• #1

Wie mit innerer Wunsch vs zu hoher Anspruch umzugehen ?

Hallo zusammen..
..nach reichlicher Überlegung, habe ich mich nun entschieden mit Euch zu teilen, was mich bereits langfristig regelrecht belastet.

Ich bin verwirrt und verunsichert darüber, was im realistischen und möglichen Rahmen liegt auf sexueller Ebene und was schier Tagträumerei ist. Gibt es Männer, wie sie in Büchern oder Filmen dargestellt werden, mit leidenschaftlicher Hingabe und verlässlichler Art, wirklich oder sind jene Messlatten so überirdisch gesteckt, dass kein Mann der Welt diesen gerecht werden könnte?
Ich ertappe mich häufig dabei, wie genau solche Männerdarstellungen in mir große Sehnsucht wecken und ich mir so sehr wünsche 'Könnte ich doch nur an ihrer Stelle sein'. Habe ich mich bereits zu sehr in eine Wunschvorstellung verloren oder dies Indizien, dass in meinem Leben mir bisher etwas fehlt?
Manchmal bin ich mir selbst nicht mehr sicher, was ich selbst für Ansprüche an einem Mann stelle. Im Grunde genommen möchte ich keine haben und einfach die Sache sich selbst überlassen. Meine Erfahrungen liefen jedoch eher schlecht als recht und mein reales Bild passt so gar nicht mit meinem Wunschdenken überein. Es soll sich bitte kein Mann angegriffen fühlen. Mir fällt es einfach nur unglaublich schwer, diese Gedanken mit mir rumzutragen und nicht 'besprechen' zu können. Daher bitte ich freundlich um eure Gedanken, Empfindungen, usw zu meinem Anliegen. Wenn ich mich sehr unkronkret oder unverständlich ausgedrückt haben sollte, sagt es mir ruhig. Ich versuche dann, so gut ich kann zu erklären, was ich damit meine.

Achso.. wäre wohl nicht verkehrt noch etwas genauer zu definieren was meine Vorstellungen beinhalten. ^^'
Nun, ich wünsche mir von einem Mann viel zärtliche Liebkosungen und Liebesbekundung, jemand der weiß wo er steht im Leben und dennoch sich dessen bewusst ist, nicht unfehlbar zu sein. Gerade in der Sexualität fehlt mir in der Realität oft die Intimität, Sinnlichkeit und Leidenschaft beim Sex. Es geht mir hierbei rein um das Empfinden und dem unbefriedigenden Bedürfnis nach Lust zu vergehen. Ich möchte spüren, dass er mich und meinen Körper wirklich erkundet, schmeckt und mit seinen Sinnen voll bei mir ist. Doch die Realität sieht dagegen eher fade aus. Liebloses Gefummel, keine Bock auf lecken... keine Lust sich hinzugeben. Irgendwie ist es einfach sehr ernüchternd.... und das stimmt mich melancholisch und auch zeitweise traurig. Ich zermattere mir den Kopf, ob es an mir liegt nicht genießen zu können oder ob ich einfach falsche Vorstellungen hege, die ohnehin nicht erfüllt werden können. Man ist das eine Qual sage ich euch.. *seufz*

Bitte nehmt meine Frage ernst und macht euch nicht über mich lustig. Mir liegt das Thema sehr am Herzen. Danke :)
 
  • #2
Liebe Aisubeki,

Ich finde deine Frage nicht albern. Dass Filme und Co. unrealistische Erwartungen wecken können, ist ja bekannt und betrifft wohl die meisten von uns irgendwann.

Ich bin schon eine ganze Weile Single, muss dir aber sagen:

viel zärtliche Liebkosungen und Liebesbekundung, jemand der weiß wo er steht im Leben und dennoch sich dessen bewusst ist, nicht unfehlbar zu sein
Und

Ich möchte spüren, dass er mich und meinen Körper wirklich erkundet, schmeckt und mit seinen Sinnen voll bei mir ist
habe ich bei jedem meiner Partner (egal ob feste Beziehung oder eher lose "Liebschaft") so empfunden. Und ich hatte bestimmt keine außergewöhnlichen Supertypen ;-)

Es gibt sie also. Vielleicht findet man solche Exemplare eher, wenn man sie entspannt auf sich wirken lässt- viele Männer sind ja doch insgeheim ganz anders als der erste Eindruck vermuten lässt.

Viel Glück!
 
  • #3
Da scheint mir zweierlei zusammen zu kommen.

1.
Du hältst die Filmwelt für real. Verstehe, dass die Filmwelt gerade dadurch interessant wird, indem sie etwas zeigt, was im realen Leben nicht so oder nicht so intensiv vorkommt. Sie lebt von Überhöhung, Surrealismus. Sur ist das französische Wort für "über". Surrealismus bedeutet also Überzeichnung, Überhöhung des Realen.

2.
Du scheinst Dir die falschen Männer zu angeln. So unerotisch und leidenschaftslos, wie Du den Sex schilderst, ist er defizitär. Lecken ist nun wirklich Standard. Irgendwie scheinst Du Männer ins Bett zu bekommen, die eigentlich gar nicht Lust auf Dich haben. Das mutet schräg an.
Wie schätzt Du denn Deine Attraktivität ein? Bekommst Du viele Tinder-Matches? Warum glaubst Du, gehen diese Männer überhaupt ins Bett, wenn sie doch gar nicht recht den Sex entfalten wollen?
 
