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  • #1

Wie reagiert Ihr auf die Frage, warum Ihr keine Kinder habt?

Ich (42) werde desöfteren gefragt, ob ich Kinder habe.
Wenn ich verneine, stelle ich fest, dass die Leute meistens erstaunt reagieren.
Oft kommt dann eine Nachfrage, warum ich kinderlos geblieben bin.
Erst gestern sah mich ein älterer Kollege skeptisch an und meinte, komisch, dabei hätten doch schon so viele Frauen mit Mitte zwanzig Kinder. Was ja auch nicht ganz richtig ist, weil viele erst später mit der Familiengründung beginnen.
Einmal fragte mich eine fremde Dame im Wartezimmer beim Zahnarzt, ob ich Kinder habe.
Als ich verneinte, sah sie mich neugierig an und meinte, dass es manchmal halt nicht klappe.
Ich fühle mich bei solchen Fragen immer etwas unwohl und antworte dann, dass es sich bei mir einfach nicht ergeben hat.
Ich hätte gern Kinder gehabt, möchte aber einem Fremden nicht auf die Nase binden, dass ich den richtigen Partner nicht gefunden habe.
Was antwortet Ihr, wenn nachgehakt wird?
 
  • #2
Ich sage bisher immer: "Nein, noch nicht. Aber mit dem richtigen Partner könnte ich mir das schon vorstellen!" -- Damit ist eigentlich alles gesagt und es wird auch nicht mehr nachgehakt. Ich finde, da kann man doch gerade heraus sein. Dass man für ein Kind den richtigen Partner braucht, ist doch logisch.

Und Deinem frechen älteren Kollegen hättest Du vielleicht auch mal klar sagen sollen, dass er nicht gerade höflich und achtsam ist, wenn er so plump daherredet. Also manchmal muss man solche Ignoranten auch einnorden.
 
  • #3
Mein ungewollt Kinderloser Bruder (die Biologie) hat auf eine solch unverschämte Frage die unverschämte Replik- "Was gehts Dich an?"

Ich finde diese Frage deshalb so unverschämt weil viele gerne Kinder hätten und diese Frage (und der oft in der Frage enthaltene Vorwurf) dann einfach schmerzt.

Mnache Leute sollten öfter mal dem Kopf einschalten!
 
  • #4
Ja, "manchmal sollte man einfach die Fresse halten" wäre in so einem Fall die richtige Strategie. Passt aber leider nicht in jeder Umgebung.
 
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  • #6
<MOD: Sticheleien nicht gestattet!>

Es reicht doch vollkommen aus zu sagen, "es hat sich bisher nicht ergeben".
 
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  • #7
Es reicht doch vollkommen aus zu sagen, "es hat sich bisher nicht ergeben".
Das wäre schön, wenn diese Antwort ausreichte. Habe sie neulich benutzt bei einem "Verehrer", auch weil es genau meiner Situation entspricht. Aber nein, dieses A***ch legt noch nach: "Aber biologische Gründe hat es nicht?" Ich fand das dermaßen indiskret und widerlich, dass ich diesen Mann nie wieder sehen wollte.
 
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  • #8
Man darf niemals den Versuch unternehmen, eine unangenehme Frage zu beantworten, denn damit bringt man sich sofort in eine defensive Position. Schon mal erlebt, daß ein Politiker im Interview eine unangenehme Frage direkt beantwortet hat ? Eben. Deswegen kann man sich Sendungen wie Anne Will & Co. getrost schenken.
Also am besten den Ball direkt in die gegnerische Hälfte zurückschießen, z.B.:
- "Wieso, läuft's bei euch nicht mehr so richtig ?"
- "Die Kleinen machen ziemlich Streß, nicht wahr ? Du siehst ein bißchen abgespannt aus."
- "Apropos - hast du eigentlich schon mal überlegt, was du machst, wenn du alt bist und deine Kinder aus dem Haus sind?"

Single 43m
 
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  • #9
Man darf niemals den Versuch unternehmen, eine unangenehme Frage zu beantworten, denn damit bringt man sich sofort in eine defensive Position. [...]
Also am besten den Ball direkt in die gegnerische Hälfte zurückschießen...
Warum so feindseelig, vielleicht wird so eine unangenehme Frage gar nicht mit böser Absicht gestellt? Für jemanden, der mit sich selbst im Reinen ist, braucht es gar keine unangenehmen Fragen zu geben. Unangenehme Wahrheiten sind doch auch vorhanden, bevor sie jemand anderes ausspricht.

