• #1

Wie sich als Dauersingle immer wieder aufrichten?

Hallo Ihr Lieben,

gerade jetzt ist es wieder besonders schmerzhaft: Frühling, Sonne und wie immer stehe ich alleine da. Ich habe mich hier schon mal zu dem Thema ausgetauscht und hatte ungeheuer liebe und wohltuende Antworten erhalten. Es hatte mir sehr geholfen, sich hier auszutauschen. Daher bitte nicht böse sein, dass ich hier noch einmal zu dem Thema poste. Ich kämpfe seit Jahren damit. Jetzt empfinde ich es wieder als ganz schlimm und bin tieftraurig. Denke mit Schreckn daran, dass dieser Schmerz wohl wirklich erst enden wird, wenn ich mal auf dem Friedhof liege. So viel weg geworfene Zeit. Dazu muss ich sagen, dass ich nach Umzug mit Kind, Katze und sehr fordendem Job extrem erschöpft bin, was sicher auch eine Rolle spielt. Dazu kommt noch, dass sich alle meine verpartnerten Freundinnen nur noch auf die Partner gestürzt haben und sich nach jahrzehntelangen Freundschaften nie wieder gemeldet haben (nur noch der Partner zählte). Habt ihr so etwas auch erlebt??? Ich bin sozusagen übrig geblieben. Dann noch mein trostloses "Elternhaus". Ich habe eine "Mutter", die mich noch nie angerufen hat und gefragt hat wie es mir geht. Wennn es mir schlecht geht und ich will reden, legt sie einfach auf. Ich fühle mich wie jemand, der nie ankommt und nirgends hingehört.
Ich lese hier oft still mit, weiß, dass es hier starke Frauen gibt, die hervorragend mit ihrem Singledasein umgehen. Daran möchte ich mir immer ein Vorbild nehmen, aber es gelingt mir nicht. Ich würde alles geben, um diesen dröhnenden Schmerz endlich los zu werden.

Ich danke Euch so fürs Zuhören!

Alles Liebe
Euer Hasendompteur (mittlerweile habe ich allerdings eine Katze)
 
  • #2
Mir ging es jahrelang genauso, meine gesamten Universitätsjahre über: Keine Freundin, keine Zärtlichkeit, kein Kuss, keine Hand, die mal über meine strich, von Sex natürlich gar nicht zu reden, immer weniger Freunde, die Interesse an mir hatten – einfach nichts.

Aber ich hatte wenigstens meine Eltern.

Du brauchst neue Freunde, oder wenigstens neue Bekannte. Mein Vorschlag: Versuch das, irgendwie.

Ich weiß, wie es Dir geht. Kämpf Dich durch die Tage, gibt nicht auf. Es gibt immer die Chance, dass es besser wird.
 
  • #3
Dir fehlt ein Leben jenseits von Beruf und Kind.
Ein gutes Hobby, in dem Du aufgehst.

Klar in der Kernzeit der Kinderbetreuung (von 0 bis 10 J) kann man Hobbys kaum pflegen, als AE erst recht nicht.

Danach aber schon, denn wenn die Kinder erst in die Mittelschule gehen, sollten sie doch schon im Hauhalt etwas mithelfen können und Dir auch zeitlich Freiräume gewähren (z.B. abends ausgehen oder eben Hobby).
Es war nunmal Deine Entscheidung ein Kind zu haben, also lebe auch damit. Der Zeitraum ist ja nicht unendlich; also nicht bis "Friedhof"

Und versuche Dir neue Freunde zu suchen.
 
  • #4
Liebe Hasendompteurin. Deine Schmerzen kommen nicht nur durch das Singledasein. Denn wenn Du nicht Single wärst, hättest Du vielleicht immer noch dieses Gefühl, wenn auch anders.

Kann es sein, dass Dir das grundsätzliche Urvertrauen fehlt, die grundsätzliche Sättigung, die ein Mensch hat, der vielleicht eine glückliche Kindheit hatte und niemals daran zweifeln musste, dass es immer bedeutende Menschen an seiner Seite gibt?? Grund für diese Annahme ist Deine Schilderung zu Deiner Mutter. Ein sehr untypisches Verhalten finde ich. Deine Einsamkeit geht tiefer,ist nicht nur durch das Singleleben bedingt. Ich vermute, dass Du Dich als Kind schon sehr verlassen gefühlt hast.

Mein Rat: suche zunächst keinen Partner, sondern einen Freundeskreis. Ich weiß ja nicht, wie alt Dein Kind ist. Dann eben andere Alleinerziehende bzw. junge Familien. Wenn Du wieder zuversichtlicher wirst, dann ergibt sich vieles andere im Leben. Schaffe Dir Dein eigenes privates Netzwerk. Das sollte eigentlich jeder tun, vor allem aber Singles.

Es gibt im Internet viele Freizeitkontaktbörsen, zum Beispiel groops. Schau mal nach, was an Deinem Wohnort angeboten wird. Beim Wandern oder in einem Sportverein kann man auch nette Menschen kennenlernen bzw. Kontakte knüpfen. Oder bei einem Ehrenamt oder in Vereinen.

Gehe auf Menschen zu, schaffe Dir Kontakte, lade sie zum Kaffee ein, wie auch immer. Damit fängt man an, indem man sich zum Ziel macht, dass jeder Mensch, mit dem man einen erfreulichen Kontakt hatte, sich durch die Begegnung mit uns bereichert fühlt.

