• #31
Einerseits gebe ich @Lisachen Recht, es scheint mir auch, dass du in deiner (wirklich bewundernswerten!) Bemühtheit eine Schieflage in die Beziehung bringst - da kann sie überhaupt nicht mithalten, obwohl sie beruflich gut aufgestellt ist und wohl auch sonst das Potenzial dafür mitbringt. Ich frage mich, ob bei dir Selbstideal ("ich mag es gar nicht, wenn ich überlegen bin") und gelebter Wirklichkeit (du fragst sie, ob ihr ein gehobenes Restaurant, das sie (!) für dich (!) aussucht auch gefällt) nicht doch gehörig auseinander klaffen. Um beim Restaurantbeispiel zu bleiben: es war eine Überraschung für dich. Natürlich gefällt es ihr dich glücklich zu machen - es war ein Geschenk für euch beide - und du hinterfragst es. Mit anderen Worten, sie darf, zumindest in dieser Situation, gar nicht die Gönnerhafte sein, die Rolle übernehmen, in der du dich selbst gern siehst. Das hat sie verstanden und zahlt es dir Heim mit dem Bauerntöchterspruch. (Kommt mir so bekannt vor... Könnte meine gewesen Mutter sein).

Deine Posts sind voller *wirklich* schöner Beispiele von Dingen, die du für sie tust, aber selbst erwartest du nichts von ihr für dich... Oder doch? Was genau sind eigentlich deine Ansprüche an die Beziehung? So wie du schreibst, ist es schon sehr lange anstrengend, und du erträgst seit langem sehr beziehungsunförderliche Dinge. Von Anfang an eigentlich. Spätestens, als dir klar wurde, dass sie noch nicht abgelöst ist, hättest du als Mensch mit gesunden Bedürfnissen Abstand genommen. Aus so einer Ausgangslage entwickelt sich selten etwas Gutes. Deine Lösungsstrategie ist sehr rational, argumentativ-insistierend - geht aber vermutlich an deinem Gefühl vorbei. Wie genau fühlst du dich mit ihr? Dass du dich gut fühlst, ist eben auch deine Verantwortung.

Anderseits sehe ich nach wie vor auch bei ihr große, wohl die größeren Baustellen. Letztlich arbeitet ihr aber ein passgenaues toxisches Beziehungsprogramm ab.
 
  • #32
So etwas habe ich (M,31) gerade nach über 3 Jahren mit ein paar Tränen beendet.
Meine Freundin hatte auch ein geringes Selbstwertgefühl und ihre Einstellung zum Leben war "das Glas ist halb leer ". Sie sprach überwiegend von uns und wenig von ihr. Ich war quasi der Mittelpunkt in ihrem Leben. Irgendwann habe ich mich dann "entliebt" und jetzt haben wir und vo einer Woche getrennt. Es ist (denke ich) der bessere Weg, denn diese Menschen sind oft sehr kräftezehrend. Unschuldig bin ich sicherlich nicht, da ich wohl eher genau das Gegenteil bin. Ich mag mich, komme gut alleine zurecht und sehe meine Partnerin als Topping in einer Beziehung und nicht als existenziell an
 
  • #33
Ihr reizt euch gegenseitig,. Sie glaubt, sie hätte dich nicht verdient
Dann versucht sie dir eine Freude zu machen, und du haust noch rein in die Wunde, auch wenn es von dir nicht so gemeint war.
Wie wäre es mit Danke Liebling, das war ein wunderschöner Abend?
Sie hat Freude, wenn sie dir eine Freude machen kann, etwas zurückgeben kann. So hat sie das Gefühl, nur zu nehmen, in deiner Schuld zu stehen.
Du bist ständig am Geben, vielleicht gefällt dir die Rolle auch besser?
Wie sieht es von deiner Seite aus, mit Hilfe annehmen, sagen, oh das kann ich nicht? Von deiner Seite aus, mehr annehmen von ihr, weniger geben. Wenn sie Probleme in der Arbeit hat, hör ihr zu, aber halte dich mit konkreten Lösungsvorschlägen zurück, allenfalls, ich bin mir sicher, du wirst eine Lösung finden.
Für dich könnte eine Möglichkeit sein, weniger machen, weniger diskutieren, einfach mal da sein und wahrnehmen. Nicht sofort reagieren und in die Bresche springen, sie nicht sofort bestärken.
Sie einfach mal lassen, auch wenn sie es einfordert.
Ja, und trage sie nicht auf Händen. Sie ist kein Kind mehr. Lass sie selber laufen, dann spürt sie auch ihre eigene Leistung besser.
 