  • #4
Auch für mich als Mann eine interessante Frage.
Ja, es kann schon sein, dass in so manchen Filmen und auch in der Literatur falsche Vorstellungen geweckt werden.
Liebloses Gefummel wurde mir persönlich noch nie vorgeworfen - dein Traummann wäre ich nicht, da ich diese Leckerei nicht praktiziere.
Im Grunde geht es dir wie so manchem Mann auch - alles und davon reichlich gibt es nicht. Auch Frauen haben teilweise bestimmte Vorlieben. Und wollen Männern nicht jeden Wunsch erfüllen.
Vielleicht solltest du mal daran denken ... James Bond hat ein halbes Jahr Zeit, um all die Abenteuer abzudrehen, die du innerhalb 2 er Stunden konsumierst. er hat ein Drehbuch - das bekommt Agent 0012 auch nicht. Und bekommt Bond vor lauter Martinis mal keinen hoch - springt das Double ein. Oder die Frau wartet, bis er wieder nüchtern ist.
Im Grunde ist die Enttäuschung, die du in Worte fasst vergleichbar mit der einiger Männer, die sich beklagen, dass ihre Frau keine Pornodarstellerin ist. Im Film können und machen sie alles, wissen genau, was wem zu welcher Zeit die Lustschreie entlockt. Aber eben nur im Film. Brosnan, der wohl einer der besten Bonds nach Connery ist, ist im wahren Leben ziemlich langweilig seit vielen Jahren verheiratet. Und trinkt wohl lieber Whiskey als Martinis. Ich möchte das nicht kritisieren, sondern aufzeigen - selbst die Darsteller sind nicht wie die Filmfiguren.
Eine Möglichkeit wäre, Hollywood auszublenden und mit einem Mann die Art Sex zu entwickeln, die euch beiden Lust bereitet. Ganz ohne die Lizenz zum Vögeln ...ähh ... Töten
 
  • #5
Ich finde nicht dass eine sinnliiche Frau mit typisch weiblichen Sehnsüchten ihr Wesen einer trostlosen defizitären " Realität" anpassen sollte. Ich denke diese " Kinohelden" spiegeln einfach deine wirklichen Wünsche und Bedürfnisse was völlig legitim und gesund ist wenn noch keine entsprechende Erfahrung gemacht wurde. Vermutlich bist du noch relativ jung und die entsprechenden Männer nicht besonders erfahren in Sex und Liebe. Bleib dir selber und deinen Bedürfnissen treu und richte den Fokus auf Männer welche dir bieten können was du dir wünschst. Am schlimmsten dran sind Menschen welche ihre Träume und Sehnsüchte irgendeiner unliebsamen angeblichen " Realität" opfern bloss weil andere ernüchterte und enttäuschte Menschen ihnen sowas empfehlen. Oder noch schlimmer wenn diejenigen welche dich nicht wirklich lieben und begehren sowas aus Bequemlichkeit und eigenen Minderwertigkeitsgefühlen äussern.
 
  • #6
Probiere es doch mal mit einem Tantraseminar, da wird Achtsamkeit praktiziert, diese Männer sind zwar nicht alle monogam, aber viele Paare finden sich dort und leben eine sehr bewusste, innige Sexualität.
 
  • #7
Etwas Hollywood möchten die meisten gern, egal ob Mann oder Frau. Achte halt etwas darauf dass der erste Blickkontakt für beide schon ein Vergnügen ist. Wenn es da nicht sofort knallt, dann wird es meistens nix mit dem was Du Dir wünschst, dann bleibt es halt nur nett. Weißt Du denn auf was für Typen Du so stehst oder hast Du Dich noch nicht so erforscht bei Diesem Thema. Gehörst Du noch zu den jüngeren oder bist Du schon etwas älter. Wenn Du zu den jüngeren gehörst, lass Dir sagen das bestimmte Dinge Zeit brauchen im Leben um das es für sich richtig anfühlen kann.
 
  • #8
Ich würde erstmal überlegen, woran Du meinst zu erkennen, dass ein Mann solche Qualitäten mitbringt. Das hier
viel zärtliche Liebkosungen und Liebesbekundung, jemand der weiß wo er steht im Leben und dennoch sich dessen bewusst ist, nicht unfehlbar zu sein. Gerade in der Sexualität fehlt mir in der Realität oft die Intimität, Sinnlichkeit und Leidenschaft beim Sex. Es geht mir hierbei rein um das Empfinden und dem unbefriedigenden Bedürfnis nach Lust zu vergehen. Ich möchte spüren, dass er mich und meinen Körper wirklich erkundet, schmeckt und mit seinen Sinnen voll bei mir ist.
gibt es ja. Nur fischst Du die Männer nicht aus dem Pool, die so sind.
Bis auf die Leidenschaft hatte ich so einen Partner.

Meist hat eine Frau, zumindest in jungen Jahren, doch eher das Äußere im Kopf. Dann noch das typische männliche Verhalten, das leicht verwechselt werden kann mit Arroganz und Mackergetue, was nur Unsicherheit kompensiert.
DARAN aber erkennt man gar nichts, was den Rest angeht.

Gehst Du nach dem Aussehen? Was ist für Dich männlich-attraktives Verhalten im Alltag?

Jetzt zu der anderen Frage: Das, was oben zitiert ist, ist ja nichts aus Film und Buch. Was von Deinen Wünschen an einen Mann ist wirklich filmfigurmäßig? Und wer wäre ein Beispiel (also nicht nur Namen nennen, sondern auch, was er so macht, weil ja vielleicht nicht alle die Figur kennen)?
 
  • #9
Du triffst die falschen Männern
Heutzutage lecken alle Kerle!

Aber kannst du dich denn beim Sex fallen lassen?
Wie viel Leidenschaft bringst du mit?
Wie attraktiv findest du die Männer mit denen du schläfst?

Leidenschaftlichere Männer sind die Regel..
Nur musst du ihnen auch Appetit machen. Wie lockst du sie?

Ansonsten rate ich dir zum Sammeln von sexueller Erfahrung.

Deine Vorstellung ist nämlich überhaupt nicht überzogen. Es gibt genügend Männer mit denen du diese absolut berauschende Lust erleben kannst. Die nicht genug von dir bekommen, mit denen du die ganze Nacht wach bleibst weil ihr nicht die Finder voneinander lassen könnt...
 
  • #10
Ich frage mich auch oft, ob es diesen total leidenschaftlichen, ekstatischen, verschmelzenden Sex, von dem man immer hört, überhaupt gibt. Sicher wird in Filmen/Büchern manches übertrieben dargestellt. Allerdings berichten ja z.B. auch hier Leute von absolut berauschenden Sexerlebnissen, die sie nicht nur körperlich, sondern auch seelisch tief berührt hätten. Sind das nun alles Aufschneider, oder haben sie wirklich etwas erlebt, was anderen bislang versagt geblieben ist?