Und dann fang an, bzw. höre auf, immer an das Schlechte zu denken. Was gibt es denn Gutes in Deinem Leben? Du hast mit Sicherheit vieles, wofür Du dankbar sein kannst. Wenn ich traurig bin denke ich immer an die Menschen bei uns im örtlichen Hospiz. Die kämpfen mit dem Tod und ich löle wegen Pillepalle rum. Die würden gerne mit mir tauschen. Viel Glück.
 
  • #5
Das Grundthema liegt sicherlich in der Kindheit. Du konntest keine Geborgenheit und Wärme erleben. Das Verhalten deiner Mutter ist einfach nur schrecklich und herzlos.
Ich kann dich so gut verstehen, daß es schon beklemmend ist. Ich mache es mir fein und gemütlich zu Hause mit Kerzenlicht, gutem Essen, und all den Dingen, die ich gern tu. Heuer habe ich ganz viele Blumen auf der Terrasse, Kräuter sowieso, und lieg so viel wie möglich in der Sonne.
 
  • #6
Wie alt bist du denn und wie alt ist dein Kind? Klar sehnst du dich nach einer Frau, aber wenn du sagst du hast eh sehr viel zu tun mit Job & Kind, dann ist das ja keine verschwendete Zeit.

Wie alt bist du denn? Eigentlich ist es doch so, dass die Herren im späteren Lebensabschnitt begehrter werden? ( Da dreht sich das mit den Zuschriften um, da werden dann auch eher die Frauen tätig ). Hier wundert es mich schon, dass du dort keine Zuschriften bekommst? Gut du hast keine Zeit die Frauen kennenzulernen, aber da wäre Onlinedating doch gar nicht mal so verkehrt?

Oder woran scheitert es?
 
  • #7
Ich finde das Singleleben überhaupt nicht schlimm. Die meisten Paare sind eine Spanne von 2-7 Jahre zusammen, dann sind so gut wie alle Paare wieder getrennt oder geschieden bzw. die Liebe ist definitiv nicht mehr so frisch. Ich finde das nicht erstrebenswert oder etwas, worauf man stolz sein kann!
Wenn ich mir vorstelle, jeden Tag stundenlang chatten zu müssen oder sich zu treffen, um dann nichts zu tun, außer daheim vor der Glotze abzuhängen, dem Partner beim Furzen zuzuhören, sich in einer gemeinsamen Wohnung arrangieren und seinen Stil zurückschrauben zu müssen, nirgends mehr hingehen zu können, da bin ich lieber alleine und erlebe lustigere Sachen. Du kannst doch alleine draußen alles mögliche erleben.

Ich muss mich vor niemandem rechtfertigen, ich kann spontan ein paar Tage wegfahren, ich muss nicht rechzeitig daheim sein, niemand meckert über das, was ich gerne tue. Für mich ist das das höchste Ziel im Leben. Ich kann mich frei entfalten und mich zu einem Individuum entwickeln .. beruflich, privat wie charakterlich. Niemand macht spitze Seitenbemerkungen oder wertet es ab. Alles Dinge, die man in einer Partnerschaft so gewiss nicht mehr machen kann, weil man da in eine Richtung blicken und sich anpassen muss sonst geht es wieder auseinander.

Warum ist der Frühling besonders schlimm? Was denkst du, wie viele Frauen mit ihrem Partner daheim sitzen und ein trostloses Leben führen, während der Mann arbeitet, genervt heim kommt und dann nur noch seine Ruhe will? Die Frau würde gerne rausgehen, was erleben, Eis essen gehen, ins Kino, und der Mann hat keine Lust. Ich glaube, du stellst dir eine Beziehung zu locker vor.
Genauso mit Sex. Studien haben bewissen, dass Singlemenschen besseren Sex haben als Paare. Fast immer bettelt einer in der Beziehung um Sex.
 
  • #8
Mensch, Katzendompteurin, lass Dich virtuell einmal in den Arm nehmen.

Du hörst Dich wirklich völlig erschöpft an. Kannst Du Dir nicht eine Auszeit verschaffen? Mutter-Kind-Kur? Wenigstens ein paar Tage an der See, ganz egal, wieviel Arbeit zu Hause liegen bleibt?

Aber am Schlimmsten finde ich diesen Satz:
Ich war etwa dreizehn Jahre ohne Partner, aber als verlorene Zeit hätte ich das nie gesehen. Es ist so viel passiert, ich hatte die Kinder, Freunde, Familie - es tut mir richtig weh, wenn Du solch ein komplettes Leere-Gefühl hast. Hast Du keine schönen Momente mit Deinem Kind und Deinem Tier? Ich erinnere mich auch nach vielen, vielen Jahren an wunderbare Glücksgefühle, wenn ich gerade Pause machte von der Gartenarbeit, mit einer Tasse Kaffee in der Sonne saß, ein Kind kam, kuschelte sich an und wir schwiegen einfach und fühlten uns nahe. Mir fehlte ein Partner nur ganz selten, unser Leben war voll und bunt und - mit Auf und Ab - glücklich.

Versuch doch zu sehen was Du hast - und nicht, was Dir fehlt. Dein Glas ist nicht nur halb voll! Alles Gute!
 