  • #34
Trage ich doch diese Frau von Anfang an auf Händen
Lieber FS, ich glaube, genau das ist der Knackpunkt. Ich erlebe das, was du beschreibst, gerade selbst (in abgeschwächter Form) aus Sicht deiner Partnerin. Ich bin AE mit zwei Kindern, voll und erfolgreich berufstätig. Mein neuer Partner "trägt mich auch auf Händen", repariert mein Haus, macht den Haushalt, beschäftigt sich mit meinen Kindern, lädt mich ein, massiert abends noch meinen Rücken. Das ist zwar ganz toll und ich danke ihm auch, aber manchmal fühle ich mich schlecht dabei, da ich ihm das alles nicht in gleichem Mass zurückgeben kann (ich arbeite deutlich mehr als er und die Kinder brauchen halt auch viel Zeit). Auch fühle ich mich manchmal bevormundet, da er plötzlich soviel Einfluss nimmt - davor habs ichs ja auch alleine geschafft. Ist halt alles ein heikles Gleichgewicht... Vielleicht kannst du die Situation mal aus dem Blickwinkel betrachten und sehen, ob ähnliche Muster vorliegen?
 
  • #35
Hallo Lunghin,

ich habe bei Dir irgendwie das Gefühl, dass DEIN Selbstwertgefühl momentan nicht gerade sehr hoch ist.

Außerdem bist Du gerade dabei, bei Deiner Freundin ganz offensichtlich in die "Kumpel-Falle" zu rutschen.

Ihre Aussagen scheinen Dich ja offensichtlich schwer zu nerven. Daher zweifle doch bitte nicht an Deinem Bauchgefühl und HANDLE doch bitte umgehend:

Parallel läuft ein Thread mit "Klarer Kommunikation" => Ich empfehle Dir, GENAU EIN EINZIGES MAL Deiner Herzensdame klar und deutlich zu sagen, dass Dich ihre "Fishing for Compliments-Aussage" nervt und auch verletzt. Dass Du das nicht weiter so mit machst. Und dann: HANDLE danach. Will heißen: dreh Dich um und gehe. Lass sie (notfalls ein paar Tage) darüber nachdenken und sie selbst wieder bei Dir ankommen. Bring sie zu einem ehrlichen Entschuldigen Dir gegenüber.

Mit "immer nur verständnisvoll, lieb und nett sein" wird es ja in Deiner Beziehung nicht besser, sondern eher noch schlimmer. Das hat die Realität bei Euch schon gezeigt.
 
  • #36
Lieber FS, ich glaube, genau das ist der Knackpunkt. Ich erlebe das, was du beschreibst, gerade selbst (in abgeschwächter Form) aus Sicht deiner Partnerin.... schlecht dabei, da ich ihm das alles nicht in gleichem Mass zurückgeben kann
Genau so argumentiert meine Partnerin. Ich verstehe dabei nicht, weshalb man einem Partner genau so viel zurück geben muss. Führt ihr Frauen eine Liste? Was kann ich ihm für 2h Kinderbetreuung geben? Funktioniert so eine Beziehung? Wieso schenkst ihm nicht einfach Dankbarkeit, Liebe und Zärtlichkeit? Meine Partnerin jammerte oft, ich führe sie so oft zum essen aus, was gebe sie mir dafür? Ich erwiderte, schlicht ihre geschätzte Gesellschaft beim Essen. Ihre Anwesenheit!

Und ja! Ich glaube weder dein Partner noch ich gegenüber meiner Partnerin bezweifeln, dass ihr es nicht alleine hinkriegt. Doch, was ist dann der Sinn einer Beziehung? Ist es nicht so, dass man als Team die Last des Alltags verteilt und zusammen stark ist? Deutschland ist auch nicht mit nur einem exzellenten Torhüter Weltmeister geworden...
 
  • #37
IAuch jemandem zu sagen, dass er alles besser kann, hat nichts mit fehlendem Selbstwert zu tun. Wie kommst du auf diese Fehlinterpretation?
Wie ich zu dieser "Fehlinterpretation" komme? Ganz einfach. Sie sah nicht gerade eben glücklich und vor Lebensfreude strotzend aus, als sie mir offenbarte, ich sei ihr in allem Überlegen. Genau so geknickt war sie, als sie mich allen ernstes frage, was sie in die Beziehung einbringe. Tut mir leid, wenn ich es nicht besonders schätze, eine betrübte Partnerin an meiner Seite zu erleben. Ich habe nun mal, so töricht das sein mag, den Anspruch, meiner Partnerin ein Nest zu geben, in welchem sie sich zufrieden, glücklich und aufgehoben fühlt.

Wäre ich narzisstisch veranlagt, ich würde eine geknickte und betrübte Partnerin in vollem Masse geniessen. Bin ich aber nicht..
 
  • #38
Das was du beschreibst kenne ich nur zu gut. Eine meiner Ex-Freundinnen war genauso. Gegenüber Fremden hat sie nie den Mund aufbekommen, gegenüber Menschen die sie liebte und denen sie vertraute hat sie sich wie der letzte Ar... benommen. Ich war und wollte kein Psychologe sein und da mich ihr Verhalten mit der Zeit immer mehr genervt hat, hab ich mich irgendwann getrennt.
Auch bei ihr war immer das fehlende Selbstwertgefühl das Problem. Daher denke ich, bist du mit einer anderen Frau deutlich besser bedient.
Menschen mit psychischen Erkrankungen taugen nicht als Partner, egal ob Borderline, Depression oder Psychosen - machen dir nur Probleme und sind zum Teil sogar lebensgefährlich. Bloß die Finger weg davon.
 
  • #39
Bin genauso, habe auch die selben Sachen zu meinem Freund gesagt. Sie traut wohl ihrem Glück nicht.