Ich schätze mal, die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Also ich denke, es wird schon oft von theatralischen Charakteren etwas dick aufgetragen, aber so richtig geilen Sex, der einen auf allen Ebenen berührt/erfüllt, gibt es sicher - nur leider sehr selten! Wenn man sich umhört unter Menschen, die es in sexueller Hinsicht haben "krachen lassen", sagen Viele, die meisten Erlebnisse hätten sie sich sparen können.

In meinem Fall scheiterte es immer schon an der berühmten Chemie. Hab überhaupt nur Männer ins Bett bekommen, auf die ich gar nicht richtig scharf war. Da kann er sich dann natürlich abmühen, wie er will ... es geht gefühlt über "gemeinsam masturbieren" nicht hinaus.

Selbst bei meinen wenigen Sexpartnern war aber ein Mann dabei, den ich grundsätzlich als "guten Liebhaber" bezeichnen würde: einfühlsam, zärtlich, fantasievoll, gutes Gefühl für Rhythmus/Stimmung, Spaß an ausgiebigem Vorspiel und auch am Lecken ... letzteres wurde auch "technisch gut" ausgeführt. Hätte von meiner Seite aus die Chemie gestimmt, hätte er mir höchste Sinnenfreuden bereiten können.

Wir kannten uns schon ein paar Jahre, als wir miteinander im Bett landeten. Und wenn ich so zurückdenke, war ich vorher schon sicher, dass es mit ihm vom "technischen Standpunkt" her und was sein Verhalten mir gegenüber angeht, gut sein würde.

Insofern fällt mir hier als Rat nur ein: Zeit nehmen zum Kennenlernen und bei schlechtem Bauchgefühl lieber verzichten. Mich würde interessieren, wie die Männer, mit denen du diesen lieblosen Sex hattest, sonst drauf waren. Wenn es jemandem komplett an Einfühlungsvermögen und Fantasie mangelt; keine Zärtlichkeit und Hingabe rüberkommt usw., kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass man das erst im Bett merkt. Spätestens beim Küssen müsste es sich doch zeigen?

Oder geht es dir gar nicht nur um den Sex, sondern v.a. auch um die Frage, ob man einen "guten Liebhaber" und "zuverlässigen Partner" in einer Person findet? Ich denke, es kommt darauf an, worauf man sexuell anspringt. Dass sexuell "begabte" Männer grundsätzlich beziehungsunfähig sind, kann ich mir nicht vorstellen. Aber wenn man sexuelle Anziehung v.a. bei Charakterzügen/Verhaltensweisen empfindet, die mit einer festen Beziehung kaum vereinbar sind, oder im Bett gern auf eine Art und Weise behandelt wird, vor der verliebte Männer eher zurückschrecken - dann wird es natürlich schwierig mit der "Vereinbarkeit".
 
  • #11
Ich bin 31 und verheiratet, aber wie mir scheint nicht glücklich. Aus den Rückmeldungen wird mir selbst klar, dass meine Überlegungen doch aus meiner eigenen Unsicherheit heraus rühren und auf meinen Wünschen und Sehnsüchten basieren, sehr wahrscheinlich in überspitzter Form. Was man nicht hat, danach lechtzt man umso mehr. Ich habe keine bestimmte Vorstellung von dem äußeren eines Mannes. Es muss halt passen von der Ausstrahlung. Ansonsten lasse ich mich in den Bann ziehen.
In den letzten 3 Jahren war ich hauptsächlich mit mir selbst und meiner Depression beschäftigt. Mir fehlte die Energie mich mit den Zweifeln an meiner existierenden Ehe zu befassen. Jetzt allmählich spüre ich stetig mehr, dass ich nicht glücklich bin. Es ist schwer für mich zu realisieren, dass es Zeit wird endlich zu handeln. Ich fühle mich wie ein Pflänzchen, das stetig auf die Sonne hofft die es wärmen möge. Hach.. ich fürchte die anstrengenden Zeiten sind noch längst nicht vorbei. ^^'

Danke für eure Rückmeldungen! :)
 
  • #12
Gibt es Männer, wie sie in Büchern oder Filmen dargestellt werden, mit leidenschaftlicher Hingabe und verlässlichler Art
Also es gibt leidenschaftliche Männer, definitiv.
Es gibt auch verlässliche Männer, definitiv.
Es gibt auch leidenschaftliche und verlässliche Männer.
Das kann ich dir ganz sicher versprechen.

Wie du hier lesen konntest "lecken heutzutage alle Kerle".
Was ich bezweifle. Sicher nicht alle, aber sicherlich einige.
Finde ich nicht weiter tragisch.

Wie bringst du denn deine Kino-Leinwand-Romanze mit "Lecken" in Einklang. Es werden ja viele Tabus gebrochen, aber das habe ich noch nicht gesehen.
Kann es sein, dass du ein bisschen zuviel "Fifty Shades of Gray" geschaut oder gelesen hast? Diesen Hausfrauenporno für Arme?
Dann kann ich dir gleich sagen, nein, es wird dich kein Millionär im Hubschrauber abholen, der dann ein braves Mauerblümchen von Studentin wie eine Edelhure behandelt und eher eine schräge Vorstellung von erfüllendem Sex präsentiert. So eine schlechte abgespeckte Version von BDSM. Es gibt aber Männer die genau sowas suchen. Die müsstest du eben finden.

Verlässlich war der Protagonist in diesem Buch meiner Erinnerung nach nicht.
 
  • #13
Hallo ,
An deiner Stelle würde ich in der kennenlernphase darauf achten , wie er mit Dir umgeht , wie er dich ansieht , wie er dich berührt , ob er kreativ ist , ob er liebevoll und doch verbindlich sein kann . An seinen Küssen schon kannst Du spüren ob er leidenschaftlich ist , ob er in die Gänge kommt und sinnlich ist . Erst wenn die Anfangsphase dich beglückt , dann würde ich weitermachen mit ihm , langsam , bis ihr über beide Ohren verliebt seid . Und dann mit ihm ins Bett und deine Wünsche sinnlich mit ihm austoben ...
viel Glück 🍀
 
  • #14
Gibt es Männer, wie sie in Büchern oder Filmen dargestellt werden, mit leidenschaftlicher Hingabe und verlässlichler Art, wirklich oder sind jene Messlatten so überirdisch gesteckt, dass kein Mann der Welt diesen gerecht werden könnte?
Völlig falsch, Du setzt den Fokus falsch.