  • #9
ach meine Liebe - ich kanns nachvollziehen (ä.Situation , lange Single und allein erziehend) aber du packst das von der falschen Seite an. Für mich liest sich das so, dass du komplett am Anschlag bist und in ein Loch gefallen bist. Zuerst musst du dich aufpäppeln, denn andere Menschen nehmen anhand deiner Ausstrahlung Abstand von Dir. Wer will schon gerne seine Freizeit mit einem Trauerklos verbringen. Also erst Zeit für Dich, ggf mit einem Therapeuten. Du musst wieder zu Kräften kommen und zu dir. Wenn du wieder in die Ruhst wird auch die Lebensfreude zurück kehren und damit auch die positive Ausstrahlung auf andere Menschen, und dann wirst du automatisch wieder Anschluss finden. Komm Mädel, straff die Schulter, nimm Dein Leben in die Hand, richte das Krönchen, pfeiff auf alle, die dir nicht gut tun (ja auch auf deine Mutter!!!) und wenn du soweit bist - geh freudig dem Leben entgegen und lass dich üebrraschen was es noch so bringt. Ein erster Schritt wäre evt. dass Du Dir mal aufschreibst was Du alles hast und dass du eigentlich gar keinen brauchst (Kind, Job, Gesundheit, Wohnung ect ect ect ...) Viel Glück!
 
  • #10
Wenn du diesen dröhnenden Schmerz los werden willst, warum suchst du dir nicht professionelle Hilfe, am besten in Form einer psychoanalytisch orientierten Therapie? Ich weiß, der Rat wird oft inflationär gegeben, aber wenn ich von deiner Mutter-Tochter-Geschichte lese, dann wird deutlich, wieviel Trauer und Hoffnungslosigkeit du schon seit deiner Kindheit mit dir herum schleppst. Es kann sehr bereichernd sein, sich davon zu lösen. Du würdest vermutlich automatisch selbstsicherer wirken und vielleicht doch einen Partner finden.
Welche Therapeuten mit psychoanalytischer Ausrichtung es in deiner Region gibt, kann dir jede Krankenkasse sagen oder das Telefonbuch oder oder oder... Viel Glück
 
  • #11
Es tut mir wirklich leid, dass Deine Mutter so ist. Dazu kann man gar nicht viel sagen, weil bei den zwei Zeilen, die Du geschrieben hast, auch vorstellbar wird, wie es in der Vergangenheit war.

Freundinnen stürzen sich meist auf die Beziehungen, während ich bei vielen Männern eher gesehen habe, dass die Beziehung ein Randthema ist und deren Leben einfach weitergeht, nur wird ab und zu Zeit mit ner Frau verbracht. Und wenn Deine Freundinnen auch berufstätig sind, bleibt ja nicht wirklich viel Zeit. Dass man die mit einem neuen Partner verbringen will, ist verständlich (außer bei manchen Männern, die die Kumpels am WE vorziehen).

Frühling, Sonne und wie immer stehe ich alleine da.
Sowas habe ich auch manchmal, obwohl ich das nicht auf Partner beziehe. In der Frühjahrsdepriphase denke ich auch manchmal, zig Leute erleben jetzt das, was man immer in Filmen sieht, und an mir zieht das Leben vorbei. Ich hab viel zu tun, also in den letzten Monaten auch weder Zeit für Partner noch für besondere Aktionen mit Freunden gehabt. Da hatte ich es nicht so gemerkt, aber im Moment ist etwas mehr Luft, und dann fällt es mir auf.
Ich kann Dir nur sagen, dass ich auch was vermisst habe, als ich in meiner Partnerschaft war. Wenn man darauf hofft, dass sich diese Leere im Leben dadurch füllt, muss ich das mit "nein" beantworten, denn das ist in der eigenen Gefühlswelt und das muss man selber füllen mit dem, was einem das ultimative Gut-tu-Gefühl gibt.
Hinzu kommen die Verpflichtungen, die Verwandtschaft des Partners zu besuchen, Feiertage dort am Kaffeetisch zu verbringen usw. Das wuchs sich bei mir teilweise aus, und man kommt nicht drumrum, weil man auch niemanden vor den Kopf stoßen will.
Du hast einfach andere Sorgen mit einem Partner und egal, wie traumhaft so manche Beziehung geschildert wird, es gibt in jeder Beziehung irgendwelche Punkte, die schmerzhafte Kompromisse erfordern, Diskussionen auslösen oder sogar Streitpunkte ergeben. Wenn ich mir die Leben meiner Beziehungs-Bekannten ansehe - nein, danke. Unbefriedigende Beziehungen, in denen schon seit Jahre irgendwas fehlt, aber man hält dran fest, Schwiegerfamilienschwierigkeiten, die immer wieder ertragen werden... Manches nimmt man halt in Kauf, aber es ist eben absolut nicht so, dass das Singleleben Mist ist und das Beziehungsleben super.
 
  • #12
Jemand hat hier mal genau das geschrieben, was ich auch als mein Motto ansehe: Ich muss mich MIT Beziehung glücklicher fühlen als ohne.
Dazu muss man es aber erstmal wissen, was einen glücklich macht!
Es ist sehr schwer, einen Partner zu finden, mit dem die Basis stimmt. Ich kenne nur ein Paar, wo das meiner Ansicht nach zutrifft, alle anderen wirken auseinander-empfindend, aber weiter zusammenlebend, unzufrieden, außer eine Single-Frau sagt, wie angenehm sie das Singlesein findet, dann wird auf einmal die Beziehung besser. Viele Männer halten zu Hause einfach die Klappe, um Stress zu vermeiden.

