• #1

Wie sage ich ihm, dass ich krank bin?

Hallo,

ich, w36, stehe seit Oktober 2015 in Kontakt mit einem Mann, den ich hier auf EP kennengelernt habe. Bisher haben wir uns nur 1 Mal getroffen und zwar Anfang Januar. Das Treffen verlief gut und bei der Verabschiedung waren wir beide der Meinung, dass wir uns erneut treffen möchten.
Seit diesem Treffen schreiben wir uns fast täglich. Das 2. Treffen ist jetzt in ein paar Tagen geplant.
Leider wurde bei mir letzte Woche Krebs entdeckt. Die Heilungschancen sind gut. Ich bekomme Bestrahlung und Chemotherapie (in oraler Form). Mit der Bestrahlung fange ich heute an und mit der Chemo dauert es noch 1-2 Wochen.
Ich möchte es ihm beim nächsten Treffen unbedingt sagen, da ich der Meinung bin, dass man miteinander fair umgehen muss.
Ich habe allerdings Angst, dass er das Interesse verliert. Ich bin schon sehr lange Single und hatte mich wahnsinnig gefreut, dass jemand sich wieder für mich interessiert. Auf der anderen Seite, das zu verschweigen wäre nicht unbedingt schlau.

Was denkt ihr? Sagen oder lieber abwarten wie das Ganze sich entwickelt? Bin momentan ziemlich ratlos.

Danke für eure Antworten.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
Erst mal mein Mitgefühl und mein Wunsch, dass du gut durch die schwere Zeit, die dir jetzt bevorsteht, durchkommst.

Du wirst Freunde und deine Familie brauchen und ich wünsche dir sehr, dass du genug Unterstützung hast.

Dass du die von einem Mann, den du erst einmal gesehen hast, bekommst, ist extrem unwahrscheinlich.
Bitte sage es ihm gleich. Ich würde es ihm sogar vor dem geplanten Treffen sagen, dann verschwendest du nicht deine und seine Zeit.
Bitte gehe davon aus, dass euer Kontakt dann beendet sein wird und bitte denke nicht schlecht über den Mann.
Es ist sehr legitim und verständlich, wenn er dich ( eine fremde Frau ) nicht in dieser schweren Zeit begleiten will.

w 48
 
  • #3
Hallo Lila 79,
Ich kann euren Kontakt schlecht einschätzen.

Ich bin der Ansicht, dass du nicht jedem Bekannten von Deiner Krankheit erzählen musst, aber kannst, wenn du willst. Du musst die Krankheit und Therapie "aushalten", also können andere auch deine Narben usw. als Aussenstehende ertragen.
Es wird Aussenstehende geben, die mit deiner Krankheit nicht umgehen können und blöd reagieren.
Bei einem persönlichen Treffen und ansonsten "Brieffreundschaft" - mehr ist Whatsappen nicht - kann es sein, dass er nur Bekannter ist.
Habt ihr engeren Kontakt ist es vielleicht besser, wenn du es erzählst, weil er merken wird, dass du dich veränderst.

Was erwartest Du Dir davon, wenn Du ihm die Info gibst? Also welche Reaktion erhoffst du Dir? Bist du bereit, ihm anschließend die Therapieverfahen zu erklären und ihn Begleiter sein zu lassen, oder steht ihr euch nicht so nah? Wenn er dich sehr mag, wird er sich Sorgen machen und begleiten wollen.

Du kannst allgemein andeuten, dass du derzeit gesundheitliche Probleme hast und es dir nicht gut geht. Du kannst, dann auch weiter ins Detail gehen, wenn und wann du willst.

Hierfür gibt es auch Ratgeber, wie man schlechte Nachrichten (Krankheit, Arbeitslosigkeit, Insolvenz etc.) beim Kennenlernen verpackt, ohne zu lügen.

Eine liebevolle Beziehung hast du auf alle Fälle verdient und kannst du auch noch führen.
 