Beim Sex solltest Du Dir die erste und wichtigste Person überhaupt sein. Wenn Du nicht leidenschaftlich, hingebungsvoll etc, sein kannst, brauchst Du nach einem passenden Mann gar nicht erst zu suchen. Im Grunde sucht man auch gar nicht danach, sondern man findet sich, man riecht sich förmlich.

Nur wenn Du nichts gibst kommt auch nichts zurück.

Doch die Realität sieht dagegen eher fade aus. Liebloses Gefummel, keine Bock auf lecken... keine Lust sich hinzugeben.
Wie sieht denn das Vorspiel aus? Heiße Küsse, weiche Knie, sehnsuchtsvolles Erwarten der Berührungen? Erotik fängt immer noch im Kopf an und hat meist ein Vorspiel. Bei Dir hört sich das so trocken, im wahrsten Sinne des Wortes, an.

Also die Pornofilmabfolge mal aus dem Kof streichen und aktiv Deine Vorstellung dem Mann gegenüber zeigen, den Du wirklich begehrst. Dass Männer ewig Lecken wollen und Frauen es toll finden Kiefergelenkschmerzen zu bekommen und ständig den Würgereflex unterdrücken zu müssen ist eine Porno-Mär.

Gerade wenn man jemand frisch kennengelernt hat, sind doch stundenlange Sex-Spiele völlig umnnötig. Da reicht doch meist, angucken, heiß werden, anfassen .... und fertig.🥴
 
  • #15
Mir geht es so wie dir. Ich bin leidenschaftliche und sinnliche Frau. Ich habe in der Küche an der Spülmaschine gearbeitet und ein mal ist eine Kollegin stehen geblieben und meinte, es sieht so aus, als ob es mir Spass machen würde. Spass hat es mir kein gemacht, aber bei allem, was ich mache, entwickele ich Hingabe und ein gewisses Flow. Ich habe auch keine Lust, mich auf jemanden einzulassen, der nicht in der Lage ist, den Moment zu genießen. Und zwar richtig zu genießen. Ich empfinde es oft als "abarbeiten". Da wird Sex abgearbeitet, da wird Restaurantbesuch abgearbeitet, Sport, Job etc.
Du musst bedenken, daß es nicht nur solche Männer gibt, sondern auch viele Frauen, dass bedeutet, dein passendes Stück ist selten, weil Männer durch ihre Verkopftheit noch schwerer haben, ihre Gefühle wahrzunehmen, geschweige den auszuleben. Ausserdem hat es was mit Loss- und sich Fallenlassen zu tun was auf jeden Fall Kontrolle abgegeben bedeutet. In der Leistungswelt, wo nicht mal Eltern ein Halt bieten können, wachsen viele verängstigte Kinder heran, die nie oder selten nur einfach sein dürfen, ohne was zu leisten. Und der Genuß entsteht eben nur im Moment, nicht, wenn es erwartet und geleistet wird.
 
  • #16
Diese Hingabe und Leidenschaft gibt es durchaus, was sich für mich mit zunehmender Vertrautheit zum Partner entwickelt. Ich würde das beim ersten /zweiten Sex nicht gleich erwarten. Da fällt man ja eher schon mal übereinander her. Ich hatte auch schon den Fall, dass ich mich gefragt habe "Hm, watt macht er denn jetzt"? 🤔, weil man sich eben nicht kennt.

Schreibst Du hier von einem festen Partner, bei dem Du diese Sinnlichkeit vermisst?

Mir fallen dazu noch folgende Fragen ein:
Wie gut kennst Du Dich und Deinen Körper?
Wie leidenschaftlich kommst Du selbst rüber und bringst Dich ein? Es kommt doch oft zurück, was man selbst gibt und es hört sich nach hinlegen und warten auf Wunscherfüllung an, also von Deiner Seite eher passiv.
Durch wie viele Male hast Du Deine Erkenntnisse gewonnen? Ausschuß kommt halt vor und auch mit einem festen Partner ist es nicht jedes Mal gleich.

Deine Erwartungen sind nicht überzogen.
Es wird mit der Zeit jemand dabei sein, der sie erfüllen wird. Du darfst Dich aber nicht vorher schon mit dem Gedanken blockieren, dass es dieses Mal hoffentlich so sein wird.
Außerdem nur mit nem Leckerchen in die Kiste. Bei "die inneren Werte zählen" ist es doch vorbei. Attraktivität muss vorhanden sein.

W, 47
 
  • #17
Ich würde mal grundsätzlich unterscheiden lernen zwischen Bedürfnissen und Erwartungen.

Welcher Typ Mensch bist du? Empfängst du lieber eine Umarmung oder reicht es dir zu hören das er dich liebt? Oder dir pragmatisch ein bequemes Leben bieten kann und dich (finanziell) umsorgt?

Willst du deine Gefühle mündlich kundtun oder brauchst du dafür körperliche, zärtliche Nähe?

Das Medien (Bücher,Filme,Podcast) deine Sinne ansprechen lässt vermuten das du emotional bist und eher körperlich empfangen willst und über Gefühle vieles entscheidest. Und in dieser Hinsicht sollte der Partner ähnlich gestaltet sein sonst 'gibt" er dir auf einer anderen Frequenz nur genau das, was du vermutlich nicht empfangen kannst.

Ein Partner, der seine Gefühle durch feinfühliges Berühren zum Ausdruck bringen kann und ähnlich sinnlich ist kommt dann bestimmt auch ohne bedienen von Klischees bei dir an.
 
  • #18
Das gibt es. Diese Männer laufen nur nicht mit einem entsprechendem Zettel an der Stirn herum.