Ich denke, was Du suchst, findest Du nur in Dir. Auch ein Partner muss Dich hier zwangsläufig enttäuschen. Du hast ein Verlorenheitsgefühl, und hier kannst Du nur selber versuchen, Dir ein innerliches Heim zu schaffen. Kein Mensch außer Dir, nicht mal Elternteile, hat die Chance, so gut wie Du zu wissen, was Dich gefühlsmäßig glücklich macht. Aber das musst Du unbedingt VOR einer möglichen Beziehung rausfinden, denn sonst gehst Du in diesem Punkt mit Verwirrung an die Partnersuche und erträgst dann einen unpassenden, der Dir doch nicht gibt, was Du brauchst, und nur, weil Du denkst, Du findest keinen anderen mehr, bleibst Du verlorene Jahre in dieser Verbindung und versuchst, ihn dazu zu bringen, Dir umfassend zu geben, was Du gefühlsmäßig brauchst und was in der Kindheit schiefging.
Sowas muss man leider allein lösen, wenn die Eltern versagt haben. Darüber gibt es aber auch Literatur. Es geht um Selbstliebe und Selbstwert.
An Deiner Stelle würde ich mich erstmal damit befassen und etwas anfangen, was ich schon immer machen wollte. Dann triffst Du auf Menschen, die am gleichen Spaß haben wie Du und es entstehen Bekanntschaften außerhalb der Arbeit.
 
  • #13
Wenn du diesen dröhnenden Schmerz los werden willst, warum suchst du dir nicht professionelle Hilfe, am besten in Form einer psychoanalytisch orientierten Therapie? Ich weiß, der Rat wird oft inflationär gegeben, aber wenn ich von deiner Mutter-Tochter-Geschichte lese, dann wird deutlich, wieviel Trauer und Hoffnungslosigkeit du schon seit deiner Kindheit mit dir herum schleppst. Es kann sehr bereichernd sein, sich davon zu lösen. Du würdest vermutlich automatisch selbstsicherer wirken und vielleicht doch einen Partner finden.
Welche Therapeuten mit psychoanalytischer Ausrichtung es in deiner Region gibt, kann dir jede Krankenkasse sagen oder das Telefonbuch oder oder oder... Viel Glück

Lege ich ebendfalls dringend ans Herz!!! Ich habe es selber hinter mir und dazu empfehle ich 5HTP, einfach mal googlen. Sehr interessant, was es für Alternativen gibt, wenn man anscheinend leicht depressiv ist.

Ganz wichtig ist, zu verinnerlichen, dass man sein eignes wohlgefühl nicht vom Vorhandensein eines Partners, bzw. Freunde abhängig machen sollte.

Dazu kommt, wer will gerne seine wenige Freizeit mit einem depressiven menschen verbringen. Ich war auf der anderen Seite, jetzt bin ich auf der sonnigen Seite und je weniger ich was von anderen Menschen wollte, desto mehr wollen die von mir. Interessant diese Kehrwende. Jetzt kann ich mir aussuchen, mit wem ich meine Freizeit verbringe. Ansonsten fühle ich mich mit mir auch "allein" sehr wohl. Ich bin nicht mehr süchtig nach Liebe und Anerkennung durch andere Menschen.

w
 
  • #14
Viele die hier schreiben und die Wirkung von starken Frauen haben....Sind nicht in jeder lebenssituation so bzw nicht immer so gewesen.
Ich war zb nach meiner Ehe 4 Jahre Single und nicht der Glücklichste.
Auch bei mir brach das sozialleben weg....Ich fühlte mich völlig allein und wertlos.
Heute weiß ich, dass ich mit dieser Sicht auch positive Zeichen übersehen habe.
Man hat aber auch keine Ausstrahlung die Menschen anzieht, wenn man so ist.
Ich habe mir einen Therapeuten gesucht, alleine um zu reden und zwar nicht über Kinder, aufzuarbeiten und vorallem selbst zu ordnen.
Dann habe ich mich für eine Fortbildung angemeldet, über 2 Jahre an vielen Wochenenden. Geht nicht, galt nicht und es gab Lösungen um das mit den Kindern zu schaffen.
In meinem Job aber ging ich immer gerade und offen!
So konnten auch neue Freundschaften entstehen!!!
Aber trotzdem musste ich mich nach meiner letzten langjährigen Beziehung neue berappeln.
Hier gab es auch eindeutig unsichere Threads von mir....zb Ausstrahlung etc.
Es ist immer Arbeit an sich selbst .....
Schönes und gutes zu sehen....
Nur trauriges zu sehen, macht traurig und einsam.
Hol dir Hilfe um zu sehen, dass Du wertvoll bist....siehst du es, sehen es die anderen auch.
 
  • #15
Hier nochmal die Threadstellerin.

Ich weiß wirklich nicht, wie ich Euch danken soll. Alles, was Ihr schildert, hilft mir wirklich, die Sache aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Das gelingt mir sonst nie. Ich weiß nicht, warum ich immer mit diesem wirklich absurden Gefühl durch die Welt gehen, als Single komplett versagt zu haben. Ich finde hier wieder so viele Beispiele, das es anders sein kann. Ich verzweifele dran 13 Jahr Single zu sein und lese dann so wunderbare Beiträge wie von Dir, liebe Saepe_inscia, dass Du auch so lange alleine warst - und glücklich. So etwas tut immer so gut zu lesen. Irgendwie normalisiert das meine Situation dann plötzlich, auch wenn ich natürlich das Glück nicht mehr "nachholen" kann. Für mich waen diese 13 Jahre der Horror. Es war alles zu ertragen, die Umzüge, die Jobwechsel - aber die ewigen Singlejahre haben mir fast körperliche Schmerzen bereitet. Leider tun sie das immer noch, aber durch Eure Posts kann ich endlich mal wwieder eine andere Seite sehen.
Ja, Ihr hab auch recht bzgl meiner Kindheit. Ich war von Beginn an ein vollkommen verlassenes Kind gewesen. Selbst mein Suizidversuch mit 13 ließ meine Mutter kalt. Diese Kindheit schmerzt noch heute und wohl auch ein Leben lang.
Dank Eurer posts habe ich mich heute spontan für eine Hypnotherapie angemeldet. Am Dienstag geht los.
 
