• #1

Wie mit Partnerin mit geringem Selbstwertgefühl umgehen?

Ich (34) und meine Partnerin (35) sind seit 1.5 Jahren ein Paar. Sie hat noch eine 4-jährige Tochter. Aktuell sind wir in einem Strudel gefangen, der unsere wunderbare Liebe zu zerstören droht.

Anfänglich war ihr mangelndes Selbstwertgefühl nicht offensichtlich. Seit ein paar Wochen drückt mir gegenüber aber ein für mich sehr schmerzhaftes Bild durch. Ein Bild, einer verunsicherten, verängstigten Partnerin mit geringem Selbstwertgefühl. Sie konfrontiert mich mit verstörenden Aussagen. "Was bringe ich in die Beziehung? Ich habe das Gefühl, nur du bringst was ein. Du passt als kinderloser Single dein Leben an uns zwei an, obwohl du nie Kinder haben wolltest". Muss hier dazu sagen, dass ich die Kleine sehr in mein Herz geschlossen habe, mit ihr alleine auch schon Sachen unternommen habe, damit die Mama Arbeiten konnte. Ich geniesse das sehr, obwohl ich nie eigene Kinder haben wollte und weiterhin auch nicht will. . Das habe ich ihr auch immer offen kommuniziert und sie merkt auch, wie gerne ich die Kleine mag. Das beruht übrigens auf Gegenseitigkeit, bin ich doch oft auch Thema, wenn ich abwesend bin. Trotzdem kam kürzlich die Aussage, "Wenn dich die kleine nervt, wirst du uns verlassen." Dies obwohl ich ihr immer wieder gesagt hatte, ich hätte grosse Lust Verantwortung zu übernehmen und zusammen mit ihr die Kleine zu erziehen .

Letzte Woche konfrontierte sie mich allen Ernstes mit der Aussage: "Du bist mir in ALLEN Belangen überlegen. Du verdienst mehr, du siehst besser aus, du hast immer alles im Griff. Irgendwann wirst du dich auf die Suche nach einer tolleren Partnerin machen. Du brauchst nämlich eine Superwoman!" Was will man dazu noch sagen? Um zu veranschaulichen wie absurd diese Aussage in meinen Ohren klingt, müsst ihr wissen, dass sie beruflich Erfolg hat. Sie ist Teamleiterin eines IT-Desks und wie erwähnt, sie sieht für meine Begriffe hammergut aus! Wer jetzt einwenden will, ich gebe ihr das wohl zu wenig zu spüren, den muss ich gleich enttäuschen. Immer wieder hat sie mir gesagt, sie sei noch nie so glücklich und zufrieden mit ihrem Körper gewesen. Noch nie hätte sie so tollen und innigen Sex gehabt. Auch habe sie noch nie jemanden emotional so nah an sich heran gelassen und sei so offen gewesen.

Zum völligen Debakel kam es dann aber, als wir zu Zweit in den Urlaub flogen. Ich lud sie ins Hotel ein, was sie als sehr unangenehm empfand. So kam es zur heftigen Aussage "Ich bin auch jemand! Lass mich bezahlen."


Was meint ihr?
 
  • #2
Ja das klingt bedenklich.
Ihr geringes Selbstwertgefühl, oder vielmehr psychisches Problem, ist und wird immer mehr eine Belastung für die Beziehung.
Ich finde es schon erstaunlich, daß du soweit ausgehalten hast.
Sie wird die Beziehung in der klassischen self-fulfilling-prophecy zerstören, indem sie erzeugt, was sie am meisten befürchtet.
Wie lange du mitmachst, ist allein deine Entscheidung.
Nichts was du tun kannst, nichts was du ihr raten kannst, wird sie geistig gesunden.
Schau auf dich.
 
  • #3
Hallo FS,
schwierige Frage. Ich glaub mal, sie hat extreme Verlustängste. Vielleicht ist sie beruflich überlastet. Vielleicht gibt es jemanden in ihrem Bekannten- oder Kollegenkreis, der neidisch ist, und ihr solche Dinge bzw. diese Meinung einflößt. Komisch finde ich, dass das alles erst nach 1,5 Jahren ans Tageslicht kommt.
In der Kennenlernphase kann es vielleicht einmal vorkommen, dass man sich dem Partner unterlegen fühlt. Das liegt vielleicht daran, dass man sich noch nicht richtig kennt. Aber nach dieser langen Zeit? Versteh ich nicht...
 
  • #4
Wenn sie bezahlen will, lass sie bezahlen. Anscheinend meinst Du es gut, es kommt aber nicht so an. Ansonsten kannst Du nicht viel tun, weil sie sich so sehen will. Mit solchen Aussagen bewirkt man aber nur, dass der andere, also Du, irgendwann wirklich genervt ist.
Es ist IHR Problem und ich denke, Du kannst nichts tun, außer ihr zu zeigen, was Du empfindest, was Du ja schon machst. Du bist für sie und ihr Kind da, Dir macht die Beziehung Freude. Ich würde ihr mal eine klare Ansage machen, dass sie sich vielleicht therapeutische Hilfe holen sollte, statt es Dir dauernd zu sagen und Du kannst ihr nicht helfen, denn sie scheint Dir ja nicht zu glauben. Ich würde auch mal sagen, dass mich das verletzt, dass sie Dir nicht glaubt. Wenn Du immer nur die selbe Platte abspielst mit "nein, so ist das nicht" und versuchst, ihr ihre Bedenken auszureden, ändert sich ja auch nichts. Ich meine nicht kaltes Abwenden, sondern wirklich mal sehr gefühlvoll sagen, dass Dich das kränkt, dass sie Dir nicht glaubt, was Du empfindest, und deswegen immer wieder dasselbe äußert. Und dass es ein Problem in ihrem Inneren ist, das Du nicht lösen kannst, wenn sie so misstrauisch ist Menschen gegenüber, die sie mögen oder lieben.
 