Wenn man nicht darüber reden will, sagt man dies eben. Oder man sagt ganz ehrlich wie es ist. Damit gibt man sich keine Blöße. Niemand verlangt, dass alles perfekt laufen muss im Leben. Was ist wichtig an so einer Situation? Warum nicht einfach überlegen, was man selbst will und sich mit den Menschen beschäftigen, die einem etwas bedeuten, anstatt wegen einer Frau im Wartezimmer über Abwehrstrategien nachzudenken. Wenn an dieser Situation irgendetwas von Bedeutung ist, dann das eigene Problem, das man damit hat.
 
  • #10
Na ja, gewisse Fragen gehören sich einfach nicht. Man fragt auch nicht, ob sie heute morgen ordentlich durchgenommen worden ist und genauso wenig fragt man, warum andere noch keine Kinder haben. Ein wenig Anstand bitte! Mangelnder Benimm ist nicht das Problem desjenigen, der sich daneben benimmt, nicht umgekehrt.

Abgesehen davon antworte ich ja ähnlich wie Du vorschlägst (siehe #1). Natürlich bleibt man selbst freundlich. Aber eigentlich müsste man erzieherisch tätig werden...
 
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  • #11
Ich bin immer fassungslos, wenn mir diese Frage gestellt wird.

Es gibt logischerweise mehrere Möglichkeiten: man will einfach keine Kinder, man kann keine bekommen, man hat nicht den richtigen Partner oder man hat ein Kind verloren. In jedem Fall ist die Frage nervig oder schmerzhaft, und auch einfach keine Kinder zu wollen ist natürlich legitim.

Ich habe keine Lust, irgendjemandem zu erzählen, dass es mich zu tiefst trifft, dass ich nicht den richtigen Partner gefunden habe, um Kinder zu haben, und ich möchte schlicht und einfach nicht gefragt oder sogar deswegen angegriffen werden (gerne auch genommen: die Frauen heutzutage wollen ja keine Kinder mehr - die haben ja eh nur die Karriere im Kopf).

Neulich hat mir ein junger Vater auf einer Hochzeit eindringklich geraten, dringend Kinder zu kriegen, dass dürfe ich mir auf keinen Fall entgehen lassen - ich hätte ihn beinahe gefragt, ob wir mal kurz vor die Tür gehen wollen, das draußen klären....

Was mich am meisten irritiert, ist die Tatsache, dass man sowas eigentlich intimes eh niemanden fragen sollte, vor allem muss ich dann aber immer an meine Mutter denken, die heute noch unter der Totgeburt meines Bruders leidet - denken diese Menschen nie daran, dass man vielleicht gerade ein Kind verloren haben könnte?
 
  • #12
Warum so feindseelig, vielleicht wird so eine unangenehme Frage gar nicht mit böser Absicht gestellt? Für jemanden, der mit sich selbst im Reinen ist, braucht es gar keine unangenehmen Fragen zu geben. Unangenehme Wahrheiten sind doch auch vorhanden, bevor sie jemand anderes ausspricht.

Wenn an dieser Situation irgendetwas von Bedeutung ist, dann das eigene Problem, das man damit hat.
Ich denke auch, dass man nicht feindseelig werden sollte, aber das Problem ist doch, dass es einen innerlich zutiefst trifft, wenn man nach etwas gefragt wird, dass einen schmerzt. Gegen den eigenen Wunsch keine Kinder zu haben, schmerzt mich sehr, und das ist nicht mal eben so verarbeitet. Momentan schießen mir persönlich schon bei der Frage die Tränen in die Augen, dass finde ich eine super Aussicht, in einem Wartezimmer zu sitzen und unvermittelt loszuweinen, weil mich fremde auf das vielleicht schmerzhafteste Kaptiel meines Lebens ansprechen....
 
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  • #13
Ich wurde so etwas noch nie gefragt. Vielleicht liegt das an meiner Karrierefrau-Ausstrahlung? Ich finde aber, dass man durchaus auch offen zeigen sollte, wenn man wegen dieser Frage ungehalten ist. Ansonsten lernen diese Menschen es nie ...
 