  • #16
Darf ich Euch vielleicht noch um euren Meinungen zu meinem früheren Partnersuchveralten mittels onlinedating fragen? Eure Meinungen wären mir sehr, sehr wichtig. Was dabei so schlimm für mich war, war dieser tägliche Druck an den Rechner zu müssen, jeden Tag suchen zu müssen. In Panik zu verfallen, wenn ich es nicht auf mindestes 1 date pro Woche schaffte (also zeitlich gesehen). Dann nach ca. 1 Monat kam dann immer das völlige Loch: Wenn es bis dahin nicht geschafft war, war es für mich eigentlich schon gelaufen. Bei EP stürzte es mich in Depressionen, wenn mich nur ca. 5 Herren pro Woche anschrieben, das hielt ich dann für viel zu wenig, dachte, so kann es doch nie werden. Dann kamen manchmal, zum Glück selten, die Verabschiedungen nach Fotofreischaltung. Das hat mir dann den Rest gegeben. Ich schildere es nur, weil es mich interessiert, ob ich mich in der Sache vielleicht viel zu schlimm unter Druck gesetzt habe. Eine Bekannte erwähnte neulich, dass sie ernsthaft nur ein date pro Monat macht - und ist zuversichtlich, dass es werden wird. Wenn ich doch nur so sein könnte. Seid Ihr da auch so entspannt? Es würde mir sehr helfen, wie Ihr diese Dinge seht. Vielleicht irgendwann in fernster Zukunft, wenn ich noch einmal suchen würde, wäre es für mich sehr viel erträglicher, wenn ich wüßte, dass man auch ohne Höllenstress fündig werden kann. Es hat mich immer abgehalten, nochmal etwas zu wagen.

Ich danke Euch so, so sehr für ALLES!!!
 
  • #17
Ja das kenne ich zum Teil, Freunde und Freundinnen die auf den Partner so fixiert sind, das sie keine Zeit mehr haben, aber trotz allen haben sich andere Türen geöffnet, ich bin ein sehr offener Mensch und bin dann alleine fortgegangen und siehe da jetzt sind wir eine Mädelrunde die sich einmal im Monat trifft zum tanzen und immer wieder lernt man neue Menschen dazu kennen und es werden immer mehr. Das erste mal alleine fortgehen waren echt eine Überwindung, aber ich konnte es kaum glauben, aber ich war in den Lokal nur 10 Minuten wirklich alleine. Wenn man sich hier so die Geschichten durchliest von Beziehungsstress und auch was ich selber erlebt habe, nein danke da bleib ich wirklich lieber alleine und lebe so wie ich es will ohne stress. Es macht mir nichts aus alleine zu sein!!! Ich kann alleine sein und wenn dann würde ich nur einen wirklichen Partner wollen und nicht einen der so blöde spielchen spielt, wie man hier auch nachlesen kann oder ich selber erlebt habe. Habe ich auch alles lernen müssen, weil ich war auch 20 Jahre mit wem zusammen und konnte am Anfang das alleine sein kaum ertragen. Melde dich in einen Sportverein an, da lernt man auch Leute kennen. Wie gesagt, nur weil man Single ist, ist das Leben noch lange nicht vorbei, es ist halt anders!! Alles liebe dir und trau dir mehr zu dann klappt das schon!
 
  • #18
Gebe einer Vorschreiberin recht, das Paarsein wird zuviel idealisiert, vor allem von Singles auf der Suche, von Paaren selbst nicht, vor allem von Paaren, welche mittlerweile im Alltag und nicht auf rosa Wolke angekommen sind.

In meinem Umfeld beneiden mich durchweg alle verheirateten Freundinnen gerade um ein sorgloses Singledasein, meine Unabhängigkeit, auch finanziell. Keine dieser vergebenen Frauen will mich verkuppeln oder fragt mich, warum es nicht klappt.
Sie finden meine Situation toll.

Andersherum beneide ich keine Paare, welche ich kenne, zumindest die meisten, ich kenne dort finanzielle Probleme, Dauerdarlehen, Kredite abstottern und Kinder, welche obendrein kosten. Ach wie schön das doch sein mag.

Liebe FS genieße Deinen Singlestatus, das kann man lernen, wenn Du Dir den, sorry Beziehungskrampf im Umfeld realistischer ansiehst. Natürlich gibt es auch gute Beziehungen, diese resultieren aber schon aus Jugendzeiten, die anderen haben schon den 2., 3. oder 4. Anlauf, was ich nicht als super Beziehung sehen kann.
 
  • #19
Hm, hab grad deinen vorigen Thread gelesen.
Du hast sehr viel geschafft, bist berufstätig mit Kind.
Du stellst dich ja gerade hier als Vollversager hin, dabei bist du in vielen Bereichen erfolgreich.
Und, auch wenn deine Mutter dich nicht schätzt, was auch immer da die Umstände sind, so bist du trotzdem liebenswert.
Das mit der Mutter tut weh, und ich empfehle dir wirklich eine Therapie, auch um deinen Kummer mal von der Seele zu reden und langsam aufzulösen. Und du bist nicht weniger wert, nur weil du keinen Partner hast.
Was deine Erschöpfung angeht, versuch dir was Gutes zu tun, eine Massage zb, streichelt auch die Seele, ein Kurs, Yoga zb. Oder Malen, irgendwas, was deine Batterien auflädt.
Dann neue Freunde suchen, am besten Freundinnen die auch solo sind und nicht zwanghaft einen Mann suchen, gemeinsame Unternehmungen. Du wirst erleben, wie wohltuend es sein kann, mit einer Frau was zu unternehmen, ohne den ständigen Mann-Frau Spielen ausgesetzt zu sein. Dann wirst du eines Tages vielleicht wieder Lust auf einen Mann haben, brauchst ihn aber nicht so dringend, um alle Löcher zu stopfen, weil du viel schon selbst hinkriegst.
Anfangen würde ich wirklich mit einer Therapie, damit du deinen Kummer heilen kannst. Kleine Schritte.
 