Ob ein Großteil der Männer so ist? Ich weiß es nicht. Aber neben diesen Ansprüchen will Frau ja meist noch ein gewisses Aussehen, Gehalt/Beruf und sonstige Punkte erfüllt haben. Da ist die Auswahl dann schon mal deutlich geringer und für die meisten bleibt da - unabhängig vom umstrittenen "Marktwert"-Thema - keiner übrig bzw. Frau lernt so ein Allroundtalent nicht unbedingt kennen, da ihre Anzahl sehr begrenzt ist.

Ich bin eher durch Zufall und auf den 2. bzw. 3. Blick bei meinem Partner gelandet. Von der oberflächlichen Wunschliste erfüllt er einige Kriterien nicht, aber zum Glück habe ich dieses Mal rechtzeitig gemerkt, worauf es ankommt. Und wenn ich mir jetzt Deine Wünsche ansehe, merke ich wieder, dass ich mit meinem Exemplar sehr gut bedient bin, auch wenn man ihm das vermutlich auf den ersten Blick nicht ansieht bzw. zutraut. Also vielleicht den weniger auffälligen Herren mal einen 2. oder 3. Blick gönnen, auch wenn sie nicht unbedingt dem Beuteschema entsprechen. Das kann unerwartete Freude mit sich bringen.
 
  • #19
Meine Erfahrungen liefen jedoch eher schlecht als recht und mein reales Bild passt so gar nicht mit meinem Wunschdenken überein.
ds sollte es auch nicht.
Der Mann ist schließlich auch eine Mensch mit eigenen Sehnsüchten und Wünschen.
Und die sollte nicht sein, der Frau (wie z.B. bei "Outlander") schön alle Wünsche zu erfüllen, gleichzeitig harter, brutaler Held und mitfühlender Pantoffelheld zu sein.

Das ist nicht nur unrealistisch sondern m.E. auch ganz grundsätzlich falsch.

Der Mann würde ja für sich nichts tun, er wäre so quasi ein Sklave der Frau und eben gerade kein Mann.
Als Nebeneffekt würde der Mann für die Frau auch seinen Reiz verlieren.

So funktionierte Partnerschaft tatsächlich zwischen Menschen eben nicht und zwar egal ob WW,MW oder MM.

Es sind und bleiben zwei unterschiedliche Menschen.

Deswegen it "schlecht und recht" im Grunde genommen ganz richtig, wenn man es schafft, dabei die Liebe (und für mich eben auch Sex, weil das immer der eigentliche Grund einer Beziehung zu einer Frau sein wird) zu erhalten.
 
  • #20
Völlig falsch, Du setzt den Fokus falsch.

Beim Sex solltest Du Dir die erste und wichtigste Person überhaupt sein. Wenn Du nicht leidenschaftlich, hingebungsvoll etc, sein kannst, brauchst Du nach einem passenden Mann gar nicht erst zu suchen. Im Grunde sucht man auch gar nicht danach, sondern man findet sich, man riecht sich förmlich.

Nur wenn Du nichts gibst kommt auch nichts zurück.


Wie sieht denn das Vorspiel aus? Heiße Küsse, weiche Knie, sehnsuchtsvolles Erwarten der Berührungen? Erotik fängt immer noch im Kopf an und hat meist ein Vorspiel. Bei Dir hört sich das so trocken, im wahrsten Sinne des Wortes, an.

Also die Pornofilmabfolge mal aus dem Kof streichen und aktiv Deine Vorstellung dem Mann gegenüber zeigen, den Du wirklich begehrst. Dass Männer ewig Lecken wollen und Frauen es toll finden Kiefergelenkschmerzen zu bekommen und ständig den Würgereflex unterdrücken zu müssen ist eine Porno-Mär.

Gerade wenn man jemand frisch kennengelernt hat, sind doch stundenlange Sex-Spiele völlig umnnötig. Da reicht doch meist, angucken, heiß werden, anfassen .... und fertig.🥴
Ich empfinde deine Rückmeldung als einen Tadel an mich. Verstehe nicht so ganz weshalb du der Meinung bist, dass ich vollkommen 'falsch' liege - mal davon abgesehen, dass es kein richtig oder falsch gibt an der Stelle. Meine Frage ist doch nur, ob es solche Männer auch in real gibt und ich meine Wünsche ruhig beibehalten kann oder ob ich mich mit jenen in eine Sackgasse verannt habe, aus der ich nicht herauskomme, es sei denn ich begreife das es solche Typen nur in der Fantasie gibt.
Wie genau, ich mich beim Sex anstelle - das möchte ich hier nicht äußern. Ich bin mir durchaus bewusst, was ich einem Mann geben kann und will. Die Frage ist, ob es realistisch ist daran zu glauben, dass ich das auch gespiegelt bekommen kann. Vielleicht sind Männer auch einfach in der Sache anders gestrickt als Frauen?? Wenn ich die Antwort bereits hätte, dann würde ich doch nicht fragen.
 
  • #21
Ich verstehe, dass man sich für den falschen und unpassenden Partner entscheidet, ich verstehe aber niemals, wenn man das erkannt hat, dass man in dieser Beziehung dennoch bleibt, ich für mich bin überzeugt, dass Depressionen auch daher kommen, weil die Beziehung einfach depressiv ist, so auch deine, im ersten Schritt solltest du deine Beziehung beenden, im zweiten Schritt erstmal alleine bleiben, über längere Zeit (mind. 1 Jahr!) und reflektieren und sich fragen, was du möchtest, aber auch dich fragen, was für dich nicht mehr in Frage kommt, du wirst sehen, es wird dir immer mehr klar, in welcher schwierigen Beziehung Situation du rein geschlittert bist, alles Gute für dich!
Meine Depression hat nichts mit meiner Ehe selbst zu tun. Es ist nun einmal so, dass ich zeitweise so sehr verwirrt war in den letzten Jahren, dass ich an einem Tag dachte 'Ich habe einen wunderbaren Partner, etc' und an dem anderen Tag der festen Überzeugung 'Nee, da läuft was schief. Bin ich gar lesbisch?!'
Ich kann jetzt, sehr gut nachvollziehen, weshalb ich noch immer in dieser Beziehung bin und das ich es mir selbst sehr einfach gemacht hätte, ihn einfach in den Wind zu schießen - nur weil ich mit mir selbst nicht im Reinen war. Es ist immer leicht jemandem die Schuld zu geben. Aber ich möchte nichts bereuen müssen. Daher habe ich mir die Zeit genommen und mich voll und ganz auf mich konzentriert, ehe ich anfange einen Rundumschlag zu unternehmen. Mein Mann hat viele gute Eigenschaften an sich, aber auch weniger erfreuliche - normal, geht allen so. Ich bin mir lediglich unschlüssig, ob ich einem 'Geist' hinterjage oder ob ich schlichtweg nicht wahrnehmen will, was ich bereits habe. Das ist für Außenstehende wahrscheinlich nicht verständlich. Für mich ist es ein inneres Dilemma und so ganz allein, ohne Input von außen, werde ich daran nicht arbeiten können. Deshalb meine Frage.
 