  • #5
Deine Schilderung tut richtig weh. Das Problem mit einem zu geringen Selbstwert ist, dass es in der Liebe wirkt, wie ein Fass ohne Boden. Du kannst ihr noch so sehr versichern, wie toll du sie findest, sie braucht immer mehr davon, und je mehr sie bekommt, desto weniger glaubt sie dir. Das ist übrigens auch eine unbewusste Entwertung deiner Person. Denn nur wer doof ist, kann ja so einen Misthaufen wie sie klasse finden. Du fragst nun, wie damit umgehen. Du solltest ihr meiner Meinung nach ganz klar ansagen, dass sie sich um ihren Selbstwert kümmern muss, und zwar professionell (=Therapie). Es ist eine Binsenweisheit, aber die musst du ihr verklickern: nur wer sich selbst lieben / achten / gern haben kann, kann auch andere lieben. Sie muss sich kümmern und nicht du - das ist allein ihre Aufgabe, da auf sich zu achten. Wenn Sie das nicht tut, ist eure Beziehung auf Dauer gefährdet, das solltest du ihr zu verstehen geben, aber gleichzeitig auch vermitteln, dass du zu ihr stehst, dass du glaubst, dass sie das packt. Blöd ist sie ja nicht, das weiß sie auch, sie denkt nur, sie ist zu blöd für DICH. Erwarte das einfach von ihr, dass sie sich kümmert. Wenn sie nicht will, ergründe, warum nicht, mache ihr Mut. Das kannst du eventuell auch mit Verweis auf ihr Kind erreichen. Erkläre ihr, dass Mütter ihr schlechtes Selbstwertgefühl in der Regel an ihre Kinder weitergeben, auch wenn sie alles daran setzen, dies zu vermeiden. Wenn ihr ihr Kind wichtig ist - und du auch, dann soll sie sich kümmern. Das vermittele ihr behutsam aber bestimmt. Alles Gute euch dreien!
 
  • #6
Ich lud sie ins Hotel ein, was sie als sehr unangenehm empfand. So kam es zur heftigen Aussage "Ich bin auch jemand! Lass mich bezahlen."
Tu', was sie will. Als Teamleiterin in der IT kann ihre Rechnungen selber bezahlen. Offensichtlich braucht sie das für ihr Selbstwertgefühl.
Wenn Du ihr was Gutes tun willst, dann mit etwas vollkommen Überfüssigem, nicht mit der Übernahme von alltäglichen Rechnungen.

Nimm' ihr in weiser Vorraussicht nicht alles ab, gib' ihr die Chance Dich um etwas zu bitten. Auch das ist partnerschaftliches Verhalten, den anderen nicht zu entmündigen. Darauf können besonders Frauen im Männerberufen ganz schlecht ab.
Ich weiß das, ich bin auch eine IT-Tante. Früher trieb es wahre Stilblüten, was ich alles selber konnte und wie super.

Wenn sie AE ist hat sie vermutlich eine große Enttäuschung mit massivem Vertrauensverlust hinter sich.
Mit einer 4-jährigen Tochter hat sie wohl die Erfahrung gemacht, dass viele Männer in Deinem Alter sie als Partnerin nicht wertschätzen, sondern als Affäre mitnehmen wollen. In der Situation ist es schwer einem attraktiven, empathischen und gutverdienendem Mann zu vertrauen, dass er es ernst meint, erst recht, wenn er selber keine Kinder will.

Sie ist nicht dumm und fragt sich aufgrund ihrer Lebenserfahrung folgerichtig "was will der ausgerechnet mit mir"?
Nun ist es an Dir, ihr diese Frage glaubhaft zu beantworten. Wie? Keine Ahnung, die Antwort kannst nur Du finden. Ob es glaubhaft ist, machen nicht Deine Worte, sondern Deine Ausstrahlung und Wirkung auf sie. Das kannst Du noch nichtmal steuern wie sie es aufnimmt.

Ich kenne das sehr gut. Nach einem schweren Vertrauensbruch durch meinen Exmann glaube ich Männern erstmal kein Wort. Alle paar Jahre gibt es eine Einzelperson, die eine ganz besondere Ausstrahlung hat und bei der es geht. Die Männer mit denen es geht wertschätzen immer meine Selbstständigkeit und Unabhängigkeit ohne davon zu profitieren - das vielleicht als Anhaltspunkt.
Die Grundlagen dafür scheinst Du also zu haben. Vielleicht musst Du ihr mehr Raum lassen, damit sie auf Dich zukommen kann.
 