  • #20
Ich weiß nicht, warum ich immer mit diesem wirklich absurden Gefühl durch die Welt gehen, als Single komplett versagt zu haben.
Das frage ich mich manchmal auch, warum Singlesein als Versagen von irgendwem angesehen wird. Ich muss sagen, in den letzten Zügen meiner Beziehung habe ich Singles auch beneidet, weil es ja doch großer Stress ist und das Scheitern einer großen Sache, wenn die Beziehung sich auflöst. Dabei war das nicht mal ein Auseinandergehen im Streit, im Gegenteil.
Die eigentlichen Versager sind die, die sich an ihre Beziehung klammern, obwohl sie schon wissen, dass sie ihnen nicht guttut, nur weil sie Angst haben, allein zu sein. Und "Versager" ist nicht als gemeines Wort gemeint, weil ich das verstehe, dass man Angst vor Veränderungen hat, egal wobei. Außerdem weiß man manchmal nicht, dass es nicht passt und denkt, dass es nie das 100%ige gibt. Das ist ein längerer Prozess, das auszusortieren, wo es keine Kompromisse geben kann. Am besten ist, so weit wie möglich zu wissen, was man braucht und was wichtig ist im eigenen Leben. Dann fällt die Partnerwahl wesentlich passender aus.
Und ich versteh auch, dass man, sobald ein Single über Einsamkeit klagt, sofort denkt "ich hab wenigstens DAS" und seine öde Beziehung meint. Oder wenn ein Single sagt, dass Singlesein schön ist, auf einmal die Beziehung verteidigt.
Aber es ist absolut nicht so, dass Singlesein ein Versagen bedeutet. Wissen, dass man in einer schlechten Situation steckt und sie ändern könnte, sich aber das nicht traut, ist Versagen, ohne dass ich damit was Böses aussagen will.

Deine Mutter - und das meine ich nicht entschuldigend oder relativierend, sondern nur als Erklärung, weil Menschen meist denken, es läge an ihnen, wenn sie nicht geliebt werden - Deine Mutter hat selber massive seelische Probleme. Ich denke, ihre Kindheit wird auch nicht gut gewesen sein. Also versuche, Dich zu lösen davon, dass dieser Mensch Liebe und Fürsorge geben kann. Es liegt nicht an Dir, dass sie sich so verhält, sondern an ihrem eigenen unentwickelten Gefühlsleben, warum auch immer es so eingefroren ist.
 
  • #21
Ich möchte gerne auf Deine 2. Frage antworten. Mir ist aufgefallen, dass Du Dich viel zu sehr unter Druck setzt und Druck ist meistens nicht gut. Ich bin mir sicher, dass man Dir das in Deiner Datingphase auch angemerkt hat. Vielleicht warst Du zu verbissen, gehetzt, nicht ganz bei der Sache, weil Du mit Rechnen beschäftigt warst. Es müssen nicht so oder so viele Dates oder Emails in einer Woche sein. Besser weniger, dafür intensiver. Kann es sein, dass Du ganz schnell aufholen wolltest, was Du in 13 Jahren verpasst hast?
Fang an Dein Leben zu genießen. Schnapp Dir Deine Tochter, geh raus in die Natur und erfreu Dich an dem schönen Wetter, dem Geruch nach Blüten und den tollen Farben. Plan Reisen, zB. In einem Club wie Aldiana. Dort kommst Du mit anderen Menschen schnell in Kontakt. Alles Liebe für Dich!!
 
  • #22
Liebe Hasenfrau,
ich war auch 13 Jahre Single, erst unglücklich, und am Schluss sehr zufrieden. Ich habe mich dann nur noch auf Karriere und Kinder konzentriert.
Dann habe ich einen sehr netten Mann getroffen, der mir tatsächlich das Vertrauen in die Männer wieder zurückgeben konnte. Wir haben gemeinsam unseren absoluten Wohntraum verwirklicht. Die Geschichte hat kein Hollywood-Ende, weil es das eben nur im Film gibt. Er hat sich fremdverliebt, und ich habe ihn nach seinem schlußendlichen Eingeständnis sofort vor die Tür gesetzt. Ihm wärs lieber gewesen, erstmal ein paar Monate parallel zu fahren um zu schaun was mit der anderen wird. Verlassen werden ist immer grausam.
Andererseits lebe ich den Wohntraum jetzt eben alleine, und mich macht das glücklich.
Du bekommst hier viele gute Tipps, was du für dich tun kannst. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, daß du die erst umsetzen kannst, wenn du psychisch stabiler bist, das ist die Grundlage für alles. Momentan bist du ja gar nicht in der Lage, etwas zu genießen.
Ich wünsche dir, daß du bald eine innere Ruhe finden kannst, die dir das erlaubt. Das kann, leider, Jahre dauern, aber schon der Weg dorthin ist aufregend und spannend.
Setz dich nicht unter Druck mit Dating, du verursachst dir nur Schmerz, und davon kannst du nicht noch mehr brauchen.
 