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  • #14
Die Frage ist oft taktlos, aber ich sage einfach ich wollte nie welche.
Und wenn dann geschwärmt wird beschreibe ich die Kleinen von ihrer negativen Seite "Scheißerchen", Schreier, Blage etc. mit dem entsprechenden Spott werde ich sofort zur bösen Tante.
Mich haben auch schon Kinder gefragt, da antworte ich nur ehrlich, weil in deren Weltbild eine Familie lebensnotwendig ist und alles andere gar nicht geht. Da sag ich hab keine, weil ich keinen Mann habe.
Bei mir wird da keine Wunde aufgerissen deswegen bin ich ganz cool. Es stört mich nur sehr, wenn ältere Leute nachfragen, die von meinen Lebensumständen keine Ahnung haben, da fühle ich mich reduziert.
 
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  • #15
Na ja, gewisse Fragen gehören sich einfach nicht.
Ein "Gehört sich nicht" ändert nichts daran, dass manche die Fragen stellen. Abgesehen davon, finde ich überhaupt nicht, dass eine Frage nach Kindern sich nicht gehört. Es kommt vielleicht darauf an, wie gut man sich kennt, aber manche sind eben naiv und ich mir persönlich sind solche Menschen auch sympathischer als Leute, die jedes Wort auf die Goldwaage legen. Ich finde generell ehrliche Gespräche darüber, was einem im Leben fehlt etc. interessanter als oberflächliches "höfliches" Gerede über das Wetter. Und auch für die von mir bevorzugten Themen gibt es z.B. ausreichend Gesprächspartner.

Mangelnder Benimm ist nicht das Problem desjenigen, der sich daneben benimmt, nicht umgekehrt.
Ein Problem hat der, der etwas ändern möchte und unzufrieden mit der Situation/dem Gespräch ist. Vielleicht fühlt derjenige mit "mangelndem Benimm" sich wohl in der Welt? Es gibt kein Verbot, anderen unangenehme Fragen zu stellen, insofern steht es jedem frei, sich so gut oder schlecht zu benehmen, wie ihm es beliebt.

Natürlich bleibt man selbst freundlich. Aber eigentlich müsste man erzieherisch tätig werden...
Erzieherisch tätig werden fände ich schlimmer, als unhöflich zu werden. Zumal eine belehrende Art in der Situation kaum Aussicht auf Erfolg hat.
 
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  • #16
Ich hab gar nix gegen Kinder,
aber ich könnt' die nicht in der Wohnung haben.
 
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  • #17
denken diese Menschen nie daran, dass man vielleicht gerade ein Kind verloren haben könnte?
Man muss damit leben, dass der Fragende so etwas weder ahnen kann, noch muss. Es könnte auch sein, dass man fröhlich von seinen liebevollen Eltern redet und der andere hat seine am Tag zuvor verloren. Sollte man also alle Themen meiden, die bei jemand anderem eine wunde Stelle berühren? Dann könnte man über fast gar nichts mehr reden. Was ist, wenn eine Hebamme von ihrer Arbeit erzählt, das könnte doch auch Trauer bei entsprechendem Paar auslösen? Oder wenn man in einer Runde zwischen sich nicht ganz bekannten Menschen eine allgemeine Diskussion über die Entscheidung für Kinder führt, muss man dann vorher rumfragen, ob dieses Thema niemandem zu nahe geht?
 
  • #18
Ich finde generell ehrliche Gespräche darüber, was einem im Leben fehlt etc. interessanter als oberflächliches "höfliches" Gerede über das Wetter.
Mit Wildfremden? Smalltalk ist auch eine Form der Höflichkeit.

Es gibt kein Verbot, anderen unangenehme Fragen zu stellen
Verbote gewiss nicht. Aber manche haben eben Anstand und Benimm und Empathie -- andere nicht. Ich verachte letztere.
 
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  • #19
Ehrlich gesagt wurde mir die Frage von Fremden noch nie so direkt gestellt. Bei Bekannten antworte ich wahrheitsgemäß mit Nein und dieses Nein scheint komischerweise auch keine Rückfragen mehr zuzulassen. Aber wenn weiter gefragt würde, antworte ich einfach mit "Es hat sich nicht ergeben". Ich stehe ja zu der Entscheidung keine Kinder zu haben, deswegen ist die Frage für mich auch nicht dramatisch. Wer sich aus der Antwort meint ein Bild über mich machen zu können darf das ja gerne tun. Aber ehrlich gesagt interessiert es mich auch nicht.