  • #7
Ok, deine Freundin hat in der Tat eine verzerrte Wahrnehmung ( wenn wir davon ausgehen, dass nicht du diese hast, das kann man ja nicht ausschließen ).
Kann sein, dass sich das nicht grundsätzlich ändern wird, aber du könntest ihr immerhin helfen, sich nicht weiter hineinzusteigern und du könntest dir helfen, nicht so genervt zu werden.

Sage ihr in einer ruhigen Minute, dass du es zur Kenntnis nimmst, dass sie die Dinge so einschätzt, du ihre Einschätzung aber nicht teilst, sie als sehr erfolgreich und attraktiv ansiehst und sie liebst. Dass du auch mit ihrer Tochter gerne zusammen bist.
Und dass sie eure Beziehung nicht belasten möge, indem sie dir auf die Nerven geht ( dir fällt sicher eine bessere Formulierung ein ).
Bitte gehe dann nicht auf das weitere Lamento ein, sondern sage, wenn sie zum Sprung ansetzt, dass du das nicht hören möchtest.

Boah, sorry, das finden jetzt wieder alle ( Frauen ) eiskalt und hart, aber mich nervt Selbstmitleid unwahrscheinlich, das erstickt mein anfangs vielleicht vorhandenes Mitleid im Keim.

w 49
 
  • #9
Hat ihr Ex sie wegen einer anderen verlassen?
Diese Ängste müssen ja einen Grund haben. Oder hat sie sich aus einfachen Verhältnissen hochgearbeitet und glaubt, sie kann nix?
 
  • #10
Bist du sicher, dass sie damit nicht kokettiert? Auf eine verquerte Art.
Ich habe eine Bekannte, die uns allen auf die Nerven geht. Sie ist sehr hübsch, modelt sogar und lässt sich im Allgemeinen gerne fotografieren, postet mehrere Selfis am Tag. Trotzdem, im Gespräch, fragt sie ständig, ob dies oder das bei ihr gut aussehen und erzählt einem gerne, dass sie im Vergleich zu Anderen, im dies oder das, unterlegen ist, etc.
Ihr Ziel ist Komplimente zu bekommen und man muss ständig das Thema wechseln, weil sonst dreht sich leicht das Gespräch wieder "fast nur,, um sie.....
Vielleicht ist das ähnlich bei deiner Freundin.
 
E

EarlyWinter

  • #11
Nichts was du tun kannst, nichts was du ihr raten kannst, wird sie geistig gesunden.
Das kann ich aus persönlicher Erfahrung mit meinem Vater bestätigen. Er hat weder meiner Mutter noch mir geglaubt, dass wir ihn lieben und hat uns aufs übelste psychisch und physisch misshandelt, um zu gucken, was wir bereit sind, zu ertragen und das wollte er dann von uns als Liebesbeweis, wobei er nie aufgehört hat und sich immer neuen Terror ausgedacht hat. Das hat sich alles stetig gesteigert und du möchtest nicht wissen, wie weit.
Das Verhalten deiner Partnerin ist hochgradig krank, das hat nichts mit ein paar schlechten Erfahrungen zu tun, das sind tief sitzende psychische Probleme. Und eins darfst du Lily und mir glauben, NICHTS was du je tun kannst, kann ihr helfen. Keine Liebe der Welt kann das. Irgendwann wird sie anfangen, eifersüchtig zu sein und das nicht nur ein bisschen, sondern richtig übel. Wenn du nicht aufpasst bist du irgendwann soweit, dass du dir jede Handlung und jedes Wort überlegst. Aber du wirst keine Chance haben, denn sie wird alles so interpretieren, dass es negativ ist. Und dann wird sie das aber immer damit rechtfertigen, dass sie ja aus diesen und jenen schlimmen Gründen so reagiert, sie wird weinen und du wirst dich wie ein A*** fühlen bei dem Gedanken, sie "im Stich zu lassen".
Pass bitte auf dich auf, du kannst ihr nicht helfen.
 
  • #12
Wohnt ihr zusammen? Wäre das für dich vorstellbar zusammenzuziehen? Ihr fehlt aktuell die Sicherheit und sie hat Angst, dass morge mit dir alle vorbei sein könnte.

Die zweite Möglichkeit wäre eine Heirat, die könnte ihr die Sicherheit geben die ihr ggf. aktuell wegen ihren irrationalen Gründen fehlt. Aber heiraten weil sie aktuell Panik hat, ich weiß nicht. Aber das mit dem Zusammenziehen wäre eine Option.

Du könntest auch dein Testament machen und sie als Alleinerbin einsetzen.
 