K

KG XS

  • #23
Leider habe ich auf viel viel zu lange dem Irrtum aufgessesen, das Leben sei nur mit Partner lebenswert. Was für ein Quatsch.

MIttlerweile hat sich dies bei mir ins Gegenteil verkehrt. Im letzten Jahr meiner letzten Beziehung habe ich gemerkt, dass ich alle Singlefrauen beneide.

Und jetzt habe ich mich endlich zum Single gemacht. Herrlich. Ein Traum. Das erwachsene Kind ist schon ausgezogen.

Bei mir fehlt zwar die berufliche Karriere und der Traumjob. Trotzdem geht es mir so um ein vielfaches besser und immerhin habe ich nen Job, der dennoch nicht der schlechteste ist.

w 46
 
N

nachdenkliche

  • #24
Auch mir geht es inzwischen so, dass ich wirklich nicht im geringsten neidisch auf turtelnde Paare bin, GANZ IM GEGENTEIL! Ich habe selbst erfahren, wie wunderschön es ist, verliebt zu sein und schließlich zu lieben, aber auch der große Absturz und Vertrauensmissbrauch (muss nicht immer sein, ich weiß das), der mir mehr geschadet hat, so dass ich auf das Verliebtsein so gut verzichten kann und mich wohl fühle.

Und jetzt habe ich mich endlich zum Single gemacht. Herrlich. Ein Traum. Das erwachsene Kind ist schon ausgezogen.

Bei mir fehlt zwar die berufliche Karriere und der Traumjob. Trotzdem geht es mir so um ein vielfaches besser und immerhin habe ich nen Job, der dennoch nicht der schlechteste ist.
...Du siehst, liebe Hasenfrau, es geht auch so. Bitte bewerte eine Liebesbeziehung nicht über! Alles Liebe für Dich.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #25
Man will ja immer das haben, was man nicht hat. Ich würde hier Gehirnwäsche an mir selber betreiben und mal eine Pro- und Contra-Liste aufstellen. Schreibe dir auf, wie viele Vorteile es nur als Single hat und wie viele Nachteile als Paar.
Normalerweise sollte bei der Single-Spalte mehr stehen, denn als Single ist es höchstens frustierend, wenn man noch einen starken Kinder- und Familienwunsch hat, aber auch das kann man heutzutage gut durch Hund, Katze, regelmäßige Hobbys oder Leidenschaften stillen. Denn gerade als Single ist man heute gut überlebensfähig.

Ich würde mir immer wieder vor Augen halten, dass man als Paar nicht ewig glücklich ist. Irgendwann kommt der Fall. Der Schmerz der verlorenen Liebe ist größere als der Schmerz eines Singles.

Lass es dir selber gut gehen, gönn dir was, buche Reisen und Erlebnisse, die dich glücklich machen, stärk deine sozialen Kontakte und polier Freundschaften auf, probier neues. Es gibt doch so viel alleine zu erleben und zu entdecken. Das schafft alles Abhilfe, sich wohler zu fühlen. Meinst, wenn man sogar Glück hat, findet man bei solchen Aktivitäten ganz plötzlich jemand neues.
 
  • #26
Liebe Hasendompteurin,
stell Dir vor, Dein Häschen oder Dein Kätzchen wäre Dein eigenes Herz. Wie würdest Du mit ihm umgehen?
Würdest Du es jahrelang trauern und weinen und verzweifeln lassen? - Nein! Gewiss nicht! Sicher würdest Du alles daran setzen, dass es ihm bald wieder gut ginge.
Es geht nicht darum, die Erfüllung unserer Herzenswünsche vom Außen zu erwarten. Dann bleiben wir immer Bettler an den Toren unserer Sinne. Und das möchten wir doch nicht.
Eine behütete Kindheit trägt durch's Leben, aber heißt das notwendig, dass eine weniger behütete dazu führt, dass uns niemand durch's Leben trägt?
Die Mutter oder die Eltern als die Verantwortlichen? Aus einer übergeordneten Sicht auf die Existenz kann man auch sagen: wir haben sie uns ausgesucht: genau diese Eltern. Und oft, um genau diese Aufgabe zu lernen: sich emotional selbst nähren und in eine Fülle bringen zu können. Dazu müssen wir uns in der Fürsorge an Priorität 1 setzen.
Wer kennt sie nicht, diese Momente und manchmal auch anhaltenden Gefühle des Von-aller-Welt-Verlassen-Seins. Dann müssen wir uns hinsetzen, hinlegen, weinen. Aber des Wieder-Aufstehens eingedenk.
Und wenn wir wieder aufstehen, ist der erste Schritt ein kleiner. Und der zweite auch ... und der Dritte ...
Mach einfach jeden Tag fünf kleine Schritte - für Dein eigenes Herz. Das Lieblingsbrötchen am morgen - nicht Stulle mit Brot und Hauptsache, Kind und Katze sind versorgt. Der Lieblingstee - nicht irgendeiner, nur um ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Die tägliche Portion Tageslicht, am besten Sonne, wenn sie lacht - nicht der Dauerlauf für den Arbeitgeber. Ein Leckerli am Nachmittag für Deine Seele, ganz alleine. Und am Abend einige Zeit (und seien es nur Minuten) beim Kerzenschein und den Gedanken, die DEIN Herz nähren: Ich habe fünf kleine Schritte getan, für mein eigenes Herz. - Und morgen mache ich wieder fünf ... und übermorgen ... Und am Wochenende vielleicht einen Ausflug an einen See, auf einen Berg - mit Deinem Herzen, Deinem Kind und Deiner Katze.
Zeichenanzahl ende
 