Es hilft wenn du ihr sagst, dass sie dich durch solche Aussagen erst auf die Idee bringt. Und ansonsten hilft nur deine Beständigkeit und viel Zeit. Und mit Zeit meine ich so 4-5 Jahre. In der Zeit wird es hart für dich. Aber wenn du aushälst wirst du eine absolut loyale Partnerin haben.
 
  • #40
Hallo Lunghin
Für mich tönt dein Problem sehr einfach: ich denke du bist eher eine introvertierte Person und deine Freundin eine extrovertierte Person (ev. mit einem Problem des Selbstwertgefühls, ev. etwas zu emanzipiert... daher auch dieser Konkurrenzkampf mit dir...). Ich werte jetzt intro und extro nicht, es geht einfach darum aufzuzeigen., dass diese beiden Menschentypen total gegensätzlich sind und das per Definition in einer Beziehung / Partnerschaft zu Problemen führt, das habe ich schon x-mal in meinem Umfeld beobachtet und das selber schon erlebt. Die Kompatibilität ist leider sehr gering und führt immer wieder zu Diskussionen. Ich denke sie würde auch keinesfalls einwilligen, eine Therapie zu machen, um ihr möglicherweise fehlendes Selbstwertgefühl aufzubauen da sie meint, so etwas auf keinen Fall zu brauchen. Ich denke, entweder gewöhnst du dich an diese immer wiederkehrenden Diskussionen, Abwertungen und dann wieder mal Wertschätzung, oder du trennst dich...
 
  • #41
Ouups, sorry, hätte ich den Inhalt deiner späteren Posts gekannt, hätte ich anders geschrieben.

Die schreibst nämlich auch ganz schön extrem von "Konfrontation", "Debakel", "Hartnäckigkeit", "Kämpfen", "Überlegenheit". Das sind deine Worte und Kategorien, in denen du denkst. Das findet alles in deinem Kopf statt, das ist deine Wahrnehmung. Ich mag dieses Herumanalysieren nicht, aber da haben sich anscheinend zwei gefunden.

Ich würde sagen: Werd´ mal was lockerer und entspannter. Die Frau spiegelt dich oder du sie. Versuche in der Kommunikation den Subtext zu erkennen. Also nicht tagelang sachlich diskutieren über die Worte an sich sondern versuchen zu erkennen, was sie dir eigentlich mitteilen will, also emotional. Innerlich einen Schritt zurück treten anstatt alles zu diskutieren, einfach zuhören und in den Arm nehmen aber natürlich auch sagen, wenn es nervt.

Nebenbemerkung: Falls du dich mit Pick up beschäftigt hast und bspw. mit dem Buch "Lob des Sexismus" wo u.a. zwischen LSE- und HSE-Frauen (Low Self Esteem und High Self Esteem) unterschieden wird, sei nur gesagt, dass sich der Autor von dieser Kategorisierung mittlerweile distanziert. Hat mehr Schaden als Nutzen angerichtet.
 
E

EarlyWinter

  • #42
Tut mir leid, wenn ich es nicht besonders schätze, eine betrübte Partnerin an meiner Seite zu erleben. Ich habe nun mal, so töricht das sein mag, den Anspruch, meiner Partnerin ein Nest zu geben, in welchem sie sich zufrieden, glücklich und aufgehoben fühlt.
Lass dir nichts einreden, lieber FS. Wer dir hier irgendetwas vorwirft macht genau das, was ich weiter oben schon geschrieben habe - dir dauernd das Gefühl vermittelt, du machst alles falsch, EGAL was du machst. Es gibt eben Menschen, im Beruf, in Freundschaften und in Beziehungen, die alles so drehen, dass du an ihrem Elend schuld bist. Jetzt findet sie angeblich, du tust du zu viel bei weniger würde sie sagen, du liebst sie nicht weil du zu wenig tust. Deine Freundin kommt mit sich selbst nicht zurecht und lässt es an dir aus - weil sie es kann. Du erträgst ihre miesen Frustattacken und versuchst noch mehr und noch mehr zu machen. Hör auf damit! Das wird nur schlimmer, je mehr du dich bemühst. Sie wird immer ausfallender und wird immer weniger Respekt vor dir haben.
Sie versucht gerade, dich abzurichten, merkst du das nicht? Männer, die ihre Frauen schlagen, schaffen es auch, denen einzureden, sie wären eigentlich selbst schuld.
Die meisten Frauen würden sich freuen, einen Mann mit deiner Einstellung zu Liebe und Beziehung zu treffen, nach allem, was man so erlebt und nach allem, was man von einigen Herren hier im Forum und von deren Einstellung so mitbekommt.
Deine Freundin ist nur eins: eine emotionale Terroristin, die ein Opfer gefunden hat, dich so lange terrorisiert bis du nicht mehr kannst und dann sagt sie, siehst du, wußte ich's doch, du bist genau wie alle anderen.
Lass dich bitte nicht auf ihr Spiel ein, du kannst nicht gewinnen, das steht fest. Diejenigen, die dir raten, noch mehr auf sie einzugehen, haben keine Ahnung, was es für einen selbst bedeutet, DAUERND solchen Menschen ausgesetzt zu sein. Deine Freundin mag ein geringes Selbstwertgefühl haben aber sie ist gerade dabei, auch deines erfolgreich zu zerstören.
Mache ihr genau EINMAL eine klare Ansage und dann ziehe die Konsequenzen. Und sag ihr auch, dass sie mit ihrer Art mit niemandem glücklich wird denn keiner wird es schaffen, eine dauerunzufriedene Person glücklich zu machen. Solche Menschen wollen gar nicht glücklich sein, sie möchten immer nur Aufmerksamkeit haben und im Mittelpunkt stehen. Mir tut ihr Kind leid mit einer solchen Mutter.
 