  • #13
Lieber FS,
Dass sie sich dir gegenüber so mies fühlt, mag daran liegen, dass du anders bist als ihre früheren Partner. Vermutlich ist sie gewohnt, in Beziehungen diejenige zu sein, die mehr liebt und sich mehr anstrengt. Das macht sie vielleicht auch als alleinerziehende Mutter noch beruflich erfolgreich - das Lebensmotto "du kannst dich nur auf dich verlassen", "du musst mehr geben". Sie musste lernen, innerlich stark zu sein und ihre Emotionen und Wünsche oft hintanstellen - kein Wunder, es wäre wohl niemand da gewesen, um ihr zu helfen. Das kann sie nicht einfach aus dem Gedächtnis löschen, das geht nur langsam.
Meine Vermutung ist: Wenn du weiterhin stets freundlich, zuvorkommend bist und versuchst, sie mit Komplimenten zu versichern oder ihr Dinge abzunehmen, ganz der Gentleman, machst du langfristig das Gegenteil. Du wirst in ihren Augen immer engelhafter, aber auch mächtiger und sie fühlt sich immer schwächer und nutzloser. Klar, das Leben wäre einfacher, man könnte einen auf Lady machen - doch deine Partnerin kommt sich ebenso seltsam vor wie du, wenn du eingeladen wirst. Sie konnte wohl sich den Luxus der klassischen Frauenrolle nie leisten.

Mein Vorschlag: Lass sie mehr für dich tun - sie ist sich gewohnt, gebraucht zu werden. Bitte sie auch mal um einen Gefallen und bedank dich. Anstatt für alles Verständnis aufzubringen, zeige dich ihr mit deinen Schwierigkeiten, Sorgen, Nöten und lass sie Verständnis für dich haben. Dann wird sie auch weniger rätselraten spielen, was in deinem Kopf vorgeht. Äussere öfter mal Bedürfnisse oder sag' ehrlich, wenn dich etwas stört. Zeig' dich möglichst menschlich. Ein weiterer Tipp: Manche Menschen können nicht gut mit "grossen" Komplimenten umgehen à la "du bist doch wunderschön". Das ist so global, dass sie es sofort in Frage stellen. Sie sind weniger selbstzweiflerisch, wenn man ihnen "kleine", echte Komplimente mag wie: "Ich liebe diese kleinen Grübchen in deinen Wangen".
 
  • #14
Ich fand diese Einstellung und diese Art der Kommunikation bei meiner ex-Frau irgendwann nur noch anstrengend und Energie raubend. Die Stimmung bei mir ist irgendwann gekippt und ich hatte keine Lust mehr, immer dagegen zu halten. Ich empfand das als nicht nett, wenn die Frau mir so ein abwertendes Statement über sich vor die Füße warf und offenbar erwartete, dass ich das entkräfte bzw. in die Gegenrichtung argumentiere.
Ich denke, dass zum älter und erwachsen werden auch gehört, differnziert zu denken und zu kommunizieren. Nicht in Schwarz-Weiss-Extremen.
Diese Entwicklung hat mich dazu gebracht, mich mit Psychologie zu beschäftigen und die Frau (noch mehr) zu analysieren, was für die Beziehung ziemlich schlecht werden kann.
Das Ende der Beziehung war emotional eine Befreiung. Ich hatte ihr innerlich einfach Recht gegeben in allem was sie über sich dachte.
Bei meiner ex-Frau war es übrigens so, dass sie sich bei mir sehr geborgen und aufgehoben fühlte und deshalb meinte, mir das alles sagen zu können. Aus heutiger Sicht ist das nicht wirklich ein Kompliment. Kommt mir so vor wie wenn die Frauen sich hier gelegentlich beschweren, dass ihre Männer sich zu Hause völlig gehen lassen. Das ist einfach anstrengend. Nicht mal so sehr wegen der paar Diskussionen, die das mit sich bringt, sondern wegen der Haltung, die damit zum Ausdruck gebracht wird.
 
  • #15
Vielen Dank für alle Rückmeldungen!

@Nickname Genau so ist es. Es ist ein vor die Füsse kippen von Negativem, welches das Schöne in der Beziehung verdrängt. Es ist nur noch anstrengend.


@suxxessHH. Zusammenziehen? Ist etwas risikobehaftet, wenn man bedenkt, in welcher Kadenz diese Diskussionen in letzter Zeit stattfinden. Aber es lässt sich nicht wegdiskutieren, dass ihr eine solche Sicherheit etwas Ruhe geben könnte. Ich muss aber noch etwas erwähnen. Sie lässt sich ungern helfen. Das ist auch beruflich so, oder wenn ihre Mama ihr im Haushalt hilft. Sie fragt sich dann, das hat sie mir offenbart, immer "Warum will man mir helfen? Ich kann das selbst!" Ich habe das schon oft selbst erlebt. Sie fühlt sich sehr unwohl dabei. Kann oft auch nicht danke sagen.


Mir fällt auch auf, dass die Art, wie sie sich mit mir misst (denn das ist es), in letzter Zeit gehässiger und verletzender Worten ist. Kürzlich warf sie mir mit süffisantem Ton an den Kopf, ich hätte einfach Glück gehabt, an meiner gut bezahlten Stelle zu sein. Hätte sie kein Kind, sie hätte auch mehr erreichen können. Ich war im ersten Moment nur sprachlos. Als ich ihr dann kund tat, ich sei verletzt darüber, entschuldigte sie sich im ersten Moment nicht. Sie verteidigte sich zu erst und beharrte auf ihrem Standpunkt.