Ich denke die die bei so einer Frage pikiert sind haben vielleicht selber ein Problem damit kein Kind zu haben und es ist ihnen unangenehm. Auch das ist verständlich.

w
 
  • #20
Ich denke die die bei so einer Frage pikiert sind haben vielleicht selber ein Problem damit kein Kind zu haben und es ist ihnen unangenehm. Auch das ist verständlich.
So wie ich die meisten, die sich darüber aufregen, verstehe, haben sie regelrechten emotionalen Schmerz dabei -- gerade wenn sie wollten, aber nicht konnten, oder Fehlgeburten erlitten haben oder sie kurz vorm akuten Kinderwunsch verlassen wurden.

Ich selbst bin eigentlich gar nicht so empfindlich dabei, weil ich mit mir da im Reinen bin, aber ich empfinde die Frage dennoch als grenzverletzend und unhöflich. So etwas fragt man einfach nicht, wenn man Anstand hat. Das ist einfach Privatsphäre.
 
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  • #21
Ich denke auch, dass man nicht feindseelig werden sollte, aber das Problem ist doch, dass es einen innerlich zutiefst trifft, wenn man nach etwas gefragt wird, dass einen schmerzt.[...]Momentan schießen mir persönlich schon bei der Frage die Tränen in die Augen, dass finde ich eine super Aussicht, in einem Wartezimmer zu sitzen und unvermittelt loszuweinen, weil mich fremde auf das vielleicht schmerzhafteste Kaptiel meines Lebens ansprechen....
Das mit dem Weinen verstehe ich. Ich muss sagen, ich fände es gar nicht so schlimm, loszuweinen, ich habe auch schon in der Öffentlichkeit z.B. wegen Trennungen/Abschieden geweint, das war mir so was von egal in dem Moment. Aber bei diesem Thema ist es vielleicht etwas anderes, wenn man es, wie du schreibst, eigentlich noch am verarbeiten ist und sich bei so einer Frage nunmal nicht die Blöße geben möchte. Dann ist es tatsächlich die Frage, wie man die Situation souverän meistert.

Aber die Antwort auf die Frage liegt ja irgendwie auch darin, wie man es selbst für sich klarstellt, was man sein möchte, wie man herüberkommen möchte. Will man sich z.B. als Karrierefrau verkaufen? Oder vielleicht einfach dazu stehen, lieber alleine zu bleiben, anstatt sich irgendwen zum Kinderkriegen zu suchen? Wenn man Angst hat, es trifft einen zu sehr, vielleicht einfach abblocken, ausstrahlen, dass man die Neugier des anderen unangemessen findet? Ich bin eben der Meinung, wenn man mit sich selbst im Reinen ist, kann man dies auch mit Selbstbewusstsein herüberbringen. Dass man aber auch mal an Sachen knabbert, ist natürlich klar und auch nicht schlimm.
 
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  • #22
Solche Fragen sind mir auch schon gestellt worden - "Ja, warum hast Du denn keine Kinder? Magst Du keine Kinder - usw. Tja, was soll man denn da immer so antworten? Ich habe einfach keine Lust, mich da verteidigen zu müssen - viele Leute glauben, wenn man keine Kinder hat, dann mag man Kinder nicht. Bei mir hat sich das einfach nie so wirklich ergeben,es war kein passender Partner dabei. Vor 1,5 Jahren habe ich zwar den passenden Partner gefunden, bin aber mittlerweile schon 40, jetzt will ich auch nicht mehr.

Das unverschämteste Argument, dass mir seinerzeit ein Datingpartner (gesch. 1 Tochter) sagte: Also eine Frau, die in Deinem Alter (37) noch keine Kinder hat und noch nie verheiratet war, mit der stimmt was nicht... Ich fand diese unsensible und freche Ansage so schrecklich, dass ich mich mit diesem Mann nicht mehr treffen wollte.
 