  • #43
Ein ganz simpler impuls:
Hast du sie in letzter Zeit mal gefragt, ob sie dich noch liebt?
Wie schon geschrieben : da scheint mir der Hase im Pfeffer zu liegen. Sich selbst zu einer Beziehung überreden zu müssen, obwohl die Gefühle fehlen, macht reizbar, fahrig, traurig.

manchmal
 
  • #44
Ich habe nun mal, so töricht das sein mag, den Anspruch, meiner Partnerin ein Nest zu geben, in welchem sie sich zufrieden, glücklich und aufgehoben fühlt.
Blöd nur, dass scheinbar die Art und Weise, in der du das umzusetzen versuchst, bei deiner Partnerin nicht auf fruchtbaren Boden zu fallen scheint.

Ich verstehe dabei nicht, weshalb man einem Partner genau so viel zurück geben muss.
Weil ein gewisses Gleichgewicht für eine funktionierende Beziehung unabdingbar ist. WIE man solch ein Gleichgewicht herstellt, ist sicher für jeden anders.
Wieso schenkst ihm nicht einfach Dankbarkeit, Liebe und Zärtlichkeit?
Weil das für sie vielleicht kein "richtiger" Ausgleich ist? Da sind Menschen individuell verschieden.
Nur als Idee: Vielleicht triggert dein Verhalten, ihr viel abzunehmen auch frühere Erfahrungen. Sie scheint es ja grundsätzlich nicht zu mögen, wenn ihr jemand hilft (s. Bsp. mit der Mutter im Haushalt). Sie scheint es nicht für sich als Unterstützung zu begreifen, sondern als...ja, als was eigentlich? Bevormundung? Kleinhalten? Woher kommt das?

Alte Weisheit, die dir auch für deine Situation einen Denkanstoß bieten könnte: Wenn etwas funktioniert, mach mehr davon, wenn nicht, mach etwas Anderes!
Wenn es sich nicht gut für sie anfühlt, dass du sie in so vielen Lebensbereichen unterstützt, dann schalte einen Gang runter. Wenn das wiederum für dich nicht passen sollte, seid ihr in euren Ansichten vielleicht auf Dauer schlicht nicht kompatibel.
 
  • #45
Hallo Lunghin,

bitte lies' Dir Dein eigenes Zitat noch mal durch...

Wäre ich der gefühlskalte, ignorante, herzlose Partner, der sie von oben herab behandelt, würde es mir ja einleuchten, weshalb sie so neben der Spur unterwegs ist. Doch das Gegenteil ist der Fall.
Fällt es Dir da nicht wie Schuppen von den Augen?

Das wäre imho genau der Typ Mann, mit dem sie "kann"... ein gefühlskalter, ignoranter, herzloser, der sie von oben herab behandelt. Auch wenn sie unter diesem leiden würde. Aber bei so einem wiegt sie sich in der Sicherheit, sie selbst sein zu können mit ihrem ganzen kaputten Inneren. Sie ist anscheinend seit Kindheit an auf Abwertung konditoniert. Von ein paar schlechten Beziehungserfahrungen kommt so was nicht! (außer vielleicht nach 30 jähriger Ehe mit einem Tyrannen oder so). Solche Seelen-Dilemma entstehen in der Kindheit. Muß gerade an den anderen Thread denken, in dem die Kinder ihr Leben lang vom Vater abgewertet werden und die Mutter immernoch die Familie aufrecht erhalten will und versucht, Verständnis für den Vater zu erwecken... sehr oft werden die Menschen dann als Erwachsene so wie Deine Freundin. Sie haben ja nie erfahren, was Selbstwert ist. Sie besitzen keinen Selbstwert. Und sie suchen sich Menschen in ihrer Umgebung, die das auch wissen und die sie dementsprechend behandeln. Dann sind sie sie selbst, wie jmd. anderes schrieb, "Misthaufen" (sind sie natürlich nicht, aber sie fühlen sich in ihrem tiefen Inneren so). Sie kennen es, so behandelt zu werden, nur damit kommen sie zurecht. Liebe können sie nicht annehmen, auch wenn sie sich danach sehnen... Sind ganz oft auch Menschen mit einem Nähe-Distanz-Problem. Ich weiß, wovon ich rede, ich war auch ein Kind, das sein Kinder- und Jugendlichenleben lang unerwünscht war und abgewertet wurde...