  • #27
Teil 2 (die Textfelder sind leider auf 2500 Zeicehn begrenzt):
Gib Dir selbst die Liebe, die Du von einem Partner erwartest, das stärkt Dein Herz. Es stärkt Deinen Selbstwert, denn Du bist Dir selbst zunehmend mehr wert. Und dann kannst Du es auch für andere sein.
Ja, Maler Herz malt die Welt, und liegt es in der Dunkelkammer, dann ist auch die Welt dunkel. Und: alle Wahrnehmung basiert auf Erfahrung der Vergangenheit - wie soll es da jemals anders werden? - Aber: Vom Geiste geh'n die Dinge aus, sind geistgeboren, geistgemacht! Vom Geiste ausgehend kann auch die Wahrnehmung gesteuert und ganz allmählich umprogrammiert werden. Du allein entscheidest, ob Du auf der Straße Deinen Blick auf glückliche Eltern mit Kind richtest oder auf traurige allein erziehende Mütter. Ob Du beim Anblick der glücklichen Eltern wehmütig und neidisch wirst oder ob Du Dir sagst: Und eines Tages wird es auch meine Realität sein. Wenn ich täglich die kleinen Schritte hinaus aus dem Mangeldenken mache!
Werde zur Herzensdompteurin! Fang am besten heute damit an, gerade WEIL heute Vatertag ist!
Und lass Dich dabei aus der Ferne in Gedanken umarmen!

Fortuna w/51, nach 20 J Singledasein mit männlichen Einsprengseln glücklicher denn je auf leichter, spielerischer Ausschau nach einem Partner.
Mod: Bitte beschränken Sie sich auf die vorgeschriebene Zeichenlänge. Mehrteiler werden nicht mehr frei geschalten.
 
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  • #28
Single-Dasein ist doch nichts Schlimmes. Mir hilft da ein abgenutzter Spruch: "lieber alleine als in schlechter Gesellschaft"
Eine 1-jährige (leider sehr komplizierte Beziehung) unterbrach mein 5-jähriges Singleleben...bin gerade an der Restverarbeitung des dadurch entstandenen Liebeskummers!
Um eine Erfahrung reicher bin ich geworden - hatte mich auf etwas Eingelassen was ich nie dachte, dass es mir je passiert (anderes Thema) - ich bin nicht verbittert - und ich kenne auch einige nette Männer. Aber nie wieder werde ich mich auf etwas Einlassen, welches schon verworren beginnt! Da Draussen ist irgendwo der Mann der zu mir passt - und wenn ich hier all die Themen so durchlese, bin ich momentan froh bald wieder ein fröhlicher Single zu sein.
Pflege oder suche dir Freundschaften/Bekanntschaften oder lächle beim einkaufen mal jemanden an (wie schnell kommt man auch da mal in ein unverbindliches Gespräch) geniesse den Frühling und alles rund um dich herum.
Viel Erfolg!
 
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  • #29
Ich kann mich Fortuna nur anschließe, und das gilt für alle, egal ob Single oder Paar.
Wir können uns die Liebe zuerst nur selbst geben.
Das Bild mit dem Herz ist gut. Oft behandeln wir uns schlechter als einen Anderen.
Warum? Wir sind als Kind nicht geliebt worden, sind verlassen worden, und denken uns Schrott! Also bin ich Schrott, wenn man so mit mir umgeht.
Stellen uns selbst in die hinterste Ecke, denken wir sind nichts wert.
Diesen Schmerz können wir nur selbst auflösen, auch mit Hilfe einer Therapie. Sonst suchen wir immer hungrig im außen, und werden nie satt. Wenn wir uns selbst lieben, und dann kommt noch Liebe von außen, super. Sich selbst lieben ist nicht so leicht, lieber verknallen wir uns in jemand anderen, von dem wir dann alles erhoffen.
Und wie beschrieben, kleine Schritte. Und Vergleiche sind massig. Es gibt unglückliche Paare und glückliche Singles und umgekehrt.
 
  • #30
Man sollte aber auch gerade nicht in die Denkschablone des .....da draußen wartet noch der eine auf mich.....verfallen, denn sie ist trügerisch. Die Liebe fürs Leben zu finden basiert gerade nicht auf Romantik, die langjährigen Paare, welche ich kenne und welche wirklich harmonisch zusammenleben, kamen gerade nicht aufgrund der großen Gefühlswelle zusammen, sondern am Anfang durch Kommunikation, Sympathie und gleicher Lebensanschauung, die Gefühle kamen erst später dazu.

Viele sind durch Filme und Romane echt zu "romantisiert", aber es ist nicht die Realität. Außerdem sind viele zu faul um für eine Liebe bzw. für eine Beziehung zu kämpfen, da geht man hurtig fremd, wechselt schnell warm und bleibt doch der selbe Dösbaddel.

Paare, die bald ihren 40., 50. oder 60. Hochzeitstag feiern haben sicherlich gerade nicht immer heiter Sonnenschein, gerade diese Paare bewundere ich, denn sie wissen, wie man um die Partnerschaft kämpft, sie wissen, dass keine Beziehung einfach von alleine läuft, der super Sex nicht ewig ist und man optisch und mental auf sich weiterhin halten muss, sie wissen, dass es sich nicht lohnt gehen zu lassen und dem Partner die Schuld gibt, wenn was schief läuft.

Aber diese Paare kennen sich auch schon seit Jugendtagen, somit hatten sie keine weiteren "Versuche" notwendig, sie mussten auch nicht "herumgekommen" sein, im Gegenteil, sie wussten, wie man ankommt und sind auch geblieben.