  • #23
Das unverschämteste Argument, dass mir seinerzeit ein Datingpartner (gesch. 1 Tochter) sagte: Also eine Frau, die in Deinem Alter (37) noch keine Kinder hat und noch nie verheiratet war, mit der stimmt was nicht... Ich fand diese unsensible und freche Ansage so schrecklich, dass ich mich mit diesem Mann nicht mehr treffen wollte.
Ja, so eine Ansage ist auch unfassbar dumm, empathiebefreit und sachlich zudem völlig falsch. Alles in allem ein Mensch, den man nicht braucht. Kein Wunder, dass so ein Knilch geschieden ist.
 
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  • #24
Mit Wildfremden? Smalltalk ist auch eine Form der Höflichkeit.

Verbote gewiss nicht. Aber manche haben eben Anstand und Benimm und Empathie -- andere nicht. Ich verachte letztere.
Auf Anstatt und Benimm kann ich gerne verzichten, Empathie besitze ich wohl. Ich verachte für meinen Teil Menschen, die Smalltalk führen, weil ihnen alles zu nahe geht, wenn sie Menschen noch keine Ewigkeit kennen. Das sind für mich einfach Langweiler, mit Empathie hat das wenig zu tun. Empathie sollte man auch für die andere Seite aufbringen, nicht nur für die Menschen, die die eigene Sicht teilen, sprich also auch für den Naivling. Ich für meinen Teil kann für die Situation der FS durchaus Verständnis aufbringen. Aber eben nur, wenn ich etwas über ihre Seite erfahre, und nicht nur über ein Heruntermachen von andern.

marthaw hat ihre Situation in einem Kommentar sehr einleuchtend geschildert. Jemand, der seine Situation so schildert, würde in einem "taktlosen Gegenüber" ein schlechtes Gewissen auslösen. Aber das würde nicht durch Belehrungen oder Feindseligkeiten erwirkt.
 
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  • #25
Solche Fragen sind mir auch schon gestellt worden - "Ja, warum hast Du denn keine Kinder? Magst Du keine Kinder - usw.

Wenn die Fragerei suggestiv wird, kommt mein Lieblingssatz: "Ich hasse Kinder"( Was im übrigen überhaupt nicht stimmt). Tja dann ist meistens Ruhe, was will man da auch noch weiter fragen. Blöde Fragen erfordern doch irgendwann dreiste Antworten und schon ist Ruhe.


Das unverschämteste Argument, dass mir seinerzeit ein Datingpartner (gesch. 1 Tochter) sagte: Also eine Frau, die in Deinem Alter (37) noch keine Kinder hat und noch nie verheiratet war, mit der stimmt was nicht... Ich fand diese unsensible und freche Ansage so schrecklich, dass ich mich mit diesem Mann nicht mehr treffen wollte.
Hast du das diesem Mann dann auch gesagt? Ich hätte gekontert: Klar stimmt was mit mir nicht, hätte ich mich sonst mit dir getroffen.

Also man kann doch dem anderen wirklich den Wind aus den Segeln nehmen. Es gibt eben Menschen die haben eine gewisse Distanz und andere nicht. Das Fragen alleine ist ja noch nicht verboten. Das Antworten ist aber auch keine Verpflichtung.

w
 
  • #26
Meine Antwort:"Keine passende Partnerin gefunden, für so eine Entscheidung mit Tragweite."
- was auch stimmt.
(Entweder wollten meine Partnerinnen generell keine Kinder - es waren keine Karriere-Frauen,
oder wären mit Kindern überfordert.)

Bin m,50, Single, kinderlos, noch nie verheiratet gewesen.
Die meisten Menschen akzeptieren es, und fragen nicht nach Gründen.
Vielleicht, weil ich ein Mann bin ? - Und weil es bei Männern, im Grunde kaum Einen interessiert ?
Mag sein, daß vielleicht Manche darauf denken: Der ist schwul ? - (bin ich nicht)

Ich habe mich früher gründlich auf Kinder und evtl. Vaterschaft vorbereitet.
z.B. Babysitter-Kurs (VHS) und Baby-Pflege + Hauswirtschaft, bis zur Theorie über Geburtsvorbereitung.
Habe u.a. vier Jahr lang in einer Beziehung deren Baby / Kind (9 Monate - 5 Jahre) aktiv mitversorgt.
Selbst das Baby wickeln, machte mir stets Spass.