A

Ares

  • #4
Erstmal wünsche ich Dir viel Kraft und Energie für die sicher nicht leichte Zeit, die Du derzeit hast.

Ich würde es grundsätzlich sagen. Entweder früh, dann kann er gleich entscheiden, ob er Dich weiter treffen möchte oder nicht (das ist ja nicht nur eine gesundheitliche Frage). Oder dann, wenn sich eine Verfestigung der Bekanntschaft abzeichnet, allerdings müsstest Du ihm dann klar sagen, dass Du verstehst, wenn Deine Krankheit ein Hinderungsgrund sein sollte.
Ich würde die erste Variante besser finden.

Gute Genesung!
 
  • #5
Natürlich könnte man die Meinung vertreten: Sags ihm - wenn er nicht zu Dir hält und nicht damit umgehen kann ist er nicht der Richtige für dich. Zudem bringt es nichts, etwas vor zu machen (Du hast nicht immer Zeit wegen der chemo und es geht Dir nicht immer gut wegen der Chemo) - er wird denken, Du hast das Interesse verloren.

Du bist im besten Alter für Ehe und Kinder - wenn Dein Krebs Einfluß auf das Thema Kinder hat, ist es blöd. Will er denn welche ? Aber das kannst ja per mail rausfinden bevor Du es ihm sagst.

Andererseits ... es war bislang NUR ein Treffen und es ist schon viel verlangt, daß er damit umgehen kann, denn mit der Erkenntnis ist das Pflänzchen Zwischenmenschlichkeit bei Euch noch nicht mal gepflanzt und Ihr fahrt gleich mit der Dampfwalze über den Boden. Die sich bildenden Emotionen werden geblockt durch sein Leid und seine Versuche Dir Kraft zu geben.

Ich denke aber auch, daß Dein Hauptaugenmerk der Krebs ist. Wenn aus dem Krebs "was wird" (was ich nicht hoffe) dann hast ein richtiges Problem, wenn aus dem Mann nichts wird, dann kannst Dir einen andern suchen oder bleibst single - beides ist nicht wirklich ein Problem. Wenn Du es ihm aber nicht sagst, hast im Bereich Mann keine Klarheit und wenn Du da keine Klarheit hast, zieht es emotionale Kraft ab im Kampf gegen Krebs.

Gute Besserung für Dich - und halt den Kopf schön oben, alles andere macht es nur um so schlimmer.
 
G

Ga_ui

  • #6
Ich würde es per Mail sagen. Ihr habt doch zwischen den Treffen sicher Kontakt. Allerdings nicht Mitleid erhaschend, sondern zeigen, dass du eine starke Frau bist, denn letztendlich ist es deine eigene Krankheit und du wirst selber da durch müssen.

Nachteilig wäre, zu zeigen, dass du extra für diese Krankheit einen Partner und Halt brauchst. Kein Mensch möchte sich zusätzlich Ballast aufladen.

Viele Frauen machen imho den Fehler, dass sie sich wie eine klammernde Mutti benehmen, wenn sie was haben. Das schreckt nicht nur ab, das braucht einfach keiner.

Du selber musst dich jetzt organisieren. Ist da überhaupt für einen Partner Platz? Such dir viele Bezugspersonen (enge Freunde, Kollegen, Freizeitpartner), denn die bieten eine wichtigere Stütze, als ein potentiell neuer Partner.

(w)
 
P

Provence

  • #7
Schwerer Weg und ich drücke dir die Daumen!

Ich würde das nächste Treffen abwarten; bis kurz bevor ihr euch verabschiedet. Hast du während eurer Begegnung den Eindruck, dass es sowieso nicht passt mit euch, bist du vermutlich erleichtert, dass du ihn gar nicht eingeweiht hast.