Noch was, was mir zu Beginn schon aufgefallen ist. Mühsam war schon immer die Art und Weise, wie wir Dinge bereden. Als wir in den ersten 10 Monaten den Launen ihres Ex ausgeliefert waren, weil dieser kurzfristig die Kleine nicht nehmen wollte oder die verabredeten Zeiten kurzerhand änderte und sie dies ohne Protest akzeptierte und lieber loyal zu ihm als zu mir war, wurden die Diskussionen sehr emotional. Nach langen Debatten, die sich teilweise bedrückend lange über mehrere Tage hinzogen, gelang sie dann aber oft zur Einsicht, dass ich, objektiv gesehen, recht hatte. Sie nahm meine sachliche Kritik stets als Kritik an ihrem Wesen bzw. Charakter, fühlte sich dadurch nicht angenommen und beklagte sich über mangelndes Vertrauen meinerseits. Ich müsse sie nur machen lassen, und dann komme es schon gut. So kann man doch nicht sachlich diskutieren?
 
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  • #16
Mir fällt auch auf, dass die Art, wie sie sich mit mir misst (denn das ist es), in letzter Zeit gehässiger und verletzender Worten ist. Kürzlich warf sie mir mit süffisantem Ton an den Kopf, ich hätte einfach Glück gehabt, an meiner gut bezahlten Stelle zu sein.
Wenn die Beziehung zum Machtkampf wird, zu einem Vergleichen, dann ist endgültig der Wurm drin.
Eine Beziehung, die nicht auf gegenseitiger positiver Förderung und ANERKENNUNG der Unterschiede und Akzeptanz des Lebenswegs des anderen basiert, ist immer zum Scheitern verurteilt.
Eines Tages wirst du sie verlassen, und das wird ihre Weltsicht ein weiteres Mal zementieren.
Das Ende wird dann das große Drama werden.
 
  • #17
Hier schreiben ja einige, dass Du ihr das Gefühl geben sollst, wertvoll zu sein, sie mehr tun lassen sollst.

Ich sehe es anders, Du bist ja nicht ihr Psychologe und es ist zunehmend anstrengend, sich nie so verhalten zu können, wie man es natürlich tun würde. Sie ist ein Energievampir und bräuchte fachliche Hilfe - sprich Therapie.

Zusammenziehen solltest Du unter keinen Umständen, eher mal darüber nachdenken, ob Du das so weitermachen willst. Es wird nämlich niemals genug und ausreichend sein, egal, was Du ihr sagst oder tust.

Und wenn man sich hier nun die andere Diskussion dazu ansieht, wo jemand beim ersten Date seine psych. Probleme nennt und auch hier einige das gutheißen. Für mich ein absolutes NoGo - ebenfalls die Art der Beziehung, die FS hier führt. Es nimmt einem die Lust auf den anderen und ständig muss man Rücksicht nehmen, auf seine Worte achten. Das ist anstrengend und nicht zielfördernd.

Solche Menschen nähren sich an ihrem Verhalten und der Reaktion der anderen.
 
  • #18
Darf man fragen, was du machst, wenn sie solche Aussagen fallen lässt? Scheinbar lobst du sie nie und machst auch nie Komplimente. Als Mann würde ich einer Frau so oft Komplimente machen, bis sie es glaubt, die beste zu sein. Also hast du als Mann und Partner versagt.
 
  • #19
Lieber Lunghin,

Nur ein Eindruck - Deine Freundin hat massive Probleme mit ihrem Selbstwertgefühl.
Das haben viele, aber bei ihr klingt es bedeutend stärker.

Dann entwickelt sich dieses Fishing for Compliments, dass aber nie ausreichen wird.
Dann entwickeln sich Zweifel.
Destruktive Muster, die sich selbst erfüllende Prophezeiung - das unbewusste aber aktive Zerstören einer Beziehung, weil man sowieso nie eine verdient hat, es nicht wert ist...
Das Kleinmachen des anderen.
(Du kannst die Liste selbst ergänzen).

Nur, Du wirst ihr nicht helfen können.
Sie müsste sich erstmal bewusst werden, was sie da tut, soviel Leidensdruck haben, dass sie ihr Verhalten, ihre Denkmuster verändert - und sie wird dabei professionelle Hilfe benötigen.
Solche grundlegenden Themen lösen sich nicht einfach so, auch nicht über einen Partner.

Du kannst mir ihr reden - und Deine Grenzen zeigen.
Ihren Umgangston und ihre Umgangsart nicht akzeptieren, klar stopp sagen.
Komplimente verweigern - auch mit dem Hinweis, dass sie es sowieso nicht glauben würde.
Insgesamt Dich diesem Spiel entziehen.

Vielleicht kann damit eine Veränderung angestoßen werden. Nur die Hauptinitiative läge bei ihr.

Die Frage an Dich - willst Du diesen Weg mit ihr gehen, erträgst Du es, das sind langwierige Prozesse.
Oder sind Deine persönlichen Grenzen nicht längst überschritten - und die Gefühle für sie schon zu sehr verändert.
 
  • #20
Mach ihr doch einfach nen Heiratsantrag.
Und sag ihr ab und zu, was Du toll an ihr findest.
 