  • #22
Ich würde mal grundsätzlich unterscheiden lernen zwischen Bedürfnissen und Erwartungen.

Welcher Typ Mensch bist du? Empfängst du lieber eine Umarmung oder reicht es dir zu hören das er dich liebt? Oder dir pragmatisch ein bequemes Leben bieten kann und dich (finanziell) umsorgt?

Willst du deine Gefühle mündlich kundtun oder brauchst du dafür körperliche, zärtliche Nähe?

Das Medien (Bücher,Filme,Podcast) deine Sinne ansprechen lässt vermuten das du emotional bist und eher körperlich empfangen willst und über Gefühle vieles entscheidest. Und in dieser Hinsicht sollte der Partner ähnlich gestaltet sein sonst 'gibt" er dir auf einer anderen Frequenz nur genau das, was du vermutlich nicht empfangen kannst.

Ein Partner, der seine Gefühle durch feinfühliges Berühren zum Ausdruck bringen kann und ähnlich sinnlich ist kommt dann bestimmt auch ohne bedienen von Klischees bei dir an.
Dankeschön für deine Rückmeldung. Deine Worte sprechen mich tatsächlich an und geben mir den Impuls da genauer drauf zu achten. Es kommt mir nämlich auch so vor, als ob die Signale meines Mannes bei mir leider nicht ankommen, selbst wenn ich mich sehr anstrenge diese zu registrieren. Meinem Mann eght es wohl ähnlich, nur das er nicht nachvollziehen kann, was genau ich gerne hätte - da er nicht auf diese Ebene selbst gehen kann. Er ist anscheinend nicht der Typ dafür. Er mag nicht viel Tam Tam beim Sexspiel und spricht selbst nur auf wenig erogene Zonen an. Er sagte mir dazu, dass ihm ein langes Vorspiel und solche Sachen nichts geben. Warum solle er das dann tun.
Dadurch stecke ich automatisch zurück. Dafür läuft es zwischenmenschlich gut und er hat da seine Vorzüge. Ich bin mir einfach nicht sicher, inwiefern ich 'Abstriche' machen muss. Wo ist es vereinbar und wo nicht? Dafür fehlt mir wohl wirklich die Erfahrung und auch Überzeugung.
 
  • #23
Wie genau, ich mich beim Sex anstelle - das möchte ich hier nicht äußern. Ich bin mir durchaus bewusst, was ich einem Mann geben kann und will. Die Frage ist, ob es realistisch ist daran zu glauben, dass ich das auch gespiegelt bekommen kann. Vielleicht sind Männer auch einfach in der Sache anders gestrickt als Frauen?? Wenn ich die Antwort bereits hätte, dann würde ich doch nicht fragen.
Aber hier würde ich nochmal den Hebel ansetzen und das realistisch oder nicht realistisch nicht über einen Kamm scheren wollen. Ein Mann ohne Körpergefühl, der auch nicht romantisch veranlagt ist wird dir kaum beweisen können dass "Mann" sinnlich über viele Stunden die gemeinsame Lust steigern kann. So ein Experiment hatte ich einige Monate lang, es dauerte mehrere Versuche ihm schmackhaft zu machen wie man sinnlich ist bis das dann bisschen besser wurde zwischen uns. Aber wenn es darum ging das er Initiative zeigt mich zu berühren war es doch meistens recht plump. Passte vorne und hinten nicht, habe mich getrennt.
 
  • #24
Er ist anscheinend nicht der Typ dafür. Er mag nicht viel Tam Tam beim Sexspiel und spricht selbst nur auf wenig erogene Zonen an. Er sagte mir dazu, dass ihm ein langes Vorspiel und solche Sachen nichts geben. Warum solle er das dann tun.
Weil er dich liebt und sich freut wenn er dir eine Freude machen kann? Weil er aktiv an deiner Lust teilhaben kann und ihn das anmacht?

Die Anforderungen die du stellst halte ich nicht für überzogen bzw. nur im Film existent. Sowas kann man durchaus leben und ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass es so selten gelebt wird. Gehört nach meinem Empfinden einfach dazu.
 
  • #25
Weil er dich liebt und sich freut wenn er dir eine Freude machen kann? Weil er aktiv an deiner Lust teilhaben kann und ihn das anmacht?
Das waren auch meine Worte an ihn. Er sagt dann, ich wäre ja unzufrieden und soll ihm konkret sagen was ich will. Das sage ich ihm bereits. Aber er checkt es nicht bzw. es ist ihm nicht möglich dahinterzusteigen, so wie ich es nicht nachvollziehen kann, dass er mir gegenüber(trotz Liebesbekundungen) nicht hingebungsvoller sein kann. Er will dann explizit hören "leck mich, finger mich, etc.". Das es mir nicht um die Handlung selbst geht, sondern um das wie... Ich schaffe es nicht ihm das verständlich zu machen. :(
Meine Sorge ist einfach sehr riesig, dass ich unfähig bin mich mitzuteilen und zu viel mir wünsche. Ich bin zu gutmütig, geduldig und treudoof in der Hinsicht. Bin stets gewillt an mir selbst zu arbeiten und mein Bestes zu geben. Wann ist es sinnlos weiterzumachen und wann sollte ich nicht aufgeben? Das ist wirklich schwierig. Wir Menschen sind leider zu komplex.
Mir wird niemand es abnehmen können eine Entscheidung zu treffen. Das ist mir bewusst. Aber ehe ich diese treffe, möchte ich Zweifel und Hemmungen bearbeiten. Erst dann werde ich in der Lage sein den Schritt zu unternehmen. Deshalb frage ich ja nach euren Erfahrungen und Meinungen.
 