Ist es aber so, dass ihr euch beide im Laufe eures Treffens vorstellen könnt, dass auch mehr aus euch werden könnte, erkläre dich. Vielleicht, indem du ihm von all deinen Zweifeln im Vorfeld erzählst. Springt er ab, was durchaus sein kann, hast du nicht viel verloren.
Ich wünsche dir aber (vorausgesetzt, er gefällt dir immer noch), dass er anbietet, darüber nachzudenken. Das würde jeder vernünftige Mensch erst einmal vorschlagen ...

... und dann wünsche ich dir, dass er (etwas später) dich will und zu dir steht.

Viel Glück (erst mit der Krankheit, dann mit der Liebe - oder umgekehrt) !!
 
G

Ga_ui

  • #8
Wir können deinen Bekannten nicht einschätzen! Viele männliche Bekannte werden sich aber meiner Erfahrung nach abwenden, und es dich durch die Blume wissen lassen, weil sie in solchen Situationen hilflos und nicht sozial sind. Einfach indem sie nichts machen oder sagen können.
Sich aufopernd um jemanden zu kümmern oder ständig um den Gesundheitszustand informieren wollen, ist ein Frauending. Nichts, was Männer kennen oder machen werden. Erst recht kein fremder Mann, mit dem du noch nicht oder noch nicht lange zusammen bist.

Erwarten kann und sollte man das auch nicht. Oder willst du, dass jemand nur bei dir auf Befehl am Bett sitzen bleibt?
Ich hätte da kein gutes Gefühl, ich wäre mir da auch zu fein. In Krankheit bin ich auch lieber allein.
Bei einer Chemotherapie wirst du dich ziemlich elend fühlen, zeitweise sehr aufgedunsen sein im Gesicht, oft Weinkrämpfe bekommen, und dich nicht ausstehen können. Das solltest du bedenken, wenn du dich mit einem Mann einlässt.
Ich würde es per Mail sagen. Ihr habt doch zwischen den Treffen sicher Kontakt. Allerdings nicht Mitleid erhaschend, sondern zeigen, dass du eine starke Frau bist, denn letztendlich ist es deine eigene Krankheit und du wirst selber da durch müssen.

Nachteilig wäre, zu zeigen, dass du extra für diese Krankheit einen Partner und Halt brauchst. Kein Mensch möchte sich zusätzlich Ballast aufladen.

Viele Frauen machen imho den Fehler, dass sie sich wie eine klammernde Mutti benehmen, wenn sie was haben. Das schreckt nicht nur ab, das braucht einfach keiner.

Du selber musst dich jetzt organisieren. Ist da überhaupt für einen Partner Platz? Such dir viele Bezugspersonen (enge Freunde, Kollen, Freizeitpartner), denn die bieten eine wichtigere Stütze, als ein potentiell neuer Partner.

(w)
 
  • #9
Guten Morgen liebe FS,

mein Mitgefühl ist mit dir und ich wünsche dir die nötige Lebenskraft, um die Zeit zu überstehen.
Ich würde aber den Mann treffen und es ihm persönlich sagen.
Ich habe es vor einiger Zeit ähnlich umgekehrt erlebt. Der Mann sagte es mir am Telefon und ich hatte es vorerst für eine Ausrede gehalten. Es stimmte, er hielt sich aber zurück und ließ mir keine Chance, ihn begleiten zu dürfen. Verständlich aus seiner Sicht, aber ich fand es sehr schade.
Menschen sind sehr unterschiedlich und ich würde diesem Menschen in die Augen schauen wollen und es persönlich sagen, das wirkt aufrichtiger und ehrlicher und lässt Raum für die Entscheidungsfreiheit des anderen. Mit einer Aussage per Telefon signalisierst du aber Hoffnungslosigkeit und Aufgabe. Nur Mut liebe FS und ganz viel Glück und Daumendrücks @-->-->-
 