  • #21
.... Es ist nur noch anstrengend.
.. Sie lässt sich ungern helfen....
Kann oft auch nicht danke sagen....
wie sie sich mit mir misst (denn das ist es)....
in letzter Zeit gehässiger und verletzend... verteidigte sich...
beharrte auf ihrem Standpunkt....
Mühsam war schon immer die Art und Weise, wie wir Dinge bereden....
Diskussionen sehr emotional. Nach langen Debatten, die sich teilweise bedrückend lange über mehrere Tage hinzogen...
Uff, da ist aber ganz schön was im argen und du extrem frustriert. Hatte dich aber nach deinem ersten Post falsch eingeschätzt bzw mich davon verführen lassen. Ich dachte, boah, was für ein toller Typ, wie der sich Gedanken macht. Wie einfühlsam, einfach klasse. Aber es scheint mir, als ob auch du deinen blinden Fleck hättest. Du machst das Spiel ja mit, lässt dich auf das Miteinandermessen ein, führst tagelange emotionale Debatten, anstatt dem Grenzen zu setzen. Es sieht mir auch so aus, als ob du dich auf eine Weise doch auch tatsächlich überlegen fühlst. Du machst es richtig, sie falsch. Schau hier:
Nach langen Debatten, die sich teilweise bedrückend lange über mehrere Tage hinzogen, gelang sie dann aber oft zur Einsicht, dass ich, objektiv gesehen, recht hatte.
Musst du immer Recht haben? Wie du schreibst, geht es ihr um ein Gefühl des Angenommenwerdens, während du sachlich diskutieren willst. Da redet ihr dann tagelang aneinander vorbei. BEIDE.

In deinen Posts fehlt mir der Blick auf dich selbst - du meckerst ziemlich rum, und hast sie ja auch schon diagnostiziert, aber was ist dein Anteil an der schlechten Stimmung in der Beziehung?

Ich bleibe dabei, dass sie sich selbst um ihren Selbtwert kümmern sollte - but what about you?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #22
Darf man fragen, was du machst, wenn sie solche Aussagen fallen lässt? Scheinbar lobst du sie nie und machst auch nie Komplimente. Als Mann würde ich einer Frau so oft Komplimente machen, bis sie es glaubt, die beste zu sein. Also hast du als Mann und Partner versagt.
Ich kann oder muss dich enttäuschen. Trage ich doch diese Frau von Anfang an auf Händen. Nicht nur mit Worten sondern auch mit meiner Zuneigung zeige ich ihr, wie toll und begehrenswert ich sie finde.

Das ist ja gerade ein Aspekt, der mich verzweifeln lässt. Wäre ich der gefühlskalte, ignorante, herzlose Partner, der sie von oben herab behandelt, würde es mir ja einleuchten, weshalb sie so neben der Spur unterwegs ist. Doch das Gegenteil ist der Fall. Ich stütze sie bspw auch, wenn sie schwierige Situationen im Geschäft meistern muss. Sie sagt ja auch unumwunden, dass sie dies sehr schätze, wie ich hinter ihr stehe und sie unterstütze. Ebenso attestiert sie mir ein grosses Herz (auch gegenüber ihrer Tochter) und offenbarte mir immer wieder, dass noch niemand vor mir sie so fest und innig geliebt habe.
 
  • #23
Nimm' ihr in weiser Vorraussicht nicht alles ab, gib' ihr die Chance Dich um etwas zu bitten. Auch das ist partnerschaftliches Verhalten, den anderen nicht zu entmündigen. Darauf können besonders Frauen im Männerberufen ganz schlecht ab.
Ich weiß das, ich bin auch eine IT-Tante. Früher trieb es wahre Stilblüten, was ich alles selber konnte und wie super.

Wenn sie AE ist hat sie vermutlich eine große Enttäuschung mit massivem Vertrauensverlust hinter sich.
Mit einer 4-jährigen Tochter hat sie wohl die Erfahrung gemacht, dass viele Männer in Deinem Alter sie als Partnerin nicht wertschätzen, sondern als Affäre mitnehmen wollen. In der Situation ist es schwer einem attraktiven, empathischen und gutverdienendem Mann zu vertrauen, dass er es ernst meint, erst recht, wenn er selber keine Kinder will.
[...]
Ich kenne das sehr gut. Nach einem schweren Vertrauensbruch durch meinen Exmann glaube ich Männern erstmal kein Wort. Alle paar Jahre gibt es eine Einzelperson, die eine ganz besondere Ausstrahlung hat und bei der es geht. Die Männer mit denen es geht wertschätzen immer meine Selbstständigkeit und Unabhängigkeit ohne davon zu profitieren - das vielleicht als Anhaltspunkt.
Die Grundlagen dafür scheinst Du also zu haben. Vielleicht musst Du ihr mehr Raum lassen, damit sie auf Dich zukommen kann.
FS, lies Dir Vikkys Beitrag (Hervorhebungen oben von mir) genau durch. Er gibt Dir sehr wertvolle Hinweise. Sollte außerdem Vikkys Vermutung hinsichtlich früherem schweren Vertrauensbruch zutreffen, dann könnte es schwierig werden. Vertrauen lässt sich nicht herbeizwingen - und sollte das so stimmen, dann musst Du Dir wohl oder übel die Frage stellen, ob Du derjenige sein willst, der in der Zukunft für die Vergangenheit Deiner Partnerin büßen muss, ob Du derjenige sein willst, der ihre Ansprüche bzgl. Selbständigkeit und Wertschätzung (?) erfüllt, "ohne davon zu profitieren" (?). Aber vielleicht verhält es sich ja auch anders in Deinem Fall.
Allgemein sind Beziehungen mit Menschen, die an manifesten Selbstwertproblemen leiden, sehr problembehaftet.
 