  • #26
Er mag nicht viel Tam Tam beim Sexspiel und spricht selbst nur auf wenig erogene Zonen an. Er sagte mir dazu, dass ihm ein langes Vorspiel und solche Sachen nichts geben. Warum solle er das dann tun.
Damit bist Du weggebügelt. Meiner Ansicht nach macht ein liebender Mensch das nicht, er probiert, wie es auch für den anderen schön werden kann. Und wenn es nicht geht, ist er sich bewusst, dass in der Beziehung ein Problem besteht. So wirkt es auf mich, als sei ihm völlig egal, ob Du was beim Sex empfindest.
Wie kann er noch mit Dir Sex haben, wenn er weiß, dass Du gar nicht angemacht bist? Oder spielst Du ihm vor, dass es auch so okay ist?

Ich kann jetzt, sehr gut nachvollziehen, weshalb ich noch immer in dieser Beziehung bin und das ich es mir selbst sehr einfach gemacht hätte, ihn einfach in den Wind zu schießen - nur weil ich mit mir selbst nicht im Reinen war.
Das stimmt. Aber so, wie sich das von Deinem Mann liest, macht er es sich sehr einfach.

Meine Frage ist doch nur, ob es solche Männer auch in real gibt und ich meine Wünsche ruhig beibehalten kann oder ob ich mich mit jenen in eine Sackgasse verannt habe, aus der ich nicht herauskomme, es sei denn ich begreife das es solche Typen nur in der Fantasie gibt.
Wie genau, ich mich beim Sex anstelle - das möchte ich hier nicht äußern. Ich bin mir durchaus bewusst, was ich einem Mann geben kann und will. Die Frage ist, ob es realistisch ist daran zu glauben, dass ich das auch gespiegelt bekommen kann.
Ich tappe immer noch im Dunkeln, was Du eigentlich meinst, wünschst und selbst dabei gibst. Vielleicht widerspricht sich wirklich was an Eigenschaften, die Du von einem Mann gern hättest.
Es funktioniert ja schon nicht, dass eine Frau sich einen Karrieremann wünscht, der dann aber SIE an die Spitze seiner Prioritäten setzen soll.
Aber Zärtlichkeiten und dass ein Mann sich um Deinen Körper kümmert, dass auch Du sexuell stimuliert bist, bevor es weitergeht, ist NORMAL in einer guten Beziehung, in der Sex auch ein Thema ist. (Gibt ja auch Menschen, die sie keinen Sex wollen. Aber es kann keine gute Beziehung sein, in der nur der Mann auf seine Kosten kommt und sich nicht drum schert, wie es der Frau dabei geht)

Das hier ist ein anonymes Forum und ich denke, dass Du innerhalb kurzer Zeit Deine Beiträge sofort löschen lassen könntest, wenn Du wolltest.

Ist Dein Mann Dein erster Sexualkontakt? Bist Du sehr religiös?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #27
Es gibt genügend Männer mit denen du diese absolut berauschende Lust erleben kannst. Die nicht genug von dir bekommen, mit denen du die ganze Nacht wach bleibst weil ihr nicht die Finder voneinander lassen könnt...
Damit ein - für sie anziehender! - Mann "nicht die Finger von ihr lassen kann", muss frau aber auch erstmal die entsprechende Attraktivität mitbringen. Damit will ich keinesfalls sagen, dass die FS unattraktiv sein muss. Ich kenne gutaussehende, umschwärmte Frauen, die an jedem Finger zehn haben könnten, aber überwiegend frustrierende sexuelle Erfahrungen mit Männer gemacht haben (u.a. auch Ablehnung von Lecken).

Ich will nur sagen, es wundert mich, wie einfach sich das viele Leute vorstellen. Bzw., wie einfach es scheinbar für viele wirklich ist (denn wenn es für sie nicht einfach wäre, würden sie ja nicht so schreiben).

Fakt ist, Frau findet nicht an jeder Ecke einen begehrenswerten Mann, der sie auch zurückbegehrt. Manche Menschen scheitern ihr Leben lang an dieser Hürde.

Und auch, wenn es mit der gegenseitigen Anziehung klappt, kann es immer noch sein, dass man nicht kompatibel ist in seinen Vorlieben. Dabei kann es um bestimmte Fetische/Praktiken gehen. Aber ich denke, noch häufiger kommt es vor, dass zwei Menschen sich sozusagen auf die üblichen Standardpraktiken einigen können, aber in Sachen Tempo/Wildheit nicht auf einen Nenner kommen, oder ihre Liebe und Geilheit auf eine Art und Weise ausdrücken, die beim jeweils anderen nicht ankommt oder nichts auslöst.

Ich z.B. finde Brustwarzen sehr erotisch und spiele gerne daran rum. Das mögen aber viele Männer absolut nicht. Allgemein stehe ich sehr darauf, den ganzen Körper sanft zu streicheln und zu küssen. Viele Männer werden aber lieber härter angefasst, und scheinbar sind sie oft auch gar nicht wild darauf, dass man außer ihrem besten Stück noch anderen Körperstellen Aufmerksamkeit schenkt.

Wenn mir nun ein Mann sagt, mir gibt mir dieses Gestreichel/Geküsse nichts, pack mich fester an oder konzentrier dich am besten gleich auf mein bestes Stück, kann ich mich natürlich darauf einstellen und es so machen, wie er es gern hätte. Aber mir würde dabei immer etwas fehlen. Ich müsste bestimmte, für mich besonders verlockende Körperstellen "umschiffen", und ich dürfte meine Lust und meine Gefühle für ihn nicht auf eine Art und Weise ausdrücken, die mir entspricht und sich für mich natürlich anfühlt. Ich müsste mich verbiegen, um ihn zu befriedigen.