  • #10
Liebe FS,
erstmal mein Mitgefühl für die Diagnose und viel Kraft für die Therapie.
Ich denke, die Frage ist, ob du überhaupt mit ihm Kontakt haben willst, wenn du geschwächt von der Therapie bist. Auch Rückzug wäre eine ganz normale Reaktion in dieser Zeit.
Auf jeden Fall wirst du es ihm sagen "müssen" weil es sich nicht verheimlichen läßt. Damit ist erstmal die Unbeschwertheit eines Kennenlernens dahin.
Ob er sich dann zurückzieht oder nicht, kann hier keiner beurteilen. Gehe das Risiko ein, die einzige andere Alternative wäre es ihm nicht zu sagen und selbst den Kontakt abzubrechen, aber wozu? Du kannst ihm durchaus die Chance geben, zu reagieren.
Vielleicht zieht er sich zurück, vielleicht entwickelt sich eine Freundschaft, vielleicht eine Lebenspartnerschaft. Wir wissen es alle nicht. Na und? Es wird sich zeigen.
 
  • #11
Liebe Lila,

Das tut mir sehr leid für dich und ich wünsche dir auf jeden Fall schon mal ganz viel Kraft für die nächste Zeit - lass dich nicht unterkriegen!

Ja es ist schlimm dass dein Wunsch nach einer Beziehung ausgerechnet jetzt so massiv auf die Probe gestellt wird, aber besser jetzt als später, wenn du gefühlsmäßig schon mehr involviert bist.

Ich bin Krankenschwester und habe einige Zeit auf der Krebsstation gearbeitet. Man wird dort mit den Patienten sehr vertraut, und meine Erfahrung ist leider, dass nach Diagnosestellung die Männer ganz schnell weg sind. Es waren dann immer nur eine handvoll Männer, die bei ihren Frauen geblieben sind und sie unterstützt haben.

Von einem fast fremden Mann kannst du leider keine Unterstützung erwarten. Er möchte das schöne Leben mit dir, an die Schattenseiten denkt er noch nicht.

Richte deinen Fokus jetzt auf dich, wenn es dir wieder besser geht wirst du dich verändert haben (zum positiven!) und dann wird auch ein anderer Mann in dein Leben kommen.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft!

w(28)
 
  • #12
Also für mich liegt die Sache doch glasklar auf der Hand:

Zum einen sagt man so etwas einfach, denn Du musst ja nicht nur innerhalb bzw. vor einer Beziehung an Dich denken, sondern auch an den anderen Menschen bzw. den potentiellen Partner. Zudem ist "Ehrlichkeit" ein Grundpfeiler einer Beziehung.

Zweitens ist es so, dass, wenn der Partner Dich dann aufgrund der Mitteilung versetzt bzw. aufgibt, dann sein wahres Wesen ans Licht kommt. Auf so einen Menschen kannst Du dann auch verzichten.
Dies würde dann schon deutlich das Verhalten, den Anstand usw. aufzeigen.

Folglich kann ich Logiker sagen, dass es eigentlich ganz einfach ist.
 
  • #13
LIebe FS, erst einmal alles Gute und ich wünsche Dir eine erfolgreiche Behandlung.
Deiner neuen Bekanntschaft würde ich jetzt noch nichts davon erzählen. Denn: Das ist nun einmal eine sehr persönliche Sache. Das kannst Du zu einem späteren Zeitpunkt noch erzählen. Im Übrigen - auch jeder gesunde Mensch kann jederzeit plötzlich schwer krank werden oder auch sofort sterben. Vor "bösen Überraschungen" ist sowieso niemand gefeit. Auch frisch Verliebte oder neue tolle Bekannte nicht.
 
  • #14
Ich würde es schreiben und zwar in der Kürze, wie du es uns geschrieben hast.

Die meisten Menschen sind mit solchen Diagnosen überfordert und so ist es besser, wenn er es erstmal für sich sacken lassen kann. Es direkt einer Person ins Gesicht sagen, nein.
 