Aber einen Rat kann ich Dir trotzdem leider nicht geben... die Antwort liegt in ihr, und die Option dagegen anzugehen. Aber das ist schwer. Gruß
 
  • #46
Lieber FS, was deine Partnerin dir sagt, sind nicht Argumente, sie versucht, dir ihre Gefühle mitzuteilen. Das finde ich den ersten Schritt zur Lösung. Ich beispielsweise habe meinem Partner diese Gefühle noch nie mitgeteilt, da ich weiss, dass es ihn - wie dich - sehr verletzen würde. Eine gut ausgebildete, berufstätige Frau will auch in der Beziehung mehr beitragen als "Dankbarkeit, Liebe und Zärtlichkeit". Wir können nicht tagsüber Chef und abends zuhause hilflose Wesen sein. Da ich deutlich mehr verdiene, leiste ich da meinen Beitrag, aber welchen gestehst du deiner Partnerin zu? Das solltet ihr bereden, damit ihr beide das Gefühl haben könnt, ihr baut gemeinsam an der Beziehung. Und bitte sie auch mal um einen Gefallen - kannst du das? Wenn sie nicht psychisch krank ist (wie manche hier immer sofort annehmen) dann kann das durchaus klappen. Viel Glück!
 
  • #47
Nimm mir bitte nicht übel, was nun kommt. Ich will dir nur ggf. etwas bewusst machen.

Mein Eindruck ist der, dass nicht sie die mit dem fehlenden Selbstwertgefühl ist sondern du.
Denn du bist es, der für eine Beziehung sein Leben betreffend tiefgreifende Kompromisse eingeht (nicht sie!) und du bist es auch, der sich seit Monaten das (stark vereinfacht ausgedrückt) beziehungsdestabilisierende Verhalten dieser Frau gefallen lässt, ohne mal langsam die Nase voll davon zu haben.
Diese Frau tut sehr viel, das eure Bindung stört und einen weiteren Aufbau gesunder Beziehungsstrukturen unmöglich macht.
Unter anderem der Umstand, dass ihre "Attacken" nun massiver zu werden scheinen spricht dafür, dass sie dich die ganze Zeit testet, und sich allmählich wundert, dass du immernoch da bist. Also erhöht sie die Intensität. Diese Frau ist meines Erachtens keine arme, selbstwertschwache Person. Die will, dass du gehst. Bewusst oder unbewusst. Sie ist mit großer Wahrscheinlichkeit persönlichkeitsgestört einschl. einer Beziehungsstörung. Wenn du dir das noch ein paar Jahre gibst, kommst du als komplettes Wrack raus. - Mein Rat. Tue vor allem dir diesen Gefallen und mach dich vom Acker.

So eine Partnerin ist doch der blanke Horror.
Was hat sie konkret Besonderes an sich, das dich bei ihr hält?

m37
 
  • #48
Also als Frau, die ein Selbstwertproblem hat(te - so schnell kriegt man das nicht weg), würde ich denen recht geben, die weiterhin denken, SIE hat eines. Einfach wegen der selbstabwertenden Aussagen. Sie nutzt diese, um dich zu manipulieren. Das tut sie allerdings nicht unbedingt bewusst/absichtlich, es kann eine Mischung sein. Ob man das eine psychische Krankheit nennt oder nicht ist egal (wir sind ja nicht die kompletten Loser, meistens im Gegenteil. Trifft auch für die Freundin hier zu).

Fakt ist: Ein schlechter Selbstwert ist für Beziehungen Gift und macht sie krank.

Man kann diesbezüglich an sich arbeiten. Ob nun mit Seelenklempner oder ohne muss ja jeder selber wissen, aber mit Anleitung ist es einfacher und geschieht vermutlich auch nachhaltiger. Das wird sie aber wohl nicht tun, sie kann ja keine Hilfe annehmen.

Gleichzeitig stimme ich auch denjenigen zu die meinen, DU hast ein Selbstwertproblem. Deines drückt sich allerdings anders aus als ihres, nämlich wie in #46 beschrieben. Du tust dir das seit Ewigkeiten an und leidest, ohne Grenzen zu setzen. Auch du manipulierst (unbewusst/unabsichtlich), indem du dich (entschuldige die krasse Formulierung) durch ihre Dankbarkeit aufzurichten suchst. Dein Selbstwert kommt offenbar auch nicht aus dir selbst, sondern scheint sich darüber zu definieren, was du für andere tun kannst. Du bist entsprechend auch ein toller Chef (brauchst es sicher auch, von den Angestellten gemocht zu werden). Kein Wunder, dass du so toll rüberkamst in deinem Eingangspost, und dir auch hier (zu recht! ) Wellen der Sympathie entgegen rollen.

Es gibt da so eine Art Beziehungsgesetz, das besagt, dass sich Menschen mit gutem Selbstwertgefühl nicht an Partner binden, die ein schlechtes haben.

@BaumFischFahrrads s Verweis auf die Threads mit den Ehefrauen, die sich von verbalaggressiven Männern nicht trennen können, weil sie sich an die liebevollen Seiten der Partner klammern, reden und reden, argumentieren und argumentieren, aber nichts ändert sich, scheint mir voll ins Schwarze zu treffen.

Was du tun kannst?