  • #24
Es sieht mir auch so aus, als ob du dich auf eine Weise doch auch tatsächlich überlegen fühlst. Du machst es richtig, sie falsch.

Danke für die offenen Zeilen. Selbstverständlich bin ich durch meine hartnäckige Art nicht unbeteiligt an diesen ausufernden Diskussionen. Liegt eben in meinem Naturell, dass ich gewisse Dinge nicht einfach stehen lassen kann.

Du musst vielleicht noch wissen, dass das erste Jahr unserer Beziehung ganz im Zeichen der emotionalen Trennung vom Ehemann stand. Getrennt waren sie 2 Jahre bevor wir uns kennen lernten. Die emotionale Trennung war aber überhaupt nicht angepackt, geschweige denn vollzogen. Sie befand sich sehr oft in einem Tief und war verunsichert. Da kamen Aussagen wie "Ich bin in einem Käfig gefangen und weiss gar nicht, was auf mich draussen wartet." Sprich, wie schön sie es mit mir haben könnte. Hört sich toll an als neuer Partner... Oder sie war oft von einem schlechten Gewissen geplagt, weil sie der Ansicht war, sie würde mit mir als neuem Partner dem leiblichen Vater viele schöne Erlebnisse mit der Kleinen verunmöglichen. Sie wollte aus diesem Grunde auch in der Anfangszeit keine Ausflüge machen. Würdest du dann nicht insistieren? Ihr verständlich machen, dass nicht ihr Charakter zur Debatte steht, sondern ihr Handeln? Ich habe versucht, mit Worten und sachlichen Argumenten zu kämpfen versucht, damit wir eine liebevolle und schöne Beziehung leben können. Mittlerweile ist sie mir auch sehr dankbar, dass ich durch meine Hartnäckigkeit eine Regelmässigkeit in die Situation gebracht habe und die Kleine im 14-Tage Rhythmus zu ihrem Vater darf. Dies ist für alle 4 Beteiligten Personen ein positiver Umstand.


Sie hat auch die Angewohnheit einem Dinge zu unterstellen, die man nicht mal gedacht hat. Will dir ein Beispiel nennen. Sie geht gerne in einfachere Restaurants. Das Ambiente spielt ihr nicht so eine Rolle, wogegen ich etwas mehr auf Details achte. Kürzlich hat sie ein eher gehobenes Restaurant als Überraschung für mich ausgesucht. Als ich sie fragte, ob es ihr auch gefalle, war sie irritiert. Sie erwiderte "Ja, ich weiss. Ich bin eine Bauerstochter und passe hier nicht rein." Soll man da einfach weiter essen und mit den Achseln zucken?


Und noch was. Ich mag es gar nicht, wenn ich überlegen bin. Bevorzuge es, wenn mein Gegenüber auf Augenhöhe ist. Das lebe ich auch so als Vorgesetzter. Meine Mitarbeiter sind nicht weniger wert als ich.
 
  • #25
Hi Lunghin,

meiner Einschätzung nach verhält es sich - ähnlich wie in einem Parallelthread und einigen zuvor - so, dass ihre Gefühle für eine längere Beziehung mit dir von Anfang an schon etwas dürftig waren, und sich das jetzt mit der Zeit Bahn bricht. Du verstärkst dieses Ungleichgewicht zwischen deiner Zuneigung und ihrer Indifferenz noch weiter, indem du, um es mit einer Platitüde auszudrücken, "zu nett", "zu bemüht" und dadurch ganz einfach für sie noch unattraktiver bist.
Sie sagt ja auch unumwunden, dass sie dies sehr schätze, wie ich hinter ihr stehe und sie unterstütze. Ebenso attestiert sie mir ein grosses Herz (auch gegenüber ihrer Tochter) und offenbarte mir immer wieder, dass noch niemand vor mir sie so fest und innig geliebt habe.
Eben: Sie attestiert nicht, dass sie dich so sehr liebt wie noch niemanden zuvor, sondern quasi das Gegenteil... in dieselbe Richtung gehen die körperlichen Aussagen... "mit dem eigenen Körper zufrieden sein"... ist nicht dasselbe wie "ich will dich möglichst jeden Tag um mich haben und mit dir schlafen".

Du wirst das Herz einer Frau nicht dadurch erobern können, dass du sie auf Händen trägst, ihr Kind liebst oder sie beruflich etc. unterstützt. Das sind alles "Kopf-Gründe", die keine Verliebtheit auslösen. Wenn eine Frau nicht verliebt ist, wird sie versuchen, ihren "Partner" loszuwerden, und sprächen auch noch soviele "Kopf-Gründe" für ihn. Weil sie den eigentlichen "Herz-Grund" nicht zugeben will, ihn vielleicht als unverantwortlich, irrational etc. ablehnt, muss sie sich etwas konstruieren. Und da kommen eben diese an den Haaren herbeigezogenen Argumente gerade recht. Extrem typisch für diese Situation ist auch die Aussage, "nicht gut genug" für den ungeliebten Partner zu sein. Mit mangelndem Selbstwertgefühl hat das 0,0% zu tun.