  • #15
Hallo liebe FS,
erstmal geht es doch jetzt um Dich und darum, dass Du schnell wieder gesund wirst. Das hat oberste Prioriät. Ich würde meinem Bekannten rechtzeitig mitteilen, wie die Dinge liegen und natürlich auch, dass die Heilungschancen gut sind. Alles Weitere hast Du leider nicht in der Hand. Die Reaktion darauf kann zu Rückzug oder aber auch zu echter Anteilnahme und einer Vertiefung Eures Kontaktes führen. Letzteres habe ich letztes Jahr gerade im Freundeskreis erlebt: Kurz nach den ersten Begegnungen mit seiner heutigen Partnerin hat ein sehr guter Freund von mir (beide sind Ü40) ebenfalls diese Diagnose erhalten. Der Kontakt zwischen den beiden hat sich zur Freude aller trotzdem weiter entwickelt und vertieft, er hat auch die schweren Monate der Behandlungszeit bestens überdauert und inzwischen planen die beiden zusammenzuziehen. In dem Fall hat die große Sympathie füreinander zu Beginn unter der Erkrankung nicht gelitten und diese Krise scheint die Verbindung wahrscheinlich sogar noch schneller gefestigt zu haben, als "normal". Dies nur als positives Beispiel, wie es laufen kann, das Dir hoffentlich Mut macht.

Aber das hängt ganz sicher - neben vielen anderen Faktoren - auch davon ab, mit wem Du es da zu tun hast. Davon abgesehen sollte man berücksichtigen, dass eine so frühere Phase der Beziehungsanbahnung eine fragile Angelegenheit ist, bei der überhaupt noch nicht sicher ist, ob und wie sich das Ganze weiter entwickeln wird, auch unabhängig davon, ob einer von beiden vorübergehend erkrankt.

Eines ist jedenfalls sicher: Jemand, der sich so einer Situation positiv zu stellen weiß, auf den wird auch sonst Verlass sein. Genau das und eine schnellstmögliche Genesung wünsche ich Dir!
 
  • #16
Eine Idee meinerseits.
Du könntest ihm mitteilen, das du in den nächsten Wochen viel Kraft für dich selbst brauchst und eventuell nicht die Zeit hast, um dir Gedanken über eine Beziehung machen kannst, weil du diese Diagnose bekommen hast.
Wenn er dich natürlich trotzdem besuchen möchte, würdest du dich sehr freuen.
Reaktion abwarten.

Ich wünsche dir viel Kraft bei deiner Genesung und alles Gute.
 
  • #17
Ich würde zunächst nichts von der Schwere der Erkrankung erzählen, nur, dass du akut eine Krankheit diagnostiziert bekommen hast, die deine gesamte Kraft verlangt. Und es verstehen würdest, wenn er sich zurückzöge. Basta. Der Ball liegt bei ihm. Wenn er sich weiter meldet, kannst du davon ausgehen, dass er wirklich interessiert ist. Ich wünsche dir viel Kraft und Ruhe in der nächsten Zeit. Halt uns auf dem Laufenden, bitte.
 
  • #18
Ich wünsche Dir von Herzen erstenmal viel Glück!
Zu meinem Schutz, würde ich es vor einem Treffen offen legen
Denn ich persönlich würde seine Haltung wissen wollen, bevor ich noch mehr Bindung aufbaue.
Dazu kommt, dass man vielleicht nicht so gut mit einer "Absage" umgehen kann, wenn sie kommt, und ihm gegenüber sitze!
 
  • #19
Ich finde es höchst manipulativ, ihm die Erkrankung mitzuteilen. Jeder anständige Mann hätte zumindest starke Gewissensbisse, wenn er sich dann verabschieden wollen würde (man kann dann möglicherweise nicht unterscheiden, ob man wegen der Erkrankung geht oder weil man sowieso gehen würde). In einer so frühen Datingphase wäre die beste Lösung, ihm abzusagen. Alles andere fänd ich egoistisch.

Trotzdem gute Besserung!
 