Ihr Grenzen setzen. Konfrontieren, Konsequenzen ankündigen und diese durchziehen. Geredet hast du genug. Gleichzeitig weiterhin auf dich selbst gucken und versuchen, auch DEINEN Anteil an der schlechten Stimmung zu verstehen. Damit sich nachhaltig etwas ändert bzw du im Falle der Trennung bei der nächsten nicht in die gleiche Schiene rutschst.
 
  • #49
Sie ist anscheinend seit Kindheit an auf Abwertung konditoniert. Von ein paar schlechten Beziehungserfahrungen kommt so was nicht! (außer vielleicht nach 30 jähriger Ehe mit einem Tyrannen oder so). Solche Seelen-Dilemma entstehen in der Kindheit. Gruß[/QUOTE]

Hi BaumFischFahrrad! :)

Ganz ganz herzlichen Dank für Deine Zeilen. Du bringst auf den Punkt, was ich mir seit längerem auch denke.

Du scheinst mit deiner These voll ins Schwarze zu treffen.. Meine Partnerin offenbarte mir nämlich schon zu Beginn der Beziehung, dass sie ihre sehr starke und dominante Mutter gefragt hätte, was ich von ihr bloss wolle. (!?) Diese Frage stellte die Mutter im Übrigen auch schon beim ersten Freund mit 18 und danach eigentlich bei jedem. Ich war damals etwas irritiert, dachte mir aber nicht sonderlich viel dabei, weil ich ihre Mutter als eine Person, die schneller spricht als denkt, kennengelernt habe, sie aber trotzdem oder gerade deshalb sehr sympathisch und erfrischend finde. Als meine Partnerin mir das vor kürzlich wieder vorbrachte, wurde mir aber einiges klar. Zudem gab ihr ihre Mutter als Jugendliche nie das Gefühl, dass sie etwas gut könne. Die Mutter erledigte immer alles für sie. Auch ganz profane Dinge, wie das Aufräumen des Zimmers, übernahm die Mutter. Das erklärt auch den Umstand, dass sie sich in allen Lebenslagen nicht gerne helfen lässt, weil sie sofort das beklemmende Gefühl kriegt, sie könne das nicht. Gemäss ihren Erzählungen von früher ist offensichtlich, dass ihre Mutter selbst Probleme mit dem Selbstwertgefühl und ihrem Aussehen hat. Das würde die Theorie bestätigen, wonach man eigene Probleme/Komplexe an den Nachwuchs weitergibt.

Ausserdem war bzw. ist die Beziehung der Eltern von ständigen Reibereien und Gifteleien geprägt. Die Mutter gibt auch gegenüber dem Vater stets den Ton an, der auch ab und an sehr giftig werden kann. (selbst mehrmals erlebt...)

lg. Lunghin
 
  • #51
Auch du manipulierst (unbewusst/unabsichtlich), indem du dich (entschuldige die krasse Formulierung) durch ihre Dankbarkeit aufzurichten suchst. Dein Selbstwert kommt offenbar auch nicht aus dir selbst, sondern scheint sich darüber zu definieren, was du für andere tun kannst. Du bist entsprechend auch ein toller Chef (brauchst es sicher auch, von den Angestellten gemocht zu werden).
Baff. Frau Rabentochter! Du hast mir jetzt gerade genüsslich den Spiegel vor die Nase gehalten. Völlig recht hast du, mit deiner Analyse!

Denke aber, dass mein Verhalten nicht unbedingt DER Beziehungskiller ist, oder?

Ehrlich gesagt leide ich nicht so enorm darunter, wenn sie mir nicht Danke sagt, sondern eben, dass sie sich nicht gut fühlt und klein macht, so dass unweigerlich viel zu viel negative Energie vorherrscht.
 
  • #52
Man kann diesbezüglich an sich arbeiten. Ob nun mit Seelenklempner oder ohne muss ja jeder selber wissen, aber mit Anleitung ist es einfacher und geschieht vermutlich auch nachhaltiger.
Dafür müsste SIE aber zunächst einmal realisieren, dass sie ein Problem hat. Und nach allem was ich hier lese ist sie davon weit entfernt. Nicht jeder hat deine Kraft und deinen Mut Rabentochter und setzt sich mit sich selbst so offensiv und offen auseinander (finde ich ganz ganz toll im Übrigen).
Und damit hat ER keine Chance die Beziehungsdynamik zu verändern. Schließlich kann er sie ja nicht dazu zwingen einzusehen das sie ein Problem hat. Nur wenn sie es selbst erkennt und akzeptiert kommt sie da raus.
Damit bleiben für ihn dann genau zwei Optionen:
Bleiben, es aushalten, akzeptieren und auch einen vermutlich lebenslangen Kampf gegen Windmühlen zu führen oder, zweite Möglichkeit, gehen.
 