Es wird oft gesagt, man könne nicht von Anfang an das totale Feuerwerk erwarten, sondern der Sex müsse sich erst einspielen; man müsse daran arbeiten. Ich frage mich aber, ob so eine "erarbeitete" gemeinsame Sexualität dann auch wirklich für beide erfüllend und (zumindest ab und an) "berauschend" und "ekstatisch" sein kann, oder ob es nicht immer maximal okay bleibt, wenn man sich erstmal "zusammenraufen" muss.
 
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  • #28
Meine Sorge ist einfach sehr riesig, dass ich unfähig bin mich mitzuteilen
Ihr seid schon sehr lange ein Paar oder?
Es klingt, als sei die Beziehung an sich etwas eingeschlafen.
Du wünscht dir einen "stürmischen" Mann, der dir sein Begehren zeigt.
War das jemals so, in dieser Beziehung?
Denn wenn nicht, wirst du mit Kommunikation aus deinem Partner auch keinen anderen Menschen machen, der er ist.
Im Gunde verlangst, oder wünscht du von deinem Partner, dass er irgendwas macht, damit du Leidenschaft spürst.
Es geht mir hierbei rein um das Empfinden und dem unbefriedigenden Bedürfnis nach Lust zu vergehen.
Bei diesem Partner fehlt dir die Lust.
Seine sexuellen Handlungen turnen dich schlicht nicht mehr an.
Du möchtest jetzt gerne, dass er sich verändert. Er soll eine andere Person werden, bei der du was empfindest.
Du spürst selbst keine Leidenschaft und Liebe mehr in dir, die du dir vom Partner wünscht.
Das wird man nicht durch Kommunikation im Bett verändern können.
"Mach doch mal hier"..."Mach doch mal mehr so", das bringt nichts.
Entweder Leidenschaft und Liebe ist da, oder eben nicht.
Ihr müsstet euch neu verlieben und neu entdecken.
Dann müssten beide das Gespür entwickeln, sexualisierter und leidenschaftlicher zu handeln. Womöglich müssten Hemmschwellen überwunden werden, hin zu z,B. Dirty Talk usw.
Vermutlich handelst auch du recht "keusch" im Bett. Es ist dir genauso nicht anders möglich. Aber du hättest ihn da gerne als den, der dich zu mehr Sexualität bringt.
 
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  • #29
Gibt es Männer... mit leidenschaftlicher Hingabe und verlässlichler Art, wirklich
Liebe FS,
klar gibt es diese - aber nicht für Dich. Ihre verlässliche Art schließt nämlich anbandeln mit vergebenen Frauen aus.
Ich bin 31 und verheiratet.... hauptsächlich mit mir selbst und meiner Depression beschäftigt
Die von Dir begehrte Art von Mann ist auch von Frauen begehrt, die solche Probleme nicht haben und die sich auch mit dem Mann befassen können/wollen.
Ich habe so einen Mann. Da kann ich nicht nur meine Depression pflegen und Bauchnabelbeschau nachgehen, sondern so ein Mann verlangt und verdient die gleiche Aufmerksamkeit/Verlässlichkeit, die er mir entgegenbringt.

Meine Depression hat nichts mit meiner Ehe selbst zu tun.
Das ist eine ganz wichtige Erkenntnis, damit man die Ehe nicht aus dem falschen Grund beendet. Bei mir hatte die erste Ehe Bedingungen, welche die Depression aufrecht erhielten. Darum musste ich sie beenden.

Ich bin mir lediglich unschlüssig, ob ich einem 'Geist' hinterjage....
Du jagst generell keinem Geist hinterherjagst, aber einen extrem eingeengten Fokus auf sexuelle Praktiken hast, der es Dir schwer macht. Die meisten Männer dieser Art sind in Deinem Alter längst in festen Händen.

oder ob ich schlichtweg nicht wahrnehmen will, was ich bereits habe
Du hast nicht was Du willst, weil Dir in der Ehe mit Deinem Mann die gewünschte Hingabe/Liebe fehlt. Verlässlichkeit allein langt halt nicht. Was Du über gewünschte Sexualpraktiken schreibst, hat aber mit Leidenschaft und Hingabe nichts zu tun. Um Licht ins Dunkel zu bringen: wo hast Du diese Vorstellungen her und was haben sie mit Leidenschaft und Hingabe zu tun?

Ich bin der Meinung, dass Dein sich Drehen um sexuelle Wünsche zu nichts führt (wie gesagt: Leidenschaft und Hingabe ist viel mehr). Du solltest über Deine Ehe entscheiden, die Entscheidung umsetzen und Dich dann mit Deine Wünsche für die Zukunft befassen.

Er sagte mir dazu, dass ihm ein langes Vorspiel und solche Sachen nichts geben. Warum solle er das dann tun.
Dadurch stecke ich automatisch zurück
Dein (krank machender) Fehler. Es braucht eine ausgewogene Balance . Ein Mann, der Dich liebt, der zu Leidenschaft und Hingabe fähig ist, der speist Dich so nicht ab. Das tut nur eine tumbe Nuss.
Beziehung öffnen, guten Sex woanders holen, wenn er das so sieht und prakitziert.

Wenn man wie ihr nicht miteinander kommunizieren kann.
 
  • #30
Ok, meine Erfahrung
Es gehören immer mindestens 2 dazu .
Ja, auch der Mann muss Freude dabei empfinden. Wir Männer sind nämlich nicht dazu da, um euch Frauen in den 7. Himmel zu vögeln und dabei nur unsere Pflicht zu erfüllen. Wie beim Eislaufen - Pflicht ist langweilig, Kür macht Laune.
Beide müssen ihren Teil beitragen - dann sind Höchstleistungen möglich. Sorry, liegt eine Frau nur in der Gegend rum, dann habe ich nach mir geschaut und bin gegangen, nachdem ich fertig war.
Eigentlich ganz einfach - Sagt die Frauenbewegung dem Mann nicht zu, dann ist er zügig fertig und raus aus dem Spiel. Es muss also passen - nicht jede Frau spielt gerne "Lutscher" - und beide sind daran beteiligt, dass es richtig knallt.
Hier ist wohl auch eine Begründung zu finden, warum manche Menschen Sex mit dem langjährigen Partner so toll finden - sie mögen diese Experimentierphase nicht. Und viele können es auch einfach nicht