  • #20
Ich würde zunächst nichts von der Schwere der Erkrankung erzählen, nur, dass du akut eine Krankheit diagnostiziert bekommen hast, die deine gesamte Kraft verlangt. Und es verstehen würdest, wenn er sich zurückzöge. Basta. Der Ball liegt bei ihm. Wenn er sich weiter meldet, kannst du davon ausgehen, dass er wirklich interessiert ist.
Ich würde es genau so machen.
Allerdings würde ich mir an deiner Stelle nicht zu viele Hoffnungen machen. Gerade bei so einer Erkrankung wäre es sehr kontraproduktiv, wenn du auch noch emotional durch Liebeskummer aus dem Gleichgewicht gerätst.
Du brauchst deine Kraft und dein inneres Gleichgewicht für dich selbst.
Gute Besserung alles liebe für die Zukunft!
 
  • #21
Ich wünsche dir zunächst einmal, dass du so gut wir möglich durch die nun schwierige Zeit kommst. Ich wünsche dir viel Kraft und eine gute Genesung.
Selber gehöre ich leider zu den Menschen, die mit ernsthaften Krankheiten nicht umgehen kann. Ich mache einen großen Bogen um kranke Menschen (ich weiß, nicht schön, aber das Thema Krankheiten ist für mich ein "rotes Tuch"). Wenn mir bei der Partnersuche ein Mann eine ernsthafte Krankheit "beichtet", war es das für mich auch schon, und ich beende den Kontakt. Entweder finde ich einen hervorgeschobenen Grund, oder ich lasse den Kontakt auslaufen.
Du solltest dich beschützen und an dich selber denken. Die meisten Männer würden wie ich (bin eine Frau) nicht mit einer ernsthaften Krankheit bei einer neuen Bekanntschaft umgehen können und der Frau eine Absage geben. An deiner Stelle würde ich daher die Bekanntschaft präventiv beenden. Du ersparst dir Kummer und eine Niederlage. Finde einen Grund und teile ich damit deine Absage mit. Denke zunächst an deine Heilung; das hat höchste Priorität. Wenn du dann über den Berg bist, kannst du die Partnersuche wieder aufnehmen.
Dir viel Glück bei der Genesung!
 
  • #22
Liebe Lila,

Auch meinerseits alles Gute und viel Kraft.

Ihr seid in Kontakt seit Herbst, habt gut kommuniziert, ein positives erstes Treffen gehabt.
Ich würde es ihm beim nächsten Treffen sagen, wenn es sich so gestaltet, dass für Dich auch weiterhin mehr möglich wäre. Wenn nicht, hat es sich sowieso erübrigt.
Ein solches Thema ist zu gravierend für Mail, Telefon oder beiläufig am Ende eines Treffens.
Vielleicht ähnlich wie von @Zwerg formuliert, das drückt erstmal aus, dass es DEIN Thema ist und Du keine Erwartungen an ihn hast - außer Geduld und Verständnis, wenn es Dir mal nicht gut geht.
Ich würde auch formulieren, wie die Chancen sind, es kommt eine ganz andere Haltung an, wenn man nicht nur den Ist-Zustand und die anstrengende Behandlung erwähnt, sondern sagt, ich habe jetzt diesen Krebs, aber nach dieser und jener Behandlung sollte ich wieder gesund sein.

Ist vielleicht ja auch für Dich die eigene Selbstmotivation.

Nun, und wenn es das Ende einer Beziehungsanbahnung ist, dann ist es sehr schade und bedauerlich, aber eine Lüge belastet dauerhaft mehr.
Die Reaktion könnte auch positiv sehr überraschend sein.
 
  • #23
Hallo liebe FS,

warum drehst du den Spieß nicht herum ? Du kannst ihm doch schreiben, dass du diese schlimme Diagnose bekommen hast und ihm mitteilen, dass du dich nun erstmal wahrscheinlich um dich kümmern musst, obwohl du ihn toll findest und gern näher kennenlernen würdest.