  • #53
Ich bleibe dabei :
Du magst sie prima analysiert und problematisiert haben... Aber denkst du ernsthaft, sie wird dich deswegen mehr schätzen, lieben? Weil du recht hast, mal wieder?
Du suchst doch nicht nach Gründen, sie zu verlassen, oder? Meinst du, jemandem eine Diagnose zu stellen überzeugt ihn, in einer Beziehung auszuharren?
Wir haben doch alle unsere Macken. ..

manchmal
 
  • #54
Ja, lieber Lunghin,

Deine Tiefen-Analyse Deiner Freundin mag ins Schwarze treffen. Mich würde aber eher interessieren, was das Ganze MIT DIR zu tun hat, weshalb DU gerade an diese Frau kommst und vor allem, wie Ihr beide das Dilemma löst.

Es scheint ja mit der Zeit eher schlimmer als besser zu werden.

Was gedenkst Du also trotz Deiner Analyse konkret zu tun, um ihr/ Euch zu helfen?
 
  • #55
Zitat von Lunghin:
Denke aber, dass mein Verhalten nicht unbedingt DER Beziehungskiller ist, oder?
Ohja, doch.
(1) Manipulation wird immer wahrgenommen, niemand lässt sich gerne manipulieren... es ist dabei gar nicht so wichtig, ob durch "gute" oder "böse" Aktionen.
(2) Der Partner, der meint, unheimlich viel für die Beziehung tun zu müssen, wird automatisch als "bedürftig" wahrgenommen, was nicht attraktiv ist und die Gefühle schnell schmälert.
(3) Wenn jemand tatsächlich Probleme mit seinem Selbstwertgefühl hat, muss man ihm vor allem die Chance geben, selbst etwas für den anderen zu tun, etwas zu schenken, etwas zu leisten, statt ständig nur zu empfangen. Übertriebene Geschenke erdrücken, machen den Empfänger klein... was wirklich freut und aufbaut, ist dem anderen selbst einen Gefallen tun zu können, um Hilfe gebeten zu werden.

manchmal
 
  • #56
Denke aber, dass mein Verhalten nicht unbedingt DER Beziehungskiller ist, oder?
Schwierige Frage. Dass eine Beziehung von zwei Leuten gestaltet wird, muss man dir bestimmt nicht erklären. Und du merkst jetzt sicher auch, dass sich, je länger dein Thread wird, die Fragen nach deinem Anteil an der Gestaltung auch der negativen Aspekte mehren und wir uns mit deinen Antworten noch nicht wirklich zufrieden geben wollen. Wie reagierst du: Du bist echt gewieft, irgendwie ganz schön gewandt, du kannst Kritik zum Kompliment für den Kritiker machen und diese damit gleichzeitig abprallen lassen (wie in deiner Antwort auf meinen Post). Da fühlte ich mich gebauchpinselt und gleichzeitig frustriert. Jetzt stelle ich mir vor, ich wäre deine Freundin und nicht im anonymen Irgendwo und bekäme diese Doppelbotschaft "du bist toll, aber du hast nicht recht" in täglicher Dosis. Ich glaube, ich würde verrückt werden. Ich würde auch versuchen, dir zu verstehen zu geben, mich mal anzunehmen, wie ich bin und mich dir auch unterlegen fühlen (v.a. mit angeknackstem Selbstwert). Denn was kriegte ich von dir: endlose Argumente und am Ende gebe ich auf, weil du ja "objektiv" Recht hast - und du mein Gefühl (dem ich ja nicht recht traue mit meinem schlechten Selbstwert) wegdiskutiert hast.

Solch ein Verhalten killt die Beziehung nicht, aber sorgt dafür, dass keine echte Verständigung stattfinden kann.

Mir fällt gerade ein, wie man die Freundin dazu bewegen könnte, professionell an sich zu arbeiten (denn das braucht sie glaub ich, so als fellow "Rabentochter" mit offenbar narzisstischer Mutter): mach es einfach vor!
 
  • #57
Hallo FS,
ich weiß nicht, ich sehe das Problem bei euch eher auf deiner Seite. Ein Mann, der seine Partnerin so ausführlich zerlegt und analysiert und sogar mit vermeintlichen Diagnosen und Hintergründen etc aufwartet - gruselig. Warum machst du das? Du bist kein Psychologe und nicht ihr Therapeut, also lass doch bitte dieses Hobbypsychologisieren, denn das ist in erster Linie "gefährliches Halbwissen", das deine Beziehung ziemlich sicher zerstören wird.
Ich sehe bei deiner Partnerin kein besonders auffälliges Verhalten, alles was du hier geschildert hast, kann man auch ganz anders interpretieren, nämlich dahingehend, dass sie von deinem krampfhaften Psychologisieren immer mehr genervt ist.
Nehmen wir das Beispiel mit dem Restaurant: Sie sucht ein Restaurant aus, das deinem Geschmack entspricht und du fragst sie, ob es ihr gefällt. Was soll die Frage? Du weißt doch schon, dass sie andere Restaurants lieber mag, sie wollte dir eine Freude machen. Der Hintergrund deiner Frage ist allerdings ein ganz anderer, unangenehmer und darauf hat sie dann passend reagiert. Du bist der Überzeugung, dass dein Geschmack bei Restaurants besser ist, du magst "gehobenere" Restaurants und sie "einfachere", "du achtest mehr auf Details". Du hast dabei die Wertung, dass "einfachere" Menschen "einfachere" Restaurants mögen und "gehobenere" Menschen "gehobenere" Restaurants. Aber das ist, sorry, Quatsch. Und genau das hat ihre Antwort zum Ausdruck gebracht, nur leider hast du das nicht verstanden, sondern hast ihre Antwort als Zeichen ihres schlechten Selbstwertgefühls interpretiert. Die Verknüpfung sehe ich aber nicht, im Gegenteil, gerade Menschen, für die alles "gehoben" sein muss, brauchen das meines Erachtens zur eigenen Aufwertung.
Mein Tipp: Schaue lieber bei dir selbst hin und reflektiere dich und dein Verhalten und lass mal deine Freundin.

w/42
 
  • #58
Sehr interessante und vielschichtige Antworten hier!

