem sondern willst wie viele andere Frauen nur einen von den Männern, von denen es zu wenig gibt. Da ist es ein reines Mengenproblem, dass viele Frauen leer ausgehen müssen und dann bist Du eben eine davon.
 
  • #29
...Psychotherapie (gemütliche Laberrunden im Büro)...

Sorry, Vikky, nachdem ich einiges an Therapieerfahrung habe - ja, es gibt die Therapeuten, mit denen es die Laberrunde ist. Dann sollte man es lassen. Aber das ist nicht die Regel und ein Pauschalurteil, dass für die vielen engagierten Therapeuten eine ordentliche Ohrfeige ist.

Ich kenne Psychotherapie als äußerst anstrengend, belastend, schmerzhaft.
Es verlangt viel Eigeninitiative, die Stunde gibt Impulse, die eigentliche Arbeit findet zwischen den Stunden statt, wenn man selbst sich die Themen noch mal anschaut, sich mit den Fragestellungen auseinandersetzt.
Je nach Themen, Problemstellungen kann es durchaus über die eigenen Grenzen gehen. Mit (verdrängten) Wahrheiten konfrontiert zu werden ist nicht einfach, Schädliche Denk- und Verhaltensmuster zu erkennen und diese aufzulösen genauso wenig.

Aber auch wenn es eine / mehrere Nummern kleiner ist - ein guter Psychotherapeut kann sehr wertvolle Denkanstöße geben, Wege zeigen, einem dabei helfen, sich selbst zu entdecken, kennen zu lernen.

Wenn die Problemstellung ohne Krankheitswert ist, wird dies auch keine Krankenkasse übernehmen.
Krankenkassen zeigen sich nicht sonderlich großzügig bei der Kostenübernahme, und Therapieplätze für GKV- Patienten sind Mangelware, Wartezeiten +6 Monate, auch im Akutfall und ernster Diagnose keine Seltenheit.

Es gibt die Möglichkeit, als Selbstzahler sich einen Therapeuten zu suchen, die Auswahl ist bedeutend höher.
Wichtig ist - das Wissen, dass dieser kein Retter ist, man selbst arbeiten muss, und dass die Chemie stimmt. Ohne Vertrauen geht es nicht.

Bei selbsternannten Coaches würde ich immer auf die Ausbildung dahinter schauen - es ist leider keine geschützte Berufsbezeichnung.
Da gibt es sehr qualifizierte, engagierte Menschen und welche, die durchaus schädlich sind.
 
  • #30
Man kann Probleme im Alltag einer gesunden Person NICHT mit den Problemen einer kranken Person vergleichen. Psychische Krankheiten setzen voraus, dass die Selbststeuerungskompetenz verloren gegangen ist und die Person somit faktisch nicht mehr in der Lage ist durch einfache Tipps und Ratschläge etwas zu verbessern.

Ich sage ja nur die FS soll abklären, ob etwas tieferes dahinter steckt. Meistens ist eine solche Situation nur auf den ersten Blick "Beziehungsanbahnungen klappen nicht". Wenn man näher hinschaut sieht man häufig das sich die Person extra unerreichbare oder emotional distanzierte Partner sucht oder die nicht distanzierten durch unbewusste Verhaltensweisen auf Abstand hält. Passive Beziehungsvermeidung wegen einer Bindungsstörung. Wenn die probatorischen Sitzungen ergeben, dass kein Verdacht auf etwas derartiges besteht, umso besser. Ich denke es ist sinnvoll das abzuklären.
 
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