Das würde ich etwas vage halten, aber gar nicht erst bezweiflen, dass er noch Interesse an dir haben könnte. Es sollte nicht wie eine Ausrede rüber kommen, weil du kein Interesse an ihm hast.

Hat er weiterhin Interesse an einem Kennenlernen, wird er sich davon nicht abwimmeln lassen. Hat er es nicht, wird keiner bloßgestellt. Und du begibst dich nicht in so eine BittstellerPosition.

Ich wünsche dir viel Kraft.
 
  • #24
Liebe Lila,
ich würd es ihm bei eurem nächsten Treffen sagen - ganz offen und ehrlich so, wie es ist. Ob er sich dann noch weiter mit dir treffen will oder lieber nicht, ist offen. Klammer dich nicht an ihn, lass ihm die Wahl. Setz lieber auf deine Freunde und auf deine Familie, die dich sicher in dieser Situation unterstützen werden. Wenn der Mann sich verabschiedet, ist es ok. Du schaffst es auch ohne ihn und wirst bestimmt nochmal jemanden finden, der zu dir passt.
Alles Liebe und Gute.
 
G

Ga_ui

  • #25
Zweitens ist es so, dass, wenn der Partner Dich dann aufgrund der Mitteilung versetzt bzw. aufgibt, dann sein wahres Wesen ans Licht kommt. Auf so einen Menschen kannst Du dann auch verzichten.
Dies würde dann schon deutlich das Verhalten, den Anstand usw. aufzeigen.
Das ist Erpressung! Mit tötlichen Krankheiten sind die meisten Menschen psychisch überfordert! Es ist besser, klar zu sagen, man kann diese Verantwortung nicht tragen kann und möchte, als sich später zu übernehmen, nämlich dann in der Beziehung, wenn die FS die meiste Unterstützung braucht und Verlass und Verantwortung vom Partner erwartet! Ein Fremder kann damit sowieso gar nichts anfangen.
Es wird sich höchstwahrscheinlich eine gute Bekanntschaft daraus entwickeln, da momentan einfach nicht der beste Zeitpunkt ist, über eine Beziehung nachzudenken, wenn man seine volle Energie für die Krankheit braucht! Sonst könnte man meinen, die FS braucht einen Krankenpfleger.

Und wie manche hier sagen: gar nichts von der Krankheit erzählen ... da braucht man schon viel Mumm und Kraft, seine eigene Krankheit als Nichtigkeit abzuhaken, nur weil man jemanden kennenlernen möchte. Kriegen auch nur die Wenigsten hin.

Aber wir kennen euch beide nicht, wir wissen nicht, was er für ein Typ ist, was du für ein Typ bist und was er von dir will und wie weit er bereit ist, mit dir zu gehen. Denk vor allem an dich, bleib dir selber treu. Deine Krankheit wird dich deine volle Kraft kosten. Nicht der passende Zeitpunkt für Liebskummer & Co.
 
  • #26
Liebe FS,
ich wünsche Dir zuerst einmal viel Kraft für die kommende Zeit und eine gute und schnellstmögliche Genesung.
Du hast hier schon einiges gelesen und ich würde einfach ehrlich sein. Das ist , in meinen Augen, immer noch der beste Weg. Kommt ja darauf an, wie Du es ihm sagst. Ruhig und besonnen ihm mitteilen, dass Du diese Diagnose erhalten hast und es Dir wichtig ist, dass er es weiß und Du mit offenen Karten spielen möchtest.
Dass Du Dich freust, dass Ihr Euch kennengelernt habt und es ihn gibt. Dann wirst Du sehen wie er reagiert. Vielleicht braucht er auch einen Moment um mit der veränderten Situation klar zukommen und die wirst Du ihm sicher geben können.
Wichtig ist, dass es Dir gut dabei geht, denn Du solltest jetzt die allerwichtigste Person in Deinem Leben sein. Und wie Du schreibst, sind die Heilungschancen wohl gut, also könnte auch eine späterer Zeitpunkt noch eine Option bleiben.
Ich wünsche Dir alles, alles Gute!
 