Mein Eindruck ist, dass sie das Leistungsprinzip in die Beziehung trägt und daher keine Ahnung hat, was Liebe ist. Liebe gibt ja von Herzen, also freiwillig und erwartet keine Gegenleistung. Man wünscht sich vielleicht, der andere möge einen auch lieben und das zeigen durch Taten usw., aber im Grunde ist das, was man aus Liebe tut, wenn es denn aus Liebe ist und nicht, um den anderen emotional zu binden, eine selbstlose Sache. (die man auch nicht weiter geben sollte, wenn das aus Liebe gegebene nicht wertgeschätzt wird)

Die Eltern sind schlimm und die Mutter untergräbt ja jegliches "ich kannd das". Klar konnte sie alles besser, als ihre Tochter noch ein Kind war. Eigentlich macht doch Deine Freundin genau das gleiche wie die Mutter - sie versucht, über alles die Kontrolle zu haben und dringlichst Bereiche zu finden, in denen sie was besser kann.

So kann man aber keine Beziehung führen. Denn das, was Du schenkst, wird zum Problem und irgendwann vielleicht auch missachtet, denn in der Welt Deiner Freundin muss anscheinend alles erarbeitet werden und bewertet werden, weil es sonst nix wert ist. Dh. Deine ganzen Aktivitäten sind in ihrer Welt ungerechtfertigt, weil sie nichts dafür tun musste, und deswegen werden sie eventuell auch abgewertet.

Ihre Äußerung, dass sie sich noch nie so geliebt gefühlt hat, klingt bedenklich. Sie spricht nichts von ihren Gefühlen.
Hier hat schon jemand geschrieben, das Programm, dass sie durch den Ex kennt, ist "ihres". Sie muss sich erstmal umpolen und Du musst wissen, ob Du so viel Geduld hast und ob eure Beziehung nicht einfach nur als Basis diesen Kampf hat und zu Ende sein wird, wenn jeder seine Lehren draus gezogen hat.
An sich müsste man sagen, dann behandle sie schlecht, unterdrücke die Frau, dass sie erst was leisten muss, damit Du ein bisschen Zuneigung zeigst. Aber damit müsstest Du Dich verbiegen und sich ihrem Komplex anpassen.
Und irgendwas in Dir wird es auch sein, weshalb Du Dir gerade eine Partnerin mit DIESEM Problem ausgesucht hast. Ich weiß nicht, was es ist - was Gönnerhaftes vielleicht? Weil Du Dich ja auch in Deiner Güte zurücklehnen kannst und sie durch ihre Äußerungen Dir ja auch immer wieder sagt, "du bist zu gut".
 
W

wahlmünchner

  • #59
Du bist der Überzeugung, dass dein Geschmack bei Restaurants besser ist, du magst "gehobenere" Restaurants und sie "einfachere", "du achtest mehr auf Details". Du hast dabei die Wertung, dass "einfachere" Menschen "einfachere" Restaurants mögen und "gehobenere" Menschen "gehobenere" Restaurants. Aber das ist, sorry, Quatsch.
das liest du da raus? Das ist ja spannend. Ich sehe das in dem Text nicht.
Mal eine ganz unmystische Frage:
Wenn das erste Jahr unter der Trennung vom Ex stand..ihr jetzt diese Diskussionen habt..
Wie lange ( und sei ehrlich)war eure Beziehung am stück schön? eine Woche? Ein Monat?
Leider kann ich dir sagen, wenn es keine drei Monate am Stück einfach nur gut war, wird es das auch nicht mehr. Ich bin auch eher der Meinung: Du tust ihr irgendwie gut. Aber ob sie dich liebt? Ich weiss nicht recht. Ihr Verhalten wirkt nicht so.
 
  • #60
Ihre Äußerung, dass sie sich noch nie so geliebt gefühlt hat, klingt bedenklich. Sie spricht nichts von ihren Gefühlen. (...)
und sie durch ihre Äußerungen Dir ja auch immer wieder sagt, "du bist zu gut".
Natürlich ist jeder Mensch anders. Aber ich pflege mich dann selbst klein zu machen, wenn ich mich überlegen fühle und auf Augenhöhe kommen möchte.

Wohltaten meines Partners anzunehmen, fällt mir dann schwer, wenn ich ihn nicht in der Weise liebe wie er mich. Steht mein Liebeskonto höher, kann ich gar nicht genug Goodies bekommen....

In meinem Elternhaus war Elternliebe jedoch definitiv "bedingungslos".