Ob ich was versäumt habe ? - Tlw. Ja.
Ich hätte gerne mit einer geliebten Partnerin zusammen, deren Schwangerschaft und Geburt mit erlebt.
Auch dann, wenn das Kind nicht von mir wäre. z.B. wegen Seitensprung, oder Trennung vom Kindsvater.

Eine Frau schilderte mir, wie sie früher in der DDR im Freundes- und Bekanntenkreis immer wieder angesprochen wurde,
warum sie mit 25 J. immer noch keine Kinder habe ?
(Viele DDR-Frauen bekamen bereits mit ca. 21 J. ihr erstes Kind.
Sie bekam dann mit 25 ihr erstes und einziges Kind. Nannte mir aber die näheren Gründe und Umstände dafür nicht
Aber vom DDR-Staat habe sie keinerlei Fragen, Anforderungen oder gar Druck deswegen bekommen.

Ich habe bisher geglaubt, daß ich mit meiner Einstellung und Denkweise der ideale Partner für eine Frau wäre.
Die meisten Frauen, waren und sind aber anderer Meinung.
Vielleicht sind Welche darunter, die heute bedauern, daß sie keinen passenden Partner gefunden haben ?
 
  • #27
@16 und andere die diese Farge als normal empfinden:

Man muss damit leben, dass der Fragende so etwas weder ahnen kann, noch muss. Es könnte auch sein, dass man fröhlich von seinen liebevollen Eltern redet und der andere hat seine am Tag zuvor verloren. Sollte man also alle Themen meiden, die bei jemand anderem eine wunde Stelle berühren?
Nein muss man nicht. Aber wenn ein wenig das Hirn einschaltet kann man leicht erkennen dass die Antwort auf diese Frage immer etwas sehr persönliches ist. Egal ob man einfach keine Kinder mag, Fehlgeburten hatte, der Partner mit dem man das machen wollte noch nicht ins Leben getreten oder zu früh wieder herausgetreten ist oder gar (wie bei den meisten) biologische Gründe vorliegen... egal was, es ist immer persönlich und geht über das hinaus was man selbst mit guten Bekannten bespricht.

Deshalb ist das eine unverschämte Frage. Und das darf man einen solchen Menschen auch wissen lassen.
 
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  • #28
Im Endeffekt geht es niemanden was an...
Und ich hasse auch nichts mehr, wenn ich mich dauernd erklären muss,..

Ich sage dann meistens nichts mehr auf die Frage,..

Einmal wurde ich von einem Mann gefragt (mit dem ich 2 Mails ausgetauscht habe), ob ich biologisch aber schon ok wäre...*HALLO*...
Ich meine, das ist doch jedem seine Sache, und wenn man allein ist, ist es doch logisch, das man keine Kinder bekommt,... außer man fährt als Single nach Amsterdam...
 
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  • #29
Ich, w 43, werde schon lange nicht mehr gefragt, warum ich keine Kinder habe.
Das war früher so und da habe ich geantwortet: Weil ich niemals, nie, nicht welche wollte.
Mein Ex Mann und mein jetztiger Freund wollten auch keine.
Ich schrieb damals auch in meinen Profiltext, dass ich keinen Mann mit Kindern möchte.
Ich bekomme "Ausschlag", wenn ich kreischende Kinder in meiner Nähe habe und da stehe ich zu.
Bei der Partnersuche hat mich das noch nie behindert, ganz im Gegenteil!
 
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  • #30
Warum diese Frage von Müttern oder Vätern gestellt wird, liegt ja auf der Hand.
Sollte mich jemand fragen, was mir am wichtigsten ist oder worauf ich im Leben stolz bin, dann kommt sicher nicht: Promotion, Beruf, Porsche, sondern, wie sollte es anders sein: meine Kinder.
Jetzt ist es, wenn man mal Kinder hat, schwer nachzuvollziehen, warum jemand keine Kinder hat/haben will.
Kinderlose fragen vielleicht: Was hast du für einen Beruf. Wenn ich arbeitslos bin, dann kann ich ebnso antworten: Geht dich nichts an. Oder: Ich habe bisher nicht den richtigen Arbeitgeber gefunden, aber würde schon gerne arbeiten. Man kann auch sagen: Ich kann das aus gesundheitlichen Gründen nicht.
Da Kinder normalerweise für Eltern ein so zentrales und wichtiges Thema sind, will man schon wissen, warum jemand sich das entgehen lässt.
 
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