  • #27
Liebe lila79,

ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass die Therapien bei dir gut anschlagen und du dir dein Leben nach deinen Träumen und Wünschen gestalten kannst.
Ich hatte auch Krebs und möchte dir Mut machen, zu deiner Krankheit zu stehen. Sie ist ein Teil von dir. Der "Krebs" wird dich in Form von Verlaufskontrollen und ev. Therapienebenwirkungen ein Leben lang begleiten.
Bei meiner Partnersuche habe ich die Krebskrankheit im Profil erwähnt, da mir die Diagnose vorher bekannt war. Hintergedanke war auch, ungeeignete Kandidaten abzuschrecken. Ich habe viel ehrliche Post bekommen und einen liebevollen Partner, der gut mit der Situation umgehen kann, gefunden.
Ich halte es für unabdingbar, wenn sich eine ernsthafte Beziehung entwickeln soll, den entsprechenden Part zeitnah zu Diagnose und Therapie darüber einzuweihen, dass deine Welt gerade komplett aus den Fugen gerät. Wenn er der passende Mann ist, wird er, deine Ehrlichkeit als Beweis großen Vertrauens zu schätzen wissen und die Kraft plus das Interesse aufbringen um zu versuchen, diese Zeit mit dir gemeinsam durchzustehen. Wenn nicht, hast du auch zu einem späteren Zeitpunkt keine Garantie, dass er bleibt und besser damit zurechtkommt.
Wie du das tust, hängt von der Art und Weise ab, wie ihr bisher kommuniziert habt. Habt ihr euch die intimeren Dinge geschrieben oder gesagt? Für mich war Schreiben leichter gewesen, da ich im ersten Monat nach der Diagnose so unter Schock stand, dass ich das Wort Krebs nicht über meine Lippen gebracht habe.

Viel Glück!

w, 46
 
  • #28
Zunächst mal gar nicht. Keine übertriebene Panik erzeugen.
Weder an Anderen, noch an sich selbst.

Meine Mutter (Mitte 70) wurde letztes Jahr wg. Brustkrebs operiert. Sehr frühes Stadium = sehr kleiner Tumor. Das war vgl. wie eine Blinddarm-OP.

Erst einmal sich kennenlernen, und den Kontakt vertiefen.
Und zuerst einschätzen, wie Derjenige mit so einer Nachricht umgehen würde ?

Ist es, aus anderen Gründen, doch nicht der passende Mann,
dann ist man froh, dass man es nicht genannt hat.

Ich sprach mit einer älteren Frau, die mir tief erschüttert ihre schlechten Erfahrungen schilderte. Diagnose Brustkrebs.
Aber ihr Partner ging damit so schlecht und menschenverachtend um, und trennte sich deswegen von ihr, dass sie seitdem keinem Mann mehr vertrauen kann, und Single bleibt. Hätte sie besser nichts gesagt.

Partnerschaft bedeutet: Auch in schlechten Zeiten zusammen stehen. Aber längst nicht Jede/r ist dafür geeignet.
 
N

nachdenkliche

  • #30
Genau so, wie du das hier uns mitgeteilt hast!
Genau so! Du könntest es erstmal andeuten, denn Du weißt ja nicht, ob es etwas näheres wird. Mach Du Dir mal keine Gedanken und fühle Dich von mir gedrückt, Du denkst jetzt nur an Dich und Deine Gesundheit. Ich kenne das auch von meiner Schwester, Brustkrebs mit 47. Haare verlor sie durch 4 Chemos. Der Tumor war verkapselt, da hat sie Glück gehabt, meinte ihr Arzt. Ihr geht es jetzt sehr gut, sie ist 62 jetzt. Alle erdenkliche Kraft für Dich!!! :)