Nun, das nützt dir natürlich alles nichts... der einzige Rat wäre, dich nicht anzustrengen "noch netter" zu sein, dich nicht noch mehr zu kümmern etc.. Das Spielchen "mach dich rar" ist natürlich schon sehr abgenudelt, aber was sehr viel Schlaueres bleibt dir halt nicht.

manchmal
 
  • #26
Ebenso attestiert sie mir ein grosses Herz (auch gegenüber ihrer Tochter) und offenbarte mir immer wieder, dass noch niemand vor mir sie so fest und innig geliebt habe.
Ja, und das ist das Problem.
Deine Liebe ist für sie eine Krücke.
Die Frage ist, wo bleibst du. Du wirst nicht ewig diese Krücke sein können, oder wollen.
Hey. Wer hat gesagt, daß Liebe einfach ist? Niemand. Es gilt aber immer abzuwägen, ob deine Bedürfnisse erfüllt werden. Wenn dein Bedürfnis ist, eine Krücke zu sein, dann ja.
So klingst du aber nicht, und dann hättest du auch nicht diese Frage hier eingestellt.
 
  • #27
Sie stellt sich selbst in die Ecke und da muss sie selbst wieder raus!
Das geht aber nicht, wenn Du dich schützend vor sie stellst und verbal erklärst, dass sie gut ist, wie sie da steht!

Gibt ihr den Raum....
Lass sie mal eine Leistung erbringen!
 
L

Lisachen

  • #28
Ich kann sie gut verstehen und ihr Bedenken, sind m. E. auch berechtigt und nicht ein Anzeichen von geringem Selbstwertgefühl sondern sie sieht die Realität vor ihren Augen. Du bist ein Jahr jünger als sie und sie hat ein Kind. Sie ist dazu klug und gebildet und möchte einen Partner haben, der sie als gleichberechtigt wahrnimmt. Du bist in allen Punkten in Vorteil. Wieso kannst Du das nicht sehen. Sie möchte dich auf Augenhöhe begegnen und du machst aus ihr eine hilflose bedürftige Frau, die deine Hilfe und Unterstützung benötigt um weiterzukommen........
Dir ist nicht wichtig, dass sie älter ist und ein Kind hat aber was ist zum Beispiel mit euren Freunden und mit deiner Familie. Wie reagiert deine Mutter darauf. Ich meine, die Mütter können sehr grausam zu ihrer Schwiegertöchter sein. Wie verhältst Du dich in der Anwesenheit deiner Mutter. Ist deine Freundin bei Euch als deine Partnerin voll akzeptiert? Diese Fragen musst du dir stellen, wenn du wirklich eine Antwort auf deine Fragen haben möchtest und du müsst ehrlich zu dir sein. Wenn Du sie behalten willst, müsst du sehr viel ändern.
 
L

Lisachen

  • #29
Warum bist Du beleidigt, wenn sie sagt, sie würde auch mehr verdienen, wenn sie kein Kind hätte. Das ist doch vollkommen richtig, was sie sagt. Die Frauen werden immer und überall benachteiligt und du hast das Glück eine Frau an deiner Seite zu haben, die klar sehen kann und nicht wegen des Geldes dich haben will. Sie möchte emanzipiert sein. Ich kann sie voll und ganz verstehen. Es gibt so viele Studien darüber, dass die Frauen auch bei der gleichen Qualifikation und Leistung weniger verdienen. Das ist doch eine Tatsache und eine vollkommen richtige Feststellung. Warum beleidigt dich eine richtige und konstruktive Diskussion?
 
  • #30
Ich sehe hier kein fehlendes Selbstwertgefühl, die Frau hat jede Menge Mut, dir ordentliche Kracher um die Ohren zu werfen. Auch jemandem zu sagen, dass er alles besser kann, hat nichts mit fehlendem Selbstwert zu tun. Wie kommst du auf diese Fehlinterpretation? Sieh es doch einfach als das, was es ist: Komplimente, wie gut du bist.

Oder das andere Beispiel mit der Bauernfrau von meinerm Vorschreiber. Wie empfindlich kann man denn sein, dadurch beleidigt zu sein, wenn jemand sagt, er passe hier nicht in das Ambiente?

Du klingst für mich sehr empfindlich. Sie hat nicht ganz unrecht, wenn sie sagt: "Ich bin auch jemand, lass mich bezahlen."
Deswegen knickst du ein? Was empfindest du daran so heftig? Bleib locker und mach kein Drama draus! Es ist nun mal ihre Art von Kommunikation. Es gibt schlimmeres.

Sie wendet im Gegenzug eine andere Art von Manipulation an: "Ich bin schlecht, ich bin ein Idiot." Auch eine Art von Selbstschutz. Damit du es ganz genau weißt, mit welcher Art von Idiotin du dich einlässt, um hinterher ja nicht zu jammern.

Du musst aufhören, in ihr irgendwas minderwertiges zu sehen.
Oh, und natürlich kannst du in Gesprächen nicht immer Recht habe und du solltest darauf erst recht nicht beharren, wenn dir die Qualität deiner Beziehung was wert ist. Besser ist, man lässt den anderen im Recht und verzichtet selber auf sein eigenes Recht.